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Dr.Renate Wagner.Bericht "Der fliegende Holländer" | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Dr.Renate Wagner.Bericht "Der fliegende Holländer"
15. März 2019
21:00
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alcindo
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27. Februar 2018
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gurnemanz schreibt :  abgesehen davon, dass ich Nilsson nicht so toll finde, sie hat ja bekanntlich immer etwas zu hoch gesungen)

wann und in welchen rollen haben Sie die Nilsson eigentlich singen gehört, dass Sie so ein urteil abgeben?  Karajan und Boehm scheint das nicht gestoert zu haben oder denken Sie, dass die beiden  das nicht bemerkt haetten....

15. März 2019
19:57
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Gurnemanz
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29. September 2018
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@17 Ja, mir ist schon klar, dass es früher tolle Sänger gegeben hat (heute gibt es viel zu viel Mittelmaß - und zwar in jedem Bereich, nicht nur in der Musik/Kultur; richtig eigenständige, kantige Persönlichkeiten werden kaum mehr gewünscht, angestrebt wird ein durschnittliches, langweiliges, konturloses Mittelmaß), und ich halte nicht alle von mir Genannten für tolle Sänger (zB Kurt Rydl sicher nicht, der ja erstens viel zu ungenau singt und zweitens jetzt nur mehr Stimmreste hat). Aber was soll ich mit der Info "Solche tollen Sänger wie Nilsson, Rysanek und Tebaldi gibt es heute nicht mehr" anfangen? Ja, schön und gut...
(abgesehen davon, dass ich Nilsson nicht so toll finde, sie hat ja bekanntlich immer etwas zu hoch gesungen)
Die Qualität von Inszenierungen messe ich nicht daran, wie lang sie sich am Spielplan befinden.

@18 Unsere Merkerforums-Diskussionen sind komplett sinnlos und kontraproduktiv. Was ja nur halb so schlimm wäre, wenn Sie das dann nicht persönlich nähmen. Der Otto-Schenk-Humor ist halt nun einmal albern und pseudo-witzig. Wie soll man ihn sonst beschreiben? Sicherlich nicht hintergründig/intellektuell humorvoll. Aber im Liebestrank gibts wenigstens ein schönes, stimmiges Bühnenbild, wie geschrieben.

Allgemein: Bitte seids nicht so empfindlich. Es ist mir doch vollkommen egal, wenn jemand meinen Lieblingskomponisten / Lieblingssänger für schlecht befindet. Passiert ab und zu, und das ist doch nicht der geringste Grund, sauer/beleidigt zu sein.

15. März 2019
18:33
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susana
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16. September 2018
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HansLick2 sagt
bitte das heutige APROPOS von Frau Dr. Wagner beachten, auch wenn es nur das wiener volkstheater betrifft!

so gehts wenn theater direktoren das publikum vergraulen und die kundschaft ausbleibt.  

Das habe ich mit großem Interesse gelesen. Meine Abonennten die ich betreue scheuen mittlerweile das Volkstheater total. Wir haben einen Umsatz Rückgang in diesem Theater von 80 % seit diese Direktorin am Amt ist .. Also ich kenne das von beiden Seiten...

15. März 2019
18:31
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susana
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16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Wie immer Gurnemanz, gehen Sie auf meine Argumente nicht im Kleinsten ein. Und wenn Sie meine Beiträge kennen würden, ist für mich eine Opernaufführung nur dann gut, wenn Sie Musik, Text und Szene im Einklang bringt. Wie Sie das nun nennen ist mir egal. Sie sind derjenige der ständig zwischen Schwarz Weiss unterscheidet, ich habe in mehreren Beiträgen auch von sehr guten "Regietheater" Aufführungen geschrieben, für mich gibt es nur gute oder schlechte Opernaufführungen.

Ich war vor wenigen Tagen in Hamburg und habe dort eine wirklich immer noch tollen Homoki Rigoletto Insznierung gesehen, das hat mit Otto Schenk nichts im geingsten zu tun. Hat mir immer gefallen. Wobei dieser Rigoletto auch schon einige Jahre alt ist . 1994 hat diese Inszeneirung Franz Grundheber mit Homoki erarbeitet und viele Jahre dort gesungen. Es gibt viele gute aktuelle Inszenierungen.. es gibt neue langweilige, neue zu intellektuelle ...1000 Variationen.

