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Don Giovanni, von Mozart/ Da Ponte/ Kosky/ Serebrennikov an der Staatsoper | Seite 4 | OnlineMerker | Forum

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Wir überprüfen nun die Möglichkeit eines Forums, bei dem man die Wortmeldung zuerst dem Moderator senden muss, der dann darüber entscheidet, ob der Beitrag den Forumsregeln entspricht und der nur selbst online stellen kann. Ob wir da fündig werden und uns das leisten können oder wollen, werden wir ohne jeden Zeitdruck entscheiden.

Aber das  widerspräche meiner Mentalität, denn das Freie Wort ist für mich ein hohes Gut. Schade dass es soweit kommen musste!

Ich bedanke mich bei den Diskutierern, die stets fair waren und unschuldig an der Einstellung sind. Mit den ganz wenigen "Verursachern" möchte ich aber keinen weiteren Kontakt haben und bitte dies zu respektieren. 

Mit Grüßen

Anton Cupak, Herausgeber Online-Merker

 

 

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Don Giovanni, von Mozart/ Da Ponte/ Kosky/ Serebrennikov an der Staatsoper
13. Dezember 2021
12:20
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schusterklareh
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Forumsbeiträge: 70
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3. August 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

ZERLINA schreit um HILFE  - was ist DARAN missverständlich, verdammt noch mal ! SIE negieren Daponte !

13. Dezember 2021
10:08
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Christine
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Forumsbeiträge: 517
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 46) Fidelio, ich habe nur geschrieben, dass Siepi der erste Don Giovanni war, den ich gesehen habe und es stimmt, er hat einen großen Eindruck auf mich gemacht. Er wurde aber nicht nur von mir als "der Giovanni" seiner Zeit und darüber hinaus gefeiert. Verguckt habe ich mich nicht ihn, aber ich sehe eigentlich nicht ein, warum ich mich von einem "Rollenbild lösen sollte" nur weil ein Regisseur die Figur heute anders sieht?  Das trifft ja nicht nur auf den Giovanni zu. Heutzutage wird ja alles viel brutaler und negativer dargestellt als früher. Es gibt fast keine guten modernen Opern, die unsere heutige Zeit abbilden könnten, daher werden die erfolgreichen Opern früherer Zeiten in eine bestimmte Richtung hin modernisiert. Damit muss man sich abfinden. Da schreibt Dalmont davon, dass Giovanni Zerlina vergewaltigen will. Vielleicht sieht "man" das heute so. Ich jedenfalls nicht. Neben Siepi gab es aber eine Reihe anderer Sänger, die mir in dieser Rolle weitaus besser gefallen haben als Ketelsen, sowohl was den Gesang betrifft als auch die Darstellung.

13. Dezember 2021
9:36
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Fidelio
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Forumsbeiträge: 6
Mitglied seit:
8. Dezember 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 47) nein alcindo, da bin ich gar nicht einverstanden mit Ihnen: es haben mindestens zwei Diskussionsteilnehmer darauf hingewiesen, dass die üblichen "Regiesteine des Anstosses" wie Videoeinspielungen, Krankenhausbetten, Handys usf in der jüngsten Inszenierung D.G. fehlen, die bei "Traditionalisten" wie Ihnen und mir was Regie anbelangt scharf angegangen werden. Wenn jedoch Petitessen wie dunkle Fingernägel oder fehlende Masken zum Regieverriss herangezogen werden, ist das l'art pour l'art, Kritik um der Kritik willen.

Ich unterscheide zwischen den grossen Linien und Aussagen, der Gesamtbeurteilung einer Regiearbeit und jenen Kritikpunkten, die dem persönlichem Geschmack (Fingernägel und Masken gehören dazu) zuzuordnen sind.

12. Dezember 2021
20:23
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alcindo
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21. Januar 2021
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fidelio, sie schreiben

nun zu einer allgemeinen Beobachtung, nicht an Sie Christine gerichtet: im Falle der Kosky-Inszenierung und den Forumskommentaren dazu fällt mir auf, dass kleinste Details wie "schwarze Fingernägel Leporellos" oder "Blumen statt Masken" bekrittelt werden, was ich schlicht als dumme Einlassungen disqualifiziere, denn deshalb ist eine Regie nicht schlecht. Das sind Kleinigkeiten, die mir missfallen dürfen, aber als Argument um auf Kosky einzudreschen sind sie kontraproduktiv. 

solche kleine detail sind ja nicht zufall, sondern zeigen wie die figur (ver)-oder gezeichnet wird. und die idee dazu kam sicher nicht vom oder vonden saengern in ihrer HM-aufmachung

wenn ich an die D Giovannis aus der guten alten zeit zurueckdenke ist sicher Siepi an erster stelle, aber auch Eberhard Waechter hat einen spitzenplatz

