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Ich habe die Ehr` Ihr Rezensent zu sein
5. März 2021
19:02
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alcindo
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21. Januar 2021
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caro dalmont: die lesbische beziehung wurde schon waehrend der ouverture rechts oben schriftlich eingeblendet. im Freischuetz wurde u wird das Aennchen als juengere verwandte der Agathe gefuehrt, hier kommt sie wie eine schon etwas aelter Graefin Geschwitz...darum singt sie ja auch ihre arie vom schlanken burschen, der da gegangen kaeme. noch ein 2. mal kommen die lesbischen gedanken eingeblendet, komisch, dass Sie das nicht gemerkt haben. ... auch ist nicht gerade ein qualitaetsmerkmal fuer den Freischuetz, dass nur das Aennchen und noch irgendwie der Kaspar fehlerfreies Deutsch singen. ich empfehle ihnen die aufnahme aus Paris, auch modern aber fuer meinen bescheidenen geschmack grossartig inszeniert aus dem theatre champs elysees.....auch der Max wird ja in Muenchen als geistesgestoerter gezeichnet, das entspricht weder de worten noch der  musik, die er singt

saluti del alcindo

5. März 2021
11:52
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25. Januar 2021
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@dalmont: Sie sprechen hier ein wichtiges Thema an, das bei den vermehrten Streams immer bedeutender wird. Die akustischen Verhältnisse! Wenn ich nur die TV-Lautsprecher höre, traue ich mir gar kein Urteil über Musik und Stimmen zu, bei einem Bluetooth-Lautsprecher ist es besser und perfekt scheint wirklich nur der Einsatz meiner Bose-Kopfhörer! Aber auch beim Live-Erlebnis stellen sich solche Unterschiede immer ein: Sitze ich Galerie, Loge oder Parkett, werde ich durch einen quatschenden/schniefenden/hustenden Nachbarn abgelenkt und vieles mehr! Auch der Vergleich mit Youtube oder mit Schwarzaufnahmen muss unter diesem Licht gesehen werden. Und ganz arg wird es bei mir mit der Erinnerung an Vorstellungen vor dreißig Jahren oder mehr. Da hab ich kein objektives Erinnerungsvermögen mehr!

5. März 2021
11:21
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Man braucht nur an die Vertreter von Wirtschaft und Politik denken, die im Burgenland von einem schottischen Adeligen vor nicht allzu langer Zeit zusammengerufen wurden, um wahllos tausende zum Teil extra dafür gezüchtete Tiere zu massakrieren, um sich dann kulinarischen Lustbarkeiten hinzugeben. Da hat man schon das unsympathische Personal beisammen, das Dmitri Tcherniakovs „Freischütz“-Inszenierung bevölkert. Solche Unsympathler gibt es nicht nur in Russland, davon hat auch Österreich mehr als genug, wie man täglich lesen kann. Wenn ich heute einen Vers wie „Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen…“ höre, denke ich an karrieregeile Zeitgenossen beiderlei Geschlechts konservativer Denkungsart, die sich zwecks Netzwerkplanung an Mächtige heranpirschen (unter Franz Vranitzky musste man noch Tennis spielen, ist sympathischer), oder an als Jäger angezogene Nazis, die in meiner Kindheit im November um die bekränzten Wägen mit hunderten zerschossenen Tieren herumstanden.

So gesehen hatte Dmitri Tcherniakov schon einen Riecher. Zudem tut ein Blick von außen dieser in Böhmen spielenden teutschesten aller teutschen Opern immer gut. Klug scheint mir, den Dämon Samiel in die Psychen Kaspars und des gefährdeten Max zu legen. So entgeht man der Geisterbahn oder Lächerlichkeiten wie in den Aufführungen am Theater an der Wien oder an der Staatsoper. Dass Ännchen eine erotische Beziehung zu Agathe hatte oder anstrebte, habe ich gar nicht mitgekriegt (habe vielleicht eine Textzeile überlesen), aber wen kratzt sowas heute noch. Warum manche bei der Szenerie an ein Hotel dachten, verstehe ich nicht ganz. Mich erinnerte das Ganze an Steh-Empfänge in den Chefetagen von Bank- oder Firmenzentralen. Manches war beim ersten Ansehen nicht ganz aufzuschlüsseln, aber insgesamt gab mir die Aufführung Gelegenheit für Assoziationen, auch über die Beziehung von Szene und Musik.

