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Marguerite und Henri se rencontrer au Cafe Mumpitz....( unser neuer Faust ) | Seite 8 | OnlineMerker | Forum

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Marguerite und Henri se rencontrer au Cafe Mumpitz....( unser neuer Faust )
30. April 2021
12:22
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
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28. Februar 2021
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Lyonel, was hat das "Liebesleben von Menschen, die jeden Abend in die Oper rennen" mit den Ansichten von Dr. Wagner zu tun, die ich übrigens als Opernrezescentin schätze, wobei sie gelegentlich allerdings überkritisch ist.

30. April 2021
12:13
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 82
Mitglied seit:
22. Januar 2021
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Christine, darauf bestehe ich jetzt, Goethe hat die Kindsmörderin in einen Ledersack einnähen lassen, damit sie möglichst qualvoll und unendlich langsam ersäuft..... weil ihr Kind nicht der "Norm" (welcher?) entsprechend geboren wurde. Und wenn sie das Kind lustvoll empfangen hat? Wollen Sie ihr das vorwerfen? 

30. April 2021
12:11
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Lyonel
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Forumsbeiträge: 21
Mitglied seit:
5. April 2021
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Warum ist es eigentlich hier nicht möglich, eine Inszenierung zu rezensieren oder auch nur zu kommentieren, ohne alle, die anderer Ansicht sind, zu beleidigen? Könnte es nicht sein, dass nicht alle, die eine Castorf-Inszenierung mögen, keine Ahnung von Oper haben oder umgekehrt nicht alle, denen eine solche Inszenierung nicht gefällt, den Anschluss an die Gegenwart verpasst haben? Könnte es nicht sogar sein, dass in einer Inszenierung manche Dinge besser gelungen sind und manche weniger gut?

Frau Wagner hat sicherlich mehr Erfahrungen mit Oper als viele (ob das auch mit tieferem Verständnis gleichzusetzen ist, kann ich nicht beurteilen), aber qualifiziert Sie das, andere Menschen als "Leute, die sich nichts aus Oper machen, aber so sehr gewohnt sind, wahllos von Eindrücken überschüttet zu werden, dass sie diese gar nicht hinterfragen und als ihr übliches Entertainment hinnehmen" abzuqualifizieren? Ich glaube, solche Zeilen disqualifizieren einzig und allein die Schreiberin - und bei allem Misstrauen gegenüber professionellen Journalisten ............................................................

. Man mag das "ehrlich" finden, ich finde das peinlich. Um nicht missverstanden zu werden: Bitte verreissen Sie den Regisseur und die Inszenierung so viel Sie mögen - aber urteilen Sie nicht über andere Leute, über deren Motivation Sie keine Ahnung haben. Ich spekuliere ja auch nicht über das Liebesleben von Menschen, die jeden Abend in die Oper rennen - sowas gehört sich eben einfach nicht.

Anmerkung des Moderators: Diese Passage mußte gelöscht weden, da sie nicht den Tatsachen entspricht. Frau Wagner war jahrzehntelang als Journalistin für zahlreiche Medien tätig und ist mehrfache Buchautorin.

30. April 2021
12:10
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
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28. Februar 2021
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Dalmont sagt
 

"Einstudierung, dass sich A. Gheorghiu geweigert hat, all das zu singen, was Gounod komponiert hat."

Klingt ja fast wie ein Plädoyer für Gheorghiu. Und als nächstes weigern sich Sänger, Teile aus Opern von Verdi und Wagner nicht zu singen, weil sie ihnen nicht gefallen, oder Geiger boykottieren Teile von Beethovens Symphonien.

Übrigens ist diese Dame, bei aller Qualität ihrer Stimme, international als Oberzicke berüchtigt und ich habe in der WSO selbst live erlebt, als sie bei einer Tosca spät auf die Bühne kam und ihren Auftritt verpasste, weil JK es gewagt hatte, die Sternenarie zu wiederholen und ihr damit die Show gestohlen hat.

