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Elbphilharmonie
15. Februar 2019
11:17
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susana
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Forumsbeiträge: 95
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Da das Abendblatt nur für diejenigen zu lesen ist, die ein Abo haben - verpuffen ihre Zeilen leider in die Luft ... wie bei jedem Link der vom Abendblatt kommt.

15. Februar 2019
10:50
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midsummerpuck
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Forumsbeiträge: 8
Mitglied seit:
24. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Es gibt Dirigenten, die es halt nicht können ... - ... und wenn gewisse Sänger mit denen halt weiter arbeiten wollen, dann machen sie eben den Saal verantwortlich ...

ELBPHILHARMONIE
Jonas Kaufmanns Dirigent versenkt den nächsten Abend
 
Verena Fischer-Zernin
 
Jochen Rieder und das London Philharmonic Orchestra zeigten sich uninspiriert. Martina Gedeck rettete, was zu retten war.
 

https://www.abendblatt.de/kultur-live/kritiken/article216429719/Martina-Gedeck-rettet-vergeigten-Abend-in-Elbphilharmonie.html

 

midsummerpuck

11. Februar 2019
15:46
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 364
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOnlineSmall Online

Ob und wie oft ich in der Elbphilharmonie war, ist irrelevant. Ich habe deutlich beschrieben, dass ich die Vorstellung via Medium verfolgt habe.

11. Februar 2019
15:31
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oldie
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Schön, dass Lohengrin2 weiß, dass Schager gheschrien hat. War wohl auch dabei. Für mich hat Schager nicht geschrien. Und Tanja Baumgartner hat bestimmt nicht geschrien und es war jedes Wort zu hören. Die Kritik von Baden-Baden hab ich auch gelesen. Ist eben - wie die Laeiszhalle in Hamburg - ein klassicher Konzertsaal. Übrigens in München hat Kaufmann in der AZ ebenfalls einen Verriss bekommen.

Also Lohengrin2: wie oft waren Sie in der Elbphilharmonie?

10. Februar 2019
11:25
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 648
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lohengrin,

Bekannte waren kürzlich drin, war ein sehr umhustetes Konzert, sind in der Pause gegangen, weil wahrscheinlich durch die Akustik das Husten so schlimm verstärkt wurde, wie die es noch nie irgendwo erlebt haben. Die sind viel unterwegs.

Und was Oldie zum ausverkauft schreibt. Es ist doch fast egal, wer da auftritt, das soll jetzt Kaufmann nicht schmälern, ist doch immer ausverkauft. Wenn ich mir mal dass Programm und Künstler so anschaue und was es an Karten gibt oder nicht gibt, würde hier oder anderswo mindestens die Hälfte der Karten noch zu haben. Jeder muss da gewesen sein

10. Februar 2019
11:19
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 364
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOnlineSmall Online

Kaufmann war natürlich bei der Probe anwesend, es gibt ein paar Fotos.... Von wegen "zu fein"; da kennen Sie Kaufmann schlecht!

Schager schreit dermaßen laut, egal wo er steht, dass man ihn überall hört. Ob man ihn hören will, ist eine andere Sache. Sogar in München hat er hinter dem Orchester gestanden, was dort nicht erforderlich war und er hat nach Bemerkungen von Leuten, die dor waren (wie ülich) geschrieen.... Eventuell wurde der durch die Übertragung bedingte Mikro-Einsatz auch im Saal benutzt; habe darüber aber keine Information.

 

In Baden Baden, einem Saal mit 2500 Plätzen, war Kaufmann bis ins letzte Eck gut hörbar.

 

Es ist höchsteZeit,die Elphilharmonie realistisch einzuschätzen!

