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Elektra in der Wiener Staatsoper
22. September 2020
23:40
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Eduard Paul
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Forumsbeiträge: 28
Mitglied seit:
21. März 2020
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komme soeben aus der Elektra Vorstellung. Toll: der Strauss-affine Klang des Orchesters. Am Pult der handwerklich gute, umsichtige, etwas analytisch(kopflastige) wirkende Dirigent Soddy. Sehr gekonnt, auch wenn ich das aufgerauhte, archaisch morbide a la Böhm, Maazel vermißte ( "very British") Bei den Sängern merkte man eine gewisse Müdigkeit ( Ende der Serie) hielten sich aber wacker ( es handelt sich ja bei den 3 Frauenpartien um "Killer")-  Schönste Stimme: der Orest von D. Welton, ein Totalausfall der junge Diener ( no go) warum singt das nicht Thomas Ebenstein,?( der  mit dem Aegisth nicht gut bedient ist) Frage an das Besetzungsbüro !!!

Trotzdem ist man froh in diesen kruden Zeiten in der Oper sein zu dürfen

PS: am Rande:ich war am Samstag in Klagenfurt auch bei "Elektra" !!!(sic)  klar, muß man da andere Maßstäbe anlegen, aber nicht beim Dirigenten !! der war nämlich fabelhaft. Nicolas Carter ist dort Chefdirigent ( und der Nachfolger von Mo Soddy !!)- er vollbrachte alles, was man für dieses Werk aufbieten und beherrschen kann und muß. ( Schlagtechnik, Temperament, Totaleinsatz, Empathie etc....und das mit einem B/C Orchester) das Publikum bemerkte das auch...es war ein Abend für den noch jungen Dirigenten...ein Name, den man sich merken sollte ( auch British....smile)

19. September 2020
23:01
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 801
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Sa., 19. September 2020: WIEN (Staatsoper): Richard Strauss, Elektra

Heute war es erneut eine sehr gute Repertoirevorstellung, deren Qualität stark deswegen gewann, weil heute nicht der fürchterliche Welser-Möst am Pult stand, sondern Alexander Soddy, den ich überhaupt nicht gekannt hatte, der aber ein ausgezeichnetes Dirigat brachte; ich freue mich auf seine Salome demnächst! Ricarda Merbeth und Doris Soffel fielen im Vergleich zur vorigen Aufführung leicht ab, dafür legte Camilla Nylund zu. Derek Welton ist ein guter Sänger, aber für den Orest viel zu freundlich (das Düster-Dämonische geht im ab), und ich wurde den Eindruck nicht los, dass ihm die Wiener Staatsoper zu groß ist. Thomas Ebenstein sprang als Aegisth ein und war passabel bzw. in der Höhe auf meinem Galerie-Halbmitte-Stehplatz schlecht hörbar (auf der Galerie-Seite soll es besser gewesen sein); dass er bei „Wo find’ ich die fremden Männer“ eine Achtelnote zu früh einsetzte, haben wir überhört. Bedauerlicherweise ein Ausfall war das neue Ensemblemitglied Robert Bartneck als Junger Diener, erstens „hatte“ er die Töne nicht, zweitens war er falsch im Rhythmus und drittens viel zu leise (es bleibt zu hoffen, dass er sich nach diesem Fehlstart ins Ensemble noch steigern kann; die Wiener Staatsoper ist halt was anderes als das Meininger Staatstheater) – diese kurze, aber wichtige Rolle hat sogar ein Spezialist wie Benedikt Kobel deutlich besser hinbekommen, und das heißt was. Die Mägde (Monika Bohinec, Noa Beinart, Margaret Plummer, Regine Hangler, Vera-Lotte Boecker) waren sehr gut; die Inszenierung von Harry Kupfer ist großartig, es ist eine wahre Wohltat, nicht mehr den Laufenberg-Blödsinn anschauen zu müssen.

12. September 2020
0:11
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 801
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Fr., 11. September 2020: WIEN (Staatsoper): Richard Strauss, Elektra

„Wenn Elektra gespielt wird, dann ist das der Sollzustand, alle anderen Werke dienen nur zur Überbrückung bis zur nächsten Elektra.“ hat einmal ein Freund formuliert, und diese Aussage bestätigte sich heute einmal mehr. Nach corona-bedingter halbjähriger Musikpause (ein überraschender Besuch bei der Styriarte Mitte Juli in Graz zählt nicht) war es natürlich besonders schön, die beste Strauss-Oper, vielleicht sogar die beste Oper überhaupt, live zu hören. Dass das Stück WIRKLICH genial ist, merkt man sogar auch dann, wenn gerade einmal Franz Welser-Möst das (heute sehr gut disponierte) Staatsopernorchester dirigiert – ein Boder oder Metzmacher ist er nicht und wird er nie sein, aber Befürchtungen ob seiner (von mir ausdrücklich NICHT begrüßten) Rückkehr an die Staatsoper stellten sich als unnötig heraus.

