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Gibt es die ideale Einstiegsoper für den Nachwuchs? | OnlineMerker | Forum

 

 

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Gibt es die ideale Einstiegsoper für den Nachwuchs?
2. März 2019
16:56
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 224
Mitglied seit:
14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

ich habe jetzt via internet längere sequenzen der zauberflöte für kinder am vormittag nach dem opernball gesehen, übrigens gute szenische auftritts lösungen.

3500 "kinder", animierte stimmung, es bleibt die frage, wie viele kommen neugierig gemacht zurück!? denn die meinung hier ist doch eher - zauberflöte nichts für kinder, jugendliche zum einstieg.

ende mit dem allgemeinen absingen: zum geburtstag alles gute 150 jahre wiener staatsoper!

da muss doch was hängen bleiben?

28. Februar 2019
23:54
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tenorissimo
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Forumsbeiträge: 26
Mitglied seit:
30. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

@Toni: Sorry, dank Autocorrect auf dem Handy ist aus „noch“ „nich“ geworden und sie haben es falsch aufgefasst. Das italienische Repertoire ist nach wie vor absolut das Meine, primär Puccini (ich liebe Tosca, Boheme, Manon, Butterfly, Rondine) und Verdi (hier Traviata, Rigoletto, Trovatore, Aida, Nabucco) aber auch Bellini, Donizetti usw. 

28. Februar 2019
20:50
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toni
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Forumsbeiträge: 64
Mitglied seit:
7. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Hallo tenorissimo,

wenn das italienische Opernschaffen nicht ihr Lieblingsfach ist und sie vom deutschen auch nicht begeistert sind,  was bleibt dann eigentlich noch?

Eigentlich nur mehr das französische und slawische. Das ist schon extrem eingeengt. Was gefällt ihnen eigentlich am französischen mehr wie am italienischen?

28. Februar 2019
20:12
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tenorissimo
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Forumsbeiträge: 26
Mitglied seit:
30. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich war Dank meiner Tante mit 4 im ersten Akt der Carmen. Natürlich habe ich nicht viel mitbekommen, aber die Melodien sind für den Anfang nicht schlecht. Danach gab es Wien Pause und ich war dann mit 10 in der Traviata. An die kann ich mich sehr gut erinnern, primär war ich vom ersten Akt (wieder leichte lockere Musik) angetan, an den zweiten kann ich mich nicht erinnern, an den dritten wieder etwas mehr da melodiöse Arie und Duett, alles in einer sehr klassischen Inszenierung und mit Inhalts-Erzählung seitens meiner Tante auf „Kinder-Niveau“ (ich wusste da ja noch nicht so genau was eine Kurtisane sein soll). Danach war es Boheme... diese 3 würde ich auch als Einstigs-Opern auch empfehlen. Als Teen war ich dann auch schon (auch aufgrund der damaligen Spielpläne und der Präferenz meiner Tante für das italienische Fach) in Nabucco, Aida, Trovatore, Tosca, Forza, Zauberflöte. 

Irgendwo ist es auch heute noch mein Lieblings-Repertoire, natürlich habe ich heute eine ganz anderen Blick für die genannten Werke. Tw. war es auch gut, zB. eine Norma oder Otello eher im Erwachsenen-Alter wirklich kennenzulernen (da eher komplex). Für das französische Fach braucht man auch doch eher ein gewisses Alter und Zugang. Das deutsche Fach begeistert mich leider nach wie vor gar nicht. 

28. Februar 2019
1:18
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 439
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Naja, natürlich mich, denn jeder entscheidet, was er persönlich für gelungen hält.

---

Etwas zur Ausgangsfrage "Gibt es die ideale Einstiegsoper für den Nachwuchs?" aus dem Thread Spielpläne 2019/20:

Gurnemanz sagt
Aber die Frage, welche Opern für Einsteiger gut geeignet sind, ist eine ganz andere, um die es in diesem Thread nicht geht. Sie hätten mit Ihren Enkelkindern jetzt in Porgy and Bess in die Volksoper gehen können, das halte ich für ein sehr gutes Einstiegswerk! Aber heute war die letzte Aufführung. Dann vielleicht im März/April in Roméo et Juliette (getarnt als Ballett, aber in Wahrheit eine Berlioz-Chorsymphonie, und wirklich gut!)  

Christine sagt
Es ist wirklich nicht einfach welche Oper man als Einstiegswerk wählen soll. Ich selbst habe einige Zeit gebraucht bis ich von einem Opernabend wirklich fasziniert war, dann konnte ich nicht genug bekommen. Aber zuvor war ich eher am Schauspiel interessiert. Heute tut es mir um jede Inszenierung (Oper und Schauspiel) leid, die ich früher nicht gesehen habe. Ob eine konzertante Aufführung einer Oper wirklich das richtige Einstiegswerk für Kinder wäre, Gurnemanz?  

