Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

La Scala hat einen neuen Intedanten | Seite 3 | OnlineMerker | Forum

 

 

Anleitung Registrieren: 

Klicken Sie hier rechts unten auf den Button "Registrieren". Sie werden aufgefordert Ihre E-Mail Adresse und einen Benutzernamen einzugeben. Danach erhalten Sie ein E-Mail mit einem Link zum Erstellen des Passwortes. Danach können Sie sich mit Ihrer E-Mail Adresse oder dem Benutzernamen und dem Passwort einloggen. Ihre Profilseite erscheint. Danach gehen Sie wieder auf die Online Merker Forum Seite und sind dann im Forum angemeldet.

 

Dieses Forum ermöglicht in erster Linie an Kultur interessierten Lesern des Online-Merker ihre Meinung auszutauschen und durchaus auch kontroversiell zu diskutieren. Dies soll allerdings in einer höflichen und vernünftigen Umgangsform geschehen. Nicht gestattet sind diskriminierende, rassistische, fremden- und staatsfeindliche Inhalte und Formulierungen. Diese werden ebenso wie persönliche Beleidigungen und Herabwürdigungen anderer Personen vom Moderator gelöscht. Weiters ist das Forum keine Tauschbörse für Ton- und Bildaufnahmen.

Avatar

Bitte denke über eine Registrierung nach
guest

sp_LogInOut Login sp_Registration Registrieren

Registrieren | Passwort vergessen?
Erweiterte Suche

— Forumbereich —




— Übereinstimmung —





— Forum Optionen —





Minimale Suchwortlänge beträgt 3 Zeichen - die maximale 84

No permission to create posts
sp_Feed RSS (Beitrag) sp_TopicIcon
La Scala hat einen neuen Intedanten
4. Juli 2019
18:42
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 272
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

ist der MODERATOR auf URLAUB???

hat der oder die Moderator-in den beitrag 34 übersehen oder akzeptiert er oder  sie diese beleidigungen und frechheiten??  wenn ja müsste ich auch den ton meiner beiträge revidieren

4. Juli 2019
18:39
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 272
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

zu midsummerpuck:  Opernsnobs hat es immer gegeben, und die wollen bei oder  trotz ihrer meist fachlichen inkompetenz etwas neues in der oper erleben und entdecken: " so hab ich das noch nie gesehen oder gehoertt" ......was hier einige fuer zeitgemäße interpretation halten, ist wie einem Velazquez einen türkisen Plastikrahmen zu verpassen und mit einem grellweissen ledlicht zu beleuchten...jetzt wird wieder kommen, dass die oper eine lebendige kunstform ist.....ja aber dann wird oft das libretto zur farce oder die instrumentierung unsinnig....deshalb geben ja einige komponisten "regieanweisungen"    und dann werden immer wieder unsinnige vergleiche angestellt, fuer das ThadW gelten andere Gesetze als fuer die WSTO, Ostrava und Innsbruck lassen sich nur schlecht gegen Wien ausspielen, usw.......leider ist die oper in einer sackgasse,  die grossen komponisten haben ihre werke nicht fuer regisseure, sondern fuer gute sänger und dirigenten geschrieben...das sollte nicht vergessen werden

mit gruss alcindo

4. Juli 2019
18:28
Avatar
Pwolf
Member
Members
Forumsbeiträge: 53
Mitglied seit:
18. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Zu 30:

Diese Angebote waren für mich noch nie so interessant, dass ich eines dieser je angenommen hätte.

Zu 43:

Ja ich finde es auch richtig, dass man für eine gute Vorstellung bereit sein sollte, adäquat zu bezahlen. Schließlich sollen die Künstler und anderen Mitarbeiter auch gut bezahlt werden. Leider ist letzteres auch bei hohen Kartenpreisen nicht immer der Fall. Wenn ich aber fast nichts für die Vorstellung bezahle, dann kann damit sicher keine vernünftige Bezahlung möglich sein und für die Differenz springt dann - bei uns - der Staat ein, dessen Vertreter dafür die Vergabe der Intendantenposten etc. in der Hand haben (ohne dafür mit eigenem Geld zu haften).

 

Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Im Rückblick auf die Ära Meyer habe ich auch einen eher negativen oder zumindest unterdurchschnittlichen Gesamteindruck.

Es gab durchaus gute und auch etliche sehr gute Repertoirevorstellungen - aber mein subjektiver Eindruck ist eher mehr der weniger guten. Was mir vor allem im Repertoire als auch bei den meisten Premieren gefehlt hat, waren herausragende Dirigenten, die übrigens in ausreichenden Zahl in Wien arbeiten - man sehe sich nur die Programme von Musikverein und Konzerthaus an. Das hat meiner Meinung nach auch eine negative Auswirkung auf die ganzen jungen Ensemblemitglieder, wenn ihnen zu wenig Möglichkeit geboten wird mit wirklich großen Dirigenten zu arbeiten (das sollte nämlich u.a. der Sinn einer Ensemblemitgliedschaft an einem sogenannten großen Haus sein).

Die Regiearbeiten bei den Neuinszenierungen waren (bisher) nicht besonders, mit Ausnahme einiger negativer Höhepunkte wie "Parsifal" und "Freischütz" und für mich sind auch die Mozart Inszenierungen gründlich danebengegangen.

