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Freischütz-Premiere
16. Juni 2018
10:36
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Chenier
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Forumsbeiträge: 88
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Mich hat das Ganze szenisch mehr an "Tanz der Vampire" erinnert, ein wenig unfreiwillig komisch aufgemischt mit den Flodders, Messi-Kult (Sammeln nicht Fußball) und Pyromanie.

16. Juni 2018
3:01
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semjon_kotko
Wien
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Forumsbeiträge: 11
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Herr Silber Rose sagt
Herr Räth? ... war Frau Knackal aus MA2412 das Vorbild für ihr Ännchen?  

Mich hat das Ännchen eher an einen lesbischen Pumuckl aus dem Berlin der 1920er Jahre erinnert... Was sehr koheränt war zum übrigen Personal der Inszenierung: Graf von Krolock aus "Tanz der Vampire" (Caspar), Gandalf aus "Herr der Ringe" (Eremit), Primadonna aus "Ariadne auf Naxos" (Agathe) und ein nicht näher zu präzisierender Janitschare (Ottokar). Hätte ich bei der Produktion mitreden können, dann hätte ich Kilian nach dem Vorbild des Bienenmannes aus den "Simpsons" und Cuno nach einer Figur aus "Ritter der Kokosnuss" geformt.

15. Juni 2018
19:02
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Herr Silber Rose
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Forumsbeiträge: 17
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Herr Räth? ... war Frau Knackal aus MA2412 das Vorbild für ihr Ännchen?

15. Juni 2018
8:15
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 150
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Freischütz: Bitte die Seitenblicke vom 14. Juni anschauen !!! Hat Schager freiwillig Werbung für die ORF Übertragung gemacht oder wurde er genötigt?

15. Juni 2018
8:09
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 150
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Bei einer Tosca bringt mir eine tolle Personenregie in einer konventionellen/ traditionellen Inszenierung wesentlich mehr als ein eventuell moderner Erklärungsversuch der an jeder Ecke mit dem Stück kollidiert.

Wer sagt denn, dass eine "moderne" Inszenierung die Tosca in ene andere Zeit versetz, versetzen muss?

Hervorragenndes Beispiel einer einerseits den historischn Rahmen berücksichtigenden jedoch ausreichend vom Historienkitsch vergangener Opernzeiten befreiten Inszeierungen ist der (auch schon recht alte) Don Carlos in München von großen Jürgen Rose.

In "neuerer" Zeit (habe beide Inszenierungen life gesehen) Andrea Chenier: Wien ist langweiliges Kulissentheater (Schenk möge mir verzeihen), München (bravo Stölzl!) packende Revolution (historisch viel genauer in Bühnenbild, Kostümen und Personenführung).

Paris hat eine wunderbare Werther - Inszenierung, Klassizismus + Goethe von Feinsten, der riesige Baum in Wien ist grauenvoll, alles sehr unlogisch.

Habe ich ausreichend mit einigen Beispielen illustriert, was ich mir unter einer Produktion vorstelle, die das Stück unterstreicht, aber dennoch keine langweilige, altmodische und mit der Zeit (naturgemäß) verstaubte sogenannte Inszenierung ist

15. Juni 2018
6:15
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Michta
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Forumsbeiträge: 44
Mitglied seit:
6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Na klar, dass der "Fortschrittlichsten" eine, nämlich Fr. Fanny auch die "Lucia" nicht gefallen hat - eine der allerbesten Szenerien, die es noch gab - werkadäquat und ästhetisch schön!   Klar, da muss irgendein blutrünstiges Zeugs , möglichst in der Gegenwart auf die Bühne gebracht werden - vielleicht ist der böse Enrico a la Fritzl zu interpretieren, oder ein paar "Flüchtlinge" werden eingebaut, damit dieser "Schmarrn" auch heute noch Sinn macjht, oder??? Der arme Donizetti und der öde Librettist waren ja zu blöd dafür, das so zu schreiben wie es ihre Intention war - da müssen ja die "Retter" - all die großartigen "Regisseure" auftauchen, die für die dummen Besucher von heute endlich Sinn in die Sache bringen....  jaja!

   In einem muss ich leider der obgenannten Recht geben: die Besetzungen sind durch die Bank furchtbar,,,, wo sind die ganzen "Stars" in den Spielplänen??  Fast immer dieselben - öden - Hausbesetzungen, "Elisir" oder "Barbiere" ist ja nicht mehr zum Anschauen, was da früher wirkliche Stars aufgetreten sind - Basilios z.B. sind IMMER nur irgendwelche ortsansässigen Bassisten!!  - keine Rede mehr davon.

