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Ist die Zauberflöte heutigen Kindern noch zumutbar? Artikel FAZ | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

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Ist die Zauberflöte heutigen Kindern noch zumutbar? Artikel FAZ
9. Mai 2021
18:18
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
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28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Dlmont, es ist schwierig, Ihre erschöpfenden Zeilen richtig zu deuten. Sie verteidigen zwar Wallmanns Tosca und schwelgen über Schenks Inszenierungen der Opernklassik, bemängeln aber Defizite des Wiener Publikums und fordern mehr Verständnis für die Moderne auf allen Ebenen ein.

Schwierig, durch das Labyrinth Ihrer Widersprüchlichkeiten durchzufinden. In der Kürze liegt die Würze und vielleicht kommen Sie auf die Dreisatzregel zurück: Was man in 3 Sätzen nicht sagen kann, kann man auch in einem Buch nicht zum Ausdruck bringen.

9. Mai 2021
14:46
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 82
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Walter, Sie erzählen mir von sich und ich kann jeden Ihrer Sätze deuten. Wo ist die Verbindung zu meinen Zeilen, zu meiner Verteidigung von Frau Wallmann?

9. Mai 2021
14:10
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walter
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Forumsbeiträge: 90
Mitglied seit:
8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Werter Dalmont, wenn Sie die "Abwehr der Gegenwart" als ein Hauptanliegen für die Mehrheit hier in diesem Forum betrachten, so ist das Ihre Sache, ich glaube das nicht, sondern konzediere hier Allen, die guten Willens sind, sich auch für Neuerscheinungen des 20. Jhdts. zu interessieren. Die Abwehr kommt vielleicht danach, aber nicht prinzipiell.

Ich nannte einen Zeitraum von 50 Jahren, aber wir können gerne noch 50 darauflegen, die Erkenntnis bleibt die gleiche.  Da waren auch viele beachtenswerte Dinge dabei, die ihre Wirkung vor allem dem kompromisslosen Einsatz der Solisten verdanken, aber mit den großen Titeln von vorher gleichziehen konnten nur wenige.....

Bei Reclam dachte ich weniger an einen Opernführer als an die Miniaturtextbücher, wie sie auch Ricordi und Sonzogno herausgeben, und woher Sie Ihre Theorie über die "Große Wiener Lebenslüge" beziehen, müssten Sie mir erklären. Wien hat nicht mehr Leichen im Keller wie auch andere Metropolen; wir stauben sie vielleicht nur etwas liebevoller ab.

Dass Sie die Wallmann- Tosca gerne in den Kübel treten würden, habe ich schon befürchtet; wieso aber jede heutige Aufführung in dieser Form eine Beleidigung von Frau Wallmann darstellen soll, verstehe ich nicht. Außerdem, vielleicht sollte man sie auch nicht mehr Wallmann- Tosca nennen, weil von ihr vermutlich wirklich nur mehr Rudimente vorhanden sind, sondern den Bühnenbildner als Stammvater bezeichnen. Seine Arbeit ist nämlich noch ganz gut zu erkennen.

Ich begebe mich vermutlich auf ein etwas schlüpfriges Terrain, wenn ich meine innere Überzeugung von der Wirkung der Musik zu erklären versuche: Musik macht etwas mit uns. Diese Wirkung lässt sich nicht beschreiben, trotzdem steht fest, dass es sie gibt. Die angewandte Psychologie versucht sich immer wieder daran, man hat auch schon Milchkühen Mozart vorgespielt. Die Met zeigte in den letzten Wochen wiederholt zwei Sachen von Philip Glass, szenisch beides sehr eindrucksvolle Produktionen, allerdings konnte der Eindruck, den die Augen gewannen, nicht mithalten mit dem, was den Ohren geboten wurde. Es fehlt Werken wie diesen der Stecker zur Seele, die Schnittstelle, die unbeschreibliche....

walter

9. Mai 2021
11:41
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 82
Mitglied seit:
22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich weiß, dass ich jetzt einige Threads verknüpfe, aber es dreht sich im Online-Forum eh nur immer um ein- und dasselbe: die Abwehr der Gegenwart.

 

Nein, Walter, das „Operngenre“ hat sich nicht erschöpft. Was nach der „Turandot“ (laut eines sehr berühmten Wiener Stehplatzlers die letzte „wirkliche“ Oper) uraufgeführt wurde, wurde halt von einem Teil des Publikums nimmer akzeptiert, bis heute.

