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Literatur-Empfehlungen
16. Juli 2020
19:51
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mmnischek
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Wolfram Fleischhauer:

Der gestohlene Abend

 

München und Zürich 2008

https://www.lovelybooks.de/aut.....4869700-w/

In guter literarischer Tradition geht es um Liebe und Tod; neben dem (diskret erzählten) Sex auch um Crime. Der Campusroman changiert zwischen Liebe (Janine, was eine Granate! Matthias, ein Wilhelm Meister?) und Kabale, wie sie bei Unikarrieren typisch ist. Die Hauptrolle spielt aber eine abstruse postmoderne Literaturtheorie vom „Tod des Autors“ und der daraus folgenden totalitären Relativierung aller Unterschiede, also auch dem Ende von Schuld und Verantwortung. Der Autor steht mittels der beiden Sprachrohre Theo und dem Ich-Erzähler Matthias dem strukturalistischen Mantra kritisch gegenüber.
Indem Matthias in einer Lebenswende Konferenzdolmetscher wird, wachsen die autobiografischen Bezüge. Die Intertextualität – auch ein postmoderner Zug – liefert für Shakespeare (Sonette) und Kleist (Familie Schroffenstein und Marionettentheater) bereichernde Anregungen.

http://www.michaelseeger.de/li.....hhauer.htm

 

Fleischhauer folgt mit der Konstruktion seines Romans den tatsächlichen Geschehnissen. Drei Jahre nach de Mans Tod wurde bekannt, dass der Gelehrte, der zum Superstar unter den amerikanischen Intellektuellen aufgestiegen war, in den vierziger Jahren in einer belgischen Zeitung antisemitische Artikel veröffentlicht hatte. Dieser Fund erschütterte nicht allein die Verehrung, die de Man entgegengebracht wurde, er führte auch zu der viel grundsätzlicheren, alten Frage nach der moralischen Verantwortung der Intellektuellen. War die Rede vom Tod des Autors womöglich ein subtiler Versuch de Mans, keine Verantwortung für seine frühe Nähe zum Nationalsozialismus übernehmen zu müssen?

Es gehört zu den Vorzügen von Fleischhauers Roman, dass er diese Fragen stellt und dass er es keiner seiner Figuren leichtmacht, eine schnelle Antwort darauf zu finden.

https://www.faz.net/aktuell/fe.....59907.html

6. Juli 2020
0:12
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mmnischek
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Wolfram Fleischhauer:

Das Buch in dem die Welt verschwand

 

https://de.wikipedia.org/wiki/.....verschwand

Mit einem der rätselhaftesten Symptome der Zeit ist Nicolai Röschlaub, ein junger Arzt aus Fulda, konfrontiert: der Heimwehkrankheit. Diese damals unter Soldaten verbreitete und fast immer tödliche, krebsartige Erkrankung, rafft plötzlich einige hochstehende Menschen dahin und treibt andere in den Selbstmord. Zur gleichen Zeit finden rätselhafte Feueranschläge auf Postkutschen statt. Ihr Ziel sind offenbar Bücher, Raubdrucke, die zur Hanauer Raubdruckmesse unterwegs sind.

Einer Epidemie gleich, scheint sich ein krank machender, unheilvoller Gedanke im Deutschen Reich auszubreiten. An der Zeitenwende vom magisch-religiösen zum naturwissenschaftlichen, aufgeklärten Denken ficht ein junger Arzt den schwierigen Kampf der Vernunft gegen den Glauben und macht dabei eine Erfahrung, die seine Vorstellungskraft sprengt.

"Das Buch, in dem die Welt verschwand", verfasst vom Philosophen Immanuel Kant, ist Fleischhauers Symbol für den daraus erwachsenen Konflikt. Die Auflösung der unzähligen Geheimnisse wird viele Leser verwirren. Ihre Irritation entsteht aus Unwissen. Kann denn eine Idee eine ganze Welt aus den Angeln heben?