    Ja klar, wenn man Frau Garifullina oder ähnliche "Stars" meint, dann sind wird wirklich  bestens  "bedient"......im wahrsten Sinne des Wortes

15. Juni 2018
2:03
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Jago74
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Forumsbeiträge: 8
Mitglied seit:
1. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich würde von den Vertretern der "modernen" Regie gerne einmal hören, wie sie denn eine Tosca inszenieren würden.

In welcher Zeit sollte sie spielen, welches Bühenenbild etc.?

Gerade bei der Tosca ist Ort und Zeit bis auf die Stunde festgelegt - die historischen Bezüge im Text überdeutlich. Die Schlacht bei Marengo fand nun einmal am 14. Juni des Jahres 1800 statt, Bonaparte (sprich der spätere Kaiser der Franzosen Napoleon I) lebte von 1769 -1821 etc.

Modernisierungen sind gerade bei Tosca lächelich sobald man den Text kennt. Den tieferen Sinn des Stückes braucht mir nun wirklich kein Regisseur zu "erklären" - ich gehe davon aus, dass fast alle Opernbesucher einen gewissen Bildungsgrad haben und ihre eigenen Schlüsse ziehen und den tieferen Sinn des Stückes verstehen können.

Bei einer Tosca bringt mir eine tolle Personenregie in einer konventionellen/ traditionellen Inszenierung wesentlich mehr als ein eventuell moderner Erklärungsversuch der an jeder Ecke mit dem Stück kollidiert (siehe Salzburg)

 

Es gibt aber durchaus genug andere Opern, bei denen mit einer modernen und intelligenten Regie tatsächlich "Licht ins Dunkel" gebracht werden kann und es auch mit dem Text wenig/ weniger Probleme gibt.

Eine Ariadne, einen Holländer oder einen Troubadour z.B. (lässt sich beliebig fortsetzen) kann man tatsächlich modern gestalten ohne das Stück zu zerstören.

Aber sich über die Wallmann - Tosca zu erregen ist für mich ein no go.

Das Bühenbild, die Kostüme sind nicht das Problem - es ist die fehlende Personenregie, die die traditionelle Inszenierung für manchen langweilig erscheinen lässt. Da ist dann aber in meinen Augen die Dramaturgie der Staatsoper gefragt ein Konzept für schauspielerisch weniger begabte Sänger zu entwickeln. Das hätte aber schon längst erfolgen müssen.

 

Über diese anscheinend sehr seltsame, blöde Freischütz-Inszenierung kann ich mich nicht groß äussern, da man über Kabel ORF hier nicht empfangen kann. Gehe daher nur nach den Fotos und den Berichten.

Auch hier das typische Problem bei vielen modernen Ideen - es geht oftmals völlig gegen den Text und teilweise auch gegen die Musik. Und Versagensängste gibt es bei einer Jägerprüfung oder dem Abschluß der Försterausbildung bis heute. Fragen sie mal einen Jagdscheininhaber was er alles wissen und können muß....da brauche ich den Jägerburschen Max gar nicht durch einen "Komponisten Max" zu ersetzen.

Aber es sollte ja halt auf Teufel komm raus modern und anders sein - ging leider sehr daneben.

15. Juni 2018
1:10
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Fanny
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Forumsbeiträge: 13
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Mein Dank an Semjon-Kotko für seinen Beitrag 14 - treffender kann man die inszenatorische Misere in der Ära Meyer nicht beschreiben. Ich kann es kaum erwarten, bis wir diesen schlechtesten aller Intendanten, die ich in meinen fast 45 Opernjahren erleben durfte, endlich los werden. Allerdings sehe ich auch die Besetzungen in einem wesentlich trüberen Licht als einige Mitdiskutanten. Die Behauptung, dass ohnehin alle Stars an der WSO auftreten, stimmt nur bedingt, hängt aber sicher auch von der subjektiven Einschätzung ab, wen man als Star betrachtet. Aber selbst WENN es stimmt, mit der Dichte/Häufigkeit, in der Sänger der ersten Liga an anderen Häusern (z.B. München, Covent Garden ....) in Erscheinung treten, kann Wien absolut nicht mithalten. Ich kenne zumindest kein Opernhaus von Rang, das derart unattraktive PR- Besetzungen anbietet, und falls jetzt jemand mit "Samson e Dalila" kontert: Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer. Außerdem verfolgt man an der WSO nicht selten die Politik, ein Zugpferd mit Partnern zu umgeben, die einer Zumutung nahe kommen, frei nach dem Motto "Wenn XY ohnehin die Bude füllt, wozu dann noch Geld für eine adäquate Restbesetzung ausgeben!" Und damit meine ich bei Gott nicht die so genannten Wurzenrollen! Dass speziell das weibliche Personal in der Ära Meyer in erster Linie nach optischen Kriterien engagiert wurde und wird, ist augenfällig. Beinahe jede junge Sängerin unseres Ensembles könnte auf dem Laufsteg Karriere machen, und bei so mancher wünsche ich mir, sie hätte diesen Weg eingeschlagen...... Die wenigen echten Talente werden rücksichtslos verheizt, denn um die Entwicklung einer Stimme sorgfältig zu begleiten, die richtige Balance zwischen Fördern und Fordern zu finden, müsste man halt etwas von Stimmen verstehen....