Zur musikalischen Seite wage ich keine wirkliche Einschätzung, weil ich einfach keine Top-Anlage und Top-Horcherln habe. Dass Golda Schultz einen Seelenton hat, war jedoch auch mit dieser Ausrüstung zu hören.

Ich habe mir zu Herzen genommen, was ich einmal im Forum gelesen habe: Man möge sich die frühen Lotte Lehmann – Aufnahmen der großen Szene Agathes anhören. Ja, unvergleichlich. Aber soll ich eine Jahrhundertsängerin (und ganz generell Tonkonserven) als Referenz für alles Spätere heranziehen, vor allem für meine Bühnenerfahrungen? Schiene mir unfair. Und Oper ist nun mal Musik für‘s Theater, daran führt nix vorbei, dafür ist sie geschrieben, obwohl gerade die „Freischütz“-Ouverture auch grandiose Konzertmusik ist.

Das wilde, dennoch faszinierende Themen- und Stilgemisch des „Freischütz“ – und vor allem die Sprechtexte – lassen wohl eine in allem schlüssige Inszenierung nicht zu. Aber es reicht auch eine einigermaßen überzeugende Aussage zu Weber/Kinds Anliegen. Und die lieferten Dmitri Tcherniakov und Antonello Manacorda.

Oper sollte kein Religionsersatz sein und Libretto und Partitur sind keine Bibel. Also warum sprachliche Geschütze wie „Kulturschande“ oder „Verbrechen wider die teutsche Kultur“ auffahren.

Werktreue ist ein sehr schwer zu fassender Begriff. Text und Musik punkt- und beistrichgetreu umzusetzen, würde jedoch nur ein armeseliges Skelett liefern.

PS: An alle, die sich über Kuno als Firmenboss ärgern: Vor zehn Jahren machte in der Salle Favart in Paris ein britischer Regisseur aus dem Kuno einen Schießbudenbesitzer bei einem Jahrmarkt in den 30er Jahren. Schlug sich damals mehr mit Weber(Berlioz) als jetzt die Münchner Aufführung.

20. Februar 2021
23:56
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alcindo
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21. Januar 2021
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liebe aficionada, der Freischuetz aus Paris ist eine moderne inszenierung, die diskussionswuerdig ist und das stueck nicht umbringt, hab mir teile angeschaut und hat mir gut gefallen, auch
Max war um vieles besser als Czernov, Aennchen auch besser als die Graefin Geschwitz, die komischerweise vom schlanken burschen singt...mr Tsch..wird das gar nicht aufgefallen sein. auch Daniel Schmutzhard sehr gut als Ottokar. Eremit mekkerte und Agathe muehte sich ein wenig. Kaspar stimmlich unbedeutend....... aber man konnte zuschauen ohne sich zu aergern, das publikum jubelte und auch die farben stimmten, und das schreibt
alcindo, der fuer seinen konservativen geschmack bekannt ist
der Muenchner Freischuetz war ein verbrechen wider die Deutsche Kultur, nochmals BUUUUHHH, PFUUII!!!! Bachler hat sich mit diesem Freischuetz extrem abgewertet

20. Februar 2021
21:39
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florezaficionada
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9. Februar 2021
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den freischütz aus dem théâtre des champs elysées finde ich wesentlich besser als den schmarren aus münchen! charmant der frz. accent !

https://www.arte.tv/de/videos/.....s-elysees/

20. Februar 2021
19:43
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MRadema796
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20. Januar 2021
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In dem Zusammenhang möchte ich M. A. Charpentiers Actéon aus dem Théâtre du Châtelet (auch Paris) auf Arte Concert empfehlen. Dort gibt es auch Jäger in moderner Umgebung, aber im Gegensatz zum Freischütz in überzeugender Weise dargestellt.