https://www.krimi-couch.de/tit.....erschwand/

Man schreibt das Jahr 1780. Revolutionäre Ideen durchziehen das Land. Mystische Zirkel und Geheimbünde bekämpfen sich allerorten. In der fränkischen Grafschaft Alldorf ist es zu merkwürdigen Todesfällen gekommen, und der junge Arzt und Epidemieforscher Nicolai Röschlaub soll bei der Aufklärung helfen. Wenn es ein Gift war, so hinterlässt es keine Spuren. Eine Verschwörung ist denkbar, doch wen hat sie zum Ziel? Begleitet von einer rätselhaften jungen Frau, macht sich Nicolai auf den Weg an die äußersten Grenzen des Reiches - und gleichzeitig ins Innerste seiner Seele. Die Zeit drängt, denn das Geheimnis ist aus dem Stoff, der eine Welt zerstören kann.

https://www.buechertreff.de/fo.....erschwand/

Die zentralen Figuren bilden ein frischgebackener Arzt, der von der Fachwelt ob seiner modernen Auffassungen ausgegrenzt wird und eine misteriöse Schöne, die zufällig ins Geschehen schlittert und sich mehr und mehr zur Schlüsselfigur und treibenden Kraft entwickelt. Er als Arzt verkörpert die anbrechende moderne Welt der Aufklärung, in der Wirkungen auf Ursachen zurückzuführen sind; sie als Ant-?/Agonistin steht für die Welt der Glaubenwahrheiten, als einer Vertreterin eines - rückblickend - dem Untergang geweihten Zeitalters. Im Verhältnis der beiden, die im Verlauf der Geschichte schicksalhaft zu einander finden und dennoch unüberbrückbar weit von einander stehen, liegt eine große Tragik, aber wird auch die Macht der Liebe und der Hoffnung deutlich, die Menschen öffnet für neue unbekannte Welten.

https://literaturschock.de/lit.....verschwand

26. Juni 2020
0:32
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mmnischek
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Patrik Svensson

Das Evangelium der Aale

München 2020

https://www.perlentaucher.de/b.....-aale.html

"Vierhundert Aale hatte er aufgeschnitten und nicht von einem hatte sich beweisen lassen, dass er männlich war. … Was also fand Sigmund Freud in Triest? Vielleicht, wenn schon nicht anderes, eine erste Erkenntnis darüber, wie weit unter der Oberfläche manche Wahrheiten verborgen liegen. Beim Aal, wie auch beim Menschen."

Hatte der Aal damit die moderne Psychoanalyse beeinflusst? Das ist ein weiteres großes Thema in Patrik Svenssons lehrreichem Buch. Nämlich die These, dass die Geheimnisse des Aals auf existentielle Fragen des Menschen verweisen. Erst zwanzig Jahre später etwa gelang es zu entdecken, wonach Freud vergeblich gesucht hatte: Die Geschlechtsorgane des männlichen Aals. Wegen dieser Widerspenstigkeit dagegen, erkannt zu werden, verortet Svensson den Aal im Grenzland zwischen Glauben und Wissen.

https://www.welt.de/kultur/lit.....n-Aal.html

24. Juni 2020
22:05
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mmnischek
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Peter Handke: Immer noch Sturm

Berlin, 2010

https://www.perlentaucher.de/b.....sturm.html

In "Immer noch Sturm" überrascht eine Stelle, in der Peter Handke als junger Mann sein eigenes, keineswegs mehr junges "Ich" umkreist, "(ich) gehe um mich herum, umkurve mich, mustere mich, beschaue mich (...) boxe mich in den Bauch", es ist eine der seltsamsten Passagen in diesem an Sonderbarkeiten überreichen Werk: "Vor mir steht ein junger Mann, der bis dahin wohl hinter meiner Mutter verborgen gewesen war. Ich: ,Wer ist denn der da? Was will denn der hier?’ – Meine Mutter: ,Du bist es. Du selber. Ist es denn nicht im Älterwerden dein Wunsch, dein großer, dir von früher gegenüberzustehen?’"

https://www.welt.de/kultur/lit.....tueck.html

Gegen Ende zeigt sich Peter Handke, der scheinbar allmächtige Spielleiter dieses Traumspiels, selbst die Grenzen auf. „Du kannst nicht alles bestimmen, Herr Sohn“, lässt er die Mutter sagen, als er unerwartet und unwillig sich selbst als jungem Mann gegenübersteht. Dann beginnt ein Kampf, an dessen Ende der alte Handke vom jungen Handke, dem „knieweichen Brillenträger“ und „Pickelgesicht“, am Schopf gepackt und herumgewirbelt wird. Was das soll? Getreu nach Nestroy, in dessen Fußstapfen man den Dichter bislang nicht vermuten durfte, wollte Peter Handke doch einmal sehen, wer stärker ist, „ich oder ich“.