Und Sie haben wieder mit einer Abwertung auf meinen Beitrag geendet :

Gurnemanz : Aber naja, wer auf den albernen, pseudo-witzigen Schenk-Humor steht, findet die Produktion vielleicht gut (aber schlechter Geschmack ist ja bekanntlich mehrheitsfähig, siehe die Einschaltquoten bei diversen Fernsehsendungen), wobei mittlerweile eh jeder auf der Bühne macht, was er will, also kann man die Produktion auch für ihr zugegeben schönen, stimmigen Bühnenbilder mögen, ja.

Das ist wieder , so wie bei ihnen so oft,  eine öffentliche Herabwürdigung von Menschen die einen anderen Geschmack haben. Fühlen Sie sich eigentlich wirklich so viel besser wie diese Menschen? Das ist für mich Überheblichkeit pur. Und das finde ich sehr bedauerlich.

15. März 2019
17:25
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alcindo
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Forumsbeiträge: 294
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27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz, ich wollte Ihnen nur klarlegen, dass Ihnen gerade Protti kein begriff sein kann, wenn Sie ihn nicht live erlebt haben, und natürlich auch die  anderen sänger, die ich erwähnte......wenn Sie diese mit denen vergleichen, die Sie anführen, merkt man auch einen objektiven qualitaetsunterschied......aber bitte mich nicht falsch verstehen, in der "guten alten zeit" gab es auch viel mittelmäßiges und auch einfach schlechtes, aber es gab ausnahmesänger, die es so bald nicht wieder geben wird,  und um klarer zu sein :  Mikulas wird nie mit Gottlob Frick oder Siepi mithalten können, und Agnes Baltsa und Lipovsek auch nicht mit Giulietta Simionato, Nucci hat viel und sehr anständig gesungen, aber vom timbre her schwimmt er gegen Bastianini ab, Ja und wer von den von Ihnen zitierten kann mit Nilsson, Rysanek und Tebaldi mithalten.?..die antwort werden Sie schwer geben können, weil sie alle die nur von youtube oder CD kennen.  in Ihren urteilen sollten Sie etwas bescheidener werden.  und wenn Sie glauben, dass O Gonzaga, den ich persönlich kannte und als guten sänger in erinnerung habe, mit den grossen tenören der "guten alten zeit" vergleichbar ist,  dann wird das eine Ihrer persönlichen Illusionen bleiben

zu den regisseuren.....will ich lieber nichts sagen, nur dass die meisten dieser herrschaften sehr kurzlebige arbeiten hinstellen, warum wohl? 

15. März 2019
15:59
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HansLick2
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bitte das heutige APROPOS von Frau Dr. Wagner beachten, auch wenn es nur das wiener volkstheater betrifft!

so gehts wenn theater direktoren das publikum vergraulen und die kundschaft ausbleibt.

15. März 2019
15:29
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Gurnemanz
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29. September 2018
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@11 Wieso eigentlich immer diese Schwarz-weiß-Einteilung nebst Seitenhieben und falschen Unterstellungen ("hören Sie auf Menschen die so denken , als minderwertig, schlecht, blöd .. oder wie auch immer sie es beschreiben, zu bezeichnen")? So als ob jede "Regietheater"-Inszenierung ein kompliziertes, undurchschaubares, merkwürdiges Ding wäre, das niemand versteht, der nicht mindestens einen Doktortitel hat. Nein! Wer sich vorher im Reclam-Opernführer die Handlung durchliest und dann enttäuscht/sauer ist, weil er etwas sieht, das er auf den ersten Blick nicht mit seinen Erwartungen in Einklang bringen kann, ist offenbar ein Opfer der Einflüsse der "Es muss so sein wie es im Libretto steht"-Fraktion. Oder wie viele (junge) Leute regen sich auf, wenn in Literaturverfilmungen nicht alles so dargestellt wird wie im zugrundeliegenden Buch?
Der goldene Weg: Mit möglichst wenig festgefahrenen Erwartungshaltungen ins Theater gehen, sich auf etwas einlassen und dann beurteilen, was man davon hält. Ich kann mir zB gut vorstellen, dass es Inszenierungen gibt, die Donizettis Liebestrank um etliches humorvoller/spritziger/lebendiger darstellen als die Otto-Schenk-Produktion. Aber naja, wer auf den albernen, pseudo-witzigen Schenk-Humor steht, findet die Produktion vielleicht gut (aber schlechter Geschmack ist ja bekanntlich mehrheitsfähig, siehe die Einschaltquoten bei diversen Fernsehsendungen), wobei mittlerweile eh jeder auf der Bühne macht, was er will, also kann man die Produktion auch für ihr zugegeben schönen, stimmigen Bühnenbilder mögen, ja.

