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Oper in Nachbarländern Österreichs | Seite 3 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Oper in Nachbarländern Österreichs
1. Juli 2019
10:20
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Das ist bei uns selten, das welche am Ausgang stehen..

Ich habe die Damrau mit Gefolge und Herrn Sempey anschliessend noch bei "unserem" Italiener erlebt.

Die Kleidung bei uns ist sehr gewöhnungsbedürftig, habe mich aber im Laufe der Jahre damit abgefunden...

Ja den Sempey kannte ich auch nicht, der singt aber in der nächsten Saison in der Dinorah

1. Juli 2019
9:43
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florezaficionada
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UwePaul sagt
Gurnemaz, leider muss ich sagen, dass Sie wohl lieber einen Tag in Berlin hätten dranhängen sollen,

das war der krönende Abschluss einer durchweg großartigen Saison, wahrscheinlich seit zig Jahren die beste an der DO.

Kann das, was Herr Storch schrieb, genauso wie die Kritik von Dr. Waltenberger, insgesamt bestätigen, nur die Kritik an Fr. Damrau nicht, sie war hervorragend, alle anderen genauso, wie er schrieb. Das Dirigat von Ives Abel war mitreissend, weil das Orchester und der Chor mitgerissen wurden.

Ein insgesamt grandiose Abend. Warum allerdings diese Oper auf unseren Bühnen nicht heimisch ist, ist mir ein Rätsel  

mit herrn uwe paul völlig d'accord!  ich bin extra wegen hamlet nach berlin geflogen und muss sagen, es hat sich gelohnt! dass es nicht szenisch aufgeführt wurde, war mir sehr willkommen, weil man nicht durch eine vielleicht ärgerliche inszenierung abgelenkt wird. die sängerinnen und sänger waren alle exzellent und gaben keinen anlass zur kritik. besonders beeindruckte mich florian sempey, den ich als wienerin bis jetzt nicht kannte. wie er sich in die rolle hineinversetzte, fand ich packend! er ging ganz in seinen emotionen auf und beim begeisterten schlussapplaus hatte ich fast den eindruck, er kämpft mit den tränen (vor freude über die publikumsreaktionen?). frau damrau, sichtlich erschlankt, seit ich sie in münchen zuletzt sah, überzeugte mich restlos.

erstaunt war ich, dass sich nach der vorstellung nur etwa fünf personen beim bühnentürl einfanden, eine gute gelegenheit, mit den künstlern ins gespräch zu kommen und neue rollenpläne zu erfahren. in wien stünden bei dieser besetzung  sicher 50  fans um autogramme oder fotos an! aber berliner sind offensichtlich anders, auch was die kleidung betrifft! noch nie habe ich in der oper so viele verschwitzte shorts- und badeschlapfenträger gesehen. auch wenn's heiß ist, kann mann ( bewusst mit doppel-n) sich pflegen und adrett kleiden. außerdem war die DOB angenehm klimatisiert. ich betrachte es als  wertschätzung den künstlern gegenüber, sich dem anlass entsprechend zu kleiden, schließlich zwängen sie sich auch in frack oder gehrock wie z.b. herr sempey!

30. Juni 2019
8:21
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UwePaul
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Au weia, habe ich gelesen........ :-(((

30. Juni 2019
4:03
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Gurnemanz
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Freut mich, dass Sie einen eindrucksvollen Abend erlebt haben! Ja, Sie haben recht, ich hätte tatsächlich einen Tag in Berlin dranhängen sollen, die Operettenaufführung war zum Davonlaufen...

29. Juni 2019
23:24
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UwePaul
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Gurnemaz, leider muss ich sagen, dass Sie wohl lieber einen Tag in Berlin hätten dranhängen sollen,

das war der krönende Abschluss einer durchweg großartigen Saison, wahrscheinlich seit zig Jahren die beste an der DO.

Kann das, was Herr Storch schrieb, genauso wie die Kritik von Dr. Waltenberger, insgesamt bestätigen, nur die Kritik an Fr. Damrau nicht, sie war hervorragend, alle anderen genauso, wie er schrieb. Das Dirigat von Ives Abel war mitreissend, weil das Orchester und der Chor mitgerissen wurden.

Ein insgesamt grandiose Abend. Warum allerdings diese Oper auf unseren Bühnen nicht heimisch ist, ist mir ein Rätsel

29. Juni 2019
17:52
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Mache ich gerne, aber nicht, das Sie dann neidisch werden :-))) Mir graut nur vor dem Weg dort hin, sind zwar nur einige wenige U Bahnstationen, haben aber gerade 32 Grad...