Die alles andere als euphorischen Reaktionen in Mailand waren daher für mich sehr verständlich.

 

Über den Neuen weiß ich noch zu wenig. Dass aber die  Verträge etlicher Ensemblemitglieder - und zwar auch von einigen, die sich sehr gut entwickelt haben - gegen deren Willen nicht verlängert wurden, halte ich für keine gute Idee.

4. Juli 2019
11:58
Avatar
midsummerpuck
Member
Members
Forumsbeiträge: 43
Mitglied seit:
24. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Es ist schon wirklich erstaunlich, wie die sich aufgeklärt dünkenden Kritiker und Journalisten, sowie einige Forums-Schreiber hier und in vielen Kultur-Bereichen, immer und immer wiederholen müssen, was man als "zeitgemäß" anzusehen hat. - Es ist eine ungeheuerliche Arroganz, wie von oben herab darauf gesehen wird, was ein großer Teil der Menschen denkt und empfindet. - Dabei sprechen aber genau diejenigen, die so auf die "unzeitgemäßen", "musealen" etc. Inszenierungen schimpfen und unbedingt wollen, dass Werke so inszeniert werden, daß sie es nicht den Menschen im Publikum überlassen, wie sie das Werk interpretieren wollen, von "Toleranz" und "offener Gesellschaft". - Diese unreflektierte Art, Menschen gleichzuschalten ist eine viel subtilere als in der Nazi-Zeit, aber eine erheblich wirksamere, weil es nicht mehr per autoritärem Dekret und Strafbefehl von oben kommt, sondern tagtäglich aus Medien und Gesprächen, in denen es zum guten Ton gehört "zeitgemäß" zu sein, und dafür "Position zu beziehen" und diejenigen an den Pranger zu stellen und zu ächten, die nicht ständig Bekenntnisse für "Zeitgemäßheit" und "politisch-vielfältiges" Theater ablassen, sondern sich ihr Urteil und ihre Interpretation nicht von außen aufzwingen lassen wollen. - Es ist zutiefst besorgniserregend, wie diese Lebens- und Anschauungs-Art sich in die Gesellschaft eingefressen hat und wie leider daraus hervorgeht, daß ein z.T. ebenso unreflektiertes Sich-Wehren gegen diese Gleichschaltung auftritt, was aber nicht so subtil sich geltend macht, und deshalb leicht wiederum abzuurteilen ist, als aus einer "rechten Ecke" kommend. - Und so wird eine Spaltung der Gesellschaft immer weiter herbeigeführt mit den "zeitgemäßen", "politisch augeklärten", "offenen", "toleranten" auf der einen Seite und den "dumpfen", "rückwärtsgewandten", "Schenk-Inszenierungs-Anhängern", etc. auf der anderen. - Und es gelingt tatsächlich, dass selbst jemand der so erfolgreich eine auf der ganzen Welt einzigartige Auslastung von nahezu 100% in der Wiener Staatsoper zustande bekommen hat, wie Dominique Meyer, daß man auf ihn von oben herab aburteilend herabsieht und ebenso auf alle diejenigen, die ihn nicht als den die Wiener Staatsoper zum "Touristen-Tempel"-Herabgewirtschaftet-Habenden ansehen wollen. - Die Absurdität dieser "aufgeklärten Toleranz" reicht allmählich!

Gruß, midsummerpuck

4. Juli 2019
10:29
Avatar
susana
Member
Members
Forumsbeiträge: 102
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

susana sagt
Ich weiss es gibt hier gewisse Leute die diesen Aspekt der Oper - nämlich den geschäftlichen Aspekt vollkommen negieren. und ja ich weiss dass Gurnemanz hier im Forum  gemeint hat, jeder sei blöd (ich sage das jetzt mit meinen eigenen Worten- ich zitiere nicht,  nur dem sinn nach) wer so teure Karten kauft.

Nein. Das habe ich nicht geschrieben (und auch nicht gemeint), und überhaupt habe ich nur einen kleinen Teil dessen geschrieben, wovon Sie behaupten, dass ich es geschrieben hätte.
Meine Worte waren folgende (am 22. Feb., Beitrag 106 im Thread "Tosca an der Wiener Staatsoper"), Link
Ich geh in die Staatsoper auf Stehplatz, das kostet 1,60 Euro pro Besuch. Das heißt, um 120 Euro kann ich 75mal in die Oper gehen. Natürlich hat jeder das Recht, für einen einzigen Opernbesuch 120 Euro aufwärts auszugeben, aber man darf sich dann halt nicht beschweren, dass die Vorstellung das Geld nicht wert war. Wenn man es doch tut, kann ich nur sagen: selber schuld.
und folgende (am 2. Feb., Beitrag 68 im Thread "La Sonnambula"); Link
Geiz ist auch meiner Meinung nach nicht geil, aber ich seh mich überhaupt nicht als gezeigen Menschen. Ich kauf - beispielsweise - kein Billigfleisch beim Billa um 2,99. Aber wenn man so oft wie ich in die Oper oder ins Konzert geht, kann man sichs einfach nicht leisten, teure Karten zu kaufen. Und selbst wenn ich es könnte, wären mir das die meisten Aufführungen nicht wert. Und naja, natürlich sind die "selber schuld", die viel Geld für Karten ausgeben, es ist ja eine freiwillige Entscheidung, was man mit seinem Geld macht. Das ist natürlich eine Frage der persönlichen Prioritätensetzung. (Man darf sich halt nicht aufregen und sagen: "Ich hab 150 Euro für eine Karte ausgeben, also will ich auch eine Aufführung, die 150 Euro wert ist.") Die Kartenkäufe sind eh nur ein marginaler Teil des Opernbudgets, da ists auch schon egal, ob ich 1,60 Euro oder 160 Euro pro Abend zahl. Wie gesagt, ohne Subventionen könnte die Oper zusperren.
Das hat mit "jeder ist blöd, der teure Karten kauft" nicht das Allergeringste zu tun.