https://www.faz.net/aktuell/fe.....ageIndex_2

22. Juni 2020
23:18
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mmnischek
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Rolf Henrich: Der vormundschaftliche Staat

Reinbek bei Hamburg, 1989

Bei eurobuch.com

„Der vormundschaftliche Staat bestimmt hier bis in die Lehrinhalte hinein das, was gesagt wird und das, was gedacht werden soll.“

„Die wehleidige Selbsteinschätzung, wir allesamt seien „Opfer der politischen Macht“, übersieht geflissentlich, dass derjenige, der diesen Schluss für sich gezogen hat, selbst meist durch Unterlassen zur Erhaltung eines Systems der Verselbstständigung beihilft.“

https://www.deutschlandfunk.de....._id=294375

Er reibt sich daran, wie sehr viele Deutsche nach der vermeintlich absoluten Sicherheit streben. Henrich empfindet diese Einstellung für reaktionär und autoritär: „Wo der Staat zum Himmelreich gemacht wird, ist die Hölle auf Erden nicht weit entfernt.“ Er wünscht sich heute mehr Rebellentun, sehnt sich nach Bürgern, die das Leben als Abenteuer verstehen, nach einem weiten Horizont streben. Er mag Menschen, die ihren Alltag gestalten – und die keine Angst haben.

https://www.welt.de/print/wams.....Angst.html

21. Juni 2020
2:24
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mmnischek
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Ilija Trojanow, Juli Zeh:

Angriff auf die Freiheit

Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte (München 2009)

KLAPPENTEXT

Niemals würden Sie es anderen Menschen erlauben, in Ihren privaten Sachen zu schnüffeln, Sie zu bespitzeln oder zu belauschen. Was aber, wenn diese anderen Menschen den Staat oder die Wirtschaft repräsentieren? Ist Ihnen die totale Überwachung dann egal? Die Warnungen vor Terror und Kriminalität und die Annehmlichkeiten von Plastikkarten und Freundschaften im Internet lenken von einer Gefahr ab, die uns allen droht: dem transparenten Menschen. Bevor es so weit kommt, schlagen Juli Zeh und Ilija Trojanow mit einer engagierten Kampfschrift Alarm. Ihr Buch wird viele Menschen aufrütteln, die sich zu lange in falscher Sicherheit wiegten - denn unsere Bürgerrechte stehen auf dem Spiel.
 

https://www.perlentaucher.de/b.....iheit.html

Wie aber lässt sich 2009 der Überwachungsstaat verhindern?
Julie Zeh: „Da muss, glaube ich, im Kopf erst einmal ein Schalter umgelegt werden. Man muss verstehen, es gibt nicht den bösen Terroristen, für den diese Sicherheitsgesetze gelten, und dann gibt es noch die große Menge an guten Bürgern, für die diese Gesetze nicht sind, sondern diese Gesetze sind für uns alle und die meinen auch uns alle, und deswegen muss sich jeder fragen, ob er das möchte und ob er sich angesprochen fühlt. Das ist ein erster wichtiger Schritt, weil man nur vor diesem Hintergrund sich fragen kann, wie wehren wir uns konkret?

https://www.perlentaucher.de/b.....iheit.html

... und nun??? - 11 Jahre nach 2009???

arte-Dokumentation auch aus dem Jahre 2009:

19. Juni 2020
12:20
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@mmnischek

Ich tue mich mit einer Schuldzuweisung in Bezug auf gesellschaftliche Einschränkungen in Hinblick auf "links" oder "rechts" schwer.

