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Nabucco
31. Januar 2021
18:35
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alcindo
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21. Januar 2021
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liebe frau Margit Rihl: ich kann Ihnen nachfuehlen, wie man als eingefleischter verehrer eines sangers versucht noch immer das positive zu finden. da waren ja durchaus noch positive reste da, sein gesicht schaut in grossaufnahme und geschminkt noch immer sehr gut aus, sein (tenor)timbre kommt auch noch manchmal zum klingen, auch sein aufstehen ohne hilfe ist fuer einen ueber 80jaehrigen bemerkenswert, er wird dies auch sicher oft ueben....aber das erinnert mich wieder an meinen vater und die Marika Roekk, die mit 80 jahren koerperlich noch viel mehr konnte und meinen vater, der sie noch aus der UFAzeit kannte, mit ihren spagaten begeisterte. nur Domingo ist schon als typ fuer der Nabucco fehlbesetzt: Nabucco in der fugur wie in der musikalischen linie ist ein zu beginn brutaler krieger, den ein 80+jaehriger, der teilweise schon schlecht geht, schwer darstellen kann...erst ab wahnsinn war die darstellung ihres lieblings akzeptabel. Dio di Giuda habe ich noch nie auf diesem niveau gehoert, ich will auf ein adjektiv verzichten.. wie diese arie klingen sollte und koennte koennen Sie auf den aufnahmen von Bastianini und Taddei vergleichen, die ich vor tagen hier gepostet habe....aber bei Domingo fehlt es am atem, es fehlt teilweise am legato, Domingo stoesst jetzt toene in die vorderen resonanzen um sie tragfaehig zu machen, auf diese art ist legato nicht moeglich und es kommt zu einem nasalen einschlag. wenn Sie meinen, dass da nichts manipuliert wurde ......stream 16.30, stream 20.00, dann 20.30 und schlussendlich ca 20.40 beginn: fragen Sie sich da nicht wozu die verschiebungen?? auch ich habe mir sowohl den stream wie auch die ORF sendung angehoert, und wenn Sie glauben, dass da nichts manipuliert wurde, dann irren Sie. schon bei takt 1 in der ouverture gab es ein missverstaendnis, das dann retuschiert wurde. es ist auch logisch und legal, dass man fuer eine produktion da vorhandene material so gut wie moeglich praesentiert. so zb gab es im stream stellen von Nabucco u Abigail, wo man Domingo wenig hoerte, das war in der sendung ncht so auffaellig, auch die hohen toene von frau Pirozzi waren nicht so bedrohlich wie im stream. Waere dieser Nabucco als buehnenabschied deklariert und exekutiert worden, waere ich bei denen, die ihm bravo zurufen wuerden, aber bei Domingo sind die letzten baritonjahre eine langwaehrende und nicht enden wollende abschiedsvorstellung - es klingt ja immer noch wie Domingo, aber nie wie ein bariton- und man fragt sich ob er das wirklich braucht und er wird gefahr laufen in zukunft bei allgemein zugaenglichen vorstellungen auf ablehnung zu stossen.
mit gruss alcindo

31. Januar 2021
13:44
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ac
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16. Januar 2018
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Anm. der Redaktion: Heute gingen "Betrachtungen zum Nabucco-Stream " mit Domingo am 22.1. online - und da erfahren wir bezüglich Stream doch etwas, das wir offenbar nicht wussten, nämlich dass der Stream wohl irrtümlich für ganz wenige Zuschauer auf "Myfidelio" in voller Länge und ohne Unterbrechungen gelaufen ist.

Margit Rihl schreibt: Es war am 22. 1., einen Tag nach Domingos 80. Geburtstag, wohl eine ganz besondere „Aufführung“. Das Wort wurde von Direktor Roščić, der vorher kurz vor dem Vorhang erschien, jedoch gar nicht verwendet, er kündigte beim Streaming eine Aufzeichnung an, bei der eventuell auch unterbrochen werden könnte, um die bestmögliche Aufzeichnung zu gewährleisten.

Nun, dass da nicht viel herumgebastelt wurde, bewies die Tatsache, dass durch irgendein technisches Versehen bei Myfidelio der Stream sehr wohl um 16:30 begann und bis zum Schluss ohne Probleme durchging. Jeder, der allerdings ein paar Minuten später einsteigen wollte, konnte das nicht mehr, da stand dann 20:30 und man kam nicht mehr in diesen Stream hinein. Ab 20:30 war das möglich, da begann ja auch der Stream auf der STOP-Website.