 

Perfekt Gurnemanz - sie haben genauso reagiert wie ich es erwartet habe :So musste ich mir ihr Zitat nicht selber raussuchen, das spart Lebenszeit 🙂

Ich will ihnen jetzt was sagen : das hat damit sehr viel zu tun Sie sagen selber Wer 120 Euro und mehr ausgibt für einen Opern besuch ist "selber schuld" 

Nun damit geben Sie demjenigen eine "Schuld" beschuldigen Sie ihn,  etwas nicht richtiges getan zu haben, oder etwas "dummes" getan zu haben.

und damit wirkt es genauso wie - alle sind blöd wenn sie sich teure Karten besorgen . was soll es denn anders bedeuten ?

Wie genau soll ein Haus mit lauter Leuten die nur 1.70 bezahlen geführt werden ?? Erklären Sie mir das mal genau und gehen Sie endlcih mall auf die Sachfrage ein , wenn sie schon so hypergescheit sind wie sie tun. Und nicht mit dem Argument der Staat muss alles zahlen, das taten Sie auch schon, der Staat subvensioniert ohnehin schon genug.

Wie glauben Sie sollen alle Angestellten  und freien Mitarbeiter eines Opernhauses bezahlt werden. Nach Ihrer Einstellung dürfte kein Orchestermitglied, Chorsänger oder was auch immer irgendwas bezahlt bekommen .. oder wie zaubern sie das Geld hervor ? Oder machen sie einen Beruf in dem Sie 50 Euro im Monat verdienen und damit alles zahlen können was Sie benötigen ? (DAs sage ich jetz überspitzt sollten Sie es nciht so verstehen )

Ich habe die Nase voll von Menschen die für Qualität nichts bezahlen wollen, und dann auch noch stolz drauf sind, von Leuten, die alles geschenkt bekommen wollen, ja ncihts für irgendetwas Geld ausgeben, ich halte auch nichts von Schnorrer die dann groß den Mund aufreissen, wenn sie was geschenkt bekommen, und dann wars nicht gut genug - und das meine ich in jeder Branche, nicht nur in der Opernszene.

Ich weiss selbst nur zu gut, dass es Phasen im Leben gibt, wo man sparen muss, und dafür habe ich tiefstes Verständnis, aber dann herzugehen und schreiben "die sind selber schul"d wenn sie mehr Geld ausgeben, ist eine grässliche Überheblichkeit , denn die sind es die einen Betrieb , egal ob Opernhaus oder kleines Theater leben lassen !

Und ich kenne kleine Theater die jeden Tag mit großem Einsatz dafür kämpfen am Leben zubleiben .. und auch dort würden nur Leute die 1.70 zahlen dem Theater sofortigen Untergang bringen.

Es macht sehr wohl einen Unterschied , wenn 2000 Leute 1.70 Eero zahlen oder 120 Euro - ich bin Buchhalterin  seit 40 Jahren, ich kenn das nur zu gut wie Betriebe funktionieren und dass es sehr wohl ein Unterschied ist. und da braucht man nicht diesen Beruf ausüben.. abe rich kenne die Hintergründe daher viel besser.

Und dass man aus diesen Gründen dann auch etwas ansetzt was Leute eher sehn wollen, versucht , Menschen in die Häuser zu bringen - wie zb die Volskoper mit ihrem so sehr gehassten Musical .. ist nichts anderes als eine Überlebensfrage im kleinen oder im großen

also ich bin jetzt fast 50 Jahre in die Oper gegangen, diese schwachsinnigen Inszenierungen oder teilweise unterirdisch schlechten Besetzungen bringen mich seit zwei Jahren fast nicht mehr in die Oper - dafür ins Musical, und dort hatte ich bei ca 20 Aufführungen die ich mittlerweile besucht habe noch keine einzige Enttäuschung erlebt und dabei sogar mehr ausgegben als mir Leib ist und keine Sekunde bereut. Bei Oper habe ich oft bereut !