29. Juni 2019
17:45
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Gurnemanz
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Danke! Ebenfalls viel Vergnügen! 

Vielleicht möchten Sie ja danach kurz schreiben, wie Ihr Eindruck war, bzw. wie/ob er sich mit Beitrag 218 deckt!

29. Juni 2019
11:17
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UwePaul
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Heute Abend 19.20 Uhr 3 sat

"Oper - Das knallharte Geschäft"

29. Juni 2019
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UwePaul
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Oh, dann viel Spaß in der Operette, das ist auch nicht meines.

Ja, nach allem was ich gehört und gelesen habe, wohl äusserst hörenswert.Na mal hören in 14 Std. weiss ich mehr

29. Juni 2019
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Gurnemanz
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Schön, dass wir uns einig sind! Ja, Korngold hat einen rauschenden Orchesterklang, aber das geht im Konzert besser, denn in der Oper wärs nicht schlecht, auch die Sänger zu hören...

Danke für die Empfehlung, aber ich bin eben in Wien angekommen. Heute mache ich etwas, was ich nur höchst selten mache, nämlich eine Operette anhören. Naja, vielleicht hätte ich Ihren Rat mit dem Hamlet ja befolgen sollen :-)) 

29. Juni 2019
7:37
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UwePaul
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Wenn Sie noch in Berlin sind, heute unbedingt den Hamlet in der DO

29. Juni 2019
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UwePaul
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Gurnemaz

stimme Ihnen voll zu. Ich war in der Premierenserie und hatte den gleichen Eindruck. Ich hatte sogar bei Rubakis gebuht, dachte mir fliegen die Ohren weg. Das habe ich ewig nicht mehr gemacht.

Ist aber ein Problem in der Komischen Oper generell, aber da war es besonders..

29. Juni 2019
2:23
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Gurnemanz
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Fr., 28. Juni 2019: BERLIN (Komische Oper): Erich Wolfgang Korngold, Die tote Stadt

Die Komische Oper Berlin pflegt, die Premierenproduktionen der jeweiligen Spielzeit Ende Juni / Anfang Juli für je eine Vorstellung in Serie wiederaufzunehmen, und das halte ich für eine sehr gute Idee! Letztes Jahr konnte ich so Schrekers Gezeichnete und Schostakowitschs Nase erleben, heute war es Korngolds Tote Stadt. Ich habe mir keine Sensation erwartet, dennoch wurden meine Erwartungen untertroffen, es war eine recht dünne Sache.

Beginnend mit dem Stück: Ja, ich liebe das 20. Jahrhundert, und ich freue mich, wenn Korngold zu hören ist, aber Korngold ist verglichen mit Zeitgenossen einfach nicht erste Liga. Die tote Stadt kommt auf den ersten Blick so tiefgründig daher, ist in Wahrheit aber ziemlich seicht und erreicht nicht einmal ansatzweise die Seelentiefe der thematisch ähnlichen und nur unwesentlich später entstandenen Věc Makropulos von Janáček. Korngold ist kitschig, zwar zweifellos eine positive Art von Kitsch, aber keine, deretwegen in in Hinkunft ins Ausland fahre.