Ihr Hinweis ist letztlich entbehrlich und nichtssagend, oder schließen Sie sich dieser Meinung an und halten Gounod für seicht? Dann würde sich tatsächlich jeder weitere Dialog mit Ihnen erübrigen.

30. April 2021
12:01
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
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28. Februar 2021
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Margarete als Nutte ist eben plakativer, Christine, und für einen Regisseur, der sich vor dem Werk und vor der Musik in Szene setzen möchte, wesentlich interessanter als ein einfaches Mädchen. Werktreue und Authentizität ist diesen Leuten völlig wurscht.

30. April 2021
11:56
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Christine
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22. Januar 2021
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Dalmont, was verstehen Sie unter "jüngere Generation"? Meine Kinder erfreuen sich an konventionellen Inszenierungen, bei denen man sich auskennt ohne eine Einführung bekommen zu müssen. Sie haben aus beruflichen und familären Gründen nicht so viel Zeit auch noch Sendungen mit der Erklärung einer Oper anzusehen. Den Faust von Goethe haben sie alle noch in der Schule gelesen (das passiert jetzt auch nicht mehr im Unterricht) und ein Blick in den Opernführer reicht aus um zu sehen, was Gounod übernommen hat. Meine Kinder sind allerdings keine so begeisterten Opernfans wie ich. Meine Enkelkinder sind für Faust oder Parsifal noch zu jung. Aber ich würde und werde sie keinesfalls in solche Aufführungen begleiten. Wenn sie alt genug dafür sind, werden diese Aufführungen wahrscheinlich aber ohnehin bereits verschwunden sein.

Dass der Faust in der Staatsoper kein großes Glück hatte, da gebe ich Ihnen recht. Interessant für mich: Goethe sieht Margarete als einfaches Mädchen, Gounod übernimmt das. Ein Regisseur sieht in ihr eine Nonne, ein anderer ein "leichtes Mädchen". Da sieht man die Spannweite. Aus meiner Sicht passt nur das einfache Mädchen, aber wer interessiert sich schon für die Ideen der Urheber der ganzen Geschichte?

30. April 2021
11:56
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
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28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Roscic müsste eigentlich wissen, was auf der Bühne passiert und hat das sehenden Auges in dieser Form akzeptiert. Den sollte man dafür zur Verantwortung ziehen, so einen Trash (als Kunstrichtung definiert, für die bewusst banal, trivial oder primitiv wirkende Inhalte und eine billige Machart typisch sind) für teures Geld nach Wien zu bringen, zumal man ja die Produktion seit Jahren kennt und auf dem "internationalen Markt" eingekauft hat.

30. April 2021
11:53
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 82
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22. Januar 2021
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Nein, der Herr vom Berg hat nicht Sie gemeint. Der Dolomitensalvang hätte gerne die Kratzer-Deutung gesehen, weil er diesen Regisseur für einen ganz großen hält, und weil er es - seitdem er vor 20 Jahren davon gelesen hat - nicht mehr aus dem Kopf bringt, dass der Geheimrat damals dafür gestimmt hat, dass man die Kindsmörderin (das Urbild der Marguerite) in einen Ledersack einnäht und ins Wasser wirft, damit sie unendlich langsam ersäuft, und überzeugt ist, dass man all das Elend sichtbar machen muss. Wie auch das Algeriengrauen. Und bevor wieder die Erbsenzähler unter den "Werkverteidigern" auftauchen: Ja, als das erste Mal Boulevard de Stalingrad im Video auftauchte, ist mir das ganze Elend des Volkes der Richter und Henker wieder eingeschossen...

Sie nennen sich florezafizionada, Sie dürfen bei mir gerne ein -o hintenansetzen, ich habe Florenz die paar Male in Mailand als einen der aufrichtigsten Künstler kennengelernt, wie auch - um einen Sprung zu machen - später Jonas Kaufmann. Und, jetzt dürfen Sie lachen, Luciano Pavarotti. Er hat in Neapel meinen Hund geliebt, und mein Hunddale ihn. Ist wohl auch was. Oder?