Wir dürfen hier keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben. Aber die Sprech- und Denkverbote der Political Correcntess wurden von linken Meinungsmachern entwickelt, wie sie sich in den Medien oder den geisteswissenschaftlichen Instituten befinden. Diese Regeln sollen all jene schützen, die die Linken zu ihren Schützlingen erklärt haben: Migranten, Schwarze, Frauen, Homosexuelle usw. So weit ich weiß, wurde noch nie eine Sprachregelung getroffen, damit keine Inländer, Weiße, Männer oder Heterosexuellen beschimpft werden können. Man könnte es auch anders formulieren: Die politisch korrekten Sprech- und Denkregeln zielen auch darauf ab, die linke Politik abzusichern oder die Kritik an ihren Gesellschaftsprojekten unmöglich zu machen. Wer den öffentlichen Diskurs verzerrt, der kann die Meinungsbildung manipulieren - und darum geht's letztlich. Wenn wir über Ausländerkriminalität nicht sprechen dürfen, weil man sonst schnell als Rassist verdächtigt wird, dürfen wir über Probleme nicht sprechen, die wir uns in dem Fall durch das linke Multikulti-Projekt eingekauft haben. Andere Beispiele ließen sich in beliebiger Menge finden.

Deshalb fände ich es gerade so wichtig, daß im Kultur-Bereich es mehr Menschen, wie Günther Groissböck und Julie Zeh gäbe, die auch in schwierigen Zeiten ihre Stimme nicht verlieren, sondern für ihre Überzeugung auch eintreten, wenn sie wirklich nicht populär ist. - Auch den Herausgeber dieses Internet-Auftrittes (ac) und ebenso Ferdinand Wegscheider von Servus TV erscheinen mir, sich ganz selbständige Positionen errungen zu haben, die nicht von der gerade herrschenden Meinungsmache abhängig sind.

Diese Menschen haben Wichtiges geleistet in den letzten Wochen. Dass man sie angefeindet hat, war von vorneherein klar. Auch in diesem Forum wurde Groissböck wiederholt hingestellt, als wäre er ein Verbrecher.

19. Juni 2020
12:10
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von wegen "Neger"   es besteht schon ein unterschied, ob man einen homo niger als neger bezeichnet, so wie hier im forum bei einer kritik ueber Salome in Salzburg die frage auftauchte, warum denn der 2 oder 3. jude mit einem neger besetzt war, oder ob man jemanden als dummen oder sch..ss neger bezeichnet, und das wort abwertend verwendet. ich habe in Portugal viel mit -pardon- "negern" zu tun, die bezeichnen sich selbst sowohl als negros, sowie als pretos(schwarze) und haben mit "negros" kein problem...sollte es sein, dass es in Portugal weniger gutmenschen gibt?

19. Juni 2020
12:07
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mmnischek
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Ich tue mich mit einer Schuldzuweisung in Bezug auf gesellschaftliche Einschränkungen in Hinblick auf "links" oder "rechts" schwer. - Tatsächlich ist es ja so, daß viele Einflüsse in letzter Zeit vom "linken" Spektrum gekommen sind, aber ich habe nicht vergessen, daß in Deutschland als die Regierung noch Corona-beschwichtigend aktiv war, gerade die AfD sich stark gemacht hat, sofort Einschränkungen umzusetzen, um sich als Opposition zu profilieren. - Von daher habe ich da gar kein Vertrauen! - Es hat aus meiner Sicht damit zu tun, ob man einen wirklich authentisch-selbständigen Standpunkt sich im Leben erringt, oder ob man als Politiker sich immer nach dem herrschenden Common-Sense richtet. - Jedenfalls kann ich eine Politikerin wie Sarah Wagenknecht aufgrund ihrer Authentizität ebenso respektieren, wie ich auch Frauke Petri aus demselben Grund respektieren kann. - Beeindruckt hat mich auch Henning Voscherau von der SPD, als sich zeigte, wie er für seine Überzeugung eintretend dann aus der Politik ausschied. - Aber Politiker mit solcher Authentizität sind rar gesät. - Deshalb fände ich es gerade so wichtig, daß im Kultur-Bereich es mehr Menschen, wie Günther Groissböck und Julie Zeh gäbe, die auch in schwierigen Zeiten ihre Stimme nicht verlieren, sondern für ihre Überzeugung auch eintreten, wenn sie wirklich nicht populär ist. - Auch den Herausgeber dieses Internet-Auftrittes (ac) und ebenso Ferdinand Wegscheider von Servus TV erscheinen mir, sich ganz selbständige Positionen errungen zu haben, die nicht von der gerade herrschenden Meinungsmache abhängig sind.

