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Dr.Renate Wagner.Bericht "Der fliegende Holländer" | OnlineMerker | Forum

 

 

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Dr.Renate Wagner.Bericht "Der fliegende Holländer"
18. März 2019
2:41
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 539
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@38 Werte Christine! Ja, ich stimme Ihnen (zumindest teilweise) zu, mir ist lieber, im Merkerforum tut sich was, als dass entweder kaum jemand etwas schreibt oder hauptsächlich ideologische/politische Debatten geführt werden, was nicht der primäre Sinn eines Kulturforums ist. Ich weiß natürlich, dass ich häufig provokant formuliere, aber meiner Meinung nach überschreite ich keine roten Linien (wie zB, dass Beiträge von mir gelöscht werden müssten). Ich bin aber davon überzeugt, dass es legitim sein muss, anerkannte Künstler kritisch zu bewerten, denn mir ist es fremd, Sänger generell unkritisch zu beurteilen, nur weil sie eben einen gewissen Namen/Ruf haben. Aber natürlich kann ja jeder dagegen argumentieren, und Kritik an einem Lieblingssänger darf man doch um Himmels willen nicht als persönliche Beleidigung auffassen (würde ich jeden, der nicht 100%ig meiner Meinung ist, aus meinem Leben verbannen, müsste ich als Einsiedler im Wald leben!). Und ich erinnere daran, dass in gar nicht so ferner Vergangenheit hier noch zur körperlichen Gewalt aufgerufen wurde (nämlich wiederholt die Aufforderung, gewisse Regisseure mit dem Baseballschläger zu verdreschen), was kaum jemanden gestört hat, und VOR ALLEM NICHT DIEJENIGEN, die sich jetzt empören, wenn man schreibt, Nilsson habe zu hoch gesungen.. Also wenn DAS keine Scheinheiligkeit ist, dann weiß ich auch nicht. Sachliche Kritik an Sängern ist ein Frevel, wohingegen "werkzerstörende" Regisseure (oder der Ex-Staatsoperndirektor oder oder) jederzeit angepöbelt, beschimpft oder bedroht werden dürfen. Und ich bin kein Verfechter der politischen Korrektheit, damit sich nur jaa niemand in seinem (kleinem) Ego bedroht fühlt, aber dieselben Maßstäbe für alle anzulegen wär wirklich nicht schlecht. (das nicht an Sie, sondern an alle, die sich vorhin so aufgeregt haben, was ich ja aus den beschriebenen Gründen nicht ernst nehmen kann).
Und ja, wir können gerne über Inszenierungen diskutieren. Meine Meinung kennen Sie ja schon, ich finde, dass der Regisseur ein eigenständiger Künstler ist, der auf der Basis des Librettos und der Partitur erst das "endgültige" Werk in Zusammenarbeit mit den Sängern und dem Dirigenten kreiert. Daher bin ich sehr offen gegenüber Abweichungen von der gewohnten Praxis, aber das Ergebnis muss mich insgesamt überzeugen. Aber man muss sich hier natürlich nicht einig werden. Daher wäre es vielleicht besser, über konkrete Produktionen zu diskutieren, und leider kenne ich den von Susana erwähnten Homoki-Rigoletto gar nicht, andernfalls würde ich mich dazu natürlich gern mit anderen hier austauschen!

@39 Sie haben recht, da habe ich Ihre Aussage ein bisschen anders wiedergegeben als Sie sie geschrieben haben, das war unabsichtlich und tut mir leid. Aber ganz ehrlich: Den Sinn verdreht habe ich nicht. Ich habe das starke Gefühl, Sie wären der Meinung, dass die Sänger früher allgemein besser gewesen seien als heute - was ja vielleicht auch (teilweise) stimmt. Aber mich stört hauptsächlich die Arroganz mancher gegenüber denjenigen, die halt nicht die "großen Namen von früher" persönlich gehört haben. Wobei ich natürlich nicht beurteilen kann, ob Sie es wirklich arrogant gemeint haben, aber es ist für mich halt so rübergekommen.