Fällt es hier niemand auf, dass sich die Diskussion vor allem um die italienischen naturalistisch denkenden Komponisten dreht? Wen interessieren hier (von mir im Stream zum ersten Mal gesehen) „Francesca da Rimini“ von Zandonai, Montemezzis „Die Liebe der drei Könige“ (konnte man am Theater an der Wien sehen), Ildebrando Pizzettis „Mord in der Kathedrale“ (war die nicht auch an der Staatsoper?) oder horribile dictu Giacomo Manzonis „Faust“? Salvatore Sciarrino will ich gar nicht nennen. Das sind nur die Italiener.

Warum interessiert das alles die Menschen wenig? Das sollten sich wohl gerade die hier Diskutierenden fragen. Ich glaube, die Antwort zu kennen und ich formuliere es polemisch: weil sie Cavaradossis verzweifelten Abschied vom Leben verniedlichend als „Sternenarie“ rezipieren, und damit höchstwahrscheinlich nicht viel anders wie „O sole mio“ (ist ja auch ein Himmelskörper!), oder Calafs „Nessun dorma“, der ja nicht weiß, ob ihm der Kopf von seiner ersehnten Geliebten abgeschlagen werden wird, als Begleitmusik zu einer Spaghettate oder G’rösteten Leber (oder als dreitenöriges Geplärre lieben. Ginge dieses Dreitenörige auch mit "Amfortas, die Wunde!")

Die Inhaltsangaben in Reclams Opernführer fassen ein Handlungsgerüst zusammen und das sagt in der Regel wenig aus. Gute Programmhefte (Bayerische Staatsoper, das Piermarini oder früher das Fenice, die Staatsoper natürlich nicht) drucken den Text manchmal sogar mit Kommentaren ab. Und schon bei den ersten Sätzen des Textes fangen die Fragen an: Was ist damit gemeint? Von einem Blickpunkt von 2021 aus, einen anderen haben wir ja nicht.

Warum fühlen sich so viele Staatsopernliebhaber*innen in Wien überfordert, wenn es darum geht, Kunstwerke der Vergangenheit aus unserer Lebenswelt heraus zu deuten? Hat es nicht auch mit einer Denkweise zu tun, die dazu geführt hat, dass es in Wien am Kärntnertor oder in der Hof- und Staatsoper kaum nennenswerte Uraufführungen gab? „Maria di Rohan“, „Die Königin von Saba“, „Die Frau ohne Schatten“ und die Operette „Giuditta“, die Kreneks „Karl V.“ verdrängte, fallen mir ad hoc ein. Was davon ist heute noch interessant oder relevant?

Und hat das nicht alles mit einer großen Lebenslüge Wiens zu tun, von der vor allem der Tourismus lebt?

Die Staatsoper dürfte durch die Pandemie aus diesem touristischen Nest geworfen worden sein. Ich hoffe sehr, dass sie es übersteht, wenn sie ein paar Jahre vor allem von heimischem Publikum leben muss.

PS: Zur leidigen „Tosca“ Thematik. Jede Aufführung heute ist eine Beleidigung Margherita Wallmanns, das war eine sehr kluge und genau arbeitende Bühnenkünstlerin, die jedoch vom Tanz her kam, sie kann sich gegen die Verstümmelungen ihrer Arbeit nicht mehr wehren. Schenk konnte noch seinen Namen vom „Liebestrank“ zurückziehen, seine meiner Meinung nach besten Inszenierungen „Don Giovanni“, „Don Carlos“ „Macbeth“ sind ohnedies schnell wieder verschwunden.

9. Mai 2021
11:21
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 113
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20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Chenier sagt
Die schweigende Mehrheit bleibt in der Deckung, aber ich vertrete die These, dass sie auf der Seite der Normalität steht und authentisch-traditionelle statt schrill-verfälschende Inszenierungen präferiert.

Das ist meines Erachtens eine Suggestivfrage.

Sie erwecken den Eindruck, als sei traditionell gleich authentisch und modern (Sie haben das Wort vermieden) gleich schrill-verfälschend. Ich würde vielmehr sagen, dass traditionelle Aufführungen so gut wie nie authentisch, also ebenfalls verfälschend sind. Als Händelopernfan würde ich z. B. sagen, dass ich nach Hunderten Produktionen nicht eine authentische gesehen habe, insbesondere nicht die, die ausgeben es zu sein. Das hängt u. a.  damit zusammen, dass die Bühnenkonventionen der Zeit uns gar nichts sagen (z. B. Bedeutung von rechts/links), die Sänger (dreierlei Geschlechts, von denen es eins nicht mehr gibt) nicht in der Lage sind, die Konventionen der Zeit darzustellen, Kernzenlicht in Theatern verboten ist etc etc. Meine Aussage ist also, dass mit Ausnahme von Uraufführungen alle Inszenierungen verfälschen; je älter die Oper ist, desto mehr. Das ist m. E. auch nichts Schlechtes, sondern zwingend erforderlich. Man kann es nur halt gut oder schlecht machen (und das Kriterium ist subjektiv).

