Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

MONTEVERDI in der WIENER STAATSOPER | OnlineMerker | Forum

Werte Forumsteilnehmer!

Das Forum ist nun wieder geöffnet!  Wenn es aber wieder nicht den Regeln entsprechend verwendet wird, werden wir mit Löschungen ohne jewede Rechtfertigung vorgehen. 

Das Forum kann zwar von jedem, der sich an die Forumsregeln hält, genützt werden,  dennoch ist es privat und wir sind nicht gezwungen, Leute, von denen wir den Eindruck haben, dass sie - aus welchen Gründen immer - nur stören bzw. persönliche Rechnungen gegen einzelne Teilnehmer oder das Medium selbst begleichen wollen, daran teilnehmen zu lassen.

1. Teilnahme:

Der Online Merker würde es sehr schätzen, wenn sich die Teilnehmer an diesem Forum mit ihren echten bürgerlichen Namen anmeldeten. Das kann allerdings nicht verpflichtend sein, weil die Möglichkeiten, dies zu umgehen, zu groß sind und zweifellos auch von manchen Menschen genützt würden. Wer also unter seinem bekannten „Nick-Name“ angemeldet bleiben will, möge das tun. Allerdings wird gebeten, sich eines zivilisierten Tonfalls zu befleißigen, was nicht immer der Fall war, also mit einem Mindestmass an Höflichkeit, wie diese im gesellschaftlichen Umgang üblich ist, zu verfahren.

Um Spam-Anmeldungen zu vermeiden, muss jeder neu registrierte Teilnehmer das Mail, das er nach erfolgter Erst-Registrierung bekommt, binnen 24 Stunden bestätigt retournieren/ Link anklicken (bitte schauen Sie auch in Ihren Spam-Ordner). Erfolgt binnen 24 Stunden keine Reaktion, löscht sich die Anmeldung automatisch!

2. Regeln:

Im Forum des Online Merkers sollen ausschließlich kulturelle Angelegenheiten diskutiert werden. Politische oder gesellschaftliche Fragen sind nur dann gestattet, wenn sie in einem unmittelbaren und hier unverzichtbaren Zusammenhang mit einem konkreten Kulturereignis oder einer aktuellen kulturpolitischen Frage stehen. Da es hier eine gewisse Grauzone gibt, obliegt es ausschließlich dem Moderator zu entscheiden, ob der Beitrag zu löschen ist oder nicht. Beiträge die nicht unmittelbar mit Kultur zu tun haben, bzw. bei denen eine kulturelle Frage nur vorgeschoben wird, um in irgendeine Richtung zu agitieren, sind nicht zugelassen und werden gelöscht.

Der Umgangston im Forum  duldet keinerlei Herabwürdigungen und Beschimpfungen von Mitarbeitern des Online-Merker, anderen Forumsteilnehmern und/oder Dritter,  ebenso wenig wie Bedrohungen mit irgendeiner Art von Gewalt. Solche Einträge werden sofort gelöscht. Das Gleiche gilt für die Veröffentlichung persönlicher Informationen, die aus anderen Quellen des Internets (z.B. Google, Wikipedia oder sonstiger Quellen) über Mitarbeiter des Online-Merker, Forumsteilnehmer und/oder Dritte entnommen wurden.

Zudem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass staatsfeindliche, gesetzeswidrige, rassistische, extremistische, frauenfeindliche und sexistische Äußerungen und solche über die sexuelle, religiöse und politische Orientierung von Mitarbeitern des Online-Merker, Forumsteilnehmern und/oder Dritten zu unterlassen sind und sofort gelöscht werden.

Der Moderator des Forums ist gegenüber jedermann völlig weisungsfrei und muss seine Entscheidungen nicht begründen. Ebenso wenig braucht er auf Beschwerden und Zurufe aus dem Forum reagieren.

 

 

Avatar
Bitte denke über eine Registrierung nach
guest
sp_LogInOut Login sp_Registration Registrieren
Registrieren | Passwort vergessen?
Erweiterte Suche
Forumbereich


Übereinstimmung



Forum Optionen



Minimale Suchwortlänge beträgt 3 Zeichen - die maximale 84
sp_Feed RSS (Beitrag) sp_TopicIcon
MONTEVERDI in der WIENER STAATSOPER
29. Mai 2021
14:28
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 361
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

hallo, MRadema: wer traditionell aus der basstimme heraus improvisiert ist das cembalo die orgel oder die theorbe. die bassplayer verfolgen nur die improvisationen und bilden das fundament, das man immer wieder neue wege zu gehen versucht ist evident, nur hier in der Staatsoper war die besetzung sehr gross und verleitete einige saengerinnen etwas stillos, dick zu singen

29. Mai 2021
13:30
Avatar
MRadema796
Member
Members
Forumsbeiträge: 113
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

alcindo sagt
continuo ist nicht gleich cembalo! 

