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Lucia
1. Februar 2019
20:16
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lavoce
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tenorissimo sagt
@11: Hören Sie bitte selbst bei YouTube nach: Peretyatko + Lucia...

An der MET hat sie auch eine „speziell für sie komponierte“ Kadenz gesungen (natürlich nach unten transponiert und ohne Es) da wahrscheinlich die „traditionelle“ Version n“schwierig“ gewesen wäre...

Mir ist die Dame prinzipiell sympathisch und es wäre super, wenn sie das alles problemlos bewältigen könnte und allen Kritikern beweisen könnte, dass die YouTube Clips schlechte Abende waren...  

Eine Bemerkung bezüglich "traditionelle Kadenz". Die gibt es nicht.

Die Kadenz,die jeder kennt, ist Marchesi Kadenz,geschrieben für Nellie Melba.Für ihr Debüt an der Pariser Oper, 20 Jahre nach der Urauffühung der Lucia.

Die Melba kam damals bei den Kritikern nicht besonders gut vorweg,ABER jeder hat bemerkt,wie toll die Kadenz war.Diese extreme Leichtigkeit war ihre individuelle  Stärke. 

Diese bekannte Kadenz  ist im Stück ein Fremdkörper. Ein Vogelgezwitcher....und rundehrum eine typische Donizetti Rolle.Lucia,wie vom Meister geschreiben,liegt tiefer als Violetta von Verdi.Hat viele lange legato Phrasen zu singen, die sich aus der tiefe Lage hochschwingen.Eben keine extrem hohe Partie. Und alle,die jetzt die Maria Callas aus der Kiste holen: ja,die Callas hat genau diese Kadenz wieder zum Leben erweckt,allerdings hat sie die Rolle der Lucia auch sehr gekürzt gesungen.

Z.B. ohne Allegro danach und auch in den Ensemlbes fällt einiges weg bei ihr.

Die Sängerinnen heute habe es nicht so leicht.Viele Dirigenten wollen nämlich die ganze Rolle (ohne "traditionelle", alias Callas Striche) durchpeitschen ,weil das Stück nicht lang ist.

Sie müssen dann alle Stellen in den Ensembles singen , die musikalisch viel Anstrengendes,aber nicht besonders aufregendes bringen UND die Kadenz, die nicht von Donizetti ist, auch noch dazu.Man muss schon ein bisschen differenzieren,wenn man Vergleiche anstellt.

Laut Belcantotradition ist es legitim, sich Kadenzen zurecht zu legen.Nach eigenen Fähigkeiten und dem Geschmack.Eigentlich müsste/dürfte man  auch die Motivwiederholungen variiren,verziehren nach der Belcantotradition.Nur da stehen heutige Dirigenten im Weg,die auf "come scritto" (wie vom Komponisten niedergeschrieben) pochen. 

So werden die Sängerinnen fertig gemacht,wenn die Erwartungen (Standard acuti- Oktavsprung nach oben bei verschiedenen Ensebles) nicht erfüllt werden. Aber dramaturgisch gesehen sind diese "Erwartungen" milde gesagt Blunzn. Stimmprotzerei pur.

 

Gruß,lavoce

1. Februar 2019
19:08
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Tosca
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Also ich habe mir die Dame gerade angehört und jetzt nicht als außergewöhnlich empfunden! Dafür gleich die Gelegenheit genutzt und mir die Gruberova mit dem Schluss des ersten Teils der Wahnsinnsarie mit 70 angehört, bis auf den Spitzenton zum Schluss bewundernswert, aber nichts im Vergleich bei dem Ausschnitt aus einem Festkonzert in unserer STOP mit der Lucia Arie im 1. Akt - je höher und schwieriger , desto besser und souveräner würde sie, einfach großartig!

