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Macbeth/Scala
9. Dezember 2021
13:01
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Chenier
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Forumsbeiträge: 453
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28. Februar 2021
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Meli würde ich nicht unterschätzen, auch wenn es bessere gibt, und er hat sich schon mit einigen tragenden Rollen durchaus achtbar aus der Affäre gezogen, etwa als Radames (2017 in Salzburg ganz wunderbar interpretiert), Riccardo oder Elvino, beliebig fortsetzbar. Ich bleibe dabei, für praktisch nur eine Arie absoluter Luxus, den sich nicht jedes Haus leistet.

9. Dezember 2021
12:59
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Christine
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Forumsbeiträge: 383
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich überlege jetzt, zu welchem von Pathy beschriebenen Typ ich gehöre.  Auf jeden Fall gab es da im Lauf der Zeit einige Veränderungen. Es ist ja ein Unterschied, ob man als Studentin jede Menge Zeit hat in die Oper zu gehen oder ob man eine Familie gegründet hat und nicht mehr so oft weggehen kann oder beruflich stark eingesetzt ist. Ab einem gewissen Alter und mit vielen Erfahrungen im Operngeschehen schaut man sich vielleicht Aufführungen nicht mehr an wenn man davon ausgehen kann, dass sie einem nicht gefallen werden.

9. Dezember 2021
11:52
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 213
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Christine, etliche Antworten auf Ihre Fragen werden Sie sicher im Kommentar von Jürgen Pathy heute auf der Startseite finden.

 

Sie haben letztens die Künstler der Abbado/Strehler/Damiani – Inszenierung 1975 an der Scala angeführt, die Tenöre sind Ihnen – wenn ich mich recht erinnere – nicht mehr wisslich gewesen. Was mich veranlasst hat, das Programmbuch meiner Aufführung von 1979 hervorzuholen:

Am 7.12. 75 waren es Franco Tagliavini und Nicola Martinucci, also keine tenoralen „Weicheier“, in meiner Aufführung am 22. Mai 1979 Veriano Luchetti, den man auch in Wien hören konnte und Antonio Savastano (von dem ich nie mehr was gehört habe).

In dem Programmbuch sind auch Bilder der Aufführung abgedruckt, die meiner Erinnerung auf die Sprünge geholfen haben. Sie hatte mit schottischem Mittelalter nix am Hut, das ja auch Verdi überhaupt nicht interessiert hatte. Die Optik Luciano Damianis hätte der Mehrzahl der P.T. hier Diskutierenden höchstwahrscheinlich nicht zugesagt, hätte man doch in der Szenerie auch die Oper „Ariadne in Naxos“ oder „Lohengrin“ spielen können, vielleicht auch „Don Giovanni“. (Nur so nebenbei: Damianis heftig kritisierte Bühnenbilder für den Schenkschen „Don Giovanni“ an der Staatsoper sind ja, wie Schenks Inszenierung der damnatio memoriae der hier Diskutierenden zum Opfer gefallen. Warum eigentlich? Die gefällige Zefirellische Jalousienautomatik hat sie offensichtlich „derschlagen“.)

Die Aufführung von 1979 habe ich ganz ganz großartig in Erinnerung, war doch Claudio Abbado der spiritus rector, der mit seinem Partner Strehler – und natürlich den SingdarstellerInnen - für kaum mehr erreichte Sternstunden sorgte.

Das, was ich gestern über ArteConcert sah, war fürs Fernsehen gemacht, was heißt, einen richtigen Eindruck, was im Piermarini zu sehen war, konnte ich nicht gewinnen. Im Fernsehen war’s verwirrend.

Ich hab’s über Kopfhörer verfolgt, und da war ich doch verblüfft, wie knallig Chailly das Ganze anlegte (vielleicht wars aber nur der Tontechnik geschuldet). Und dann fiel mir ein, dass Verdi die Oper für ein Theater geschrieben hat, das weniger Plätze als das Theater an der Wien hat. Und ich überlegte, ob die Oper, würde sie zurückgenommener interpretiert, nicht wesentlich intensiver wirkte. Aber nochmals: Vielleicht war’s nur die Tontechnik.

