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Levit kanns einfach | OnlineMerker | Forum

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Levit kanns einfach
22. Oktober 2020
22:41
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michael koling
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Forumsbeiträge: 85
Mitglied seit:
17. Juni 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Nach langer und intensiver Nachdenkzeit nehme ich jetzt den mir zu diesem Thema selbst verordneten Maulkorb ab (und hoffe, möglichst unpolitisch zu bleiben).
Als die Familie Levit 1995 nach Deutschland emigriert ist, war Igor Levit acht (!) Jahre jung. Den Antisemitismus in Russland hat er in diesem Alter vermutlich nur unterbewusst mitbekommen, er hat ihn aber ebenso vermutlich dennoch geprägt (so, wie mich die Erzählungen meiner Mutter, die mit einem der Kindertransporte nach England emigrieren konnte, in meiner heutigen Einstellung zu Flüchtlingen geprägt haben). Antisemitismus hat Igor Levit zweifellos in späteren Jahren aktiv und bewusst in Deutschland erlebt. Vielleicht auch von Islamisten, ganz sicher aber von Deutschen (verbunden mit Morddrohungen). Dass ihm zumindest zeitweise Polizeischutz gewährt worden ist, kommt ja nicht von nichts.
Man kann, soll, und darf über die Interpretationen von Igor Levit auch engagiert diskutieren. Man kann, soll und darf über (politische) Aussagen von Igor Levit auch engagiert diskutieren. Aber jeder Musikkritiker muss Politik oder auch Häufigkeit von Medienauftritten von der Interpretation eines Musikstückes trennen können. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Und leider ist der Aufsatz in der Süddeutschen Zeitung eine unglückliche (vorsichtig formuliert) Mischung aus diskussionswürdiger und wenige Zeilen umfassende musikbezogene Kritik und Angriffen auf den Menschen Igor Levit. Und nicht nur (politisch) sensible Menschen empfinden die eine oder andere Formulierung im Beitrag von Herrn Mauró als antisemitisch konnotiert (Stichwort: Opferanspruchsideologie) oder als Versuch, Igor Levit lächerlich zu machen (sein Auftreten gegen rechtes Gedankengut ein - Zitat - "lustiges Hobby").
Mir ist Igor Levit erstmals beim Beethovenfest in Bonn 2017 aufgefallen. Damals hat er Simon Bode bei einer "Schönen Müllerin" begleitet. Den Sänger habe ich längst wieder vergessen, der Pianist ist mir in Erinnerung geblieben. Seither habe ich ihn mehrmals gehört, bei der Schubertiade in Schwarzenberg vor allem. Nicht jede CD von ihm gefällt mir - seine aktuelle Einspielung der 32 Beethoven Sonaten würde ich auf eine Stufe mit der legendären Aufnahme von Friedrich Gulda stellen, mit seiner Aufnahme der Goldberg Variationen kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Aber was auch immer ich von ihm gehört habe, auf CD oder im Konzertsaal, nichts hat mich kalt gelassen.

22. Oktober 2020
16:27
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1170
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28. Februar 2018
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Ich kann mir nicht vorstellen,dass das für Levits (und Petrenkos) ein Grund ist, Russland zu verlassen und nach Deutschland (bzw. Ö) zu ziehen. Da kanns dann gleich Paris, London oder NY sein.

Sie hatten es einfach nicht gut in Russland......

22. Oktober 2020
15:02
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Chenier
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Forumsbeiträge: 861
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Nein, das möchte ich auch nicht, da haben Sie mich missverstanden.
Aber Deutschland liegt näher bei Berlin, Wien, Paris, Mailand, London etc. und sogar NY ist schneller erreichbar.

22. Oktober 2020
13:32
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1170
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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Ich würde es nicht wagen, Russland "Kultur" abzusprechen.
Gerade Musik wird sehr intensiv und auf hohem Niveau gepflegt und das Publikum ist überdurchschnittlch gebildet.

Die persönlichen Lebensumstände sind das, was für viele schwierig ist.

22. Oktober 2020
12:37
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Chenier
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Forumsbeiträge: 861
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Eben, nicht nur räumlich, sondern auch symbolisch und damit semantisch näher.