10. Februar 2019
11:01
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oldie
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Jetzt hat auch die FAZ noch über die Elphi und ihre Akkustik geschrieben. Bin mal gespannt, wie oft der Verfasser selbst in der Elphi war! Tatsache ist, dass bei Stimmen es direkt hinter dem Orchester schwierig wird. Deswegen sind normalerweise die Sänger hinter dem Orchester plaziert. Da gibt es dann kaum Probleme. Wenn aber ein sogenannter Startenor sich zu fein ist, hinter dem - dann auch noch viel zu lautem und drittklassigen - Orchester Paltz zu nehmen, sondern lieber in der Nähe seiner Fans vorne an der Rampe singt, dann ist es sein Problem. Schager und auch Baumgartner haben ein paar Tage später mit dem gleichen Stück überhaupt keine Probleme gehabt!! Vielleicht hätte Kaufmann das ja noch in der Probe kapieren können. Dem Vernehmen nach war er in der Probe aber nicht anwesend. Ist ja heute so bei Stars manchmal Sitte.

Ich kann nur sagen, dass die Ebphilharmonie einen tollen Klang hat, aber natürlich nicht für alles gleich gut geeignet ist. Liederabende gehören in den kleinen Saal oder eben auch in die akkustisch auch sehr vorzuügliche Laeiszhalle. Übrigens war Kaufmasann in der Laeiszhalle nicht immer ausverkauft. Die jetzt plötzlich so vielgescholtene Elphi macht es!

27. Januar 2019
8:22
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lavoce
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Forumsbeiträge: 28
Mitglied seit:
11. Oktober 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

An die,die nur "glauben": googeln amplification in classical music. Oder Mikrofonierung ....

 

https://stasymphony.wordpress.com/2010/09/14/is-there-justification-for-amplification/

 

Wissen ist besser. Klassiche Musik ist seit den 60ern mit der Verstärkung beschäftigt.Der Prozess begann schleichend.Ist aber mittlerweile ein großes Problem.Oder die Lösung,wie man es nimmt.

Vor allem,weil die Sänger nicht mehr wissen,WIE sie singen sollen.Die Standaraussage "Verstärkung ist in der Klassik Tabu" ist nicht zeitgemäß.Es gibt mittlerweile genug Stimmen,die die Verstärkung fordern. Auch im Youtube gibt es viele Beiträge,die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Vor allem die,von den Tontechnickern sind sehr interessant.

In China z.B. sind praktisch alle klassiche Konzerte verstärkt. Weil das Publikum diesen Klang  kennt und will (ist ja konditioniert darauf).Warum sollte es bei uns anders sein?

Ein kleiner Tipp für aufmerksames Hören: wenn die Konsonanten des Sängers lauter sind als Vokale (-ssssss, -ttttttt etc.),dann ist er sehr wahrscheinlich verstärkt.

 

Gruß,lavoce

27. Januar 2019
6:03
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 364
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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Singt Simone Kermes "klassisch" oder was? Habe von einem Tontechniker gelesen, der berichtet, dass diese in der Elbphi verstärkt worden sei.....

27. Januar 2019
0:33
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midsummerpuck
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Forumsbeiträge: 8
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24. Januar 2019
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Grosser Unsinn. Kein klassischer Gesang wird in der Elbphilharmonie verstärkt, auch nicht in der Fledermaus!!! - Die Mikroports sind ausschließlich zugeschaltet worden für die Dialoge. - Bitte erst sich genau erkundigen, bevor man vollkommen irreführende Behauptungen aufstellt und effekthascherische Schlüsse daraus zieht.

midsummerpuck 

26. Januar 2019
17:11
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 491
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29. September 2018
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@ 42: Danke - seh ich genauso!

26. Januar 2019
16:15
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lavoce
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Forumsbeiträge: 28
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11. Oktober 2018
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Pwolf sagt
Die Aufführung war gut (bis auf Rosalinde und Orlofsky, die haben mir nicht wirklich gefallen) - soweit man das im Stream beurteilen kann.

 

Aber bezüglich Akustik ist doch auch wieder bezeichnend, dass alle Solisten mit Microports ausgestattet waren. Vielleicht ist das auch das Geheimnis des guten Klanges mancher Ensembles  in der Elbphilharmonie - wenn mit Tontechnik nachgeholfen wird, ist der Klang wahrscheinlich excellent, aber Puristen, die keine Verstärkung oder elektroakustische Unterstüzung wollen, gehen dann eben auf manchen Plätzen unter.  