17. März 2019
8:26
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 707
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28. Februar 2018
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Ob Frau Wagner nach dieser Auführung immer noch von dem großen Harry Kupfer schreiben würde??

http://www.kultura-extra.de/mu.....os_KOB.php

16. März 2019
23:05
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alcindo
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Forumsbeiträge: 250
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27. Februar 2018
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zu 37:  lesen Sie #28 noch einmal und genauer

16. März 2019
20:15
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Christine
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3. Oktober 2018
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In letzter Zeit geht es hier ja einigermaßen heftig zu. Ich find edas gar nicht so schlecht, das Forum war ja manchmal richtig langweilig oder (partei)politisch geprägt oder kaum vorhanden (es hat niemand etwas Interessantes geschrieben). Das hat sich jetzt geändert. Bei der Diskussion, ob Sänger und Sängerinnen früher besser waren als heute, werden wir wohl keine Einigkeit erzielen. Meiner Meinung nach ist es aber nicht angebracht, Weltklassekünstler von früher abzuwerten beweisen zu wollen, dass es heute auch großartige Künstler gibt. Mich interessiert aber mehr die Diskussion, wie weit ein Regisseur eine Oper/ein Theaterstück verändern darf um dem ursprünglichen Werk noch gerecht werden zu können. Und da gehen manche (zu viele) Regisseure meiner Meinung nach oft zu weit.

16. März 2019
18:39
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 539
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29. September 2018
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@34 Schreiben Sie doch gleich den Namen aus anstatt "G...z". Ich habe die Essenz Ihrer Aussagen wiedergegeben, und dass "So tolle Sänger wie damals gibt es nicht mehr" das gleiche heißt wie "aber es gab ausnahmesänger, die es so bald nicht wieder geben wird", werden Sie ja nicht bestreiten.

@35 Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich weder ein Egomane bin noch andere Menschen als staunendes, applaudierendes Publikum missbrauche, so ein Unsinn. Ich werde hier im Merkerforum so weiterschreiben wie bisher (wenn auch weniger Zeit als bisher investieren, das hat nämlich überhaupt keinen Sinn), und ich geh weder mit meinem Alter noch mit meiner Gesangsausbildung hausieren. Ersteres wurde ja zuletzt aus einem privaten Bereich in einem anderen Forum ausgeplaudert, zweiteres hab ich nur auf Nachfrage einmal kurz erzählt. Ist aber auch vollkommen egal - um beispielsweise zu hören, dass Hampson kein Scarpia ist und Speedo-Green überhaupt nicht singen kann (um zwei Beispiele anzuführen, die hier unlängst diskutiert wurden), braucht man nicht singen zu können. Entweder man hat von Natur aus ein Gehör und Urteilsvermögen oder man hat es nicht.

16. März 2019
18:05
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alcindo
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27. Februar 2018
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hallo, petra pan: stimme fast vollkommen mit Ihnen überein, nur meine bedenken sind auf #34 dargelegt

mit gruss alcindo

16. März 2019
16:52
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petra pan
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12. März 2019
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"dass das niveau hier vom 23jaehrigen gesangsexperten ... bestimmt wird"

Naja- genau das läuft doch!

Indem immer wieder mit einer geradezu überirdischen Geduld alle möglichen Menschen antworten, auf die apodiktischen Aussagen des Herrn, was die Qualität von Komponisten, Sängern, Regisseuren und natürlich auch des Publikums und der KritikerInnen angeht, mit Logik und Argumenten reagieren. Merkt denn hier wirklich keine/r, dass da ein rundherum von sich überzeugter Egomane lediglich DAS FORUM als PUBLIKUM  ge(miss)braucht? Als naturgemäß staunendes, applaudierendes ... Und wenn es Widerspruch gibt, eröffnet es ihm die Möglichkeit einer Wiederholung desselben, dann noch eine Spirale weiter in der Selbstein- und überschätzung.

