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La Sonnambula
30. Januar 2019
12:00
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susana
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Forumsbeiträge: 95
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Also manchen hier im Forum ist wohl echt langweilig.. ich schliesse mich wieder mal Chenier an..

Ich finde diese Herumdeuterei so was von unnötig. Ich bin in früheren Jahren auch viel herumgereist und hab ein vielen verschiedenen Städten unterschiedliche Inszenierungen gesehen (was man heute als altmodische Inszenierungen bezeichnen würde) aber mir war nie langweilig, denn ich war an der Musik und an den Sängern interessiert und nicht aus den "Hirnauswüchsen" von ein paar Leuten die sich Regisseure nennen und in ihrem Leben keine Erfüllung haben und gut für die Selbsttherapie bezahlt bekommen (SEHR ÜBERSPITZT forumuliert)

Warum brauchen die Menschen ständig nur "Action" warum muss ständig ein Inhalt verändert werden. Werden in Zukunft Bücher umgeschrieben, weil die Autoren irgendwas schreiben was manchen Leuten nicht gefällt, was nicht aktuell ist -  ... werden Bilder übermalt weil sie nicht zeitgemäß sind..

Seid mir nicht böse aber die Argumentation dass immer was anderes "schräges" auf der Bühne passieren muss damit es nicht langweilig wird, ist für mich kein Argument, denn Oper ist ein alte Kunstform , und jeder Komponist hat es mit seinem Textdichter in seiner Zeit geschrieben, und da braucht man nichts hineininterpretieren. Dafür ist der Besucher mit seiner eigenen Phantasie gefagt und gefordert!! Die Musik ist meist so stark dass das ohnehin funktioniert, oder funktioniert das bei Euch nicht ? bei mir schon ..aber anscheinend ist das nicht merh so existent wie vor 30 Jahren ? ist man nur noch von den Medien so abgestumpft, dass selbt empfinden und denken so minimiert ist ???

Es ist anscheinend nur für wenige nur noch die Musik zu hören und den Sängern zu zu hören so langweilig, dass immer was anderes neuen erscheinen muss was noch scheusslicher , provokativer sein muss als davor.. ich hab dafür keinen Sinn .. ich habe nur langeweile wenn ich diese öden weissen Wände, Unterhosen, schwarzen Anzüge, Koffer oder Blutorgien auf den Bühnen sehe.. Sänger können kaum merh ihre eigene Persönlichkeit einbringen weil sie in einem Korsett eingeschnürt sind, und damit ist der nächste Schritt der Langeweile schon da, es fehlen die Persönlichkeiten auf den Bühnen .. und man erinnert sich nur noch an irgendeine Inszenierung und nicht an Sänger ..

ich weiss es heisst dann wieder - Vergnagenheitsverklärung, aber ich kann mcih an sehr viele Sänger von vor 20-30 Jahren gut erinnern (ob gut od schlecht ist jetzt unwichtig)  aber viele Sänger der letzten 5-8 jahre habe ich den Namen schon wieder vergessen.. ihre Auftritte damit auch ... das fidne ich persönlich sher bedauerlich .. und nimmt mir die Freude am Opernbesuch

Aber bitte solange die Menschen dafür bezahlen passt es ja .. oder ????

30. Januar 2019
11:48
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dalmont
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Forumsbeiträge: 30
Mitglied seit:
28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich versuche, auf die Fragen von La Voce (Eintrag 13) und den Äpfel-Birnen Vorwurf zu antworten.

 

Vorweg: Die mit „Punkt.Aus“ bendeten Auslassungen in Nr. 6, die in meinem Eintrag ja mit gemeint waren, richten sich eh von selbst. Das war wohl ein Schuss ins eigene Knie, zeigt aber, dass meine Frage äußerst berechtigt war: Woher diese große Sicherheit? Zwei Möglichkeiten sind denkbar: Intensivstes Bellini-Studium oder vielleicht doch eine Erscheinung Bellinis wärend einer Nachtwandelei? Wir werdens nie erfahren. „Punktum. Satis.“

