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La Cenerentola | OnlineMerker | Forum

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Das Forum des Online-Merker wurde stillgelegt und wird voraussichtlich nicht mehr geöffnet. Es war aus technischen Gründen nicht möglich, Teilnehmer nachhaltig zu sperren.

Wir überprüfen nun die Möglichkeit eines Forums, bei dem man die Wortmeldung zuerst dem Moderator senden muss, der dann darüber entscheidet, ob der Beitrag den Forumsregeln entspricht und der nur selbst online stellen kann. Ob wir da fündig werden und uns das leisten können oder wollen, werden wir ohne jeden Zeitdruck entscheiden.

Aber das  widerspräche meiner Mentalität, denn das Freie Wort ist für mich ein hohes Gut. Schade dass es soweit kommen musste!

Ich bedanke mich bei den Diskutierern, die stets fair waren und unschuldig an der Einstellung sind. Mit den ganz wenigen "Verursachern" möchte ich aber keinen weiteren Kontakt haben und bitte dies zu respektieren. 

Mit Grüßen

Anton Cupak, Herausgeber Online-Merker

 

 

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La Cenerentola
7. Juli 2022
18:05
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 422
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20. Januar 2021
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Bzgl. Baden möchte ich beipflichten. In den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 war ich in der Sommerbühne Baden, um in Augenschein zu nehmen, was Michael Lakner, der frühere Indendant des Operettenfestivals Bad Ischl, dort zustande bringt. Das Festival war ja zumindest 2020 abgesagt, sodass ich Alternativen brauchte. Sowohl von der "Blauen Mazur" als auch von "Eva" war ich sehr angetan, sodass ich dieses Jahr "Kaiserin Josephine" eingeplant habe.

5. Juli 2022
14:30
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1070
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

die Leistungskraft des Theaters einer Stadt, die kaum mehr Einwohner als Baden bei Wien hat.

Was für ein Vergleich!
Nicht nur hat Baden ein Stadttheater und die Operettenbühne mit duchaus angeessenen Vorstellungen, Baden hat KEINE Millionärsdichte wie Monaco und keinen Fürsten, der extra hunderte Kilometer fleigt, um die Vorstellung zu "schmücken". Wäre Bartoli in Baden als Intendanin engagiert, trällerte sie dort genauso wie in Monaco. So tut sie es dort und in Salzburg (beim zweiteuersten Festival).

5. Juli 2022
13:28
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 313
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Also, der „Türke in Italien“ wuchs sich am Sonntag doch zu einem sehr vergnüglichen Opernabend aus. Der Orchesterklang der „Musiciens du Prince“ war für mich, dessen Rossini-Ohren sehr von Claudio Abbado geprägt wurden, eine ziemliche Überraschung. Beim Horn-Solo der Ouverture dachte ich noch: Wird das wohl gut gehen? Es ging einigermaßen gut, und ich hab diesen herzhaften, rauen Rossini-Klang dann sehr genossen. Und hab' mich einigermaßen schnell auch nach den Filmchen und dem anfänglichen nicht ganz leicht zu entschlüsselnden pantomimischen Gefuchtle Cecilia Bartolis und des Dichters in der Inszenierung zurecht gefunden. (Möglicherweise spukte noch die „Capriccio“-Dramaturgie - die Oper hatte ich knapp zuvor gesehen - zu sehr im Kopf herum).

Jedenfalls fühlten sich die Singenden alle wohl, hatten gute Laune, die so artifiziell agierende „geläufige Gurgel“ der Bartoli beeindruckte sehr. Ich präferiere bei Rossini doch mehr den Seelenton, wie ich ihn bei einer Berganza oder Valentini-Terrani kennengelernt habe.

Amüsant war es allemal (und die Bartoli ist halt auch spielerisch ein Wirbelwind). Man kann sich vorstellen, dass aus dem pirandellesken dramaturgischen Vexierspiel des Dichters, der sich fünf Personen sucht, einige subtile szenische Pointen geschlagen werden könnten, aber das würde womöglich wieder sofort mit der Keule Klugscheißereien von von Missionierungsbewusstsein getriebenen Regisseuren beantwortet.

Es war jedoch nicht zu wundern, dass nach Vulkanausbruch und Feuerwerk im 2. Finale der Beifall sich so entwickelte, wie ich es aus klassischen Musicals oder Operetten, und einmal auch bei „Artaserse“ im Theater an der Wien erlebt habe: Mit Verbeugungsmusiken. Insgesamt ist in meiner Erinnerung allerdings eine Aufführung dieser Oper (2005), schon damals mit Bartoli, D‘’Arcangelo und Barry Banks, von den Regisseuren der Wiener „Zauberflöte“ gestaltet, als geschlossener in Erinnerung. Was wiederum dem Umstand geschuldet sein könnte, dass man die Aufführung aus Monte Carlo sicherlich dem sehr sehr viel größeren Haus in Wien anpassen musste.