Ein wesentlicher Grund, dies heute dennoch zu tun, war die Inszenierung von Robert Carsen. Carsen ist ein Könner, ein Vollprofi ersten Ranges - der, nebenbei bemerkt, in der Amtszeit des glücklicherweise bald scheidenden Direktors der Wiener Staatsoper nie dort inszenieren durfte. Carsen hat die symbolistische und phantastische Atmosphäre perfekt eingefangen, in der Produktion wirkt alles genau überlegt und sinnvoll. Das Bühnenbild von Michael Levine passt perfekt dazu. Levine zeichnete auch für die Ausstattung der bedauerlicherweise schon ausgemusterten und durch einen nichtssagenden Schmarrn ersetzten Wiener Frau ohne Schatten von Carsen verantwortlich, die Ähnlichkeit zur Toten Stadt ist auffallend: In beiden Inszenierungen gibt es einen nach vorne offenen quadratischen Raum, dessen Seitenwände verschoben werden können, ein Ehebett samt Nachtkasterln in der Mitte und zeitweise einen Gazevorhang (was für ein akustischer Unsinn!), die Kostüme von Petra Reinhardt passen sehr gut. Carsen zeichnet den Paul nicht als harmlosen trauernden Witwer, sondern als psychisch Gestörten, klar erkennbar an seinen Bewegungen und den fein säuberlich in einer langen Reihe aufgestellten Schuhen (?) etc; eine Sichtweise, der ich enorm viel abgewinnen kann, insbesondere seitdem ich vor ein paar Monaten Hauptmanns Bahnwärter Thiel gelesen habe, und da gibt es ja manche Parallelen (zB die krankhafte Anbetung der verstorbenen Frau in einem bestimmten Raum). Lediglich das Ende hat sich mir heute nicht wirklich erschlossen: Marietta stirbt hier offenbar tatsächlich, Paul tritt aus dem Raum. Gestört hat mich das aber nicht. Die Pause war zwischen dem 2. und dem 3. Akt; der Beginn des zweiten Aktes wurde gut insofern gekennzeichnet, als die Wände des Zimmers auseinander geschoben wurden ( = Beginn des Traumes). Besonders gut gefallen hat mir die Inszenierung des Zwiegesprächs Pauls mit der Erscheinung Maries, deren Gesicht in Graustufen teils scharf, teils unscharf im Hintergrund eingeblendet wurde.

Das Szenische war aber auch der positivste Aspekt. Zufrieden war ich mit Sara Jakubiak, die eine angenehme, eher dunkle, recht kräftige Stimme besitzt, dennoch haben wir in Wien schon bessere Mariettas gehört. Maria Fiselier war eine gute Brigitta, nicht mehr und nicht weniger, mit ihre rechtn leise Stimme geht es sich für die Komische Oper noch aus. Schlechter stand es um die Herren: Ich mag Aleš Briscein, aber mit dem Paul hat er sich keinen Gefallen getan, dafür reicht seine Technik nicht (obwohl die Rolle weit leichter ist als sie auf den ersten Blick klingt). Die Stimme klingt kehlig und gepresst, er hat die Töne, aber nur mit hörbarer Mühe. Seine Stimme klingt wie die eines Gesangsstudenten (tolles Material, aber sehr ungeschliffen und stilistisch ganz daneben). Der Grazer Zwerg war super, der Münchner Luka Kuzmič auch und anderes ebenfalls, aber der Paul ist nix für ihn. Kaum der Rede wert war der Fritz/Frank des Günter Papendell, der sich mir kaum eingeprägt hat. Eine durchschnittliche, nicht besonders klangvolle Baritonstimme ohne bemerkenswerte Qualitäten.

Nicht ganz schlecht, aber auch nicht wirklich gut war das Orchester unter Ainārs Rubiķis, dessen Wahl der Tempi mich zeitweise irritierte, auch hätte er die Lautstärke durchgehend etwas drosseln sollen. Die Blechbläser und Schlagzeuger waren besser als die Streicher und Holzbläser. Insgesamt kein erstklassiger Orchesterklang.

Das Haus war nur teilweise besetzt. Was soll übrigens der Blödsinn, in der Pause im Foyer des zweiten Ranges Kammermusik zu spielen?!? In der Pause gibt es genau drei sinnvolle Tätigkeiten: 1) aufs Klo gehen, 2) sich mit anderen unterhalten und 3) das eben Gehörte auf sich wirken lassen. Keinesfalls will ich in der Pause mit anderer Musik vollgedudelt werden. Ich gehe ins Konzert und in die Oper, um gute Live-Musik BEWUSST zu hören und nicht um zwangsbeschallt zu werden. Auch wenn man in der Pause im Zuschauerraum bleibt, hört man die Musik aus dem Foyer. Ungewollte Dauerbeschallung stört und hat in einem Opernhaus nichts verloren. Ein ganz genereller schwerer Fehler unserer Zeit.

27. Juni 2019
14:10
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Kapellmeister Storch
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UwePaul sagt
Wollte nur, das Sie sich bei dem Wetter nicht auf den Weg machen  

Danke.

26. Juni 2019
15:25
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UwePaul
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Wollte nur, das Sie sich bei dem Wetter nicht auf den Weg machen

26. Juni 2019
15:22
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Kapellmeister Storch
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Stimmt, ich meinte natürlich Donnerstag...

26. Juni 2019
13:47
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UwePaul
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Herr Storch, hoffe Sie gehen heute bei der Hitze nicht in die DO, denn da gibts keinen Hamlet, erst morgen wieder und dann am Samstag, da gehe ich dann....

