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Lohengrin in Salzburg | OnlineMerker | Forum

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Lohengrin in Salzburg
21. April 2022
0:28
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Figaro1992
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20. Januar 2022
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HansLick2 sagt
so so, die zwei mit den händen in der kamera sagen also " elsa sollte mit telramund verheiratet werden" eine politische zweckehe. aber der singt doch er hätte sich für ortrud des friesenfürsten spross entschieden?

  

aber der singt doch  -BEISTRICH- er hätte sich für Ortrud -BEISTRICH- des Friesenfürsten Spross -BEISTRICH- entschieden?

11. April 2022
18:43
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Christine
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22. Januar 2021
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Zu Beitrag 28: Die Diskussion ist sinnlos. Die Gedanken, die Sie in Ihrem letzten Absatz schreiben, haben meiner Meinung nach mit Lohengrin und dieser Salzburger Aufführung gar nichts zu tun. Sie bleiben selbst jeden Beweis schuldig, dass Telramund die Wahrheit spricht. Da kann Ihnen Heinrich der Löwe auch nicht helfen, der hat  mit Heinrich dem Vogler nichts zu tun. 

Interessant ist nur die Bemerkung bezüglich textlich oder musikalisch etwas belegen zu können. Können die Regisseure dieser Aufführung textlich oder musikalisch belegen, dass Elsa eine heimtückische Mörderin ist, die offensichtlich alle täuschen kann, Lohengrin eine Art Hippie ist der mit zerrissenen Hosen aus dem Kanal steigt, usw. Das ist doch ein Merkmal moderner Regie, dass etwas ganz anderes auf der Bühne zu sehen ist als das, was und wovon gesungen wird.

11. April 2022
15:19
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RagnarDanneskjoeld
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5. September 2021
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Christine sagt
Eine derartige These ("Telramund lügt") sollte man belegen können, textlich oder musikalisch. Haben Sie noch nie eine Oper oder ein Theaterstück gehört und gesehen in dem eine Person die Unwahrheit sagt? Ich weiß nicht, wie weit Sie sich in der Geschichte dieser Zeit oder in der Geschichte von Herrscherhäusern auskennen. 

Also nur heiße Luft und Gewäsch von Ihrer Seite. War erwartbar. Dann stimmen Sie mir also sicher zu, dass Lohengrin ein islamistischer Schläfer ist, der sich aufgemacht hat, das Abendland zu erobern. 

(Eigentlich bemisst sich der Wert eines Aussage nicht danach, wer sie tätigt. Wenn das Kind sagt: "Der Kaiser ist nackt" und der Schneider sagt: "Toller Stoff" - dann würden Sie sicher auch zu denjenigen gehören, die sagen: "Der Schneider muss es wissen, der versteht ja sein Handwerk." Aber seien Sie versichert: die Magisterarbeit habe ich über Heinrich den Löwen abgefertigt. Das tut aber nichts zur Sache. Denn nur kenntnisfreie Menschen glauben, dass Opern mit historischem Sujet eine Geschichtsstunde darstellen. Dramaturgische Analysen sollten sich nach dramaturgischen Grundregeln richten, nicht nach historischen. Und freilich lügen Charaktere, das ist eine Binse. Man sollte aber, gerade wenn etwas offensichtlich ist, keinerlei Probleme haben, eine derartige Aussage belegen können. Textlich oder musikalisch.)  

11. April 2022
13:24
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Christine
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22. Januar 2021
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Ja, Wagners Musik wurde ausgezeichnet vom Dirigenten interpretiert. Die Inszenierung hat aber offensichtlich weder mit Wagners Musik noch mit dem Libretto etwas zu tun.

Sie, MRadema haben geschrieben: Ich finde die sehr kurzen Aussagen der Regisseure vernünftig. Und: Verbunden mit dem Lob von Thielemann, der bekannt dafür ist, moderne Regien zu verabscheuen, glaube ich kaum, dass hier mit etwas zu rechnen ist, das traditionell denkende Besucher allzu sehr verschrecken wird.

Ich hab es mir so schlimm gar nicht vorgestellt nach dem Kurzbericht im ORF vor einer Woche obwohl ich schon irritiert war.