Ob abgesehen von den Invités nur vollzahlende Besucher im Haus waren, wage ich zu bezweifeln. Denn als Newsletterabonnent wurde ich vor etlichen Wochen (wie später bei „Capriccio“) animiert, Karten für diesen „Türken in Italien“ zu erwerben. Und solche Mails sind immer ein Zeichen für sehr schleppenden Verkauf.

Fazit: ein schöner Abend, Rossinimania wird keine entstehen und als Vehikel, den Staatsoperndirektor eins auszuwischen, taugt das Gastspiel der Opéra de Monte Carlo ganz und gar nicht. Das wäre auch sehr unfair. Denn es sollte eines zeigen: die Leistungskraft des Theaters einer Stadt, die kaum mehr Einwohner als Baden bei Wien hat. Und das haben sie doch cum grano salis bravourös getan.

PS: Alcindo, möchten Sie nicht zur Kenntnis nehmen, dass ich von „fast pathologisch anmutenden RT-Fixierungen“ geschrieben habe.

3. Juli 2022
23:07
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alcindo
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Forumsbeiträge: 837
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21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

guten Abend Dalmont: ausser den RTfixierungen gibt es genug anderes pathologisches hier im Forum

3. Juli 2022
22:23
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michael koling
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Forumsbeiträge: 17
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20. November 2021
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Ich habe aus Termingründen - ja, auch ein nicht mehr im Erwerbsleben stehender Mensch hat die eine oder andere Verpflichtung abseits von Oper oder Konzert  - die "Cenerentola" nicht besuchen können (wie sich auch der "Turco" und die Gala nicht ausgehen - da werde ich in München sein). Aber alt wie ich nun schon einmal bin, denke ich immer noch an das Gastspiel der Mailänder Scala im Theater an der Wien im Rahmen der Wiener Festwochen 1973 in der Ausstattung von Ponnelle zurück. Und ohne die Vergangenheit verklären zu wollen bezweifle ich, dass Bartoli und ihre Entourage mit damals Berganza, Montarsolo, Capecchi und (mit Abstrichen) Benelli vergleichbar sind.

Aber zugegeben, das ist lange Vergangenheit und die Zeiten haben sich geändert.

 

Nachsatz: Nicht ganz so lange ist es her, dass die Volksoper mit Adrineh Simonian eine Cenerentola im hauseigenen Ensemble hatte, die sich in stimmlicher Qualität und Ausstrahlung mit prominentesten Namen durchaus messen konnte    

3. Juli 2022
8:24
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 313
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22. Januar 2021
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Ad 1)

Christine, ich wollte Ihnen die Antwort im anderen Thread geben, aber es kann auch hier sein. Es geht dort nur darum, ob es legitim oder zynisch ist, sich in die Linie von Figuren einer Oper einzuordnen, in der es um Folter, willkürliche Hinrichtung geht, weil man sich in aktuellen gesundheitspolitischen Fragen seiner eigenen Einschätzung nach nicht gebührend wahrgenommen fühlt. Mit Weltanschauung hat das nix zu tun. Gefoltert wird kein Österreicher, weil er Blödsinn verzapft oder einem Mainstream verpflichtet ist, der es halt noch nicht zur politischen Mehrheit gebracht hat. Hier darf jeder alles von sich geben. So viel zu Ihrem ersten Satz.

Zurück zu Rossini: „Aschenbrödel“ habe ich nicht gesehen. Heute freue ich mich unbändig auf „Der Türke in Italien“. Hoffentlich nicht in halbszenischer Form (denn das ist ja gegen den Willen der Autoren und Komponisten) und hoffentlich erwartet mich heute Abend keine coronabedingte negative Überraschung.

 

PS: Was lese ich im „Capriccio“-Programmbuch: Es ist eine falsche Nachgiebigkeit gegen die Menge, wenn man ihnen die Empfindungen erregt, die sie haben wollen, und nicht die sie haben sollen. (J.W. von Goethe) Darüber ließe sich wohl trefflich diskutieren, allerdings ohne diese fast pathologisch anmutenden RT-Fixierungen mancher Diskutierenden.

2. Juli 2022
22:23
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alcindo
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Forumsbeiträge: 837
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21. Januar 2021
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das freut mich für Sie

2. Juli 2022
21:51
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1070
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20. Januar 2021
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Wie kommen Sie denn darauf? So eine enge Weltsicht................

Sie werden es nicht glauben, die Freude an einer großen Stimme und einem eindrucksvollen Darsteller lässt reichlich Raum für so Vieles, wie Sie vielleicht gar nicht ermessen können.
In meiner Umgebung gibt es sehr viele kreative, intelligente und gebildete Menschen, die neuen Ideen und Gedanken erst mal Raum geben. Da gehört Musik und Musikheater ebenso dazu, wie bildende Kunst und Literatur. Im Althergebrachten stecken zu bleiben, ist ganz und gar nicht angesagt.
Dass das eine oder andere Neue nicht gefällt ist klar, aber auch Traditionelles fällt manchmal durch.......