 

Gefallen hat mir, dass Anna Netrebko nach ihrer Arie im ersten Akt den Buhplärrern auf dem Loggione zugeprostet hat.

Und in dem Programmbuch war auch interessant zu entdecken: die Uraufführung im 1847 stand unter dem Schutz des habsburgischen Großherzogs Leopold II. Was an sich wurscht wäre, aber doch ein Licht darauf wirft, wie wenig Verdi zu dieser Zeit in den italienischen Nationalismus involviert war.

9. Dezember 2021
8:57
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Christine
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Forumsbeiträge: 383
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Wenn ich diese Beiträge lese, vor allem den von Fidelio wo nähere Details von der Inszenierung beschrieben werden, und dann die Kritik im Kurier von Gert Koretschnig, dann kenne ich mich echt nicht mehr aus. "Das Spektakulärste - und der Star des Abends - ist die Szenerie", schreibt der Kritiker. Wer geht deshalb in eine Verdi Oper? Und weiter "Zu viel Film kann ja durchaus nerven, diesmal jedoch verwandelt sich der Wald von Birnam phänomenal zur Skyline einer Großstadt, es gibt ständig Perspektivenwechsel, Blitze, zerbestendes Glas und einen perfekten Videoteppich ...." Da Koretschnig meint, das ergebe eine erstklassige Inszenierung, kommt mir der Verdacht, dass derzeit für eine bestimmte Gruppe von Kritikern inszeniert wird, die solche Verfremdungen bejubeln. Dass Anna Netrebko zur "Tänzerin des Abends" wurde, was aber offensichtlich auf Kosten ihrer gesanglichen Leistung ging, wo liegt da der Sinn? "Meli als phänomenaler Macduff" heißt es in der Kritik. Salsi wird als mächtiger Macbeth und Abdrazakov als profunder Banco bezeichnet, da steht phänomenal doch darüber? Der gesamten Herrenbesetzung werden bei einer fast ganzseitigen Kritik gerade einmal 7 Zeilen gewidmet.

8. Dezember 2021
23:30
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alcindo
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Forumsbeiträge: 601
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21. Januar 2021
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Meli ist technisch ein sehr guter saenger, der aber keine qualitaetsstimme besitzt. dazu kommt seine uninteressante buehnenpersoenlichkeit....hat glueck, dass es zur zeit keinen Carreras, usw gibt

8. Dezember 2021
22:38
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 794
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20. Januar 2021
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Dieser Herr Meli füllt offenbar z. Z. eine Lücke, sonst aber schon auch gar nichts

Meli war lange der bevorzugte Tenor an Netrebkos Seite bis Eyvazov auftauchte. Nun hat Meli wieder eine Chance bekommen.......

8. Dezember 2021
22:10
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Fidelio
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Forumsbeiträge: 3
Mitglied seit:
8. Dezember 2021
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Ich habe auch nur per TV zugehört und zugeguckt: während der ganzen ersten Stunde hat sich auf der Bühne irgendetwas getan was auch nicht eine Sekunde lang irgendetwas mit Macbeth zu tun hatte. Beispiele gefällig:

- Warum steigen Macbeth und sein Kumpel in einen vergitterten Lift, der sie circa 8 Meter in die Höhe fährt (Ziel?), singen ein Duett, öffnen ein kleines vergittertes Fenster, dürfen so weitersingen und wieder herniederfahren und aussteigen ... sinnentleerter geht's nimmer.

- Auch die Lady besteigt mal den Lift, fährt etwas hoch und wieder herunter, zwei Liftboys wie in einem Grand'Hotel öffnen die Lifttüre mit Bückling, sie steigt aus ... warum das Ganze?

- Die Hexen sind ein Heer von hellblau geschniegelt elegant-gewandeten Frauen, vielleicht Sekretärinnen-Look (?), die zackig gedrillt wie in einem Militärstaat hin und her marschierten ... ein weiteres Fragezeichen.