Da haben Sie natürlich recht. Man muss wohl annehmen, dass mehrere (also unter Umständen auch sehr viele) Instrumente aus einer Bass-Stimme improvisiert haben, anscheinend wurde das nie aufgeschrieben. Daher weiß man nicht genau, wie es geklungen hat.

alcindo sagt
zum tanz...es gab in Wien eine professorin fuer barocken tanz - Eva Campianu -  auch Clemencic, der in der barocken auffuehrungspraxis sehr informiert war, wollte, dass auch die saenger zum teil taenzerischen ausdruck braechten und fuehrte die Euridice von Peri in Rom unter mitwirkung von Eva Campianu auf.
  

Bei Peri sind wir noch in einer ganz anderen Zeit mit höfischem Musiktheater (um 1600), für das großer Aufwand betrieben wurde. Im öffentlichen venezianischen Musiktheater (um 1640) herrschte großer Sparzwang. Große Ballette gab es dort sicher nicht. Tänzerischer Ausdruck bei Operndarstellern ist sicher nicht historisch, es sei denn, dass Sie barocke Gebärdensprache als Tanz sehen möchten. Sigrid t'Hooft hat teilweise bei Händelopern in Göttingen zusätzlich zur Gebärdensprache Tanz ins Spiel gebracht, aber deutlich darauf hingewiesen, dass dies nicht historisch korrekt ist. Es gab zwar in einigen Händelopern (Alcina, Ariodante um 1735) eine Tanzcompagnie, diese hat aber eigens geschaffene Tanzszenen gestaltet. Es wurden also bei Händel nicht die Arien tänzerisch angereichtert, so wie Sigrid t'Hooft das bei ihrer zweiten Inszenierung in Göttingen gemacht hat, um der befürchteten Eintönigkeit entgegenzuwirken. Die Eintönigkeit ihrer ersten Produktion wiederum entstand - abgesehen davon, dass es ungewohnt war - dadurch, dass die Sänger nur wenige Wochen Zeit hatten, sich einzuarbeiten, während die barocken Sänger dies jahrelang trainiert hatten. 

Die Aussagen für Händel gelten sicher nicht für die Zeit von Monteverdis Poppea. Hier müssen wir berücksichtigen, dass es in den veneziansichen Opern, auch Poppea, komische Rollen gibt, die für große Abwechslung sorgen. Es ist daher m. E. in Inszenierungen wichtig, die ernsten und komischen Ebenen sauber herauszuarbeiten. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, ob das in der aktuellen Poppea-Inszenierung (die ich bereits vor einigen Jahren in Salzburg gesehen habe) der Fall war.

29. Mai 2021
10:45
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 361
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

liebe(r) MRadema: continuo ist nicht gleich cembalo!. im haeufigsten fall cembalo und cello, aber genauso orgel und cello oder bass.. wenn ich continuo meine, so bezieht sich das auf die rezitative.  aber suchen sie doch originalmanuskripte von Monteverdi, da finden Sie meist nur die gesangsstimme und darunter den bass. auf imslp koennen Sie einiges finden.    

zum tanz...es gab in Wien eine professorin fuer barocken tanz - Eva Campianu -  auch Clemencic, der in der barocken auffuehrungspraxis sehr informiert war, wollte, dass auch die saenger zum teil taenzerischen ausdruck braechten und fuehrte die Euridice von Peri in Rom unter mitwirkung von Eva Campianu auf.

29. Mai 2021
9:26
Avatar
MRadema796
Member
Members
Forumsbeiträge: 113
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Wie von Lohengrin2 bereits geschrieben: Der Post von Alcindo wurde in einem anderen Stream bereits kommentiert, daher gibt es hier wenig zu ergänzen. Dass die üblichen Kommentatoren sich zurückhalten, hängt vermutlich damit zusammen, dass sie sich weniger für Barockoper interessieren. Da mein Besuch der Produkion in Salzburg zu lange zurückliegt und ich die Produktion weitgehend verdrängt habe, tue ich mich schwer damit, dazu noch etwas beizutragen.

Punkt 7 ("in der historischen praxis war natuerlich auch der tanz dabei") ist nach meinem Kenntnisstand nicht zutreffend. Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas darüber gelesen zu haben, dass es in der venezianischen Barockoper Tanz gab. Können Sie das belegen? Soweit ich mich erinnere, ist Tanz (abgesehen von vorausgehenden Spezialformen wie dem "Ballo delle Ingrate") im Zusammenhang mit venezianischer Barockoper erstmals bei Cavallis Ercole Amante ins Spiel gekommen, der in Frankreich enstanden ist. In diesem Zusammenhang ist auch Punkt 4 ("die rezitative sollten vom continuo begleitet werden") anzuweifeln. Cavalli hat für den Ercole Amante sein Orchester irgendwie "aufgeblasen", aber man weiß nach meinem Kenntnisstand nichts darüber, wie er das gemacht hat. Der von Alan Curtis vertretene und in zwei hervorragenden Einspielungen dokomentierte Ansatz (eine davon im recht großen "ersten" Teatro La Fenice entstanden) arbeitet mit einer Kleinstbesetzung, aber das heißt nicht, dass ein "Aufblasansatz" historisch inkorrekt ist. Ich beneide jedenfalls nicht die Zuhörer, die jene Poppea weitgehend nur mit Cembalo im riesigen La Fenice gehört haben.

