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Oper in Nachbarländern Österreichs
12. Februar 2019
21:45
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Danke für den Hinweis! Ich habe mit wenig Mühe auf Youtube eine französische Freischütz-Aufnahme mit diesen Rezitativen gefunden und mir die ersten 20 Minuten angehört. Das klingt ungewohnt, aber überraschend gut! Ein Freischütz mit den Berlioz-Rezitativen wäre doch was fürs Theater an der Wien!

12. Februar 2019
12:46
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HansLick2
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14. März 2018
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@ 118 - sie fragen nach freischütz - berlioz rezitative.

ich hörte diese 2x vor vielen jahren in dortmund, deutsche übersetzung und diese rezitative machten den steifen text doch erträglicher. wenn ich an das " gestelzte gerede" in traditionellen inszenierungen denke.

11. Februar 2019
16:09
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Chenier
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28. Februar 2018
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Als Paris-Fan kann ich das so nicht stehen lassen, war voriges Jahr und vor 2 Jahren jeweils eine Woche dort, Ambiente und Kultur sind phänomenal und Prag ist zusätzlich hoffnungslos überschätzt.

War aber immerhin einmal Residenzstadt der Habsburger, dieser Teil von Prag ist letztlich interessant.

11. Februar 2019
4:21
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Ich hab darüber nachgedacht und muss sagen, Sie haben recht. Ich sollte wirklich weniger die Welt in schwarz-weiß einteilen (wobei ich mich mittlerweile eh bemühe, das nicht zu tun). Danke für das Feedback, ich nehme es mir zu Herzen. Allerdings meine ich ja nicht alles 100%ig bierernst, manches ist einfach locker-humorvoll-flapsig formuliert.

Übrigens nebenbei auch danke für Ihre Eindrücke aus Paris. Ich habe Paris von 2014 in keiner guten Erinnerung, aber das muss nicht an der Stadt an sich liegen sondern kann durch diverse andere Gründe (schlechtes Wetter, schlechte Unterkunft, private Gründe) verschuldet sein, aber dass ich glaube, mich an oftmaligen Uringestank in der Stadt erinnern zu können (so wie es in Baden bei Wien nach Schwefel stinkt, was ich unlängst wieder gemerkt habe), kann ich nur schwer als subjektiven Eindruck werten. Ich weiß auch nicht genau, was mir an Prag so gut gefällt, aber ich mag die Atmosphäre. Andere mir bekannte tschechische Städte (Brünn und Budweis) haben mE nicht dieses besondere Etwas.

Und: Ein Freischütz mit Berlioz-Rezitativen? Klingt... außergewöhnlich. Was halten Sie davon?

11. Februar 2019
3:02
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dalmont
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28. Januar 2019
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zu Eintrag 113)

„Prag halte ich übrigens für eine wunderschöne Stadt (...). Viel besser als das stinkende, dreckige, überteuerte und entsetzlich überschätzte Paris!“

 

Gurnemanz, in bin immer wieder erstaunt, wie schnell sie zu apodiktischen Urteilen kommen. Ein paar Tage genügen Ihnen offensichtlich, eine Metropole wie Paris dermaßen abzuqualifizieren. Wenn ich nicht aufpasse, werden mir doch alle Großstädte zu finanziellen Fallen (auch Prag, das mir nicht weniger am Herzen liegt, wie Paris, oder Venedig oder... es gibt doch so viele schöne Orte auf der Welt). Der Massentourismus bringt es leider mit sich, dass man immer mehr von den großen Avenuen in Seitengassen ausweichen muss (in allen interessanten Städten). Auch am Königsweg vom Gemeindehaus bis zum Hradschin in Prag findet man doch nur mehr Touristennepp. Ich bin seit 1971 mit einer gewissen Regelmäßigkeit in Paris, kenne nicht nur die Touristenpfade (schon weil ich nicht nur die französische Musikkultur sondern auch die französische Esskultur sehr schätze, und die findet man heute eher in Seitengassen). Die Pariser Opernhäuser kenne ich alle, am Palais Garnier, nicht nur wegen der Chagalls als Deckenfresko architektonisch grandios, habe ich eine der schönsten Vorstellung erlebt: Hoffmanns Erzählungen, mit Gedda, Tom Krause, Mady Masplé, Christina Eda-Pierre in der Regie von Patrice Chéreau. War meine erste Pariser Erfahrung. An der Bastille habe ich sogar einen Janacek erlebt: Katja Kabanova, und die Opéra Comique habe ich immer wieder besucht, aber die war als Gebäude ein bisschen abgefackt, gerade wurde sie jedoch renoviert. Die Périchole und Mignon sind mir sehr in Erinnerung, der Freischütz mit den Rezitativen von Berlioz ebenfalls. Das Stammhaus von Dominique Meyer, das Théâtre des Champs Elysées kenne ich nur als Konzertsaal, bei einem war Abbado der Dirigent, beim zweiten hat uns Meyer mitgeteilt, dass wegen der Aschenwolke das Orchester nicht landen konnte (was mir auch eine zusätzliche Paris Woche beschert hat). Daneben lernte ich ein paar kleine Bühnen kennen, in denen auf wunderbare Weise Offenbach gespielt wurde: Il Signor Fagotto und La Vie Parisienne. Und ein paar Café-chantants, und natürlich auch die Comédie Francaise.

