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Don Giovanni, von Mozart/ Da Ponte/ Kosky/ Serebrennikov an der Staatsoper | OnlineMerker | Forum

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Wir überprüfen nun die Möglichkeit eines Forums, bei dem man die Wortmeldung zuerst dem Moderator senden muss, der dann darüber entscheidet, ob der Beitrag den Forumsregeln entspricht und der nur selbst online stellen kann. Ob wir da fündig werden und uns das leisten können oder wollen, werden wir ohne jeden Zeitdruck entscheiden.

Aber das  widerspräche meiner Mentalität, denn das Freie Wort ist für mich ein hohes Gut. Schade dass es soweit kommen musste!

Ich bedanke mich bei den Diskutierern, die stets fair waren und unschuldig an der Einstellung sind. Mit den ganz wenigen "Verursachern" möchte ich aber keinen weiteren Kontakt haben und bitte dies zu respektieren. 

Mit Grüßen

Anton Cupak, Herausgeber Online-Merker

 

 

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Don Giovanni, von Mozart/ Da Ponte/ Kosky/ Serebrennikov an der Staatsoper
23. Dezember 2021
10:01
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Chenier
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28. Februar 2021
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Nein, Dalmont, brauche ich nicht, war nur exemplarisch für Sie. Ich meine, dass es keine Diskussion wert ist.

23. Dezember 2021
8:48
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HESE
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23. Dezember 2021
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Zum "Parsifal" - mein Besuch am 21. Dezember:
musikalisch TOP, Inszenierung hat aber schon gar nichts mit dem "Parsifal" zu tun. Der Titel des Werkes sollte auf Grund auch der Video-Einspielungen eher heißen: "Parsifal im Gulag" oder "Parsifals Wanderung nach Sibirien" oder "Parsifal in der Tundra". Im Übrigen war es nicht nur ein Buh-Schreier (besonders nach dem ersten Akt), sondern viele.

23. Dezember 2021
1:02
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Chenier, brauchen Sie wirklich eine Google Suche? So werden Sie den Gral nie finden. 

Es gibt Museen in Wien, in denen hätten Sie mehr als über das Armutszeugnis Google-Suche erfahren können. Sie müssten nur hingehen. Und das tut gar nicht weh, man muss nur ein bisschen Neugier mitbringen. Und Offenheit.

Muss man Ihnen wirklich erklären, dass jemand, bei dem durch Wiener "Parsifal"-Bilder Assoziationen an Arbeiten des Wiener Aktivisten G.Brus ausgelöst wurden, nicht automatisch auch ein Verfechter dieser Kunstrichtung ist?  Er will darüber diskutieren. Sine ira et studio. Mit Ihnen ist Diskutieren nicht möglich. Sie wollen indoktrinieren. Hab ich nicht Recht? Deshalb ja auch ihr ständiges Einfordern von Kürzestbeiträgen (zumindest bei mir).

22. Dezember 2021
20:31
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alcindo
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21. Januar 2021
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Manfred Schmid schreibt heute interessantes zum neuen Parsifal

der autor des stueckes ist ja ein gewisser Richard Wagner UND  das erste was auf der buehne gesungen wird ist von Gurnemanz:  He! Ho! Waldhüter ihr,   Schlafhüter mitsammen,  so wacht doch mindest am Morgen!

XXX    hat da bei Serebr..der Gurnemanz uebersehen, dass die haefnbelegschaft schon ca 5 min waehrend des vorspiels turnt und bodybuilding macht?.....