Da er auf mein entsprechendes posting lediglich mit einem recht flachen "nein, ich bin gar nicht überheblich" antwortete, aber in den nächsten Runden genau so und noch verschärft weitergemacht hat, nenne ich das "mangelnde Einsichtfähigkeit" und beende den Dialog! Was ich anderen Frustrierten auch vorschlagen würde.

16. März 2019
14:31
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alcindo
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27. Februar 2018
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lieber toni, Sie haben ja im prinzip recht, nur das "net amoi ignoriern" hat einen haken.....leute, die dieses forum nicht genau kennen werden glauben, dass das niveau hier vom 23jaehrigen gesangsexperten und vom oberlehrer aus dem norden bestimmt wird

noch dazu ist es die spezialitaet von G...z  andere unrichtig zu zitieren

16. März 2019
14:17
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 539
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29. September 2018
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Ich finds ja ziemlich witzig, wenn mir Frau Wagner, die hinsichtlich Musik-Fachkenntnis wahrlich keine Expertin ist (wie ließen sich sonst die lobenden Beschreibungen von u.a. Fr. Lindstrom als Turandot und Fr. Peretyatko als Lucia und Donna Anna samt Seitenhieben auf das Wiener Publikum, das die beiden Damen ausgebuht hat, anders begründen?) erklären will, dass ich zuerst mehr Geschichte lernen soll, bevor ich hier den Mund aufmach. Ja, Geschichte ist wichtig, um Rückschlüsse auf die aktuelle und zukünftige Situation ziehen zu können. Ich kenne einige ältere Stehplatzbesucher, die mir gelegentlich von der früheren Opernzeit erzählen, und da höre ich sehr, sehr gerne zu. Aber die Einstellung "So tolle Sänger wie damals gibt es nicht mehr" ist einfach nur nervend. Wir leben im Jahr 2019, es hat genau gar keinen Sinn, anderen vorzuschwärmen: "Ja, früher, da wars halt noch besser!". Hilfreicher wäre es zu ergründen, was sich geändert hat und warum das so ist oder genau zu erklären, was eben an Sängern früherer Zeiten besser war als an den heutigen bzw. gelegentlich die eigenen Erinnerungen an Aufnahmen zu prüfen (wo man dann bald merken würde, dass früher auch nicht alles so toll war, wie man es vielleicht glaubt). Wie schon einmal geschrieben: Mit dem fortschreitenden Alter werden die wenigsten klüger, sondern einfach nur immer älter.

16. März 2019
14:10
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toni
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Bin sehr erstaunt dass es manchen seriösen Teilnehmern nicht zu dumm ist immer wieder auf die Ergüsse dieses 23jährigen Typen zu antworten, der glaubt weil er ein paar Stunden Gesangsunterricht genommen hat der Stimmexperte dieses Forums zu sein und Urteile über Jahrhundertsänger wie z.B. Birgit Nilsson und andere abgeben kann.

Dieser Mensch maßt sich an negative Urteile über die größten Komponisten der Geschichte abzugeben, also schwachsinniger geht es wirklich nicht mehr. Absolut präpotent, überheblich und frei von jeglicher Selbstkritik mit dem manischen Zwang seine "Weisheiten" anderen mitzuteilen. Er merkt gar nicht wie sehr er sich lächerlich macht. Wie arm wäre er ohne dieses Forum.

Nicht einmal ignorieren wäre die beste Lösung, vielleicht steigt dann die Qualität hier wieder und es sind wertvolle Diskussionen möglich. Das gilt auch für den Österreich Beschimpfer aus Berlin!

Das dieses Forum von gewissen Leuten derart missbraucht werden kann und auf ein solches Niveau heruntergezogen wird ist echt schade.

Damit verabschiede ich mich auch!

Auf Wiedersehn.

16. März 2019
12:53
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susana
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Forumsbeiträge: 98
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16. September 2018
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Danke Iris ! Danke Alcindo für den Text!

