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Lohengrin Verriss
6. November 2018
10:02
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 58
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Liebe Tosca!

Vielleicht habe ich Sie falsch verstanden, dann tut es mir leid. Aber ich mach keinen Thread im Forum auf, wenn ich einer Kritik nicht zustimme. Deshalb war ich verwundert. Aber vielleicht wirklich mein Fehler.

Ich geh oft auf den Stehplatz und kenne dort viele Leute, und das dortige Publikum besteht ja nur zu einem geringen Teil aus Stammbesuchern, die Touristen und Gelegenheitsgeher sind ganz deutlich in der Überzahl. Unter den Stammbesuchern gibt es alle möglichen: ein Teil hat ein sehr gutes Gehör und kennt sich super aus (was mit dem Lebensalter übrigens gar nichts zu tun hat), andere hingegen urteilen hauptsächlich nach Namen und Ruf der Sänger oder sind sowieso völlig unkritisch. Soll sein, ist ja deren privater Geschmack, allerdings für mich in keiner Weise relevant. Und meiner Erfahrung ist es eher letztere Gruppe, die regelmäßig in lautstarken Jubel ausbricht. Daher halte ich den Applausgrad nicht für aussagekräftig. Wie gesagt, wenn man dieses Kriterium anwendet, müsste man Thielemann für den größten Dirigenten seit Karajan halten... 

6. November 2018
9:46
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Tosca
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Forumsbeiträge: 8
Mitglied seit:
5. November 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Gurnemanz!

Meine Grundaussage war nicht, dass alles sooo schön war, sondern dass ich den Bericht von Herrn Prochazka (dessen Kritiken ich oft zustimme) zu negativ fand!

Zudem finde ich schon, dass der Applaus ein gewisser Gradmesser sein kann, insbesondere wenn  er einhellige, mit vielen Bravos gerufene Zustimmung signalisiert. Ich gebe zu, dass er manchmal zu kurz, zu wenig emphatisch die Leistungen der Mitwirkenden belohnt, aber bei dieser Aufführung erschien er ehrlich. Meistens wird er ja von Stehplatzpublikum gesteuert, und da finden sich doch hoffentlich nicht nur Unwissende, zumindest war das vor 30/40 Jahren so!

Mit freundlichen Grüßen

5. November 2018
23:14
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 58
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Valeria sagt
Aber beim Schreiben einer Kritik gehts doch um eine möglichst objektive Beschreibung des Erlebten - und da finde ich es notwendig, kritisch zu sein und Vergleiche mit anderen Interpreten zu ziehen. Oder wie sehen Sie das?....

liebster gurnemanz... 

genau das ist ihr Text.. aber jeder sieht oder hört es anders . Wenn alle gleich schreiben, wäre es ja traurig. Aber wenn jemand Hr. Prochazka kritisiert ist es sein gutes Recht. Ich stimme Hr. Prochazka nicht immer zu !  Und jedem gefällt eine Oper besser und schlechter.. es gibt auch Sänger und Sängerinnen die gefallen oder auch nicht. Aber wenn nur 1 Kritiker negativ schreibt, ist es schon etwas komisch...

und sie müssen ihn nicht schützen.. er kann sich ja selbst verteidigen. Oder schützen sie sich selbst.?? 

Ich will hier kein Streitthema mit ihnen beginnen.. aber wie sie selbst schreiben.... objektive Meinung.... und das ist aber nicht jedem seine Meinung!!!  

Nein, eben nicht. Es gibt gewisse Dinge, die jeder hört, der hören kann und die eindeutig beschreibbar sind, wie zum Beispiel falsche Notenwerte oder Vokalverfärbungen. Natürlich kann man sagen: "Mir ist das egal, Hauptsache möglichst laut" - ist selbstverständlich vollkommen legitim. Aber ein solcher Erlebnisaufsatz kann doch keine Opernkritik sein. Von einer Opernkritik erwarte ich eine sachkundige und möglichst objektive Darstellung des Gehörten.

Und nein, keine Sorge, ich bin nicht Hr. Prochazka, ich kenne ihn gar nicht, ich weiß nicht einmal, wie er ausschaut (Ehrenwort)! Ich finde nur, dass gerade in Zeiten des allgemeinen Schönschreibens dringend fähige Leute Kritiken schreiben sollten. Das Eröffnungsposting, auf das ich mich bezogen habe, hat ganz klar den Unterton "Wieso gehen Sie in die Oper, wenn es Ihnen nicht gefällt, und überhaupt verderben Sie mir nicht die Freude, Lohengrin ist doch sooooo schön".

Und da widerspreche ich. Subjektives Erleben ist eine Sache für sich, aber von einer Opernkritik erwarte ich etwas anderes.

Übrigens, nein, nur weil eine Dirigentin "gefeiert" wird, ist sie noch lange nicht gut. (Das gleiche erlebt man doch regelmäßig bei Christian Thielemann und seinem "Fanclub".) Die meisten Opernbesucher haben musikalisch keine Ahnung. Ist auch gut so - jeder soll seine Freude daran haben. Aber das Applausbarometer als Gradmesser heranzuziehen ist schon seeehr unbedarft..