@12 Natürlich hat es früher tolle Sänger gegeben, das bezweifelt ja niemand. Aber seit wann dürfen sich nur diejenigen äußern, die diese Sänger noch live gehört haben? Gibt es eine Altersbeschränkung für das Merkerforum?
Naja, ich werd ja auch einmal 60+ sein und werd dann zu den Jüngeren NICHT sagen: "Also damals waren das noch ganz andere Zeiten, ich hab noch Luis Lima, Anja Silja, Yuri Temirkanov, Renato Bruson, Marjana Lipovšek, Johan Botha, Herbert Blomstedt, Peter Seiffert, Christian Gerhaher, Soile Isokoski, Leo Nucci, Plácido Domingo, Peter Mikuláš, Elisabeth Leonskaja, Kurt Rydl, Denis Matsuev, Franz Mazura, Thomas Quasthoff, Franz Grundheber, Vladimir Fedoseyev, Agnes Baltsa, Marc-André Hamelin, Matti Salminen, Otoniel Gonzaga LIVE erlebt, die sind ja KEIN Vergleich zu heute". Nein, was soll so eine Ausage? Völlig unnötig und komplett sinnlos.

@13 Können Sie die Aussage "viele moderne regisseure inszenieren, um sich zu profilieren, aufzufallen, zu provozieren und nicht für das publikum!" auch belegen? Und: Ein Theater ist nicht vergleichbar mit - zum Beispiel - einem Lokal, in das man nur geht, wenn man dort das bekommt, was man will bzw. sich erwartet hat.

@14 Eine Rückkehr der Kupfer-Elektra würde auch ich sehr begrüßen (aber nicht, weil sie alt ist, sondern weil die neue einfach ein Mist ist). Ich hab das schon von mehreren Leuten gehört, aber ich glaubs erst, wenns so weit ist. Gleichzeitig hab ich aber auch gehört, dass Roščić die alte Butterfly ersetzen wird (und zwar in seiner ersten Spielzeit), wie auch die Carmen.

15. März 2019
13:53
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susana
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16. September 2018
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florezaficionada sagt
ich hoffe nur, dass der neue operndirektor nicht alle beliebten regieklassiker ausmistet!  

Angeblich soll er sogar schon ausgemistetes zurück holen 🙂 z.b. die alte Elektra - das wäre genial

Aus der Branche hört man , dass Rosic nicht so das Problem ist, sondern sein Besetzungsdirektor ....

Na warten wir mal ab, ändern können wir es nicht.. vielleicht auch gut so 🙂 (so wie beim Wetter hahaha)

15. März 2019
12:12
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florezaficionada
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brava, susana! sie schreiben mir aus der seele. viele moderne regisseure inszenieren, um sich zu profilieren, aufzufallen, zu provozieren und nicht für das publikum! ich seh gerne moderne inszenierungen, bei denen ich aber das stück erkenne, kein schwarz-weiß-graues einheitsbühnenbild mit ebenso kostümierten sängern sehen und mich nicht fragen muss, wo bin ich eigentlich gelandet. und  nach der aufführung ratlos : was soll das ganze?  der  großteil des opernpublikums  besteht nun mal aus  nicht mehr so jungen herrschaften, die  auch die teuren plätze kaufen und für ihren geschmack etwas geboten bekommen wollen, und nicht nur aus "stehplatz-spezialisten". ich hoffe nur, dass der neue operndirektor nicht alle beliebten regieklassiker ausmistet!

