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Nabucco
14. Februar 2021
22:36
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alcindo
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Forumsbeiträge: 89
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21. Januar 2021
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lieber fenton im interview vor dem stream klang es überhaupt nicht nach abschiedsvorstellung, ganz im gegenteil. mit seinen baritonauftritten hat er zwar seine eingefleischten fans erfreut, aber bei einem grossen teil von opernfreuenden unverständnis geerntet....ob er das notwendig hat??? und ob ihm das gefällt was er seit Jahren produziert??......
mit gruss alcindo

14. Februar 2021
21:43
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fenton
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28. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Alcindo: Ich verstehe Ihre Ansichten und Meinungen sehr gut. Auch ich liebe Oper über alles und bin ein Stimmenfreak. Selbstverständlich soll Nabucco von einem echten Verdi Bariton gesungen werden, und wenn ich meine Lieblingsaufnahmen nennen müsste, wären Sherrill Milnes (Paris, live 1979) und Piero Cappuccilli (z.B. Studioaufnahme mit Sinopoli) sehr weit oben in der Liste.

Domingo im Bariton-Repertoire läuft für mich quasi "ausser Konkurrenz". Er selber sagt ja gelegentlich: "I don't pretend to be a bariton". Dass er dennoch seit rund 10 Jahren auch in diesen Rollen Erfolg hat, allen Kritiken zum Trotz, hat meiner Meinung damit zu tun, dass er durch und durch Musiker ist und seinem Publikum als Künstler tatsächlich etwas zu sagen hat. Und was er dank seiner Ausstrahlung und seiner Leidenschaft für die Oper seinen Zuhörern nach wie vor vermittelt ist immer noch beispiellos und einzigartig: Emotionen, subtile Darstellung von Charakteren, Feinheiten in der musikalischen Gestaltung.

Als Tenor hatte er oben drauf Jahrzehnte mit einer phantastischen Stimme gepunktet, jetzt macht er aus der "baritonalen Not" eine Tugend und setzt mit seiner Stimme andere Akzente als wir es gewohnt sind. Seine Begabung echte Figuren und Charaktere auf die Bühne zu bringen und das Publikum an deren Schicksal unmittelbar teilhaben zu lassen, hat sich dabei nur noch stärker offenbart. Authentizität und Echtheit, die immer wieder neu "erfundene Wahrheit" in seinen Interpretationen ist das, was Domingo über Jahrzehnte auszeichnet, auch heute noch.

War es nun seine Abschiedsvorstellung in der Staatsoper? Eigentlich denke ich ja, denn Bogdan Rošcic hatte dies bei seinem Amtsantritt unmissvertändlich so deklariert. Aufgrund der aktuellen Situation könnte ich mir vorstellen, dass es irgendwann noch mal einen Auftritt mit Publikum geben wird, eine echte Abschiedsvorstellung.

Beste Grüsse
Fenton

12. Februar 2021
23:44
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alcindo
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21. Januar 2021
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lieber Fenton: Domingo hat immer noch einige schöne (Tenor)töne, die an seine grosse zeit erinnern, wenn Ihnen das genug ist....es fehlt ihm aber am wesentlichen des baritongesangs bei Verdi: das Legato, die kurzatmigkeit kann man ihm auf grund seines alters noch verzeihen. "Dio di Giuda" war so ziemlich das bemitleidenswerteste, um nicht armseligste zu sagen, was ich auf einer professionellen bühne für eine doch sicher 5stellige gage gehört habe. zu bewundern gab es da - ausser dass er mit 80+jahren noch alleine vom boden aufstehen- kann nicht viel, eher ist man verwundert, dass ein Sänger wie er , der mit allen grossen Baritonen gesungen hat, das nicht mit seiner leistung vergleicht und die konsequenz zieht....im interview meinte er ja, dass er glaubte mit seiner baritonkarriere nicht das richtige zu machen, aber sein publikum akzeptiert es halt....also hatte er oder hat er zweifel am resultat. nota bene, ich habe Domingo in seiner echten karriere bewundert wie sonst niemanden, seine qualität und seine leistungsfaehigkeit, aber was er jetzt seit Jahren praktiziert wird bei vielen die bewunderung für ihn schwinden lassen.
mit gruss alcindo

12. Februar 2021
21:56
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fenton
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Forumsbeiträge: 4
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28. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Verdi war ein zu genialer Komponist und Nabucco ein zu grossartiges Meisterwerk, als dass die Rolle des babylonischen Königs nicht sehr unterschiedliche Interpretationen zulassen würde. Dass die künstlerische Reife und musikalische Gestaltungskraft Domingos, auch mit heute reduzierten stimmlichen Mitteln, diesem Nabucco ganz besondere Nuancen zu verleihen vermag, sehen vielleicht nicht nur Domingo Fans so...

