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LA TRAVIATA
26. März 2021
21:42
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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@ eduarspaul: Karajan und Pretre...
Immer dasselbe: einzelne (wahrscheinlich erfreuliche) Abende bleiben in Erinnerung, die Superstars waren wieder weg und dann kamen die guten bis durchschnittlichen Dirigenten und machten das tägliche Geschäft.

 

@alcindo
Was berechtigt Sie, zu behaupten, ich hätte den oder jenen Sänger NICHT gehört? Falls das ein Kompliment hinsichtlich meines Alters sein sollte, ist es daneben gegangen. Eine ordentliche Portion Brom täte Ihnen gut!

Das Italienisch von JK wird von Italienern als absolut "nativ speaking" bezeichnet, da kann sich mancher spanische Tenor eine Scheibe abschneiden. Ihre "iiii" behalten Sie mal. Das ist nicht nur i-Tüpfelchenreiterei sondern Unsinn.

Wenn Sie hohe Tenorstimmen bevorzugen, ist das Ihnen natürlich unbenommen, aber ich mochte immer die mit der tiefen Unterlage lieber (Domingo anstatt Carerras und Pavarotti). Die war übrigens bei JK schon früh zu spüren, ist mit den Jahren und dem Repertoire ausgeprägter geworden. Umso eindrucksvoller sind die hohen Explosionen. Florez kommt von den hohen Cs und versucht sich nun darunter zu platzieren, das ist nicht so leicht, wie man hören kann. Der Faust wird ihm wieder besser liegen . Unglücklicherweise singt der fantastische Alfredo der Premiere in Paris (Bernheim) in Kürze (ebenfalls in Paris) den Faust, sodass Vergleiche zeitnah möglich sein werden.

An völlig anderer Stelle war dieser Tage von dem zu früh durch einen Motorradunfall aus dem Leben gerissenen Tenor Salvatore Licitra die Rede. Der fehlt sehr im italienischen Fach.

24. März 2021
11:48
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Michael Tanzler
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1. Februar 2021
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Werter Maestro Paul, werter Alcindo!   Danke für Ihre soo treffenden Beiträge, was die "Oper" als solche, aber auch ihre Einschätzung der "Buam" betrifft....   Ich schau mir die ganzen Streamsachen ja gar nicht an... wenn ich schon aus der "Konserve" was höre  ( primär!! )  und schaue, dann gibts soooviel Schönes mit so vielen wirklich Guten zB in youtube zu finden... was soll ich da meine Zeit mit Hascherln verplempern???

22. März 2021
20:47
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alcindo
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21. Januar 2021
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lieber Eduard Paul, beim 1.vorspiel hat man ja kaum zuhoeren koennen, eine videobotschaft jagte die andere....es sollte doch nocht vom mediokren dirigat ablenken. und eines ist mir klar: wenn die oper ueberleben soll, dann nur basiert auf gute saenger, a la longue wird die regie immer nebensache bleiben. bei vielen der RTregisseure fragt man sich, was sie eigentlich zu oper gefuehrt oder legitimiert hat.

22. März 2021
20:32
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Eduard Paul
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19. Januar 2021
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als falsch verstandene Aktualisierung/Modernisierung...so empfand ich diese "Stone's Fassung" ,wo  durch die überbordenden Videos und Social Media Texte ( heue sagt man "Followers")  Verdi's Musik eigentlich störte und der Piave Text banal erschien. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man so das junge Publikum gewinnt. Falls dieses überhaupt noch an "Oper" interessiert  sein sollte, so möchten sie es so erleben, wie es erdacht war und ist. Das muß ja nicht gleichzusetzen sein mit einer Ausstattung/Aesthetik, die an eine staubige Mottenkiste erinnert. Aber das "Werk" sollte wenigstens so dargeboten werden, wie von diesen großen Meistern erdacht. ( ich will auch nicht eine Mona Lisa in verfremdender Aufmachung erleben ( obwohl ein Popkünstler damit viel Ruhm und Geld damit verdiente)

Immer ,wenn ich an der Faszination dieser abstrusen, aber einzigartigen Kunstform "Oper" Zweifel ansetze - spiele ich mir dieses Video vor

M. Caballe & J. Aragall final Don Carlo Orange - YouTube  

ich weiß: Oper in Super-Tradition: OpernAir vor 11.000 Leuten, Stehtheater in historisch angepassten Kostümen, eine beleibte Dame mit stereotypischen Operngesten, ein Tenorpartner mit ebensolchen Gesten etc...etc...aber: diese Faszination, welche Oper zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.....( und wo der Musik, dem Gesang in höchster Form gedient wird..)