Lustigerweise findet man in der Msuscalszene bereits viele Menschen denen "Opernflüchtlinge" , so wie ich es bin

Noch zum Abschluss, nein ich mag es nicht wie sich Touristen aufführen, aber ich mag das gesamte Benehmen unserer Gesellschaft nicht, egal wo die sind, man ist rücksichtlos geworden, wesentlich unfreundlicher - das sind aber nicht nur die Touristen sondern generell alle Menschen und nicht nur in der Oper ... überall!!

kleines PS : ich schreibe das alles nciht ,weil ich Zorn auf Gurnemanz habe, der ist mir ziemlich egal, sondern auf Menschen die solch eine Einstellung haben, weil  es meine berufliche Welt sehr verändert hat, sehr viele Menschen arbeitslos gemacht hat und viele Theater auch schon schliessen mussten oder es wahrscheinlich bald müssen.

Das ist schade, dass kaum jemand über seinen eigenen Tellerrand schaut und immer nur für sich denkt .. da wird so viel kaputtgemacht ...

4. Juli 2019
3:29
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 571
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

susana sagt
Ich weiss es gibt hier gewisse Leute die diesen Aspekt der Oper - nämlich den geschäftlichen Aspekt vollkommen negieren. und ja ich weiss dass Gurnemanz hier im Forum  gemeint hat, jeder sei blöd (ich sage das jetzt mit meinen eigenen Worten- ich zitiere nicht,  nur dem sinn nach) wer so teure Karten kauft.

Nein. Das habe ich nicht geschrieben (und auch nicht gemeint), und überhaupt habe ich nur einen kleinen Teil dessen geschrieben, wovon Sie behaupten, dass ich es geschrieben hätte.
Meine Worte waren folgende (am 22. Feb., Beitrag 106 im Thread "Tosca an der Wiener Staatsoper"), Link
Ich geh in die Staatsoper auf Stehplatz, das kostet 1,60 Euro pro Besuch. Das heißt, um 120 Euro kann ich 75mal in die Oper gehen. Natürlich hat jeder das Recht, für einen einzigen Opernbesuch 120 Euro aufwärts auszugeben, aber man darf sich dann halt nicht beschweren, dass die Vorstellung das Geld nicht wert war. Wenn man es doch tut, kann ich nur sagen: selber schuld.
und folgende (am 2. Feb., Beitrag 68 im Thread "La Sonnambula"); Link
Geiz ist auch meiner Meinung nach nicht geil, aber ich seh mich überhaupt nicht als gezeigen Menschen. Ich kauf - beispielsweise - kein Billigfleisch beim Billa um 2,99. Aber wenn man so oft wie ich in die Oper oder ins Konzert geht, kann man sichs einfach nicht leisten, teure Karten zu kaufen. Und selbst wenn ich es könnte, wären mir das die meisten Aufführungen nicht wert. Und naja, natürlich sind die "selber schuld", die viel Geld für Karten ausgeben, es ist ja eine freiwillige Entscheidung, was man mit seinem Geld macht. Das ist natürlich eine Frage der persönlichen Prioritätensetzung. (Man darf sich halt nicht aufregen und sagen: "Ich hab 150 Euro für eine Karte ausgeben, also will ich auch eine Aufführung, die 150 Euro wert ist.") Die Kartenkäufe sind eh nur ein marginaler Teil des Opernbudgets, da ists auch schon egal, ob ich 1,60 Euro oder 160 Euro pro Abend zahl. Wie gesagt, ohne Subventionen könnte die Oper zusperren.
Das hat mit "jeder ist blöd, der teure Karten kauft" nicht das Allergeringste zu tun.

 

semjon_kotko sagt
Nur ganz kurz zur "Klarstellung": Ich habe in meinem Posting nicht die Touristinnen und Touristen schlechthin kritisiert. Ihnen stehen natürlich sowohl die Sitzplätze als auch die Stehplätze uneingeschränkt offen (sie zahlen ja auch hinreichend dafür, wie richtigerweise klargestellt wurde) bzw. wäre es ein eigenes (auf einer ganz anderen Ebene angesiedeltes) Thema, über das Verhalten der Touristinnen und Touristen während der Vorstellungen zu diskutieren.
Mir ging es allein darum, dass sich die meisten Neuproduktionen in der Wiener Staatsoper an einem althergebrachten Publikumsgeschmack orientieren und kaum avancierte Ambitionen zu erkennen sind. Dieser museale Publikumsgeschmack wiederum erscheint mir besonders kompatibel zu sein mit den klischeehaften Ansprüchen von Touristinnen und Touristen, für die ein Besuch der Wiener Staatsoper ganz einfach "dazu" gehört bei einem Wien-Besuch. Es kann aber aus meiner Sicht nicht der künstlerische Anspruch der Wiener Oper sein, die Neuinszenierungen so auszurichten, dass vor allem althergebrachter Publikumsgeschmack bedient wird. Dafür gibt es ohnehin die unverwüstlichen und bewährten Inszenierungen wie etwa Barbiere, Tosca, Boheme, Salome, Carmen, Cavalleria/Pagliacci (und früher etwa Don Giovanni, Rigoletto und Ariadne), an denen auch ich nicht rütteln würde.  