Da der Stream noch bis zum 25. online blieb, schaute ich auch noch später bestimmte Stellen auszugsweise an.

Am 24. kam dann die Fernsehübertragung, die absolut identisch war mit dem Stream, bis auf das Herausschneiden der unnötigen Umbaupausen (wobei man sich schon fragen musste, WAS dann da groß umgebaut werden musste in diesem inexistenten Bühnenbild!) und der großen Pause, in der man im Stream auch das ohnehin schon lange auf der Website abrufbare Porträt von Plácido Domingo sehen konnte. Nett, aber ein neueres wäre ja nicht schlecht gewesen. ..

ZITAT ENDE

Mehr können Sie den Betrachtungen von Margit Rihl entnehmen.

Eingefügt von A.C. am 31.12021)

30. Januar 2021
19:58
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Christine
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22. Januar 2021
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Frau Dr. Pfabigan war immer schon ein Domingo Fan, was durchaus verständlich ist. Er war ja auch ein wirklich großer Künstler. Als Fan, der auch Kritiken schreibt, hätte man aber auch eine gewisse Verantwortung, ist zumindest meine Meinung. Gerade bei Künstlern die ich besonders mochte, habe ich es immer besonders schmerzlich befunden, wenn sie nicht mehr so klangen wie ich es in Erinnerung hatte. Es wäre mir nie eingefallen zu behaupten, dass sie trotzdem über alle Maßen großartig waren. Ich war immer froh, wenn zumindest der annährend richtige Zeitpunkt gefunden wurde aufzuhören.

30. Januar 2021
16:50
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alcindo
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21. Januar 2021
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nur meine grosse wertschaetzung fuer frau Dr.Pfabigan hat verhindert, dass ich nicht noch akzentuierter geschrieben habe. eine leistung wie die von Domingo beim Nabucco waere nur bei einer endgueltigen abschiedsvorstellung zu akzeptieren und bei einer solchen auch mit jubel zu bedenken. viele grosse saenger haben am ende ihrer karriere rollen gesungen, die ihrem alter angepasst waren, siehe Martha Moedl, Leonie Rysanek, Hilde Konetzni, Waldemar Kmentt, auch Ljuba Welitsch und Hans Hotter, der mit 80 sicher keinen Hollaender mehr gesungen haette.

30. Januar 2021
15:19
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Christine
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22. Januar 2021
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Wenn ich die Einträge von fenton und pony lese frage ich mich wieder einmal, ob die Beiden die gleiche Vorstellung gesehen haben. Aber wenn ich Frau Dr. Pfabigan und Thomas Prochazka vergleiche, geht es mir auch so. Ich habe zu Beginn der 70er Jahre begonnen öfters in die Oper zu gehen und hab mir dann regelmäßig das Merker Heft gekauft, zunächst in einer Trafik in der Kärntnerstraße, dann in der Arcadia. Einige ältere Hefte, wo über für mich interessante Sänger und Aufführungen berichtet wurde, habe ich nachgekauft. Eine vergleichbare Nachsicht gegenüber einem Sänger ist mir nicht in Erinnerung. Ich schließe mich ganz dem letzten Kommentar von Alcindo an. Ich beobachte den Sänger auch mit Wehmut, aber ich ärgere mich auch, dass er nicht weiß, wann er aufhören sollte. Lange Zeit habe ich es ja vermieden eine Oper mit ihm anzuhören, aber ein Nabucco unter einer neuen Direktion erweckt halt Interesse. Ob er wohl anstrebt noch sämtliche bedeutende Baritonrollen der italienischen Oper zu singen? Vom Gerard hat er ja schon die große Arie in sein Repertoire aufgenommen.

