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Fidelio an der Wiener Staatsoper
19. Februar 2020
9:31
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Chenier
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Forumsbeiträge: 620
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28. Februar 2018
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Gebe ich Ihnen recht, Alexander, ohne das Programmheft konkret zu kennen, aber das kann man im Internet oder in Beethoven-Biografien nachlesen.

Habe schon lange aufgehört, Programmhefte zu sammeln, nachdem ich gefühlte 100 Kilo von diesem Zeug eingelagert habe, und beschränke mich auf den Besetzungszettel, weniger Aufbewahrungsprobleme.

19. Februar 2020
1:03
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 714
Mitglied seit:
29. September 2018
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Alexander sagt
Eigentlich habe ich zu dieser Produktion eine ganz andere Anmerkung, nämlich das Programmheft betreffend. Ausgenommen kurze Passagen im Interview mit dem Dirigenten gibt es kein Analyse der musikalischen Veränderungen von Leonore zu Fidelio. Das hätte ich mir eigentlich erwartet. Klar, man kann ja zuhören, dann hört man sehr viele Unterschiede. Aber so etwas gehört doch auch ins Programmheft aufgenommen - oder bin ich da eine Einzelmeinung?  

Willkommen im Merkerforum. Ich kenne das Programmheft nicht, aber Sie vertreten sicher keine Einzelmeinung, denn auch ich denke, dass das im Programmheft unbedingt Platz finden sollte.

Naja, vielleicht war der Platz schon durch zig Hochglanzfotos aufgebraucht?

18. Februar 2020
15:40
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Alexander
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Forumsbeiträge: 1
Mitglied seit:
18. Februar 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Eigentlich habe ich zu dieser Produktion eine ganz andere Anmerkung, nämlich das Programmheft betreffend. Ausgenommen kurze Passagen im Interview mit dem Dirigenten gibt es kein Analyse der musikalischen Veränderungen von Leonore zu Fidelio. Das hätte ich mir eigentlich erwartet. Klar, man kann ja zuhören, dann hört man sehr viele Unterschiede. Aber so etwas gehört doch auch ins Programmheft aufgenommen - oder bin ich da eine Einzelmeinung?

11. Februar 2020
9:37
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 50
Mitglied seit:
25. Oktober 2019
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"... stellt das, was man mit diesem Werk inhaltlich ausdrücken möchte, völlig auf den Kopf."

Wer ist "man"? Beethoven oder die Regisseurin? Es ist heutzutage ja nicht mehr selbstverständlich, dass der Gehalt der Regie zu dem des inszenierten Werkes passt. Immer häufiger geht's nur mehr darum, die "richtige" Botschaft unter die Leute zu bringen. Offenbar konnte es in diesem Fall die Regisseurin nicht ertragen, dass in "Fidelio" ein Mann die Rolle des Opfers hat. Dabei sind doch nach den aktuellen Denkregeln die Männer immer die Täter und die Frauen die Opfer. Warum also nicht einfach eine völlig andere Story erzählen, wird sich die Regisseurin gedacht haben. Wir verdoppeln Leonore, inszenieren also eine Dissoziation, wie man sie bei traumatisierten Menschen oft beobachten kann. Dann können wir die Frau als das eigentliche Opfer darstellen, uns gleichzeitig noch mit traumatisierten Frauen solidarisieren und damit auf dem Moralkonto Punkte sammeln. Macht ja nichts, wenn das Ganze dann dem Libretto und der Partitur zuwider läuft und nichts mehr mit Beethovens Oper zu tun hat, die ohnehin aus einer patriarchalen Gesellschaftsordnung stammt und deshalb überwunden werden muss. "Ideologie statt Kunst" scheint das Motto dieser Produktion gewesen zu sein.

10. Februar 2020
9:04
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Chenier
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Forumsbeiträge: 620
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Pardon, Gurnemanz, aber der Empörungssturm war in diesem Fall völlig berechtigt. Allein schon die Zeittransformation macht die Handlung unverständlich, weil der Ablauf nicht in dieses Zeitmuster passt, und die Ermordung Leonores ist völliger Unsinn und stellt das, was man mit diesem Werk inhaltlich ausdrücken möchte, völlig auf den Kopf.