Jetzt zu lavoce: Ich denke nicht, dass ich Äpfel und Birnen durcheinander gehaut habe: Warum sollte ein Musiker am besten wissen, wie ein Opernhaus zu führen ist? Oper war doch, seit es sie gibt, ein Gesamtkunstwerk, die Musik wurde für das Theater geschrieben, und es wurde immer versucht, neben den besten Musikern noch weitere hervorvorragende Kräfte - von den Architekten der Szenerien bis zu den Tänzern –einzubinden. Heute sind das halt die Bühnenbildner, Lichtdesigner, Choreographen ecc. Und Opernhäuser sind gigantische Betriebe geworden. Das ist der Grund, warum ich einen in den Künsten bewanderten Manager als Intendant mit einem großartigen Musiker an seiner Seite als sinnvollstes Leitungsduo erachte. Ich kann nur von Wien reden, wo ich seit 1970 lebe (und in Ansätzen von der Scala, wo ich zehn Jahre lang viele Aufführungen erlebt habe): Hier war für mich die spannendste Periode unter C.H. Drese und Claudio Abbado, und an der Scala die Zeit von P.Grassi und Abbado. Ich hoffe stark, dass Roscic/Jordan an die Drese-Zeit anknüpfen werden (und auch von Grassi ließe sich einiges lernen).

Zeitgemäß heißt für mich: die Zeit, in der wir leben, und ihre künstlerischen Ideen reflektierend mit einzubeziehen. Auch im Muskalischen. Was das in diesem Fall heißt, zeigt doch am Besten die Entwicklung von Nikolaus Harnoncourt nach seiner ersten „Il ritorno d’Ulisse in patria“ - Aufführung bei den Festwochen, ich glaube 1971 war’s. Ich habe die Aufführung miterlebt damals.

Kurz noch zu Eintrag 14Ich habe mich vor etlichen Jahren auch gefreut, als das Mariinski-Ballett in Petersburg die Uraufführungsinszenierung von „Sacre de Printemps“ nachgestell hatte. Aber aus rein historischen Gründen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, warum sich die ins Tutu verliebte Ballettgesellschaft in Paris damals zu Watschen hinreißen ließ. Mir geben allerdings zeitgemäße Choreographien wesentlich mehr zu überlegen.

Und als Letztes: Dalmont ist männlich und aussprachetechnisch französisch.

30. Januar 2019
10:57
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Chenier
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Forumsbeiträge: 401
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gelegentliche Einzelfälle, Michta, die die Regel bestätigen.

Carlos und Posa als schwules Paar gefällt Ihnen, Gurnemanz? Ich deute das jetzt als Zynismus und kann es nicht Ernst nehmen, Sie wollen sich doch nicht aus einer sachlich-seriösen Ebene outen.

kotozzo hat sich in das Forum gleich gut eingeführt.

30. Januar 2019
8:14
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 648
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Mein Gott, natürlich gibt's auch da abstruse Einzelheiten, aber beispielsweise was man von der "Forza" in Frankfurt liest, ist das Sch. von Anfang bis Ende....

genauso wie das was manche selbsternannten Experten aus dem vorletzten Jahrhundert hier von sich geben

30. Januar 2019
0:00
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 491
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Chenier sagt
Was spricht dagegen, die Szene so zu gestalten, wie es im Libretto, synchronisiert mit der Partitur, vorgesehen ist? Das wäre Authentizität in höchster Vollendung. Aber es entspricht eben eher dem Zeitgeist, beispielsweise aus Don Carlo und Posa ein schwules Paar zu machen als die Oper herkömmlich zu inszenieren. Da gibt man sich mit Neu- und Umdeutungen schon eher der Lächerlichkeit preis

Naja, das erste ist eine Einstellungssache. Ich sag ganz provokant: Das, was im Libretto steht, steht eh schon dort, das muss nicht auf der Bühne verdoppelt werden. Ich schau mir ja nicht dieselbe Oper in mehreren Inszenierungen an, um immer das Gleiche vorgesetzt zu bekommen. Aber man kann das natürlich auch anders sehen, kommt darauf an, was man sich erwartet.

Zum zweiten: Ich finde, man kann durchaus Don Carlos + Posa als homosexuelles Paar inszenieren. Was spricht dagegen? Aber das Verhältnis zwischen den beiden ist nicht das Wichtigste dieser Oper, da finde ich den Philippe viel interessanter.

29. Januar 2019
21:33
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Michta
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Forumsbeiträge: 136
Mitglied seit:
6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Mein Gott, natürlich gibt's auch da abstruse Einzelheiten,  aber beispielsweise was man von der "Forza" in Frankfurt liest, ist das Sch. von Anfang bis Ende....

29. Januar 2019
19:58
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kotozzo
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Chenier sagt
seriöse Häuser wie etwa die Met, ohne öffentliche Gelder und nur mit Privatsponsoring finanziert, wirkt alles andere als lächerlich, dort habe ich noch nie etwas Surriles gesehen (höchstens im Publikum, aber nie auf der Bühne).