12. Dezember 2021
20:11
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Fidelio
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Forumsbeiträge: 6
Mitglied seit:
8. Dezember 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 44) Christine, mir scheint Sie sind total auf ihre erste Don Giovanni-Aufführung mit Cesare Spei fixiert (die mir nicht bekannt ist und ich auch nicht abwerten will); aber geben Sie sich einen Ruck und und sehen die Titelfigur nicht einseitig nur als charmanten Latin Lover. Auf Grund ihrer Postings darf ich ohne Sie zu beleidigen annehmen, dass sie wie ich selbst zur älteren Generation gehören. Könnte es sein, dass Sie sich als Teenager in Siepi verguckt haben, er ihnen deshalb, nicht nur auf Grund seiner legendären gesanglichen Leistung, ein für Sie in Marmor gemeisseltes Rollenportrait geliefert hat von dem Sie sich nicht lösen wollen/können?

Wir Opernfreunde sind im Laufe der Zeit mit vielen neuen Operninterpretationen, szenisch wie gesanglich konfrontiert worden. In manchen Werken wurde uns im vorigen Jahrhundert nur die oberste nette Schicht eines Werkes präsentiert. Als schlagendstes Beispiel darf ich "Così fan tutte" anführen, dass als nettes Schäferspiel mit im Extremfall synchronen Bewegungen der beiden Damen und ihren Männern gezeigt wurden. Das war schön, ich habe es genossen, es war wunderbar, insbesondere wenn dann auch noch entsprechende KünstlerInnen musikalisch Grossartiges leisteten, diese Sichtweise veredelten. Aber nun kommt das grosse Aber, heutige Così-Aufführungen haben viel mehr Tiefe, sind viel realer, wenn die von Don A eingefädelte Wette mit den zwei Mannsbildern im Verlauf der Handlung Abgründe auftun, die alles in Frage stellen.

Zurück zum D.G: ich habe zwischen 15 und 20 verschiedene Inszenierungen erlebt. Auch dieses Werk wird heute "negativer" respektive realistischer gegeben als vor 50 Jahren. Und obwohl ich auch ab und zu in die "früher war alles besser"-Falle tappe und gewisse Erinnerungen mit mir teuer gewordenen Sängern verherrliche, muss ich trotz mancher Enttäuschungen zugeben, dass die heutigen Aufführungen alles in allem interessanter, vielschichtiger ausfallen. Ich bin kein Fan des sog Regietheaters, dies zur Klarstellung.

Nun zu einer allgemeinen Beobachtung, nicht an Sie Christine gerichtet: im Falle der Kosky-Inszenierung und den Forumskommentaren dazu fällt mir auf, dass kleinste Details wie "schwarze Fingernägel Leporellos" oder "Blumen statt Masken" bekrittelt werden, was ich schlicht als dumme Einlassungen disqualifiziere, denn deshalb ist eine Regie nicht schlecht. Das sind Kleinigkeiten, die mir missfallen dürfen, aber als Argument um auf Kosky einzudreschen sind sie kontraproduktiv. 

12. Dezember 2021
20:09
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Toscanini
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Forumsbeiträge: 115
Mitglied seit:
9. Dezember 2021
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Christine sagt
Er hat wohl einige Untaten begangen, vor allem den Komtur getötet, wenn auch bei Mozart und da Ponte nicht auf die grausame Weise wie in der Neuinszenierung. Dafür, dass er den Frauen nicht treu bleibt, müsste er meiner Meinung nach nicht in die Hölle kommen. Aber das sehen viele wohl anders. Er hat sicher ein ausschweifendes Leben geführt und in der Zeit, in der die Oper im Original spielt, war die Hölle vermutlich nicht fern.

  

Danke für die Replik! Ich glaube, das ist die Schlüsselfrage, die jede Inszenierung oder Aufführung oder Titelrollensänger beantworten muss! Nämlich: warum die Höllenfahrt? Zu Recht oder zu Unrecht? Am Schluss von Figaro oder Così bleiben ja auch alle am Leben, außer einem ganz modernen Regisseur fällt demnächst ein, hier auch etwas zurechtzurücken ...

12. Dezember 2021
18:32
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Christine
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Forumsbeiträge: 517
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Er hat wohl einige Untaten begangen, vor allem den Komtur getötet, wenn auch bei Mozart und da Ponte nicht auf die grausame Weise wie in der Neuinszenierung. Dafür, dass er den Frauen nicht treu bleibt, müsste er meiner Meinung nach nicht in die Hölle kommen. Aber das sehen viele wohl anders. Er hat sicher ein ausschweifendes Leben geführt und in der Zeit, in der die Oper im Original spielt, war die Hölle vermutlich nicht fern.