18. Februar 2021
8:44
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 22
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20. Januar 2021
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Lieber Alcindo,
der Probeschuss in dieser Form (d.h., dass vom Ergebnis eines einzigen Schusses das gesamte berufliche und private Restleben des Prüflings abhängt) ist unmenschlich. Ich kann daran nichts Normales erkennen. Diese Prüfung kann man niemandem zumuten. Es ist also höchste Zeit, diese Prüfung abzuschaffen. Ich sehe den Eremiten, der am Ende sagt: "Ist's recht, auf einer Kugel Lauf Zwei edler Herzen Glück zu setzen? ... Es finde nie der Probeschuß mehr statt! Ihm, Herr, der schwer gesündigt hat, Doch sonst stets rein und bieder war, Vergönnt dafür ein Probejahr!" als Held des Abends.

Bezüglich Ouvertüren: Diese sind oft auf den letzten Drücker enstanden oder gar von irgendwo anders hergenommen worden, daher denke ich, dass vielen Komponisten völlig egal war, was zu Beginn der Oper gespielt wurde - vermutlich, weil sowieso niemand zugehört hat, oder kaum jemand bereits im Opernhaus war. Das dürfte im Fall des Freischütz allerdings anders aussehen, da diese Ouvertüre thematisches Material vorbereitet und also nur vor dieser Oper gespielt werden kann. Dass aber die Besucher bei der Uraufführung wie festgenagelt auf ihren Plätzen in einem abgedunkelten Saal saßen und im Sinne eines Konzerts des 21. Jahrhunderts zugehört haben, scheint mir mehr als fraglich, allerdings fehlen mir dazu für diese Epoche Informationen. Ob Ihre Vorstellung einer konzertmäßigen Darstellung Webers Idealbild entspricht, wage ich zumindest zu bezweifeln, aber mir liegen dazu keine Informationen vor.

Grundsätzlich sehe ich die Aufgabe einer Inszenierung nicht darin, die Uraufführung zu rekonstruieren, das wäre in den meisten Fällen weder möglich noch sinnvoll (je älter die Oper ist). Ich erwarte nur, dass die Inszenierung aus dem Werk heraus für ein heutiges Publikum plausibel entwickelt wird, und nicht, dass der Regisseur seine akuellen politischen Gedanken einem Werk überstülpt, das sich dafür nur sehr eingeschränkt eignet, und dabei auch noch ausnutzt, dass das Publikum abwesend ist und seine Meinung ausgesperrt wird.

16. Februar 2021
23:52
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alcindo
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@MRadema: Ihr zugang zur Oper und zum Freischütz im speziellen scheint ein anderer zu sein als meiner. ich brauche in der ouverure keine schriftlichen hinweise auf die hier konstruierte lesbische vorgeschichte, das könnte man ja auch ins programmheft schreiben, und wenn dann das Aennchen, laut dem original eine jüngere verwandte von Agathe, wie die Gräfin Geschwitz daherkommt, weiss man sowieso, was hier gespielt wird. mögen doch die Rtregisseure die ouvertüren in ruhe lassen, kaum ein komponist würde das erlauben. und so grausam, wie Sie meinen ist das originalsujet nicht, und für den Jägermeisterposten und einen probeschuss und der kontinuität der jaegermeisterei mit einer heirat verbunden, war in der zeit nach dem 30jaehrigen krieg wahrscheinlich nichts einzuwenden. alle diese posten waren vrblich, wie auch die pfarreien, die dann die söhne des pfarrers erbten...daher kommt das Zölibat, damit die kirche bestimmen kann, wer die pfarrei übernimmt. nur das hat die kirche schon etwas früher korrigiert. in dieser insz passt halt das ganze libretto nicht zur szenischen realisierung. die hier gezeigten personen würden nicht diesen text singen
mit gruss alcindo

