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Oper in Nachbarländern Österreichs
8. Dezember 2019
15:29
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dalmont
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28. Januar 2019
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Gut, Gurnemanz, ich will versuchen, die Aufführung, die ich schon abgelegt habe, wieder hervorzuholen.

Vorausschicken muss ich, dass meine Vorstellung von „Libussa“ so etwas wie ein Staatsakt war, da auf das bombastische Finale bruchlos die tschechische Nationalhymne folgte. Wohl ein politisch-ideologisches Statement.

Die Oper endet, da sage ich Ihnen ja nix Neues, mit musikalischen Verweisen auf den Hussiten-Choral aus einer Zeit, als diese religiösen Fundmentalisten Mitteleuropa mit ihren Religionskriegen überzogen (es waren ja nicht d i e Tschechen, die damals zu Gotteskriegern wurden). Die „Wiedergeburt“ im 19. Jhdt. verlief dann auch über bewusste historische Fälschungen, über die Produktion mittelalterlicher Handschriften als Grundlage eines zwar romantisierend-falschen, aber wirkmächtigen tschechischen Nationsbegriffes in den Ländern der Wenzelskrone. (Noch Absurderes haben sich in unseren Breiten die Burschenschafter, diese Pest und Cholera des deutschsprachigen Geisteslebens, an den Universitäten der deutschen und österreichischen Kaiserreiche zurecht gezimmert, ein Gedankengut, das in den Heimat-und Volkskunden unserer Bundesländer noch immer präsent und nicht auszurotten ist).

Es stimmt schon, dass der Regisseur Jiří Heřman „Libussa“ mit Augenzwinkern an die Oper herangegangen ist und den Nationalismus der Oper durch die Wasserköpfe der tschechischen Präsidenten nach 1918 (wobei ich neben der Lichtgestalt des Masaryk - der einzige, der keinen Schwellkopf trug, glaube ich - nur mehr Benesch, Havel und „Freund“ Zeman zuordnen konnte) und die Atrappe des Nationaltheaters ironisierte.

In Zeiten in denen mit diesem Nationalismus des späten 19. Jahrhunderts auf gefährliche Weise gezündelt wird, schien mir das Augenzwinkern des Regisseurs als Interpretationsansatz zu sanft. (Weiß allerdings nicht, wie die tschechische Öffentlichkeit die Oper aufgenommen hat, weil ich vergessen habe, mir Rezensionen zu besorgen).

Wollte mir diese Oper nochmals anschauen, aber in Prag dürfte die Inszenierung mit dem ganzen Rauschebart-Plunder gemacht worden sein, dazu konnte ich mich nicht aufraffen.

Dass Europa diese große Vielfalt an Sprachen und Kulturen hat, finde ich wunderbar, und diese Vielfalt soll gestärkt und erhalten bleiben (auch in ihren staatlichen Organisationsformen). Was verschwinden soll ist dieser nationalistische Schwulst aus dem 19. Jahrhundert, der so elende Folgen hatte.

Finden Sie wirklich, dass Sprachen in „gute“ und „schlechte“ eingeteilt werden? Ich hab’s noch nicht bemerkt, will aber meine Aufmerksamkeit darauf richten.

Und zu guter Letzt: Danke für den Bosmans-Hinweis. Ich kenn nicht mal den Namen. Will mir das Stück sicher anhören, nicht mehr heute, denn jetzt heißts: Kopf frei machen für den „Orlando“.

PS: Las gerade in der „Zeit“ in einem Nachruf folgenden Satz von Mariss Jansons: „Wenn wir den Menschen keine Kunst mehr bieten und keine Religion, werden sie sich weiter zu Affen entwickeln. Essen, Autos, Häuser, schönes Leben. Schluss. Das wir im 21. Jahrhundert geistig so niedrig stehen, macht mir Angst“. Dieser Satz sei den Repräsentanten jener Grupperungen, die Gier, Ignoranz und Arroganz zum Programm erheben und leider unser Schicksal bestimmen, in deren Stammbuch geschrieben (so sie noch sinnverstehend lesen können).