19. Juni 2020
11:45
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@Christine

Es dürfen viele Wörter nicht mehr verwendet werden, die früher ganz normal waren.

Das habe ich schon mehrfach auch in diesem Forum kritisiert. Die Manipulation der Sprache hat den Zweck, uns Bürger zu erziehen. Worüber man nicht sprechen kann, darüber kann man nämlich auch nicht denken. Die politisch korrekten Tugendwächtiger - allesamt Linke - wollen uns nach ihren Vorgaben umformen. Dabei schrecken sie nicht einmal davor zurück, in literarische Werke einzugreifen.

Ich weiß nicht, ob man geklagt werden könnte wenn man jemand als Zigeuner oder Neger bezeichnet.

So weit ich weiß, könnte man geklagt werden. Und dabei haben unsere Vorfahren über Jahrhunderte sich das Recht auf freies Sprechen blutig erkämpft. Wir geben es leichtfertig wieder auf in der Annahme, damit etwas Gutes zu tun. In Wahrheit laufen damit wir damit nur sehenden Auges in eine Orwellsche Meinungsdiktatur.

Aber die Met bleibt bis Jahresende geschlossen obwohl sie nicht die staatliche Unterstützung wie europäische Opernhäuser hat. Warum das? In der Kirche darf man übrigens schon enger nebeneinander sitzen und sogar dabei singen! In der Oper wird ja nur auf der Bühne gesungen.

Weil all diese Maßnahmen keine wissenschaftliche Faktenbasis haben. Politiker beschließen nach Gutdünken und aus dem Bauch heraus Dinge, von denen sie annehmen, dass sie ihnen nützen - allen Kollateralschäden zum Trotz. Mit seriöser Wissenschaft hat das selbstverständlich alles nichts zu tun.

19. Juni 2020
11:32
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Dass wir einer Zeit entgegen gehen, in der vieles wieder eingeschränkt wird, ist aber nicht erst seit den Verordnungen im Zusammenhang mit Corona zu bemerken. Es dürfen viele Wörter nicht mehr verwendet werden, die früher ganz normal waren. Ich weiß nicht, ob man geklagt werden könnte wenn man jemand als Zigeuner oder Neger bezeichnet. Wie weit der Staat bei Fragen der Gesundheit eingreifen soll bzw. darf, ist aber ein anderes Kapitel. Auch wenn ich mich wiederhole, Theater, Opernhäuser, Konzerthallen wurden in allen Ländern geschlossen, auch in jenen, die nicht so rigoros vorgingen wie Österreich, Deutschland, Italien etc. Warum so rasch alles für den Sommer bei Freiluftaufführungen abgesagt wurde, verstehe ich nicht. Warum derzeit so wenig Leute in die Oper dürfen, auch nicht. Ohne finanzielle Unterstützung des Staates könnten in Österreich die Kunstszene schwer überleben. Aber die Met bleibt bis Jahresende geschlossen obwohl sie nicht die staatliche Unterstützung wie europäische Opernhäuser hat. Warum das? In der Kirche darf man übrigens schon enger nebeneinander sitzen und sogar dabei singen! In der Oper wird ja nur auf der Bühne gesungen.

19. Juni 2020
11:12
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Klingt alles nicht wirklich gut, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung adieu, Willkommenskultur für Bevormundung und Einschränkungen. Schafsnaturen haben dem nichts entgegenzusetzen.

19. Juni 2020
10:54
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Leider habe ich den Eindruck, daß diese Kultur-Aufgabe - außer in wenigen Ausnahmen - gar nicht ergriffen wird, sondern Kultur etwas ist, was abseits dessen steht und nur über sich ergehen läßt, was Staat und angebliche Wissenschaft verhängen!

Bei der Corona-Pandemie war das sicher der Fall. Die Künstler haben sich erst dann mit den negativen Konsequenzen der Regierungsmaßnahmen beschäftigt, als sie selbst in finanzieller Hinsicht darunter zu leiden begannen. Viele haben sich also als Künstler geoutet, denen die Menschen- und Bürgerrechte nur dann ein Anliegen sind, wenn sie sich mit diesem Anliegen auch schmücken können. Sobald man Sie in Angst und Schrecken versetzt hat, waren sie genau so wie viele Nicht-Künstler bereit, all das über Bord zu werfen, was sie sonst für angeblich so wichtig erachten.