21. Oktober 2020
14:57
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1170
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Petrenkos haben Russland auch verlassen und in Österreich eine neue Heimat gefunden.
Leider ist niemand irgandwo sicher vor Ablehnung und Schlimmerem.......

Um "näher bei Kulturmetropolen" zu sein, braucht keiner Russland verlassen, das beweisen die zahlreichen den Weltmarkt bespielenden Sänger und Instrumentalisten, nicht zuletzt der große Zampano Gergiev. Die Reiseformalitäten sind einfacher, wenn man einen deutschen oder österreichischen Pass hat.

21. Oktober 2020
13:55
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Chenier
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Forumsbeiträge: 861
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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Lohengrin2 sagt
Bezug zum "Herkunftsand" ist kein Argument, warum hat seine Familie dieses Land wohl verlassen? Dass ihm hier -wegen seiner Abstammung - Hass entgegenschlägt, muss als Problem benannt werden dürfen. Ich bin sicher, er -und viele andere Betroffene- würden das in anderen Ländern genauso äußern.
Leider hat sich die Haltung in weiten Kreisen der Bevölkerung nachteilig entwickelt.......... Hoffentlich kommt es nie so weit, wie es in Frankreich bereits ist!  

Sie meinen wohl dort, Lohengrin2, und nicht hier, oder? Deshalb hat die Familie vermutlich das Land verlassen. Und vielleicht auch, um näher bei Europäischen Kulturmetropolen zu sein.

20. Oktober 2020
19:42
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dalmont
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Forumsbeiträge: 243
Mitglied seit:
28. Januar 2019
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Die Auslassungen Maurós sind äußerst entlarvend, und die Kommentare in deutschen und österreichischen Qualitätsblättern ließen sich ja dank der Startseiten-Verlinkungen gut nachvollziehen.

Der sich auf die Musik beziehende Teil dieses Pamphlets, das sollte nicht unter den Tisch fallen, zeigt das ganze Elend der Musikkritik. Man muss jede einzelne Beckmesserei auf ihren Sinn abklopfen: „Trifonovs technisches Raffinement, sein perfektes Legato (über das Levit leider gar nicht verfügt), sein Formbewusstsein, sein hochriskant emotionales Spiel, sein Sinn fürs Ganze, für Spannungsaufbau, für schiere musikalische Intensität heben ihn derzeit über andere weit hinaus. So auch über Levit, der sich gern aufs spielerisch Unverbindliche verlegt, dann wieder auf ein theatralisch vorgetragenes Pathos, das einen eigenen Resonanzraum bildet.“ Das passt alles auf jeden, und auf keinen, man kann alle möglichen Namen einsetzen. Nichtssagendes allgemeines Kritiker-Blabla, das leider ununterbrochen irgendwo zu lesen ist.

Der Beitrag 218 aus Armin Thurnhers „Seuchenkolumne. Nachrichten aus der vervirten Welt“ unter dem Titel : „Die ganz gewöhnliche Bösartigkeit des Rezensenten. Noch etwas zu Igor Levit“ passt gut zum Thema.
Thurnher hält Levit und Trifonov für „großartige Pianisten, genialisch könnte man sie nennen“, die gegeneinander auszuspielen eines Kritikers unwürdig sei. „Mauró hat sich mit seinem Bubenstückchen selbst disqualifiziert. Sein Motiv war klar: er litt darunter, dass Levit sich die Corona-Krise zunutze machte, aus dem klassischen Konzertbetrieb auszubrechen und auf Twitter äußerst erfolgreiche ‚Hauskonzerte‘ zu geben“. Es lohnt, das alles nachzulesen.

Und noch ein Zitat: „Zweite Sünde Levits: Er engagiert sich politisch, gegen Rassismus, Antisemitismus, Fremdenhass. Und er hat sich von Twitter infizieren lassen. All das empfindet Mauró offenbar als Grenzüberschreitungen des klassischen Musiksystems und fühlt sich befugt, auf seine Art zur Ordnung zu rufen, ja Rache zu nehmen und dem Juden Levit „Opferanspruchsideologie“ vorzuwerfen. Das geht natürlich gar nicht.“ Begründungen in der Kolumne.