Und natürlich, werte Susana, ist eine moderne Inszenierung nicht per se toll - darunter gibt's genügend Mist und der aktuelle "Freischütz" zählt ohne Zweifel dazu. Aber mich ärgert eine geschmäcklerische Nicht-Inszenierung a la McVikar oder Marelli genauso und einen Intendanten, der den Mut aufbrächte, der Heiligen Kuh "Tosca" den Gnadenschuss zu geben, würde ich umgehend für einen Verdienstorden vorschlagen. Aber ich fürchte, das erlebe ich nicht mehr.

Wenigstens verschwindet die "Lucia di Lammermoor", auf meiner Liste unsäglicher WSO-Inszenierungen an zweiter Stelle, in der nächsten Saison endlich in der Versenkung. Möglicherweise wird das meine einzige positive Erinnerung an die Ära Meyer bleiben....

lg Fanny

14. Juni 2018
23:25
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toni
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Forumsbeiträge: 14
Mitglied seit:
7. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Schaue mir gerade die Freischütz Übertragung auf ORF 2 an. Was für ein läppisches Kasperltheater, unglaublich. Ein Fiasko. Andreas Schager ist großartig! Werde aber wahrscheinlich nicht bis zum Ende durchhalten, ist mir zu blöd.

14. Juni 2018
22:42
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 150
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Tun Sie sich keinen Zwang an.

Ich bin es gewohnt, dass man über mich herfällt, wenn ich die heiligen Kühe als vertaubt bezeichne. Davon geht der Staub aber auch nicht weg..... Es gibt jede Menge Inszenierungen an allen möglichen Häusern, die NICHT die schrecklichen Attribute haben, die hier immer als einzige Alternative beschworen werden, sondern den tieferen Sinn der jeweiligen Oper mit interesanten Ideen zum Leuchten bringen.

14. Juni 2018
19:57
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Michta
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Forumsbeiträge: 44
Mitglied seit:
6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Was Frau Lohengrin da über die "Tosca" verzapft ist so ein XXXXXXXX, dass ich mich schwer beherrschen muss, um dieser Person nicht direkt meine Meinung darüber zusagen  ( XXXXX  XXXXX   XXXXX ) - die ja sowieso zensiert werden würde!   Und dieses Mal dann sogar zu Recht!!  Kiss

14. Juni 2018
19:26
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susana
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Forumsbeiträge: 15
Mitglied seit:
9. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Also dieses : das so verstaubt sein von unserer Wallmann Tosca - ich kann es nciht mehr hören.

Immerhin gibt es immer noch sehr sehr viele Menshcen, vielleicht nicht in "Eurem Sinn" Opernfans oder Kenner - die diese Inszenierung lieben, und glücklich sind keine verrückte Aufführung zu sehen. Es gibt sehr viele Touristen und ganz normale Operngeher die sich nicht die Hochgeistigen "Ergüsse" mancher Regissuere anschauen wollen, teilweise auch schon aufgegeben haben in die Oper zu gehen, weil dort eh alles "Blöd inszeniert ist" ist (Ich spreche aus Berufserfahrung!!)

Ich finde wenn man etwas nicht sehen will geht man einfach nicht mehr hin.

Und von wegen das moderen ist so toll , haltbar sind sie nicht , immerhin soll es 2020 (!!) einen neuen Parsifal geben..

Und über den jetztigen Freischütz höre ich nur schlechtes, niemand will dort noch ein zweites Mal hingehen (obwohl sich alle sehr auf die Oper gefreut haben) ..ich finde wenn man Oper nicht auch von der kaufmännischen Seite betrachtet geht was schief. Wie ich ja oft schon geschrieben habe, auch die sehr teurern Karten in dem Haus müssen gut verkauft werden.

14. Juni 2018
18:48
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 150
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Purzelbäume schlagen und halbnackt herumlaufen muß ja nicht unbedingt dazugehören!

Dazwischen gibts aber schon noch eine ganze Menge!

Auf dieser Ebene ist allerdings keine Diskussion möglich, wenn die Alternative zu der endlos alten langweiligen Kulisse mit Null Personenregie so extrem zitiert wird.

14. Juni 2018
18:23
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 43
Mitglied seit:
14. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

aus freischütz wurde hier also tosca! Confused auf die kann und wird auch oper 4.0 zukünftig nicht verzichten und das ist gut so! copyright für den sager klaus wowereit.