Ich stelle fest: Immer wenn ich eine Kritik als extrem unfair empfinde (und mein so geliebtes Paris ist nicht entsetzlich überschätzt. Man muss doch begründen, wenn man meint, es sei so) will ich Romane schreiben. Ich kann’s nicht anders formulieren: Gurnemanz, fahren Sie noch einmal mit offenen Augen nach Paris (und wenn Sie Zeit haben in die Umgebung). Wenn man es gut plant, kann man sehr preiswert dort leben. Die Kartenpreise sind allerdings wie bei uns. Und – ausgenommen die Bastille-Oper – muss man schon schauen, wo man sitzt (wenn man auch was sehen will).

10. Februar 2019
22:09
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Gurnemanz
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29. September 2018
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So., 10. Feber 2019: BRNO/BRÜNN (Janáček-Theater): Béla Bartók, A kékszakállú herceg vára / Herzog Blaubarts Burg + Arnold Schönberg, Erwartung

Zum Abschluss meines Opernmarathons habe ich mir heute nochmals Bartók und Schönberg gegönnt. Bartók war im Unterschied zum zu Unrecht so gepushten Schönberg ein wirklich guter Komponist, aber seine einzige Oper mag ich nur stellenweise. Trotzdem freue ich mich, dass die Oper Brünn beide Stücke heuer wiederaufgenommen hat. Ich hatte heute im wesentlichen denselben Eindruck wie vorgestern, Lorentzson hat mir etwas weniger gut gefallen, dafür Karnéus etwas besser - beides kann aber auch am anderen Sitzplatz liegen (vorgestern oben, heute hinten im Parterre). 

9. Februar 2019
18:39
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Danke! Ich wünsche Ihnen ebenfalls interessante und packende Opernabende nach Ihren Vorstellungen!

Selbstverständlich war das humorvoll gemeint :-)) Zu Ihren Fragen: Es war insgesamt eh nicht zufriedenstellend. Ich bin heute entgegen meiner Gewohnheit testweise oben auf der Ganzseite gesessen, und ich musste feststellen, dass man dort (wie auch in der Wiener Staatsoper) die Sänger irgendwie verzerrt (jedenfalls: anders) hört, das Orchester dafür hervorragend. Aber ich habe mich darüber nicht geärgert, sondern beschlossen, die Sache zu nehmen, wie sie ist, und habe mich gefreut, dass ich heute einmal das Orchester super höre. Dafür freue ich mich schon auf das nächstemal, wenn ich einen akustisch besseren Platz haben werde!

Ich war vor ein paar Jahren für ein paar Tage in Paris (nicht in der Oper) und war gewissermaßen entsetzt von der Stadt. Waren Sie dort schon in einem Opernhaus? 

9. Februar 2019
17:08
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Christine
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3. Oktober 2018
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Es ist erfreulich, dass Sie, Gurnemanz, einen schönen Opernabend mit ihrem Liebelingskomponisten genießen konnten. Die Frage, wieso man überhaupt noch andere Komponisten als Janacek spielt, ist wohl als Scherz gemeint?