29. Januar 2021
21:01
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alcindo
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21. Januar 2021
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die verschobene beginnzeit war wahrscheinlich um genug zeit fuer gewisse manipulationen wie einfuegen von ausschnitten aus den proben usw...zu haben. schon seltsam ein stream, der um 16.30 losgehen soll, dann um 20.00 dann wieder um 20.30 und dann endlich ca 20.40 beginnt mit einer fast unverstaendlichen mitteilung des direktors. seltsam auch, dass ein dirigent, der seit 1996 an die 300 vorstellungen in der WSTO dirigiert hat am beginn des streams das orchester mit buon giorno besgruesst.....dann einige verhetzte tempi anschlaegt und im gefangenenchor einige allarg-rubati einbaut, die von Verdi gewiss nicht gewollt waren, aber fuer fast alle kritiker "der mann' fuer das ital repertoire zu sein scheint. sein vorzug ist, dass er saenger recht gut begleitet. ich frage mich ob PD mit seiner leistung zufrieden war wenn er die aufnahme gehoert hat....er weiss doch genau wie das gesungen gehoert, meint im interview dass das publikum seine jetzige art zu singen akzeptiert....fuer mich klingt er leider die letzten jahre immer wie ein Otello, der nicht gut disponiert ist. dazu muss ich sagen, dass ich keinen anderen lebenden saenger so ob seiner leistungen und willenskraft bewundert habe wie ihn, aber was er jetzt bietet kann man nur wehmuetig verzeihen, auch als darsteller macht ein gebrechlicher mann mit ueber 80 jahren keine gute figur, der Nabucco sollte ja ein brutaler feldherr sein. wie waers denn mit einem Radames im rollstuhl. ....erinnere mich an meinen vater, der hat fuer die Marika Roeck geschwaermt, weil sie mit 80 noch einen spagat machen und ein rad schlagen konnte, bei PD werden viele bewunderer auch so denken und den spagat goutieren, ich kann mich da nicht anschliessen. nur teilweise ist noch immer sein schoenes timbre durchzuhoeren. wenn er nun glaubt er braucht das singen, weil atem und atem ist leben.....fragt man sich noch wer es denn wirklich braucht.
mme Pirozzi hatte stark oszillierende toen zu beginn, das besserte sich aber, ist eine gute saengerin mit einer nicht besonders schoenen stimme und einer etwas agressiven hoehe und fuer grossaufnahmen im TV nicht praedestiniert. aber wie pony sagt, die Abigail - eine der unangenehmsten sopranpartien- muss man erst einmal schaffen. der Zaccaria von Zenatello zeichnet sich durch schwache tiefe, etwas stumpfe stimme und zt fehlendes legato aus, wie schon vorhin erwaehnt ahahahah oder eheheh....

29. Januar 2021
14:03
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pony
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29. Januar 2021
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Schon die Vorspeise von Frau Barbara bewirkte ,die erlösende Stummschaltung zu aktivieren. Verschobene Beginnzeit - egal. Nach der jämmerlichen Silvester-Fledermaus nun die nächste Großtat der hl. Wiener Staatsoper.
P.D. einer der ganz großen Tenöre gibt sich zum 80. die Ehre: Verquollene Töne, Augenrollen (wie Clemens U, der als 7. Zwerg bühnenbeherrschend nervt), permanente Atemnot, Höhen dezent knapp angetippt,
Legato neben der Spur, auf dem Bühnenboden kauernd (wer hilft ihm wieder auf die Beine?), warum tut er sich das nur an?????? sich mit letzter Kraft hochkämpfend um dann Dio di Giuda in den Bühnensand zu versenken.
Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da konnte man sich auf Stimmen von Bastianini, Protti, Taddei, Sereni, Gobbi, Paskalis, Wächter, Cappuccilli, Bruson freuen, naja auch heute hätte ich C. Alvarez, L.Tezier,
Salsi, Lucic oder Maestri gerne gehört mit P.D. als Ehrengast, ein Blumenstrauß und als Gegenleistung O SOLE MIO in Baßlage. Die Androhung seiner ungebrochenen Sangesfreude macht sprachlos
Anscheinend sind die Gehörgänge der Chefs mit morbus domingo zugekleistert, das Absenken der Ansprüche ( Th. P. wie wahr! ) ist aber sehr betrüblich. Der Karl Löbl reibt sich verwundert die Augen!
Zu Frau Pirozzi: Zu weit oszillierende Töne kamen bei mir nicht durch, aber vielleicht lag das an der großen Entfernung zum Tatort und - die Partie muß erst gesungen werden - Alternativen erbeten
( Guleghina krank, Monastyrska tatsächlich recht sehr weit oszillierend.........
Und eh ich` s vergeß, die angenehme Klangfarbe von Frau Vörös sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß das Gebet kuz vor Schluß unbewältigt blieb
Gruß von Pony