11. April 2022
12:40
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MRadema796
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Anscheinend gehen die Ideen der Regisseure noch weiter, wenn ich den heutigen Tageskommentar richtig lese... Elsa ist eine kaltblütige und machtgeile Täterin, daher ist - wie wir hier bereits diskutiert haben - Telramund der postive Held... "Am Schluss ... zieht Elsa den von ihr ermordeten Gottfried aus dem Untergrund hervor" (BR). @Christine, ich stimme Ihnen zu, dass es in dieser Inszenierung etwas merkwürdig zugeht. Vor allem, wenn ich mir vorstelle, dass ja weiter Wagners Musik dazu gespielt wird.

11. April 2022
9:29
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Christine
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22. Januar 2021
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Über die Beiträge 23 und 24 muss ich jetzt bald lachen.

Eine derartige These ("Telramund lügt") sollte man belegen können, textlich oder musikalisch. Haben Sie noch nie eine Oper oder ein Theaterstück gehört und gesehen in dem eine Person die Unwahrheit sagt? Ich weiß nicht, wie weit Sie sich in der Geschichte dieser Zeit oder in der Geschichte von Herrscherhäusern auskennen. 

Elsa wurde nicht gefragt. Warum der Vater das getan hat, weiß ich nicht. Das müssen die die Regisseure fragen, die diese Version der Geschichte als die Wahrheit nehmen.

Ob die Regisseure das als Wahrheit nehmen, kann ich aus dem, was ich nur gehört habe, nicht beurteilen. Es ist eine von Telramund aufgestellte Behauptung, die auch in einer ganz traditionellen Aufführung so gesungen werden würde. Aber was er behauptet, stimmt nicht.

Nachdem was ich in den Kritiken gelesen habe, bin ich froh, dass ich die Aufführung nicht sehen musste. Und es freut mich sehr, dass dieses Mal auch die österreichische Kritik mit der Inszenierung nicht einverstanden ist.

10. April 2022
23:12
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Christine sagt
An MRadema: Ich habe gefragt, warum sie (die Tochter des Herzogs) ihn (Telramund) hätte heiraten sollen und nicht warum er das wollte. Wenn sie ihm versprochen gewesen sein, hätte das ja nur ihr Vater tun können und warum hätte er das tun sollen?

 

Elsa wurde nicht gefragt. Warum der Vater das getan hat, weiß ich nicht. Das müssen die die Regisseure fragen, die diese Version der Geschichte als die Wahrheit nehmen. Was eine von zwei möglichen Sichtweisen ist.

10. April 2022
21:44
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RagnarDanneskjoeld
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5. September 2021
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Christine sagt
Ich wiederhole mich: Telramund behauptet das! Meiner Meinung nach lügt er! 

Sie sind ja lustig. Eine derartige These ("Telramund lügt") sollte man belegen können, textlich oder musikalisch. Sonst könnte ich auch behaupten, dass Lohengrin lügt, wenn er behauptet, "aus Glanz und Wonne" zu kommen. Oder dass König Heinrich eine Affäre mit dem Heerrufer hat.

10. April 2022
20:06
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Christine
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22. Januar 2021
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Ich wiederhole mich: Telramund behauptet das! Meiner Meinung nach lügt er! Desalb habe ich es modern als "fake news" bezeichnet. Man könnte auch sagen, diese Zeile ist eine glatte Lüge.

10. April 2022
17:35
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BalthasarZorn
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21. Januar 2021
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An Christine: Unbehelligt von irgendeiner Regie haben sie dann im ersten Akt sicher auch den Text

Es fasste mich Entsetzen vor der Magd;
dem Recht auf ihre Hand, vom Vater mir
verliehn, entsagt' ich willig da und gern
und nahm ein Weib, das meinem Sinn gefiel:

des Telramund gehört, der ihr Problem doch lösen sollte.

10. April 2022
15:45
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Christine
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22. Januar 2021
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An MRadema: Ich habe gefragt, warum sie (die Tochter des Herzogs) ihn (Telramund) hätte heiraten sollen und nicht warum er das wollte. Wenn sie ihm versprochen gewesen sein, hätte das ja nur ihr Vater tun können und warum hätte er das tun sollen?