Obwohl ich, wie hoffentlich die meisten Besucher, in erster Linie wegen der Musik in die Oper gehe und Inszenierungen keine sonderlich große Bedeutung beimesse, habe ich mich riesig auf die Wiederaufnahme der hervorragenden, von Dominique Meyer aus vollkommen unverständlichen Gründen entsorgten Elektra von Harry Kupfer gefreut. Mit dieser Inszenierung habe ich 2011 und 2012 das Stück kennen- und lieben gelernt; von 2015 bis Feber 2020 wurde dem Staatsopernpublikum die in absolut jeder Hinsicht völlig missratene Laufenberg-Elektra vorgesetzt; und jetzt endlich gibt es wieder (hoffentlich möglichst lange) die handwerklich und künstlerisch tolle Kupfer-Produktion. Super! Diese mustergültige Inszenierung zu entsorgen, war eine Schnapsidee ersten Grades.

Ein gutes Opernhaus erkennt man weniger an den zugekauften Stars, als vielmehr an der Qualität der „kleinen“ Ensemblesänger – und auch in dieser Hinsicht hat Bogdan Roščić dem heutigen Abend nach zu schließen ausgezeichnete Arbeit geleistet. Was wurde da schon im vorhinein alles über ihn geraunzt: von seiner Ö3-Vergangenheit über seine serbische Herkunft bis zum „radikalen Kahlschlag im Ensemble“, und bitte ganz ehrlich: Um alle Sänger, die dem Ensemble seit Beginn dieser Saison nicht mehr angehören, ist es doch kein bisschen schade (Ausnahme: Herwig Pecoraro)! Eine Entfernung derer, die u.a. als im Don Carlo(s) als Graf von Lerma oder als Erster Nazarener in der Salome oder als Arabella-Mutter regelmäßig das Publikum zusammenzucken ließen, war mehr als allerdringendst geboten. Umso erfreulicher, dass heute eine runde Ensembleleistung zu hören war und die zahlreichen neuen Ensemblemitglieder einen sehr guten Eindruck hinterließen.

Ricarda Merbeth ist in der Berliner Lindenoper eine sehr gute Elektra (Feber 2019), in Wien „nur“ eine gute – das ist aber mehr, als ihr viele zugetraut haben. Es war zwar ziemlich „leichtgewichtig“, und man merkt, dass die Elektra eine Grenzpartie für sie ist und sie sich wohl auf Dauer damit keinen Gefallen tun wird, aber alles in allem war es eine gute Leistung, auch wenn ihr helles Timbre, das eher zu einer Daphne als zu einer Elektra passt, den Hörgewohnheiten dieser Rolle entgegensteht. Camilla Nylund ließ eine sehr, sehr gute Chrysothemis hören (zu einer perfekten fehlt noch der Feinschliff, der aber sicher noch kommen wird); Doris Soffel (nach über 30 Jahren wieder in der Wiener Staatsoper zu hören) war trotz ihrer (bedingt durch ihr hohes Alter) nicht mehr frischen Stimme eine sehr eindrucksvolle Klytämnestra (das gelingt beileibe nicht jeder Sängerin; den Damen Meier und Baltsa gelang das keineswegs; es ist völlig unverständlich, dass Doris Soffel in Wien jetzt erst als Klytämnestra zu hören war!). Jörg Schneider steuerte einen sensationell guten Aegisth bei (das hohe h bei „Sie morden mich!“ war bestens zu hören), Derek Walton einen soliden Orest (zeitweise hatte ich den Eindruck, dass er elektronisch verstärkt würde, aber bei den übrigen Sängern vermute ich das nicht). Unter den Nebenrollen stachen Regine Hangler (Vierte Magd) und Vera-Lotte Boecker (Fünfte Magd) besonders positiv hervor; markant im positiven Sinne war Michael Laurenz als Junger Diener.

Insgesamt eine sehr gute Aufführung; dass es bei Elektra und Orest noch Luft nach oben gab, tat dem sehr guten Gesamteindruck keinen Abbruch. Das corona-bedingte Stehplatzsystem funktioniert sehr gut (auch wenn mehr Zeit fürs Anstellen drauf geht als in der vorigen Saison, aber man kann nicht alles haben).

13. Februar 2020
3:07
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Manfred A. Schmid schreibt in seiner Kritik zur Aufführung am 9. Feb:

So rundum zufrieden mit einer Elektra-Vorstellung war man – sieht man von der ärgerlichen Inszenierung Uwe Eric Laufenbergs und der grottenschlechten Bühne von Rolf Glittenberg (ein Kohlenkeller mit Paternoster-Aufzug) ab – schon lange nicht mehr.