16. Februar 2021
12:55
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Es liegt wohl nahe, dass das Opernhaus versucht hat, die Freischütz-Premiere störungsarm zu Ende zu bringen. Pinkanterweise hat es damit aber genau das gemacht, was der Regisseur meines Erachtens kritisiert, nämlich das aktuelle Vorgehen der russischen Regierung gegen Andersdenkende. Dabei steckt das Thema durchaus in dem Stoff drin, denn wir haben auch im Original ein ziemlich grausames Ritual (für den, der es ausüben muss). Der Abend mündet in einen Appell, eine Zeitenwende herbeizuführen. Es ist sicher nicht die gemütliche Oper mit einigen harmlosen Jägern, die ein paar Volkslieder singen. Daher stimme ich alcindo nicht zu, der ein Konzertstück ungestört hören möchte. Nein, der Regisseur darf und soll bitte ausdrücken, was es ausdrücken gibt, und das kann auch verstörend sein. Meinetwegen auch in der Ouvertüre. Aber nicht eine ganz andere Oper, die die gespielte Musik ad Absurdum führt. Reicht das vom Librettisten angebotene Ritual und die Welt der Jäger mit der zugehörigen Musik nicht aus, um das Thema darzustellen? Meinetwegen kann man auch modernisieren, aber irgendwann wird ein Kipp-Punkt erreicht, an dem der Komponist verloren geht.

Es dürfte sicher schwierig werden, die Festpielbesucher am 2. und 5. Juli zu beruhigen, oder wann auch immer die Präsenzpremiere nun stattfindet (Ich habe heute aus München das Programm der Opernfestspiele mit den genannten Terminen erhalten). Sofern dafür überhaupt jemand Karten kauft, man kann sie ja auch an Claqueure abgeben.

16. Februar 2021
12:47
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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La Scala 2017 (mit dem halbnackten Groissböck) und WSO 2018 (mit den schreienden Schager) waren schauerlich...., Szene und Gesang.

16. Februar 2021
12:41
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Christine
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Alcindo fragt wie man ein Meisterwerk der Deutschen Oper derart "verhunzen" lassen kann. Da ist ja der Operndirektor als Erster gefragt, der diesen Regisseur engagiert hat. Da ist auch das künstlerische Ensemble gefragt, das mitmacht, Dirigent inklusive. Aber auch das Publikum, das sich in "normalen Zeiten" das anschaut und nachher darüber schimpft. Da schimpfen dann zwar viele, aber offenbar nicht genug.

16. Februar 2021
12:20
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Amfortas_2
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16. Februar 2021
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@redscarpia

Die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise ist jedem bekannt, der sich gelegentlich kritisch im Internet äußert und dabei gegen die politisch korrekten Sprech- und Denkregeln verstößt. Auch in diesem Forum wurden viele Beiträge schon mit fadenscheiniger Argumentation gelöscht.

16. Februar 2021
0:25
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alcindo
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21. Januar 2021
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eigentlich wäre demission angezeigt, wie kann man ein meisterwerk der Deutschen Oper mit öffentlichen Geldern derart "verhunzen" lassen??
mit gruss alcindo

16. Februar 2021
0:15
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redscarpia
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15. Februar 2021
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Alcindo, ich würde sagen, der Eventmanager des Hotels hat versagt!

15. Februar 2021
23:47
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alcindo
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gute nacht, redscarpia, was Sie da beschreiben passt ganz zum stil dieser inszenierung.....

15. Februar 2021
23:38
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redscarpia
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15. Februar 2021
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Die Oper war keine 5 Minuten im Gang, tauchten die ersten negativen Kommentare auf der Facebook-Seite der Staatsoper unter den Berichten auf. Ich habe mich ebenfalls kritisch dazu geäußert. Kurze Zeit später kommt eine Nachricht der Oper, dass es angeblich einen Spam-Angriff auf die Kommentarfunktion gegeben hat und daher die Kommentarfunktion gesperrt wird. Keine 10 Minuten später konnte man posten, aber die Staatsoper behielt sich vor, welche Kommentare veröffentlicht wurden. Sämtliche negativen Kommentare waren verschwunden, nur die leicht kritischen blieben und die überaus positiven. Meine Kommentare wurde gelöscht!

