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Don Carlos
4. Oktober 2020
4:38
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alcindo
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Forumsbeiträge: 556
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOnlineSmall Online

zu Wolfram, Adolf Dallapozza hat eine der schoensten tenorstimmen gehabt, die ich in Wien gehoert habe, er sah auch sehr gut aus und spielte nett, seine hoehen waren weltklasse.  die ganz grosse karriere hat er leider nicht gemacht, da seine intonation manchmal etwas ungenau war, schade

4. Oktober 2020
1:12
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 24
Mitglied seit:
21. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Also, Dallapozza war ja ein sehr guter Sänger. Ich hörte ihn auch noch als Hexe in Hänsel und Gretel,

jedes Wort hat man da verstanden. Ja, auch in dieser Rolle war er beeindruckend.

Und Ljuba Welitsch, da kann man sich ihre Salomeaufnahmen anhören. Ich kann nur sagen: ein

Wahnsinn.

 

Gerade durch youtube ist das alles ja leicht zugänglich. Für die, die es eben interessiert.

Jetzt eben hörte ich bei dieser Kultursendung mit Holender aus Düsseldorf den Direktor des

Schauspielhauses sagen: " Theater lebt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" oder so ähnlich.

 

Und so kann man doch nebeneinander z.B den großen Richard Tauber bewundern wie er Lehar singt,

unseren heutigen tollen Sängern zujubeln, also ich fand Konieczny als Jochanaan  gerade sehr gut

und rief durch die Maske 🙂 etliche Male Bravo, und sich auch für ganz junge Künstler und Komponisten

interessieren.  

Noch zu Falstaff:  Das Werk ist ja eigentlich nicht witzig. Das ist reine Philosophie, Liebe zur Weisheit,

oder so ähnlich.  Lebenshilfe könnte man auch sagen.   Wenn dann alle am Schluß in die Fuge einstimmen. Das hat schon etwas. Und war ja auch ein genialer Einfall.

3. Oktober 2020
23:21
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alcindo
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Forumsbeiträge: 556
Mitglied seit:
27. Februar 2018
sp_UserOnlineSmall Online

mme meint:

Falstaff halte ich für den nicht gelungenen Versuch, "modern" und "witzig" zu werden.

was soll man dazu noch sagen........, vielleicht versteht mme nicht italienisch und kapiert den witz nicht,  oder...ja... da gibt es ja keine rolle fuer ihren favoriten

3. Oktober 2020
22:51
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michael koling
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Forumsbeiträge: 84
Mitglied seit:
17. Juni 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Zitat dalmont: "Ich lese Begeisterungen über die vielen hohen Cs von Javier Camarena in der „Regimentstochter“ und erinnere mich an die vielen hohen Cs von Adolf Dallapozza an der Volksoper, die damals für mich extrem beeindruckend waren, später nur von Juan Diego Flórez getoppt wurden. Damals waren übrigens auch Irmgard Seefried und Ljuba Welitsch in den zwei Sprechrollen zu sehen. Ja eh, aber wen soll das heute kratzen, der nicht dabei war, vielleicht mit den beiden Namen nix mehr anfangen kann?"

Ich war damals auch dabei und als Alfredo Kraus ein paar Vorstellungen der "Regimentstochter" gesungen hat (das waren noch Zeiten, wo solche Kaliber auch am Gürtel auftreten konnten), haben wir (nein, nicht alle aber viele) Besucher gefunden, dass Dallapzza nicht schlechter war - bloß auf Deutsch gesungen.

Vom Thema "Don Carlos" sind wie ja jetzt schon weit weg - und ich streue Asche auf mein Haupt. Und auch meine Bemerkung zum "Requiem" ist in Wahrheit Themaverfehlung. Das für mich - sehr subjektiv - beste Requiem habe ich letztes Jahr bei den Bregenzer Festspielen mit den Wiener Symphonikern unter Fabio Luisi erlebt. Das Requiem bei den Salzburger Festspielen unter Muti mit den Philharmonikern (nur in der Radioübertragung, zugegeben) hat mich weniger überzeugt.

Aber den "Carlos" werde ich morgen im Stream erleben: vor allem weil mich die Sängerin der Eboli interessiert, die mich vor ich glaube zwei Jahren in Lyon begeistert hat.  