 

Puristen? Also,wenn ich in ein klassiches Konzert gehe (oder Opernaufführung),dann erwarte ich eine spezielle Art des Musikmachens.Und zwar die  AKUSTISCHE. Ich erwarte schon einen Unterschied zwischen Jonas Kaufmann und Paul Pots.Obwohl beide Nessun dorma singen.

Verstärkung sollen diejenige geniessen,die POP, Rock,Musical,Muskantenstadel etc. bevorzügen.Bitte.

Ausser wenn eh schon alles wurst ist und jeder in sein Mikrophon säuselt.Dann lassen sich aber  "Konzertsäle" wesentlich billiger bauen.Man muss ja lediglich in eine gute Klangausrüstung investieren.

Das doofe ist nur, die Opernrollen sind für Musicalsänger &co zu schwierig. Verstärkt klingen aber die Opernsänger leider lächerlich.Diese so hoch gepriesene Mischkulanz (nicht Fisch und nicht Fleisch) oder corssover hat die ganze klassische Musik in den Keller gebracht.Nur wegen der Kohle.Nicht,weil man die Musik dem breiten Publikum näher bringen will.Das "schöne" an der Sache ist, dass diejenige,die so gerne Streams und Kinoübertragungen schauen, eh nicht ins Opernhaus gehen.

Stattdessen diskutieren sie dann in den Foren über Musik.

Welche Musik genau? Aus der Konserve. Alles klar.

 

Gruß,lavoce

25. Januar 2019
22:55
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Pwolf
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Forumsbeiträge: 47
Mitglied seit:
18. Oktober 2018
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Die Aufführung war gut (bis auf Rosalinde und Orlofsky, die haben mir nicht wirklich gefallen) - soweit man das im Stream beurteilen kann.

 

Aber bezüglich Akustik ist doch auch wieder bezeichnend, dass alle Solisten mit Microports ausgestattet waren. Vielleicht ist das auch das Geheimnis des guten Klanges mancher Ensembles  in der Elbphilharmonie - wenn mit Tontechnik nachgeholfen wird, ist der Klang wahrscheinlich excellent, aber Puristen, die keine Verstärkung oder elektroakustische Unterstüzung wollen, gehen dann eben auf manchen Plätzen unter.

24. Januar 2019
18:33
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prof.ON-DO
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@ Lohengrin2 Habe gerade mit grösstem Vergnügen den stream des Neujahrskonzertes aus der Elphi gesehen und war begeistert- falls Sie das Thema auf Akustik beschränken möchten, ziehe ich SELBSTVERSTÄNDLICH (! ) zurück !Wink

24. Januar 2019
18:11
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 364
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????

24. Januar 2019
18:06
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prof.ON-DO
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Ist Caroline Peters nicht ein wahrlich ZAUBERHAFTER FROSCH ?

24. Januar 2019
15:54
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 364
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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@mideummerpuck, Sie waren offenbar in dem viel besprochenen Konzert und auch vorgestern bei Gergiev/Schager. Ich habe von der Kaufmann-Tournee die Konzerte in München und Nürnberg live erlebt und vorgestern den Stream verfolgt. Soweit die Prämissen.

Wenn immer wieder die Entscheidung von Kaufmann, alle 6 Gesangsnummern zu singen, besprochen wird, vermisse meist ich folgende Punkte:

- Mahler hat zuerst Alt/Mezzo als Stimmfarbe komponiert, ungeachtet der Texte, die im Ganzen gesehen doch eher "männlich" zugeordnet sind,  und später die tiefe Stimme für Bariton zusätzlich bestmmt. Bruno Walter, der Dirigent der posthumen Uraufführung hat in einem Brief an Mahler vorgeschlagen, das ganze Werk könne doch von einem Sänger gesungen werden. Eine Antwort von Mahler ist nicht überliefert. Jedenfalls ist Kaufmanns Version durchaus in er Werk-Tradition.