30. April 2021
11:26
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Michael Tanzler
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Forumsbeiträge: 58
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1. Februar 2021
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Wenn das ihre "Ästethik" ist, dalmont, dann brauchen wir sowieso nicht weiter zu diskutieren - aber es ist ohnehin sinnlos mit ihresgleichen.  Eine Sauerei für sowas Steuergeld auszugeben.  Die Subventionen gehören wirklich radikal gekürzt!  Wie kommt das ohnedies schwer gebeutelte Volk dazu, Neurotiker und Scharlatane in ihren Anwandlungen zu bezahlen!  Ein eiserner Besen gehört her.. je schneller desto besser!

30. April 2021
10:50
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florezaficionada
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Forumsbeiträge: 8
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19. April 2021
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dass ich den anschluss an eine jüngere generation verpasst habe, sollte der herr vom berge mich meinen, lass ich mir nicht nachsagen, zumal ich moderne, aber schlüssige und nachvollziehbare interpretationen sehr schätze. als beispiel die großartige inszenierung von faust an der bastille durch tobias kratzer mit b.bernhein. das war ein opernerlebnis erster güte leider nur via stream,  das ich, wenn wieder möglich, live in paris  genießen möchte.

leider ist es aus urheberrechtlichen gründen nicht mehr auf youtube verfügbar.

30. April 2021
10:01
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 82
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22. Januar 2021
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Dass Online-Merker – Rezensenten (Frauen sind immer mitgemeint) toben werden, war eh klar. Dass sie ästhetisch den Anschluss an eine jüngere Generation verpasst haben, ist auch evident. Dass sie von Oper mehr verstehen als jüngere, das wäre zu überprüfen. Dass sich jemand ärgert, wenn er Rimbaud liest, ja, gute Lyrik ist halt nicht jedermanns Sache.

Über den Stream lässt sich die Aufführung nicht wirklich beurteilen, das ist bei so bildgewaltigen Inszenierungen sicher nur über eine totale Bühnensicht möglich, weshalb ich mir persönlich ein Urteil erst am 19. Mai mache.

Ad 1) Was die Ken Russell-Inszenierung anlangt: Ruggiero Raimondi hätte eigentlich in ein Weihwasserbecken pinkeln sollen, was er natürlich nicht gemacht hat, die Benacková-Capová war als Nonne verkleidet, und Ken Russell hat uns bei der Premiere sein (bekleidetes) Hinterteil gezeigt, weil er gar nicht geliebt wurde.

Von der Paul Hager – Inszenierung ist mir nur mehr ein grässliches Ballett in Erinnerung, von der Joel/Billy – Einstudierung, dass sich A. Gheorghiu geweigert hat, all das zu singen, was Gounod komponiert hat.

„Faust“ und Wiener Staatsoper, das ist also keine wirkliche Liebesbeziehung, lassen wir uns am 19. überraschen.

30. April 2021
9:42
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
Mitglied seit:
28. Februar 2021
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Es ist zwar transparenter inszeniert als beispielsweise zuletzt der Parsifal, auch nicht so lächerlich wie die Traviata und auch näher der ursprünglichen Handlung, aber eine Verbesserung gegenüber den vorangegangenen Inszenierungen war nicht erkennbar und selbst Ken Russels Pinkel-Szene war aufregender. Vor allem stellt Castorf wie die meister RTR sich selbst und seine Interpretation ziemlich grell in den Vordergrund und stört den musikalischen Ablauf. Alles ziemlich grenzwertig, lebende Schlange, Softpornoszenen, ein halbnackter und wie ein Christbaum behängter Mephisto oder eine wie ein Clown beschmierte Margarete und das Ganze vor der U-Bahnstation Stalingrad mit Riesen-Cola-Werbung sind nicht wirklich originelle Regieeinfälle. Warum sich Grete in der Schlussszene einen Schnaps mit Crack gibt, sollte Castorf speziell erklären oder es ist lediglich dümmliche Provokation ohne Hintergedanken. Zu den ewigen Filmszenen: Entbehrlich, aber man hat zumindest Oper und Kino mit einer Karte, wenn man es positiv interpretiert.