3. Oktober 2020
22:03
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1139
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Woher kommt eigentlich der Hochmut in diesem Forum?

Das habe ich schon mehrmals gefragt.

Woher nehmen Sie den Hochmut, dem/der einen SchreiberIn Abqualifizierung" anzulasten und im selben Beitrag "Extremgroupies und Omas" auf das Übelste herunter zu machen? Da fassen Sie sich mal zu allererst an die eigene Nase.

Camarena ist groß in seinem (schmalen) Fach, daher ist auch die Aumerksamkeit schmal. Er scheint ein sehr lustiger und abenfalls umgänglicher Bursche zu sein.

3. Oktober 2020
21:49
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dalmont
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Forumsbeiträge: 233
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Das hat sich jetzt recht interessant entwickelt. Aber wie es halt bei persönlichen Meinungen und Erfahrungen ist, man kann sie geltend nebeneinanderstellen, aber kaum darüber diskutieren.

Ich lese Begeisterungen über die vielen hohen Cs von Javier Camarena in der „Regimentstochter“ und erinnere mich an die vielen hohen Cs von Adolf Dallapozza an der Volksoper, die damals für mich extrem beeindruckend waren, später nur von Juan Diego Flórez getoppt wurden. Damals waren übrigens auch Irmgard Seefried und Ljuba Welitsch in den zwei Sprechrollen zu sehen. Ja eh, aber wen soll das heute kratzen, der nicht dabei war, vielleicht mit den beiden Namen nix mehr anfangen kann?

Ich lese ein Ranking von Verdi-Werken, und frage mich, was soll so was? Es ist doch klar, dass ein Komponist in acht Lebensjahrzehnten eine Entwicklung durchmacht. Dass ich auch mit „Oberto“ wenig anfangen kann, ist eh klar, „Falstaff“ abzuqualifizieren finde ich kühn, aber da hat er sich – glaube ich auch anhand der Partitur beweisen zu können – sehr über sich selbst lustig gemacht. Und das Über -sich -selbst- lachen -können ist wohl das beste Lachen.

„Aida“, „Otello“ und „Falstaff“ halte ich für die im Sinne Verdis gelungensten Opern, ich finde von der „Luisa Miller“ an jede Oper grandios, weiß natürlich um Schwachstellen, aber das sind immer die Takte, die der Konvention geschuldet sind (also dem was die Merkerer täglich im Online-Merker als fehlend beweinen).

Es ist im Forum üblich geworden, Sänger auf ihre Initialen zu reduzieren. JP, PM, YL, QZ , KJ, oh pardon, JK… ecc. Luciano Pavarotti abzuqualifizieren ist relativ leicht. Er hat jedoch immer zugegeben, kein guter Darsteller zu sein, man möge ihm jedoch ins Gesicht sehen, dann wüsste man, was er ausdrücken will. Ja, er war der Italiener (war er nicht der Milchbruder von Mirella Freni?), und hat italienische Partien gesungen, wie sie zu singen sind. Er hat – wie die Callas – ein Timbre, das man beim ersten Ton erkennt. Und er hat, bei einem ganz zufälligen Ineinanderkleschen in Napule (krank und auf die arme Nicoletta gestützt) meinen Hund ins Herz geschlossen. Ist ja auch was!

Jonas Kaufmann, mit dem ich ja nur einmal (nach einem enttäuschenden Liederabend in Schwarzenberg) in einem Gastgarten gegenüber sass, scheint ähnlich umgänglich zu sein wie Pavarotti, klug, reflektiert, aber der Wunderwuzzi war und ist er nicht. Ich bin überzeugt, er kennt seine stimmlichen Probleme, die sind ja evident. Nur Extrem-Groopies oder Omas, die ihm nach Liederabenden peinlicherweise selbstgestrickte Socken oder selbst gebackene Madeleines gebracht haben, leugnen das.

Er hat mir sehr eindrucksvolle Aufführungen (Strauss-Liederabende, Meistersinger in München, vor allem aber der Königssohn in den „Königskindern“ in Zürich) beschert, aber auch viele Enttäuschungen (Faust, Werther, Chénier, das schaurige Lied von der Erde in Wien).