Noch nie etwas Skurriles? Mir fällt ad hoc die neue "Tosca" an der Met ein: Cavaradossi steht in der letzten Szene und hält mit einer Hand ein Laternchen hoch, damit ihn das Erschießungskommando auch gut sieht (Grigolo hielt dazu auch noch das Köpfchen schief) - lächerlicher geht wohl nicht.

Und wenn ich ein bisschen nachdenke, fallen mir sicher noch genug Lächerlichkeiten in sogenannten werktreuen Inszenierungen ein.

29. Januar 2019
13:37
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Chenier
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Forumsbeiträge: 401
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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Sehr verwirrend, was Mr. oder Mrs. dalmont von sich gibt, kenne mich auch nicht wirklich aus, hat Nacherklärungsbedarf. Weniger der postulierte Zusammenhang zwischen Direktorat und Regie, sollte aus einem Guss sein und steht ja in einem engen Kontext zueinander, weil sich kein Direktor mit dem Argument der künstlerischen Freiheit abputzen kann, wenn die Regie Schei... baut, sondern die Argumentation gegen traditionelle Inszenierungen. Was spricht dagegen, die Szene so zu gestalten, wie es im Libretto, synchronisiert mit der Partitur, vorgesehen ist? Das wäre Authentizität in höchster Vollendung. Aber es entspricht eben eher dem Zeitgeist, beispielsweise aus Don Carlo und Posa ein schwules Paar zu machen als die Oper herkömmlich zu inszenieren. Da gibt man sich mit Neu- und Umdeutungen schon eher der Lächerlichkeit preis und seriöse Häuser wie etwa die Met, ohne öffentliche Gelder und nur mit Privatsponsoring finanziert, wirkt alles andere als lächerlich, dort habe ich noch nie etwas Surriles gesehen (höchstens im Publikum, aber nie auf der Bühne).

Habe übrigens am WE an der WSO das Ballett Sylvia genossen, musikalisch weit über den Erwartungen und in einer konservativ-ästhetischen Inszenierung, angeblich angelehnt an die Uraufführung, die schon nahe am Kitsch ist, gelegentlich darüber, aber hohen Unterhaltungswert hat.

29. Januar 2019
8:59
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lavoce
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Forumsbeiträge: 28
Mitglied seit:
11. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

dalmont sagt
Ich bin sehr erstaunt, wie viele so ganz genau wissen, wo’s in der Oper lang gehen müsste. Und wer das sagen haben sollte. Der letzte Dirigent als Staatsoperndirektor war Lorin Maazel, der hat aber nach zwei Jahren das Handtuch geworfen. Und Wien nach etlichen Kabalen, durch die H. Kupfer als Regisseur ausgeschaltet wurde, den Metha/Sanjust-Ring beschert, in dem alles auf die Bühne gebracht wurde, was Wagner szenisch verlangte. Das wurde jedoch eine sehr peinliche Unternehmung und diese musste nach der „Walküre“ abgebrochen werden, weil sie die Staatsoper international der Lächerlichkeit preisgegeben hatte. Ins 19. Jahrhundert zurückzukehren führt also auch zu nix. Es bleibt nichts anderes übrig, als nach zeitgemäßen Formen zu suchen. Und da ist Dr. Roscic und seinem neuen Dramaturgen nur das Beste zu wünschen.  

Sehr interessante Schlussfolgerungen.Vermischen von Äpfeln und Birnen...Inszenierungen mit der Führung eines Opernhauses.

Also,wenn Musiker das Theater führen, ist das Zurück ins  19.Jht. ?

Wenn Manager, die im Leben noch nie in der Oper waren, zeitgemäß. So so.

Mich interessiert jetzt wirklich: WAS bringt einer, der nichts von der Materie weiß mit, dass er so viel besser ist, als jemand, der sich z.B. 20 Jahren mit der Musik beschäftigt?  (Abgesehen von guten Mitarbeitern,die den ganze Laden schmeissen.)

Sie haben sich ein Paar negative Beispiele unter Musiker herausgepickt....bitte,noch ein Paar negative Beispiele für schlechte Manager, die Opernhäuser führen. Und positive.

 Wien ist ein schwieriger Pflaster für alle, da sind 4.0 teams nicht ausgeschlossen.

Vielleicht habe ich es falsch verstanden,dann klären Sie mich bitte auf: was sind zeitgemäße Formen? (Szenische? Die Formen der Führung eines Opernhauses? Musikalische?)