- Wird die Tenor-Partie mit einem Sänger mit bartonaler Färbung, wie sie Kaufmann aufweist, besetzt und die Bariton-Stimme mit einem eher hellen Bariton (Hampson zum Beispiel, der ein ausgewiesener Mhler-Ibterpret ist), unterscheiden sich die beiden Stimmen wenig. Fazit: dann kanns doch gleich einer singen und somit eine zwar ungewohnte, aber neue Aspekte zeigende einheitliche Interpretation liefern.

- Tiefe Mezzi, wie Ferrier, haben mit der Höhe zu kämpfen, höhere mit den tiefen Takten...... Besonders die Lieder 2/4/6 brauchen einen großen Stimmumfang, der selten angetroffen wird (Ludwig hatte ihn).

Um gegenüber Schager nicht ünhöflich zu sein, sage ich möglichst wenig: eine Stimme mit so wenig Farben wird dem Komponisten und seinem Werk nicht gerecht. Punktum.

Zum Auswirkung der Akustik hier die Besprechung des Kaufmann-Konzertes in Baden Baden (2500 Plätze, Schuhschachtel-Saal).
https://www.olyrix.com/articles/production/2719/jonas-kaufmann-mahler-festival-hall-baden-baden-chant-de-la-terre-das-lied-von-der-erde-recital-concert-rieder-orchestre-symphonique-bale-sinfonieorchester-basel-critique-chronique-compte-rendu-article-20-janvier-2019-rendering-luciano-berio?fbclid=IwAR0GLHqRKjs_f53OIvjdQP9BZMDUBx6misdoNAr6iAKx6_t0JN-Ht1SSZwc

Wenn für die richtige Benutzung der Elbphilharmonie lange Vorübungen nötig sind, und die knappe Einspielzeit, die den Orchestern und Solisten zugestanden wird (ich weiss, was ich schreibe!), dann ist die "Diva" eben eine solche und man bleibe vielleicht besser fern.......

24. Januar 2019
15:04
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midsummerpuck
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Forumsbeiträge: 8
Mitglied seit:
24. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Das Konzert mit Gergiev, Schager und Baumgartner war wirklich ein absolutes Highlight. - ... und man hat auch hinter'm Orchester die Stimmen hervorragend gehört. 

Die ganzen Diskussionen über die Akustik der Elbphilharmonie gehen nach meiner Einschätzung an der Sache vorbei. - Ich habe jetzt fast hundert Konzerte dort gehört und habe seit Jahrzehnten Konzerte und Opern in den meisten europäischen Häusern gehört und dadurch wirklich fast alles zum Vergleich; auch in der Berliner Philharmonie bin ich recht oft. - Die Akustik der Elbphilharmonie ist nach meiner Einschätzung absolut hervorragend, ABER dabei ist etwas zu bedenken: das Klang-Bewußtsein der Künstler vom Saal! - Wer glaubt, dort so spielen oder singen zu können wie überall sonst, der täuscht sich. Man kann es den Dirigenten, Solisten und Sängern fast direkt ansehen: wer für sich bleibt, geht unter; wer innerlich den Saal in sein Musizieren miteinbezieht, wird oft besser sein als anderswo. - Das krasseste Beispiel waren für mich zwei Konzerte an darauffolgenden Tagen im Dezember: erst "The King's Consort" mit Händels "Messiah" - ein kleines Ensemble, ein kleiner Chor und hervorragende Solisten; vom feinsten pianissimo bis zum strahlendsten fortissimo überwältigend und vollkommen präsent; danach Bachs "Weihnachtsoratorium" mit dem Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor und dem Händelfestspielorchester Halle: der Chor fünf mal so groß, wie der beim Händel und es kam so gut wie nichts an, sie konnten so laut singen, wie sie wollten, sie blieben für sich in den Noten und es kam im Saal nichts an, und das Orchester ging - auch der Unsauberkeiten wegen - völlig unter, ... war einfach nur traurig. Ich habe den Chor mit dem Orchester aber in der Laeiszhalle oder in einer Kirche schon gehört und das war nicht ansatzweise so daneben, wie es in der Elbphilharmonie klang. Andrerseits habe ich auch das "King's Consort" schon in der Laeiszhalle gehört, was auch beeindruckend war, aber nicht halb so überwältigend wie in der Elbphilharmonie.