zum auftritt der Kundry meinen knappen und ritter:  ZWEITER KNAPPE ERSTER KNAPPE  ZWEITER RITTER ERSTER RITTER    Seht dort die wilde Reiterin!   Hei!   Wie fliegen der Teufelsmähre die Mähnen!    Ha! Kundry dort.   Die bringt wohl wicht'ge Kunde? Die Mähre taumelt.   Flog sie durch die Luft   Jetzt kriecht sie am Boden hiin.  Mit den Mähnen fegt sie das Moos.   (Alle blicken lebhaft nach der rechten Seite.)   Da schwingt sich die Wilde herab!
XXX    was singen die da fuer einen unsinn,bei Serebr spaziert  Kundry bei der seitentuer ganz einfach herein.....
kurz danach :  (Amfortas gibt das Zeichen zum Aufbruch; der Zug entfernt sich nach dem tieferen Hintergrunde zu. ­ Gurnemanz, schwermütig nachblickend, und Kundry, fortwährend auf dem Boden gelagert, sind zurückgeblieben. ­ Knappen gehen ab und zu.) da meint ein knappe:  He! Du da!  Was liegst du dort wie ein wildes Tier? Kundry: sind die tiere hier nicht heilig.....
XXX ja sieht der knappe denn nicht, dass bei Serebr Kundry hinter ihm steht und gerade ein foto macht...
XXX  beim schwanenabschuss:    GURNEMANZ VIERTER KNAPPE DRITTER KNAPPE ZWEITER KNAPPE VIERTER KNAPPE    Was gibt's?   Dort!   Ein Wilder Schwan!   Hier!  Ein Schwan    Er ist verwundet! Ha! Wehe! Wehe!  Der König grüsste ihn als gutes Zeichen, als überm See kreiste der Schwan,    da flog ein Pfeil...(Parsifal hereinführend, auf Parsifals Bogen weisend)  Der war's! Der schoss! Dies der Bogen! Hier der Pfeil, den seinen gleich.   (zu Parsifal)   Bist du's, der diesen Schwan erlegte?
XXX  was muss Richard Wagner da denken wenn er bei Serebr die szene auf der herrentoilette sieht, wo der schwanenjuengling versucht Parsifal zu verfuehren und er ihm mit einer rasierklinge im mund statt ihm einen kuss zu geben ihm die kehle durchschneidet

USW,UNDSOFORT,USW......WERKTREUE a la SEBRENNIKOV   USW, UNDSOFORT, USW .....WAHRHAFT EIN BUEHNENWEIHFESTSPIEL HIER BEI SEREBRENNIKOV

 

 

22. Dezember 2021
13:36
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schusterklareh
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3. August 2021
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MEN WHO STARE AT GOATS ...

22. Dezember 2021
11:44
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Chenier
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28. Februar 2021
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Dalmont sagt
 

Ich halte es nach wie vor für wichtiger, ästhetisch den Wiener Aktionismus zu diskutieren.....

  

wiener aktionismus – Google Suche

Wer will tatsächlich darüber ernsthaft und ästhetisch diskutieren? Brus, Nitsch & Konsorten mit Fäkal"kunst".

Ich empfehle Ihnen einen inneren Monolog oder einen inneren Dialog mit Ihrem alter Ego.

22. Dezember 2021
0:20
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Alcindo, zu Ihren Einwänden: wenn ich zu schnell poste, überspringe ich Gedankenschritte und leider wird manches kaum verständlich. So war es bei meinen letzten Einträgen.

Ganz knapp, punktuell und unzusammenhängend:

  • Unsere Fingernägellackdiskussion wurde von etwas ausgelöst, das Ihnen offensichtlich im TV aufgefallen ist, ich in der Oper nicht sah, aber etwas widerspiegelt, was jüngere Zeitgenossen für schön finden. Regisseuridee kann es nicht gewesen sein, weil es niemand in der Oper sehen konnte.
  • Dass NichtmuttersprachlerInnen nicht jeden Konsonanten richtig artikulieren: Wer würfe den ersten Stein? Produzieren Sie alle Nasalierungen des Portugiesischen wie ein Ur-Lusitane? Mir reicht, dass man keine Kchchchonsonanten macht, im Slawischen genauso wie im Romanischen und Germanischen.
  • Ihr so geliebter Rezensent schreibt nicht über Stimmen, sondern über Kehlköpfe und Stimmlippen und deren technische Bedienung. Das ist wohl ein Unterschied. Über Stimmen artikulieren sich Seelen. Nein?

Die für mich wesentlichste Bemerkung in den letzten Beiträgen stammt von MRadema796: dass ein Rezensent des Online – Merker  - keine Bereitschaft mitbringe, sich mit der Regie, der Relevanz der Oper für die heutige Zeit und der Interpretation der Oper in den letzten Jahrzehnten zu beschäftigen. Ist das nicht das, worüber wir diskutieren sollten?