28. Mai 2021
22:31
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 361
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

mme lohengrin meint:    Wird durch Wiederholung nicht besser......

kann sein, aber noch besser waere  Ihre expertise zur Incoronazione di Poppea zu erfahren

28. Mai 2021
21:49
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 451
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Wird durch Wiederholung nicht besser......

28. Mai 2021
19:54
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 361
Mitglied seit:
21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

ich wiederhole hier, was ich zum thema "beurteilung der kritiker" auf den vorwurf von Wolfram geantwortet habe

seltsam, was Wolfram hier schreibt: kritik wird immer sein, das gute positiv zu erwaehnen und das missfallenene negativ.  Wolfram meint, der kritisierende muesste einen befaehigungsnachweis haben,  wer wird denn diesen kontrollieren??.....kritik wird immer vom vergleich leben. zur aktuellen incoronazione waren die hier erschienenen  kritiken relativ milde, ich bringe hier noch einige punkte aus meiner sicht, mit verlaub von Wolfram, wird er mir befaehigung zugestehen? oder muss ich besser singen koennen als mrs Lindsay um meine meinung zu deponieren?

1 ein werk  wie die incoronazione di Poppea passt nicht wirklich in ein theater wie die WSTO, selbst das ThadW ist schon gross dafuer, es sollte in einem rahmen aufgefuehrt werden, wo man den saengern praktisch das wort vom mund ablesen koennte...die monodie - das war ja die neuheit - verlangt das

2 der Concentus Musicus tritt in zu grosser besetzung auf,  alle stimmen und gruppen ver3 und ver4facht: resultat - die saenger, vor allem die soprane druecken auf die stimme, singen "dick" und werden wortundeutlich...diese undeutlichkeit vor allem live in der oper zu bemerken, beim stream klingt es viel deutlicher. in den onlinemerker kritiken kommt bei Poppea und  kolleginnen manchmal der vorwurf scharf zu singen...das ist eine umschreibung, es wurde immer wieder distoniert, zu tief gesungen, eine bekannte, die ich in der pause traf - sie ist ausgebildete saengerin und hat in einer der bedeutendsten agenturen gearbeitet - meinte ganz richtig, dass immer wieder falsch gesungen wurde. ich schliesse mich da an.

3 von den saengern stilistisch am besten Seneca, der tonschoen und im stil hervorragend war, auch Ottone bewies, dass er in diesem repertoire daheim ist. sehr gut auch saemtliche tenoere, die mitgewirkt haben. Nero hat eine zu helle stimme um mit Poppea gut zu kontrastieren

4 den rezitativen fehlte meist die "delicatezza'....die rezitative sollten vom continuo begleitet werden, aber der dirigent schug die rezitative zumeist mit beiden haenden aus und markierte jede 8elnote

5 die  bei Monteverdi typischen verzierungen waren nur sehr spaerlich und nicht sehr bestimmt zu finden, am ueberzeugendsten dabei wieder der Ottone

6 zur inszenierung: zumindest stimmen die farben, auch ein schnappschuss schaut gut aus, aber live ist da zuviel bewegung, viel ablenkung von den protagonisten, an allen ecken ist etwas los, zieht sich einer oder eine aus, es gibt viel sex, und in der mitte dreht sich ununterbrochen eine figur, wobei man da immer wieder hinschaut in der befuerchtung, dass da einer schwindlig wird, am ende wird man selber vom zusehen schwindlig.   die personenregie bei den solisten ist wenig ausgepraegt, fast hat man den eindruck, dass da improvisiert wird, und dass die meisten solisten oft machen, was ihnen gerade einfaellt, was oft nicht das schlechteste ist...

7 in der historischen praxis war natuerlich auch der tanz dabei...in den ritornellen, aber nicht als kontinuierliche untermalende illustration der handlung

8 wozu die musiklaische umsetzung im originalklang und dazu modern dance?

9 die pause war fuer ein werk dieser dimension viel zu kurz

10 hat noch jemand hier im forum eine meinung zu dieser produktion?

Zeitzone des Forums: Europe/Berlin
Am meisten Mitglieder online: 33
Zurzeit Online:
Gast/Gäste 3
Momentan betrachten diese Seite:
1 Gast/Gäste
Top Autoren:
Lohengrin2: 451
alcindo: 361
Chenier: 229
Christine: 206
MRadema796: 113
copy: 108
walter: 90
Dalmont: 82
Michael Tanzler: 58
HansLick2: 37
Mitgliederstatistiken
Gastbeiträge: 170
Mitglieder: 120
Moderatoren: 1
Administratoren: 3
Forumsstatistiken
Gruppen: 1
Foren: 1
Themen: 658
Beiträge: 11164
Neuste Mitglieder:
allisonsz18, audragp2, BrookeUtedo, brandonmt18, jennayg3, WilliamOpink, MosLawyer, edgarel4, pamelalk69, yvettedd16
Moderatoren: Moderator 16: 66
Administratoren: HaaSon: 2, ac: 112, webentwicklerin: 0

 

Diese Seite drucken