11. Dezember 2021
19:35
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Toscanini
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Forumsbeiträge: 115
Mitglied seit:
9. Dezember 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

@Christine: Noch einmal meine Frage: Wenn Don Giovanni ohnehin irgendwie sympathisch ist - warum muss er dann zur Hölle fahren?

11. Dezember 2021
18:43
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alcindo
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Forumsbeiträge: 837
Mitglied seit:
21. Januar 2021
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liebe Christine, ob Zerlina bei diesem Masetto besser aufgehoben waere...ist er doch bei Kosky als krankhafter staedtischer neurotiker gezeichnet....

11. Dezember 2021
18:30
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Christine
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Forumsbeiträge: 517
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22. Januar 2021
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Dalmont, Ihr Beitrag macht mich etwas ratlos. Mein erster Don Giovanni war, wie schon geschrieben, Cesare Siepi. Dieser Sänger galt nicht nur für mich sondern für viele Opernbesucher als der ideale Interpret dieser Rolle. Ich weiß nicht, wie viele Menschen ihn als unsympathisch in dieser Rolle empfunden haben, oder besser ausgedrückt, dass er eine unsympathische Person dargestellt hat. Leute, die mit mir am Stehplatz waren oder mit denen ich über Aufführungen gesprochen habe, haben das alle nicht so gesehen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Giovanni Zerlina vergewaltigen will. Ich war eher der Meinung, dass er das gar nicht nötig hätte. Sie war doch einem Liebesabenteuer nicht abgeneigt bevor sie eine vermutlich langweilige Ehe mit Massetto eingeht. In der derzeitigen Aufführung ist sie allerdings bei Massetto besser aufgehoben. Ich frage mich auch, ob da Ponte sich nicht über die Frauen lustig machen wollte. Die agieren doch alle drei einigermaßen eigenartig.

11. Dezember 2021
16:37
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Dalmont
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22. Januar 2021
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zu 33)

Christine, natürlich gehört Ausschweifung zum Bedeutungsfeld des „dissoluto“, vor allem jedoch ein Negieren aller moralischer Werte und Normen im Zusammenleben, nicht nur was das Sexuelle anlangt. Diese Ablehnung aller moralischen Werte schwingt in den deutschen Worten Wüstling und Lüstling weniger mit. Jedoch, wie man’s dreht und wendet: es kommt kein sympathischer Charakter heraus (was Losey in seinem Film congenial getroffen hat, ohne dass aus D. Giovanni ein Moster gemacht worden wäre). Die Gleichsetzung: Don Juan = Frauenheld, wie sie umgangssprachlich häufig vorgenommen wird, hat mit Mozart /Da Ponte nix zu tun.

Was D. Giovanni mit seiner gleißnerisch-schönen Melodie „La ci darem la mano…“ erreichen will, hört man im Finale I: erzwungenen Sex, die versuchte Vergewaltigung. Vor dem Duettino hat er Massetto darauf hingewiesen, ihm das Lebenslicht auszulöschen, wenn er sich nicht schleicht. Da hat man ja schon die gesamte Bandbreite des "dissoluto", und in der Verhöhnung des toten Commendatores und des Religiösen dann auch die jenseitsbezogene Libertinage.

10. Dezember 2021
15:52
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Toscanini
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Forumsbeiträge: 115
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9. Dezember 2021
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alcindo sagt
zu Toscanini: Ruggiero Raimondi hatte viel erfolg als D Giovanni, sang aber viel zwischen den noten (er distonierte gern), hatte aber ein charakteritisches timbre, der D.G der neuen produktion hat kein charakteristisches timbre. aber die meisten seiner kollegen haben das auch nicht

  

Ja eben, das ist momentan so auch nicht mehr gewünscht oder wird nicht angestrebt oder nicht mit Preisen oder Engagements belohnt oder was weiß ich. Leider. Raimondi hatte übrigens eine für seine Herkunft charakteristische Aussprache beim z, hörbar etwa bei "ragazza" oder "piazza". Wäre heute auch verboten und würde sofort bestraft werden.