14. Juni 2018
17:06
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toni
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Forumsbeiträge: 14
Mitglied seit:
7. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Man darf davon ausgehn dass die Sänger ihre Rollen kennen und wissen was sie spielen. Purzelbäume schlagen und halbnackt herumlaufen muß ja nicht unbedingt dazugehören!

14. Juni 2018
15:53
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 150
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Wie schon gesagt; die Kulisse (bis auf die Engelsburg) "stört" nicht, Regie im Sinn von Personenführung gibt es schon lange nicht mehr; das ist wohl weitgehend den Sängern überlassen.

Wenn das ein Kriterium ist, bitte sehr. Ich brauch so etwas nicht. Dann bitte gleich konzertant.

14. Juni 2018
15:28
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Bricconcella
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Forumsbeiträge: 19
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lohengrin2 sagt
Wallmann Tosca

Das war ja nie eine besondere Offenbarung und heute ist sie endlich verstaubt im umfassenden Sinn.

Wenn  gute Sänger-Schauspieler auf der Bühne sind, stört sie nicht, sonst kann man das Ganze vergessen. Besonders die Plattform der Engelsburg ist ein (schlechter) Witz.

Es muss ja nicht so sein wie neulich in Salzburg oder zuvor in Baden Baden, aber etwas interesanter geht es schon.

Bin gespannt, ob sich Roscic an dieses "Heiligtum" rantraut....  

Die Wallmann-Inszenierung hat der Staatsoper und ihrem Publikum zu gute Dienste geleistet als dass sie so lächerlich gemacht wird. Sie "verzeiht" sogar im Gegenteil bei weniger begnadeten Darstellern wesentlich mehr etwa die aktuelle New Yorker Tosca zum Beispiel. Stars, die ohne Proben kommen und gehen, in letzter Minute zusammengewürfelte Besetzungen - bei Produktionen wie der Wallmann Tosca geht das nach wie vor, weil sie grossteils selbsterklärend sind und keine buch-dicke Betriebsanleitung benötigen. Auch daran erkennt man, ob ein Regisseur sein Handwerk beherrscht.

Vielleicht kein Geniestreich, aber diese Produktion ist nach wie definitiv vor Repertoire- und Alltagstauglich. Das ist wesentlich mehr als man von VIELEN gerade man 5-10 Jahre alten Produktionen behaupten kann. 

14. Juni 2018
9:05
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Chenier
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Forumsbeiträge: 88
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gibt es alles, alcindo, ich persönlich gehe aber nur wegen der Musik (ganz grässliche Inszenierungen lasse ich aus) und da wieder nur ausschließlich in Werke, die mir (spontan) gefallen. Lieber Faust Chenier, Trovatore oder Lohengrin zum 20. Mal als irgendein Auftragswerk, ist meine persönliche Einstellung und jeder kann es so machen, wie er/sie will. Ich möchte mir Präferenzen nicht erarbeiten, Kultur muss unmittelbar wirken. Ein Bild beispielsweise gefällt oder nicht, auf den ersten Blick, und es wird durch stundenlanges Hinstarren auch nicht (subjektiv) besser. 

13. Juni 2018
18:59
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alcindo
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Forumsbeiträge: 84
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

ad Chenier: es waere nett, wenn Sie nicht  partiell zitieren und kritisch kommentieren: falls  Ihnen dies  schwer faellt, anders formuliert: es gibt auch leute, die in die oper gehen, weil die mama ein abo hat und diese wegen einer grippe nicht gehen kann,   es gibt leute die in die oper gehen vor allem wegen der pause um dort zu sehen und gesehen zu werden. auch gibt es turisten, die in die oper gehen, weil sie in Wien sind. es gibt wahrscheinlich leute, die noch einmal in diesen Freischuetz gehen werden, weil sie den tenor wieder hoeren wollen, auch gibt es einige  wenige, die vom skandal dieser produktion gehoert oder gelesen haben und aus diesem grunde gehen, und sehr wenige, die nur wegen dieser regie oder aehnlicher umsetzungen gehen werden.

aber noch einmal: wer in die oper geht um grosse werke in adaequater besetzung zu hoeren, will normalerweise von gewissen regieeinfaellen wie feuer im klavier oder eremiten aus dem luster nicht abgelenkt werden

13. Juni 2018
17:32
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Chenier
Member
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Forumsbeiträge: 88
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

"....nur gibt es leute, die in die oper gehen um vor allem grosse werke mit guten saengern und orchestern zu hoeren"....

Schlecht, alcindo? Wer geht zu bedeutungslosen Werken mit schlechten Sängern? Das wäre Masochismus, oder ist das eine höhere Qualifikation aus Ihrer Perspektive?

Und dann wollen sie auch noch eine ordentliche, authentische Inszenierung, unverschämt.Wink

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