12. Februar 2021
19:56
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alcindo
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Forumsbeiträge: 89
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21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Loebl war nicht sehr objektiv in seinen kritiken, er wollte ja operndirekter werden.....und war auch auf gewisse cliquen eingeschossen

12. Februar 2021
17:56
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Christine
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22. Januar 2021
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Domingo Fans sind besonders hartnäckig. Sie hören nur das, was sie hören wollen und lassen sich nicht beirren. Ich weiß nicht, ob das früher bei anderen Sängern auch so war. Aber ich glaube, früher wussten die Stars doch eher wann es Zeit war aufzuhören. Vielleicht waren auch die Kritiker kritischer? Was würde wohl ein Karl Löbl über den Domingo von heute schreiben?

12. Februar 2021
15:32
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alcindo
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21. Januar 2021
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auf die Bühne schon, aber in einer dem alter entsprechenden rolle, oder zur endgültigen abschiedsvorstellung

12. Februar 2021
15:24
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niklausvogel
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20. Januar 2021
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alcindo sagt
zu Fenton: noch nie hat mich die musikalische gestaltung der rolle des Nabuccos so sehr zum kopfschütteln gebracht, wie die von P Domingo.......was hätte wohl Verdi dazu gesagt  

möglicherweise hat er sich gedacht, so jemand darf nicht mehr auf die bühne....vielleicht gründ´ ich ein altersheim...; so geschah´s. und es war sehr gut.

12. Februar 2021
11:23
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alcindo
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21. Januar 2021
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zu Fenton: noch nie hat mich die musikalische gestaltung der rolle des Nabuccos so sehr zum kopfschütteln gebracht, wie die von P Domingo.......was hätte wohl Verdi dazu gesagt

12. Februar 2021
0:44
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fenton
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28. Januar 2021
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Um nochmals zu Nabucco zurückzukehren: noch nie hat mich die Rollengestaltung eines Nabucco Interpreten derart an den King Lear erinnert - eine tolle Leistung Domingos, finde ich, geht doch sein Portrait weit über die Darstellung eines brutalen Feldherrn hinaus. Ich war dann ziemlich erstaunt festzustellen, dass Verdi bereits 1843, ein Jahr nach Nabucco, erstmals den King Lear in seiner Korrespondenz erwähnt und dabei offenbar auch schon einen Interpreten für den Lear im Kopf hatte, nämlich Giorgio Ronconi, den ersten Nabucco... Dieses Detail war mir bisher entgangen.

10. Februar 2021
16:31
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Vielen Dank für die "Untermauerung" meiner Empfindungen...

6. Februar 2021
18:01
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alcindo
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21. Januar 2021
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lieber M Tanzler beim monsieur Triquet haben Sie vollkommen recht. in der partitur steht Couplet, fast immer wird es mit einem charakter- oder buffotenor besetzt, es hat aber eine schöne lyrische melodielinie. ich denke es sollte ein tenor sein, der den Lenski nicht mehr singen kann, also schon eine etwas ältere stimme mit noch guter mittel-und uebergangslage..... wird auch meist um vieles zu langsam dirigiert, in der originalpartitur steht andante ma non troppo, und in einem klavierauszug von 1890 andantino mit der viertel in 88, das ist relativ flüssig. Dermota war der einzige, den ich gesehen habe, der dieser Vorstellung entsprach
mit gruss alcindo

6. Februar 2021
16:06
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Michael Tanzler
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Forumsbeiträge: 6
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1. Februar 2021
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Ja, daran sieht man den Unterschied der beiden Geschlechter ...bei Herren klappt das dann noch immer....

Themenverfehlung, ich weiss, aber weils angesprochen wurde : das schöne Solo des Triquet ( Arie? Couplet? oder? ) habe ich jetzt in heutigen Aufführungen fast ausschliesslich "verblödelt" bzw. eher "verblödet" erlebt (sogar auch in einer eher tradtionellen einer russischen Kammeroper ).....! Was soll das denn eigentlich?