Wer ist "man"? Wenn die Gesamtheit der Wiener Opernbesucher gemeint ist, muss ich ihm widersprechen: Die Vorstellung am 25. Oktober 2018 hat mir VIEL besser gefallen - nicht zuletzt wegen der anderen Klytämnestra! (Iris Vermillion statt Waltraud Meier).

9. Februar 2020
23:35
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Gurnemanz
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29. September 2018
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So., 9. Feber 2020: WIEN (Staatsoper): Richard Strauss, Elektra

Elektra ist eindeutig die beste Strauss-Oper, die bringt auch die Blödsinns-Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg nicht um. Mittlerweile habe ich mich schon weitgehend an sie gewöhnt; der lächerliche „Tanz“ gegen Ende wurde glücklicherweise mittlerweile deutlich entschärft, und jetzt müssten noch die beiden viel zu früh kläffenden Köter verschwinden, dann wäre die Produktion halbwegs erträglich. Wie man in letzter Zeit aber immer öfter hört, soll aber unter Bogdan Roščić die hervorragende Vorgängerproduktion von Harry Kupfer reaktiviert werden, und wenn das stimmt, dann wäre es die beste die Staatsoper betreffende Nachricht seit Ewigkeiten. Eine NOCH bessere Nachricht wäre freilich, wenn man die Elektra endlich mal ungekürzt spielte!!!

Gewinnerin des Abends war Simone Schneider in der sauschweren Rolle der Chrysothemis. Ja, ihr Gesang berührte mich heute zwar nicht (im Gegensatz zu ihrer Kaiserin, 2017 in Leipzig), aber stimmlich war’s sehr gut, und ihr gewöhnungsbedürftiges Timbre störte überhaupt nicht. Eine recht gute Besetzung war Christine Goerke in der Titelrolle. Man hat zwar recht wenig vom Text verstanden, und ein scharfer Registerbuch war nicht zu überhören, aber die Mittellage ist ausgezeichnet, und insgesamt passte das schon. Die zarten Lyrismen nach der Wiedererkennung habe ich selten so schön gehört wie heute, dafür hat ihr im Finale die stimmliche Kraft ziemlich gefehlt, aber was soll’s. Ein Totalausfall war Waltraud Meier als Klytämnestra, die zwar in den letzten Jahren in dieser Rolle deutlich schlechter als heute tönte (heute war es bis zum „Ich will hinunter. Lasst, lasst, ich will mit ihr reden.“ viel besser als üblich, aber danach kam nichts mehr), die aber nichtsdestoweniger alles schuldig blieb, was eine gute Klytämnestra ausmacht (das Maß aller Dinge der Gegenwart ist die enorm unterschätzte Iris Vermillion!!!). Blass und farblos blieb Michael Volle als Orest, und wenn ihn ein Merker-Schreiber tatsächlich als den besten Wiener Orest der letzten 15 Jahre bezeichnet, so hat er offenbar Falk Struckmann und andere Sänger nicht gehört. Recht gut Norbert Ernst als Aegisth (er war schon besser), und die Nebenrollen zogen sich ziemlich unterdurchschnittlich aus der Affäre (Dan Paul Dumitrescu schaffte es, in der Sechs-Wörter-Rolle des Alten Dieners negativ aufzufallen, Marcus Pelz hinterließ einen negativen Eindruck in der nicht viel größeren Rolle des Pflegers; dafür war Thomas Ebenstein als Junger Diener ganz okay). Semyon Bychkov am Pult wähle einen gewaltigen, radikalen, zupackenden Zugang, und das passt ja generell sehr gut, und heute verzichtete er glücklicherweise darauf, ganz am Ende das Tempo massiv anzuziehen (dem Vernehmen nach war da in der vorigen Aufführung Chaos im Orchester); insgesamt gehört er mit Michael Boder und Ingo Metzmacher zu den drei besten Elektra-Dirigenten, die ich in Wien gehört habe. Aus dem Staatsopernorchester drangen zwar einige Schnitzer (vor allem bei den Hörnern), die aber durch die insgesamt ausgezeichnete Orchesterleistung fast entschädigt wurden.

26. Oktober 2018
16:40
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Ja, ich frage mich auch, warum Waltraud Meier immer noch als Klytämnestra engagiert wird. Würde sie irgendwelche anderen (Alters-)Rollen singen, okay - zum Beispiel die Madelon in Andrea Chénier oder sowas -, aber für die Klytämnestra reichts einfach nicht.

Vermillion singt hauptsächlich an sogenannten "zweiten" Häusern. Ich versteh nicht warum, ihre Stimme reicht locker für Wien, Berlin, Hamburg etc. Naja, vielleicht die "falschen" Agenten?