 

Gruß,lavoce

29. Januar 2019
1:06
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alcindo
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Forumsbeiträge: 245
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27. Februar 2018
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zu dalmont: sicher kann man heute nicht wie 1930 inszenieren, heute gilt eine andere buehnenaesthetik, das ist klar. aber die opern sollen die bleiben, die sie sind und nicht durch die Ideen eines "Regisseurs" umgestaltet, um nicht zu sagen verunstaltet  werden mit neu erfundenen mitwirkenden,  mit einer fülle nicht immer richtigen lateralen aktionen, die die konzentration auf das wesentliche der oper - und das wird immer der saenger und seine musik sein - stoeren. auch der unsinn die ouvertüren zu "inszenieren" ist absurd, man muss dem publikum nicht alles erklaeren, man kann auch der fantasie noch etwas platz lassen.   halbnackte, nackte und blossfuessige haben in den werken des klassischen und romantischen repertoires wenig verloren, sind aber in letzter zeit häufig zu sehen, so wie spitalsbetten, koffer und umgeworfene stühle.   maschinenpistolen zu dacapoarien von Haendel sind auch nicht wirklich stilentsprechend.   Harnoncourt hat schon gewusst, warum er im ThadW seine letzten Mozartopern halbszenisch gemacht hat, mit grosser konzentration auf die sänger und die musik .  der    exweltklassetenor  will jetzt zeigen wie Mozart zu Mariachis und zu seinen zirkusideen passt...das wird ja interessant werden.  la Fura scheint mir nicht der richtige weg zu den opern der klassischen periode zu sein

mit gruss alcindo

28. Januar 2019
16:35
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 648
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28. Februar 2018
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au au, Dalmont, da werden Sie jetzt aber sicherlich wieder etwas zu lesen bekommen. Da gibts hier in der Vergangheit so einige Verlautbarungen zu. Da kann man sich wirklich nur mit Grausen abwenden. Ich nehme an, Schenk würde bei denen heute auch noch verdammt werden.....

28. Januar 2019
16:19
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dalmont
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Forumsbeiträge: 30
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich bin sehr erstaunt, wie viele so ganz genau wissen, wo’s in der Oper lang gehen müsste. Und wer das sagen haben sollte. Der letzte Dirigent als Staatsoperndirektor war Lorin Maazel, der hat aber nach zwei Jahren das Handtuch geworfen. Und Wien nach etlichen Kabalen, durch die H. Kupfer als Regisseur ausgeschaltet wurde, den Metha/Sanjust-Ring beschert, in dem alles auf die Bühne gebracht wurde, was Wagner szenisch verlangte. Das wurde jedoch eine sehr peinliche Unternehmung und diese musste nach der „Walküre“ abgebrochen werden, weil sie die Staatsoper international der Lächerlichkeit preisgegeben hatte. Ins 19. Jahrhundert zurückzukehren führt also auch zu nix. Es bleibt nichts anderes übrig, als nach zeitgemäßen Formen zu suchen. Und da ist Dr. Roscic und seinem neuen Dramaturgen nur das Beste zu wünschen.

28. Januar 2019
9:22
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lavoce
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Forumsbeiträge: 28
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11. Oktober 2018
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@8: lieber Michta, so wie Sie es sehr hart ausdruecken denken viele, die auch das handwerkliche an der oper kennen, die singen, die dirigieren, die organisieren...........

 

Vielleicht wäre es an der Zeit,dass die Musiker (wahre Opernkenner) über die Oper Entscheidungen treffen.Sie müssen in die obersten Etagen der Opernhäuser und nicht Dramaturgen und Hobbyintendanten (alias Schauspieler,Manager,Dipolomaten oder was auch immer sie allesamt sind). 

 

Gruß,lavoce

28. Januar 2019
0:41
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alcindo
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Forumsbeiträge: 245
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

lieber Michta, so wie Sie es sehr hart ausdruecken denken viele, die auch das handwerkliche an der oper kennen, die singen, die dirigieren, die organisieren...........