Vielleicht eine kurze Begebenheit drei Tage alt: Ich habe einen Herrn durch Zufall getroffen und mich , weil wir gleich alt waren (6. Jahrzehnt) 🙂 rechts schnell über alte Zeiten geschwärmt, auch da auch von ein paar negativen Erfahrungen gesprochen, und  von der aktuellen Lage der Oper - fast 3 Stunden waren wir zusammen, obwohl wir uns davor nicht gekannt haben.

Und das alles weil ich bei einer aktuellen Vorstellung in Hamburg war, einer absolut nicht klassischen mit aktuellen , teilweise sehr guten Sängern, es war eine Freude diese Stimmen zu hören (od wieder zu hören)

Man kann beides, das Jetzt geniessen, (oder kritisieren) ebenso wie die Vergangenheit. Ist es denn so schlimm sich eher an das schöne zu erinnern? Viele Menschen sind verbittert weil sie nichts oder nur wenig schönes erlebt haben. Musikliebhaber (und da meine ich ALLE Musikrichtungen) haben die Musik als Energiespender

Ich habe immer gerne zugehört, und ich höre auch jetzt immer noch auch jungen Menschen gerne zu. Eine Generation die viele Sänger nicht kennt, was man ihr nicht vorwerfen kann. Sie wächst ja ganz anderes auf (wie zb mit Handy, das hatte ich in meiner Jugend, genauso wenig wie das Internet)

so wie wir älteren lernen können sollten aber auch jüngere zuhören lernen - sowie akzeptireren dass es Menschen vieler Arten gibt. und das sich eigentlich niemand anmaßen sollte etwas schlecht zu empfinden nur weil es ihm selber nicht gefällt .

 Euch allen einen angenehmen Samstag !

16. März 2019
12:06
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alcindo
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Forumsbeiträge: 250
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

liebe Iris, danke fuer den link, ich erlaube mir diesen hier ausgedruckt zu posten, vielleicht bringt das etwas ordnung in dieses forum

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„Lernen Sie Geschichte!“

„Lernen Sie Geschichte!“ sagte Bruno Kreisky strafend zu einem Journalisten, der dumm genug war, seine Unbildung merken zu lassen. Und wie recht er doch hatte, der große Kreisky. Man kann’s nicht besser und klarer sagen: Lernen wir Geschichte, denn nichts, absolut nichts auf dieser Welt ist voraussetzungslos zu begreifen und zu erklären. Andererseits fühlen sich die am wohlsten, die am zufriedensten im Sumpf ihrer Unwissenheit tümpeln…

„Geschichte lernen“ bedeutet selbstverständlich in erster Linie, sich mit politischen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Der Mensch ist ein „homo politicus“, die Ausrede „Politik interessiert mich nicht“, gilt nicht. Aber es gibt noch andere Geschichte, eine persönliche, die jeder hat. Und Opern- und Theaterfreunde haben die eigene Geschichte ihrer Erlebnisse und daraus resultierenden Erfahrungen. Auch das ist Wissen, ein Wissen, das zählt.

Nun passiert es immer wieder, dass ältere Leute, die natürlich in anderen Welten geprägt und sozialisiert worden sind, im Gespräch mit anderen (oder auch in den Kritiken, die sie schreiben) das eigene Wissen abrufen. Um von der Jugend wild abgemahnt zu werden: Hört doch auf, Ihr ewig Gestrigen, wen interessiert das? Junger Mann, es sollte Euch interessieren – wenn Ihr gescheit seid. (Sonst nicht.)

Es ist das Vorrecht der Jugend, sich selbst für die Allerklügsten und alle anderen für alte Trottel zu halten. Keine Sorge, das regelt sich mit dem Fortschreiten der Jahre (immer vorausgesetzt, dass man klüger wird), man sieht die Dinge dann anders. Weil man auch mehr weiß.

Wer wenig weiß und sich unter Zwergen bewegt, wird diese Zwerge für Riesen halten. Erst wenn er wahre Riesen kennen gelernt hat, wird er (vielleicht) beschämt eingestehen, dass er sich in den Größenverhältnissen geirrt hat. Urteile brauchen Maßstäbe (nicht nur schäumende Selbstgefälligkeit): Wer nicht weiß, wie groß ein Meter ist, wird nicht wissen, dass etwas nur 60 Zentimeter hat – oder auch nicht staunen, wie viel 1,50 Meter sind. Der Vergleich macht sicher.