PS: bitte bis zum Schlußapplaus lauschen........die 11.000 Leute toben ( darunter :Jubellaute von jungen Stimmen zu vernehmen)

22. März 2021
11:08
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Eduard Paul
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ad Lohengrin2  // 212

bitte genau lesen: ich sagte, daß bei den PREMIEREN von Onegin/Carmen/Traviata, 3 mittelmäßige, brave Dirigenten am Werk waren .Es handelt sich hier immerhin um 3 der wichtigsten, poulärsten Werke, da wäre es ein Muß, was die musikalische Einstudierungen, die musikalischen Leitungen betrifft, den besten Mann/? Frau, damit zu betrauen. Ich führte hierzu die Namen  wie ua Karajan und Pretre (bei Traviata) und C.Kleiber ( bei Carmen) an, um zu beweisen, welchen Stellenwert, welchen Anspruch die damals Verantwortlichen an das Werk, an eine Premiere von so populären Werken stellte.

Es ist ja rührend, daß Sie, was das Stimmfach "Bariton" betrifft, hier die Jungspunde ("Buam")Sly, Schuen, G.Orendt, Debuis anführen. Zweifelsohne alle Begabungen...aber wa deren Persönlichkeiten, stimmliches Potential betrifft den auch damals noch Jungspunden wie: Waechter, Weikl, Brendel, Prey weit unterlegen Ev. hatten diese es auch "leichter", da sie musikalische Wegweiser wie ua einen Böhm, Karajan, Krips, Fricsay, Sawallisch, Stein etc..etc... hatten.

Für mich ist heutzutage er einzige, der im jug. dramat. Fach des Kavalierbaritons in der Qualität mit den "Früheren" mithalten kann: Ludovic Tezier

21. März 2021
13:56
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alcindo
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21. Januar 2021
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zu Chenier 3219  bin schon dabei und habe schon Florez, Beczala und Tetelman als entlastungszeugen gefunden...zu Florez in der Traviata, ganz recht: er hat ausgezeichnet gesungen, aber er hat nicht die richtige Verdistimme...beim inquisitionsprozess wird er dann ein hohes be auf dem vokal i singen, wenn das nicht genuegt wird er versuchen mich mit dem gleichen ton auf dem vokal uu  zu entlasten.   ora pro nobis - pro mihi

21. März 2021
13:31
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Chenier
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Ad rem: Habe mir gestern die Ö1-Aufzeichnung angehört, diesmal szenisch unbefangen und ohne negative optische Konditionierung, aber der musikalische Eindruck ist nicht wesentlich besser geworden. Yende wird überbewertet und kämpft mit den Tücken der Partie, bei aller Wertschätzung ist Florez für Verdi-Partien nicht prädestiniert, hat aber recht ordentlich gesungen, und auch der Russe hat sich nicht schlecht aus der Affäre gezogen. Dirigat gewöhnungsbedürftig, Chor, wie immer, hervorragend.

Sollte man aber, ebenso wie die Carmen, rasch wieder vergessen und auf bessere Zeiten mit Präsenzkultur hoffen.

21. März 2021
13:24
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Chenier
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28. Februar 2021
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GroßinquisitorIn wartet bereits, die Vernehmung kann bald beginnen. Wünsche Ihnen gute Argumente, werter alcindo, um sich aus diesem Blasphemievorwurf herauszuwinden. Surprised

21. März 2021
12:14
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alcindo
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21. Januar 2021
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cher Chenier, mme glaubt schon scheite zusammentragen zu muessen...schweres leben fuer ikonoklasten......mme wird mich auf den index setzen und auch exkommunizieren......habe auch schon grosse angst

regards  alcindo

21. März 2021
11:30
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Chenier
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28. Februar 2021
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alcindo, was Sie betreiben ist Häresie pur, verbunden mit Majestätsbeleidigung. Sie stoßen eine Ikone vom Sockel und werden damit zum profanen Frevler. Ihre Ketzerei, auch andere Götter anzuerkennen, quasi Multideismus, hätte in bewegteren und gesetzloseren Zeiten unweigerlich am Scheiterhaufen geendet. Wink