Morgen werde ich das wieder überprüfen können, denn ich will in dieser Serie zum zweiten (möglicherweise für mich zum letzten) Mal die von Verdi auf französisch erdachte und entworfene „Don Carlos“-Oper in all vom Komponisten beabsichtigen Facetten erleben. Es ist die authentischste Version der Oper, denn Verdi war kein  geistiger Kretin, wie manche der Online-Merker-„Kritiker“ annehmen, er hat schon gewusst, was er in Paris tut.

Woher kommt eigentlich der Hochmut in diesem Forum?

Übrigens: Warum taucht JC in all den Tenorisssimo-Phantastereien nie auf?

PSS: Ich bin Wolfram dankbar, dass er sich bemüht, Musiksprachen zu erleben, die einem nachwagnerianischen Idiom verpflichtet sind.

PSSS: Über Edita Guberova gäbe es – außerhalb eines Rahmens: Sie hat mir gefallen, sie hat mir nicht gefallen – sehr viel zu überlegen.

PSSSS: Das Wiener Jugendstil Dekor hat mit Richard Strauss "Salome" gar nix zu tun. 

3. Oktober 2020
17:50
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 24
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21. Juli 2020
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Ja, das Requiem liebe ich auch ganz besonders.  Ich war jüngst bei beiden Versionen im Musikverein, also auch schon vor etlichen Monaten.

Auf das Bramsrequiem habe mich dann auch schon gefreut. Aber dann war leider Schluß. 

3. Oktober 2020
16:45
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Boccanegra: hat mich einfach nie "gepackt", trotz einzelner schöner Passagen.

Falstaff halte ich für den nicht gelungenen Versuch, "modern" und "witzig" zu werden.

Meine Favoriten sind diejenigen Opern, bei denen Text/Story und Musik zusammen gehen und schlüssig sind.

An erster Stelle Otello, gefolgt vom italienischen 5-aktigen Don Carlo, dann Aida, Forza, Macbeth und Traviata.

Viele andere habe ich gesehen und im selben Augenblick vergessen (Ernani, Attilla, Luisa Miller, Rigoleto, Trovatore, Masnadieri, Giovanna d Arco, Ballo).Vielleicht lags auch an den jeweiligen Auführungen.

Nabucco mag ich gar nicht.

Die allerschönste Verdi-Oper ist das Requiem............

3. Oktober 2020
16:20
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Wolfram
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21. Juli 2020
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Echt, warum eigentlich?

3. Oktober 2020
16:03
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1139
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28. Februar 2018
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Oder etliche Verdifans, die "Simon Boccanegra" weniger mögen, oder nicht in Falstaff gehen.

Zu denen gehöre ich!

3. Oktober 2020
15:39
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 24
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21. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Damit hab ich gar kein Problem.

Ich persönlich schätze z. B. Wagner sehr, habe aber Freunde, die ihn vollkommen ablehnen.

Oder modernere Opern. Mir gefiel z. B. Cadillac in den letzten Spielzeiten, ich sah die Oper einige Male.

1. ist der Stoff hochinteressant

2. Hindemith ein Komponistentitan.

 

Aber man muss sich " einhören". Mit 10 Pferden hätte ich da viele nicht in die Oper gebracht. 🙂

Dabei ist das Werk auch schon fast 100 Jahre alt. 

Oder etliche Verdifans, die "Simon Boccanegra" weniger mögen, oder nicht in Falstaff gehen.

Und letzteres Werk ist doch für mich etwas ganz besonderes.

3. Oktober 2020
14:57
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Bei Domingo bin ich ganz Ihrer NMeinung.

Gruberova war, bei all ihrer gandiosen Technik, für mich eine Quelle von Magenschmerzen. Ihr Repertoire (und die kunstfertige Darbietung) ist der Teil der Opernlieratur, die ich leicht entbehren kann.

Wie schon mehrfach erwähnt: Geschmackssache. Ein Koch/Konditor, der Zuckerkunstwerke produziert, wird mich nicht als Kunden gewinnen.......

3. Oktober 2020
14:47
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 24
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21. Juli 2020
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Natürlich hat jeder seinen individuellen Geschmack und seine Vorlieben, was Repertoire, Künstler

etc. betrifft. Und mit Recht. Jeder sucht sich aus, was ihm gefällt. Und unterschiedliche Meinungen, Geschmäcker sind erwünscht. Sonst wird es ja auch langweilig.

