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Don Carlos
5. Oktober 2020
23:40
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dalmont
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Forumsbeiträge: 233
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich wollte eigentlich über meine Wahrnehmungen meiner zwei „Don Carlos“-Vorstellungen schreiben, aber eine einfache Frage im Forum hat dann dazu geführt, dass die Aufführung eine ganz spezifische Qualität bekam:  Die Stimme von Oben war das kleine Mädchen, das, obwohl ich es nicht kannte, nicht mit der Familie verwandt bin, mein Leben doch sehr beeinflusst hat. Ich stand an jenem Märzabend 1963, als die Meldung aus dem Radio kam, als zehnjähriger Schnösel neben einer sehr engen Freundin der Großmutter von Dagmar Fuhrich, und mein Gehirn hat die Fassungslosigkeit dieser Frau abfotographiert und gespeichert. Bis heute. Ja, und vier Jahre später kam Dagmars Instrument in meinen Besitz und es hat mir einen wunderbaren musikalischen Kosmos erschlossen, den ich jedem Menschen auf der Welt angedeihen lassen möchte.

Warum ich schon wieder länger dahinfabuliere, als ich es möchte:

Es war kein Fall Weinwurm, Josef Weinwurm war der Mörder, der das Leben der kleinen Dagmar Fuhrich ausgelöscht hat, und gleichzeitig das der Großmutter, Mutter und Schwester, die am Leben blieben, bleiben mussten (die Oma wollte mehrmals ein Ende setzen) zu einer psychischen Folter machte (vom Vater habe ich nix erfahren, denn er war damals schon getrennt von der Familie).

Es war überhaupt kein Fall: Eine Ballettelevin mit einem wunderlieben Lächeln wurde hingeschlachtet. Sie hieß Dagmar Fuhrich.

Und es gibt einen Schlächter, der auch ein Mensch war.

Zurück zum Carlos:

Au revoir dans un monde où la vie est meilleure, où l'avenir sans fin sonne la première heure; et là, nous trouverons dans la paix du seigneur, cet éternel absent qu'on nomme le bonheur !

Ich mag das jetzt nicht übersetzen, man kann‘s ja in Google einspeisen, da geht’s dann automatisch.

Das ist der Succus von Verdis Musik: die Klagelaute, die es bei ihm von Anfang an gab, sind ja im Carlos fast nicht mehr auszuhalten, so gehäuft treten sie auf.

Die Vorstellung gestern im Vergleich zur Premiere war unvorstellbar besser. Gestern hat auch Jonas Kaufmann sein Potential, von dem ich weiß, dass es da ist, das ich aber so selten erleben durfte, ganz ausgespielt. Und er war wunderbar, wie alle anderen auch, auch Michele Pertusi, der kein Christoff und kein Ghiaurov ist, aber die wichtigen Momente wunderbar rüber brachte.

Und wie man diese Oper ohne das Duett Elisabeth-Eboli und die Totenklage an Posas Leiche besser findet als das Original, das muss man mir einmal erklären. Es war immer so: das gilt nicht.

5. Oktober 2020
14:25
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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So ist es, Chenier.

5. Oktober 2020
13:39
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Chenier
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Forumsbeiträge: 857
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Es war in Wien, Lohengrin2, in Bayreuth war ich noch nie, zumindest nicht bei den Festspielen

Beethoven meinte einmal : "Eine falsche Note zu spielen ist unwichtig, aber ohne Leidenschaft zu spielen ist unverzeihlich!" und wenn man spielen durch singen ersetzt, ist man auf der Opernbühne. Die Leidenschaft ist das Wichtigste, und die hat JK, im Gegensatz zu manchem anderen Starsänger, der/die zwar großartig singt, doch nur auf der Rampe, aber neben der Rolle steht.

dalmont, ich kann mich an diesen grauslichen Fall Weinwurm noch erinnern, ich war ein Kind, nur wenig älter als das Opfer, ganz Wien war außer sich, furchtbar, wozu manche Menschen fähig sind.

4. Oktober 2020
18:10
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 24
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21. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Dalmont, hab ich gemacht. Danke für die Info. Schrecklich!!!