Chenier sagt
Porgy und Bess, Gurnemanz, ist aber keine Oper im klassischen Sinn, sondern Jazz. Andere Baustelle, sorry.  

Ich habe gestern nicht geantwortet, um nicht noch weiter vom Thema abzuschweifen. Jetzt haben wir den passenden Thread dafür.

Natürlich ist eine konzertante Aufführung, in der alle nur vor ihren Notenpulten stehen und singen, alles andere als ideal, aber in diesen Aufführungen haben sich ja die Sänger bemüht, ihre Rollen auch zu spielen, daher hätte das schon einigermaßen funktioniert, denke ich. Ich halte das Stück aber für Jugendliche geeigneter als für Kinder.

Verwundert bin ich über die Aussage, es sei keine Oper im klassischen Sinne. Wieso? Das Ding hat zwar Jazz-Anklänge und generell Anklänge an amerikanische Musik, was ja auch vollkommen verständlich ist, weil das Stück in Amerika spielt. Aber deswegen ist es noch lange keine Jazz-Musik oder ein Musical. Ich halte das Stück für eine hochwertige, ernstzunehmende Oper, die Brittens Peter Grimes und generell veristischen Stücken nahesteht. Die Handlung ist überhaupt nicht oberflächlich, sondern wirklich tragisch. Und der Musik kann man schwerlich absprechen, "klassisch" komponiert zu sein.
Und ich weiß auch nicht, wieso da eine andere Baustelle sein soll. Wenn Kinder/Jugendliche über dieses Werk einen Zugang zur Oper finden, soll mir das recht sein. Wenn der Zugang übers Rheingold funktioniert, soll mir das auch recht sein. Und wenn jemand keinen Zugang findet oder auch kein Interesse hat, einen zu finden, soll mir das ebenso recht sein. Ich will ja niemanden missionieren.

28. Februar 2019
0:16
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alcindo
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Forumsbeiträge: 242
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOnlineSmall Online

wen wollen Sie da entscheiden lassen, ob "gelungen" ??

27. Februar 2019
22:03
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 439
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Alcindo! Es geht hier ja nicht um Inszenierungen, deshalb antworte ich nur kurz auf Ihren Beitrag: Es geht mir nicht darum, um jeden Preis einen Gegenwartsbezug herzustellen. Aber meiner Erfahrung nach sind Leute, die frisch zur Oper stoßen, erstaunlich aufgeschlossen, wenn sie nicht 1:1 auf der Bühne das sehen, was sie vielleicht vorher in der Inhaltsangabe gelesen haben (oder auch nicht). Eine Opernproduktion muss überzeugen, also ein gelungenes Ergebnis präsentieren (mE auch wenn nicht ganz "librettogetreu") 

27. Februar 2019
21:54
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alcindo
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Forumsbeiträge: 242
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOnlineSmall Online

guter Gurnemanz, ich finde, dass  die oper gehobenste unterhaltung im besten sinn ist, aber eigentlich nicht dazu gedacht war die probleme der welt zu loesen, deshalb sind die meisten dieser neudeutungen und zeitversetzungen so etwas, wie einem Velazquez einen tuerkisen kunststoffrahmen zu verpassen.  der gegenwartsbezug wird oft lächerlich, wenn man das libretto kennt und versteht ....wenn dann in einer Tosca, die ja zum zeitpunkt der schlacht von Marengo spielt, dann ein Scarpia mit einem Chevrolet daherkommt, finde ich das sonderbar bis lächerlich, wenn wie im Ballo aus Muenchen der chor im schlafzimmer des Ricardo zum morgengruss mit frack und zylinder daherkommt und den zylinder am kopf lässt....wenn dann noch Renato mit Fräulein Oscar intim werden will.....tja Ballo in Muenchen - ein bett und eine treppe....und viele hässliche farben.....wenn Amelia im vorspiel zur grossen arie statt zum galgen zu pilgern einige male versucht den Renato im Bett umzubringen.....dann sind das alles nur dumme und überflüssige gags;  die opernsnobs haben sich schon vor langer zeit immer wieder nach etwas neuem gesehnt, ob da das neue das richtige ist???

27. Februar 2019
21:44
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 439
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Doch, natürlich ist das nötig. Aber ich meine damit nicht, dass man Opern möglichst "kindgerecht" oder "jugendgerecht" zeigen soll, das wäre ein großer Blödsinn.