2. Juli 2022
21:36
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alcindo
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Forumsbeiträge: 837
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21. Januar 2021
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liebe loh2: wahrscheinlich sind viele Ihrer bekannten fans eines Tenors, der bei RT häufig mitmacht.

mit gruss alcindo

2. Juli 2022
19:14
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1070
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20. Januar 2021
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eigentlich alles Musiker, Sänger, Akademiker......

Nicht unähnlich meinem Bekanntenkreis, doch 50:50 ist mindestens die Quote......

2. Juli 2022
19:11
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alcindo
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Forumsbeiträge: 837
Mitglied seit:
21. Januar 2021
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grüss Gott, MRadema, leider kann ich zur Cenerentola nichts berichten, da ich seit einigen tagen ca 3 Flugstunden von Wien entfernt bin. bei den Meinungen zum RT steht es hier im Forum ungefähr 50:50...realiter steht es aber 95:05, wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre...eigentlich alles Musiker, Sänger, Akademiker......

mit Gruss alcindo

2. Juli 2022
19:00
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 422
Mitglied seit:
20. Januar 2021
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Das sind wir wieder beim Lieblingsthema: Pauschales Eindreschen auf das sog. "Regietheater". Gibt es noch Aussagen zur Aufführung, zum Beispiel zu dem Orchester "Les Musiciens du Prince" auf historischen Instrumenten? Das hat mich in Salzburg und andernorts immer sehr begeistert.

2. Juli 2022
17:54
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alcindo
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Forumsbeiträge: 837
Mitglied seit:
21. Januar 2021
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auch die semikonzertanten Mozartauffuehrungen Harnoncourts im Theater anders Wien haben mir ganz ausgezeichnet gefallen. da genügt der Spielwitz und Spürsinn begabter Sänger um grosse werke auf die Bühne zu bringen. besser als oft absurde Ideen von RTspielleitern, die nicht mit der Oper aufgewachsen sind und meist im Schauspiel nichts erreicht haben.

2. Juli 2022
16:29
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HESE
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Forumsbeiträge: 9
Mitglied seit:
23. Dezember 2021
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Es war eine der beglückendsten Aufführungen, die ich im Laufe meiner vielen Opernbesuche erleben durfte. Da hat einfach alles gepasst. Die "semikonzertante" Aufführung war von einer unheimlichen Spielfreude der Personen geprägt, die perfekte Sängerriege mit der alles überstrahlenden Bartoli ließ keine Wünsche offen. Und die drei Zugaben am Ende der Aufführung haben das Haus vollkommen zum Überkochen gebracht.

2. Juli 2022
13:35
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1070
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

...recte: halbszenischen Darbietungen.... Zumindest die Tosca in Graz war so umgesetzt.

2. Juli 2022
13:14
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Tetrarch
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Forumsbeiträge: 16
Mitglied seit:
12. April 2022
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Die gleiche Erfahrung habe ich mit dem konzertanten Parsifal bei den letztjährigen Bayreuther Festspielen gemacht.

Ohne unsinnige Außeneinwirkung können die Sänger ihre Rollen wirklich so ausdrücken, wie es die Musik verlangt und werden nicht durch seltsame Regieeinfälle abgelenkt. Man ist beim Anhören zudem viel besser in der Lage, sich auf das Dargebotene zu konzentrieren, was die Gesamterfahrung intensiviert. 

Solange es mit der Regie nicht besser wird, liegt die Zukunft der großen Opernaufführungen leider in nicht-szenischen Darbietungen.

2. Juli 2022
9:49
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Christine
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Forumsbeiträge: 517
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Es ist bemerkenswert, dass im Forum wieder heftig über unterschiedliche Weltanschauungen diskutiert wird, die zwar vom Thema Oper ausgehen, sich dann eher davon entfernen, aber über eine sehr gelungene Aufführung gar nicht diskutiert wird. Leider konnte ich diese Aufführung der Cenerentola aus terminlichen Gründen nicht besuchen, aber nachdem was ich gehört und gelesen habe - sowohl im Merker als auch in den Tageszeitungen - muss es fast so gewesen sein wie es früher öfters war. Sehr gute Sängerinnen und Sänger, eine Inszenierung ohne Selbstverwirklichung eines Regisseurs und ein glückliches lange applaudierendes Publikum, das seine Plätze wohl voll bezahlt hat. Es ist wohl niemand abgegangen, dass hier nicht versucht wurde das "in der Oper verborgene Doppelbödige herauszuarbeiten", sondern dass auf die Musik und ihre Interpreten vertraut wurde. Vielleicht sollte es mehr halbszenische Aufführungen geben. Die Tosca aus Graz im Vorjahr war ja auch ausgezeichnet.

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