15. März 2019
11:42
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alcindo
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27. Februar 2018
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Gurnemanz: Aldo Protti sei Ihnen ein begriff.....sie hätten ihn live hören müssen,  nicht auf aufnahmen, da hätten sie die wahre gewalt dieser stimme beurteilen können, und nicht auf youtubereminiszenzen.  und so viele andere sänger, die sie live nicht erlebt haben: Siepi, Simionato, Callas, Tebaldi,di Strefano, Nilsson, Rysanek, Gueden, Bastianini, Ghiaurov, Christoff, del Monaco, Sutherland, Gedda und viele andere.  und hier im forum und beim Merker gibt es einige, die diese sänger zt noch erlebt haben  und die meisten der eben genannten waren live um einiges besser als auf der schallplatte oder auf piratenaufnahmen

15. März 2019
11:11
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susana
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16. September 2018
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Gurnemanz, warum fällt es Ihnen so schwer einfach zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die anders denken und fühlen als Sie.

Ich habe keine Theorie aufgestellt, sondern aus meiner täglichen Berufserfahrung mit Menschen geschrieben. Menschen die biei uns Theater und Opernkarten kaufen. Ich betreue mehrere 1000 Leute von ca 16- 95 Jahre, ich buche für diese große Gruppe Eintrittskarten und habe sehr oft nicht nur das Buchungsgespräch sondern auch Gespräche darüber hinaus, zb Hauptfrage wie ist die Inszenierung.

Ich buche auch für Gruppenfahren Karten, und das sind zb meist Omas die mit Enkelkinder unterwegs sind, oder Gruppen von älteren Damen (weil die Männer nciht mitfahren wollen, weil diese an Kultur kein  Interesse haben) oder kleine Gruppen von Jugendlichen!

Ich schreibe keine Theorien, ich schreibe, falls Sie es irgendwann mal erfasst haben von der aktuellen Praxis und von Tatsachen die mir täglich passieren. Und es sind alles Menschen die mehr alös 20 Euro für eine Vortstellung ausgeben. (das passt Ihnen ja auch nicht, weil sie ja davon ausgehen, der Staat muss alles bezahlen.. eine sehr engstirnige und weltfremde Ansicht)

Warum fällt es ihnen so schwer es zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die Theater und Oper als Unterhaltung "verwenden" oder als Zeitvertreib, als Abwechslung zu iohrem oft schwierigen Arbeitsalltag. Ich habe auch viele Menschen die ihre Angehörigen pflegen und einfach mal was lustiges oder schönes sehen wollen.

Warum qualifizieren Sie diese Menschne so ab und schreiben oft wirklich gehässig über diese Menschen?  Und ja das halt alles mit dem Alter zu tun, weil Sie wahrscheinlich noch einiges in Ihrem Leben nicht erlebt haben. Und es nicht beurteilen können. Das ist ja verständlich , aber eines ist nicht verständlich, dass Sie Menschen die nicht so sind wie Sie, immer wieder beleidigen, oder sehr sehr abwertend schreiben.

Und genau deswegen reagiere ich so heftig auf Ihre Argumente, da ich weiss dass das reale Leben auch anderes aussieht und es nicht nur EINEN Grund gibt warum man so handelt. 

Ich habe erst vor wenigen Tagen mit einigen Künstlern über diese ganze Thematik gesprochen, und da kamen auch sehr interessante Argumente heraus.

Vorallem wird immer mehr bedauert, dass Regisseure heute die absolute Macht haben, aber sehr oft, udn immer mehr keine Ahnung von dem Stück haben das sie inzenieren, oder unvorbeireitet zu Proben kommen. - aber und das wurde auch immer genannt, auch die Indentanten haben keine Ahnung mehr. (nicht alle, aber immer mehr ) ...aber das würde jetzt zu weit führen.
als letztes noch : GURNEMANZ schrieb auf meine Zeilen : ein "modernes Pseudo-Getue ist, wo Oper nur noch intellektuell ist und keiner mehr versteht, was auf der Bühne los ist", ist ja eine Pauschalierung ...