20. März 2021
18:48
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alcindo
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21. Januar 2021
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mme, ihr ton ist leider oft nicht der einer dame.   Sie koennen unbesorgt sein, bei den von ihnen genannten baritonen kenne ich drei live, wo ich mir aber sicher bin, ist, dass Sie Bastianini nie live gehoert haben. wo Sie bei mir hass vermuten, irren Sie auch, an Ihrem tenor bewundere ich, was er schon alles ausgehalten hat. dass er meinem gesangs- und tenorideal nicht entspricht,  steht auf einem anderen blatt. der Freischuetz von vor vielen jahren hat mir sogar sehr gut gefallen.  die von mir bevorzugten tenoere haben immer tenorale stimmen und reine vokale gehabt, JK hat eigentlich keines von beiden( beim FRschtz hatte er sie noch) das ist eine objektive kritische feststellung und keine tirade. die tiraden kommen von Ihnen, mme. und checken Sie einmal selbst, ob Pavarotti, diStefano oder delMonaco oder Bjoerling in der hoehe kein iiii singen koennen, und es mit oe oder ae ersetzen, oder die uuus auf ooos verwandeln. Ihr tenor singt im allgemeinen recht gutes Italienisch, aber kein perfektes, beim vokal ee irrt er manchmal.... uebrigens,merken Sie wohl: alles , was ich hier im forum an kritik ueber JK gebracht habe, ist reaktion auf Ihre andauernden bejubelungen, die in letzter zeit etwas weniger geworden sind, vor einiger zeit aber schwer zu ertragen waren, ich dachte anfangs, dass Sie Jks public relations waeren.  wenn Sie glauben, dass Sie ihm damit etwas gutes tun.....die spezialisten fuer die vokalersatzfarben (iii >oe, uu>oo) waren einige knoedeltenoere der 40ger und 50gerjahre, damals hat man das goutiert, heute wollen die meisten reine vokale hoeren.....meine freundin Leonie Rysanek meinte einmal ueber den vorwurf, der ihr gemacht wurde, oft textundeutlich zu singen: ich weiss, aber meine vokale sind immer die richtigen

wenn Sie ueber oder an mich schreiben, empfehle ich Ihnen vorher eine halbe tablette lexotan zu nehmen, damit Sie sich nicht in der hitze des gefechtes im ton vergreifen. Sie koennen sich ueber meine meinung aergern, aber mein ton mit Ihnen wird immer der korrekte bleiben

20. März 2021
18:00
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 29
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25. Januar 2021
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@ 214 48 stunden forum ohne sie waren angenehm, jetzt schon wieder die "quatsch" tiraden. wie langweilig. und den mund halten, was sind dass denn für wörter? doch quatsch.

Carmen und Traviata Dirigent fallen für mich in die kategorie " fliegenpracker".

der hinweis ensemble Graz ist sinnlos denn auch dort ist seit november zu.

und alcindo hat schon recht, der angebetete JK, bei allem respekt und seinem werdegang hätte seinerzeit halt nur den ruiz, incredibile, hirten in der tosca, aida boten gesungen. die zeit vergeht auch für ihn und erfreulicher wirds nicht mehr werden. tut mir leid für den kaufmann fanclub.

Jordan habe ich in bester grazer erinnerung, vor allem den parsifal. schau ma mal was aus dem jetzt wird.

wenn es ihre forumzeit erlaubt googeln sie einmal nach piero di palma.

20. März 2021
17:38
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 246
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20. Januar 2021
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Jetzt halten Sie mal den Mund mit dem "Favoriten" !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hat irgendjemand Sie nach diesem wiederkehrenden Trauma gefragt? NEIN!
Ihre Hasstriaden sind wirklich peinlich und zeigen Ihren Neid.

Jonas Kaufmann hätte zu jeder Zeit so eine Karriere gemacht, weil er mit Stimme UND Intelligenz singt und agiert. So manch anderer "Weltstar" wäre allerdings hinten runter gefallen!