Es geht in der Traviata ja nicht nur darum, dass eine Frau an Schwindsucht stirbt, und in der Tosca nicht nur darum, dass sich eine Frau von der Engelsburg stürzt. Die Traviata ist u.a. die Geschichte eines unerfahrenen jungen Mannes und eines unsensiblen Vaters, und in der Tosca gibts viele "massentaugliche" Themen (Eifersucht, Brutalität, Mord etc.). Eine lebendige Inszenierung ist meiner Meinung nach begeisterungsfähiger als eine, bei der man merkt, dass eigentlich keiner auf der Bühne weiß, was er machen soll (überspitzt gesagt). Freilich, wenn man Sänger mit einer Natur-Bühnenpräsenz erlebt, ist die Inszenierung fast wurscht.

Und ich finde generell, dass sich die Oper - wenn sie junge Leute ansprechen will - von ihrem konservativen, langweiligen, elitären Ruf befreien muss. Aber ich merke da leider sehr wenige (nicht: keine) Versuche zur Änderung.

27. Februar 2019
17:40
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 350
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

.....Bezug zu ihrer Lebensrealität.......

 Zum Glück ist das nicht nötig !!!

Wer will denn schon gerne an der Schwindsucht sterben, von der Engelsburg springen ode geköpft werden?

Nicht mal die Happy Endings der Vor-Verismo-Opern sind immer so toll, wie Barbiere und Nozze anschaulich machen.............

Ich höre vielfach, dass Rheingold Kindern und Jugendlichen gefällt, weil da starke Anklänge an Fantasy drin stecken, was diese Generation halt mag.

27. Februar 2019
17:18
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 224
Mitglied seit:
14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

interessante beiträge, die eltern - kinder "übertragunsbegeisterungsschiene" scheinte nicht so zu funktionieren? woran das wohl lag?

27. Februar 2019
14:26
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 439
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Michta sagt
Ich stimme im Grossen und Ganzen dem hier gesagten zu, nur in einem unserem "Jüngling" Gurnemanz ganz und gar nicht:  mit Provokationen und Aufführungen in heutigen Strassengwandln bringt man keine neuen Opernfreunde daher. ES muss packen, diese "neue Welt", die MUSIKALISCHE Welt und sollte auch poetisch sein!  Keine ZIB- Geschichten und ähnliches, das sieht man im TV zur Genüge, wozu dafür in die Oper gehen?????  

Lieber MT! Ich stimme völlig zu, dass die Opernwelt packen/berühren muss und vor allem ein Kontrast zur (langweiligen, ...) Alltagswelt sein muss. Ich bin aber der Ansicht, dass man das am besten erreicht, wenn die Zuschauer einen Bezug zu ihrer Lebensrealität herstellen können, also wenn sie nachvollziehen können, was die Figuren auf der Bühne bewegt/antreibt etc. Deshalb finde ich die Oper als Museum weniger attraktiv, aber am besten ist sicherlich eine Vielfalt, dass für jeden was dabei ist!

27. Februar 2019
14:14
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Christine
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Forumsbeiträge: 83
Mitglied seit:
3. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Meine Kinder konnte ich für die Oper nicht großartig begeistern, vielleicht weil wir mit Zauberflöte für Kinder, "echter" Zauberflöte und Freischütz begonnen haben. Sie gehen lieber ins Theater so wie ich zu Beginn jener Zeit als ich mich für Kunst zu interessieren begann.

27. Februar 2019
1:08
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Pwolf
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Forumsbeiträge: 46
Mitglied seit:
18. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Einstiegsoper par excellence gibt es sicher nicht - aber natürlich muss man auch das Alter des Nachwuchses berücksichtigen.

Meine Tochter hat z.B. Wozzeck ganz toll gefunden - da war sie aber schon 15.

Generell sollte es aber wahrscheinlich eine Oper in der Muttersprache sein oder einer Fremdsprache die sehr gut beherrscht wird. Damit ist die Auswahl bei Stücken mit deutschem Text schon sehr reduziert. Wagner ist meist zu lang - ich persönlich würde bis zum Alter von 12 wahrscheinlich für "Entführung" oder "Zauberflöte" plädieren. Vor allem, da durch die gesprochenen Texte die Handlung leichter verständlich ist, so man eine Inszenierung hat, die nicht gegen den Text deutet.

26. Februar 2019
20:40
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Michta
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Forumsbeiträge: 133
Mitglied seit:
6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich stimme im Grossen und Ganzen dem hier gesagten zu, nur in einem unserem "Jüngling" Gurnemanz ganz und gar nicht:  mit Provokationen und Aufführungen in heutigen Strassengwandln bringt man keine neuen Opernfreunde daher. ES muss packen, diese "neue Welt", die MUSIKALISCHE Welt und sollte auch poetisch sein!  Keine ZIB- Geschichten und ähnliches, das sieht man im TV zur Genüge, wozu dafür in die Oper gehen?????