Auf der anderen Seite muss eine moderne Inszenierung auch nicht schrill sein, davon abgesehen, dass eine schrille Inszenierung auch nicht schlecht sein muss - es gibt jedenfalls genug Opern, die überhaupt nur schrill funktionieren dürften (z. B. "Die Liebe zu den drei Orangen").

Weiterhin: Was Sie mit "schweigende Mehrheit" meinen, erschließt sich mir nicht. Die meisten Menschen schauen gar keine Opern, zumindest nicht freiwillig. Ich schätze mal, so 80%. Wenn ich solche Leute nach den Gründen frage, kommen meist Vorurteile, die sich meist aus drittklassigen traditionellen Aufführungen speisen, die es zumindest hier in in NRW fast nicht gibt (also weder drittklassig noch traditionell). Woher solche Vorurteile stammen, ist mir bis Heute ein Rätsel geblieben. Vielleicht aus Satireformaten im Fernsehen oder Spielfilmen?

Wenn Sie also der "schweigenden Mehrheit" Ihre Suggestivfrage stellen, werden Sie m. E. wahrscheinlich die durch die Fragestellung bereits vorgegebene Antwort erhalten.

 

walter sagt
Leider muss man konstatieren, dass sich das Operngenre offensichtlich erschöpft hat, oder könnte mir jemand ein Werk aus den letzten fünfzig Jahren nennen, dass etwa einer "Tosca" den Rang streitig machen könnte?

Wenn Sie 50 Jahre als Grenze nehmen, sind "Dialogues des Carmelites", "The Rake's Progress", "Peter Grimes", "Street Scene" und "Die Soldaten" schon mal raus (die alle bzgl. der Aufführungszahlen nicht mit Tosca mithalten können). Danach wird die Luft noch dünner... Wahrscheinlich kommen wir bei Glass (z. B. Akhnaten) raus, oder Reimann (Lear) und Henze (z. B. die Kinderoper Pollicino, die Bassariden, "Elegie für junge Liebende"), sowie "Anne Frank" von Frid (wird übrigens nächste Woche 49 Jahre alt!). Einige Opern wurden eine zeitlang oft aufgeführt, sind dann aber weitgehend wieder verschwunden, z. B. "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" von Glanert (2018 aber wieder in Fürth zu sehen gewesen).

8. Mai 2021
12:28
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Figaro1992
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19. April 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Chenier sagt
....und authentisch-traditionelle statt schrill-verfälschende Inszenierungen präferiert. 

  

Ich jedenfalls! Wobei ich nicht sagen will, daß ich ausschließlich Ottis Grottenbahn bevorzuge.Es gibt anderweitig sehr Gutes!

8. Mai 2021
12:00
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
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28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Die schweigende Mehrheit bleibt in der Deckung, aber ich vertrete die These, dass sie auf der Seite der Normalität steht und authentisch-traditionelle statt schrill-verfälschende Inszenierungen präferiert. 

7. Mai 2021
22:51
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walter
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Forumsbeiträge: 90
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8. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