8. Dezember 2019
5:09
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Aus dem Thread "Eugen Onegin":

Gurnemanz sagt (am 1. Dezember)
Ebenfalls gut gefallen hat mir mein voriger Opernbesuch, nämlich Smetanas Libuše am 26. Oktober im Janáček-Theater in Brünn. Smetana hat mehr und Besseres geschrieben als die Verkaufte Braut!  

dalmont sagt
Und zum Schluss: Wurde Smetanas „Libussa“ eigentlich noch immer im Messegelände aufgeführt, wo ich sie im Vorjahr gesehen habe, was akustisch sehr ungünstig war? (In „Anwesenheit“ übrigens des weiter unten von Beiträger/innen sehr unfreundlich behandelten und sehr grämlich drein geblickt habenden W. Gürtelschmieds) . Ich hatte jedoch sowohl mit dem Werk (wie bei allen diesen Stücken in denen der abstrakte Begriff Nation über den Menschen gestellt wird) als auch mit der Aufführung meine Probleme.  

Nein, die Libussa wurde im Janáček-Theater aufgeführt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es im Messegelände akustisch sehr ungünstig war: Dort war ich erst einmal bei Janáčeks Totenhaus, und da hat sie Atmosphäre des Messegeländes allerdings gut zum Stück gepasst.

Interessieren würde mich, wieso Sie mit der Aufführung Probleme hatten. Vielleicht möchten Sie etwas dazu schrieben? Ich fand nämlich gerade den Zugang des Regisseurs Jiří Heřman sehr erfrischend (ich hatte den Eindruck, dass er mit Augenzwinkern an die Sache herangeht, aber das Stück trotzdem ernstnimmt). Dass Sie mit dem Stück und der Lobpreisung der Nation Probleme haben, kann ich zwar irgendwie nachvollziehen, bin aber nicht Ihrer Meinung: Man muss das doch aus der konkreten Zeit heraus beurteilen (Tschechische Wiedergeburt!). Abgesehen davon bestehen Nationen und verschiedene gesellschaftliche Gruppen natürlich weiterhin, auch der Eiserne Vorhang ist in den Köpfen der Leute nach wie vor präsent, wie auch die Unterscheidung "gute Fremdsprache" (Englisch, Französisch, Spanisch, ...) versus "schlechte Fremdsprache" (Türkisch, Serbisch, Polnisch, ..., letzlich auch Tschechisch).

 

P.S.: Ein Tipp zu toller Musik, die Sie womöglich nicht kennen: Ich höre gerade die Cellosonate von Henriëtte Bosmans (1895-1952). Ich denke, sie könnte Ihnen (und Mitlesern) gut gefallen. Ich frage mich, warum man dieses großartige Stück quasi nie hört (ich hatte 2016 das Vergnügen und frische den damaligen Eindruck gerade wieder auf).

29. Oktober 2019
12:30
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Lohengrin2
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B steht in diesem Fall für Berlin, Frau Schulmeisterin, ergibt sich, wenn man die Fähigkeit zum Mitdenken hat, landläufig Intelligenz genannt, aus dem Text.

Nun schlagen Sie doch nicht so um sichm wenn Sie einen Fehler gemacht haben....... Mangelnde Genaungkeit verbunden mit Patzigkeit ist kein Merkmal von Intelligenz.

BSO ist international die Abkürzung für die Bayerische Staatsoper.

29. Oktober 2019
11:52
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Chenier
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28. Februar 2018
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Alles klar, Herr Storch, da habe ich Sie missverstanden.

Tezier singt übrigens demnächst in Wien den Don Giovanni, bin schon sehr neugierig.

29. Oktober 2019
11:50
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Chenier
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28. Februar 2018
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B steht in diesem Fall für Berlin, Frau Schulmeisterin, ergibt sich, wenn man die Fähigkeit zum Mitdenken hat, landläufig Intelligenz genannt, aus dem Text.

Aber ich glaube, in Zukunft werde ich Ihre Texte nicht mehr lesen und darauf nicht mehr reagieren, wird mir zu tief.

29. Oktober 2019
11:50
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Kapellmeister Storch
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Chenier sagt
Maltman hat mir persönlich in dieser Rolle gut gefallen, vielleicht war er diesmal etwas indisponiert. Garifullina, die ja in Wien "groß" geworden ist, wird etwas überschätzt und hat nicht ganz die Qualität, die man ihr zuspricht, und Demuro, den ich schon öfters gehört habe, hat durchaus Potential. Der Rest sagt mir nicht viel, vermutlich Ensemblesänger der BSO.  