Aber wie könnte es anders sein in einem Land, in dem der Großteil der Kulturförderung vom Staat gewährt wird? Da sagt man als Künstler halt brav das, was der staatliche Geldgeber hören will und wird erst dann kritisch, wenn das Geldbörserl sich langsam leert.

Ausnahme von der braven Staatskunst, wie man sie sonst nur von sozialistischen Ländern kennt, gibt es nur dann, wenn die FPÖ in der Regierung ist. Dann gefällt man sich in der Rolle des Antifaschisten. Aber diese Rolle nimmt man NICHT ein, wenn plötzlich wie einst im Dritten Reich die Polizei nachschnüffelt, wen ich in meiner Wohnung als Besuch empfangen habe oder ob ich jemanden geküsst habe, der nicht im gleichen Haushalt wohnt.

19. Juni 2020
10:47
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mmnischek
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Ja, eben! - ... und es ist ihre (Juli Zeh's) Überzeugung, daß es die Aufgabe der Kultur - der Literatur und der Bühne - sei, daß wir uns als Menschen selbständig mit der Problematik auseinandersetzen können, in welche individuellen Belange der Staat ein Recht hat einzugreifen und in welche nicht. - Leider habe ich den Eindruck, daß diese Kultur-Aufgabe - außer in wenigen Ausnahmen - gar nicht ergriffen wird, sondern Kultur etwas ist, was abseits dessen steht und nur über sich ergehen läßt, was Staat und angebliche Wissenschaft verhängen! - Es scheint eine dogmatisch festgelegte Sache zu sein, daß der Staat über die gesundheitlichen Belange der individuellen Menschen bestimmen dürfe und es scheint auch, daß es fast schon bei Strafandrohung verboten sei, diesen Eingriff überhaupt in Frage zu stellen! - Das aber ist wahrhaftig besorgniserregend! - Gerade die Kulturschaffenden haben die Aufgabe, ihre Stimme zu erheben, wenn über die Selbstbestimmung der individuellen Menschen entschieden wird und diese Selbstbestimmung untergraben zu werden droht

Ich glaube, daß gegenwärtig nicht nur auf dem Spiel steht, was gesundheitlich in der einen oder anderen Weise mit uns vorgeht, sondern vor allem auf dem Spiel steht, ob Kultur eine wirkliche Aufgabe in unserer Gesellschaft hat, außer derjenigen uns zu unterhalten und vom Weltgeschehen abzulenken!

Und dieses Auf-Dem-Spiel-Stehen zeigt sich auch existentiell in diesem Forum!

19. Juni 2020
9:40
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@mmnischek

Juli Zeh scheint in ihrem Roman die gefährlichen Entwicklungen vorausgesehen haben, die vorprogrammiert sind, wenn Politiker entdecken, dass sie mit dem Vorwand, unsere Gesundheit schützen zu wollen, die über Jahrhunderte erkämpften Rechte und Freiheiten der Menschen beschneiden können. Der Irrsinn, der sich politisch um die Corona-Pandemie entwickelt hat, ist ein kleiner Vorgeschmack gewesen auf das, was noch auf uns zukommen wird, wenn uns plötzlich der Staat vorschreibt, was wir zu tun und zu lassen haben, um gesund zu bleiben. Irgendwann wird selbstverschuldete Krankheit dann wohl einen strafbaren Tatbestand darstellen. Es wird das Ende der aufgeklärten und liberalen Gesellschaft sein, die wir angeblich alle so schätzen.

19. Juni 2020
2:34
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mmnischek
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Juli Zeh

Fragen zu «Corpus Delicti»

Taschenbuch, 240 S., btb Verlag, 2020

Brisante, vertiefende Ergänzung zum Roman
Ich entziehe einem Staat das Vertrauen, der besser weiß, was gut für mich ist, als ich selbst.“ (Zitat aus dem Originalroman, Seite 187)

Thema und Inhalt

Moritz Holl, unschuldig für einen Mord verurteilt, begeht Selbstmord. Seine Schwester Mia Holl, zuvor angepasst mit einem tadellosen Lebenswandel, wird dadurch völlig aus der Bahn geworfen. Sie beginnt aufzubegehren und Fragen zu stellen in diesem Staat, in dem Gesundheit das oberste Gebot ist und der durch Regeln, die „METHODE“, gelenkt wird.