Einiges verstehe ich nicht: "Manchmal konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Höhen leicht falsch intoniert waren, aber da ich heute oben seitlich knapp über dem Orchester gesessen bin, habe ich die Sänger ziemlich schlecht gehört". Etwas später schreiben Sie: "Dank meines Platzes konnte ich eine perfekte Orchesterakustik genießen, und zwar wirklich genießen!" Die Sänger haben Sie schlecht gehört aber das Orchester konnten Sie wirklich genießen? Das wäre für mich insgesamt keine zufriedenstellende Vorstellung gewesen. Ich halte Prag auch für eine schöne Stadt, würde deshalb aber Paris nicht so heruntermachen. Überschätzt finde ich diese Stadt keinesfalls, oder meinen Sie nur die Pariser Oper?

9. Februar 2019
15:54
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Sa., 9. Feber 2019: PRAHA/PRAG (Nationaltheater): Leoš Janáček, Příhody lišky Bystroušky / Das schlaue Füchslein

Endlich wieder ein Janáček, die Janáček-Liveabstinenz der letzten Wochen war schwer auszuhalten. Und glücklicherweise eine sehr gute Aufführung! Eindeutig am besten war Martin Bárta: Was für eine Stimme! Kräftig, eher dunkel timbriert, aber auch höhensicher. Es war schön, den Förster einmal von einem Heldenbariton zu hören. Ebenfalls ausgezeichnet hat mir Luděk Vele in der Doppelrolle Dachs/Pfarrer gefallen. Er ist ein richtiger Bass (kein hinuntergeschraubter Bariton), und seine Stimme klingt sehr angenehm. Entfernt erinnert sie mich an die Walter Finks, aber sie ist keine Weinkellerstimme. Dass Vele im heurigen Spätherbst 68 wird, war zwar leicht hörbar, aber es war noch komplett im Rahmen. Alžběta Poláčková hat in der Titelrolle eine sehr gute Leistung erbracht, wenn ich davon absehe, dass ich nicht beschwören kann, dass auch alles auf der richtigen Tonhöhe war. Manchmal konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Höhen leicht falsch intoniert waren, aber da ich heute oben seitlich knapp über dem Orchester gesessen bin, habe ich die Sänger ziemlich schlecht gehört, daher kann ich das weder bestätigen noch dementieren. Josef Moravec war ein guter Lehrer (+Stechmücke), er hat den Eindruck gemacht, als schonte er sich. Nach der Vorstellung habe ich gesehen, dass er heute abend als Wenzel in der verkauften Braut angesetzt ist, das erklärt alles. Kateřina Jalovcová war ein guter, auffallend hell timbrierter Fuchs, Jiří Brückler ein rollendeckender, fast etwas zu leichtgewichtiger Harašta, Václava Krejčí Housková hat mir als Hund sehr gut gefallen. Die kleinen Rollen waren alle in Ordnung. Dank meines Platzes konnte ich eine perfekte Orchesterakustik genießen, und zwar wirklich genießen! Das Orchester unter Jakub Klecker schwelgte in leidenschaftlichem, aufwühlendem, und gleichzeitig wunderschönem, aufblühendem und berührendem Impressionismus. DAS ist gute Musik; wieso man überhaupt noch irgendwelche anderen Komponisten als Janáček spielt...?! Ondřej Havelka hat das Stück klassisch inszeniert, mir gefällt das Ergebnis. Die leicht ansteigende Bühne stellt einen stilisierten Wald dar, durch Bühnentechnik (Drehen kleinerer Kreise und Aufklappen) können andere Schauplätze (Dachshöhle, Haus des Försters, Gastwirtschaft) auf die Bühne gebracht werden. Die Produktion ist wirklich stimmungsvoll, aber nie kitschig. Man merkt, dass Havelka (im Unterschied zu Otto Schenk) das Stück verstanden hat. Die Idee, dass Terynka als stumme Rolle auf die Bühne gebracht wird, wo sie mit dem Förster in Kontakt steht (u.a. mehrmals eindeutig angedeuteter Sex), finde ich hervorragend. Insgesamt eine wirklich gute Produktion, wenngleich mir das neue, hochintelligente Brünner Füchslein von Jiří Heřman besser gefällt. Wie bei einer Samstag-11-Uhr-Vorstellung zu erwarten, wären zahlreiche Kinder in der Vorstellung, die sich mitsamt ihren (Groß-)Eltern bis auf wenige Ausnahmen sehr ruhig verhalten haben. Prag halte ich übrigens für eine wunderschöne Stadt, da fühl ich mich immer sofort wohl (ein Ausflug lohnt sich nicht nur wegen der dortigen Oper). Viel besser als das stinkende, dreckige, überteuerte und entsetzlich überschätzte Paris!