Ob jemand aber zu den größten Gesangskünstlern zählt, hängt aber weder von der Breite des Repertoires

noch vom Aussehen und auch nicht vom individuellen Timbre ab oder gar von Sympathie.

Es gibt ja manche, die Alfredo Kraus wegen seines  Timbres, das sie als weiß bezeichnen, nicht so mochten, aber große Fans von Villazon waren.  Warum auch nicht.

Ich denke aber, dass dennoch klar ist, wer von beiden ein Jahrhundertsänger war, was Technik,

Gesangskultur, Geschmack  usw. betrifft.

Und so auch bei Pavarotti, der in seinem Repertoire zu den ganz Großen gehört, für mich jedenfalls.

Viele seiner Nachfolger, die ich auch sehr gerne höre, zählen zu den guten und sehr guten Sängern,

aber nicht zu denen, die einen vom Sessel reißen und bloß verblüfft staunen lassen.

Also ich meine, es gibt ja Aufnahmen, von denen man süchtig werden kann, die man sich auch 10 , 20× hintereinander anschauen kann.

Wer Gruberova in ihrer großen Zeit erlebte, hatte wohl meist so ein Gefühl, eine Empfindung, dass

das etwas ganz Besonderes war..... Das kommt aber selten vor.

Wie Prawy damals meinte, vielleicht überspitzt, Vergessen sie die 3 Tenöre (Pav. Inklusive:)),

Gruberova ist die Jahrhundertsängerin, eine Einzelerscheinung ohne Beispiel.

Und was Domingo betrifft:  das wird jetzt vielen Fans nicht ganz passen: Er hat wahrscheinlich das größte Repertoire, ist aber meiner Meinung nach in kaum einer Partie der Beste.

Ein Phänomen ist er als Allrounder und an Belastbarkeit.

Und er war ein Verdrängungskünstler.  Wenn ich mich nicht irre, nahm er Il trovatore 4x auf, eigentlich unnötig, mit hineingeschnittenen Spitzentönen.

Dabei hat er, so hörte ich, auch einmal den vorgesehenen Giacomini verdrängt.

Also das war dann eher unerfreulich.

 

Aber seien wir ehrlich, wie viele Sänger an anderen Häusern, an der Volksoper, in Deutschland, wo auch immer, schätze ich und wahrscheinlich wir alle doch sehr, auch wenn sie jetzt nicht ganz oben

am Olymp sitzen.

3. Oktober 2020
14:44
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

denn der Lohengrin von PB beispielsweise war wirklich umwerfend.

Wien oder Bayreuth?

3. Oktober 2020
13:45
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Chenier
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Forumsbeiträge: 852
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28. Februar 2018
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PD, natürlich, sorry.

Das alles ist letztlich persönliche Geschmacksache, aber ich gebe Ihnen bei der Rollengestaltung völlig und bei der Breite des Repertoires mit Einschränkungen recht, denn der Lohengrin von PB beispielsweise war wirklich umwerfend.

3. Oktober 2020
13:08
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1139
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Beczala beispielsweise singt mindestens auf Augenhöhe mit ihm.

Das würde ich stark anzweifeln, da für mich Schöngesang ein wichtiger Teil ist, die Rollengestaltung aber mindestens genauso und das fehlt bei PB gewaltig. Auch ist das Repertoire nur punktuell vergleichbar.

PM  sollte wohl PD heissen.

Pavarotti ist und bleibt ein italienischer Sänger (ja, nach dem Muster im Rosenkavalier), der ein sehr eingeschränktes Repertoire mit seiner sehr italienscen Manier rauf und runter gesungen har. Entspricht nicht nGeschmack....,

3. Oktober 2020
11:56
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Chenier
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Forumsbeiträge: 852
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich würde das auch nicht überbewerten. Ein kleiner Gickser ist durchaus menschlich und die Corona-Hintergründe sind dafür plausibel, auch für eine kleine Schwäche am Ende einer 5-stündigen Monsterrolle. Ich halte JK für einen der wichtigsten aktuellen Tenöre, kann sich aber etwa mit PM oder LP in ihren besten Zeiten nicht ganz messen. Beczala beispielsweise singt mindestens auf Augenhöhe mit ihm. Nur ihn als "fürchterlich", zu bezeichnen ebenso wie Welser-Möst, ist letztklassig und damit outet sich der Schreiber als absolut inkompetent.