......sind wir alle getäuscht worden??
Nein, werter Alcindo, das sind wir ganz bestimmt nicht!
Man hat bloß versucht, uns die Dinge analog beizubringen, wobei ein Auge auf dem Opernführer, und das andere auf der Komposition ruhte.
Ein paar Generationen vorher hätte es aber vielleicht ganz anders ausgesehen. So ganz ohne Murren wurde die Entrümpelung der Szene von all dem Makart- Plunder ja nicht hingenommen.
Leider muss man konstatieren, dass sich das Operngenre offensichtlich erschöpft hat, oder könnte mir jemand ein Werk aus den letzten fünfzig Jahren nennen, dass etwa einer "Tosca" den Rang streitig machen könnte? Wenn das Urteil auf "interessant" lautete, war das schon viel.....
Deshalb bleibt den Verantwortlichen gar nichts anderes übrig als sich der alten Knüller bzw. Kassenfüller zu bedienen, die schon so lange aufgeführt werden. Die können sich nicht wehren, an den "Neubearbeitungen" verdient immer jemand, und nachdem heute eben "Alles" Kunst ist- man sehe sich doch nur den Sektor Bildende Kunst an- hat man immer eine verlässliche Basis.
In der Mode heisst es, alles käme nach dreißig Jahren wieder; leider scheint das aber für den Bereich Musiktheater nicht zu gelten. Hier wird brachial vorgegangen, werden Handlungen verändert, und selbst die Komposition ist davor nicht sicher.
Die Rezensenten- es scheinen die selben zu sein wie in der Bildenden Kunst- jubeln über "neue Sichtweisen", dabei fallen sie nur auf des Kaisers neue Kleider herein.
Im Moment kämpfen wir zwar einen Kampf gegen Windmühlen, aber es wäre empirisch interessant herauszufinden, wie die schweigende Mehrheit der Mitleser in diesem Forum darüber denkt. Die Position der wenigen, die sich hier zu Wort melden, kennen wir ja, aber wie denkt der schweigende Rest darüber?
walter

7. Mai 2021
20:41
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alcindo
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21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

liebe Chrisiine, wir sind fast alle mit opernführern und Reclam aufgewachsen, aber sind wir alle getäuscht worden??   und haben erst Sebrenn..., Castorf, Tscherni..und  similares das wahre wesen der opern ergründet.??...und jeder davon hat eine ganz verschiedene version für die werke gefunden, die fast immer dem widerspricht, das wir aus Reclam und den Opernführern kennen,   also die ganze welt hat sich viele jahrzehntelang täuschen lassen....und die neue wahrheit scheint zu sein, dass das was auf der Bühne gespielt wird im widerspruch zum gesungenen text steht....seltsam

7. Mai 2021
19:35
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Christine
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Forumsbeiträge: 206
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Kennen Sie das Opernquartett überhaupt? Die vier Karten bestehen aus dem Komponisten und drei seiner Opern. Es steht jeweils der Beginn einer Arie in deutscher Sprache auf den drei Karten gemeinsam mit einem Bild. Vom Komponisten sind neben dem Bild seine Geburts- und Sterbedaten. Wir haben das Quartett im Sommer gespielt, die Karten gehörten meiner Kusine. Auf diese Weise habe ich eine ganze Reihe von Opern kennen gelernt, denn mein Vater, ein begeisterter Opernbesucher, hat uns den Inhalt erzählt und zu welcher Rolle die entsprechende Arie passt. Ich habe als Kind ein Dichter Quartett bekommen, das ich ncoh immer besitze und das ich mit meinen Kindern gespielt habe und jetzt den Enkelkindern zeige. Das Opernquartett ist leider verschwunden.

Was ist lächerlich daran, auf diese Weise Opern und Theaterstücke kennen zu lernen? Und im Reclam Opernführer gibt es unter anderem dem Libretto entsprechende Inhaltsangaben.

7. Mai 2021
19:09
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 451
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20. Januar 2021
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Dem ist nichts hinzuzufügen, das Ergebnis ist immer wieder zu beobachten.............. Reclam und Opernquartett als ultimative Opernliteratur!

7. Mai 2021
19:08
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pony
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Forumsbeiträge: 17
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29. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

zu 18

Könnte man dieser Plage eine rote Karte für ein halbes Jahr verpassen, auf daß sie andernorts ihre toxischen Gaben absondert?

Schönes Wochenende !

Pony

7. Mai 2021
18:59
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Christine
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Forumsbeiträge: 206
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22. Januar 2021
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Die Oper wurde in etwa so erklärt, wie sie im Reclam Opernführer stand und wie sie mir mein Vater schon an Hand des Opernquartetts erklärt hatte. Sie wurde nicht extra für diese Vorstellung in der Schule besprochen, da nicht die ganze Klasse in die Oper ging sondern von einer Professorin Stehplatzkarten verteilt wurden an die, die wollten.  

7. Mai 2021
16:56
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 451
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20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Wir hatten über die Oper zuvor im Musikunterricht besprochen und die Inszenierung hat dem entsprochen, was wir uns erwartet haben.

Ist doch klar! Ihnen wurde genau die zur Verfügung stehende Produktion in der Schue erläutert.... Wäre das anders inszeniert gewesen, hätte man Ihnen auch was anderes erzählt! Ist das so schwierig?