9. Februar 2019
14:10
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zerbino
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1. März 2018
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HansLick2 sagt
@ 99: schwelgt also plötzlich in sonst nicht erwünschten uralt erinnerungen:

Einmal allerdings, und das wird mir wirklich unvergesslich bleiben, war eine Otello mit Fr. Tebaldi, das war grandios  

Ich erinnere mich auch daran, weil ich die ganze Nacht angestanden hatte, und dann hat del Monaco abgesagt und Beirer machte auf Deutsch singend es der Tebaldi schwer, wie sie später auch sagte. Immerhin war der Othello auch meiner Meinung nach seine beste  performance.

9. Februar 2019
0:46
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Fr., 8. Feber 2019: BRNO/BRÜNN (Janáček-Theater): Béla Bartók, A kékszakállú herceg vára / Herzog Blaubarts Burg + Arnold Schönberg, Erwartung

Der mutigen Spielplangestaltung der Brünner Oper habe ich zu verdanken, dass ich heute Herzog Blaubarts Burg und Erwartung kennenlernen durfte - zwar keine ganz besonderen Raritäten, aber dennoch zwei Werke, die recht selten in den Spielplänen auftauchen und für die sich die Fahrt gelohnt hat. Mit dem Thema der Bartók-Oper war ich bereits vertraut, zumal ich im April 2018 in Graz Ariane et Barbe-Bleue von Paul Dukas gesehen hatte, und das war eine ganz hervorragende Produktion in jeder Hinsicht (Stück, Sänger, Inszenierung, Orchester), sicher eines der besten bisherigen Opernerlebnisse meines Lebens. Damit konnte der heutige Abend nicht mithalten, aber es hat mir trotzdem gefallen. (Dukas hat ein inneres Seelendrama geschrieben, während bei Bartók die Auseinandersetzung Judith-Blaubart im Vordergrund steht.)

Die Inszenierung von David Radok verbindet die beiden Stücke. Nicht nur Herzog Blaubarts Burg (wo er ja vorgesehen ist), sondern auch der Erwartung geht ein ca. 2minütiger gesprochener Prolog voran (auf tschechisch mit englischen Übertiteln), der den Zuschauer in einen anderen Kontext versetzt. Das letzte Zimmer in Herzog Blaubarts Burg ist ident mit der Bühne in Erwartung, was dazu führt, dass dieses Stück nicht im Wald spielt sondern in einem Zimmer. Der gesuchte Mann (der Blaubart-Sänger) ist teilweise auch auf der Bühne präsent, aber nicht im Blickkontakt mit der Frau. Das legt den Schluss nahe, dass es hier nicht um ein reales Suchen geht sondern um etwas Psychisches, aber genauer kann ich es derzeit nicht sagen.