Und – man muss lernen. Heinrich Schramm-Schiessl, mit dem per e-mail wunderbar zu plaudern ist, hat mich neulich an unsere Stehplatzzeiten gemahnt: „Ich weiß nicht, ob Sie sich am Opernstehplatz noch an die legendäre Frau Brandstetter erinnern können, die immer wieder von Slezak, vom Piccaver usw. geschwärmt hat. Keinem von uns wäre damals eingefallen, sie als rückwärtsgewandt zu bezeichnen, sondern wir haben staunend und manchmal auch beneidend zugehört.“ Und noch etwas, wir hatten, was es heute nicht mehr gibt: Respekt.

Und wie ich mich an Frau Brandstetter erinnere, wie oft bin ich in ihrer Nähe auf meinem Stockerl vor der Staatsoper gehockt (direkt von der Wenzgasse hingefahren, die Aufgaben auf den Knien gemacht)! Sie hat mich auch einmal total zusammengeputzt. Sie sprach von Selma Kurz, die mir kein Begriff war. Ich kannte nur Mimi Coertse, die man („Kurtze“) so ähnlich aussprach. Gott o Gott, als die Frau Brandstetter begriff, wie ungebildet ich bin! Und ich habe mich geniert.

Ich habe dann etwas gemacht, was ich heute noch tue, wenn ich etwas wissen will: Ich kaufe Bücher. Nicht eines, sondern mindestens zwei, drei zu einem Thema. Dann erfährt man im allgemeinen wirklich etwas. Und lernt. Und dann weiß man: Wo wären wir, wenn die Großen der Vergangenheit (Gustav Mahler etwa, Namen schon mal gehört?) an der Institution der Oper nicht so großartig „gearbeitet“ hätten? Wo wären wir, wenn… aber da kann man mit dem Aufzählen gar nicht beginnen. Geschichte kennen.

Ja, und wenn man aus seinem Wissen heraus (und, zugegeben aus der eigenen Prägung) manche Arbeiten heutiger Regisseure (nein, nicht den großen Harry Kupfer, nicht große andere, die sich mit den Werken auseinandersetzen) als plumpes Aufmerksamkeits-Haschen erkennt, tatsächlich oft aus Dummheit, Unkenntnis und Naivität geboren (man höre sich an, was Sänger zu erzählen haben, aber nicht zitiert werden wollen) – darf man dann in einer Welt der Meinungsfreiheit wirklich dafür gerüffelt werden, dass man sich „der neuen Zeit nicht stellt“?

Man stellt sich ihr durchaus, bloß: Gewogen und zu leicht befunden. Aus guten, sehr guten Gründen. Und mit ein bisschen Wissen. Wissen um Geschichte – auf allen Gebieten.

Renate Wagner

die Frau Brandstetter habe ich natürlich auch gekannt und in Erinnerung behalten

16. März 2019
11:51
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Iris
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2. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Wohl passend zur Situation hier (habe ich soeben unter Feuilleton im Online-Merker entdeckt:

 

https://onlinemerker.com/apropos-lernen-sie-geschichte/

 

Man muss nicht auf alles eine Antwort haben, oft ist man auch gar nicht gefragt. Für mich gilt: Wo ich nicht mitreden kann, bin ich lieber still. Das ist auch Rücksichtnahme auf jene, die wissen, wovon sie reden!