Ich habe in der „Zeit“ gelesen, was ein österreichischer Redakteur, der die kulturhistorische Bedeutung des Don Juan-Themas in der europäischen Geistesgeschichte kennt, von einer Aufführung verlangt: das ist absurd und nicht umsetzbar.

Ich bin kein Kritiker, will es auch nicht sein und beurteile die Relevanz von Opernwerken vor allem auf mich bezogen: der „Parsifal“ musikalisch in vielen Teilen von Wagner wunderbar ersonnen, dramatisch alle Elemente in dieser Handlung so missbrauchend, wie es seinem Ego dienlich war, vor allem die Theorie der Transsubstantiation. Und noch im aktuellen Abendzettel wird verlangt, nach dem ersten Akt dem Wagnerschen privatreligiösen Ego durch Schweigen Tribut zu zollen!!! Wie peinlich. Und niemand geniert sich dafür, eine Cosima-Witwe zu sein.

Dann kommt ein Regisseur, der mit ein paar Bildern in einem Zuschauer Assoziationen an den Künstler G. Brus und den Wiener Aktionismus hervorruft. Ich halte es nach wie vor für wichtiger, ästhetisch den Wiener Aktionismus zu diskutieren als Wagners Privatreligion mit den widerlichen antisemitischen Bezügen. Und siehe da: nach dem ersten Akt "Parsifal" wurde in der Staatsoper in meiner Aufführung nicht geschwiegen, sondern protestiert und applaudiert. Schon dafür ist Serebrennikow zu danken.

20. Dezember 2021
17:16
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Toscanini
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MRadema796 sagt

alcindo sagt

empfehle die lektuere der kritik von Thomas Prohazka zur D Giovanni-auffuehrung vom 17.12. 

Prochazka sei seine Einzelkämpfer-Meinung zugestanden, aber es fällt mir doch auf, dass er - anders als z. B. der Rezensent der FAZ - keine Bereitschaft mitbringt, sich mit der Regie, der Relevanz der Oper für die heutige Zeit und der Interpretation der Oper in den letzten Jahrzehnten zu beschäftigen. Ohne die Aufführung selbst gesehen zu haben, kann ich diese Besprechung jedenfalls nicht würdigen, zumal, da er nicht mal vor der Diskreditierung positiv schreibender Kritiker zurückschreckt. Es ist jedenfalls sehr interessant, seine Aussagen mit denen anderer Kritiker zusammenzubringen. Ja, man kann natürlich den Rauschzustand in der Friedhofsszene ignorieren, braucht sich aber dann nicht zu wundern, wenn einem der Sinn des Ansatzes entgeht.  Ja, man braucht Harnoncourt und René Jacobs nicht zu hören, aber heute wird anders gesungen und musiziert als bei Elisabeth Rethberg und Bruno Walter, und das nicht aus Unfähigkeit.

  

Auch in renommierten deutschen Zeitungen lässt sich bei Opernrezensionen kaum noch Relevantes zu Stimmen und musikalischer Interpretation nachlesen. Meistens geht es mindestens zu zwei Drittel um die Inszenierung, manchmal sogar zu vier Fünftel. Das sieht etwa in Medien oder auf Opernblogs in englischer Sprache schon ganz anders aus.

20. Dezember 2021
17:12
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Toscanini
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9. Dezember 2021
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MRadema796 sagt

Warum die Produktionsqualität mit schlechter bezahlten Intendanten besser werden soll, müssten Sie nochmal erklären. Wenn ich einen Opernintendanten bestellen wollte, würde ich den besten suchen (was immer das genau beudetet), und nicht den billigsten. Ich vermute, dass beides zusammen eher schwierig zu bekommen ist.

