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Nabucco in "Heimarbeit" | OnlineMerker | Forum

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Nabucco in "Heimarbeit"
12. März 2019
19:29
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Jago74
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Ich habe die Premiere im Radio verfolgt.

Musikalisch gutes Repertoireniveau, positive Ausnahme ist Oksana Dyka, die ihre Partie tatsächlich versucht in allen Facetten zu zeigen bis hin zu "hässlichen Tönen. Für eine Premiere ansonsten aber eigentlich zu wenig.

Aber das Hauptaugenmerk aller, der Medien und auch der Besucher, scheint sowieso eher dem "armen" Regisseur Serebrennikov gegolten zu haben.

 

Dass es auch in seiner Inszenierung wie bei vielen anderen angesagten Regisseuren im Inhalt hakt nehmen die meisten heute leider hin.

Bei Verdis Nabucco wird ein Land von einem anderen Land überfallen, der despotische Herrscher verschleppt die Überfallenen aus ihrer Heimat und es wird geplant sie zu ermorden. Diese Menschen können gar nicht in ihr Land zurück, da sie gefangene sind.

Und da ist der Unterschied zu Flüchtlingen, so wie sie in Hamburg gezeigt werden: diese Menschen könnten sehr wohl in ihr Heimatland zurück - nur passt ihre politische Einstellung nicht zum Regime.

(Was in Europa in diesem Zusammenhang immer gerne vergessen wird: ca 95% der "Rebellengruppen" in Syrien sind islamistisch ausgerichtet - was das für alle "Ungläubigen" und liberale Muslime heißt kann sich jeder normal denkende Mensch vorstellen. Weshalb kämpfen wohl sonst viele Christen auf Seiten von Assad? Man hat also nur die Wahl zwischen Pest und Cholera - Demokratie hat dort weder Tradition noch eine reelle Chance - ausser man würde das Land für Jahre besetzen und die Menschen umerziehen - so wie es in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg gemacht wurde. Hier war es auch einfacher, da ein völlig europäischer Kulturkreis ohne extrem enge religiöse Bindung)

 

Ok, heute verdrehen Regisseure gerne die Inhalte um sie aktualisieren zu können - hat auch Serebrennikov gemacht. Über die Qualität seiner Arbeit selbst kann ich nichts sagen, da ich die Inszenierung nicht gesehen habe.

Was mich jedoch stört war die quasi "Instrumetalisierung" der Inszenierung/ Aufführung um auf das Schiksal des Regisseurs aufmerksam zu machen.

Da das Publikum auch bei diesen Solidaritätsbekundungen applaudierte zeigt sich mir nur, wie einseitig berichtet wurde. Der Vorwurf an Serebrennikov würde hier vermutlich auf Subventionsbetrug lauten - und ist auch hier strafbar.

Das in Russland andere Maßstäbe angelegt werden ist bekannt und Herr Serebrennikov ist Russe - müsste es also wissen.

 

Aber mal so eine Idee: wirklich provoziert hätte er doch, wenn er die ganze Oper im Donbas-Gebiet hätte spielen lassen. Da passiert seit Jahren etwas was man genauso kritisieren könnte. Aber da fehlte dem Regisseur anscheinend der Mut zu und es hätte wenig mit "Migration" oder Flüchtlingen in West- und Mitteleuropa zu tun gehabt (auf dem Thema lässt sich ja seit ein paar Jahren von manchem Regisseur perfekt "rumreiten" - anders kann ich es leider nicht sagen!)

Das dort ebenfalls Menschen auf der Flucht sind und vertrieben werden, scheint aber auch diesen Regisseur nicht wirklich zu interessieren. Damit hätte er sich wirklich als "Kremelkritiker" einen Namen gemacht!

12. März 2019
19:01
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Moderator 16
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Forumsbeiträge: 64
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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Bevor es hier poltisch weitergeht, sperre ich diesen Thread.

12. März 2019
16:25
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UwePaul
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Und noch was für den Angekotzten

Hier eine Kritik aus der befreundeten Opernseite

https://www.deropernfreund.de/.....-stop.html

Vor allem auch dieser Satz

alles ist sehr schlüssig umgesetzt worden und sorgt für einen Opernabend, der betroffen macht und zum Nachdenken anregt.

Letzteres kann man von den solch angewiderten Personen wohl nicht verlangen

12. März 2019
16:06
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UwePaul
Gast
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Mich kotzt das einfach alles nur mehr an!

Und mich solch Dauernöler, Besserwisser und Menschen, die sich ein Urteilen erlauben, ohne etwas gesehen oder gehört zu haben. Dann müssen ja wohl alle in Haumburg aus Ihrer Sicht bescheuert ode sonst was sein.

Zum Kotzen sind Menschen, die so etwas von sich geben

12. März 2019
16:01
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Gast
Gast
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Welch perversen Auswüchse die Medien-Theater-Politiklandschaft heute hervorbringt zeigt sich an dem aberwitzigen, durch keinen künstlerischen Grund zu rechtfertigendem Zirkus um den Russen S. Was hat der schon an so Außergewöhnlichem geschaffen, daß dieses Theater rechtfertigt?  Einzig und allein weil er in Russland inhaftiert ist, sonst würde kein Mensch von Herrn S. und seinen Regien sprechen und Notiz nehmen! Man kann mir nicht einreden, daß nicht mindestens 5 Dutzend Regisseure ähnlichen "Kalibers" arbeitslos herum sitzen : aber eben nicht im Knast, sondern zu Hause! Die hätten den "Nabucco" sogar vor Ort einstudieren können! Aber um "Nabucco" oder sonst irgendein Stück gehts ja auch gar nicht wirklich! Das nimmt man halt so mit in Kauf... Hauptsache es geht irgendwie und in irgendeiner Form gegen den "bösen" russischen Präsidenten!  ( In diesem Falle halt jetzt, gibt ja auch noch andere Dinge und Personen, gegen die die internationale, "korrekte" Meute hetzt und polemisiert!) Wenn aber jemand sich zu seinem russischen Landsmann Stalin - einem der größten Massenmörder der Geschichte - bekennt und seiner Ideologie , na dann steht dem die Theater und Medienwelt offen, der hat beste Chancen...!                Mich kotzt das einfach alles nur mehr an!

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