1. Februar 2019
18:38
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UwePaul
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1. Februar 2019
18:31
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Christine
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Michta sagt
::::damals hätte ich sollen 500 Schilling  Strafe bezahlen, wegen meines "Muti Buh" Rufes nach dem "hinuntergesungenen"  Duett Gilda - Herzog  ( Gruberova , Bonisolli) nach 6 Monaten wurde das Verfahren nach meiner Berufung eingestellt, Zeugenaussagen und eine Glosse, die Endler in der Presse darüber verfasst hat, hab ich noch aufgehoben, in meinem "Kuriositätenschrank"... hahaha  

Also das finde ich schon grotesk, dass man wegen eines Buh Rufes Strafe zahlen sollte. Aber damals ging es noch streng zu in der Oper. Einige Jahre vorher wurden bei einer Aida Vorstellung Leute des Hauses verwiesen. Damals hat sich Eberhard Wächter lautstark für die Protestierer eingesetzt. Schon erstaunlich, worüber man sich damals aufgeregt hat und was man heuet alles hinnimmt.

1. Februar 2019
17:40
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Gast
Gast
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Michta sagt
Klara Kolonits, die eine derart sensationelle Marguerite in den "Hugenotten" war , daß ich beschlossen habe, zur "Lucia" gleich wieder hinzufahren.  

Danke für den Tipp, die kenne ich gar nicht. Mal schauen, was sie noch so singt. (für eine Lucia will ich nicht nach Budapest fahren) 

1. Februar 2019
17:10
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tenorissimo
Gast
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@11: Hören Sie bitte selbst bei YouTube nach: Peretyatko + Lucia...

An der MET hat sie auch eine „speziell für sie komponierte“ Kadenz gesungen (natürlich nach unten transponiert und ohne Es) da wahrscheinlich die „traditionelle“ Version n“schwierig“ gewesen wäre...

Mir ist die Dame prinzipiell sympathisch und es wäre super, wenn sie das alles problemlos bewältigen könnte und allen Kritikern beweisen könnte, dass die YouTube Clips schlechte Abende waren...

1. Februar 2019
16:38
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Gast
Gast
Guests

::::damals hätte ich sollen 500 Schilling  Strafe bezahlen, wegen meines "Muti Buh" Rufes nach dem "hinuntergesungenen"  Duett Gilda - Herzog  ( Gruberova , Bonisolli) nach 6 Monaten wurde das Verfahren nach meiner Berufung eingestellt, Zeugenaussagen und eine Glosse, die Endler in der Presse darüber verfasst hat, hab ich noch aufgehoben, in meinem "Kuriositätenschrank"... hahaha

1. Februar 2019
15:41
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HansLick2
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@ 9 und 10: 

ich kann den " no acuti - also ohne höhen" passus nicht aus dem interview erlesen. hab ich da was überlesen oder ist das nur eine vermutung auf das umständliche gerede des machers?

in bregenz gabs mal sowas, nannten sie " malibran fassung" - ricciarelli und devia.

lucia in wien ohne acuti, da wären "brösel" vorprogrammiert! ich erinnere an den muti rigoletto ausgerechnet mit gruberova und bonisolli.

1. Februar 2019
14:15
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Gast
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Danke tenorissimo , diesen Aspekt hab ich gar nicht erläutert...    ja... da muß man dann ne "Original" Fassung oder ähnliches machen, und das Werk nach den Möglichkeiten der Leute  adaptieren.  Nun war das ja auch zu "Belcanto"-Zeiten - und auch teilweise noch bei Verdi  - üblich und durchaus legitim! NUR: da wurde eingelegt und Schwierigkeiten und acuti eingefügt, wenn Leute das konnten ( mit Billigung des Komponisten! ) , heute geht's in die andere Richtung!!!

    Ich fahr nach Budapest und schau mir dort die "Lucia" an... zwar auch keine besonders sehenswerte Produktion, aber wenigstens eine exzellente Protagonistin!!  Nein, Gruberova , die ich als Jahrhundertereignis im Gedächtnis haben will tu ich mir nicht mehr an - sie singt da zweimal, sondern Klara Kolonits, die eine derart sensationelle Marguerite in den "Hugenotten" war , daß ich beschlossen habe, zur "Lucia" gleich wieder hinzufahren.