7. Mai 2021
10:08
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Christine
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Forumsbeiträge: 206
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Wir bekamen in der Schule Stehplatzkarten für die Zauberflöte in der Staatsoper. Mit politischen Aspekten haben wir uns im Alter von 13 nicht befasst. Der Papageno Erich Kunz war lustig, das ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Wir hatten über die Oper zuvor im Musikunterricht besprochen und die Inszenierung hat dem entsprochen, was wir uns erwartet haben. Das war damals noch so. Mit meinen Kindern war ich in der "Zauberflöte für Kinder", das ist auch schon einige Zeit her und hat auch dem entsprochen, was wir uns erwartet haben. Ein unterhaltsamer Nachmittag.

7. Mai 2021
9:49
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Chenier
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Forumsbeiträge: 229
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28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

MRadema796 sagt
Hat eigentlich jemand den Bezahlartikel der FAZ gelesen? Was wurde dort eigentlich über die Zauberflöte geschrieben

 

Das war eigentlich nur eine Fußnote. Es ging ursprünglich und primär um "Rassismus" an deutschen Theatern und Ausgang war die angebliche Diffamierung eines schwarzen Schauspielers durch Kollegen,  ich glaube in Düsseldorf, der bei den Proben spaßeshalber "Sklave" gerufen wurde, weil er einen solchen gespielt hat. Spielt er Hamlet oder Macbeth, wird er eben anders gerufen. Covid beschleunigt offensichtlich die Humorlosigkeit.

Aber was soll man in einer Zeit, in der in Oxford Mozart und Beethoven oder an US-Unis das klassische Altertum als rassistisch und kolonialistisch diffamiert werden, an Diskussionskultur und Inhalten erwarten?

7. Mai 2021
9:33
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 451
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20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Es gibt Leute, die meinen Rheingold wäre was für Kinder. Ich hab das nicht ausprobiert, kann es mir aber gut vorstellen.

7. Mai 2021
9:27
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Gulliver
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Forumsbeiträge: 34
Mitglied seit:
23. März 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Natürllich werden Kinder immer in die Zauberflöte gesteckt, dazu verführt ja schon der TiteI. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Themen wirklich für Kinder geeignet sind. ich hab als Kind Fidelio als erste Oper erlebt, begeistert war ich von dem Brimborium, verstanden hab ich nix- aber Musik war ja auch ganz schön - hat mlgw. meinen Weg zur Oper eröffnet, aber kindgerecht war das für meine Möglichkeiten nicht.

7. Mai 2021
8:25
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Figaro1992
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Forumsbeiträge: 21
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19. April 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Gulliver sagt
Verirrtes Thema! Die Zauberflöte war in Gänze Kindern noch nie zumutmar, ggf. partiell. Gerade deshalb gibt es eine ganze Reihe Kinderfassungen, z. B WSTO, vom E. Streul usw.

  

No, also, ich muss sagen, meine erste Oper WAR die Zauberflöte, ich war damals knapp 6 Jahre jung, und das Erlebnis hat auf Anhieb eingeschlagen.Gut, ich bin da vielleicht ein Exote, da ich meine erste Elektra, meinen ersten Palestrina, sowie meine erste Frau ohne Schatten auch schon im Alter von 11 Lenzen erlebt habe, und begeistert davon war.Und immerhin durfte ich aus meinem Hobby Musiktheater meinen heissgeliebten Beruf machen, den ich nun schon seit über 33 Jahren ausüben darf.

7. Mai 2021
8:06
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 113
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Hat eigentlich jemand den Bezahlartikel der FAZ gelesen? Was wurde dort eigentlich über die Zauberflöte geschrieben?

Es scheint ja hier doch weitgehend Einigkeit zu bestehen, dass eine komplette Zauberflöte noch nie für Kinder geeignet war.  Nur bei Lohengrin2 ist mir nicht klar geworden, ob eine Komplettfassung als das benannte "Urerlebnis" für Kinder taugen kann. Und über welches Alter reden wir eigentlich?

Ich habe die Zauberflöte über die Plattenaufnahme mit Wunderlich/Karl Böhn kennengelernt - also komplett, aber vermutlich nie am Stück gehört. Wann und wo ich sie erstmals gesehen habe, kann ich nicht mehr sagen. Ich erinnere mich auf jeden Fall an eine TV-Übertragung mit Christian Boesch/Ponnelle/Levine aus der Salzburger Felsenreitschule 1985. Die erste für mich nachweisbare Bühnenaufführung habe ich für 2001 mit Koopman in Eindhoven notiert. Ganz sicher war das nicht die erste, die ich gesehen habe.

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