  

Jedenfalls ist die Bezahlung eines Intendanten in  einer Höhe, die über dem Gehalt eines deutschen Kanzlers liegt, nicht mehr argumentierbar. Weder Verantwortung noch Risiko sind so enorm, dass dies unbedingt finanziell belohnt werden müsste. Zudem ist die Konkurrenz auch nicht so enorm. Und, wie schon angesprochen: Die künstlerischen, aber auch die ökonomischen Ergebnisse dieser Intendanten sind viel zu oft ziemlich überschaubar. Interessanterweise scheuen sich eben diese höchstbezahlten deutschen Luxus-Intendanten immer wieder nicht davor zurück, bei von ihnen engagierten Künstlern möglichst Gagen zu drücken und teilweise Hungerlöhne auszuzahlen. Amüsant ist, dass die sogenannte Deutsche Opernkonferenz zwar Höchstgagen für Sänger vereinbart, sich aber zu Höchstgagen für Intendanten noch nie zu Wort gemeldet hat.

20. Dezember 2021
16:59
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Toscanini
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9. Dezember 2021
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Lohengrin2 sagt
.....obwohl nur dreißig oder neunzig Autominuten entfernt........

Da verkennen Sie den offiziellen Aiftrag dieser aus der tatsächlichen Kleinstaatrei stammenden zahlreichen Häuser. Diese sind verpflichtet, für ihr angesamtes Einzugsgebiet ein möglichst breites Repertoire anzubieten und da kommen die ewig gleichen Stücke einfach vor. 30 Minuten fahren schon die meisten Besucher dieser Opernhäuser, 90 Minuten fahren nur Freaks, keine durchschnittlichen Opernbesucher. Wenn die Breite des Angebotes und des Publikums erhalten bleiben sollen, gehts nicht anders.

  

Der Hinweis auf den offiziellen Auftrag ist richtig und wichtig. Zugleich zeigt Ihre Anmerkung zur Bereitschaft des Publikums, Anfahrtswege in Kauf zu nehmen: Die Häuser könnten sich absprechen, man bräuchte also nicht fünf oder mehr verschiedene Zauberflöten oder Traviatas oder Walküren, sondern jeweils nur eine Produktion, die dann an unterschiedlichen Theatern gezeigt wird. Auch so würde der jeweilige Einzugsraum versorgt werden Dafür könnte man vielleicht einmal andere Werke präsentieren, etwa Rinaldo, Lucio Silla, Mosè, Linda di Chamonix, Attila, Cendrillon, Intermezzo, usw.

20. Dezember 2021
10:04
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MRadema796
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alcindo sagt
empfehle die lektuere der kritik von Thomas Prohazka zur D Giovanni-auffuehrung vom 17.12. 

Prochazka sei seine Einzelkämpfer-Meinung zugestanden, aber es fällt mir doch auf, dass er - anders als z. B. der Rezensent der FAZ - keine Bereitschaft mitbringt, sich mit der Regie, der Relevanz der Oper für die heutige Zeit und der Interpretation der Oper in den letzten Jahrzehnten zu beschäftigen. Ohne die Aufführung selbst gesehen zu haben, kann ich diese Besprechung jedenfalls nicht würdigen, zumal, da er nicht mal vor der Diskreditierung positiv schreibender Kritiker zurückschreckt. Es ist jedenfalls sehr interessant, seine Aussagen mit denen anderer Kritiker zusammenzubringen. Ja, man kann natürlich den Rauschzustand in der Friedhofsszene ignorieren, braucht sich aber dann nicht zu wundern, wenn einem der Sinn des Ansatzes entgeht.  Ja, man braucht Harnoncourt und René Jacobs nicht zu hören, aber heute wird anders gesungen und musiziert als bei Elisabeth Rethberg und Bruno Walter, und das nicht aus Unfähigkeit.

20. Dezember 2021
1:25
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alcindo
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caro Dalmont, das mit Rene habe ich nicht ganz vestanden: ich verstehe, dass Sie mit ihm bekannt sind, ich bin mit ihm seit 1965 befreundet. von wegen vor Haendel, ich erinnere mich an eine wunderbare auffuehrung von Acis und Galathea in der Mozartfassung in den fruehen 80gerjahren. Rene hatte immer einen sinn fuer das melos.....und als cembalocontinuospieler unvergleichlich

20. Dezember 2021
1:03
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alcindo
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also bitte, caro Dalmont, wunderbar war dieser Leporello aus meiner sicht sicher nicht. mich wundert, dass Sie sein defektes Italienisch nicht bemerken, die harten konsonanten wurden immer wieder zu gonsonanden. und vom rein vokalen her: ja die reinen vokale hat er manchmal nicht, und in der hoeheren lage immer wieder etwas druck.  und die naegel lackieren war sicher nicht seine idee....