Großen Sängern und -innen sind kleinere Pannen passiert, ich erinnere nur an den Heuler von Bonisolli in der Lucia, ist ihm in Wien 2 x passiert, den längeren Hustenanfall von Caballe als Tosca oder den schwachen Chenier Domingos, als er aus Argentinien vor dem Krieg geflüchtet und in Wien kurzfristig eingesprungen ist. Sind eben Menschen, nicht unfehlbar, und keine Roboter.

3. Oktober 2020
10:44
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Christine
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7. September 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Wenn ein wackliger Ton ein Buhkonzert auslöst spricht das eindeutig gegen das Publikum. Das ist ja absurd. Bemerkenswert, dass ein deutschsprachiger Sänger in Opern von italienischen Komponisten und in großen Opernhäusern so viel Begeisterung auslösen kann. Das ist schön, kommt eher selten vor. Bemerkenswert auch, dass die beiden Italiener in den Hauptrollen  der Oper die relativ Schwächsten waren. Vielleicht hing es auch damit zusammen, dass sie französisch singen mussten? Aber im Großen und Ganzen kann ich mich Chenier anschließen, ein erfreulicher Abend, wenn man Sänger, Dirigenten und Orchester meint. Warum diese Inszenierung hochgelobt wird, erschließt sich mir allerdings nicht. Das Herumkriechen auf dem Boden finde ich nur lächerlich.

3. Oktober 2020
8:47
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dalmont
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Forumsbeiträge: 233
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

ad 5)

Ja, es war Don Carlo, und zwar im Finale 3. Akt: « Sarò tuo salvator, popol fiammingo Je serai ton sauveur, noble peuple flamand !», ein wohl recht perfide Stelle, die auch Kaufmann vor einer Woche bei der Premiere der Neueinstudierung nur mit Mühe und Kraftanstrengung (allerdings ohne stecca) derwuschen hat.

Das h Pavarottis hat nicht nur gewackelt, es war ein regelrechter Schmiss. Aber abgesehen davon war Pavarotti Anfang der 90er Jahre an der Scala als Carlos hinreißend. Die gnadenlose Buherei des Loggione an der Scala sollte man übrigens nicht zur Maxime erheben. Das hatte immer etwas vom Daumen rauf - Daumen runter der römischen Arena an sich. Und es waren viele Rüpel darunter (die Plärrer waren ja hauptsächlich Männer), die berüchtigten "vedovi di Callas", die Callas-Witwer. Wo Sänger Probleme haben, weiß man ja spätestens nach der Generalprobe. Viele Sänger wussten daher schon im Vorhinein, was ihnen blühen wird, was die Premierennervosität extrem verstärkt hat.

Dass sich das im Piermarini mittlerweile etwas entschärft hat, ist nur zu begrüßen, an der Staatsoper gab und gibt es diese Mentalität natürlich auch. Und das Geplärre nach "Ebolis Traum" bei der Premiere war ja auch selbsterklärend. Wie den Leuten eine Rekonstruktion des original geplanten Perlengehüpfekitschs im Tutu, aus dem schlussendlich ein Klunker (die Pérégrina) aus einer Muschel heraustanzt, den angeblich irgendwann Richard Burton Liz Taylor geschenkt hat, wäre interessant zu sehen. Der bourgeoise Traum des originalen "ballet de la Reine" war um nix weniger spießig als Ebolis Traum im BRD/DDR-Blümchentapetendekor (passt wohl gut zu den gegenwärtigen Diskussionen in unserem Nachbarland). 

3. Oktober 2020
0:46
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Lohengrin2
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Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Vom "Ende der Kräfte" konnte ich nichts bemerken, doch empdand ich die gesamte Aufführung etwas "mühsam", von der Regie bis hin zum Dirgat. Das liegt aber wohl an der überlangen Fassung.

 

Mühe beim Singen? Da hätten Sie zum Liederabend gehen sollen .............

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