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Entführung aus Stuttgart in Wien | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

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Anton Cupak, Herausgeber

 

 

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Entführung aus Stuttgart in Wien
14. Oktober 2020
17:26
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2020Loldi
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25. Februar 2020
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Aus Neugier und von schnödem Materialismus getrieben habe ich mir jetzt die Mühe gemacht und bei Culturall nachgerechnet: Für die folgenden 5 Entführung - Vorstellungen , doch eine sogenannten "Premiere" -  gibt es derzeit noch 1040 Karten.. ist das jetzt viel oder wenig ? Für mich als Opernfreund und Steuerzahler eher letzteres.

 Dass es aber für eine richtige Premiere wie Eugen Onegin am 25.10. auch noch 228 Tickets gibt ?  Und das bei angeblichen Kosten von bisher einer Million Euro für Corona-Tests . Alles unter dem Motto- Verkaufst mei Gwand, i fahr in Himmel ...

14. Oktober 2020
15:59
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MRadema796
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22. Mai 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Vielen Dank an wwwOpera für die Erläuterungen:

dass die Figuren 2 Seelen haben... dass das Singen da ansetzt, wo das Sprechen nicht mehr weiterführt und umgekehrt

Ich muss sagen, dass es durchaus gute Seiten hat, dass Regisseure an anderen Häusern auf Grund der Umstände völlig neue Wege gehen müssen. In Dortmund, Wuppertal oder Köln kann man sich bei den dortigen Inszenierungen der Entführung und der Zauberflöte nicht auf ein altes Konzept zurückziehen, da es im Moment nicht umsetzbar ist. Da muss man auch als Besucher gelegentlich neue Wege mitdenken. In Wien denke ich beim Anschauen des Streams eher museal: Was hat der Regisseur sich vor 22 Jahren gedacht? Was hat diese Inszenierung mit unser heutigen Zeit zu tun? Wird in der Wiener Staatsoprer nicht sogar die Gegenwart ignoriert, wenn die Besonderheiten unserer Zeit mit PCR-Tests "weggetestet" werden? Mehr als einmal fragte ich mich, ob die ganz bei Trost sind, sich z. B. auf der Bühne abzuküssen. Ich jedenfalls kann das nicht so sehen wie ich es vor 22 Jahren gesehen hätte. Selbst wenn die Inszenierung exakt identisch wäre wie vor 22 Jahren, wäre also die Wirkung im Moment anders. Wahrscheinlich nicht so, wie vom Regisseur gedacht.

Chenier schrieb:

Hypothesen und Vermutungen sind zu wenig, um eine Botschaft so zu interpretieren, wie sie der Sender meint. Vielleicht könnte man sich so ausdrücken, dass jeder weiß, was genau gemeint ist.

Chenier, ich gebe Ihnen Recht. Aber akzeptieren wir auch, dass der Autor vielleicht nicht "7/24" online ist. Da er anscheinend begeistert war, wird er uns dies vielleicht uns Unerleuchteten auch noch erläutern. Die Eindrücke von Renate Wagner im Merker sind ja ziemlich gemischt (Stichworte: Zeitlosigkeit, Nonsense-Zugang, keine politische Botschaft, Brutalitäten, nicht gemütlich, Kindertheater-Stil, Original und Spiegelbild driften auseinander, aber konsequent durchgeführt ist das nicht, schrecklicher Neuenfels-Stil, albernes Ärgernis etc).

Und immer noch fehlt mir jemand, die die Buhorkane begründen möchte. Ging es überhaupt um die Aufführung? Oder vielleicht um das Absetzen der Vorgänger-Produktion oder etwas anderes, das für Außenenstehe nicht erkennbar ist?

14. Oktober 2020
9:49
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wwwOpera
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14. Oktober 2020
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Ich habe die Inszenierung seinerzeit mehrmals in Stuttgart gesehen und es scheint mir in manchen Kritiken ein Missverständnis, dass die Verdopplung der Figuren in Sänger und Schauspieler dem Umstand geschuldet sei, dass Sänger nun mal nicht "richtig sprechen" können. Schon in Stuttgart gab es großartige Sänger (Matthias Klink, Roland Bracht, Heinz Göring), die allesamt sehr gut singen, sprechen und spielen konnten und können. Ich erinnere mich, dass in Stuttgart während der Ouvertüre der Stücktitel und dann bezeichnenderweise "Ein deutsches Singspiel" projiziert wurde. Denn so hatte ich das Konzept damals verstanden, dass dieser Wechsel aus Singen und Sprechen im Fokus steht und deshalb die Figuren quasi 2 Seelen haben. Nach wie vor finde ich, dass es sehr berührende Momente in dieser Arbeit gibt, wo es sehr sinnhaftig ist, dass das Singen da ansetzt, wo das Sprechen nicht mehr weiterführt und umgekehrt. 