4. Oktober 2020
15:57
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dalmont
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Forumsbeiträge: 233
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Wolfram, wenn Sie Zeit haben, googeln Sie Dagmar Fuhrich, dann werden Sie mich verstehen. 

4. Oktober 2020
15:34
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 24
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21. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Dalmont, das ist ja ein Wahnsinn, traurig!  Wie das Leben so spielt.

4. Oktober 2020
15:02
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dalmont
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Forumsbeiträge: 233
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Wolfram, ich werde Ihnen über mein wunderbares Pianino nix erzählen. Gelernt habe ich auf einem Instrument, das durch vielerlei Wechselfälle an mich, den von Dolomitenladinien heruntergeworfenen Buben gelangte, und das gehörte einem kleinem Mädchen, das vor zig Jahren in der Dusche der Wiener Staatsoper erstochen wurde. Dagmar hieß das Mäderle. 

4. Oktober 2020
13:52
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 24
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21. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Zu Lohengrin 2:

Ich hab das nur aus Spaß so geschrieben.   Ich wollte niemanden abwerten.

Und ich verstehe die Damen doch auch. Und finde es auch rührend.

 

Und vollkommen richtig.  Diese Damen und auch Herren sind ein ganz wesentlicher und wichtiger Teil des Publikums. Ohne sie wäre Schluß.

Und außerdem kennen sich viele von ihnen auch sehr gut aus.  Denn Fachkenntnis und Zuwendungen schließen einander ja nicht aus.

 

Und gerade auch wenn junge Künstler und Studenten Konzerte geben.

Wer sitzt  denn dann im Publikum.  Ja, gerade diese Leute.

Also nach den Meistersingern:   " Verachtet mir dieses Publikum nicht..."

4. Oktober 2020
13:49
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Wolfram
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21. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

An Dalmont:   Finde ich toll, dass sie die Werke spielen.  Da werden sie sicher sehr anständig spielen können. Welches Instrument haben sie denn?

Vielleicht is ja 20x zu viel gesagt.

Aber da gibt es schon Sachen, die man oft wiederholt, meist natürlich Ausschnitte.

Z.B. Schluß Tristan mit Mödl, Vinay unter Bernstein. Auch auf youtube.

Oder wo Giacomini mit Dimitrova unter Olbi   Andrea Chenier probt.  Da singt Giacomini etliche Phrasen so göttlich, dass ich das halt oft hintereinander hörte, und auch immer wieder darauf zurück komme.

Oder jüngst Salut, demeure... mit Kraus aus den 80ern.  Er phrasiert das so genial.....

Auch Cerchero lontana terra...

In der Oper sang ein Sänger diese Arie vor einiger Zeit gut, aber ich hätte es nie wiederholt, aber bei Kraus.

Das sind halt die ganz besonderen Sänger, da klingt das so außergewöhnlich.

Oder Windgassen als Lohengrin, ein Livemitschnitt einer konzertanten Aufnahme.

Der Mann war ein Gesangsgenie. 

 

Bruckner ist für mich überhaupt etwas ganz besonderes, unbegreifliches.

Wie Celibidache sagte, ein Komponist, der die Ewigkeit in Töne setzen konnte.

Ich glaube, dass Bruckner selbst verblüfft war über das Werk, das er hervorbrachte.

Auch wenn er sehr fleißig war. Aber das sind andere auch.

 

An Locus iste dachte ich bei meinem Eintrag nicht, aber ich kenn es natürlich auch.

 

Oder auch die Mondscheinmusik aus Capriccio. Die waren so genial in der Staatsoper, so perfekt,

als ich sie hörte.  Die habe ich dann auch nachher noch so 4, 5x angehört.

So ist das eben :).

4. Oktober 2020
13:43
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Zu den Geschenken der Damen. Das finde ich ja sogar rührend und auch lustig. Ist vielleicht wie Taubenfüttern im Park. Man kann vieles bringen, ganze Lebensmittelgeschenkkörbe, oder Wurststangen. Oder, und da wird es interessant, bei der wohlhabenderen Dame, eine Stange Philharmonikermünzen. Oder auch mal einen mittleren Goldbarren.

