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Ist die Zauberflöte heutigen Kindern noch zumutbar? Artikel FAZ | Seite 3 | OnlineMerker | Forum

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Ist die Zauberflöte heutigen Kindern noch zumutbar? Artikel FAZ
7. Mai 2021
7:36
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Gulliver
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23. März 2021
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Verirrtes Thema! Die Zauberflöte war in Gänze Kindern noch nie zumutmar, ggf. partiell. Gerade deshalb gibt es eine ganze Reihe Kinderfassungen, z. B WSTO, vom E. Streul usw.

6. Mai 2021
23:35
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alcindo
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21. Januar 2021
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caro Dalmont, ha sbagliato il barco....hier sind wir dei der Zbflte

6. Mai 2021
23:11
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Alles falsch, und ich wusste es wirklich nimmer: Das gehört zum Café mit der falschen Grammatik

6. Mai 2021
23:09
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 82
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22. Januar 2021
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Ich weiß nimmer, in welchem Thema ich mich befinde. Ich hoffe in dem, dessen Titele grammatikalisch so peinlich falsch ist:

Ich lass jetzt einmal beiseite, dass es AC (nicht der Herausgeber) als sinnlos erachtet mit meinesgleichen zu diskutieren: Akzeptierte ich das, würde ich meinen, Charles Gounod wäre ein seichter Compositeur. Ich habe angemerkt – wie es Bertrand de Billy im Programmheft zur letzten Inszenierung schrieb – dass die Rumänin sich weigerte, eine ganz entscheidende Szene nicht zu singen. AC wird mir zugeben, dass es musikalisch eine der gewaltigsten Marguerite-Nummern der Oper, viel besser als die Arie, war, und er wird mir hoffentlich auch zugeben, dass ich immer, wenn ich das Bachsche Prélude spiele, aus dem der Franzose das unsägliche Ave Maria destilliert hat, an seinem Musikverständnis zweifle (worauf sich das seine bezieht, lasse ich offen.)

Nur an den OM-Chenier gerichtet, der so viel Gefallen findet, mich als vom Fels gefallenes Armutschkerl hinzustellen: Ich habe meine Noten befragt: „La Reine de Saba“, „La Nonne sanglante“, „Mireille“ und „Le Medicin malgré lui“  scheinen mir sehr geschlossene Gounod-Werke zu sein. Beim „Faust“, der hierzulande ja lange „Margarete“ genannt wurde, weil Deutschnationale nicht verkrafteten, dass der "geniale" Goethe von Franzosen verballhornend veropert wurde, merkt man meiner Meinung nach, dass das Werk erst nach der ersten sehr schlanken Version zur großen Oper aufgemotzt wurde. Aber das alles kennt ja der große Dialektiker Chénier zum Überdruss.

Dass die Librettisten Jules Barbier und Michel Carré auf Carrés Drame fantastique „Faust et Marguerite“, ein Kronejournaille-Boulevardstück, das Elemente von Goethes „Faust I“ enthält, zurückgegriffen haben, weiß er, der einzige Kenner der Quellen, auch.

Und an Christine gerichtet: Ich habe forschend nachgedacht, warum ich so heftig wegen des Kindesmordes reagiert habe und bitte um Nachsicht, dass ich ein paar Zeilen brauche, um es darzulegen. Goethe hat in Weimar gegen seinen Großherzog gestimmt und eine Kindstöterin zu der von mir geschilderten grausamen wochenlang Wassertropfen einsickernlassenden Ersäufung verurteilt. Allerdings war diese Frau nicht das Urbild von Margarete, wie ich, den großen „Humanisten“ entschuldigen wollend, dachte. Das lässt sich weiter zurück verfolgen, und – ich will Sie nicht langweilen – Sie landen dort, wo ich als Germanistikstudent den Ausgang nahm, beim Theaterstück „Die Kindsmörderin“.

Ich kehre von der Disgression zurück und mag niemand verletzen: ich schätze einige Nummern der Oper „Andrea Chenier“. Da ich viele Gedichte Chéniers liebe, kann ich mit der Oper selbigen Namens wenig anfangen. Es gibt ja auch keine Oper „Petrarca“, „Rilke“ oder „Achmatowa“. Bitte mir zu sagen, wie man Verse gegen Oper werten kann?

6. Mai 2021
22:41
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Zeit und der Falter, beides unverdächtige Medien

Selten so gelacht (was zu dem traurigen Thema gar nicht passt....)

6. Mai 2021
22:03
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Chenier
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28. Februar 2021
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Dalmont sagt

Und wem das bei den sich beängstigend häufenden Femiziden in Österreich nicht durch den Kopf geht, und wer sich nicht fragen will, was hat der Text der „Zauberflöte“ damit zu tun und was meint die Musik Mozarts (der ja wie kaum ein anderer einen unendlich eindringlichen Seelenton gefunden hat) zum Text, und wie kann man das alles mit heutigen Mitteln auf die Bühne bringen, ja, der will halt die Erkenntnisangebote von Kunst nicht akzeptieren, sondern erfreut sich an deren angenehmem Schein.