Mit Ausnahme des letzten Satzes würde ich das genau genau so unterschreiben. Das und nichts anderes habe ich gemeint, als ich geschrieben habe: "Die Wiener Staatsoper ist doch schon zum zweitklassigen Touristentempel verkommen. Aber da vielen (natürlich nicht allen) Touristen ziemlich egal ist, was gespielt wird, sehe ich kein Problem, wenn sie Kosky statt Zefirelli bekommen.".
Musikinteressierte Menschen sind mir willkommen, egal woher sie kommen und egal über welche Vorbildung sie verfügen. Gegen Leute, die die Aufführung stören, habe ich natürlich sehr viel, egal welcher Herkunft oder welchen Alters. Kritisiert habe ich die konzeptionelle Ausrichtung der Staatsoper, deren Spielplan wohl eher Touristen anspricht als Wiener. Dass sich manche Touristen falsch verhalten, wie von UwePaul richtig vermerkt, ist leider wahr, aber das tun ja Wiener genauso - erst unlängst hatte ich ein sehr unerfreuliches Erlebnis mit einer älteren Wienerin hinter mir im Konzerthaus, die während des Fächerns während des Konzerts mit ihrem Schmuck am Handgelenk geschüttelt hat und auf meine Geste, das zu unterlassen, dann extra stark in meine Richtung gefächert hat, worauf ich knapp davor war, ihr den Fächer wegzunehmen - und ich traue mich wetten: So verhalten sich keine Touristen, so verhalten sich nur manche sehr dumme und unmusikalische Wiener.)

Übrigens: In den Musikverein gehen  V I E L  mehr Touristen als ins Konzerthaus. Trotzdem - oder gerade deshalb - hat das Konzerthaus den mE interessanteren Spielplan (und auch die bessere Akustik).

 

Chenier sagt
Völliger Unsinn, semjon_koto, Musik kann man durchaus "museal" gestalten, warum nicht. Man will ja auch keine Neufassungen von der Mona Lisa, den Sonnenblumen, der Chinesischen Mauer oder vom Taj Mahal, sondern man möchte das Ursprüngliche, Authentische sehen. Um- und Neudeutungen sind für Experimental- und Kleinbühnen, wenn es sein muss, aber nichts für große Häuser.   

Natürlich kann man, aber die Frage ist, wie sinnvoll das ist. Theateraufführungen sind keine Bildende Kunst, sondern entstehen mit jeder Aufführung neu, daher kann ich bei Theateraufführungen nicht von ursprünglich/authentisch sprechen: Bei kaum einer Aufführung werden Sie die Uraufführungsbesetzung zusammenbekommen, und selbst falls das möglich ist, wäre es nicht ursprünglich/authentisch, weíl nie eine Aufführung der anderen gleicht. Genau das macht doch den Zauber der unmittelbaren Live-Musik aus! Dass es eben immer etwas anders ist und man sich immer überraschen lassen muss, was man wirklich bekommt. Würde ich immer das gleiche hören wollen, ginge ich nicht in die Oper / ins Konzert, sondern hörte allein daheim die immer gleiche "Referenzaufnahme" eines Werks. Ich weiß, dass Sie das so nicht geschrieben haben und meine Darstellung übertrieben ist - aber wie gesagt, gerade die Unwiederholbarkeit macht doch den Reiz aus. Ursprünglich/Authentisch sind meiner Meinung nach Wörter, die nicht ins Theater gehören.

 

Lohengrin2 sagt
Die Verherrlichung der hübsch bebilderten und nett kostümierten Alt-Inszenierungen, die dort und da noch existieren, ist reine Nostalgie und hat gar nichts mit guter oder schlechter Interpretation zu tun.  

Das sehe ich auch so.

3. Juli 2019
23:11
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 446
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Das "Ursprüngliche" möchte ich hören, aber nicht unbedingt sehen; z.B. ein "morendo" am Ende von Celeste Aida; aus Gründen des Effektes hinzugedichtete hohe Töne möchte ich nicht hören.

Ich besitze alte Klavierauszüge von Wagner-Opern, in denen Bühnenbilder zu sehen sind, die bestimmt jeden unserer Zeitgenossen aus dem Opernhaus treibt! So gehts heute auch nicht mehr.

Die Verherrlichung der hübsch bebilderten und nett kostümierten Alt-Inszenierungen, die dort und da noch existieren, ist reine Nostalgie und hat gar nichts mit guter oder schlechter Interpretation zu tun.

3. Juli 2019
23:01
Avatar
Chenier
Member
Members
Forumsbeiträge: 432
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Völliger Unsinn, semjon_koto, Musik kann man durchaus "museal" gestalten, warum nicht. Man will ja auch keine Neufassungen von der Mona Lisa, den Sonnenblumen, der Chinesischen Mauer oder vom Taj Mahal, sondern man möchte das Ursprüngliche, Authentische sehen. Um- und Neudeutungen sind für Experimental- und Kleinbühnen, wenn es sein muss, aber nichts für große Häuser. 

