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Le nozze di Figaro an der Wiener Staatsoper
10. Mai 2022
1:45
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Gurnemanz
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31. Januar 2022
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Mo., 9. Mai 2022: WIEN (Staatsoper): Wolfgang Amadé Mozart, Le nozze di Figaro

Hoch rechne ich es Bogdan Roščić an, dass er so manche misslungene Regiearbeit der Direktion Meyer durch die jeweilige Vorgängerproduktion ersetzt hat: die absolut blödsinnige Laufenberg-„Elektra“ durch die monumentale Kupfer-„Elektra“, den langweiligen McVicar-„Falstaff“ durch den witzigen Marelli-„Falstaff“ und schließlich den gänzlich misslungenen Martinoty-Abstellkammerl-„Figaro“ durch die Mittlerweile-Kult-Produktion von Jean-Pierre Ponnelle. Aus mir völlig unverständlichen Gründen wird die eben erst wieder ausgegrabene Ponnelle-Produktion in der kommenden Saison entsorgt, was für mich Grund genug war, heute in die Oper zu gehen: Die Besetzung versprach keine hörenswerte Vorstellung, aber das störte mich insofern weniger, als meine musikalischen Erwartungen niedrig waren und es mir in erster Linie auf die Inszenierung ankam: Die Produktion ist sehr intelligent gemacht und funktioniert nach wie vor, auch wenn sie mitunter (im Gegensatz zur sehr empfehlenswerten Marellischen Volksopernproduktion) etwas museal wirkt – dennoch würde ich sie gerne behalten (sie ist absolut repertoiretauglich!) und verstehe nicht, wieso sie nach der aktuellen Serie durch eine Produktion von Barrie Kosky ersetzt wird (aber gut, an der Premierenauswahl der nächsten Saison verstehe ich so manches nicht, eine neue „Salome“ beispielsweise ist so nötig wie eine Sandmaschine in der Wüste).

Ich weiß also nicht mit absoluter Sicherheit, welchem Umstand ich es anlasten soll, dass mir ein- und dieselbe Oper vor einer knappen Woche in der Volksoper um ein Vielfaches besser gefallen hat: Die Sänger beider Aufführungen waren von Ausnahmen abgesehen nicht berauschend, die Inszenierung beider Aufführungen sehr gut, ebenso das Orchester; somit bleiben nur zwei Faktoren: erstens die deutsche Sprache der Volksoper, die den Charme dieses Stückes viel besser transportiert und somit (insbesondere in den Rezitativen) seine Gewitztheit, seine Pfiffigkeit und seinen Humor zu vermitteln vermag, und zweitens die Größe des Hauses: Gerade Mozart passt meiner Meinung nach besser in die Volksoper, weil auf der Staatsopernbühne so manche Feinheit verloren geht.

Heute wurde die einzige wirklich staatsopernwürdige Leistung von Peter Kellner als Figaro geboten: In seiner Person stand ein Sänger mit Qualitätsstimme auf der Bühne, der seine Rolle ausgezeichnet ausfüllte, sodass nicht weiter ins Gewicht fiel, dass gegen Ende der Aufführung zu erahnen war, dass seine Kräfte nicht unbegrenzt sind. Immer dann, wenn er zu singen anhob, freute ich mich, weil alle anderen Sänger sämtlich abfielen: Michael Nagy sang den Graf mit zwar nicht unschöner, aber dennoch uninteressanter Stimme, die keinerlei stimmliche Schattierungen aufwies: Wie man „Hai gia vinta la causa… Vedro mentr‘io sospiro“ mit hervorragender Stimme qualitätsvoll gestalten kann, kann man sich auf Youtube beispielsweise von Markus Eiche anhören (diesen großartigen Bariton vermisse ich derzeit in Wien schmerzlich!), bei Nagy war lediglich einfallslose Einheits-Empörung zu merken, denn Farben hat seine Stimme keine. Katastrophal zogen sich die Damen aus der Affäre: Maria Bengtsson trat als Gräfin mit ausdrucksarmer und ungesund flackender Stimme an, sodass ihre beiden Arien, die für mich in ihrer berührenden Schlichtheit zu den großartigsten Arien der Opernliteratur gehören, gänzlich wirkungslos verpufften; Regula Mühlemann sang die Susanna brav, aber nicht mehr (auch für sie gilt: keine Gestaltung, mangelhafte Gesangstechnik, zu leise); Isabel Signoret war ein halbwegs passender Cherubino, ohne den stimmlichen Charme zu versprühen, der eine Rollenvertreterin erst unter andere hervorstechen lässt.

Auch die Sänger der kleinen Rollen wussten nicht zu überzeugen: Evgeny Solodovnikov versuchte mit kleiner, nicht durchschlagskräftiger und unschöner Stimme den Bartolo, Robert Bartneck wartete als Basilio eine schlecht hörbare „schmale“ Stimme auf, Stephanie Houtzeel klang als Marcellina ziemlich erschreckend (Stimmkrise?), Johanna Wallroth hinterließ als Barbarina einen Eindruck wie Bengtsson und Mühlemann gemeinsam, und Andrea Giovannini war ein rollendeckender Curzio. Anders gesagt: Was sagt es über ein Ensemble aus, wenn ausgerechnet der ansonsten immer sehr unauffällige Marcus Pelz als Antonio den besten Eindruck der Nebenrollensänger hinterlässt? Ádám Fischer leitete das Staatsopernorchester sehr kompetent und sehr sängerfreundlich, wenngleich er darauf verzichtete, besondere Akzente zu setzen (was jedoch nicht als Nachteil gesehen werden muss).

Zusammengefasst: Abgesehen von Kellner war das nichts.

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