NEIN ist es nicht, dass sind die Aussagen die ich in meinem Kreis,( und ich war nicht immer in Wien und habe mit Leuten im Publikum, als auch mit Künsterl und deren Angehörigen gesprochen) sehr oft genau in dieser Aussage - genuaso mit diesen Worten , gehört habe. Nehmen Sie das bitte einfach mal so zur Kenntnis.. und hören Sie auf Menschen die so denken , als minderwertig, schlecht, blöd .. oder wie auch immer sie es beschreiben,  zu bezeichnen.

15. März 2019
9:43
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Gurnemanz
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sp_UserOfflineSmall Offline

@8 Ihnen etwas zu antworten, ist nicht der Zeit/Mühe wert, aber natürlich ist mir Aldo Protti in Begriff, und ich kenne ihn auch von einigen Youtube-Aufnahmen. Aber ein schon längst verstorbener Italiener, der hauptsächlich italienische Opern gesungen hat, interessiert mich wenig bis gar nicht.
Und was hat mein Alter damit zu tun? Mit zunehmendem Alter wird man normalerweise nicht intelligenter, sondern nur älter.
Vielleicht schreiben Sie ja auch einmal sinnvolle Beiträge anstatt solcher, die man am besten ignoriert (obwohl man ihnen einen unfreiwilligen Unterhaltungswert nicht absprechen kann).

@9 Sie haben recht, vielleicht war ich um 1:26 nicht mehr ganz munter... Also: Ja, ich akzeptiere, dass es unterschiedliche Vorlieben gibt, ich habe ja nie etwas anderes geschrieben. Aber wenn ich versuche zu ergründen, warum das so ist und warum sich Leute anderes vom Theater / von Musik erwarten, bin ich bis jetzt nur auf diese Theorie gekommen. Natürlich stimmt sie nicht immer, aber schon tendentiell. Eine bessere Theorie habe ich noch nicht gefunden außer "Es ist einfach so", und das ist mir zu wenig.

15. März 2019
8:36
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Christine
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Gurnemanz sagt
Und es wäre ja schlimm, wenn man im Theater genau das sieht, worauf man sich eingestellt hat. Sich nicht auf etwas einlassen wollen und nicht neugierig sein, ein Stück fern der ausgetretenen Pfade zu erleben, hat ja auch mit innerer Unsicherheit und unbestimmter Angst zu tun. Wenn man sagt "Ich will es genau so sehen, wie es im Libretto steht, und basta", muss man natürlich nicht viele Gedanken zum Stück aufwenden.

Was ist schlimm daran, wenn man im Theater nicht genau das sieht worauf man sich eingestellt hat? Wieso unterstellen Sie Menschen innere Unsicherheit und unbestimmte Angst, die die Aufführung eines Stücks des Autors und Komponisten mit großartigen Schuaspielern und Sängern erleben wollen und nicht die eines Regisseurs der alle ausgetretenen Pfade verlassen wollte? Ich kann ja akzeptieren, dass Ihnen das besser gefällt, mir aber nicht und unbestimmte Ängste oder innere Unsicherheit lasse ich mir nicht einreden! Es gibt genug junge Menschen, die schöne Inszenierungen sehr gern haben, da kann ich Susana nur zustimmen. Was soll da suspekt sein?

Ich ersuche Sie, Menschen die einen anderen Geschmack haben als Sie nicht zumindest indirekt abzuqualifizieren, das ist doch nicht notwendig. Ihre Berichte von Opernaufführungen lese ich mit Interesse, manchmal muss ich wirklich herzlich lachen wie Sie die Dinge beschreiben.

15. März 2019
4:49
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toni
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zu 5

ob der 23 jährige Prof. Gurnemanz mit Aldo Protti etwas anfangen kann ist aber sowas von unwichtig. Das kann doch nicht das Problem hier sein!