29. Januar 2021
0:02
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fenton
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28. Januar 2021
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Für mich war Domingo als Nabucco erneut sehr beeindruckend aus folgenden Gründen
• Schon oft habe ich ihn in dieser Rolle gesehen bzw. live erlebt und jedes Mal singt und gestaltet er den Nabucco neu und anders.
• Wie so oft durchlebt er auch diese Rolle vom ersten Auftritt bis zum letzten Ton ganz und gar, und seine Gestaltung zieht mich als Zuhörer unmittelbar in seinen Bann. Das war in dieser Vorstellung auch wieder ganz besonders der Fall.
• Selbst bei unterschiedlichster Tagesform weiss Domingo mit seinen stimmlichen Mitteln umzugehen und die Rolle vokal zu gestalten, auch diesmal.
• Die Aufführung vom 22. Januar war eine Aufführung für die Kamera und entsprechend subtil, verinnerlicht und empfindsam war seine Interpretation angelegt.
• Mit 80 Jahren und altersbedingt reduzierten stimmlichen Ressourcen ist seine Leistung dennoch beachtlich. Die musikalische Gestaltungskraft und seine Ausstrahlung waren bei Domingo schon immer phänomenal und bleiben auch weiterhin essentiell.
• Die Stimme hat ihr unverkennbares Timbre bewahrt und ist noch immer sofort erkennbar.
• Seine rund 60 Jahre Erfahrung als einer der allerbesten Verdi Interpreten schlägt durch.
• Beeindruckend ist nicht zuletzt auch die Nervenstärke, die Domingo bewiesen hat. Nur allzu viele Journalisten warten nur darauf, über eine „verunglückte“ Vorstellung berichten zu können – und gerade bei einem runden Geburtstag, wo sonst kein Sterblicher mehr eine solche Rolle singt, waren besonders viele Augen und Ohren auf ihn gerichtet.

Für diese Leistung kann ich Placido Domingo nur gratulieren und ihm danken für die unzähligen phantastischen Aufführungen, die er mir (bzw. uns) in der Vergangenheit geschenkt hat!

27. Januar 2021
10:34
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alcindo
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21. Januar 2021
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guten morgen Christine, lieblingsoper war der Nabucco vielleicht nicht, aber ich wohnte im 18.bezirk konnte zu fuss hingehen, ja und vieles im Nabucco hat mich begeistert, vor allem der gefangenenchor mit seinen ostinati, das terzett Fenena, Ismaele u Abigail, die arien des Zaccharias und das duett Nabucco mit Abigail. O Leary hat dann spaeter gesungen, da war ich schon ein bisscchen mehr fortgeschritten und ging eher in eine Aida oder Otello. um von dieser Libuse Domaninska noch etwas zu sagen, die muss eine sehr gute technik gehabt haben, hat sie doch die Abigail praktisch en suite gesungen und sich dabei nicht ruiniert wie es schon vorgekommen ist. manchmal gab es wermuthstropfen beim Nabucco, zb wenn Edmund aHurshell den Nabucco sang oder Karl Friedrich am ende seiner karriere den Ismaele
zu den kritikern...ein trauerspiel letztlich hat man den eindruck des sich anbiedern an die neue direktion, sich "einhauen", wie man frueher in Wien gesagt hat. journalistisch sind manche ja recht gut, fachlich, wenn es um saeger oder dirigenten geht um einiges weniger. frau Dr. Wagner schreibt meist recht gut, nur hier beim Nabucco ist sie ausgerutscht. Thomas Prochazka ist sehr streng in seiner kritik, argumentiert aber mit musikalischer kenntnis und einigem wissen ueber die gesangsstimme.
mit gruss alciindo

27. Januar 2021
10:21
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Christine
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22. Januar 2021
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Alcindo, glauben Sie, dass die jüngeren Kritiker, die beruflich für Zeitungen schreiben, überhaupt alles was die Musik betrifft und Sie so detailliert schildern, erkennen? Heute wird doch hauptsächlich nur mehr über Inszenierungen geschrieben und wenn Künstler nicht einen ganz schlechten Abend haben, sind sie alle gut bis achtbar. Dass die Nahaufnahme in der Oper nicht immer vorteilhaft ist, ist ja klar. Da sollten die Kameramänner sorgfältiger damit umgehen. Den Nabucco unter Argeo Quadri in der Volksoper habe ich auch gesehen, allerdings erst Anfang der 70er Jahre. Sonja Draksler war dabei, den Nabucco sang Ladislav Konya. Besonders positiv habe ich Thomas O'Leary als Zacharias in Erinnerung. Aber zu einer Lieblingsoper von mir wurde er nie obwohl Verdi einer meiner Lieblingskomponisten ist.

