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Musikgeschichtliche Bedeutung
3. Dezember 2018
13:21
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Michta
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Forumsbeiträge: 95
Mitglied seit:
6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Musikgeschichtliche Bedeutung - das getraue ich mir zu sagen- werden "Die Weiden" wohl nie erlangen!     Denn wenn man nicht wegen musikalischer Qualität, sondern wegen des "Dazupassens" engagiert wird, ist schon mal der halbe Vorschuss verspielt. Und wenn man dann derartiges von sich gibt, wie ich nun dankenswerterweise durch den Link auf der heutigen Startseite nachlesen konnte, dann ist die zweite Hälfte auch weg! Eigentlich kann einem der Mann geradezu leid tun, der in Österreich "hinter jeder Ecke einen Wolf im Schafspelz, einen Kellernazi " erkennt und sich so fürchten muss! Statt ihm die hochsubventionierte Staatsoper zu Füßen zu legen ( ich bin schon gespannt wieviele Leute sich in den Folgevorstellungen um Karten prügeln und welch Renner dem Herrn Direktor damit für sein Haus gelingen wird!    - Vlt hat er ja einen Deal mit der "Internationalen", dann könnte es sogar gelingen...) sollte man ihm eine Kur  oder einen Kurs in Demokratie, Toleranz oder ähnlichem schenken. Wer wird denn als Gutmensch solche rüden Töne anschlagen, und "freiheitlichen Politikern nicht die Hand geben"? Da könnten gleich viele der "Friedenstauben" mitgehen, die über die sogenannten "Identitären"  schimpfen ( auch über die muss sich der Herr Staud, ich dachte immer es handelt sich um den weit berühmteren Marmelade-Fabrikanten  - der wird auch berühmter bleiben) und selber demokratisch gewählte Regierungen nicht anérkennen und solange Demos organisieren und sehr rasch immer wieder auf die Strasse gehen, bis "die weg sind" ( würden sie sich wünschen - aber Weihnachten kommt ja eh..! ).

23. November 2018
21:46
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 149
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber PWolf! Danke für Ihren ausführlichen Text, dem ich nur zustimmen kann. Ich denke, wenn man Oper als museale Gattung begreift, ist man ein Totengräber der Oper. (analog dazu halte ich konservative Lateinlehrer für die Totengräber des Lateinunterrichts, die Liste ließe sich fortsetzen) 

23. November 2018
21:12
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prof.ON-DO
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Forumsbeiträge: 18
Mitglied seit:
19. November 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Danke, Pwolf, für die ausführliche Antwort. Fritz Busch sieht das -in seiner Bio nachzulesen- sehr ähnlich. Ich persönlich wünsche mir jedoch keine museale Oper, nähre mich von Höstsonaten, perfect American, Brokeback etc und freue mich auf die Weiden! LG

23. November 2018
20:50
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Pwolf
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Forumsbeiträge: 30
Mitglied seit:
18. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ad 8): Das ist schwer zu beantworten liegt aber wahrscheinlich daran, dass gerade Kunst keine geradinige Entwicklunng hat und es ja gerade die Kunstgeschichte der darstellenden Künste zeigt, dass zeitweilig extrem produktive Perioden mit vielen herausragenden Werken auch von langdauernden (Jahrhunderte) künstlerischen Dürreperioden gefolgt wurden. Das hat nicht nur mit schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen wie z.B. im Mittelalter zu tun, denn auch die Qualität und Menge der überlieferten Theaterstücke, die im antiken Rom in einem Zeitraum von mehreren Jahrhunderten während einer wirtschaftlichen Hochblüte entstanden, in dem es eine erstaunliche Vielzahl an Theatern gab ist überschaubar und dürftig im Vergleich zu den Werken des klassischen antiken Griechenland.

Leider befürchte ich, dass spätere Geschichtsbücher die Oper als Kunstform beschreiben werden, die zwischen Monteverdi und Strauss und Puccini (somit vom Beginn des 17. Jahrhunderts, bis zum Ende des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts) populär war und dass in diesem Zeitraum zahlreiche phantrastische Werke enstanden sind. Vielleicht gibt es in fernerer Zukunft eine Renaissance der Oper mit auch populären Meisterwerken - derzeit sehe ich das aber nicht. Es gibt zwar interessante neue Werke, aber die verschwinden relativ bald wieder von der Bildfläche.

Ich hoffe allerdings, dass zumindest die großen Opernhäuser noch länger bestehen werden und aus dem in dieser früheren Zeit entstandenen sehr großen Fundus an guten Opern viele gute Vorstellungen machen - wenn dies vielleicht in fernerer Zukunft auch nicht mehr ganzjährig der Fall sein sollte.

 

Und Ihre Ketzerfrage würde ich damit beanworten, dass die letzten 50 Jahre der Musikgeschichte im Vergleich zu Barock, Klassik und Romantik wahrscheinlich unbedeutend sind. Denn die heutigen Komponisten mit Hochschulabschluss in Musik/Kompositionslehre haben sich in einen Elfenbeinturm zurückgezogen, von dem aus die Rezeption der Musik nicht als wesentlich angesehen wird und die populäre Musik ist leider nur mehr Kommerz und kaum mehr Kunst.

23. November 2018
16:55
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prof.ON-DO
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Forumsbeiträge: 18
Mitglied seit:
19. November 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Genau, Sie haben mich vollkommen verstanden. Die Frage lautet also: Wieso gibt es plötzlich DEN Strauss( der nie über den Verlust seines Leiblibrettisten hinwegkommen wird) oder DEN Puccini( die Turandot bleibt ja  -genaugenommen -fragmentarisch ) oder meinetwegen auch DEN Lehar nicht mehr, auf dessen nächste Produktion das Publikum sehnlichst wartet- und mit dem auch dementsprechend gute Kasse zu machen ist ?