Musikalisch wird man einigermaßen entschädigt, wobei das Dirigat entgegen vielen Kritiken hervorragend war und auch die meisten Protagonisten, angeführt von Struckmann und Davis, absolut rollendeckend waren. Inhaltlich außerordentlich war für mich die ziemlich unbekannte, aber großartige "Hochzeitsarie" der Marzelline und der Schlusschor, den der Meister vermutlich deshalb in den späteren Fassungen gestrichen hat, weil da noch sehr viel Mozart drinnen steckt und seine kompositorische Eigenständigkeit nicht ganz durchkommt.

9. Februar 2020
23:38
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 714
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29. September 2018
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Mir ist gestern keine falsche Intonation aufgefallen, aber ich weiß, dass Sie mehr von Stimmen verstehen als ich, also will ich Ihnen jetzt nicht widersprechen. Danke für die Entgegnung!

9. Februar 2020
17:27
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lavoce
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Forumsbeiträge: 40
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10. Mai 2019
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@1: in der gleichen,wie Sie.

 

Gruß, lavoce

9. Februar 2020
15:18
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 656
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28. Februar 2018
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Gurnemanz sagt
@2 finde ich nicht unbedingt. Besser, er singt das schwere Fach erst in ein paar Jahren.
@3 Danke für Ihre Meinung! In welcher Vorstellung waren Sie?  

@2: Wann er welches Fach singt, ist ihm überlassen, zu sagen "es wächst ein toller Tenor heran" wäre vor 10 Jahren zutreffend gewesen. Jetzt ist er gut etabliert, die Stimme ist bisher eher nicht fürs schwere Fach geeignet, doch mit 40 ist man(n) im ausgereiften Alter, keineswegs eine "Nachwuchshoffnung".

9. Februar 2020
15:10
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 714
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@2 finde ich nicht unbedingt. Besser, er singt das schwere Fach erst in ein paar Jahren.
@3 Danke für Ihre Meinung! In welcher Vorstellung waren Sie?

9. Februar 2020
9:12
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lavoce
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Forumsbeiträge: 40
Mitglied seit:
10. Mai 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

@gurnemanz:

"Jennifer Davis war eine gute Leonore, zu einer sehr guten fehlt es noch an stimmlicher Durchschlagskraft und Gestaltung."

 

Eine Sängerin, die nicht gestalten kann und kaum über das Orchester kommt, ist keine gute, sondern höchstens eine in der Entwicklung.Weil diese zwei Eigenschaften die Voraussetzung sind  für einen Opernauftritt.

Mich wundert immer dieses Relativismus....ein Sänger ist der Partie nicht gewachsen und die Schlussfolgerung ist, dennoch gut. 

Mein Eindruck von dieser jungen Sängerin war ein ganz anderer.

Sie hat begonnen mit einem zu breitem,luftigenTon (man nennt es lyrisch, in Wirklichkeit ist das aber ein Geräusch anstatt Klang), im Laufe des Abends wurde es immer schlimmer.Da ihr die Partie eine Nummer zu groß ist, konnte sie keine Töne mehr sauber intonieren (dauernd zu tief), deshalb waren vor allem die Ensembles schrecklich.So "atonal" habe ich Beethoven nie im Leben gehört. Die Höhe wurde nur noch geschrien oder gekürzt, je nach Kraftreserve und die Koloraturen waren ein Gejaule ohne Richtung und Sinn.Der Kern der Stimme verflüchtigte sich mit jeder musikalischen Nummer, das Vibrato nahm zu. Das war nicht gut.Nicht für die WSO  und auch nicht für die Sängerin. Das war eine Leistung, bei der vieles dem Zufall überalssen wurde.

 Es sind schon große Sängerinnen an der Partie der Leonore gescheitert.Und die "Leonore"/Leonore ist technisch nicht leichter zu bewältigen als die des Fidelios.Trotz Tatsache, dass das Orchester reduziert ist.Die Arie ist  virtuoser, lang und schwer und abverlangt viel Kraft und Können. Frau Davis ist eine Gretel,Pamina, Zerlina....wird aber als "shooting star" (eine große Agentur) in ein Fach gedrängt,das ihr nicht gut tut.Sie sollte es besser wissen und auf sich aufpassen.

Gruß, lavoce

9. Februar 2020
7:47
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 656
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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"......da wächst ein toller Tenor heran....."