Darum geht es, sehr kurz gefasst, im 2010 erschienen dystopischen Roman „Corpus Delicti“ von Juli Zeh, der ursprünglich als Theaterstück geschrieben und auch an etwa 20 Theatern inszeniert wurde.

Da der Roman seit Jahren auch auf dem Lehrplan im Deutschunterricht steht, ist gerade dieser Text für die Autorin immer präsent geblieben. Zehn Jahre und viele Fragen später, ist nun dieses Begleitbuch erschienen, das jedoch keine Interpretation des Romans ist. Juli Zeh beschäftigt sich vielmehr mit den unterschiedlichen Fragen, die sich in den Jahren besonders bei den jungen Leser*innen ergeben haben und bietet Antworten an. Se greift die Themen auf und ergänzt diese durch viele neue Gedanken, die sich auch mit dem aktuellen Gesellschaftsbild auseinandersetzen und mögliche Wege in eine positive Zukunft aufzeigen.

Die Autorin hält es für sehr wichtig, dass sich immer mehr zeitgenössische Romane mit den aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen. Eine der Fragen, die wir uns stellen sollten, ist es, wie wir in Zukunft als Einzelperson und als Gesellschaft miteinander umgehen wollen. Eine zentrale Rolle spielt das Gesundheitsthema und damit verbunden eine politisch verordnete Prävention, welche die demokratischen Grundrechte und Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen einschränkt.

Umsetzung

Juli Zeh wählt die Form eines fiktiven Interviews mit Fragen und Antworten. Das Buch ist in vierzehn übergeordnete Kapitel gegliedert und reicht von der Entstehungsgeschichte des Romans über die Protagonisten, Einflüsse, Literaturgattungen, bis zu ihrem eigenen schriftstellerischen Werdegang. Ein eigenes Kapitel (VIII) beschäftigt sich mit dem Genre politische Literatur. Im letzten Kapitel (XIV) spricht Juli Zeh „Statt eines Nachworts“ über die besondere Bedeutung, die der Roman „Corpus Delicti“ für sie hat.

https://www.lovelybooks.de/aut.....0271857-w/

https://www.swp.de/unterhaltun.....99429.html

16. Juni 2020
3:12
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mmnischek
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José Manuel Rodríguez Delgado

Physical control of the mind: towards a psychocivilized society

https://iatranshumanisme.com/w.....ociety.pdf

https://www.goodreads.com/book.....f-the-mind

Er war bekannt für Experimente mit elektrischen Stimulationen des Gehirns (ähnlich wie Wilder Penfield und Walter Rudolf Hess zuvor, die ihn beeinflussten) und ein Pionier der elektronischen Hirnimplantate.

In einem umstrittenen Buch Physical Control of the Mindsprach er sich dafür aus, statt die Umwelt an den Menschen anzupassen damit anzufangen den Menschen zu zivilisieren, wobei er das vor allem als Maßnahme zum Wohl der jeweiligen Person sah, die so zum Beispiel selbst Aggressionen kontrollieren konnte. Andere sahen darin eine angsteinflößende Orwellsche Zukunftsvision. ... Dafür wurde er von Psychologen wie Carl Rogers heftig kritisiert, der in einer solchen Vision eine Gefahr ähnlich der Atombombe sah.

https://de.wikipedia.org/wiki/.....ez_Delgado

https://cognitive-liberty.onli.....ious-bull/

15. Juni 2020
1:08
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mmnischek
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Friedrich Schiller
Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen

http://www.zeno.org/Literatur/.....on+Briefen

Schiller setzt sich in seiner Vorstellung über die „ästhetische Erziehung“ zwar nicht wörtlich, aber doch deutlich mit den Geschehnissen der Französischen Revolution auseinander. Er versucht, die gesellschaftliche Gegenwart zu erklären und wie und warum sie sich auf diese Weise entwickelt hat. Er findet den Ausweg aus der Barbarei der Aristokratie wie auch der Bourgeoisie, indem der Charakter des Menschen durch das Schöne veredelt wird und der Mensch damit zu persönlicher Freiheit gelangen kann und schließlich, wenn es genügend dieser freien Menschen gibt, auch dem sozialen und politischen Gefüge zur Freiheit verholfen werden kann.

