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Französische Oper in Paris
7. März 2020
15:15
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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2020/2021 Opera de Paris

https://t.co/3KGhYnSBZX?amp=1

7. März 2020
14:30
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prof.ON-DO
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24. Februar 2020
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" ( ! ) "   --- ?- !.

7. März 2020
10:11
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dalmont
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Forumsbeiträge: 146
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28. Januar 2019
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Vorausgeschickt: Geplant waren einige Pariser Kulturtage um die Premiere der neuen „Manon“ an der Opéra Bastille. Geplant vor allem wegen des Paares Yende-Bernheim und weil „Manon“ so eine prächtige Opéra-Comique ist. Darum herum: Boieldieus „Weiße Dame“ und Bizets „Perlenfischer“ (konzertant), zum drüberstreuen das Kultstück der 80er Jahre „Angels in America“ an der Comédie-Française, weil mir ein Besuch von Boesmans „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ im Palais Garnier nicht gestattet wurde, da ich über 40 Jahre alt bin (!).

Enttäuschung eine halbe Stunde vor der „Manon“-Premiere: Absage wegen Streiks. Allerdings wenig Aufregung und Gemurre vor dem Eingang zur Bastille-Oper. Nur ein einsamer Deutschsprechender im Smoking plärrte „Sauerei“. Der Kartenpreis soll ab Montag rückgebucht werden. Hoffenlich ist die Oper dann nicht schon Pleite. Durch Waldemar Kamer habe ich im „Forum“ etwas über die Hintergründe der Streiks an den Theatern erfahren und noch mehr nach der Rückkehr in der „Opernwelt“. Ersatzprogramm „J’accuse“ im Kino, war auch interessant.

Nächster Abend: Opéra-Comique: „Die weiße Dame“. Der Vorhang geht auf: 20 junge Bühnenarbeiter/innen marschieren auf die Bühne, verlesen ein Manifest über ihr Prekariat und warum sie für ihre Sache streiten müssen. Geteilte Reaktionen im Publikum, aber mehr Verständnis für die Sorgen dieser jungen Leute als Ablehung. Längeres Schweigen der Protestierenden auf der Bühne, schließlich das erlösende „Wir wünschen eine gute Vorstellung“. Die Aufführung: altmodisch inszeniert, von jungen Kräften zur großen Freude des Publikums engagiert und gut gesungen und dargestellt. Das Werk dürfte jedoch nicht mehr in das Repertoire einzugliedern sein. Aber es war eine Freude, elternsprachliches Französisch gesungen zu hören.

Als nächstes: Comédie-Française: „Angels in America“, Kultstück von Tony Kushner aus den Reagan-Jahren. Vor der Vorstellung wiederum ein Aufmarsch der BühnenarbeiterInnen (die sind an der CF jedoch älter als am Vorabend in der OC) auf offener Bühne. Eine Schauspielerin verliest ein Solidaritäts-Manifest. Wiederum geteilte Reaktion im Publikum, das Gebuhe hält sich aber in Grenzen. Eine extrem gut gespielte Aufführung, das auch vor dem Trumplandien-Hintergrund nach wie vor eindrucksvolle Stück wurde auf traditionell-zeitgemäße Art auf die Bühne gestellt. Nichts von der dekonstruktivistischen Art zu inszenieren, wie sie in unseren Breiten  noch immer heftigst bekämpft wird.

Letzter Abend: „Die Perlenfischer“ konzertant in der Philharmonie am Rande der Stadt, in jenem Park auf dem Gebiet der ehemaligen Schlachthöfe, in dem sich Wissenschaft und Kultur eindrucksvoll die Hand reichen. Die Salle Boulez, entworfen vom selben Architekten wie der Luzerner Konzertsaal, jedoch nicht so elegant, ist riesig, gute Akustik, optisch zurückhaltend, wie es Boulez, der alles Repräsentative hasste und hier noch sehr mit gedacht hatte, entsprach. Das Orchester stammte aus der Picardie, die Partien wurden von drei jüngeren Kräften gut, jedoch nicht außergewöhnlich, gestaltet, sie wurden jedoch heftig akklamiert. (Bei diesem Werk habe ich noch immer die uralte Cluytens Aufnahme im Ohr, da bin ich womöglich etwas ungerecht).

Was insgesamt auffiel: Bei allen kulturellen Events war immer das (Kultur)politische und der egalitäre Geist des Citoyen spürbar. Nicht nur in den Theatern mit den Politmanifestationen vor den Vorstellungen, sondern auch in der Architektur des Parcs de la Villette; oder im Musée Marmottan, wo Erstklasslern von ihren Lehrer/innen Monets Bilder nahe gebracht wurden (und das, obwohl das Museum wegen einer Cézanne-Ausstellung bummvoll war!). Oder bei den Bürgermeisterwahlen im März, bei denen sich mit Cédric Villani einer der weltbesten vielfach preisgekrönten Mathematiker zur Wahl stellt (ohne dass die Stadt deshalb mit Plakaten zugepflastert worden wäre, was auf ein anderes Niveau als hierzulande, wo es mehr um Knackarsch und Schnitzelgsicht zu gehen scheint, hindeutet). Und selbst in Saint-Eustache ließ sich etwas vom vorwärts schauenden Citoyen bemerken: Nicht nur weil der Organist auf seinem wunderbar klingenden Instrument mit Harmonien neueren Komponierens improvisierte, sondern auch weil die Kollekte mit zwei Klingelbeuteln gemacht wurde: Einer war für das Bezahlen mit der carte bancaire ausgestattet und gerade selbiger wurde von den älteren Herrschaften sehr in Anspruch genommen. (Soviel zur Bargeldabschaffungsdebatte).

Und bevor wieder allerlei Absurdes von sich gegeben wird: Ich war Gast in der Stadt an der Seine und nehme das Positive mit heim. Mit Mozarts Figaro sage ich „Il resto nol dico“, bemerkt habe ich das Negative natürlich auch.

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