col salute di sempre dal alcindo

20. Dezember 2021
0:03
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Dalmont
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Alcindo, um es jetzt so altmodisch zu formulieren, wie es im Forum verstanden wird: Ich habe die Ehre, von Clemencic gekannt zu sein. Er ist wunderbar für die Zeit vor Händel. Harnoncourt kenne ich seit dem „Ulisse“ im Theater an der Wien 71 oder 72, Sie wissen es sicher. Und alle anderen Anspielungen können Sie sicher deuten….rn rnPS: Ich lasse nie etwas gegen Sie los. Ich teile alle Ihre Erinnerungen, und wie wunderbar sind sie. Aber ich lebe in der Gegenwart, und wie schön ist es, dass sich noch Junge für den alten Plunder interessieren. Obwohl sie sich die Nägel lackieren. Männer!!! 

19. Dezember 2021
23:24
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alcindo
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caro Dalmont: seltsam, dass Sie, der hier meist sehr hochgeistig schreibt, manchmal keinen sinn fuer ironie und humor haben. selbstverstaendlich glaube ich nicht, dass Ihnen die violett bemalten fingernaegel gefallen, ich meinte nur- da Sie mich ja schon dafuer angekreidet haben- dass  Sie sich wieder gegen mich loslassen werden.....von wegen tondokumenten kann ich mich auf viele, die ich selbst gemacht habe, stuetzen, ich war einer der ersten, der  mit einem auf den kanarischen inseln gekauftem ziemlich grossen sony taperecorder in den mittleren 60gerjahren heimlich aufnahmen machte. leider hatte ich damals sehr wenig geld und ich habe meist nur ausschnitte aufgenommen und musste immer wieder neu ueberspielen und habe oft heute sehr interessante aufnahmen verloren.....diese aufnahmen sind natuerlich nicht frisiert. und worueber ich mit vielen kollegen einer meinung bin, ist, dass es in der "guten alten zeit" mehr saenger mit einem besonderen timbre, also mit wiedererkennungswert gegeben hat als heute. in sachen renaissance- und barockmusik war ich in dieser zeit mehr auf der seite von Clemencic.....nur der hat nicht die gleiche karriere gemacht.   was Sie in ihrem nachpost von wegen gartenlaubenkultur und eng anliegenden hosen meinen verstehe ich nicht so ganz, auch habe ich keine praeferierten teilnehmer hier, habe meine eigene meinung, die hatuerlich nicht allen gefaellt.

19. Dezember 2021
23:06
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Noch einen Satz nach der Lektüre der Zeilen Ihres präferierten eigenartigen gartenlaubenkulturverliebten Schreibers, Alcindo: Nikolaus Harnoncourt gilt mir doch als wesentlich kompetenter in Sachen Mozart und Musik im allgemeinen als Ihr Freund, bei dem ich mich frage, warum ihm eine enganliegende Hose einer Erwähnung Wert ist. 

19. Dezember 2021
22:52
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Dalmont
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Querido Alcindo,

der Dalmont hat nicht seine Freude an schwarz bemalten Fingernägeln bei jungen Männern. Er lebt jedoch in der Gegenwart und stellt fest, dass junge Männer das heute machen. Warum, das weiß er auch nicht und er hält es auch nicht für besonders erwähnenswert. Warum eigentlich Sie?

Und der Dalmont erinnert sich sehr gut an all die Sänger seiner frühen Vorstellungen, an Ladislaus Anderko, seinen ersten Don Giovanni, an Susanne Corda, seine erste Elsa, an Liane Lehrer, seine erste Erste Zauberflötendame, Aurelia Schwenninger, seine zweite, Richard Itzinger, Rolf Polke, seinen ersten Wotan, und und und…

Seine erste Staatsopern – „Don Giovanni“ – Besetzung hat Dalmont schon mehrmals angeführt.