26. Juni 2019
13:40
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Kapellmeister Storch
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Hamlet (konzertant) mit Damrau und Sempey, 24.06.2019, Deutsche Oper Berlin

Konzertante Aufführungen in der Deutschen Oper haben inzwischen eine schöne Tradition und garantieren fast immer aller höchstes Niveau, jedoch keine vollen Häuser. Warum man von der Thomas-Oper Hamlet gleich drei Aufführungen angesetzt hat, ist mir ein Rätsel. In München hätte man das Haus vermutlich dreimal ausverkauft, in Berlin war schon die Premiere am 24.06.2019 nicht sonderlich gut verkauft. Alle die gekommen waren, mussten ihren Besuch nicht bereuen, denn es wurde eine grandiose Aufführung geboten. Das Zugpferd der Aufführung war, wie schon mehrfach in der Vergangenheit, Diana Damrau, die hier als Ophélie allerdings von der Rolle her nicht die erste Geige gespielt hat. Obwohl sie ihre beste Zeit hinter sich haben dürfte und ihr die Höhe Mühen bereitet, die sie aber hervorragend zu kaschieren versteht, hat sie mir am Montag besser gefallen als in anderen Rollen. Trotz reifer Stimme klang ihr Vortag sehr mädchenhaft und nicht so aufgesetzt wie in früheren Jahren. Neben der Oper an sich war der Sänger der Titelpartie, Florian Sempey, der Hauptgrund für meinen Besuch. Er hat vor ein paar Jahren als Alphonse in La Favorite für Furore gesorgt. Sein Material hatte ich ein wenig nobler in Erinnerung, aber dennoch war er mit seinem kräftigem, farbenreichem Bariton der Star des Abends. Das war wirklich überragend! Eine ebenfalls überragende Leistung bot Eve-Maud Hubeaux als Gertrude. Vor knapp zwei Jahren habe ich sie an der Bastille-Oper als Thibault in Don Carlos gehört. Sie singt aber durchaus schon Rollen wie Eboli, Brangäne oder Léonor (Favorite). Sie besitzt einen farbenreichen, schlanken, aber durchschlagskräftigen Mezzo und wirkte in ihrem Kleid wie eine Film-Diva aus den 50er Jahren. Damrau-Gatte Nicolas Testé hat den Claudius akkurat, aber ohne besondere Farben in der Stimme und mit fehlender Tiefe gesungen. Als Laërte hat mir Philippe Talbot mit schlankem, angenehmem Tenor gefallen. In weiteren kleineren Rollen waren u.a. Thomas Lehman (Horatio), Andrew Dickinson (Marcellus) und Andrew Harris (Geist des verstorbenen Königs) aufgeboten. Die Aufführung wurde sehr umsichtig und bravourös von Yves Abel geleitet. Sein Dirigier-Stil wirkte zwar merkwürdig hölzern, im Ergebnis spielte das Orchester aber auf hohem Niveau, und er hatte den Laden bestens im Griff. Ich freue mich auf die nächste Aufführung am Mittwoch.

24. Juni 2019
12:08
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Kapellmeister Storch
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UwePaul sagt
Hallo Herr Storch,

da haben wir mit "unserem" Otello ja wohl mehr Glück gehabt zu haben, wenn ich so die Wiener Kritiken lese, zumindest was die musikalische Seite betrifft. Freunde waren in der ersten und dritten, und die soll hervorragend gewesen sein.

Hallo Herr Paul,

ich war auch in der ersten und der dritten Otello-Vorstellung. Leider war ich am Donnerstag deutlich weniger angetan. Russel Thomas hat erhebliche Höhenprobleme. Das klang mir alles zu angestrengt und teilweise auch gestemmt. Guanqun Yu hat zwar überwiegend wunderschön gesungen, aber dennoch irgendwie blutarm und mit Abstrichen im 3. Akt. Manchmal sieht man es beim zweiten Hören anders.

21. Juni 2019
17:29
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UwePaul
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Hallo Herr Storch,

da haben wir mit "unserem" Otello ja wohl mehr Glück gehabt zu haben, wenn ich so die Wiener Kritiken lese, zumindest was die musikalische Seite betrifft. Freunde waren in der ersten und dritten, und die soll hervorragend gewesen sein.

Ja mit der Manon, hatte ich etwas Pech, Fr. Siri hat sehr kurzfristig abgesagt, eine Annemarie Kremer sang sie von der Seite und Fr. Pelkowski spielte mal wieder, war gewöhnungsbedürftig,

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