16. März 2019
11:28
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alcindo
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27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

zu 26: "Die Sänger von früher waren besser als die heutigen".............diesen satz haben Sie erfunden, und wollen ihn mir in den mund legen,  was ich geschrieben habe ist:

, in der "guten alten zeit" gab es auch viel mittelmäßiges und auch einfach schlechtes, aber es gab ausnahmesänger, die es so bald nicht wieder geben wird,  und um klarer zu sein :  Mikulas wird nie mit Gottlob Frick oder Siepi mithalten können, und Agnes Baltsa und Lipovsek auch nicht mit Giulietta Simionato, Nucci hat viel und sehr anständig gesungen, aber vom timbre her schwimmt er gegen Bastianini ab, Ja und wer von den von Ihnen zitierten kann mit Nilsson, Rysanek und Tebaldi mithalten.?.

und da sollten Sie sich in Ihren urteilen zurueckhalten, Sie kennen ja diese sänger nicht live......wenn HansLick2 da mit mir diskutieren würde, ja bitte, er hat ja diese sänger auch erlebt oder eduardpaul, der sich wahrscheinlich auf grund des verfalles dieses forums in letzter zeit zurückgezogen hat

16. März 2019
10:46
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susana
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16. September 2018
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Gurnemanz sagt
@24 Natürlich habe ich sie nicht live gehört, das haben Sie schon gewusst, bevor Sie danach gefragt haben. Also muss Ihre Frage einen anderen Zweck haben. Der Unterschied ist, dass ich beim Singen Intonationsprobleme haben darf, weil ich keine Absicht hab, damit aufzutreten bzw. Geld damit zu verdienen. Und natürlich haben Sie meine teils abschätzigen Urteile provoziert mit "Die Sänger von früher waren besser als die heutigen".

@25 Nein. Ich diskutiere gerne, aber ich habe weder Zeit noch Lust, die ewiggleichen theoretischen Diskussionen fortzuführen, die doch nur in der Wiederholung der ewig gleichen Argumente bestehen. Es ist ja nicht meine Schuld, wenn Schenk-Inszenierungen bei einem Teil der Leute gut ankommen (wobei ich auch zu bedenken gebe, dass man bald etwas toll findet, wenn man nichts Besseres kennt), was soll ich darauf noch entgegnen?
Das Nova hat seine Berechtigung, aber wenn wir das Argument "Kultur darf nur das sein, was dem Mehrheitsgeschmack entspricht" überstrapazieren, werden wir halt bald nur mehr solche Festivals haben. Das will ich nicht. Da ist mir das vielfältige Konzerthausprogramm (Klassik, Jazz, Weltmusik, ...) viel lieber.  

zum Thema 24 - damit zeigen Sie , das Sie nur provozieren wollen, und eigentlich gar nichts wissen, (also sehr wenig).Ich habe eigentlich geglaubt, dass nur alte Leute verbittert, engstirnig und voller Vorurteile sind. Sie sind der jüngste den ich so erlebe, und das ist erschütternd. 

zum Thema 25 - Da halte ich dagegen, denn wenn Ihnen eine Meinung nicht gefällt,  gehen Sie auf keine Arguemte ein, weil sie nichts gegen Fakten sagen können, die ausserhalb ihres Denkbereiches stattfinden. Sie wollen auch nicht dazu lernen. Und Sie werten es schon wieder ab. Das ist ja das schlimmste daran.

Und glauben Sie mir, wer bei mir ins Theater und in die Oper geht hat mit Sicherheit auch schon etwas anderes als Ihr Feindbild Otto Schenk gesehen, (Wie immer eine Schwarz-weiss Malerei von ihnen, was Sie besonders gut können) - auch das eines Ihrer Vorurteile .

Kultur darf übrigens alles sein, jede Kulturform hat ihre Berechtigung  - auch wenn Sie das nicht wollen. Sie müssen ja nicht hingehen, steht ihnen frei, aber es nervt dass Sie ständig alles was Sie nicht wollen (oder nicht verstehen) mit Worten " in den Dreck ziehen" .

"Solche" Festivals wird es gben solange es Menschen gibt, die damit Spaß haben und daran teilnehmen. Ob es Ihnen jetzt gefällt oder nicht -  ist allen egal. Die werden übrigens, so viel ich weiss nicht subventioniert ....Hochkultur wie Sie es wollen muss Subventioniert werden, nicht nur weil ein paar meinen sie wollen dafür nichts - oder sehr wenig zahlen...