Dem „ästhetischen“ Menschen wird es quasi automatisch zum Bedürfnis, moralisch zu handeln, so Schiller im 23. Brief. Ästhetische Erziehung hat zum Ziel, den jungen Menschen die eigene ästhetische Sinnestätigkeit sowie ihr ästhetisch-kulturelles Milieu bewusst zu machen als Voraussetzung für den empfindenden, verstehenden und urteilenden Erwachsenen in Natur und Gesellschaft.

https://de.wikipedia.org/wiki/.....s_Menschen

Wie man die zunächst erkämpfte und vermeintlich erlangte Freiheit und Selbstbestimmung wiedererlangen und letztlich auf Dauer sichern könne, darüber war man sich nicht einig. Heute käme angesichts einer politischen Krise wohl kaum jemand auf die Idee, eine Lösung gerade von der Kunst zu erhoffen. Doch genau dies tat Friedrich Schiller. Und lieferte eine Erklärung dafür in seinen 27 Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen", die er schubweise in der von ihm herausgegebenen Literaturzeitschrift "Die Horen" veröffentlichte.

https://www.br.de/radio/bayern.....fe100.html

Aber die Kunst! Sie hat in diesem ungerecht sortierten Mannschaftsspiel die alles entscheidende Rolle. Für dieses Donnerwort sind wir ihm dankbar. Nur die Kunst, glaubt Schiller, bringt es fertig, dass der Himmel über mir und das flüchtige Leben in mir sich berühren. Von ihr allein hängt es ab, ob unser Leben gelingt oder scheitert. Dieser Gedanke ist stärker als alle Einwände. Die Kunst als Lebensermöglicherin, als Luft zum Atmen, als unabhängige Größe, von der alles andere abhängt. Ohne die Kunst wären wir verloren.

https://www.zeit.de/2005/02/L-.....ettansicht

14. Juni 2020
1:10
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mmnischek
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Georg Wilhelm Friedrich Hegel:

Die Phänomenologie des Geistes

http://www.zeno.org/Philosophi.....es+Geistes
Der Mensch offenbart in seinem Denken nicht nur die Logik des Seins, sondern auch sein Ichsein.
Das elementarste Bewusstsein der Daseinserkenntnis ist die „sinnliche Gewissheit“. Durch die „Begierde“ erscheinen dem Subjekt die Dinge als äußere von ihm abgespaltene Wirklichkeit. Als aktiv tätiges Selbst negiert der Mensch durch sein Handeln das Dasein, und mit der Verwandlung des Daseins verändert er sich selbst. Mit diesem Nichts, der Negation in sich, ist er ein Werdender in Zeit und Geschichte.
https://de.wikipedia.org/wiki/.....es_Geistes

Dieser Denker der Moderne ist hilfreich. Auch er lebte am Ende einer Epoche. Wie wir.
https://www.zeit.de/2020/08/ph.....ettansicht

In der Phänomenologie gewinnt der Tod eine zentralere Stellung im Verhältnis von Herr und Knecht, in dem zwei beseelte, lebendige und bewusste Gestalten ihrer Ähnlichkeit innewerden. Diese Anerkennung des eigenen Selbst als eines anderen oder des anderen als des Eigenen wird zum Ausgangspunkt dessen, was man Selbstbewusstsein nennt. Das heißt nichts anderes, als dass Selbsterkenntnis, verstanden als ein Zustand, in dem man sich selbst zum Gegenstand des Wissens macht (und wir sollten im Sinne Hegels hinzufügen: zu einem lebendigen Gegenstand des Wissens), gesellschaftlich ist. Selbstbewusstsein ist niemals vollkommen einsam; es ist abhängig von einer anderen Verleiblichung des Bewusstseins, was bedeutet, dass ich nur als soziales Wesen beginnen kann, über mich selbst nachzudenken. Es ist die Begegnung, die Selbstbewusstsein artikuliert, weshalb das Selbstbewusstsein per definitionem gesellschaftlich ist.

13. Juni 2020
1:44
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mmnischek
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Jewgeni Samjatin: "Wir"

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