die meisten opernsnobs wollen aber immer wieder etwas neues erleben.....entdecken, wollen die weltprobleme von einer operninszenierung aus gelöst sehen,  und wollen nicht merken, dass sie vom wesentlichen der klassischen oper dauernd abgelenkt werden, und das ist die musik und gute sänger, die sie interpretieren... ....schon vor  vielen jahren hörte ich von solchen leuten: so habe ich das noch nie gehört oder gesehen....ob das was man noch nie so gehört oder gesehen hat auch wirklich gut ist bleibe in frage gestellt. in den meisten RTinszenierungen wird aus dem x ein u gemacht, wie wird das wohl weitergehen, wahrscheinlich vom x zum z und dann zu a, b, usw.   was da ein grosser komponist an regieanweisungen in die partitur schreibt wird unwichtig und deshalb oft ignoriert,    da werden handelnde personen erfunden, die im betreffenden werk eigentlich nichts verloren haben,   da werden rollen in doppelter ausführung  auf die bühne gebracht,   da werden ouvertüren illustriert, als ob es um ein musical geht, das hätte doch kein Komponist gern gesehen,   die zeitversetzungen widersprechen oft dem libretto und machen es zt lächerlich....... fast alle diese so "interessanten" Inszenierungen verschwinden aber ziemlich schnell wieder und werden durch neue, oft nicht unbedingt bessere ersetzt. die guten konventionellen inszenierungen laufen über jahrzehnte und bieten bessere amortisation. 

mit gruss alcindo

27. Januar 2019
20:35
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toni
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Forumsbeiträge: 64
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7. März 2018
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BRAVO Michta! 100%ige Zustimmung

27. Januar 2019
19:41
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Michta
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Forumsbeiträge: 136
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6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Von mir aus - und seeehr vielen anderen Opernfreunden auch!! - können Sie die beiden Herren gerne nach Berlin haben - egal wohin, wenn nur wir hier von denen verschont bleiben  würden!

    Bei dem, was ich da darüber lese dreht es mir den Magen um. Belcanto - Opern a la "Nachtwandlerin" leben von der Stimmung und der Musik!  Vom intimen Musizieren, von feinen Schattierungen , von Korrespondenz zwischen Orchester und Bühne , das schafft dann den Zauber und die Stimmung!  Aber das wollen diese Herren ja gar nicht, wenn sie die tristen "Schlöglmühl -Szenerien" dazu auf die Bühne stellen. ( Das ist in meiner Heimat, dem Bezirk Neunkirchen, kenne ich nur zu gut...).   Aber eines kann mir niemand einreden, dass Bellini eine gesellschafts- oder sonst kritische Oper damit geschaffen hat!  SChande über all diese DRüberstülper, Vergewaltiger, Umdeutler, sich in den Vordergrund stellenden, und über die, die das mit krausen Phantasien und Theorien zu rechtfertigen suchen..  Macht das mit Stücken , die dafür geschaffen worden sind, aber lasst die Hände von Meisterwerken dieser Art!!!!    Punkt! AUS!

27. Januar 2019
13:21
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 648
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Dew Inszenierung kenne ich auch, war auch sehr nett, aber die Wieler Inszenierung gefiel mir wesentlich besser

27. Januar 2019
13:08
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zerbino
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UwePaul sagt
Berlin (MH) – Vincenzo Bellinis relativ selten gespielte "La Sonnambula" hat am Samstagabend an der Deutschen Oper Berlin begeistert. Die Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito bekam in dem ausverkauften Haus langanhaltenden Applaus. Besonders die russische Sopranistin Venera Gimadieva in der Titelpartie und der mexikanische Tenor Jesús León als Elvino wurden vom Publikum gefeiert.  

Wenn die Inszenierung der in Stuttgart gespielten und den beiden Herren superrealistisch inszenierten Aufführung analog war, wundert mich das sehr. Wieler und Morabito haben die Tendenz alles ins unmittelbar banale Realistische zu ziehen und den Zauber und den Charme außen vor zu lassen. In Berlin gab es zuvor die köstliche Inszenierung von John Dew, an der man sich nicht satt sehen konnte, auch weil er die auftetenden dramaturgischen Längen durch den witzigen Transport des übergewichtigen Notars füllte und Kühe mit den Schwänzen den Takt intonieren ließ etc. etc.

27. Januar 2019
9:05
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 648
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Hallo Herr Cupak,

wenn "gut unterrichtete Kreise" richtig unterrichtet sind, dann gab es wohl heftige Differenzen zwischen Orchester und den Sängern...

27. Januar 2019
1:30
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 648
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Berlin (MH) – Vincenzo Bellinis relativ selten gespielte "La Sonnambula" hat am Samstagabend an der Deutschen Oper Berlin begeistert. Die Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito bekam in dem ausverkauften Haus langanhaltenden Applaus. Besonders die russische Sopranistin Venera Gimadieva in der Titelpartie und der mexikanische Tenor Jesús León als Elvino wurden vom Publikum gefeiert.

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