Ich kenne genug Jugendliche oder auch ältere Menschen die in den NovaRock gehen, und in die Oper gehen od in klassische Konzerte.  ist zwar nicht die Mehrzahl, aber es gibt diese Menschen mehr als man annimmt.

Ich bedaure Ihre Kinder schon jetzt, sollten Sie jemals welche haben, die dann alles nur noch gut finden müssen was der Papa sagt, das finde ich furchtbar..

16. März 2019
2:07
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@24 Natürlich habe ich sie nicht live gehört, das haben Sie schon gewusst, bevor Sie danach gefragt haben. Also muss Ihre Frage einen anderen Zweck haben. Der Unterschied ist, dass ich beim Singen Intonationsprobleme haben darf, weil ich keine Absicht hab, damit aufzutreten bzw. Geld damit zu verdienen. Und natürlich haben Sie meine teils abschätzigen Urteile provoziert mit "Die Sänger von früher waren besser als die heutigen".

@25 Nein. Ich diskutiere gerne, aber ich habe weder Zeit noch Lust, die ewiggleichen theoretischen Diskussionen fortzuführen, die doch nur in der Wiederholung der ewig gleichen Argumente bestehen. Es ist ja nicht meine Schuld, wenn Schenk-Inszenierungen bei einem Teil der Leute gut ankommen (wobei ich auch zu bedenken gebe, dass man bald etwas toll findet, wenn man nichts Besseres kennt), was soll ich darauf noch entgegnen?
Das Nova hat seine Berechtigung, aber wenn wir das Argument "Kultur darf nur das sein, was dem Mehrheitsgeschmack entspricht" überstrapazieren, werden wir halt bald nur mehr solche Festivals haben. Das will ich nicht. Da ist mir das vielfältige Konzerthausprogramm (Klassik, Jazz, Weltmusik, ...) viel lieber.

16. März 2019
1:32
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susana
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16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 23 - also ich nehme hiermit zur Kenntnis, dass Sie nicht diskutieren wollen, und nur einfach ihre Meinung kundtun wollen. Sie können und wollen auf meine Worte nicht eingehen, was mir zeigt, dass Sie von einem Teil der Realität keine Ahnung haben, aber sie beurteilen wollen. Nochdazu greifen Sie mich an, dass ich es nicht aushalte wenn Sie anderer Meinung sind. Allerdings tönen Sie ja immer, dass Sie andere Meinungen hören wollen und diskutieren wollen. Sind aber nicht im Stande eine Diskussion zu führen , udn hauen schnell wieder mit Worten hin.

Genauso wie ich nie geschrieben habe dass ein Regisseur 1:1 das Buch umsetzten wollen, das ist IHR FEINDBILD, aber nicht meine Meinung über Opernregie, wenn Sie meine Zeilen lesen und erfassen können. Und nicht wieder schreiben, es ist ein Missverständndis. Sie wollen es einfach nicht wahrhaben, dass es auch andere Welten neben der Ihren gibt.

Und was genau ist schlecht am Nova Rock ??? Erklären Sie mir das bitte ?

16. März 2019
1:19
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alcindo
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27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 23: meine frage war, wo und wann Sie die Nilsson gehört haben, das heisst die frage, ob Sie sie LIVE gehört haben

Karajan und Boehm sind fuer Sie nicht allgemeine meinung....Sie scheinen die allgemeine meinung gepachtet zu haben.....langsam werden Ihre statements zu grossen sängern ein bisschen lächerlich....Hotter war zuletzt meist heiser - Nilsson hat immer etwas zu hoch gesungen... sicher war Hotter in seiner allerletzten zeit vielleicht einmal heiser, aber da hat er keinen Holländer mehr gesungen,  sicher hat auch Nilsson irgendeinmal zu hoch gesungen, wie viele andere auch gelegentlich zu hoch oder zu tief intonieren,  aber sie so als Falschsängerin abzutun..... ich hoffe, dass Sie beim singen keine intonationsprobleme haben

16. März 2019
0:29
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 539
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

@21 Auf Aufnahmen, und natürlich vertreten Karajan+Böhm nicht die absolute Meinung.