Maltman war nicht indisponiert. Dass er dosiert gesungen hat, war positiv gemeint, da er in der Premierenserie extrem laut und poltrig war. Mein Geschmack sind Sänger wie Tézier, aber diesmal konnte ich gut mit Maltman leben.

29. Oktober 2019
11:46
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Lohengrin2
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...vermutlich Ensemblesänger der BSO.

??????

BSO ist üblicherweise Bayerische Staatsoper.......

29. Oktober 2019
11:34
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Chenier
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Maltman hat mir persönlich in dieser Rolle gut gefallen, vielleicht war er diesmal etwas indisponiert. Garifullina, die ja in Wien "groß" geworden ist, wird etwas überschätzt und hat nicht ganz die Qualität, die man ihr zuspricht, und Demuro, den ich schon öfters gehört habe, hat durchaus Potential. Der Rest sagt mir nicht viel, vermutlich Ensemblesänger der BSO.

28. Oktober 2019
13:34
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Kapellmeister Storch
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Rigoletto, Staatsoper Berlin, 24.10.2019

​Die Vorfreude auf die Vorstellung war bei mir nach der schwachen Aufführung im Juni nicht besonders groß, aber ich war dennoch auf die fast durchgängig andere Besetzung gespannt. Umso angenehmer wurde ich letztendlich mit einem durchaus ordentlichen Opernabend überrascht. Wie schon in der Premieren-Serie hat Christopher Maltman die Titelpartie gesungen. Diesmal erschien mir sein Gesang deutlich dosierter, so dass als einziges Manko die fehlende italienische Eleganz in der Stimme übrig geblieben ist. Ansonsten hat mir Maltman durchaus gefallen. Besonders gespannt war ich im Vorfeld auf Aida Garifullina als Gilda. Sie wurde besonders umjubelt und hat mir auch vom Gesamtpaket her gut gefallen, allerdings fand ich ihre Stimme in der Höhe recht hart. Die Überraschung des Abends war für mich Francesco Demuro als Herzog, der mich bei seinen bisherigen Auftritten nicht vom Hocker gerissen hat. Zwar klang seine Stimme in der Höhe nicht so frei und klar wie in der Mittellage, aber er kam trotz relativ schlanker Stimme gut über die Rampe und konnte mit einer Bombenhöhe auftrumpfen. Weniger überzeugend fand ich den hoch talentierten Bass Grigory Shkarupa als Sparafucile, der mir zu sehr auf die Tube gedrückt hat und irgendwie mehr wollte als er konnte. Absolut nichtssagend war für mich Mariana Pentcheva als Maddalena. Als Monterone war, wie schon in der Premiere, Giorgi Mtchedlishvili im Einsatz und war erschreckend schwach. Eine weitere Verbesserung gegenüber der Juni-Serie war das Dirigat von Diego Matheuz, der mit flotten Tempi und viel Esprit seinen Anteil an einem erfreulichen Opernabend hatte.

22. Oktober 2019
19:52
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Christine
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Solide entspricht dem was Sie über den Sänger sonst geschrieben haben, ist aber wohl kein Synonym für souverän. Der Dirigent hatte fast alles im Griff, einige verpatzte Einsätze konnte er nicht verhindern. Danke, für die raschen Erklärungen. Da ich mich derzeit mit der Verwendung der deutschen Sprache in Österreich intensiver befasse, fällt mir einiges auf.

22. Oktober 2019
18:33
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Kapellmeister Storch
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Das beantworte ich gerne.

Zu Pesendorfer:

Ich schätze Pesendorfer als grundsoliden Bass, von dem keine Sternstunden, aber auch keine schlechten Abende zu erwarten sind. Beim Ochs bin ich sehr geprägt durch Kurt Moll. Danach habe ich niemanden mehr gehört, der überragend gewesen wäre. Pesendorfer begann so, als wollte er sich die Partie einteilen. Im Laufe des Abends fand ich jedoch Gefallen an seinem Vortrag. Sie können souverän gerne durch solide ersetzen.

 

Zum Dirigenten:

Meiner Meinung nach hatte er den Laden im Griff und keine Schuld an den verpatzten Einsätzen. Daher habe ich von einer souveränen Leistung gesprochen.

 

Letztendlich schreibe ich meine Berichte zwischendurch. Da kann schon mal eine unglückliche Formulierung rauskommen.