Worin ich allerdings den Vorrednern Recht geben muss, ist, dass dieser Abend in der Wiederbegegnung über weite Strecken zäh wie Leder wirkt. An vielen damals schon in Stuttgart völlig unkomischen Textpassagen oder viel zu langen Übergängen zwischen Szenen wurde überhaupt nichts verändert. Das Tempo des Abends wirkte eher noch gedehnter und damit auch manche nicht sehr originelle Slapstick-Einlage oder Überzeichnung viel alberner als ich sie in Erinnerung hatte. Auch völlig unverständlich, warum man mit der Schauspielerin der Konstanze die gleiche Darstellerin wie seinerzeit in Stuttgart engagiert hat, die ich auch sehr eindrücklich in Erinnerung hatte, nun aber einfach viel zu alt für diese Rolle ist.

Sehr schade also, dass der ehemalige Dramaturg aus Stuttgart, der jetzt ja im Leitungsteam der Wiener Staatsoper sitzt und anscheinend so wenig Macht oder Willen besitzt, auch einen Regisseur wie Hans Neuenfels dazu zu bringen, seine Produktion zu überarbeiten, zu straffen, gerade, wenn größtenteils so eine fantastische Sängerbesetzung und musikalische Leitung wie in Wien aufgeboten wird.

14. Oktober 2020
8:26
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Chenier
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28. Februar 2018
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Hypothesen und Vermutungen sind zu wenig, um eine Botschaft so zu interpretieren, wie sie der Sender meint. Vielleicht könnte man sich so ausdrücken, dass jeder weiß, was genau gemeint ist.

14. Oktober 2020
6:30
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MRadema796
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22. Mai 2020
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Zu dem Mörike am Ende nach dem Schlusschor => Nach einem dreistündigen Opernabend war ich nicht konditioniert für ein solches Gedicht. Ich habe nicht die geringste Idee, was mir dies sagen wollte. Als Barockopernfan bin ich daran gewöhnt, dass etwa 120% der Regisseure keine versöhnlichen Enden mögen, aber nur wenige haben mich bisher davon überzeugen können, dass die Komponisten nicht doch die besseren Autoren sind als die Regisseure. Da werden lethargische Arien von von nach hinten verschoben, der Schlusschor in einem Viertel des Originaltempos gespielt oder ganz weggelassen oder durch einen Satz aus einer Requiem-Vertonung ersetzt, das Ende als Puppenspiel in eine nur gedachte Vision verwandelt (das funktioniert manchmal),oder was auch immer. Christopher Hogwood sagte: "Let the music speak for itself".

Lieber prof.ON-DO, gern würde ich Ihren Gedankengang nachvollziehen. Aus der Formulierung "flachen Friede-Freude-Eierkuchenvaudeville" entnehme ich, dass Sie mit Mozarts Lösung unzufrieden sind. Dabei ist das gar nicht so flach. Ich lese dort zum Beispiel "Verbrennen sollte man die Hunde, Die uns so schändlich hintergehn". Was Sie mit "AUCH HEUTE" (bezogen wohlgemerkt auf eine 22 Jahre alte Inszenierung, die sich wahrscheinlich auf Vorgänge aus dem vorigen Jahrtausend bezieht) und "VIVAT N." (Neufenfels?) und den 32 Anführungszeichen mitteilen möchten, verraten Sie uns auch noch?

13. Oktober 2020
19:05
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Chenier
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28. Februar 2018
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Was wollen Sie dem Forum sagen, prof.ON-DO? Ein wenig mehr Präzision in der Aussage wäre nicht unwichtig.

Dem Meinungsbild von MRadema796 kann ich mich mit Einschränkungen anschließen.

13. Oktober 2020
18:18
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prof.ON-DO
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27. Mai 2020
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Gut zu wissen, ein Mörike Memento ist also - AUCH HEUTE ! - den Wienern eine Unerträglichkeit ( nach dem flachen Friede-Freude-Eierkuchenvaudeville mit abschliessendem Schlusschor ). Na, denn...     VIVAT N. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

13. Oktober 2020
17:28
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MRadema796
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22. Mai 2020
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Gestern habe ich mit zugegebenermaßen mäßiger Konzentration den Stream aus der Wiener Staatsoper angeschaut und mich über den abschließenden Buh-Orkan gewundert. Ich fand es eigentlich über weite Strecken lediglich ausgesprochen langweilig, nachdem ich die Oper vor einigen Wochen in einer fantasievollen 75-min-Coronakurzfassung mit Puppen und sehr kleinem Orchester in Dortmund gesehen hatte. Ich fand nichts, das mich so hätte aufregen können wie die Autoren des Buhorkans. Die Idee Sänger und Sprecher zu trennen schien mir an sich sinnvoll, da man sonst oft Sänger sprechen hört, die dies nicht wirklich gut können. Was man sonst nur Rundfunkfassungen erlebt, ist szenisch eine Herausvorderung, der sich der Regisseur nur gelegentlich angenommen zu haben scheint. Warum diese 22 Jahre alte Inszenierung noch benötigt wird, hat sich mir nicht erschlossen. Bleibt als Hauptpluspunkt, dass die Wiener Staatsoper im Moment wohl so ziemlich das einzige Opernhaus ist, das Oper "normal" spielt.  Aber, na ja, was ist schon normal...  nicht-normal ist vielleicht doch interessanter, siehe oben Kommentar zu Dortmund.

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