Eine Absurdität wurde von der nächsten abgelöst ... erst mit dem Macbeth-Lady Duett vor dem Mord am König Duncan wurde erstmals eine Szene aus Verdis Macbeth auf die Bühne gestellt.

A.N. singt die anspruchsvolle Rolle von A bis Z (bis ich mich selbst erlöst und kurz nach dem ersten Bild des Zweiten Akts ausgeschaltet habe) mit voller Stimme im forte bis ff-Bereich, eher undifferenziert, einfach ihre unerschöpflichen Stimmreserven zur Schau stellend.

8. Dezember 2021
22:02
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walter
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Forumsbeiträge: 147
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8. März 2021
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Dieser Herr Meli füllt offenbar z. Z. eine Lücke, sonst aber schon auch gar nichts; dabei ist er sympathisch, aber eben nicht viel mehr.

Das selbst Sie sich mit der Akzeptanz dieser Szene schwer tun sagt eigentlich schon alles. 

walter

8. Dezember 2021
21:48
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 794
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20. Januar 2021
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Vorab: auch nur im TV gesehen/gehört.

Meli als "Luxus", das kann ich leider nicht so stehen lassen.

Die Lady Macbeth ist DIE Rolle für Netrebko, selbst wenn sie sich damit die Stimme ruiniern sollte.

Auf der Bühne viele bombastische Bildeindrücke, aber schwer mit dem Geschehen in Zusammenhang zu bringen. Für moderne Interpretationen habe ich grundsätzlich viel übrig, diese hat sich mir nicht erschlossen.

8. Dezember 2021
21:43
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walter
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Forumsbeiträge: 147
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Geschätzter Chenier, nun haben wir zwei Plätze, um darüber zu verhandeln, es sei!

Frühmittelalterliches Schottland ist, so scheint es, out. Es gibt aber im Internet Aufführungen, welche diesen Vorgaben entsprechen, zwar nicht als Verdi's Komposition, jedoch als Theater. Man sollte sie zusammenführen können....

Welchen verwirrten Hirnen diese Dinge entsprungen sind, und warum die im Haus Verantwortlichen dabei mitmachen, ist und bleibt mir ein Rätsel. Vermutlich muss es in erster Linie "anders" sein, anders als man es bisher gewohnt war. Frau Gerlach jedenfalls hat es gefallen....

Ob sich die gute Frau nach solchen Auftritten wohl manchmal übergeben muss? Wer weiß es.....

walter

8. Dezember 2021
21:22
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Chenier
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28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Vorweg, ich war nicht vor Ort, sondern kenne die Vorstellung nur von der TV-Übertragung.

Die Inszenierung bestand zwar durchwegs aus interessanten Bildern, nur wo der Kontext zu Macbeth liegt, erschließt sich mir nicht. Die Silhouette von Manhattan oder wo auch immer erinnert mehr an West-Side-Story als an das mittelalterliche Schottland. Und wo liegt die Originalität von Szenen wie die beiden Herren eingangs in einem stilisierten BMW, eine kettenrauchende Lady oder einem ständig auf- und abfahrenden Aufzug mit eingespielten Innenaufnahmen in SW? Aber wenigstens hat man sich die ewigen Video-Einspielungen erspart, die offensichtlich schon zum MRT gehören.

Soweit Ferndiagnosen zulässig, war ich von der musikalischen Seite recht angetan. Das Dirigat war deutlich besser als die Interpretation Jordans an der WSO und auch Netrebko hat eine Klasse besser und auch in der richtigen Mittellage gesungen. Es dürfte wohl aus sein mit dem Dolce-Vita in Russland und man widmet sich wieder seriösen Dingen wie ernsthaften Proben.

Salsi war ein durchaus kongenialer Partner - spätestens jetzt werden die ersten Einwände kommen, ich stehe trotzdem zu der Aussage - und Abdrazakov und Meli für jeweils eine einzige Arie ist Luxus pur.  Beeindruckend die Chöre auf dem üblichen Mailänder Niveau.

Szenisch pfui, musikalisch hui, wie so oft in letzter Zeit.

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