5. Februar 2021
22:33
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alcindo
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21. Januar 2021
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zu Christine: eine ältere dame, die in ihrer Jugend toll ausgeschaut hat wird mit 80 nicht mehr an jedem finger einen Verehrer finden. und sollte eventuell selbstkritik versuchen

5. Februar 2021
19:45
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Christine
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22. Januar 2021
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Zum Beitrag von pony: das Wiener Publikum ist sehr treu und hält zu seinen Lieblingen. Das sieht man ja am besten bei Domingo. Für ältere Tenöre gibt es halt nicht viele gute Rollen. Mit dem Triquet wird sich Domingo nicht zufrieden geben, ein Couplet, aber kein großer Jubel am Ende der Oper zu erwarten. Der Kaiser in der Turandot wäre vielleicht eine Möglichkeit. Aber mit der Küsterin ist die Rolle nicht zu vergleichen, da haben es Soprane besser.

5. Februar 2021
19:10
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alcindo
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21. Januar 2021
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lieber Michael Tanzler: von wegen alter von PD. in den spaeten 60gerjahren war ich mit Giuseppe Taddei befreundet, der mir viele gute ratschläge gab. als ich ca 25 Jahre alt war lernte ich bei einem besuch bei ihm Placido Domingo kennen. er kam mir damals ca 5 Jahre älter als ich vor. kann nicht glauben, dass er damals 10 Jahre älter als ich gewesen sei, wenn das gebdatum 1933 stimmt wie Carlos Cossutta meint, mit dem ich auch befreundet war, wir kannten uns vom dr Kuersten.
zum Nabuco: wie ich schon schrieb, wäre dieser Nabuco eine deklarierte abschiedsvorstellung gewesen wäre ich der erste, der bravo rufen würde. nachdem er im vorspanninterview leidenschaftlich betonte, was er noch alles machen will..singen ist atem und atem ist leben....handelte es sich also nicht um eine solche. diese abschiedsvorstellung geht jetzt schon viele Jahre, begann mit dem wirklich nicht guten Rigoletto, der nicht einmal live war, ging dann zum unbewältigtem Luna, Germont, Macbeth und dann und jetzt wieder Nabucco. einzig der Simone konnte teilweise überzeugen, weil es doch eine altersrolle ist. dass PD eine tolle und schöne stimme mitbekommen hat braucht man nicht in frage zu stellen. nur war es und ist es ein tenortimbre und die baritonfarbe will er zt erzwingen, es gelingt aber nicht wirklich, und so bleibt es immer eine hybride angelegenheit...wie ich schon schrieb: sein ganzes baritonrepertoire klingt mir wie ein schlecht disponierter Otello. ich kann mir nicht vorstellen, dass er beim abhören der aufnahme von Nabuco zufrieden sein könnte, Verdi würde vielleicht auch den kopf geschüttelt haben, wenn er "Dio di Giuda" auf diese art gehört hätte. viele grosse Sänger haben am ende ihrer karriere ihr repertoire geändert...Martha Moedl, Hilde Konetzni, Leonie Rysanek, Anton Dermota, Hans Hotel....und haben dann altersgemäße rollen gesungen oder rollen in einer tieferen lage, aber diese rollen vollgewichtig gesungen, wie Leonie als Küsterin, Herodias oder Klytemnaestra, oder Hilde als Madelon oder M Moed l als alte Buryia oder Dermota als Triquet oder Kmentt als Altoum. nur sind halt die gagen bei den meisten dieser rollen nicht im 5 stelligen bereich.........auch Johannes Heesters hat im hohen alter als Danilo noch überzeugt......dies wäre ihm aber nicht gelungen, wenn er mit über 80 noch den Homonay oder Falke gesungen hätte, nur weil er eine tiefere lage brauchte
mit gruss alcindo

5. Februar 2021
17:54
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pony
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29. Januar 2021
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Herr Tanzler liegt in vielen seiner Beiträge gar nicht falsch, erinnert mich aber mit einem Einwurf an einen Trovatore vom Juni 71: Der Einspringer Gilbert Py - leider bei der Stretta ( b? h? c? egal) nicht sehr erfolgreich (aber sonst für einen Einspringer , soweit erinnerlich durchaus in Ordnung) erlebte ein veritables Buhkonzert.. Frau Gwyneth Jones, mit enorm mächtigem Tremolo behaftet, einer Amplitude, die alle Kollegen mitnahm (Milnes, die hochgeschätzte Biserka Cvejic...).,wurde aber, für mich erstaunlicherweise, bejubelt, was mich zu einem kurzen aber völlig unnötigen Diskurs mit erfahrenen Stehplatzkollegen ermunterte. Ich hätte es besser unterlassen, denn die Erklärung, daß "uns Gwyneth schon so herrliche Abende geschenkt hat " war doch sehr verwunderlich.
Für PD ergänzt mit... aber als Tenor.....
Ja bei uns in Wien!