3. Juli 2019
19:39
Avatar
semjon_kotko
Member
Members
Forumsbeiträge: 24
Mitglied seit:
8. Dezember 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Nur ganz kurz zur "Klarstellung": Ich habe in meinem Posting nicht die Touristinnen und Touristen schlechthin kritisiert. Ihnen stehen natürlich sowohl die Sitzplätze als auch die Stehplätze uneingeschränkt offen (sie zahlen ja auch hinreichend dafür, wie richtigerweise klargestellt wurde) bzw. wäre es ein eigenes (auf einer ganz anderen Ebene angesiedeltes) Thema, über das Verhalten der Touristinnen und Touristen während der Vorstellungen zu diskutieren.
Mir ging es allein darum, dass sich die meisten Neuproduktionen in der Wiener Staatsoper an einem althergebrachten Publikumsgeschmack orientieren und kaum avancierte Ambitionen zu erkennen sind. Dieser museale Publikumsgeschmack wiederum erscheint mir besonders kompatibel zu sein mit den klischeehaften Ansprüchen von Touristinnen und Touristen, für die ein Besuch der Wiener Staatsoper ganz einfach "dazu" gehört bei einem Wien-Besuch. Es kann aber aus meiner Sicht nicht der künstlerische Anspruch der Wiener Oper sein, die Neuinszenierungen so auszurichten, dass vor allem althergebrachter Publikumsgeschmack bedient wird. Dafür gibt es ohnehin die unverwüstlichen und bewährten Inszenierungen wie etwa Barbiere, Tosca, Boheme, Salome, Carmen, Cavalleria/Pagliacci (und früher etwa Don Giovanni, Rigoletto und Ariadne), an denen auch ich nicht rütteln würde.

3. Juli 2019
19:15
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 803
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

susana,

Sie haben sicherlich recht, was die Touristen betrifft, ohne die wären sicherlich überall die Häuser leerer.

Was aber kritikwürdig ist, ist das Verhalten mancher Touristen aus einigen Gegenden die Welt, oder teilweise auch aus "unserer" Welt. Was ich meine, weiss wahrscheinlich jeder, der viel Zeit in Kultureinrichtungen verbringt

3. Juli 2019
19:12
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 446
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Vielleicht ist es jetzt nötig, den Begriff "Tourist" nähr zu spezifizieren.

A  Es gibt den Operntourismus, dem ich als Einzelperson gere fröne. Karten besorgen ist meist nicht ganz einfach, aber immerhin weniger teuer als über Reiseunternehmen.

B  Der Städtetourismus ist wohl derjenige, der hier meist angeprangert wird. Die Reiseteilnehmer buchen Lippzaner, Heurigenbesuch und Oper, ganz egal was gespielt wird.

C  Tagestouristen kaufen in Wien die überteuerten Karten auf der Straße vor der Oper oder -falls kundig- einen Stehplatz.

D  Die Methode, mittels Stehpatzkarte einen Blick in das Haus tun zu können, ist speizell in Wien für Touristen mit kleinem Geldbeutel interessant und beliebt.

Die jeweilige Polulation ist beileibe nicht deckungsgleich.....

3. Juli 2019
18:56
Avatar
susana
Member
Members
Forumsbeiträge: 102
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich hätte jetzt an euch so super gescheite Leute eine Frage :

Die ersten 3 Kategorien in der Wr Staatsoper kosten 206 Euro /175 Euro /130 Euro

 Ich weiss es gibt hier gewisse Leute die diesen Aspekt der Oper - nämlich den geschäftlichen Aspekt vollkommen negieren. und ja ich weiss dass Gurnemanz hier im Forum  gemeint hat, jeder sei blöd (ich sage das jetzt mit meinen eigenen Worten- ich zitiere nicht,  nur dem sinn nach) wer so teure Karten kauft.

Glaubt ihr wirklich dass es täglich "normale"  Leute gibt die diese Preise regelmäßig zahlen würden .. es sind fast ausschliesslich die Touristen die diese Preise zahlen und damit für eine gewisse Auslastung sorgen.

Ich bin seit 25 Jahre im Kartenverkauf tätig - ohne den Touristen wäre jede Oper leer - so wie es bei der um einiges billiger Hamburger Staatsoper sowieso ist . (das nur als Beispiel weil ich die besser kenne) , die Touristen gehen dort lieber in die Elbphilharmonie

Und bitte keine Antworten - der Staat hat das alles zu finanzieren (was er sehr viel ohnehin tut)  .. das ist für mich kein Argument ..

Also wie stellt ihr euch so den Kartenverkauf ohne Touristen vor ?

3. Juli 2019
18:01
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 272
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

werter Uwe aus Berlin:   was Sie auf 29 posten schaut nicht wie eine antwort, sondern wie eine meinung von Ihnen aus. ich muss mich nicht bemuehen herauszufinden, woher Sie Ihre weisheiten nehmen, deshalb dürfen Sie sich auch nicht wundern, wenn Sie falsch verstanden werden.   wie oft ich in die oper gehe, brauche ich hier im forum nicht zu manifestieren, und soll wirklich nicht Ihre sorge sein.   nur die qualifikation über meine person sollten Sie schnell zurücknehmen, andernfalls werde ich mich an den moderator wenden. Sie wissen sehr genau, dass ich die meisten Ihrer beiträge nicht schätze, aber beleidigungen sind deshalb nicht notwendig und in diesem forum unerwünscht

sie beklagen sich wiederholt, dass einige von uns nicht richtig lesen.....Sie aber auch nicht , der junge mann, der fast so viel wie Sie schreibt, nennt sich Gurnemanz und nicht Gurnemaz wie Sie belieben ihn wiederholt zu apostrophieren

3. Juli 2019
14:42
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 803
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Alcindo,

das Sie nicht mal in der Lage sind, richtig zu lesen, ist bezeichnend. Dümmer gehen Ihre Bemerkungen nicht.