23. November 2018
16:14
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Chenier
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Forumsbeiträge: 232
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Mit der Polemik habe ich nicht Sie gemeint, prof.ON-DO, und die Frage auch ernst genommen. Vor 100 Jahren war die Turandot allerdings noch nicht einmal skizziert und Richard Strauss hat sein Gesamtwerk bei weitem noch nicht vollendet. Die Epoche, die Sie meinen, hat erst später eingesetzt.

Könnte sein, dass diese Art von Musik vom Publikum so empfunden wird, wie Sie es formuliert haben. Es sind möglicherweise die musikalischen Strukturen, mehr Atonalität und weniger Harmonie, mehr kann ich dazu nicht sagen. Wenn es Ihnen gefällt, kein Problem, mir nicht. De gustibus.....usw.

23. November 2018
15:19
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prof.ON-DO
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Forumsbeiträge: 18
Mitglied seit:
19. November 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@ chenier

Das war eine SEHR ernst gemeinte Frage- den Vorwurf der Polemik weise ich entschieden zurück!

Falls ich Sie richtig verstehe, liegt die mangelnde Resonanz also an Qualitätsdefiziten der Werke ?

23. November 2018
15:17
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 149
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

prof.ON-DO sagt
Ketzerfrage: Wie steht es eigentlich um die musikgeschichtliche Bedeutung einer Epoche, die sich seit 100 Jahren nahezu ausschließlich der Retrospektive hingibt?  

Das Thema ist sehr interessant und bedarf einer Diskussion, ich möchte aber das zitierte Argument voll unterstützen. Ich bin kein Historiker und schon gar kein Musikwissenschaftler, aber ich würde die "Musikgeschichtliche Bedeutung" daran messen, ob der Komponist etwas Neues geschaffen hat, sich getraut hat, gegen den Strom zu schwimmen. Ich schätze Wagners Musik nicht besonders, dennoch erkenne ich an, dass sein Tristan sehr hohe musikgeschichtliche Bedeutung hat. Ähnlich mit dem von mir ungeliebten Nabucco, da ist (meines Wissens - ich lasse mich aber gern korrigieren) der Chor erstmalig wichtig. Bis hin zu Janáčeks Jenůfa, für die erstmals ein Prosatext vertont wurde. Die Liste ließe sich fortführen. Eine musikgeschichtliche Bedeutung nur an der Publikumsakzeptanz zu messen, greift aus meiner Sicht viel zu kurz.

23. November 2018
15:05
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Chenier
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Forumsbeiträge: 232
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

prof.ON-DO, das Publikum wird für die Nichtakzeptanz  gute Gründe haben.

alcindo, Differenzierungen im Bodensatz der Musikgeschichte sind bedeutungslos, außerdem falsa demonstratio non nocet, falls Sie mir folgen können. Tanzen Sie Ihre Mayonnaise zur Musik von Janacek, wenn Ihnen das Spaß bereitet.Wink

Allgemein, ich habe das Thema ernst gemeint, und wenn`s geht, ohne Polemik aus der untersten Lade.

23. November 2018
14:37
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alcindo
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Forumsbeiträge: 175
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

die musikgeschichtliche bedeutung eines komponisten, auch nicht eines tschechischen, wird sicher nicht von der meinung von jemandem bestimmt, dem von Janacek am besten das lied an den mond gefaellt.  hier werden kirschen mit Äpfeln verwechselt,  und ich musste an eine alte kabarettnummer denken, wo die tochter der Frau Nowak bei der balleroeffnugn die mayonnaise tanzte

23. November 2018
13:10
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prof.ON-DO
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Forumsbeiträge: 18
Mitglied seit:
19. November 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ketzerfrage: Wie steht es eigentlich um die musikgeschichtliche Bedeutung einer Epoche, die sich seit 100 Jahren nahezu ausschließlich der Retrospektive hingibt?

23. November 2018
12:43
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Chenier
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Forumsbeiträge: 232
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Diskussion über die Bedeutung von Komponisten wirft ein paar Fragen auf.

Wie misst man Bedeutung im objektiven Maßstab und wer entscheidet, wer bzw. welches Werk von wem wichtig ist? Ist die subjektive Meinung von einzelnen, die als Meinungsführer mit Multiplikatoren ausgestattet sind, ausschlaggebend? Oder entscheidet nach demokratischen Spielregeln die Mehrheit? Immerhin sind Carmen, Zauberflöte und Traviata die 3 weltweit am häufigsten aufgeführten Opern, von den Komponisten stehen bei der Oper Verdi, Puccini und Wagner ganz vorne. Als man vor etlichen Jahrzehnten eine Weltraumkapsel mit kulturellen Leistungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen dieses Planeten auf die Reise schickte mit der Hoffnung auf Kontakt mit Aliens, entschied man sich für die 5. Beethoven als repräsentativstes, wichtigstes und wertvollstes Werk, wobei die Auswahl von Musikkapazitäten getroffen wurde. Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob nicht die Jupitersymphonie von Mozart, die damals auch in der Short-List war, dafür ebenso geeignet wäre, aber etwa Schostakowitsch, Britten oder Alban Berg standen von Anfang an nicht zur Diskussion. Und schließlich ist alles auch eine Frage der Perspektive, denn Janacek, Smetana und Dvorak haben in einem eher national denkenden Staat wie Tschechien einen anderen Stellenwert als sonst wo auf der Welt.

Oder soll man die Wertschätzung einer sogenannten Kulturelite, die primär aus Theoretikern wie etwa Kulturkritikern besteht, überlassen, die dann in euphemistischer Form vorgibt, was wichtig ist, und das Publikum vielleicht zur Moderne umerziehen möchte?  

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