5. Februar 2021
11:29
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Haha, ein lustiger Beitrag... Obwohl beim "Nabucco" wohl von "Ohrenschmerzen" keine Rede sein konnte, trifft der Beitrag natürlich den Kern der Sache schon ein wenig. Ich erinnere mich an einige hier "geliebte Sänger", die am Abend ihrer Karriere nicht mehr in großer Form agierten, und trotzdem gefeiert wurden ( etwa der von mir auch immer bewunderte Giuseppe Taddei..). Ein bissl "Menschlichkeit" im Opernbetrieb schadet wohl nicht, oder? Geht ohnedies schon soviel vom "Zauber" dieser Kunstsparte verloren... ( desillusionierende Szene, immer mehr technisch gute, aber austauschbare, persönlichkeitsschwache Sänger , Einzug der kalten Geschäftswelt usw. ) Und Leute mit "Herz" , die von Haus aus nicht wissen, worum es geht, werden das doch auch "verstehen" vielleicht?? Klar, wenn ma sagt ich hab bezahlt, ich will die Leistung, ja dann... aber selbst da ist ja NIE garantiert, dass man Top-Leistungen erhält, oder???

4. Februar 2021
12:31
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Mark Twain schreibt in seinem sehr empfehlenswerten Reisebuch "Bummel durch Europa" über einen Opernbesuch in Baden Baden (?). Der Tenor war alt und nur unter hetien Ohrenschmerzen anzuhören. Dennoch hat das Publikum begeistet geklatscht. Als MT einen Sitznachbarn fragte, was das zu bedeuten habe, erhielt er folgende Antwort : ""Sie hätten ihn vor 30 Jahren hören sollen!"
Das muss Domingo gewesen sein............

4. Februar 2021
11:14
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Nachdem es mir - dank Mithilfe nach Hilfeschrei - erst heute gelungen ist, hier einzusteigen, und ich im Großen und Ganzen mitgelesen habe, muss ich auch meinen "Senf" dazu geben, wenn auch verspätet.
Nun , ich war auch im Chor der "Domingo-Kritiker" , hab meine Meinung dann aber jetzt revidiert. Natürlich ist er nicht mit "normalen Maßstäben" zu messen, klar, kein Bariton, klar kurzatmig, klar, daß sich ein alter Mann nicht mehr wie ein junger, wilder Krieger bewegen kann. Aber: Hut ab vor einem Ausnahmekünstler ( trotz aller berechtigter oder unberechtigter Kritik , z.B. der Jahre in Italien kursierende Witz, er hieße eigentlich Placido Mingo , weil ein "Do" habe er nie gehabt) , der eine Persönlichkeit auf der Bühne ist ( was man von vielen "heutigen Stars" nicht behaupten kann) dessen Stimme noch klingt, ich erdreiste mich sogar zu sagen, in weiten Bereichen noch "intakt" ist, und der keine Baritone "ausbremst", wenn er jetzt noch paar Jährchen ab und zu singt! Ich bin Anhänger der "italienischen Sicht" der Oper als "spettacolo", und da braucht es solche Persönlichkeiten, die es kaum mehr gibt. Ich werde ihn nicht mehr kritisieren, sondern eher bewundern, was ein Mensch schaffen kann, der weit (!!!) über "80" ist !! Als Carlo Cossutta bei uns den "Ernani" gesungen hat, 1994 war es, haben wir auch über Domingo gesprochen, und da hat Carlo mir erzählt, dass Placido derselbe Jahrgang wie er sei, 1933 !( Das weiss ich noch wie heute, da auch mein Vater derselbe Jahrgang war)
Die Kritik an Pirozzi fand ich in höchstem Maße ungerecht, natürlich entspricht sie nicht dem nun über Jahre gewohnten optischen Anspruch , aber gesanglich war sie ausgezeichnet, konnte den enormen Anforderungen dieser Rolle in hohem Maß gerecht werden! Geradezu eine Frechheit war die überhebliche, arrogante Äußerung des Hern Sichrovsky ( was bildet sich der ein, wer er ist? ) über sie im TV, der im selben Interview die indiskutable, und nicht den Funken einer Stimmung aufkommen lassende Inszenierung lobte.
Auch Zannelato hat seine Sache sehr gut gemacht, ein etwas "heldischer" Ismaele , wie es der Tenor hier war, ist mir sowieso lieber - für diesen Part braucht man keine "Phrasierungskünstler", der war auch ok, und Vörös hat ne schöne Stimme und eine sehr schöne Talentprobe abgegeben.

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