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MET im Kino - Placido Domingo | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

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MET im Kino - Placido Domingo
15. April 2018
16:05
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marietherese
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HansLick2 sagt
@ beitrag nr 2 sie schreiben uns: da gibts in jedem Provinztheater mindestens drei bessere Sänger

bitte benennen, wieso werden diese drei von ihren managern nicht zum vorsingen gebracht, wo doch der bariton markt so dünn ist? die zeiten taddei, milnes, bruson, cappuccilli, manuguerra, zancanaro etc sind leider vorbei. 

zu Luisa Miller, als bekannter nostalgiker fand ich das kino gestern " an afternnon to remember"! danke der MET. beeindruckend! wer hörte das werk in den letzten 20 jahren besser realisiert? in wien wurde luisa miller seit 27(!) jahren nicht aufgeführt. christa ludwig sang seinerzeit ihre pensionsabende in luisa miller ab.

meine generation autostoppte für luisa miller, nachmittags turin: ricciarelli, carreras, bruson, abends mailand: caballe, pavarotti, cappuccilli 

und beide damen bekamen damals " ihr fett" ab, so ist frau yoncheva also in allerbester gesellschaft. brava.

den hinreissenden piotr beczala zum schluss genannt, er war sensationell!  

Die MET hat z.B. für die Vorstellung am 18.4 Luca Salsi engagiert. Ich habe Salsi bisher lediglich einmal gehört, er ist mir weder besonders positiv noch negativ in Erinnerung geblieben, allerdings wäre mir für die HD-Übertragung so ziemlich jeder halbwegs ordentliche Bariton lieber gewesen als ein Tenor der im Spät-Spät-Spät-Herbst seiner Karriere Baritonpartien in Angriff nimmt.

Ansonsten habe ich den Kino-Opernabend auch sehr genossen und hoffe, Yoncheva (die ich gestern um einiges besser fand, als bei den Übertragugen der Tosca bzw. Boheme) und Beczala auch mal live in diesen Rollen erleben zu können.

15. April 2018
16:02
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1170
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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Der "Bariton-Markt" ist alles andere als d+ünn. Da gibt es fantastische noch junge Sänger !!!!!

 

Luisa Miller hatten wir letztes Jahr sehr gut in unserem "Provinz-Opernhaus".

15. April 2018
15:17
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HansLick2
Gast
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@ beitrag nr 2 sie schreiben uns: da gibts in jedem Provinztheater mindestens drei bessere Sänger

bitte benennen, wieso werden diese drei von ihren managern nicht zum vorsingen gebracht, wo doch der bariton markt so dünn ist? die zeiten taddei, milnes, bruson, cappuccilli, manuguerra, zancanaro etc sind leider vorbei. 

zu Luisa Miller, als bekannter nostalgiker fand ich das kino gestern " an afternnon to remember"! danke der MET. beeindruckend! wer hörte das werk in den letzten 20 jahren besser realisiert? in wien wurde luisa miller seit 27(!) jahren nicht aufgeführt. christa ludwig sang seinerzeit ihre pensionsabende in luisa miller ab.

meine generation autostoppte für luisa miller, nachmittags turin: ricciarelli, carreras, bruson, abends mailand: caballe, pavarotti, cappuccilli 

und beide damen bekamen damals " ihr fett" ab, so ist frau yoncheva also in allerbester gesellschaft. brava.

den hinreissenden piotr beczala zum schluss genannt, er war sensationell!

15. April 2018
13:22
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UwePaul
Gast
Guests

Im Augenblick bin ich hier über die Kritiken auch etwas irritiert. Wenn ich die an die beiden Turandot Kritiken denke, die unterschiedlicher nicht sein könnten...

Die Jubelkritiken über Fr. Yoncheva verstehe ich schon seit längerem nicht.

Aber so ist da manchmal auch im wahren Leben, habe ich am Freitag mit einem sehr guten Freund, der seit über 60 Jahren viel öfter in die Oper geht, wie ich, fürchterlich gestritten über eine Cavalleria, die ich musikalisch nur gräßlich fand und er in Begeisterung ausbrach, die mir unverständlich war. Haben uns dann aber nach dem Bajazzo wieder versöhnt, der wirklich großartig war.

Aber auf diese Kritik zurückzukommen, wie Domingo so gewesen sein soll, ist mir unverständlich

15. April 2018
13:19
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marietherese
Gast
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Dass das Thema hier schon des Öfteren diskutiert wurde, ist mir bewusst, ebenso stimme ich Ihren Ausführungen vollinhaltlich zu. Ich habe mich auch ehrlich gesagt weniger über das Geschriebene gewundert, sondern über Art und Ort der Veröffentlichung. Wenn Fans in diversen Foren Lobeshymnen auf ihren Liebling anstimmen - meinetwegen; in einer veröffentlichten Kritik erwarte ich hingegen ein Mindestmaß an Objektivität und Realitätsbezug.

15. April 2018
12:55
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Gurnemanz
Gast
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marietherese sagt
"Über Altmeister Placido Domingo kann man nicht genug an Lobeshymnen anstimmen. Wieder hat er eine für ihn neue Baritonrolle erobert, ähnlich dem Vater Germont spielt er auch hier seine hohe Gestaltungskraft aus und gibt einen sehr berührenden Vater Miller. Es ist nicht selbstverständlich, dass man diese Rolle mit so viel Gefühl, Stilsicherheit und natürlich auch stimmlicher Bravour singt. Sein heller Bariton kommt hier bestens zur Geltung."

 

Geschmäcker mögen ja verschieden und Rezensionen subjektiv sein, aber angesichts dieser Zeilen frage ich mich schon, ob ich gestern nicht in einer Kinoübertragung in einem Paralleluniversum gelandet bin... Auf einen einst großartigen Tenor, der sich durch eine Baritonpartie müht und den Abend lediglich dank guter Technik und für sein Alter relativ gut erhaltener Stimme bewältigen kann, eine Lobeshymne anstimmen zu wollen, ist meiner Meinung nach doch etwas übertrieben.  

Natürlich ist das nicht nur "etwas übertrieben" sondern gleich völlig an den Haaren herbeigezogen - da gibts in jedem Provinztheater mindestens drei bessere Sänger, aber die haben halt nicht DEN großen Namen und die Publicity. Und somit halt keine 1000 Engagements und Jubelberichte.
Wurde eh schon hier oft diskutiert.

15. April 2018
12:50
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marietherese
Gast
Guests

"Über Altmeister Placido Domingo kann man nicht genug an Lobeshymnen anstimmen. Wieder hat er eine für ihn neue Baritonrolle erobert, ähnlich dem Vater Germont spielt er auch hier seine hohe Gestaltungskraft aus und gibt einen sehr berührenden Vater Miller. Es ist nicht selbstverständlich, dass man diese Rolle mit so viel Gefühl, Stilsicherheit und natürlich auch stimmlicher Bravour singt. Sein heller Bariton kommt hier bestens zur Geltung."

 

Geschmäcker mögen ja verschieden und Rezensionen subjektiv sein, aber angesichts dieser Zeilen frage ich mich schon, ob ich gestern nicht in einer Kinoübertragung in einem Paralleluniversum gelandet bin... Auf einen einst großartigen Tenor, der sich durch eine Baritonpartie müht und den Abend lediglich dank guter Technik und für sein Alter relativ gut erhaltener Stimme bewältigen kann, eine Lobeshymne anstimmen zu wollen, ist meiner Meinung nach doch etwas übertrieben.

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