Sie nennen einen einzigen Bariton; der hat aber auch nicht 100 Jahre für alle Häuser gereicht....
Welchen der von mir genannten haben Sie schon live gehört?
Ist Lautstärke das Kriterium? Schon lange nicht mehr! Wissende und partiturgenaue Interpretation wird heute gefragt. Was manche Sänger an freien Interpretationen angeboten haben und zum Teil noch tun, um Schwierigkeiten zu umschiffen oder ihre Stimme "auszustellen", kann heute nicht mehr akzeptiert werden. Insofern sind die Persönlichkeits-Typen in allen Stimmlagen völlig neu und interesanter als das Töne produzieren vergangener Zeiten. Die paar Leuchtfeuer sind an den Fingern der beiden Hände abzuzählen. Verdi hatte mit grottenschlechten Tenören zu kämpfen. Bei Don Carlo war es so schlimm, dass er im letzten Akt von einer Arie für Carlo abgesehen hat und dafür eine für Elisabetta geschrieben hat. Von wegen: früher war alles besser......

20. März 2021
17:12
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alcindo
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Forumsbeiträge: 249
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21. Januar 2021
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liebe mme lohengrin: frueher haette ihr favorit nicht die gleiche karriere gemacht, weil eine andere konkurrenz vorhanden war und weil die schwerpunkte und kritierien  etwas anders  waren. keiner der genannten baritone kann es mit der stimmschoenheit von Bastianini aufnehmen. wo sie recht haben,ist,  dass es frueher auch viel hausmannskost gab, die gibt es aber auch heute...von wegen dirigenten hat sich der neue direktor mit Sagripanti keinen neuen Serafin oder Kleiber geholt und die  Flms  mit Meister war auch nicht vom besten ueber Orozco wird gestritten, mir hat er recht gut gefallen.  aber warten wir auf den Griechen aus Perm

mit gruss alcindo

20. März 2021
17:01
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Es scheint, daß die neue Direktion, zugegeben unter den derzeitigen äußerst schwierigen Umständen,wohl großen Wert auf die Ästhetik, keinen so großen Wert auf Dirigenten legt. Außer dem Musikdirektor, außer Welser-Möst waren bei den einzelnen Produktionen ( Entführung, Onegin,Fledermaus) nicht mehr als solide, brave "Pulthandwerker" präsent

Sinnerfassendes Lesen diverser Besetzungszettel hilft!
Don Carlos wurde von de Billy dirigiert, Parsifal von Jordan und die zukünftigen Produktionen bitte auf der Webseite nachsehen.

Und falls es sich noch nicht herumgesprochen hat: Karajan, Kleiber usw. liegen auf dem Friedhof, dafür gibt es sehr viele großartige Operndirigenten, die höchst aktiv sind. Morgen an der BSO VladimirJurowski z.B......

Wenn nach aktuellen Baritonen (sagt man so?) gefragt wird: jede Menge: Depuis, Orendt, Sly, Schuen, um nur einige zu nennen.

Früher war nicht alles besser, denn neben den Vorstellungen, die wegen der überragenden Qualität in Erinnerung bleben, gab es Unmengen an "Hausmannskost", von der man halt nicht mehr spricht.

Gute Stimmen in der "Provinz": Graz hat sehr gute Stimmen im Ensemble!

20. März 2021
12:01
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alcindo
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Forumsbeiträge: 249
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21. Januar 2021
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liebe(r)pony, eine klavierauszug genuegt um eine gesangsleistung zu beurteilen oder zu verfolgen. fuer die beurteiling eines orchesters oder des dirigenten ist eine partitur  oder kenntnis derselben schon angebracht. immer wieder finde ich es seltsam, dass leute, die nicht einmal notenlesen koennen technische meinungen ueber einen dirigenten abgeben....und gerade deshalb gibt es dirigenten, die fuers publikum dirigieren mit einer gestik, die das orchester gar nicht braucht

20. März 2021
11:34
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pony
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Könnten wir uns - schon der Gewichtsunterschiede wegen - mit KLAVIERAUSZÜGEN begnügen?

Es gab allerdings auch einen Experten, der zu den kritischsten Originalmaterialien vorstieß und seine Version der Aida mir Thomas Hampson als König der Äthiopier beglückte.

Armer Verdi....