5. November 2018
22:34
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cosifantutte
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Forumsbeiträge: 3
Mitglied seit:
5. November 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

so unrecht hatte Herr Prochazka nicht - die Sängerleistungen waren sehr unterschiedlich -ein schon in die stimmlichen Jahre gekommener König Heinrich, eine irr aufgedrehte und nur mit gestemmten Höhen und dadurch verhauchter,textloser Mittellage und Tiefe ausgestattete Ortrud , eine stimmlich verkrampfte Elsa- die zwischen dünnen Pianostellen und groß- lauten überzogenen Spitzentönen vergas, daß die Partie der Elsa sich viel in der oberen Mittellage abspielt ("es Gibt ein Glück,das ohne Reu'"), wo ihre Stimme eng und zittrig -farblos klang ( darüber half auch ein überaktives Spiel nicht hinweg) - blieb nur noch der Tenor der Titelpartie über, der (im Outfit eher ein "Vogelhändler-Adam") stimmlich keine Schwierigkeiten zu haben schien, dem es aber an Farben und ausdruckmäßigen Schattierungen ( noch) mangelt - dazu ein breit(meist zu lautes)und zuviel ausschwingendes Dirigat der Dame am Pult - die dadurch keine Hilfe für die vokalen Akteure oben auf der Bühne war - da oben, ja richtig:  beim Oktoberfest auf der Münchner Wiesn

5. November 2018
22:25
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Valeria
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Forumsbeiträge: 3
Mitglied seit:
16. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Aber beim Schreiben einer Kritik gehts doch um eine möglichst objektive Beschreibung des Erlebten - und da finde ich es notwendig, kritisch zu sein und Vergleiche mit anderen Interpreten zu ziehen. Oder wie sehen Sie das?....

liebster gurnemanz... 

genau das ist ihr Text.. aber jeder sieht oder hört es anders . Wenn alle gleich schreiben, wäre es ja traurig. Aber wenn jemand Hr. Prochazka kritisiert ist es sein gutes Recht. Ich stimme Hr. Prochazka nicht immer zu !  Und jedem gefällt eine Oper besser und schlechter.. es gibt auch Sänger und Sängerinnen die gefallen oder auch nicht. Aber wenn nur 1 Kritiker negativ schreibt, ist es schon etwas komisch...

und sie müssen ihn nicht schützen.. er kann sich ja selbst verteidigen. Oder schützen sie sich selbst.?? 

Ich will hier kein Streitthema mit ihnen beginnen.. aber wie sie selbst schreiben.... objektive Meinung.... und das ist aber nicht jedem seine Meinung!!!

5. November 2018
19:23
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 58
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Chenier! Ich freue mich sehr, dass wir uns so konstruktiv unterhalten können, obwohl wir uns in manchen Punkten inhaltlich unterscheiden. Ich bin völlig Ihrer Meinung, dass bei bestimmten Feinheiten der Wunsch des Komponisten nicht mehr eruierbar ist, und selbstverständlich ist gutes Singen mehr als Exerzieren der Partitur ("seelenloses Singen" wird ja schnell langweilig). Aber zumindest mir geht es so, dass ich so gut wie immer andere Interpreten im Ohr hab, wenn ich ein Werk einigermaßen kenne. Ein Beispiel: Die Chrysothemis, mit der ich "aufgewachsen" bin, ist Anne Schwanewilms. Zumindest in jeder Vorstellung, in der ich war, hat sie bei "Und säugend hängt ein Leben an ihnen, und die Kinder werden groß" zwischen "werden" und "groß" eine Pause gemacht, um Luft für den hohen Ton zu holen - allerdings gehört hier keine Pause! Das hat mich allerdings so "geprägt", dass ich innerlich immer eine Pause erwarte und zunächst irritiert bin, wenn die jeweilige Sängerin in einem Atemzug singt, was ja auch vorgesehen ist. Damit meine ich, dass es äußerst schwierig ist, sich von den Erinnerungen zu lösen - und ehrlich gesagt wollen wir das ja auch gar nicht. Ich denke, niemand will den Schatz an erlebten Opernaufführungen verlieren. Ich denke aber ohnehin, dass wir uns in diesem Punkt recht einig sind!

Für mich ist Oper oder Musik generell auch Unterhaltung, aber ich würde den Begriff der Unterhaltung weiter fassen. Ich liebe es, durch Musik innerlich aufgewühlt zu werden, zum Nachdenken gebracht zu werden, es soll also mehr in mir auslösen als ein reines Sich-Erfreuen daran. Besonders gut gelingt das, wenn die Aufführung in einer spannenden und gut durchdachten Inszenierung stattfindet. Aber ich kann mich auch an einer sehr gut gemachten traditionellen Produktion erfreuen (zum Beispiel an Ponnelles Cav/Pag, die in ein paar Monaten wieder in der Staatsoper kommt, worauf ich mich schon freue!). 