26. Januar 2021
23:50
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alcindo
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seltsam bei diesem Nabucco sind fast alle kritiken, die im grunde sehr positiv sind, vergessen wir jetzt einmal den sonderfall PD... haben die meisten kritiker nicht die vielen kleinen wackler vor allem bei den chorstellen gehoert? haben die kritiker nicht mitbekommen, dass der bass kaum eine tiefe hat, und dass er keine 4 achtelnoten oder eine triole legato singen kann, da hoerte man immer wieder ahahahah oder eheheh, dann wird der kapellmeister gelobt, ja bei den proben haette er eigentlich diese dinge fordern und verbessern muessen. frau Pirozzi ist ene achtbare Abigaile, nur hat sie bewiesen, dass die oper ins theater gehoert und nicht in den stream, es war kein vergnuegen ihr beim produzieren mancher bedrohlicher toene in grossaufnahme zuzuschauen. aber immerhin hat sie alle toene gehabt und hat sehr gut intoniert. beim Nabucco bin ich halt vorbelastet, in den spaeten 50gerjahren gab es in der Volksoper den legendaeren Nabucco mit Argeo Quadri. leider war damals das VOorchester noch nicht auf dem niveau, das es heutzutage hat. in meiner jugendlichen begeisterung war ich sicher ca 20mal beim Nabucco, dort stoerte keine dumme inszenierung und die besetzung war manchmal recht gut und stimmig. Libuse Domaninska eine ausgezeichnete Abigail, meist Theo Bayle der Nabucco, ein solider bariton, Johannes Kathol ein nobler Zacharia mit guter phrasierung, Karl Terkal mit seiner frischen und fliegenden stimme sehr gut als Ismaele und das ereignis damals war fuer mich Sonja Draksler mit ihrer dunklen und weichen altsimme ohne stoerendem vibrato als Fenena. ja und Christiane Sorell als Anna, ganz hervorragend, die junge Dame beim stream, die die Anna sang praesentierte viel vibrato bei den hohen toenen...und bei Quadri wurde umgesetzt, was Verdi in der partitur vorgab, fuer die saenger war er nicht sehr bequem, kitschige allargandi gab es bei Quadri nie, nur die, die Verdi vermerkte, nota bene......ja und die inszenierung: wieder aus Nabucco eine holokaustoper gemacht mit vielen mir raetselhaften details: im tempel kommen alle hebraer mit wintermantel und schal, Ismael mit kurzem hemd und Zaccaria krempelt sich die aermel auf, na war es jetzt kalt oder warm? was soll der faecher bei der kavatine der Fenena? kann man eine sinfonia nicht auch noch einmal ohne choreografie, noch dazu mit einer so unpassenden, erleben??

26. Januar 2021
22:31
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Christine
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Lohengrin: Wenn Herr Roscic Interviews gibt, finde ich ihn sehr sympathisch und kompetent. Aber die Besetzungen in Cavalleria, Entführung oder Fledermaus, zum Teil auch bei Eugen Onegin können nicht das Beste sein was die Wiener Staatsoper aufbieten kann. Butterfly, Don Carlos, Bajazzo, Salome, Tosca, Werther waren meiner Meinung nach sehr gut bis gut besetzt, zumindest gab es da von einigen Künstlern sehr eindrucksvolle Leistungen, so dass mir die anderen nicht negativ auffielen. In den zuerst genannten Opern gab es auch sehr gute Leistungen, aber sie waren für mich nicht so eindrucksvoll, dass ich die anderen nicht (sehr) enttäuschend fand.

26. Januar 2021
20:44
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Lohengrin2
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Roscic kann gut besetzen, das hat man ja schon gesehen/gehört.
Dieser Nabucco ist ein Sonderfall und bleibt wohl auch einer........