Zur Musik: Dass de Billy gerade für die französische Oper eine gute Hand hat weiß man und er macht seine Sache wirklich ausgezeichnet. Beeindruckend Palka, den ich vor einigen Jahren schon einmal in Stuttgart gehört habe und der sich seit damals unglaublich entwickelt hat. Florez ist rollendeckend, es ist aber nicht so ganz seine Partie. Dupuis gut wie immer und Car konnte sich nach einem eher laschen Beginn gewaltig steigern und war im Finish enorm stark. Chor und Orchester auf dem üblichen guten Niveau und auch die kleineren Rollen tadellos besetzt.

Ich kann mich nur Heinrich Schramm-Schiessl  anschließen: "Am Schluss habe ich mich wieder einmal gefragt, warum ich als jemand der Oper liebt, ansehen muss, was andere nur interessiert, weil es anders ist."

  

30. April 2021
8:54
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florezaficionada
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Forumsbeiträge: 8
Mitglied seit:
19. April 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

bitte thread-überschrift korrigieren: .......se rencontrent au café m.!

für mich ist eine meiner lieblingsopern durch den in der matinee nur unsinn schwafelnden regisseur zur bühnenshow degradiert, action um jeden preis! was sollen die anspielungen auf den algerienkrieg, die rimbaud-zitate, warum die schlange, muss siebel im abendkleid herumlaufen, wozu mit maschinengewehren herumfuchtelt wird und valentin schlussendlich doch erstochen wird?????? warum muss marguerite die wände und den boden der metrostation  ab-und aufwaschen?

ich hätte noch mind. 10 fragen nach dem sinn dieser ach so tollen regieeinfälle, kann mir außerdem schwer vorstellen, dass die demi-monde - damen rimbaud lesen!  dass marg., le roi de thulé singend, großteils nur in dem kleinen fensterausschnitt zu sehen ist, störte mich fürchterlich ebenso wie das herumtänzeln des kameramannes um die protagonisten! absichtlich nicht gegendert! walpurgisnacht gräßlich mit den abgehackten köpfen!

ich stelle mir vor, dass es sehr fordernd sein wird, live in der oper das bühnengeschehen samt den videozuspielungen zu verfolgen und zusätzlich noch, wer es braucht, am display die übersetzung mitzulesen! in der "premierenvorstellung" am 19.5., die hoffentlich stattfindet, wird der regisseur, sofern er anwesend ist, mit sicherheit ausgebuht werden, und ich werde ihm sicher keinen beifall zollen!

beim streamen schloss ich häufig die augen und genoss nur die musik. JDF gefiel mir in seinem rollendebut am besten, palka ist ein  junger , origineller mephisto mit ausdrucksstarker stimme und mimik. 

30. April 2021
8:41
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Christine
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22. Januar 2021
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Oper 4.0 heißt wohl, dass wir bei den Neuinszenierungen laufend mit Videoaufnahmen beglückt werden. Das finde ich zermürbend, trifft aber diejenigen, die das nicht mögen (wie ich) bei Übertragungen besonders hart, denn wenn man in der Oper sitzt, kann man ja dorthin schauen wohin man möchte. Man muss sich bei einem Duett nicht eine OMO Werbung ansehen oder kann sich auf Faust und Marguerite konzentrieren wenn diese singen, und hat nicht immer wieder Mephisto und Marthe allein im Bild. Vom Zuschauerraum aus kann man alles im Blick haben. Warum Siebel eine Frau ist und warum die "tote" Marguerite wieder aufsteht und sich ein Glas Sekt einschenkt, kann ich mir nicht erklären, sehe auch keinen tiefgreifenden Sinn dahinter.