1. Februar 2019
12:19
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tenorissimo
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Laut Interview wird aber nicht nur eine "neue" Opfer-Lucia erzählt sondern es drängt sich ja fast auf dass alle Traditionen der Callas, Sutherland, Gruberova "umschifft" werden, damit die derzeitige (aber auch manche zukünftige Besetzung) nicht mehr die hohen Töne schaffen muss (was mich bei der Premieren-Besetzung nicht wundert). Ich finde gerade die Lucia lebt von den vielen Acuti, die nicht wegen der einen oder anderen Primadonna in der Tradition fest verwurzelt sind.

Es gäbe auf der Welt genügend SängerInnen die dies meisterlich schaffen (man sehe sich nur die Lucia aus Madrid von 2018 mit Oropesa und Camarena an - so etwas wäre einer Premiere in Wien würdig!!!)

1. Februar 2019
11:21
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Gast
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Wenn man das Interview mit Frau Dr. Wagner liest, dann nein!   Lauter unnützes Gewäsch, das, was er über die Konflikte erzählt weiss jedes (Opernm-) KInd  und steht in jedem - zuletzt hier geschimpften " Reclamheft" " !  Unnötige Allerweltskostüme - wie man am Foto dabei sieht,  aber vom "Meister" selbst gezeichnet....  Unnötige Premiere, keine zwingende Sängerbesetzung, Hauptsache ein Franzos` ist wieder dabei. 

    Bin nicht nur Donizetti- Freund,  aber als Donizettifreund kann man Meyer absolut KEIN Denkmal setzen...!  In seiner Direktionszeit wurde WEIT weniger der Bergamasker gespielt als bei Holender!!  Wie unser "Capo"  auf diese Idee komt, ist mir nicht erklärlich....!

31. Januar 2019
14:35
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Die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht wird das etwas.

31. Januar 2019
13:30
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UwePaul
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Danke, werde berichten,

Zur Lucia, wenn Pelly die Lucia so toll macht, wie hier bei uns den Hoffmann, der ja aus Lyon kam, dann wird es sicherlich ein guter Abend

31. Januar 2019
13:01
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Gast
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@4 Soweit die Bilder auf der Staatsopernhomepage aussagekräftig sind (die betreffende Vorstellung ganz einfach im Spielplan auswählen), geht es in die Richtung "gemäßigt traditionell". Aber das nur mein Eindruck von ein paar Bildern...

@3 Dann wünsche ich viel Vergnügen! Die Svetlana Moskalenko sagt mir auch nichts. 

31. Januar 2019
9:54
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Weiß man, in welche szenische Richtung die Angelegenheit geht? Schrill und zeitgeistig oder traditionell und authentisch? Ich befürchte wie üblich das Schlimmste.

31. Januar 2019
8:19
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UwePaul
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Gurnemaz

ich auch nicht so besonders, gehe nächste Woche auch in eine Uraltinszenierung, da singt Calleja und eine mir bis dato unbekannte Svetlana Moskalenko. Ich bin da bei "unbekannten" immer sehr neugierig-

Auf Frau Peretyatko z.B. nicht. Habe mit ihr so meine Schwierigkeiten. "Kenne" sie noch aus Zeiten als sie noch nicht so bekannt war, habe damals und heute Vorbehalte. Sie singt zwar teilweise hervorragend, läßt mich aber total kalt. Ich nenne sie immer die Eisprinzessin

30. Januar 2019
20:52
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Ich verstehe nicht, wieso man diese Neuproduktion braucht, man hat ja eine (alte) Produktion ohnehin im Repertoire gehabt. Oder war die schon komplett desolat?

Naja, ich mag Donizetti ohnehin nicht, also seh ich dem relativ gelassen entgegen. Den Bildern nach zu schließen, wird das wieder eine typische Meyer-Produktion, aber lassen wir uns überraschen.

30. Januar 2019
14:58
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tenorissimo
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Sehe gerade Fotos von Proben zur Lucia Premiere. Wüsste gerne wie sich Frau Peretyatko schlägt, in den bisherigen Lucias (irgendwo in Asien und an der MET) war es um freundlich zu sein, schwach. Nachzusehen sind ihre bisherigen Leistungen als Lucia bei YouTube. Ich hoffe, sie hat an sich gearbeitet und die unzähligen C, D und Es werden bewältigt oder wird das einen Lucia-Premiere ohne Acuti?

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