26. Januar 2021
20:13
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Christine
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Ja, man kann Domingos Abschied unaufgeregt sehen. Es würde ja auch nichts nützen wenn man sich aufregt obwohl mich so euphorische Kritiken wie die von Frau Dr. Pfabigan sehr verwundern. Aber wenn Leute aus dem Ausland schreiben, dass die Sängerin der Fenena die einzige war, die man sich an einem Haus wie der Staatsoper erwartet, sollte uns das doch zu denken geben. Leo Nucci war sehr gut als Nabucco in Wien, er ist aber ein echter Bariton, einer der Besten seiner Generation, übrigens nur ein Jahr jünger als Domingo (sollte dessen derzeit offizielles Alter stimmen). Ich hoffe, der Direktor kann die Aufführungen in Zukunft adäquat besetzen, vor allem dann, wenn wir wieder wirklich in die Oper gehen können und alles echt live und nicht zeitversetzt erleben.

26. Januar 2021
12:00
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Opernfreund
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Ich denke, man kann Domingos langen Abschied von der Opernbühne relativ unaufgeregt sehen. Es gibt einfach – gerade in Wien – noch ein großes Publikum, dass Domingo immer noch hören möchte. Ich oute mich, dass auch ich diese Aufführungen insofern noch immer schätze, als einige Phrasen Erinnerungen wecken. Domingo war für mich einfach einer der größten Tenöre und er hat keinen unmaßgeblichen Anteil daran, dass ich zum großen Opernfreund geworden bin – und da stehe ich sicher nicht alleine da. Warum sollte man ihm also nicht ein paar Aufführungen in Baritonrollen lassen, ich denke nicht, dass junge Baritonkarrieren deshalb verhindert werden, weil an ein paar Abenden noch immer Domingo besetzt wird. Und der neue Operndirektor besetzt ohnehin in vielen Rollen sehr interessante junge Sängerinnen und Sänger. Natürlich kann man Domingos Leistung nicht mit Bastianini, oder in meinem Fall eher mit Nucci, den ich der Rolle öfters erlebt habe (das Liveerlebnis ist in der Oper einfach nicht zu ersetzen und deshalb würde ich alles tun (Testen klarerweise inklusive) um wieder einmal live dabei sein zu können) vergleichen.

26. Januar 2021
9:37
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Christine
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22. Januar 2021
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Wenn man die Kritik von Frau Pfabigan liest und mit dem vergleicht, was man gehört und gesehen hat, kann man sich nur wundern. Domingo mag einzigartig (gewesen) sein, derzeit meiner Meinung nach wohl nur mehr was die Selbstüberschätzung betrifft. Alcindo, Sie haben recht, natürlich sollte jeder Sänger seinem Alter entsprechende Rollen singen, aber auch darauf schauen, was die Stimme noch hergibt. Aber so lange Domingo Fans wie Frau Pfabigan hat, kann er noch mit über 100 singen so wie Johannes Heesters.

Dalmont, Ihr persönliches Schicksal tut mir leid, aber da ich nicht weiß, was sie gelöscht haben, kann ich dazu nichts mehr sagen. Ich gehe davon aus, dass die Aufführung Erinnerungen in Ihnen geweckt hat, die Sie in erster Emotion niedergeschrieben haben und nach einigem Nachdenken doch wieder entfernt haben. Das ist ja legitim und auch verständlich.

25. Januar 2021
23:27
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alcindo
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zu 12: Sie haben ganz recht, wenn man den stream gehoert hat und dann die ORFIII sendung, stellt man fest, dass da einiges manipuliert worden ist, das faengt schon bei takt 1 der ouverture an wo es einen knackser gab, das material wurde geschoent und manipuliert, nur die vielen kleinen wackler, die es vor allem in den chorstellen gab die konnte man nicht retuschieren, waren aber auf grund zu schnellen tempos oder zuwenig proben.

25. Januar 2021
22:41
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Lohengrin2
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In einer Facebook-Gruppe wurde gesagt, dass Domingo diese Vorstellung als sein "Farewell to WSO" bezeichnet hätte......

25. Januar 2021
21:56
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alcindo
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21. Januar 2021
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iliebe Christine: ich glaube, dass das alter nicht die leistung entschuldigt, auch nicht die jugend; man muss halt dem alter entsprechende partien singen. das argument des alters gilt nur bei einer abschiedsvorstellung, und hier wird es zu einer kontinuierlichen und fortwaehrenden abschiedsvorstellung

25. Januar 2021
21:55
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Lohengrin2
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@8
Livestreams gibt es immer noch genug, eben ist der aus der BSO zu ende gegangen.....
Allerdings kann ich verstehen, dass diese Nabucco-Geburtstags-Veranstaltung mit "Sicherheitenetz" gesendet wurde.......

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