22. Oktober 2019
18:01
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Christine
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7. September 2019
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Wenn hier von Vorstellungen berichtet wird, so kommen sie von keinen Berufskritikern. Das ist auch gut so und es ist interessant von Vorstellungen in anderen Ländern zu lesen. Ich möchte Kapellmeister Storch aber doch fragen, was für ihn das Wort souverän bedeutet. Über den Sänger des Ochs, an den er sich erst gewöhnen musste. "Mir war sein Ochs zu sehr auf Sparflamme gesungen. Letztendlich bot er aber eine souveräne Leistung". Über den Dirigenten: "Er machte auf mich einen sehr souveränen Eindruck, auch wenn es mehrere falsche Sänger-Einsätze gegeben hat". Das passt für mich nicht zusammen.

22. Oktober 2019
16:37
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Kapellmeister Storch
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Der Rosenkavalier, Semperoper Dresden, 17.10.2019

In erster Linie habe ich mich am 17.10.2019 für die Marschallin von Rachel Willis-Sørensen auf den Weg nach Dresden gemacht. Sie konnte mit ihrer recht dunklen Stimme und großer Spielfreude denn auch absolut überzeugen. Sehr gespannt war ich außerdem auf Nikola Hillebrand als Sophie, die beim letzten Silvesterkonzert kurzfristig als Adele eingesprungen war. Auch wenn ihre Höhe mehr Substanz haben könnte, war sie sowohl stimmlich als auch darstellerisch eine ideale Sophie mit süßlich silbrigem Klang der Stimme. Für mich ist sie eine ideale Rollenvertreterin. Sehr gefreut hatte ich mich im Vorfeld darüber, dass Sophie Koch das Damen-Trio als Oktavian komplettiert hat. Ich fand sie stimmlich allerdings recht enttäuschend. Ihre Stimme hat viel von ihrer einstigen Noblesse eingebüßt. Darstellerisch konnte sie wie gewohnt überzeugen. An Albert Pesendorfer konnte ich mich erst im Laufe des Abends gewöhnen. Mir war sein Ochs zu sehr auf Sparflamme gesungen. Letztendlich bot er aber eine souveräne Leistung. Die bot auch Martin Gantner als Faninal. Gefreut habe ich mich auch über die erste Begegnung mit Edgardo Rocha als Sänger. Am Pult stand der Geiger Nikolaj Szeps-Znaider, der seit einigen Jahren auch dirigiert. Er machte auf mich einen sehr souveränen Eindruck, auch wenn es mehrere falsche Sänger-Einsätze gegeben hat.

22. Oktober 2019
16:35
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Kapellmeister Storch
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UwePaul sagt
Herr Storch,

Kennen Sie eigentlich den Sänger Marc Laho, der den Hoffmann in Kürze singt?  

Nein, den kenne ich bisher noch nicht. In den Hoffmann gehe ich vielleicht irgendwann einmal. Viel Spaß!

17. Oktober 2019
14:33
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Herr Storch,

mir geht es mit der Carmen, so wie Ihnen. Meide die auch. Brück gehört ja eigentlich zu meinen Lieblingssängern, fand ihn auch vor 2 Jahren in der Partie schon sehr deplaziert.

Bei Pirgu staune ich genauso, wie Sie. Ja die anderen Sänger*innen aus dem Ensemble sind eigentlich immer eine Bank.

Kennen Sie eigentlich den Sänger Marc Laho, der den Hoffmann in Kürze singt?

17. Oktober 2019
13:05
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Kapellmeister Storch
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Carmen mit Matochkina und Pirgu, Deutsche Oper Berlin, 16.05.2019