Wenn Sie auch nicht mal das lesen können, was ich Chenier schrieb, muss es wirklich schlimm um Sie stehen, was mir allerdings völlig egal ist.

Noch ein Tipp, lesen Sie sich durch, was Gurnemaz alles am 3.7. um 2.06 Uhr schrieb, dann merken selbst Sie vielleicht, woher ich diesen Satz habe.

Apropo Vielschreiber, wenn Sie öfter mal in die Oper usw. gehen sollten, und nicht hier Ihr Gift verspritzen würden, hätten Sie auch was zu schreiben

3. Juli 2019
14:14
Avatar
alcindo
Member
Members
Forumsbeiträge: 272
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

hier schreibt der Vielschreiber aus Berlin:

Gurnemaz

Richtig. Die Wiener Staatsoper ist doch schon zum zweitklassigen Touristentempel verkommen. Aber da vielen (natürlich nicht allen) Touristen ziemlich egal ist, was gespielt wird, sehe ich kein Problem, wenn sie Kosky statt Zefirelli bekommen.

und dann gibt er zu noch nie in der WSTO gewesen zu sein.........zu solchem geplapper und geschnatter ist eigentlich jeder kommentar verlorene mühe

3. Juli 2019
10:08
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 803
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Chenier,

wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, und richtig gelesen hätten, habe ich Gurnemaz geantwortet, und was er geschrieben hat. Ich war noch nie in in Ihrer Staatsoper, reizt mich auch sehr wenig. Habe nur geschrieben, was hier etlichte Foristen, zu ihren Erlebnissen mit Touris geschrieben haben, die sich mit meinen Erfahrungen hier auch decken.

Also richtig lesen, und dann lospoltern

3. Juli 2019
9:11
Avatar
Chenier
Member
Members
Forumsbeiträge: 432
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Da muss ich heftigst widersprechen, UwePaul, das ist schlicht und ergreifend falsch, und da würde mich interessieren, 1. wie oft Sie schon in der WSO waren und 2. wann Sie das letzte Mal eine Vorstellung in der WSO besucht haben, ich setze auf den Vertrauensgrundsatz und erwarte eine ehrliche Antwort, wobei Ferndiagnosen fragwürdig sind. Letztlich haben Sie Touristen an allen großen Häusern, Met, Scala, La Fenice, Bastille etc., vielleicht nicht ganz so viele in Berlin.

3. Juli 2019
7:48
Avatar
Lohengrin2
Member
Members
Forumsbeiträge: 446
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Eines ist einfach zunächst als Phänomen da, daß die Wiener Staatsoper das einzige Haus weltweit derzeit ist, daß ohne Preis-Tricksereien (indem man Karten günstiger verkauft, um die Auslastung zu heben) eine nahezu 100%tige Auslastung erreicht.

Wie ist dann ein per Mail verschicktes Angebot zu verstehen, in dem Karten mit bis zu 30 % Ermässigung als "Treueprämie" angeboten werden?

3. Juli 2019
7:47
Avatar
UwePaul
Member
Members
Forumsbeiträge: 803
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemaz

Richtig. Die Wiener Staatsoper ist doch schon zum zweitklassigen Touristentempel verkommen. Aber da vielen (natürlich nicht allen) Touristen ziemlich egal ist, was gespielt wird, sehe ich kein Problem, wenn sie Kosky statt Zefirelli bekommen.

das Problem besteht doch nicht nur in Wien. Hier ist es mit der Staatsoper ähnlich. Wenn ich jetzt nur kürzlich an den Hamlet an der DO denke, der zu gut 50% besetzt war, und grandios, zur gleichen Zeit gab es einen flauen Rigoletto dort, der ausverkauft war...

Den Ärger über viele Touris haben wir wohl auch gemeinsam, wenn ich hier so manche Erlebnisse lese

3. Juli 2019
2:06
Avatar
Gurnemanz
Member
Members
Forumsbeiträge: 571
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

alcindo sagt
zu den regisseuren, die für semjon-k international furore machen.....einige dieser arbeiten werden nach kurzer zeit entsorgt, zt weil sie nicht repertoiretauglich sind

Aber nicht alle. Siehe Bieito-Entführung an der Komischen Oper Berlin, Konwitschny-Carlos an der Hamburgischen Staatsoper etc. Umgekehrt hält sich nicht jede traditionelle Inszenierung, zB wurde Peter Steins Věc Makropulos genau eine Serie gespielt und ward danach nicht mehr gesehen. Repertoiretauglichkeit (was auch immer diese ausmacht) ist doch sicher nicht das einzige Kriterium. Selbst der Mielitz-Parsifal, der genau auf Thomas Quasthoff zugeschnitten war und unter das fällt, was gerne als Regietheater bezeichnet wird, hielt sich von 2004 bis 2016.

alcindo sagt
wenn semjon-k meint nur Meyer habe schlechte oder uninteressante inszenierungen gebracht..de gustibus no disputandum est....er vergisst aber die grossen erfolge des Vorgängers bei Nabucco, Macbeth, Lohengrin, Holländer, Othello, usw....