Ich habe gestern die Radio Übertragung gehört. Es war angenehm nicht von Einfällen der Regie gestört zu werden und sich auf die musikalische Leistung konzentrieren zu können. Ich kann mich hier Chenier anschließen, leider war das nicht absolute Weltklasse wie es bei einem Festival in Salzburg sein sollte. Wir sind in Österreich doch so stolz auf unsere Salzburger (Oster)festspiele. Die Akustik kann natürlich täuschen, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass es enthusiastischen Beifall für das Ensemble gab. Gefeiert wurde der Dirigent und gegen die Regie gab es Missfallenskundgebungen. Beide werden sich wohl über diese Reaktionen ihnen gegenüber gefreut haben.

10. April 2022
14:57
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Christine sagt
Warum hätte die Tochter eines Herzogs ihren Erzieher, der noch dazu nur ein Graf war, heiraten sollen?

Um an die Macht zu kommen, was dann später (aus seiner Sicht) nicht mehr nötig war, als er er zum Erzieher bestimmt wurde. Daher muss die die beiden Thronerben jetzt abservieren.

10. April 2022
10:57
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Chenier
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28. Februar 2021
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Die Radio-Übertragung auf den Punkt gebracht: Hervorragendes Dirigat und eine Orchesterleistung vom Feinsten, Chöre bestens disponiert, doch die Besetzung hätte Luft nach oben. Keine wirklichen Ausfälle, aber leider nur die B-Garnitur und kein wirkliches Renommee für Salzburg, Beczala, Kaufmann oder Vogt hätten besser gepasst. Vereinzelte Buh-Rufe nach dem 1. Akt und der Buh-Orkan am Schluss dürften sich auf die fragwürdige Inszenierung (kenne nur Ausschnitte aus Kultur am Montag, aber das reicht für ein Gesamtbild) bezogen haben.

Fazit: Potential nach oben in vielen Belangen vorhanden.

9. April 2022
11:14
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Christine
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22. Januar 2021
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Aus Wikipedia: Dieser  (Anm. Telramund) ist der Erzieher Elsas und Gottfrieds, der Kinder des verstorbenen Herzogs von Brabant. Telramund sagt aus, Gottfried sei auf einem Spaziergang mit seiner Schwester im Wald verschwunden. Er klage sie daher des Brudermordes an, obwohl sie ihm eigentlich als Braut versprochen war.

Im heutigen Sprachgebrauch würde man wohl sagen, dass Telramund hier "fake news" verbreitet. Warum hätte die Tochter eines Herzogs ihren Erzieher, der noch dazu nur ein Graf war, heiraten sollen? (Aus dem Text des Librettos geht übrigens nicht unbedingt hervor, dass er Erzieher war, die Kinder wurden Telramund von ihrem sterbenden Vater anvertraut, wie er zumindest behauptet).

9. April 2022
10:51
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Ortrud ist die zweite Wahl und der Gegenpol zu Elsa; das spürt sie auch und reagiert entsprechend.....

9. April 2022
10:06
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Telramund wollte ursprünglich Elsa heiraten, um sich Brabant einzuverleiben. Das ist absolut korrekt und beim besten Willen nicht zu beanstanden.

9. April 2022
9:41
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HansLick2
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25. Januar 2021
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so so, die zwei mit den händen in der kamera sagen also " elsa sollte mit telramund verheiratet werden" eine politische zweckehe. aber der singt doch er hätte sich für ortrud des friesenfürsten spross entschieden?

9. April 2022
9:28
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Vermutlich ist es nicht dieser Beitrag, den Christine gesehen hat... Ich finde die sehr kurzen Aussagen der Regisseure vernünftig:

https://tvthek.orf.at/profile/.....n/15140930

Was auffällt: In einem modernen Setting (Metallgitter, Uniformierte mit Stahlhelmen) kommt Lohnengrin im Kreuzfahrerhemd daher, was in der Tat durchaus parodistisch wirken könnte (in der Kürze der Ausschnitte für mich aber nicht entscheidbar). Die Tonspur stellt klar, dass es sich um eine Art Märchenfigur handelt, also nicht den Versuch, die Rolle des Lohengrin in eine moderne Welt zu übersetzen (z. B. als Geschäftsmann im Anzug). Verbunden mit dem Lob von Thielemann, der bekannt dafür ist, moderne Regien zu verabscheuen, glaube ich kaum, dass hier mit etwas zu rechnen ist, das traditionell denkende Besucher allzu sehr verschrecken wird.