5. November 2018
14:23
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Chenier
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Forumsbeiträge: 167
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Gurnemanz, so unähnlich sind unsere Ansichten nicht. Ich meine nur, man macht sich das Leben selbst schwer, wenn man immer bestimmte Rollenverständnisse vor Augen (oder, besser, in den Ohren) hat. Wie es tatsächlich sein sollte, den Imperativ des Komponisten, weiß niemand mehr genau. Ob beispielsweise das langgezogene hohe C zur Stretta gehört oder nicht, ist sekundär, wenn es erfolgreich gesungen wird und dem Publikum gefällt, sollte es ok sein, auch wenn die Authentizität darunter leidet.  

Oper ist, das sollte man nicht vergessen, primär Unterhaltung, deshalb mag ich persönlich nicht das szenische Überladen mit konkreten zeitgeistigen Problemen. Anspielungen auf Philosophie oder abstrakte Menschheitsprobleme a la Shakespeare oder Schiller halte ich hingegen für OK.

5. November 2018
13:26
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 58
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Chenier! Ich stimme Ihnen völlig zu, dass es beim Opernbesuch oder generell beim Musikhören um den individuellen Genuss geht! Auf jeden Fall!
Aber beim Schreiben einer Kritik gehts doch um eine möglichst objektive Beschreibung des Erlebten - und da finde ich es notwendig, kritisch zu sein und Vergleiche mit anderen Interpreten zu ziehen. Oder wie sehen Sie das?

5. November 2018
12:31
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Chenier
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Forumsbeiträge: 167
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Liebe Tosca, lieber Gurnemanz, es geht in der Oper schließlich nicht darum, ständig Schwachstellen ausfindig zu machen und alles zu kritisieren, sondern um das subjektive Wohlbefinden. Wenn eine Vorstellung gefällt oder nicht, soll es so sein, das kann und soll man anderen nicht aus- oder einreden. Wirklich abenteuerlich wird es dann, wenn man die Historie überstrapaziert, der oder die hat das irgendwann im letzten oder vorletzten Jahrhundert so toll gesungen. Ich habe bei meinen rd. 800 Opernbesuchen seit 40 Jahren, davon etwa 700 in Wien, ganz großartige und auch einige entbehrliche Abende erlebt, aber wir leben im hic et nunc und ständige Vergleiche sind obsolet.

Was m i c h nervt, sind die oft divergierenden und stark widersprüchlichen Kritiken, die dann Objektivitätsanspruch einfordern, wobei ich kein Profi, sondern "nur" Edelamateur bin, der sich aber auf seine noch gut funktionierenden Ohren verlassen kann.

5. November 2018
11:26
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 58
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Es gibt doch schon einen Lohengrin-Thread, wozu diese Verdoppelung? Kann man das vielleicht dorthin kopieren?

 

Die dauernde Kritik am fast einzigen Merker-Schreiber, der WIRKLICH Ahnung hat, nervt langsam! Dass viele Leute sich nicht auskennen, ist noch lange kein Grund, Hrn. Prochazka zu unterstellen, dass er zu kritisch wäre. Im Gegenteil, er kennt sich wirklich aus und ist kein unkritischer Schreiber, der mit dem Strom mitschwimmt. Leute wie ihn braucht es! 

5. November 2018
10:39
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Tosca
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Forumsbeiträge: 8
Mitglied seit:
5. November 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Dies ist ein absoluter Neueinstieg für mich, war noch nie in einem Forum oder ähnlichem  angemeldet, finde aber, dass der Bericht von der Aufführung am 2.11. zu negativ formuliert wurde und meiner Meinung nach nicht den Abend wiedergegeben hat. Ich beziehe mich allerdings auf die von mir besuchte Aufführung am 28.10, aber da dürfte es ähnlich gewesen sein.

Ich bin zwar kein Wagner-Fachmann (eher ital./franz. Repertoire und Mozart), aber fand den Abend beeindruckend und beglückend! Abgesehen von der Inszenierung war es eine sehr stimmige und imposante Wiedergabe, angefangen bei der Dirigentin, die sowohl nach den Pausen, als auch am Ende gefeiert wurde (werden wohl auch einige Kenner dabei gewesen sein!), weiter zu den Sängern, die meiner Meinung nach im Gesamteindruck voll reussiert haben! Man kann ja die einen oder anderen Vorlieben haben - Vogt als Sängerknaben Lohengrin, Domingo und Beczala als sehr belcanteske Lohengrins oder eben Schager als sehr durchschlagskräftigen - letztendlich alles Geschmackssache, aber deswegen alles so niederzumachen finde ich nicht adäquat!

Ich bin kein Fachmann, habe kein absolutes Gehör, bin aber ein Opernfan und gehe seit meinem 10. Lebensjahr regelmäßig in die Oper, kann aber deswegen vielleicht einen Opernabend mehr geniessen, da ich nicht jeden Ton analysieren muss!

Mit freundlichen Grüßen von einer Opernbegeisterten

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