Anders Lorentzson, der hauptsächlich in Skandinavien singt, hat mir als Blaubart hervorragend gefallen, seine Stimme ist kraftvoll, ausdrucksstark, in allen Lagen sicher und besitzt ein schönes Timbre. Eine Wiederbegegnung wäre erfreulich. Katarina Giotas war als Judith bei den lauten Stellen besser als bei den leisen, bei denen ein zu starkes Vibrato den Eindruck störte, aber in dieser Rolle ist Ausdruck viel wichtiger als Schöngesang, insofern war die Leistung sehr gut. Auch für die Frau in "Erwartung" gilt das, und Katarina Karnéus (die wir in Wien vor einem knappen Jahr als Claire Zachanassian gehört haben, aber das ist ja eher eine Sprechrolle) hat mir sehr gut gefallen, da sie die Partie gut gestaltet hat, Schöngesang ist hier wirklich nicht notwendig. Marko Ivanović dirigierte das meinem Eindruck nach wirklich gut spielende Orchester. Genauer kann ich mich nicht äußern, da ich die beiden Stücke vorher gar nicht gekannt hatte. Herzog Blaubarts Burg hat auf jeden Fall den stärkeren Eindruck hinterlassen, das liegt aber wahrscheinlich daran, dass es einfach besser als die Erwartung ist. (Aber es ist sicher nicht Bartóks bestes Werk, da schätze ich (beispielsweise) das Orchesterkonzert um ein vielfaches höher ein.)

8. Februar 2019
16:18
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Die Antwort befindet sich zur besseren Übersichtlichkeit im Tosca-Thread

8. Februar 2019
16:03
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alcindo
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27. Februar 2018
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werter Gurnemanz: hier geht es eigentlich nicht um streitereien, sondern darum, dass aus dem Norden chronisch nur ausgeteilt und nichts eingesteckt wird,

übrigens will ich sie fragen, studieren Sie gesang?.....  wie kommen Sie auf die Idee, dass recondita armonia schwerer ist als die sternenarie? das ist wohl individuell verschieden, wer kein gutes mezzovoce hat, wird im dritten Akt auch Schwierigkeiten haben, und wer eine gute höhe hat, spielt sich mit recondita.

den tenor, den Sie aus Pressburg als Cavaradossi zitieren kenne ich (noch) nicht, aber er ist halt in Pressburg engagiert,  und Beczala in allen grossen opernhäusern der welt.......um wieder weit zurueckzugreifen, einmal hörte ich diStefano mit Leontine Price und  Giuseppe Taddei, der für mich der beste Scarpia war und wahrscheinlich bleiben wird, da kommt Beczala sicher nicht heran

8. Februar 2019
15:39
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Ich bin kein Moderator und möchte mich nicht als ein solcher aufspielen, aber ich würd mich freuen, wenn Ihr Euren Disput entweder einstellen oder per Privatnachricht fortführen könnt. In diesem Thread soll es ja um Besprechungen von Opernaufführungen und die daraus sich ergebenden Diskussionen gehen, nicht um Streitereien. Danke! 

8. Februar 2019
15:04
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HansLick2
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14. März 2018
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@ 106 schnappatmung? 

melde mich erst samstag wieder.

8. Februar 2019
14:55
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UwePaul
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28. Februar 2018
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105 wer ist denn vom Thema abgewichen??? Und ausserdem vertragen Sie die Wahrheit nicht???? Wenn Sie nicht mehr wissen, worum es damals ging, lesen Sie nach, vielleicht verstehen sogar Sie es..

Ausserdem wollteb Sie doch meine Beiträge ignorieren, nicht mal das können Sie

8. Februar 2019
14:49
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HansLick2
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14. März 2018
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@ 104 - sind' schon wieder persönlich, schimpfend ( blöd, billig, Anmache lese ich da) anstatt beim thema zu bleiben?

8. Februar 2019
14:41
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UwePaul
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28. Februar 2018
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103

was soll diese blöde billige Anmache. Passt zu Ihnen, einfach peinlich

8. Februar 2019
13:09
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HansLick2
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14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
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@ 99: schwelgt also plötzlich in sonst nicht erwünschten uralt erinnerungen:

Einmal allerdings, und das wird mir wirklich unvergesslich bleiben, war eine Otello mit Fr. Tebaldi, das war grandios

8. Februar 2019
7:04
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UwePaul
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline
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susana,

das war böse :-))))

Mit Böhm ging es mir auch so, ich konnte das damals auch noch nicht so beurteilen. Ich habe ihn das erste Mal 1963 erlebt als Aida Dirigent, war mein 3. Opernbesuch, also ziemlich ahnungslos. Dann später in einigen Mozartopern. Aber da gings mir auch so wie Ihnen, war vielleicht auch der Name und das Alter...

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