  

Pardon, aber das ist sehr weit hergeholt, vermutlich Lichtjahre. Die Häufung der Femizide, wenn man auf Grund der Zahlenreihe der vergangenen Dekade überhaupt von einem Agglomerationseffekt sprechen kann, ist primär auf Importe dieser Problematik zurückzuführen. Dass hier Affinitäten mit speziellen Kulturkreisen bestehen, schreiben sogar die Zeit und der Falter, beides unverdächtige Medien, denen man vieles, aber sicher nicht Rechtslastigkeit vorwerfen kann.

Damit bin ich schon wieder fertig mit der Replik, die gleichzeitig ein Exkurs vom eigentlichen Thema ist, nur so konnte ich diese unsinnige Behauptung, weder These noch Antithese, nicht stehenlassen.

6. Mai 2021
20:32
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 82
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22. Januar 2021
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Die „Zauberflöte“ war nie eine Oper für Kinder, sie hat nur Elemente, die auch Kindern gefallen. Diese haben ja an allem Zauberischen und an Tieren auf der Bühne großen Gefallen. Holenders Großtat war die „Zauberflöte für Kinder“, sie war für Kinder zurecht gemacht und wurde von ihnen geliebt.  

Viele Probleme der Oper liegen im Text, und da vor allem in der salbadernden Sarastro-Welt, deren Aussagen nur wenig die Freimaurer-Welt widerspiegeln dürften, vielmehr ein patriarchal ausgerichtetes Frauenbild, das man leider bei sehr sehr vielen Männern heute noch antrifft. Gönnerhaft Sätze wie „Steh auf, erheitre dich, oh Liebe…“ und vor allem das furchtbare „Ein Mann muss eure Herzen leiten, denn ohne ihn wird jedes Weib ecc.ecc.“ könnten ja vielen heutigen Familienpatriarchen abgelauscht worden sein.

Und wem das bei den sich beängstigend häufenden Femiziden in Österreich nicht durch den Kopf geht, und wer sich nicht fragen will, was hat der Text der „Zauberflöte“ damit zu tun und was meint die Musik Mozarts (der ja wie kaum ein anderer einen unendlich eindringlichen Seelenton gefunden hat) zum Text, und wie kann man das alles mit heutigen Mitteln auf die Bühne bringen, ja, der will halt die Erkenntnisangebote von Kunst nicht akzeptieren, sondern erfreut sich an deren angenehmem Schein.

Die „Zauberflöte“ zeigt doch, wie wenige andere Opern, viele kaum auflösbare Widersprüche unseres europäisch-abendländischen Daseins, und die künstlich herbeigeführte Schluss-Synthese aus These und Antithese davor ist auch nix Anderes als problematisch.

Mir hat bisher am besten der inszenatorische Schluss einer Aufführung (in Tschechisch!) am Prager Ständetheater gefallen: Pamina und Tamino haben zwar den Sonnenkreis von Sarastro übernommen, aber während der Schlusstakte haben sie ihm alles hingeschmissen und sind davon gelaufen…

6. Mai 2021
17:40
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Die zitierten Textstellen werden üblicherweise von Regisseuren entspechend adressiert. Dann werden Sarastro und die Königin der Nacht nicht als Gut-Böse-Kontrast gezeigt, sondern beide sind böse. Sarastro ist Sklavenhalter, Frauenfeind, Rassist und Dämagoge.

6. Mai 2021
16:12
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Figaro1992
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19. April 2021
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Und, wenn man sich aufregt über einen Satz: "...weil ein Schwarzer häßlich ist.", dann sollte man sich aber, BITTESCHÖN , schon überhaupt über den Satz:"Ein Weib tut wenig, plaudert viel." echauffieren. Und auch über "Ein Mann muss Eure Herzen leiten, denn ohne ihn pflegt jedes Weib aus ihrem Wirkungskreis zu schreiten". Und das schreibe ich, der ich mit Frauenquote und Gendern absolut nichts am Hut habe. Aber DAS ist wirklich frauenfeindlich.

6. Mai 2021
16:03
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Es kommt auf das "Urerlebnis an.

Kinder reagieren IMMER irritiert, wenn ihr Märchen in einer anderen Gestalt daher kommt. Das kennt jeder, der Kindern Märchen vorliest und / oder erzählt. Da darf man keine Silbe variieren, ohne gerügt zu werden.

Ausserdem: Die Zauberflöte wird von Kindern ohnehin nicht umfassend vestanden, sondern ausschließlich auf der märchenhafte Ebene.Die humanistischen Gedanken und der versöhnliche Ausgang als Zeichen der Toleranz ist für Kinder zu viel verlangt.

6. Mai 2021
15:48
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Figaro1992
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Forumsbeiträge: 21
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19. April 2021
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Meine Antwort darauf: In werkentstellenden Inszenierungen natürlich NICHT!

Ein kleines Beispiel: Meine 6-jährige Großcousine liebt die Zauberflöte. Nach der Übertragung der letzten Salzburger Inszenierung vor einigen Jahren ins TV war sie ganz unglücklich.Sie sagte zu ihrer Mama wörtlich: "Mama, die haben mir meine Zauberflöte kaputtgemacht".

Ich finde, das sagt schon sehr viel aus.

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