Gruß Pony

19. März 2021
19:54
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alcindo
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21. Januar 2021
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Dalmont, eines der wichtigen dinge bei der interpretation eines musikstueckes, ist, das- richtige- tempo durchzuhalten und nicht mittendrin zu aendern - das ist murks - , ausser der komponist vermerkt es. so ist ,um bei der Travita zu bleiben , das vorspiel auf 4 mit metronomzahl 66 komponiert, in der violineneinleitung genauso wie beim mtatata im 2. teil. da sollte man nicht das tempo wechseln. das gleiche im spielensemble, auf einmal, wenn Violetta dreimal einsetzt, ein langsameres tempo zu nehmen ist zugeben, dass das anfangstempo verhetzt, verhudelt war...auch die einwuerfe der solisten werden ungenau, es gab auch im anfangsensemble im 1.akt kleine wackler, weil zu schnell, das kann bei einer wenig geprobten repertoirevorstellung akzeptiert werden, aber nicht bei einer vielgeprobten premiere an der WSTO.  auch das oftmalige stehenbleiben wird immer haeufiger und ich glaube nicht, dass Verdi mit diesen beschriebenen abweichungen seine freude gehabt haette.  wenn es ihnen so gefaellt, freut es mich fuer Sie. ich kann mich darueber weniger freuen. ich kannte Argeo Quadri persoenlich und weiss, wie genau er es mit der rhythmik bei Verdi nahm.

p s  uebrigens brauche ich bei der Traviata mit Ihrer erlaubnis keine partitur, um solche deutungen, umdeutungen  und ungenauigkeiten zu bemerken. darf Sie auch bitten mir zu erlauben meine meinung dazu schreiben zu koennen, ohne von ihnen mit "beckmesserisch merkernd" bedacht zu werden. auf meine konkreten argumente haben Sie ja nicht geantwortet, warum eigentlich nicht?? 

19. März 2021
19:22
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Dalmont
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Obwohl Karajan, Quadri, Serafin, Krips im Großen und Ganzen dasselbe Notenmaterial vor sich hatten (Muti und die Jungen verwenden sicherlich die kritische Ausgabe), klingt (klang) es bei allen unterschiedlich. Wie die Noten, die Tempoangaben, die dynamischen Anweisungen, die Klänge gedeutet werden, bei aller Treue den Anweisungen der Komponisten gegenüber, daraus entsteht doch erst das interpretatorische Funkeln, entstehen die „sprühenden Funken“, die Ausnahmeaufführungen auszeichnen. Ein reines Umsetzen kompositorischer Anweisungen bringt nix als blutleere Aufführungen.

Wie lange hat Nikolaus Harnoncourt immer gebraucht, bis er zu den Originalnotenmaterialien vorgestoßen ist (und nicht nur bei Barockwerken), um dann seine großartigen Interpretationen zu entwickeln.

Und: Es muss einen Grund gehabt haben, warum sich Thielemann so gefreut hat, als er an der Staatsoper die Partitur der „Frau ohne Schatten“ mit den handschriftlichen Eintragungen von Richard Strauss einsehen konnte.

Ganz grundsätzlich: Muss man die Partitur auswendig lernen, bevor man in die Oper geht? Oder soll man überhaupt nur Partitursitze nehmen, um in selbige eventuelle Verfehlungen beckmessernd anzumerkern? Ich kann mir keinen Komponisten vorstellen, der damit Freude gehabt hätte. Denen ging es doch darum, dass die Menschen das aufnehmen, was sie mit ihren Werken ausdrücken wollten.

Oft bedaure ich, dass es auf Ö1 eine Sendung wie Karl Löbls „Lieben Sie Klassik?“ nicht mehr gibt. Er hat immer wieder sehr eindrucksvoll gezeigt, wie unterschiedlich große Dirigenten an ein und dasselbe Werk herangingen.

Die jüngeren Kräfte kann man allerdings mangels Aufnahmen nur mehr live erleben. Dennoch: alle Aufmerksamkeit ihnen. (Die Toten mögen in Frieden ruhen.)

19. März 2021
18:34
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alcindo
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liebe(r) MRadema:  Traviata ist keine oper des verismus oder impressionismus....in diesem metier hat der dirigent, und auch die saenger, viel mehr  rhythmische freiheit. leider etablieren sich unsitten, die dann oft kitschig sind und fuer Andre Rieu gerade recht waeren, wie die 3 ritardandi im trinklied der Traviata, oder die vielen kleinen ritardandi im gefangenenchor von Nabucco.  Verdis musik ist betont rhythmisch, und er schreibt diese anweisungen genau in die partitur

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