26. Februar 2019
16:12
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 439
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ja, bin ich, da haben Sie gut recherchiert 😁

Stimmt, Traviata und Tosca kann ich mir auch gut für den Einstieg vorstellen, weil diese beiden Opern ja die Gefühle ansprechen. Aber wie HansLick mE ganz richtig sagt, entweder man will selber hingehen oder will nicht. Hilfreich ist, wenn Kinder Instrumente lernen und viel (zu Hause, ...) gesungen wird. Hänsel und Gretel, Fidelio und Zauberflöte würde ich für den Anfang übrigens nicht empfehlen.

26. Februar 2019
16:01
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 350
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz, sind Sie jetzt 23? Im Internet recherchiert......;-)

Mich haben meine Eltern im Grundschulalter in den Freischütz mitgenommen. Ich fands toll, besonders als das Bild genau zu rechten Zeitpunkt von der Wand runterfiel ;-). Bei der Wolfsschlucht hab ich mich sehr gefürchtet. Den Jungfernkranz hab ich anschließend dauernd gesungen.

So richtig zum Opernfan wurde ich allerdings mit Verdi (Traviata) und Puccini (Tosca).

Wagner wurde mit mit einer sterbenslangweiligen Meistersinger-Vorstellung für Jahrzehnte verleidet. Da hat mich der Lohengrin 2009 aus München (Fernsehübertragung) "bekehrt".

26. Februar 2019
15:55
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 224
Mitglied seit:
14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

meiner meinung nach braucht es k e i n e ideale einstiegs oper. der jugendliche muss von sich aus dorthin wollen, interesse dafür zeigen.

ich wählte rosenkavalier, weil weihnachten. nicht das ideale erstbesuchsstück, aber 4 tage später war die fledermaus premiere und die droge wirkte, am tag darauf durfte ich nochmals gehen. sonst nur alle zwei wochen, der anfang war gemacht.

26. Februar 2019
15:48
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 439
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Das ist lustig, auch bei mir war es der Freischütz. Wir haben die Oper in der Schule im Musikunterricht behandelt, ich war damals 13. Auf der Straße hab ich die Freischütz-Plakate aus der Volksoper gesehen, hab im Internet recherchiert, wie viel die Stehplätze kosten (nämlich damals 1,50 Euro), hab mir gleich eine Stehplatzkarte gekauft und war dort. Ich kann mich zwar kaum an die Vorstellung erinnern, aber ich hab mir gleich am nächsten Tag meine zweite Karte gekauft (das war Anatevka an der Volksoper). Und so hat es halt angefangen.

DIE ideale Einstiegsoper gibt es sicher nicht, jeder ist ja unterschiedlich und mag anderes. Ich glaub auch, dass es kontraproduktiv ist, Leute dazu zu überreden zu wollen, entweder man interessiert sich für (klassische) Musik oder nicht, und entweder man will in die Oper gehen oder will es nicht.

Gute Einstiegsopern sind meiner Meinung nach die, die eine gute Handlung haben, nicht allzu lang sind und den Zuschauer packen/fesseln können, zum Beispiel: Carmen, Cardillac, Porgy+Bess, Cav/Pag, Otello, Oedipus Rex, Peter Grimes, Jenůfa, Fliegender Holländer, Eugen Onegin, Hoffmanns Erzählungen, Salome, Rusalka, Samson et Dalila, Wozzeck.

Dringend abraten möchte ich von der sogenannten Deutschen Spieloper (Zar und Zimmermann, Wildschütz etc.), ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man damit heutzutage noch irgendwelche jungen Menschen hinter dem Ofen hervorlocken kann. Ich denke, wenn die Oper eine Zukunft haben soll, darf man sie nicht als Museum mit Uraltinszenierungen präsentieren, sondern muss sie als lebendiges Musiktheater mit Inhalten, die uns alle etwas angehen, erlebbar machen. Wichtig sind, dass die Kartenpreise leistbar sind (siehe Stehplatz). Oper und generell Kunst darf provozieren und anecken, sie sollte nur nicht langweilen (meiner Meinung nach).

26. Februar 2019
15:36
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walter
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Forumsbeiträge: 27
Mitglied seit:
20. Februar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich bin sicher, dazu fällt doch vielen von uns etwas ein! Bei meinem Sohn habe ich es mit dem Freischütz versucht, damals war er 11 oder 12, und hat den Großteil des Abends zusammengerollt und schnarchend in seinem Stuhl verbracht. ( Übrigens wäre das Entschlummern während einer Vorstellung einen eigenen Faden wert. Nie werde ich den Siegfried vergessen, wo rund um mich im Parkett alles ruhte....).

Jetzt habe ich mich doch glatt wieder verplaudert! Also, welche Erfahrungen haben Sie selbst gemacht, als Sie versuchten, Ihre Sprösslinge auf den Geschmack zu bringen?

walter

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