Der Mielitz-Holländer war großartig, der Mielitz-Otello auch mehr als gut, und der Kosky-Holländer hat mir ebenfalls gut gefallen. Der Krämer-Nabucco ist nix, und den Nemirova-Macbeth hab ich nicht gesehen.

alcindo sagt
mir waere eine neuauflage des Karajan-Otellos lieber gewesen, dort stimmte zumindest der gesungene text noch mit dem was man auf der bühne zu sehen bekam überein...

Im Jahre 2019 die Neuauflage einer Inszenierung aus dem Jahre 1956???

alcindo sagt
aber wen interessiert denn heute noch das libretto einer oper?

Ich gehe davon aus, dass sich ein "moderner" Regisseur, der etwas anderes auf die Bühne bringt, als wortwörtlich im Libretto steht, sich sehr tiefgehend mit dem Stoff beschäftigt. Die Unterstellung, dass sich Regisseure, deren Inszenierungsstil Ihnen missfällt, für das Libretto nicht interessieren, entbehrt jeder Grundlage. Ganz abgesehen davon, dass gute Regisseure der Partitur mehr Aufmerksamkeit widmen als dem Libretto.

alcindo sagt
wenn der neue direktor die Butterfly entsorgt, macht er gleich wieder einen schweren fehler...in grunde eine kultinsz geworden und es gäbe einiges anderes zu ersetzen... dann auch gleich die Zeffirelli-Boheme rausschmeissen und durch eine zeitgemäße Boheme im drogenmilieu ersetzen, das passt doch viel besser zu Puccinis Musik.

Aus meiner Sicht wäre das richtig. Aber mit der Gielen-Butterfly und mit der Zefirelli-Bohème kann ich gut leben, weil ich mir diese Werke nur in äußersten Ausnahmsfällen anhöre, zB wenn Krassimira Stoyanova singt. Generell bin ich der Meinung, dass lieber Raritäten neu inszeniert werden sollen und dafür die alten Inszenierungen eher im Repertoire bleiben sollen.
Also aus meiner Sicht zum Beispiel: Edgar von Puccini neu bringen, dafür die alte Butterfly behalten.

alcindo sagt
und semjon-k  bitte nicht vergessen: die WSTO hat sehr wohl auch eine turistische bedeutung

Richtig. Die Wiener Staatsoper ist doch schon zum zweitklassigen Touristentempel verkommen. Aber da vielen (natürlich nicht allen) Touristen ziemlich egal ist, was gespielt wird, sehe ich kein Problem, wenn sie Kosky statt Zefirelli bekommen.

alcindo sagt
und Gz sollte vorsichtig sein bei vergleichen von Wien mit Innsbruck oder Ostrava

Und wo habe ich jetzt Wien mit Ostrava vergleichen?!

 

midsummerpuck sagt
Eines ist einfach zunächst als Phänomen da, daß die Wiener Staatsoper das einzige Haus weltweit derzeit ist, daß ohne Preis-Tricksereien (indem man Karten günstiger verkauft, um die Auslastung zu heben) eine nahezu 100%tige Auslastung erreicht. - Ich bin mir sicher, daß die zukünftige Intendanz das nicht erreichen wird!

Gaaaaaanz sicher??? (beide Aussagen betreffend)

midsummerpuck sagt
Die Auslastung z.B. in Hamburg ist mittlerweile ein absoluter Skandal! - Es kommt auch bei den vielen leeren Sitzen keine rechte Stimmung mehr auf, selbst wenn die Sänger gut und die Szene gar nicht so schlecht ist.

Das kann sein. Und wenn es so ist (woran ich fast nicht zweifle), finde ich es sehr bedauerlich. Aber der "Niedergang" von Hamburg liegt an ganz anderen Faktoren, vor allem am Handeln der aktuellen Direktion.
Wie erklären Sie sich sonst ca. 90% Auslastung der Oper Frankfurt und der Komischen Oper Berlin? (Das würde mich jetzt sehr interessieren!)

Generell: Werden Sie bitte konkret anstatt hier den Untergang zu prophezeien. Die Wiener Staatsoper wird es in 10 Jahren noch immer geben - und viel schlechter als derzeit geht es ja nicht.

No permission to create posts
Zeitzone des Forums: Europe/Berlin

Am meisten Mitglieder online: 10

Zurzeit Online:
3 Gast/Gäste

Momentan betrachten diese Seite:
1 Gast/Gäste

Top Autoren:

UwePaul: 803

Gurnemanz: 571

Lohengrin2: 446

Chenier: 432

alcindo: 272

HansLick2: 247

Michta: 168

susana: 102

Christine: 100

dalmont: 59

Mitgliederstatistiken

Gastbeiträge: 101

Mitglieder: 317

Moderatoren: 0

Administratoren: 3

Forumsstatistiken

Gruppen: 1

Foren: 1

Themen: 316

Beiträge: 4803

Neuste Mitglieder:

papageno, letauj69, aohoniaqiqse, uwudihola, noemirj2, virgiead1, markdw18, Douglaserona, zpicuzzanadi, clarencevs69

Administratoren: HaaSon: 2, ac: 61, Moderator 16: 30

 

Diese Seite drucken