Nun zu Jonas Kaufmann: ihn habe ich mit dem "Lied von der Erde" auch im Wiener Musikverein gehört und auch da ging er teilweise unter, aber nicht halb so schlimm, wie in der Elbphilharmonie. Er hat sich einfach mit dem Singen beider Partien keinen Gefallen getan und es ist auch einfach unmusikalisch, zu meinen, daß ein Sänger beide Partien erschöpfen kann. Der Tenor hat heldentenorale Strahlkraft nötig, damit die Trunkenheit voll zum Ausdruck kommen kann, der Mahler dann die Tiefe der Lieder für den Alt abringt. Der Gegensatz ist es, von dem das "Lied von Erde" lebt, und den ebnet Kaufmann einfach ein, wodurch das ganze Stück seinen Sinn verliert. Wenn dann hinzu kommt, daß ein Orchester nicht auf der vollen Höhe ist und der Dirigent keine Sensibilität dafür, wo er mit dem Orchester den Sänger überdeckt, dann wirkt sich das in der Elbphilharmonie verheerend aus und dann hört man tatsächlich vom Sänger auf den Plätzen hinter dem Orchester nichts. - Das Konzert jetzt mit Gergiev war der absolute Gegensatz dazu: man hörte alles, das Stück bekam seinen Sinn, und für mich war sogar Schager in seiner undifferenzierten, aber kräftigen Dauer-Power erträglich, da Tanja Ariane Baumgartner dadurch die volle Tiefe von Mahlers Musik, für welche ihr die Münchner Philharmoniker die wundervolle Grundlage boten,  ausloten konnte: eine Offenbarung! (hier eine für mich recht treffende Kritik der Kaufmann-Aufnahme mit den Wienern: https://www.theguardian.com/music/2017/mar/29/mahler-das-lied-von-der-erde-cd-review-jonas-kaufmann-sony-classical)

Weitere Beispiele für das Bewußtseins-Problem bzw. die -Chance der Elbphilharmonie sind Thomas Hengelbrock und Kent Nagano. - Thomas Hengelbrock hat mit dem NDR-Orchester viel im Saal geprobt, aber nie hat er ein volles Klang-Raum-Bewußtsein erkennen lassen und deshalb blieb bei seinen Konzerten immer wie eine dämpfende Glocke über dem Orchester; Kent Nagano dagegen ist mit viel weniger Proben mit den Philharmonikern dort vielfach mit diesem Orchester weit über dessen frühere Möglichkeiten hinausgewachsen und hat den Saal mit unglaublichen Feinheiten und großartigstem Strahlen erfüllt - in voller Präsenz. - Die Elbphilharmonie ist ein Bewußtseins-Saal - man hört das Klang-Raum-Bewußtsein der Musiker. Wer's nicht entwickelt, geht unter; wer es sucht, wird das Publikum mit unvergesslichen Momenten beschenken!

Und schließlich noch eins - ein echter Nachteil der Elbphilharmonie: ich kenne keinen Saal, in dem auch nur annähernd die Hust-, Räusper-, Röchel-Geräusche der Zuhörer und die Handyklingeltöne so schmerzhaft unangenehm auffallen und den Eindruck der Künstlerleistungen schmälern, wie in der Elbphilharmonie. - Auch das Publikum muss sich hier disziplinieren, wie anderswo nicht, um dem Auftritt der Künstler den rechten Rahmen zu geben.

midsummerpuck

23. Januar 2019
17:16
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 364
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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Ist wohl jetzt auch verfügbar.

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