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Holländer Bayreuth
28. Juli 2021
6:55
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 171
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20. Januar 2021
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Gulliver sagt
zu 5  "Da vermute ich doch, dass unauffällige Librettonacherzählungen wenig auffallen."

Seltsame Implikation. Warum sollen am  Libretto orientierte Inszenierungen grundsätzlich "unauffällig", also wenig akzentuiert sein?

"Grundsätzlich" habe ich nicht geschrieben. Gemeint war das in dem Sinne, dass es vermutlich sehr viel schwieriger ist, Geldgeber vorab von einer librettogerechten Inszenierung zu überzeugen als von einer Inszenierung mit davon abweichenden neuen Ideen.

Gulliver, wenn Sie einige historische Kunstrichtungen auflisten, haben Sie bedacht, dass die lebenden Künstler, von denen Neuinszenierungen stammen, aktuelle Kunstrichtungen vertreten? Ich wiederhole nochmal das Zitat von Marina Abramović aus dem aktuellen Spiegel, das ich in einem anderen Strang gerade gepostet habe:

"Bald würden Künstler keine Skulpturen, Gemälde oder Installationen mehr anfertigen. Sie seien mental so stark, dass sie ihre Kunst, ihre Botschaft direkt auf andere Menschen übertragen können."

Ich überlege noch, was das generell und im Besonderen für ihre Produktion "7 Deaths of Maria Callas" in München bedeuten könnte. Es handelt sich um eine neue Oper mit eigenem Libretto, in dem 7 alte Opern zitiert werden. Das ist vielleicht ein Ansatz, der Regisseuren, die etwas ganz Neues zeigen wollen, eher zu empfehlen wäre als eine möglichst bekannte Oper möglichst sonderbar in Szene zu setzen. Weiterhin entnehme ich einem Abramović/Bachler-Gespräch von der Website der Bayerischen Staatsoper, dass Opern normalerweise viel zu lang seien und das Publikum gezwungen werde, zwischendurch zu schlafen. 90 min sei einge gute Dauer für konzentriertes Zusehen.

27. Juli 2021
22:36
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Gulliver
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Forumsbeiträge: 47
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23. März 2021
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Dalmont, wenn man Sie doch nur verstehen könnte!

Sie haben sich offensichtlich in Ihre begrenzte innere Emigration begeben. Statt auf schlüssige Vorgaben schlüssige Repliken zu geben, flüchten Sie in Horizonte jenseitigen Verständnisses.

Ich verstehe Ihre Ausführungen genauso wenig, wie so manche sogen. Regietheater-Unschlüssigkeit. Aber dadurch findet sich auch eine Erklärung.

Unschlüssige Überzogenheit scheint ein Metier für Anhänger unschlüssiger Inszenierungen zu sein. Somit erhalten Ihre Ausführungen auch eine gewisse Schlüssigkeit. Da gehören Sie also in die Welt unschlüssiger Darlegungen.

Ich neige mehr zur schlüssigen Welt, insbesondere in der Kunst, die immer, egal wie, schlüssig an unsere Welt knüpfen muss - alles andere ist halt keine Kunst sondern Kappes.

27. Juli 2021
21:32
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 134
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Wie sehr doch manche Forums-Beiträge den Horizont erweitern!

Dreck ist das ultimativ vernichtende Argument, wenn jemandem künstlerische Arbeit nicht zusagt, man sie nicht versteht oder verstehen will. (Ein sehr armseliges Argument, nicht wahr?).

Da dieses Argument im Forum wie ein Dogma in der katholischen Kirche ex cathedra mit dem Zorn eines Erzengels (eher eines Engels mit Erzmängeln) herausgeschleudert wird, wozu noch ein peinliches Gefuchtel mit einem verbalen Feuerschwert kommt, denken die Skribenten, die künstlerisch Verantwortlichen tun sich fiachtenen, und richten sich nach der Erwartungshaltung der vor vielen Jahrzehnten ästhetisch Steckengebliebenen.