Boder ist wirklich toll. Ich freue mich sehr, dass er wenigstens in dieser Saison häufig in Wien zu hören ist.

26. Oktober 2018
16:31
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UwePaul
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Danke Gurnemaz

für die Info, bei der Lindstrom bin ich wirklich überrascht, mal sehen bzw. hören, wann sie mir mal wieder über den Weg läuft.

Ja Boder habe ich im Laufe der Jahre ein paar mal erlebt und war jedesmal sehr angetan. Merkwürdig, das man ihn nicht öfter zu hören bekommt.

Fr. Vermillion kenne ich nur aus ihrer Anfangszeit an der DO, dann nie wieder erlebt.

Aber das Phänomen Meier ist wohl überall zu erleben, ob hier an der Staatsoper oder in Bayreuth oder jetzt in Wien....

26. Oktober 2018
16:14
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 801
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29. September 2018
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Lieber UwePaul!

Ich kann Ihnen nur recht geben. Besonders schlimm ist es, wenn man die Meier noch von früher kennt, als sie noch richtig gut war...

Ich war gestern nochmals. Da die Elektra jahrelang meine Lieblingsoper war (bis sie von Rusalka und vom Schlauem Füchslein von diesem Platz verdrängt worden ist), habe ich seit 2011 die meisten Wiener Elektra-Aufführungen miterlebt und viele Aufnahmen gehört. Daher trau ich mir zu sagen, dass es gestern ausgezeichnet war, meine beste Elektra bis jetzt.

Dafür waren drei Leute verantwortlich:

  • Michael Boder mit Orchester: absolut grandios, Boder ist allen enorm überschätzten "Stardirigenten" (hauptsächlich gemeint sind Thielemann und Cornelius Meister) haushoch überlegen.
  • Iris Vermillion, die eine in jeder Hinsicht phantastische Klytämnestra war. Besonders gut in der tiefen Lage, auch schauspielerisch super. Bitte öfters in Wien und an anderen ersten Häusern!!!!
  • Lise Lindstrom, die zu meiner Überraschung eine wirklich tolle Leistung gebracht hat. Lange wird es in diesem Stil zwar nicht gutgehen, aber gestern wars super (insbesondere in der hohen Lage) und für mich besser als alle anderen Elektras der letzten Jahre.

Ansonsten hat auch niemand gestört. Orest (Pape) gut, Aegisth (Ablinger-Sperrhacke) so lala, Chrysothemis (Gabler) grade noch akzeptabel, Mägde gemischt. Benedikt Kobel als Junger Diener viel besser als sonst, diese Rolle liegt ihm.

Ich frage mich schon, was jene, die jede auch noch mittelmäßige Aufführung bejubeln (sei es im Opernhaus, sei es durch Kritiken), dann zu dieser wirklich grandiosen Aufführung sagen, die für mich und für alle, mit denen ich seitdem gesprochen haben, ein sehr beeindruckendes Erlebnis war, wie es viele Jahre in Wien nicht zu hören war.

20. Oktober 2018
7:59
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UwePaul
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Als ich die Kritik gelesen habe, war ich sehr verwundert und überrascht. Frau Lindstrom soo gut, ich habe sie drei Mal in verschiedenen Rollen gehört und es war immer eine ziemliche Qual. Aber wenn Gurnemaz schreibt, das sie wider Erwarten gut war, glaube ich es gerne. Mit dem Raubbau haben Sie wahrscheinlich recht. Was Fr. Meier betrifft, bin ich doch "froh" das ich mit meiner Einschätzung bei ihr richtig liege. Ich habe sie vor einiger Zeit 2x als Klytämnestra "erlebt" und es war einfach grauenhaft, genauso wie Ihre Santuzza.

Michael Boder habe ich im letzten November nach vielen Jahren im Tannhäuser gehört und war ähnlich begeistert

19. Oktober 2018
22:10
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Gurnemanz
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29. September 2018
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Was meiner Meinung nach heute wirklich geschah:

Boder + Orchester: absolut super, das war ein Wahnsinn!! Da können ALLE sogenannten Pultstars einpacken! Besser kann man die Elektra nicht dirigieren, denke ich.

Lindstrom: über den Erwartungen, sehr ordentlich! Eigentlich sogar besser als Stemme (bin aber kein Stemme-Fan). Allerdings betreibt Lindstrom Raubbau an ihrer Stimme.
Gabler + Meier: Totalausfälle
J. Schneider: ein brighellaartiger Aegisth
Pape: gut, aber auch nicht mehr

in den Nebenrollen Bankl, Bohinec und Vörös postiv auffallend.

Die Inszenierung ist und bleibt in meinen Augen ein Müll, aber man gewöhnt sich daran, wenn man in der Schluss-Szene nicht hinschaut. Aber die von Harry Kupfer war halt mindestens 1000mal besser.

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