15. Februar 2021
21:47
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Christine
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Gott sei Dank muss man sich diese Aufführungen nicht lange anschauen. Wenn man in der Oper sitzt und viel Geld für die Karte bezahlt hat, ist es echt ärgerlich. Schade, dass es nicht verboten ist Stücke inhaltlich stark zu verändern, so dass sie mit den usprünglichen Ideen von Komponist und Librettist nichts mehr zu tun haben.

15. Februar 2021
14:49
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alcindo
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21. Januar 2021
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liebe(r) MRadema: ich sehe das anders. dieser russe inszeniert um aufzufallen, um zu provozieren, versteht aber nicht genau das wort, das gesungen wird...der gesungene text passt ja in keiner weise in diese Inszenierung, sowie auch eine soubrettenstimme partout nicht zu lesbisch passt. aber so etwas hat es noch nie gegeben......und das wird solchen Regisseuren immer wichtiger. bald wird auch ein Rigoletto kommen, wo der Herzog mit dem Marullo liiert ist, oder ein D Ottavio, der es mit D Giovanni hat. WAS SOLL DAS??? geraucht muss natürlich auch werden....hier mit zigarre...zigarrenrauch ist für sängerkollegen so ziemlich das unangenehmste was man auf der Bühne in der nähe brauchen kann....was sollen alle diese kellner im weissen smoking? was soll der junge kellner bei der 2. arie der Agathe, usw, usw....all das bewirkt nur, dass man der musik und dem sänger nicht ganz zuhört und mit diesen einfällen vom wesentlichen abgelenkt wird. die leute, die bei dieser produktion auf der Bühne stehen hätten garantiert nicht Kuno, Kilian oder Ottokar geheissen...... eine traurige entwicklung, wo man sich fragt, wie das weitergehen wird. und die ouvertüre, ein wahres Konzertstück wird als Inhalts-und vorgeschichtsangabe missbraucht, mit texteinblendungen.... eine hässliche und im grunde ekelhafte deutung des meisterwerkes des "Deutschen Waldes", eine PERVERSION im wahrsten sinne des wortes

mit gruss alcindo

15. Februar 2021
8:09
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Erstaunlicherweise scheinen sich die meisten Rezensenten mit dem Münchner Freischütz anfreunden zu können. Von den beim Onlinemerker verlinkten Kritiken scheint einzig br-klassik.de die Inszenierung sehr kritisch zu beurteilen. Einen Samiel braucht es nicht mehr, wenn die "fiese Kapitalistentruppe" schon in guten Zeiten Passanten vor ihrem Bürogebäude abknallt. Die Süddeutsche ist begeistert und vermisst, dass fremde Sitznachbarn zu schreien anfangen, wenn das Gehirn aus dem Schädel spritzt. So, wie ich das zum Teil radikal-konservative Münchner Publikum von vor 20 Jahren kenne (gipfelnd in einer Meistersingerpremiere 2004), frage ich mich, ob die Auffühung mit Publikum überhaupt bis zu dieser Stelle vorgedrungen wäre. Seit Samstag-Abend werde ich den Verdacht nicht los, dass hier die Streaming-Siutation missbraucht wurde, um das Rad des sogenannten Regietheaters (das aber tatsächlich eher ein regieloses Theater ist) noch ein Stück weiterzudrehen. Dieser Abend der Coronakrise hat für mich auch etwas von Opernkrise.

14. Februar 2021
19:42
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MRadema796
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20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Weiter zum Freischütz aus München:

Lieber Alcindo,
die Sicht auf das Ännchen fand ich zumindest noch sinnstiftend, aber ich war durch das Einführungsgespräch mit Anna Prohaska entsprechend vorkonfiguriert. An der Ouvertüre habe ich nichts auszusetzen. Wir sehen eine Gesellschaft die darauf wartet, dass es losgeht und ein paar einführende Projektionen zu den handelnden Personen, die zumindest mir zu diesem Zeitpunkt noch schlüssig erschienen, obwohl sich hier zumindest auch schon andeutete, dass wir wohl keine Jäger zu sehen bekommen würden. Wenn es sich um ein Unternehmen gehandelt hätte, dass kommerzielle Treibjagden veranstaltet, hätte der Ansatz vielleicht funktionieren können.

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