Dalmont hat seine wunderbaren Erinnerungen, aber Oper ist eine transitorische Kunst, und er will sehen und hören, wie Sängerinnen und Sänger das heute interpretieren. Wenn sich Kritiker damit begnügen, alles was jetzt passiert runter zu machen, dann sollen sie damit glücklich werden. Persönliche Erinnerungen sind ganz schlechte Zeugen. Sie sind trügerisch….Und Tondokumente sind immer technisch bearbeitet, auch wenn sie "Live-Mitschnitte" sind.

Man braucht nur in die Nationalbibliothek zu gehen, da lässt sich leicht nachprüfen, was man damals über alle die Künstler geschrieben hat, die Sie, Alcindo, anführen. Und das waren nicht nur Lobeshymnen.

Mein Opernverstehen wurde von Nikolaus Harnoncourt sehr verändert. Auch durch seine Bücher. Und ich schreib’s jetzt zum zigsten Mal, glaube ich: Das hat das, was davor war, für mich nicht entwertet.

Ich hoffe, noch sehr lange das, was aktuell passiert, miterleben zu können. Auch wenn es für mich verstörend ist, wie der „Parsifal“.

19. Dezember 2021
21:07
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alcindo
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21. Januar 2021
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empfehle die lektuere der kritik von Thomas Prohazka zur D Giovanni-auffuehrung vom 17.12. die wird einigen hier nicht sehr behagen. fuer mich ist Th Prochazka der hier schreibende kritiker, der am meisten von stimmen versteht, und auch ihm ist klar, dass man in der "guten alten zeit" in fast jeder repertoireauffuehrung bessere saenger gehoert hat, die vielleicht nicht unbedingt so sexy ausschauten und keine raeder schlagen konnten oder wollten, auch - damit Dalmont wieder freude hat - nicht dunkel bemalte fingernaegel brauchten. nur bei Stanislas Bergeyrac stimme ich nicht mit ihm ueberein, aber,  er hat ihn live und ich nur im stream gesehen. sowohl DAnna wie Elvira waren ziemlich sicher die schwaechsten, die ich in vielen jahren auf der buehne der WStO gehoert habe. wie gesagt an Gerda Scheyrer oder Mimi Coertse darf man gar nicht denken. und liebe kollegen hier im forum: Mozart hat seine opern fuer saenger und fuer gutes geld geschrieben, garantiert nicht fuer einen regisseur. auch Wagner hat den Parsifal nicht fuer einen regisseur geschrieben, der daraus eine Haefngeschichte macht und auf -sicher unangenhme- persoenliche erlebnisse bezug nimmt....so wichtig ist dieser Sebrennikoff wirklich nicht. auch erinnert sich kaum wer an viele inszenierungen, wohl aber an viele saenger, noch heute erinnere ich mich an meine erste opernvorstellung, wie schoen damals Mimi Coertse die 'Gilda in der VO sang...die inszeenierung??? dunkel wars....eine der fuer mich unvergesslichen inszenierungen ist die hier oft geschmaehte Zeffirelli-Boheme, und an einige wenige andere kann ich mich vage erinnern: die Karajan Walkuere, und auch an seinen Otello--bitte ich bin partout kein Karajanfan--auch an die alte Cav-Bajazzo insz, Simone von Visconti, sehr gut erinnere ich mich an den alten Bettelstudent in der VO, der war grossartig, ja und an viele inszenierungen der letzten zeit will ich mich gar nicht erinnern, da kommt doch alle 4 bis 5 jahre eine neue, meist weil die inszenierungen schlecht oder unpraktikabel sind.  RTregisseure werden einige snobs in die oper bringen, nur gute saenger werden neues publikum anziehen....glaube ich.