Was halten diese ästhetischen Richter, gleichzeitig auch ästhetische Henker, davon, sich einmal mit den Werken selbst und den vielfältigen Deutungen auseinanderzusetzen (allein bei Wagner füllen sie Bibliotheken, was heißt, dass es Menschen gibt, die etwas mehr Worte zur Verfügung haben als „Dreck“)? Und was halten sie davon, die eigenen Positionen zu überprüfen, um deren Lächerlichkeit festzustellen.

Dem dahinsterbenden Forum täte das sicher gut.

PS: Apropos "Dreck": In einer der „Don Carlos“-Vorstellungen des französischen Originals an der Staatsoper saß in der 2.Rang-Loge neben mir ein mieselsüchtig dreinblickendes sehr altes Abonnenten-Ehepaar. Sie hatten einander eine Viertelstunde vor der Vorstellung nix zu sagen, bis der mieselsüchtige Mann zu seiner noch mieselsüchtiger dreinschauenden Frau beim Dunkelwerden sagte: „Na, das wird heut‘ wieder ein Dreck sein“. Ich kannte die Aufführung schon und hab‘ mich fast diebisch gefreut, da ich wusste, dass sich dieses mieselsüchtige Paar sechs Stunden lang ärgern wird (obwohl es sich m.E. um eine der besten Einstudierungen der letzten Jahre handelte).

PSS: Auch Donizetti sollte man vor den ästhetischen Dreck-Schleu-de-rern schützen, denn auch er ist ein hochinteressanter Komponist, wenn er von Künstlern dargeboten wird, die keine Scheuklappen oder Brettl vor dem Kopf haben. (Man frage beispielsweise Christoph Loy).

27. Juli 2021
21:09
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alcindo
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Forumsbeiträge: 429
Mitglied seit:
21. Januar 2021
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Gulliver meint:   Und die Verfechter der Regietheater-Neudichtungen einer Opernhandlung, bei der man einfach den alten Text beibehält, auch wenn dann vielfach  widersprüchliches Text-Handlung - Geschehen durchgeboxt wird, was die vorgetragenen Handlung einfach unverständlich macht, behaupten, das soll besser sein?

es wird meist laecherlich, wenn der text mit der handlung nicht mehr konform geht. RTproduktionen sollen sich ihren zeitversetzten text besorgen und die opern nur mehr als auffuehrungen mit oder nach einer musik von..xyz...praesentieren

27. Juli 2021
18:44
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Gulliver
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Forumsbeiträge: 47
Mitglied seit:
23. März 2021
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zu 5  "Da vermute ich doch, dass unauffällige Librettonacherzählungen wenig auffallen."

Seltsame Implikation. Warum sollen am  Libretto orientierte Inszenierungen grundsätzlich "unauffällig", also wenig akzentuiert sein?

Hab ich vor wenigen Tagen schon mal gegengehalten:

...es also mit "Text und Musik sollten eine Einheit bilden" unendliche Möglichkeiten. Eine Inszenierung sollte sich also nicht mit mannigfaltigen handwerklichen Mängeln nur in Deutungsverfremdungen bewegen, sondern einfach die Fantasie eines bildenden Künstlers (z. B. Impressionismus, Pointillismus, Symbolismus, Jugendstil, Expressionismus, Fauvismus, Kubismus, Orphismus, Futurismus, Suprematismus, Dadaismus, Surrealismus, Purismus, Konstruktivismus, Neoplastizismus, Art déco, Bauhaus, Neue Sachlichkeit, Sozialistischer Realismus, Phantastischer Realismus, Abstrakter Expressionismus, Informel, Funktionalismus, Naive Kunst usw s.auch  https://de.wikipedia.org/wiki/.....ende_Kunst) einbeziehen.
Und darüberhinaus gibt es noch viel mehr Möglichkeiten.

Und die Verfechter der Regietheater-Neudichtungen einer Opernhandlung, bei der man einfach den alten Text beibehält, auch wenn dann vielfach  widersprüchliches Text-Handlung - Geschehen durchgeboxt wird, was die vorgetragenen Handlung einfach unverständlich macht, behaupten, das soll besser sein?