15. März 2019
1:26
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Wenn ich schon mehrmals namentlich erwähnt werde, muss ich ja fast auch meinen Senf dazugeben. Nein, Dalmont hat keinen Denkfehler begangen. Moderne/konservative, dumme/intelligente, freundliche/unfreundliche, egoistische/hilfsbereite Menschen gibt es jeden Alters, aber Leute unter 30, die den Zefirelli-Inszenierungen nachhängen, sind mir hochgradig suspekt. Dass jede Inszenierung, die sich nicht Rampensingen und Ausstattungsorgien zum Ziel setzt und die das Libretto nicht 1:1 umsetzt, ein "modernes Pseudo-Getue ist, wo Oper nur noch intellektuell ist und keiner mehr versteht, was auf der Bühne los ist", ist ja eine Pauschalierung, die ganz bestimmt nicht zutrifft. Und es wäre ja schlimm, wenn man im Theater genau das sieht, worauf man sich eingestellt hat. Sich nicht auf etwas einlassen wollen und nicht neugierig sein, ein Stück fern der ausgetretenen Pfade zu erleben, hat ja auch mit innerer Unsicherheit und unbestimmter Angst zu tun. Wenn man sagt "Ich will es genau so sehen, wie es im Libretto steht, und basta", muss man natürlich nicht viele Gedanken zum Stück aufwenden.

(Und off-topic, aber wegen "meine Beiträge sind Wichtigmacherei": Mit Verlaub, aber so ein Unsinn!)

Und zum Thema zurück: Man muss nicht überall mit Frau Wagner einer Meinung sein (ich hab mich ja heute schon gefragt, was "Von Wagner-Stil hat er nicht viel Ahnung" konkret bedeuten soll), aber dass sie eine der wenigen Kritiker ist, die in ihren Texten eine konkrete Meinung anbieten, steht ja wohl außer Frage. Und es ist nicht die Aufgabe eines Kritikers, durchblicken zu lassen, dass er den Abend "genossen" hat (wie es im gelöschten Ausgangsposting gestanden ist). Unkritische Schönschreiber und gehörlose Jubelberichterstatter gibt es (auch beim Merker) mehr als genug - und deren Texte taugen ja höchstens für die Mülltonne. Wieso sollte man Texte eines Rezensenten lesen, der üblicherweise alles 99% supertoll findet (außer natürlich die pöhsen Regietheaterinszenierungen)?

15. März 2019
0:52
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susana
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Forumsbeiträge: 130
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

dalmont sagt

Der langen Rede kurzer Sinn: könnten nicht auch die Merker-Silbernack/Innen ihre Positionen überdenken? Oder auf ihre Enkel und Enkelinnen hören, de auf das dekorative Operngetue eines Zefirelli mit „Oh my God“ antworten....  

Nun - genau da liegt ihr Denkfehler "dalmont"  - sehr viele Jungen mögen das moderne pseudo getue nicht, das wo Oper nur noch Intellektuell ist,  keiner mehr versteht was da auf der Bühne los ist. Man hört und hat einen Text von einem Stück und sieht komplett etwas anderes. Das ist vielen zuviel und zu aufwendig.

Ich höre dies als Kundenbetreuer immer wieder.. und in meiner Umgebung habe ich viele jünge Leute die so denken und viel lieber was "schönes" sehen wollen. Was glauben Sie was ich für begeisterte Rückmeldungen von meiner jungen Busgruppe bekommen habe die jetzt im Liebestrank waren, 40 begeisterte junge Menschen, sie als Bedingung für die nächste Fahrt, wieder so eine liebe nette Oper sehen wollen , mit so schönen Dekorationen.  soll ich Ihnen das jetzt verweigern, udn sagen junge LEute müssen in moderen eInszneirungen gehen, dei sind für sie gemacht .. hahaha

Gurnemanz ist da eine Ausnahme , der spricht ja auch ganz wissend vom Wagnerstil , und auf anderen Zeilen schreibt er wie schrecklich Wagner ist .. Alles nur Wichtigmacherei (Also ich mag Belcanto nicht wirklich, ich würde mir nie herausnehmen Sänger nach ihrem Belcantostil zu beurteilen und niederzumachen. Man sollte eigentlich nur das beurteilen, von dem man wirklich etwas versteht, oder zumindest schon eine langjährige Erfahrung hat, und somit sehr viel Vergleichsmöglichkeiten)