@22 Nein, die zeigen höchstens, dass unter anderem Sie es nicht aushalten, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, dass unter Umständen jemand die Sachen, die Sie supertoll finden, abscheulich findet, dass Sie oft viel auf sich beziehen und falsch interpretieren (mit "Wagners Musik halte ich für primitiv" ist nicht gemeint: "Wagnermusik-Fans halte ich für primitiv") und dass vielfach ein Missverständnis vorherscht: Es ist eben nicht die Aufgabe eines Regisseurs, die Anweisungen 1:1 zu befolgen, sonst bräuchte man ja keinen Regisseur. Es ist vielmehr seine Aufgabe, ein vorhandenes Werk so auf die Bühne zu bringen, wie er es für notwendig hält, ganz egal, ob es dem Publikum auf den ersten Blick gefällt oder nicht. Wenn wir uns (nur) nach dem Publikumsgeschmack richten wollen, können wir die Oper gleich abdrehen und nur mehr aufs NovaRock pilgern.
Ganz allgemein denk ich mir, es wäre gut, wenn vor allem die Oper ihren elitären Ruf endlich ablegen würde und damit ein neues, aufgeschlossenes Publikum anlocken könnte, das keinen Ur-ur-uralt-Produktionen nachhängt, sondern endlich mal frischen Wind hineinbringt. Aber das ist nur ein Wunschdenken, und selbstverständlich ist für jede Ansicht Platz. Ich bin ja für eine Inszenierungsvielfalt.
Insgesamt drehen wir uns in gefühlten hundert Threads nur mehr im Kreis. Also ist die abstrakt geführte Diskussion natürlich sinnlos.

15. März 2019
21:26
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susana
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16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz sagt

@18 Unsere Merkerforums-Diskussionen sind komplett sinnlos und kontraproduktiv. Was ja nur halb so schlimm wäre, wenn Sie das dann nicht persönlich nähmen. Der Otto-Schenk-Humor ist halt nun einmal albern und pseudo-witzig. Wie soll man ihn sonst beschreiben? Sicherlich nicht hintergründig/intellektuell humorvoll. Aber im Liebestrank gibts wenigstens ein schönes, stimmiges Bühnenbild, wie geschrieben.

Allgemein: Bitte seids nicht so empfindlich. Es ist mir doch vollkommen egal, wenn jemand meinen Lieblingskomponisten / Lieblingssänger für schlecht befindet. Passiert ab und zu, und das ist doch nicht der geringste Grund, sauer/beleidigt zu sein.  

Nein unserer Diskussionen sind nicht sinnlos, sie zeigen nur, dass Sie es nicht akzeptieren wollen, dass es andere Geschmäcker gibt, andere Art von Humor - nur weil sie bei Schenk nicht lachen oder lächeln können ist ihr Problem, und wenn es andere machen und ihren Spaß haben brauchen sie das nicht als albern oder pseudowitzig abtun, (also mit der Wortwahl es so hinstellen, als wären alle die das tun minderwertig - um es überspitzt zu sagen - so  ist es halt FÜR SIE , aber nicht für andere!! Ganz einfach ..

Sie schreiben Texte im Forum, und diese werden kommentiert.. was hat das mit empfindlich zu tun oder warum nehme ich es persönlich ? Ich schreibe nur aus meiner Lebenspraxis, dass es auch andere Menschen gibt, die Opern und Theaterbesuche anders empfinden als sie, damit sie auch die andere Seite sehen - Sie aber verschliessen sich dem total, und schreiben immer wieder "Abwertungen von diesen Menschen" ? Entweder Sie wollen Diskussionen mit mit Menschen mit anderer Ansicht der Dinge oder sie wollen nur lauter JA sager. Und glauben Sie mir , wenn sie Wagner für blöd oder primitiv halten ist mir wurscht, aber andere Menschen die einen anderen Geschmack haben als primitiv zu bezeichnen, was mit Ihrer Wortwahl zusammenhängt, das kann ich nicht stehen lassen.

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