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Landessprache
26. September 2020
19:41
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Die zunehmende Tendenz, Oper in Originalsprache aufzuführen, hat mit der zunehmenden Globalisierung zu tun, weil es einfacher ist, dieselben Sänger überall auf der Welt einzusetzen. Dass Opern aber für das Publikum geschrieben wurden und nicht für die Ausführenden, wird dabei gern vergessen.

Ein oft propagiertes "Nur die Originalsprache entspricht dem Willen des Komponisten" ist so verlogen, wie es verlogener nicht geht - denn selbstverständlich wird der Komponistenwillen in vielerlei anderer Hinsicht (glücklicherweise - wie ich finde) missachtet. Und die "richtige" Sprachmedlodie und Akzentuierung schaffen meistens eh nur muttersprachliche Sänger.

Jetzt wird sicher gleich der Einwand kommen, dass man ja mittlerweile den Text mitlesen könne. Ja eh. Aber nur eine verständliche Sprache dringt direkt ins Herz. Seitdem ich in der Volksoper in Rusalka "Doch kehrst Du zu den Deinen heim, musst Du des Todes Helfer sein" (etc.) gehört habe, was mich viel mehr berührt hat als der tschechische Text bin ich ein Anhänger der Oper in Landessprache.

Opern sind dafür da, dass man sie versteht. Und nicht, um sich an irgendeiner Sprachmelodie zu erfreuen.

Ich weiß, dass einige Opernfans das anders sehen und lieber Opern in Originalsprache hören. Ist auch okay so - daher spielen ja STOP und THADW in Originalsprache, VOP auf Deutsch. Aber in die Volksoper zu einer deutschsprachigen Carmen zu gehen und sich dann in einer Rezension lang und breit über die deutsche Sprache zu beschweren, ist ca. so intelligent wie als Vegetarier in ein Steakhaus zu gehen und sich dann über das dortige Essen zu beklagen. Nix für ungut.

Also liebe Volksoper: Bitte weiterhin Opern auf Deutsch.

26. September 2020
18:07
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Kurt Vlach hat einige interessante Gedanken zum Thema Originalsprache in der Oper zu Papier gebracht. Ich selbst wurde vor einiger Zeit fanatischer Anhänger der Landessprache in der Oper.

Warum, möchte ich hier darlegen. Opern sind musikdramatische Werke (d.h. Musik + Text), deshalb haben Wagner auf Deutsch, Verdi auf Italienisch, Janacek auf Tschechisch, Mussorgsky auf Russisch etc. geschrieben – und deshalb wurden bis in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts Opern in der jeweiligen Landessprache gesungen. Es ist nämlich ein Unterschied, ob ich weiß, was im jeweiligen Moment gesungen wird, oder approximativ aus dem Opernführer oder dem vorherigen Studium eines Textbuchs.

Bei der Günther Groissböck Doku vor einigen Wochen sah man, wie er genau am Deutsch für seinen ersten Wotan arbeitet, und im Theater an der Wien zwischen Tür und Angel von einen Sprachcoach letzte Informationen bekommt, wie er zwei Wörter im Tschechischen aussprechen soll. Da ich kein Tschechisch kann, maße ich mir nicht an, zu sagen, ob seine Diktion/Aussprache/Akzent richtig waren. Alles, was ich weiß, ist, dass meine tschechischen Freunde immer wieder lachen, wenn sie Aufnahmen ‚westlicher‘ Sänger und Sängerinne hören, die sich am tschechischen Idiom versuchen. Das geht, nebenbei, auch meinen ungarische Bekanntschaften so, wenn sie nichtungarische Versuche ertragen müssen, Herzog Blaubarts Burg zu singen. Wer mir nicht glaubt, dem empfehle ich, sich an Domingos Versuche zurückzuerinnern, Wagner zu singen. Die Töne waren alle da, nur der Text eher nicht (süsse „Wannen“, statt süsser „Wonnen“ etc etc). Ganz zu schweigen von einem der letzte Versuche an der Staatsoper, Peter Grimes aufzuführen – dort hieß er plötzlich „Peter Greims“. Wenn Sänger schon an Englisch scheitern, was produzieren die dann in einer Sprache, die sie überhaupt nicht beherrschen?

Warum quält man also Sänger und Sängerinnen? Ganz einfach: für die Opernhäuser ist es perfekt, da man kein Ensemble braucht und jederzeit Ersatz bekommt – das senkt die Preise. Die kleine Gruppe wirklicher Stars, die Geld verdienen, lernen eine Rolle einmal und singen sie dann überall.

Es ist außerdem gut, nicht in der Landessprache zu singen, denn dann bemerkt man nicht die schleißige Diktion, die heute Standard ist (wer mir nicht glaubt, soll sich bitte zum Vergleich mit heute z.B. Anneliese Rothenbergers Lulu anhören).

Übertitel sind toll, wenn man permanent die Augen von der Bühne nehmen will. Außerdem werden sie heute auch bei deutschen Opern angeboten, damit man den deutschen Text versteht.

cui bono? Opernchefs, die auf die Kosten schauen müssen und Sänger bzw. Sängerinnen, die den Unterschied zwischen Vokalen nicht kennen, bzw. glauben, dass Konsonanten etwas zum Essen sind.

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