Der „Falter“-Herausgeber versteht bekanntlich was vom Klavierspiel, man frage Alfred Brendel. Den Link dazu wage ich nicht anzuführen, aus bekannten Gründen. Die Kolumne ist jedoch leicht aufzufinden, sie ist auch kostenfrei zu lesen.

Warum soll man eigentlich über das Land, in dem man lebt, nicht schimpfen dürfen? Wenn Probleme aufzuzeigen sind? Merkel-Deutschland ist über stumpfsinnige Nationalismen erhaben. Warum werden da immer so armselige Argumente (Roter Platz-Politdemonstration) angeführt?

PS zum Tageskommentar: Erhält nicht der Salzburger Privat-TV-Sender eine schöne siebenstellige Fördersumme und wurde nicht „Addendum“ - Chefredakteur Michael Fleischhacker (Talkmaster im Sender) mit samt seinem Redaktionsteam vom Eigentümer in die Wüste geschickt? Vielleicht weil die Fakten-Recherchen dem „Wut-Milliardär“ (© „Süddeutsche“) gegen den Strich gingen? Dass der Intendant zudem dem Eigentümer direkt untersteht, sollte alle Alarmglocken schrillen lassen. Was war dagegen doch Christian Konrad für ein großartiger Eigentümervertreter. Er hat die „Profil“-Journalisten arbeiten lasse, und als Katholik die Groer-Verfehlungen öffentlich werden lassen.

20. Oktober 2020
17:06
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Bezug zum "Herkunftsand" ist kein Argument, warum hat seine Familie dieses Land wohl verlassen? Dass ihm hier -wegen seiner Abstammung - Hass entgegenschlägt, muss als Problem benannt werden dürfen. Ich bin sicher, er -und viele andere Betroffene- würden das in anderen Ländern genauso äußern.
Leider hat sich die Haltung in weiten Kreisen der Bevölkerung nachteilig entwickelt.......... Hoffentlich kommt es nie so weit, wie es in Frankreich bereits ist!

20. Oktober 2020
16:19
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Chenier
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Forumsbeiträge: 861
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28. Februar 2018
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Da haben Sie recht, aber seine Beschimpfungen des Landes, in dem er lebt, sind völlig unnötig.
Verdi hat sich übrigens dem Risorgimento, dem ital. Freiheitskampf, angeschlossen, da ging es um die Unabhängigkeit einer Nation und nicht um hemmungslose Einwanderung. Damals war übrigens Österreich sein Hauptfeindbild.
Unqualifizierte Äußerungen kann sich Levit ersparen, er soll es einmal am Roten Platz mit Kritik an Putin versuchen, dann wird er sehen, was in seinem Herkunftsland gegen Bürger alles möglich ist. Navalny lässt grüßen.

Aber wir bewegen uns jetzt schon wieder außerhalb der Kernkompetenz dieses Forums, back to the roots.

20. Oktober 2020
14:47
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Das Modepuppen-Gehabe einer bekannten Sopranistin ist ebenfalls entbehrlich, genauso wie ihre poitischen Statements....
Aber warum soll ein Künstler nicht auch ein aktiv politischer Mensch sein? Verdi zum Beispiel war es in hohem Maße.

20. Oktober 2020
14:09
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Chenier
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Forumsbeiträge: 861
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ihre Aussage zu seinem Klavierspiel kann ich nur bestätigen, Lohengrin2, u. a. auch live in Salzburg, und sein Umgang mit Beethoven ist phänomenal.
Seine politischen Statements und Äußerungen abseits der Kultur sind allerdings in dieser Form und in dieser Intensität mehr als entbehrlich.

20. Oktober 2020
12:10
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Als ich vor ein paar Jahren bei Tochter und Schwiegersohn zu Besuch war, lief eine Bach-Klavier-CD (Goldberg Variationen). Mir stockte der Atem. Wer spielt da? Levit wars. Da gab es nichts an -sehr berechtigten- politischen Statements und blödes Gequatsche von frustrierten Schreiberlingen. Einfach atemberaubendes Klavierspiel.
Live in Salzburg: bestätigt!
Also, was will dieser SZ- Typ, der schon so viel Unsinn verzapft hat (da hat Brug ausnahmsweise mal recht!)? Er hat ein Profilierungsproblem!

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