Jedenfalls also ganz sicher eine Inszenierung von einem ganz anderen Kaliber als der Parsifal in einem russischen Strafgefangenenlager.

8. April 2022
10:41
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Christine
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Dalmont, Ihr Beitrag erinnert mich an die lang zurückliegende Zeit als ich Bücher von Karl May gelesen habe. "Howgh, ich habe gesprochen", kam da öfters vor. Sie wissen natürlich alles zu deuten und dann punktum. Wenn Eric Cutler für mich wie ein Steinzeit Mensch aussieht, wirkt es auf mich so. Ich habe keine Unterhaltung von irgendwelchen Italienern gehört sondern Interviewantworten von Regisseuren und deren Handbewegungen fand ich übertrieben lächerlich und Ihre Aussagen "verschwurbelt". Karajan hat auf eine einfache Frage eine einfache Antwort gegeben, das empfand ich wohltuend gegenüber vielen anderen Interviews die man heute hört. Dass Karajan gern in Salzburg dirigiert hat, schließt ja nicht aus, dass er das an anderen Orten auch gern gemacht hat. Er hat dieses Festival gegründet weil es das zu Ostern in Salzburg noch nicht gab. Die Scala musste er nicht neu gründen, die gab es schon. Wenn der Informationswert der Sendung für Sie gleich null war, weil Sie entweder ohnedies schon alles wissen oder weil Sie Gesagtes nicht für die ganze Wahrheit halten, sei Ihnen das unbenommen. Sie müssen aber nicht unbedingt von sich auf andere schließen.

8. April 2022
0:30
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Da es vergangenen Montag Interessanteres als Fernsehen gab (Brahms „Deutsches Requiem“), mich dieser jedoch Thread ratlos zurücklässt, hab ich mir den Beitrag nachangeschaut.

Warum aus diesen sechs „kulturMontag“-Minuten schon wieder fast eine Staatsaffaire destilliert wird, ist mir schleierhaft, außer man will schon vorarbeiten, um am 10. 4. seine Vorurteile bestätigt zu finden und den Untergang der Staatsoper, an die die Aufführung übernommen werden wird, unaufhaltbar heraufdämmern zu sehen.

-Eric Cutler hat auf der Brust ein Jerusalemkreuz mit Kruckenkreuz, dem Emblem der Austrofaschisten (nix Steinzeit, nix Asterix, sondern Zeit der Kreuzzüge und „Gralsritter“).

-Wen Handbewegungen als Sprechbegleitung stören, sollte nie Italien heimsuchen.

-Wer die Entwicklung der Staatsoper Stuttgart kennt, kann die Aussagen von Jossi Wieler einschätzen. Wer Richard Wagners schriftliche Schwurbeleien zu "Lohengrin" gelesen hat, versteht Sergio Morabitos Aussagen.

-Was Karajan sagt, passt – lässt man den Geburtsorthinweis weg – auf jeden Platz, an dem er gearbeitet hat: in Berlin vor seinem Führer, an der Scala, in Bayreuth, bei den Festspielen in Salzburg. Warum er wirklich in Salzburg die Osterfestspiele gegründet hat, geht aus dem Interviewausschnitt nicht hervor, es war schon etwas anders, als der große Selbstinszenierer und Sandindieaugenstreuer meinte.

Summa summarum: Der Informationswert des Beitrags sowohl was die Neuinszenierung des „Lohengrin“ anlangt als auch ganz allgemein die Osterfestspiele war gleich Null. Das hätte die Gestalterin viel viel besser machen können.

Fällt wirklich nur mir auf, dass das nix anderes als ein grottenschlechter Fernsehbeitrag war?

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