Dieses Mal gab es Jubel vom Publikum. Wer war da eingeladen? Gibt es jubelnde Kritiker und dürfen jetzt mehr Leute in die Oper?

30. April 2021
6:18
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 113
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20. Januar 2021
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Die Handlung konnte ich anders als Walter problemlos erkennen. Man braucht jedenfalls sicher (anders als beim Parsifal) keine Bedienungsanleitung.

Mir war allerdings auch zu viel "Gerümpel" auf der Bühne. Weniger wäre meines Erachtens mehr gewesen.

Der Stream lief technisch gut, aber ich hatte zwei oder drei laute kurze Tonstörungen von einigen Zehntelsekunden.

30. April 2021
0:28
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BalthasarZorn
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21. Januar 2021
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Erinnert sich noch jemand an die Vorgänger- Produktion, wo Mephisto in eine Ecke pinkeln musste? Zumindest darauf hat Castorf verzichtet......

Das war nicht die Vorgängerversion, sondern die Vorvorgängerversion aus 1985 von Ken Russell mit Gabriele Banackova-Cap, Francisco Araiza und Ruggero Raimondi. Die Vorgängerversion war nach einem szenischern Konzept des während der Proben erkrankten Nicolas Joel in einer unvollständigen Ausstattung nach Entwürfen des noch vor den Proben verstorbenen Andreas Reinhardt. (Alagna, Gheorghiu, Youn)

29. April 2021
22:04
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 451
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20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Erinnert sich noch jemand an die Vorgänger- Produktion, wo Mephisto in eine Ecke pinkeln musste?

Ja, die zog sich und zog sich und nichts war los......

29. April 2021
21:58
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walter
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8. März 2021
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Das waren jetzt ziemlich lange drei-einhalb Stunden, aber was ich gesehen habe, hätte leicht auch für das Doppelte gereicht.....

In irgendeiner Vorschau auf diese Produktion wurde der Regisseur als "Regie- Berserker" bezeichnet. Ist Berserker nun ein Haupt- oder ein Zeitwort? Ich berserkere, du berserkerst, wir alle berserkern- jedenfalls hat er kräftig zugegriffen.

Von der Handlung der Oper, die ich noch als "Margarethe" kennengelernt habe, blieb nicht viel mehr übrig als ein loser Handlungsfaden. Dabei ziehe ich aber den Hut angesichts dieser kaum zu bewältigenden Regie- Einfälle. Rein logistisch muss es die Hölle sein.

Dass die Wiener Staatsoper über eine Drehbühne verfügt, die nach meiner Meinung viel zu selten eingesetzt wird, wußte man ja, und die Paris- Zitate waren grandios. Allerdings glaube ich, die Beteiligten hätten lieber einen Film gedreht, Gounod und seine Musik waren eher hinderlich.

Ja, gesungen und musiziert wurde auch, und da hätte ich wenig auszusetzen. Florez fühlt sich bei den Franzosen wesentlich besser aufgehoben als z. B. bei Verdi. Carr, deren Charakter sich mir nicht erschlossen hat, gefiel mir sehr, aber ist das nun ein Rinnsteinpflanze? Die hätte doch gewiss Mittel und Wege gefunden, das Kind "nicht" zu bekommen.....

Mephisto war sehr eindrucksvoll, von dem hören wir sicher noch, alle anderen erfüllten ihre Aufgaben absolut zufriedenstellend. Ich gestehe, mich zum Orchesterpart nicht äußern zu können; das Gewusel machte es mir unmöglich, darauf auch noch achtzugeben, aber es war sicher in Ordnung.

Der Stream war störrisch, aber das mag an meinen Geräten liegen. Ich werde mir die Sache bei einer TV- Übertragung nochmals ansehen.

Erinnert sich noch jemand an die Vorgänger- Produktion, wo Mephisto in eine Ecke pinkeln musste? Zumindest darauf hat Castorf verzichtet......

walter

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