18. Dezember 2021
18:10
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MRadema796
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Toscanini sagt Sicher, nur ist das inflationäre Inszenieren der - meistens - immer selben Opern im deutschen System geradezu angelegt und typisch. Da müssen jedes Haus und jeder Intendant und jeder Generalmusikdirektor z. B. einen eigenen und neuen "Ring" auf die Beine stellen, obwohl nur dreißig oder neunzig Autominuten entfernt und wenige Monate bzw. Jahre zuvor auch schon ein "Ring" zu sehen war oder in wenigen Monaten bzw. Jahren zu sehen sein wird. Der Erkenntnisgewinn für das Publikum ist nicht selten eher mager, umgekehrt proportional zum finanziellen Aufwand, den solche Opern-Kleinstaaterei benötigt. Oft scheint es primär um die Lebensläufe der beteiligten Künstler zu gehen, die auf diese Weise mit Arbeiten bestückt werden: menschlich verständlich, künstlerisch zweifelhaft. Etwa "Don Giovanni": wie viele deutsche Produktionen dieses Mozart-Werks gab es in den vergangenen 10 bis 15 Jahren und wie viele davon sind noch in Erinnerung oder haben Maßstäbe gesetzt (in szenischer und bzw. oder musikalischer Hinsicht)? Angesichts der traurigen Tatsache, dass in Deutschland seit Jahren regelmäßig Theater geschlossen und Orchester eingespart werden, wäre es intelligenter, das zur Verfügung stehende Steuergeld sparsamer auszugeben und lieber möglichst viele Theater bespielt und Orchester am Leben zu halten als die Interessen einzelner Egos und Platzhirsche zu befriedigen, denen es vor allem auf ihre eigenen Karrieren ankommt. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass auch deutsche Intendanten der zweiten Reihe gehaltsmäßig den deutschen Kanzler locker in den Schatten stellen. Da stehen Kosten und Verantwortung in keinem vernünftigen Verhältnis mehr, die Interessen der Allgemeinheit kümmern praktisch niemanden.
  

Der Ring ist kein gutes Beispiel, da viele Häuser sich da nicht mehr rantrauen (Krefeld z. B. zuletzt 1983) und das Feld den größeren Nachbarhäusern überlassen.

Generell laufen die Standardwerke besser, daher ist es wohl eine fragwürdige Sicht, bei normalerweise schlechter besuchten Raräten von guter Verwendung von Steuermitteln zu sprechen, bei gut besuchten Standardwerken jedoch nicht, nur weil sie eine Stadt weiter auch aufgeführt werden. Ich als Opernreisender frage mich freilich auch, ob es nötig ist, dass manchmal in einer Woche vier verschiedene Fledermäuse oder Figaros mit weniger als einer Stunde Fahrzeit erreichbar sind.

In den Niederlanden werden Produktionen meist auf Tourneen in etwa verschiedenen 10 Häusern gezeigt (Opera Zuid, Reisopera), sind aber oft (z. B. in Venlo) katastrophal schlecht besucht, selbst bei Standardwerken. Ich erkläre mir das so, dass viele Besucher durch Mund-zu-Mund-Propaganda oder durch die Presse erst zu Nachfolgeaufführungen angezogen werden, die bei diesem System aber nicht stattfinden. Zudem fehlen die Multiplikationsfaktoren in der Stadt, wie Orchestermusiker, die Unterricht geben und damit ganze Familien in die Theater locken. Und dann fährt man vielleicht doch lieber gleich in die Deutschen Nachbarstädte, wo man zwischen mehreren Terminen auswählen kann, statt auf die zwei oder drei Spieltage pro Jahr in der eigenen Stadt zu warten.

Warum die Produktionsqualität mit schlechter bezahlten Intendanten besser werden soll, müssten Sie nochmal erklären. Wenn ich einen Opernintendanten bestellen wollte, würde ich den besten suchen (was immer das genau beudetet), und nicht den billigsten. Ich vermute, dass beides zusammen eher schwierig zu bekommen ist.

18. Dezember 2021
18:00
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1070
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20. Januar 2021
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.....obwohl nur dreißig oder neunzig Autominuten entfernt........

Da verkennen Sie den offiziellen Aiftrag dieser aus der tatsächlichen Kleinstaatrei stammenden zahlreichen Häuser. Diese sind verpflichtet, für ihr angesamtes Einzugsgebiet ein möglichst breites Repertoire anzubieten und da kommen die ewig gleichen Stücke einfach vor. 30 Minuten fahren schon die meisten Besucher dieser Opernhäuser, 90 Minuten fahren nur Freaks, keine durchschnittlichen Opernbesucher. Wenn die Breite des Angebotes und des Publikums erhalten bleiben sollen, gehts nicht anders.

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