 

Mit 40 sollte ein Tenor allerdings schon einigermassen ausgewachsen sein.........

8. Februar 2020
23:58
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 714
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Sa., 8. Feber 2020: WIEN (Staatsoper): Ludwig van Beethoven, Fidelio (Fassung 1805)

Anlässlich des heurigen Beethoven-Jubiläums brachte die Wiener Staatsoper die Fidelio-Fassung von 1805 („Urfassung“) szenisch heraus, die ich schon im Oktober 2017 im Theater an der Wien konzertant gehört habe. Obgleich ich sämtliche Beethoven-Aktivitäten des heurigen Beethoven-Jahres zu meiden versuche, war ich heute dort – und vor der Pause war’s zwar wirklich fad (das liegt aber am Stück, nicht an der Aufführung), nach der Pause hat es mir gut gefallen.

Es ist schon klar, dass die Regisseurin Amélie Niermeyer im konservativen Wien einen Empörungssturm provoziert, wenn sie eine gegen den Strich gekrempelte Fidelio-Fassung auf die Bühne bringt, aber mir gefällt das Resultat großteils: Die Dialoge wurden gestrichen und hauptsächlich durch Quasi-Monologe ersetzt, die die Leonore-Sängerin mit einem alter ego führt. Die Geschehnisse während des Gefangenenchors wie auch das Jubelfinale träumt Leonore nur, die von Pizarro „wirklich“ erstochen wird. Ja, die Hälfte vor der Pause enthält einfach zu wenig gute Musik für diese Länge und wird daher fad, aber auch wenn das Ende der zweiten Hälfte nicht mehr glaubhaft erscheint, war die zweite Hälfte für mich deutlich besser. Stärke der Produktion ist aber nicht das Konzept, sondern die Detailarbeit: Rocco nicht als Walter-Fink-mäßiger, gutmütiger, verschmitzter Kerkermeister, sondern als Pizarros geldgieriger Spießgeselle, Marzelline, die genau versteht, dass „Fidelio“ eine Frau ist und trotzdem an „ihm“/ihr Gefallen findet etc. Wirklicher Schwachpunkt der Produktion ist die sprachlich-stilistische Ebene der Textfassung von Moritz Rinke, die in piefkinesischem Deutsch geschrieben ist, und wenn man schon einen Norddeutschen für eine in Wien gespielte Fidelio-Textfassung verpflichtet, sollte man dessen Texte der in Österreich gesprochenen Schriftsprache anpassen.

Besonders gut gefallen hat mir das Orchester der Wiener Staatsoper unter Tomáš Netopil; offenbar wurde geprobt, da passierten dann nicht solche Schnitzer wie in den letzten beiden von mir besuchten Aufführungen und dem Vernehmen nach auch im gestrigen Otello. Auch der Chor hat mir super gefallen, von den beiden Gefangenen Oleg Zalytskiy und Panajotis Pratsos abgesehen; diese Rollen sind zwar klein, aber zu wichtig, um sie bloß durchschnittlichen Chorsängern anzuvertrauen.

Benjamin Bruns war als Florestan (dessen Partie in der 1805er-Fassung deutlich lyrischer angelegt ist als in der vertrauten Fassung) ausgezeichnet, da wächst ein toller Tenor heran! Ebenso gut war Jörg Schneider als Jaquino, allerdings ist der Jaquino ja sehr unproblematisch. Jennifer Davis war eine gute Leonore, zu einer sehr guten fehlt es noch an stimmlicher Durchschlagskraft und Gestaltung (ich weiß, dass nicht alle dieser Meinung sind, aber MEINE Leonore ist Waltraud Meier, als sie im Gegensatz zu jetzt noch gut singen konnte). Ein guter Rocco wurde unverkennbar (und das meine ich jetzt positiv) von Falk Struckmann gegeben. Ein wirkliches Desaster war Thomas Johannes Mayer, der als Pizarro so klang wie immer, nämlich heiser, kraftlos, fahl und mit Druck auf die Stimme, für mich nicht auszuhalten. Chen Reiss war eine wirklich schlechte Marzelline, und Clemens Unterreiner ergänzte als Minister ganz passabel.

Ich bin gespannt, ob die Produktion unter Roščić noch zu sehen sein wird; vermutlich wohl eher nicht.

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