15. März 2019
0:09
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dalmont
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Im „Standard“ kann man, wenn man will, nach Kritiken posten. Im Online – Merker geht das nicht. Muss auch nicht sein. Aber Kritikeräußerungen sind nicht tabu, und Merker – Kritiker nicht der Schönschreiberei abhold, im Gegenteil. Man gewinnt allerdings den Eindruck, sie sind dem dekorativen Musiktheater eines Zefirelli, einer Wallmann, eines Gielen und eines Schenk verfallen.

Warum man das Gefühl bekommt, dass Frau Dr. Wagner frustriert sein müsste, liegt wohl auch an ihr selbst, da sie eine exquisite Autorin ist. Sie schreibt extrem gut, kann ihre Überlegungen und Gedanken sprachlich (d.h gedanklich) so klar fassen, dass man versteht, was sie meint, auch wenn man eine Vorstellung nicht besucht hat und dass man ihr Anliegen ernst nimmt, auch wenn man ihre Überzeugungen nicht teilt. Dass ihr – was das Szenische und Inszenatorische anlangt – die bei vielen Merker- Autoren festellbare Häme nicht fremd ist (es drückt sich meist in ein bisschen kindischen Klammerbemerkungen aus) will ich nicht verschweigen.

Ich verstehe allerdings eines nicht (beziehe mich jetzt auf ihre Schauspieltexte, weil es weniger verfänglich als das die Oper Betreffende ist, aber mutatis mutandis gilt das natürlich auch für ihre Musiktheater-Texte): Es gibt sie nicht mehr, die O.W.Fischers, Leopold Rudolfs, Robert Lindners, Sylvia Lukans, die Wesselys ecc.ecc die Schnitzler und Hofmannsthal grandios gespielt haben, oder das gesamte Volkstheater-Manker-Nestroy-Ensemble. Wenn die Texte Qualität haben, müssen sie junge Schauspieler (und das junge Publikum) für sich entdecken und interpretieren. Wenn man sich darauf als älterer Mensch nicht einlässt (und das scheint Frau Dr. Wagner zu tun), dann entsteht leicht ein Eindruck von Frustration. Was soll es, wenn Aldo Protti als Kronzeuge gegen eine aktuelle Staatsopernaufführung ins Treffen geführt wird? Gerade heute habe ich ihn auf Ö1 in einem historischen Opernkonzert in einer Aufnahme aus den 60ern (!) gehört. Gurnemanz ist 23, was soll er damit anfangen.

Der langen Rede kurzer Sinn: könnten nicht auch die Merker-Silbernack/Innen ihre Positionen überdenken? Oder auf ihre Enkel und Enkelinnen hören, de auf das dekorative Operngetue eines Zefirelli mit „Oh my God“ antworten....

14. März 2019
16:22
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ac
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Forumsbeiträge: 70
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16. Januar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Werter Bacculus 1995.

"Schwer frustriert" ist schon beleidigend, zumal Sie aus dem "geschützten Bereich" angreifen, mit geschlossenem Visier.

 

Ich weiß natürlich, welche Passage der Auslöser Ihrer Empörung war, aber Sie hätten sachlich argumentieren können, dass andere Rezensenten dies ganz anders empfunden haben.

Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass andere Forumsteilnehmer die Rezensentin spontan verteidigt haben. Es laufen bei diversen Zeitungen so viele "Schönschreiber", "Anbiedermeier"  herum, die nirgendwo anecken wollen, mit dieser Schreibweise auch gar nicht können.  Von denen haben die Leser gar nichts!

 

Gruß    Cupak

14. März 2019
15:35
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bacculus1995
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Ich wüßte nicht, wo die Beleidigung gewesen wäre, werter Herr Cupak? Wenn man jemanden als "schwer frustriert" bezeichnet, ist das in Ihren Augen eine Beleidigung?

14. März 2019
14:55
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alcindo
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Forumsbeiträge: 294
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27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

gut gemacht, lieber Herr Cupak

mit gruss alcindo

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