​Carmen gehört nicht unbedingt zu den Opern, die ich ständig hören muss. Gestern bin ich in die Vorstellung gegangen, weil ich neugierig auf Yulia Matochkina in der Titelpartie war. Sie ist bisher überwiegend in ihrer russischen Heimat aufgetreten. In diesem Sommer hat sie in Salzburg die Federica in Luisa Miller gesungen. Gergiev hat sie auch schon für ein Konzert nach München geholt. Zu ihren Rollen gehören auch Wagner-Partien wie Venus, Brangäne und Kundry. Allein ihretwegen hat sich der Besuch gelohnt. Sie fing zwar recht verhalten an, konnte aber insgesamt mit einer wunderschönen Stimme und einem sehr differenziertem und souveränem Vortrag überzeugen. Die größte Überraschung des Abends war für mich allerdings Saimir Pirgu als Don José. Ich habe den Tenor bereits als 24-jährigen Alfredo und vor ein paar Jahren als Nemorino erlebt. Ich hatte ihn als begabten, aber recht langweiligen Sänger mit Höhenproblemen in Erinnerung. Inzwischen ist seine Stimme dramatisch mit stählerner Höhe geworden. Darstellerisch ist er zu einem Berserker geworden, bei dem Carmen nicht nur ihren Bühnentod fürchten musste. Pirgu gehört zu den überzeugendsten Josés, die ich gehört habe. Ebenfalls auf hohem Niveau war Ellena Tsallagova als Micaëla. Nicht gefallen hat mir Markus Brück als Escamillo, bei dem die tiefen Töne der Partie nicht recht klingen wollten und auch  die lyrischen Momente mitunter den gewissen Charme der Rolle vermissen ließen. Ich war umso enttäuschter, als ich ihn als Carlos di Vargas recht ansprechend fand. In den kleineren boten Thomas Lehman als Moralès und Meechot Marrero (diesmal als Frasquita), die optisch der Carmen die Show gestohlen hat, hervorragende Leistungen. Das gilt auch für das Dirigat von Jordi Benàcer, auch wenn im Orchester nicht immer alles geklappt hat.

13. Oktober 2019
10:17
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michael koling
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Gestern am Abend in der Komischen Oper Berlin - einer der unterhaltsamsten und gleichzeitig tiefgründigsten Liederabende, die ich je erlebt habe.
"Farges mikh nit - vergiss mich nicht" - Jiddische Operettenlieder zwischen Warschau und Broadway dargeboten von Helene Schneiderman und Alma Sadé und am Klavier begleitet von Barrie Kosky. Diese Produktion sollte unbedingt nach Wien gebracht werden (und ich überlege schon sehr stark, ob ich se mir beim Gastspiel in Frankfurt nicht nochmals ansehen werde).

10. Oktober 2019
14:16
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dalmont
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Ja, Gurnemanz, das ist wirklich ein ganz großartiges Werk, das leider so selten aufgeführt wird. Ich habe das Stabat Mater Dvořáks in Wien nur einmal live erlebt, vor fünf Jahren. Es ist ein ebenso grandioses Werk wie sein Requiem (ich weiß nicht, ob Sie es kennen), das ich allerdings nur von einer Schallplattenaufnahme her kenne. Dass diese beiden Stücke hier nicht öfter gespielt werden, ist bedauerlich. Was Dvořák angeht, beschränkt man sich leider nur auf die Symphonien 8+9 und eventuell das Cello-Konzert. Auch seine Kammermusik lässt man doch weitestgehend links liegen und von den Opern gibt es nur die „Rusalka“ (die allerdings auch die beste ist).

6. Oktober 2019
21:35
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Gurnemanz
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So., 6. Oktober 2019: BRATISLAVA/PRESZBURG (Philharmonie): Antonín Dvořák, Stabat Mater

Normalerweise schreib ich hier nur über Opern, aber das muss jetzt sein: Dvořáks Stabat Mater find ich ganz toll und jedenfalls besser als Rusalka und VIEL besser als die meisten Opern überhaupt.

Die Qualität hat mir auch super gefallen, bei zwei Sängern (Gerhild Romberger und Peter Mikuláš, der heute super in Form war) frag ich mich schon, wieso sie so selten in Wien zu hören sind. Vida Miknevičiūtė und Maximilian Schmitt haben mir auch gut gefallen, ebenso das Orchester unter Juraj Valčuha und der Chor, aber mehr kann ich nicht sagen, da ich das Stück zuvor überhaupt nicht kannte. Insgesamt eines meiner besten heurigen Musikerlebnisse (wie auch der Christian-Gerhaher-Liederabend im Wiener Konzerthaus am 2. Oktober).

24. September 2019
20:49
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Lohengrin,

finde es auch völlig richtig, wenn er es richtig auskuriert, auch wenn ich etwas traurig bin, aber die Gesundheit ist wichtiger, als ungeduldige Fans. Wünsche ihm jedenfalls gute Genesung........

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