27. Juli 2021
17:33
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 171
Mitglied seit:
20. Januar 2021
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Die wenigen Eintrittskarten (etwa 50% der Plätze) ließen sich jedenfalls verkaufen. Wichtiger ist, was öffentliche Geldgeber, Mäzäne und Sponsoren finanzieren möchten. Und das sind vermutlich Produktionen, über die möglichst viel geredet wird. Zudem ist für Vermarktungszwecke die Wirkung auf Videomedien sehr wichtig. Da vermute ich doch, dass unauffällige Librettonacherzählungen wenig auffallen.

Bzgl. Fotos: Nach meiner Erfahrung sagen Fotos meist so gut wie nichts über eine Opernregie aus. Außer vielleicht für jemanden, der die Produktion gesehen hat.

27. Juli 2021
15:35
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Michael Tanzler
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Forumsbeiträge: 89
Mitglied seit:
1. Februar 2021
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Danke für den Augenzeugenbericcht!  Die diversen Fotos sagen ja aucgh genug aus.   Ich kenne sehr viele, die für solchen Dreck auch nicht mehr bereit sind, Geld auszugeben. Ich wünsche diesen ganzen Festivals und Opernhäusern dieser "Richtung", daß sie möglichst rasch bankrott gehen! Schade um jeden Euro dafür!

26. Juli 2021
12:36
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 171
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Es gab Anmerkungen, dass der Videostream in Österreich erst später zu sehen ist. Nach der von DG Stage gerade gesendeten Rund-Mail sollte er am 27. Juli um 18 Uhr hier auch in Österreich zu sehen sein, für 9,90 Euro:

https://www.dg-premium.com/dg_.....sana-lyniv

Ich besuche die Vorstellung am 4. August und werde mir den Stream vorher nicht anschauen. Die Eindrücke der Kritikerrunde im ARD-Radiofestival, die ich angehört habe, waren sehr gemischt.

Axel sagt
Aber ob sich ein (teurer) Besuch in Bayreuth unter all diesen Umständen in Zukunft noch lohnt sei dahingestellt.

Ich nehme doch an, dass zumindest die Corona-Spezialregeln (vorsichtig formuliert) nächstes Jahr anders aussehen werden als dieses Jahr. Ob und wie die Inszenierung  weiterentwickelt wird, bleibt abzuwarten.

26. Juli 2021
12:23
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Chenier
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Forumsbeiträge: 297
Mitglied seit:
28. Februar 2021
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Danke für diesen interessanten, markanten und kurzweiligen Bericht. Höchst bedauerlich, dass auch Bayreuth in die völlig falsche Richtung geht.

26. Juli 2021
9:24
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  • Ich war vor Ort im Festspielhaus und kann der Kritik von Herrn Billand nur beipflichten, der die Aufführung im Stream gehört und gesehen hat: Regie und Bebilderung von Herrn Tscherniakow haben mit dem „Holländer“ kaum etwas gemeinsam, die sind weder aufregend noch sinnbildend. So geht die Spannung schon mit dem Vorspiel verloren, wäre da nicht nicht das wunderbare Dirigat von Oksana Lyniv hervorragend umgesetzt vom Festspielorchester, und das bei dieser Akustik.Asmik Grigorian überstrahlte alle anderen Solisten trotz deren sehr guter Leistung.Also konzertant wäre mir der Holländer diesmal lieber gewesen, wie heuer übrigens der Parsifal geplant.Leider ist das Gesamtkunstwerk Bayreuth-Festspielhaus durch die Umstände  arg beeinträchtigt. Früher konnte man Haus und Areal noch flanierend genießen , doch seit Terrorgefahr und jetzt Corona ist die Bewegungsfreiheit ziemlich eingeschränkt, und vor dem Festspielhaus steht nun ein Toilettenwagen. Ein Gutes haben die Maßnahmen: Beste Sicht im Haus auch von den hinteren Plätzen und ungewohnte Freiheit beim Sitzen- Rechter und linker Platz bleiben unbesetzt.Aber ob sich ein (teurer) Besuch in Bayreuth unter all diesen Umständen in Zukunft noch lohnt sei dahingestellt.
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