10. Dezember 2021
15:38
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alcindo
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Forumsbeiträge: 837
Mitglied seit:
21. Januar 2021
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zu Toscanini: Ruggiero Raimondi hatte viel erfolg als D Giovanni, sang aber viel zwischen den noten (er distonierte gern), hatte aber ein charakteritisches timbre, der D.G der neuen produktion hat kein charakteristisches timbre. aber die meisten seiner kollegen haben das auch nicht

10. Dezember 2021
15:27
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Toscanini
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Forumsbeiträge: 115
Mitglied seit:
9. Dezember 2021
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Nicht unsympathisch, böse Menschen können ja auch sympathisch oder zumindest charismatisch sein. Raimondi war ein in jeder Hinsicht beeindruckender und fantastischer Schauspieler UND Sänger, in einer Qualität, die sehr selten ist. Er wäre auch ein sehr guter "Nur"-Schauspieler gewesen. Dieser Witz, diese Intelligenz. Seine Auftritte als Fiesco, Filippo oder eben Mephisto: unfassbar gut. Er hat diese Figuren nicht gespielt, er war das einfach bis in die letzte Pore, jedes Mal äußerst glaubwürdig und faszinierend, mit grandioser Bühnenpräsenz, eben wie ein echter Schauspieler. Diese flexible, umfangreiche Bassbaritonstimme mit ihrem einzigartigen, sofort erkennbaren und sehr italienischen Timbre, wann und wo hat man seitdem so etwas wieder gehört? Da muss man nicht nostalgisch sein, um ihn zu vermissen und wehmütig an ihn zu denken (offiziell hat er sich meines Wissens nach zur Ruhe gesetzt).

10. Dezember 2021
14:26
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Chenier
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28. Februar 2021
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Ich bin kein wehmütiger Nostalgiker, Toscanini, aber mit Raimondi muss ich Ihnen recht geben, er war der perfekte Don G. War aber als Darsteller auch immer ein wenig überpointiert, man denke an seine Pinkelszene in Ken Russells "Faust" an der WSO 1985. 

10. Dezember 2021
13:46
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Christine
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Forumsbeiträge: 517
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22. Januar 2021
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Aber wirklich unsympathisch war Raimondi nicht, wurde von mir zumindest so nicht empfunden. Abgründig, da könnte ich zustimmen.

10. Dezember 2021
13:36
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Toscanini
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9. Dezember 2021
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Wenn Don Giovanni doch ohnehin irgendwie ein sympathischer Typ ist, bricht aber die ganze Logik des Stückes spätestens ab der Friedhofszene zusammen. Er fährt deswegen in die Hölle, eben weil er kein guter Mensch ist bzw. Sünden begangen hat, für die er mit Tod und Höllenfeuer bestraft werden muss. Natürlich hat Don Giovanni zudem gesellschaftliche Konventionen und soziale Normen gebrochen. Auch dafür muss er büßen. Das macht ihn aber noch lange nicht zu einem sympathischen, empathiebegabten Menschen.

Dass Mozart die nötige Verführungsmusik komponiert hat, ist logisch. Narzissten und Psychopathen können die reizendsten, süßesten und verführerischsten Menschen der Welt sein, wenn sie etwas haben wollen. Deshalb sind sie so gefährlich und äußerst talentierte Manipulatoren.

Weil hier immer wieder der große Cesare Siepi erwähnt wird: Es gab auch den unvergleichlichen Ruggero Raimondi, der ab den 1970ern das Dämonische, Abgründige und Zynische des Don Giovanni perfekt verkörpert und hinreißend gesungen hat. Aus meiner Sicht der zweite Jahrhundert-Giovanni nach Siepi. Zum Glück gibt es die traumhaft schöne Verfilmung von 1979, die das dokumentiert hat.

10. Dezember 2021
12:56
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Christine
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22. Januar 2021
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Kann dissoluto nicht auch mit ausschweifend übersetzt werden? Und dieses Wort hat viele Synonyme. Man müsste untersuchen welche Bedeutung das Wort zur Zeit Mozarts hatte. Komponiert man für einen Wüstling eine Melodie wie "La ci darem la mano"?

10. Dezember 2021
11:33
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Möglicherweise ist hilfreich, sich zu vergewärtigen, wie Mozart seine Oper in sein eigenes Werkverzeichnis eingetragen hat: „Il dissoluto punito, o, il Don Giovanni“.  Und dissoluto, zu deutsch Wüstling und Lüstling, hat nichts Angenehmes im Bedeutungsfeld, allerdings etwas von einem sessomaniaco, auch einem Vergewaltiger.

10. Dezember 2021
11:24
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alcindo
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21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

liebe Christine, Kosky scheint auch mit dem Italienisch schwierigkeiten zu haben, fragt doch Leporello nach dem mord, wer jetzt tot sei, DG oder der alte.....warum fragt er das, wenn meister Kosky ihn am mord auf haesslichste weise...mit dem stein...beteiligt. wie so oft wird der gesungene text vom regisseur  laecherlich gemacht, daPonte kann sich nicht mehr wehren.

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