Was seid Ihr dich für Neidhammel, habt keine Ahnung, was in den Päckchen ist oder was beim Pförtner deponiert wird (ja, das gibt es zusätzlich auch noch) und diffamiert eine Personengruppe, die mit großer Freude die Aufführungen besucht. Ohne die "alten Taubenfütterinnen" könnten Kirchen, Konzerthallen und Opernhäuser zusperren.

Wenn die von vielen Häusern intensive Verjüngung des Publikums gelingt, werden Herr Domingo und Konsorten wieder Konjunktur bekommen....

4. Oktober 2020
13:38
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1150
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

vertrocknete Groopies

Dalmont, Sie disqualifiziren aich laufend. Halten Sie endlich den Mund!!

Die jugen Damen wollen Sie wohl nicht zur Kenntnus nehmen, die scharenweise sich Domingo und anderen Sängern an den Hals geworfen haben? Aber das ist ja ofenschtlich angemessen.......

Dass sich niemand für Sie interessiert, ist offensichtlich Ihr Problem, da kann Kaufmann nichts dafür. Ich weiss zuverlässig, dass er sich über die meisten Geschenke sehr freut. Was in den Päckchen ist, können Sie in Ihrer Beschränktheit ja nicht ahnen.

4. Oktober 2020
13:16
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Wolfram
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21. Juli 2020
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Zu Lohengrin 2:  Man muß nie in Anbetung verfallen.  Jedem bleibt seine Meinung. Das ist mein Credo.

Die Werke müssen uns packen, ergreifen etc. 

Das schließt natürlich nicht aus, dass man sich natürlich auch auseinandersetzt und lernt, wenn

man das will.

Denn sonst versteht man vielleicht vieles nicht.

Also bei mir ist es so. Um viele meiner heutigen Lieblingswerke, machte ich früher einen Bogen.

Da konnte ich im Kopf die Musik noch gar nicht erfassen, oder aufschlüsseln ......

Und so werde ich hoffe ich auch in der Zukunft die Sachen vielleicht noch etwas besser verstehen.

 

Zu den Geschenken der Damen. Das finde ich ja sogar rührend und auch lustig.

Ist vielleicht wie Taubenfüttern im Park.

Man kann vieles bringen, ganze Lebensmittelgeschenkkörbe, oder Wurststangen.

 

Oder, und da wird es interessant, bei der wohlhabenderen Dame,  eine Stange Philharmonikermünzen.

Oder auch mal einen mittleren Goldbarren.

 

Der Künstler könnte ja auch im Programm eine Kontonummer angeben, und bitten von Sachspenden abzusehen. 🙂

4. Oktober 2020
13:09
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alcindo
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27. Februar 2018
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mme Lohengrin2 schrieb  

Falstaff halte ich für den nicht gelungenen Versuch, "modern" und "witzig" zu werden.

das ist ja im grunde eindeutig, der bezug auf nicht so gute auffuehrungen kam erst einige absaetze spaeter fuer Rigoletto und co

Leseschwaeche??  

4. Oktober 2020
13:05
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dalmont
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Forumsbeiträge: 233
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28. Januar 2019
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Sie sind mir bei  meinem vorigen Eintrag dazwischen gekrätscht:

Schuberts Impromptus spiele ich fast täglich, alle, ich habe Sokolov gehört, es war überirdisch, aber meine Emotionen mag ich nicht auslagern, die gehören meinem eigenen wunderbaren Instrument, bei all meiner nichtexistierenden pianistischen Technik.

Ich höre Opern nur gesamt, Tosca besteht aus mehr als der Arie aus dem 3. Akt.

Und Bruckner! Denken Sie an „Locus iste“.

Bitte sagen Sie mir, was es Ihnen bringt, wenn sie 20mal  ein Musikstück hören? Vor allem Bruckner!

4. Oktober 2020
12:37
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dalmont
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Forumsbeiträge: 233
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich habe in meinem 70jhrigen Leben nie jemand erlebt, der nach einer Vorstellung einem Sangeskünstler etwas im Saal entgegengebracht hätte, außer vertrocknete Groopies bei Kaufmann Liederabenden. Warum tun das ältliche Frauen bei Kaufmann? Was kompensieren selbige? Bei Hermann Prey, den ältliche Damen auch geliebt haben, war das nie der Fall. Liebe ältliche Damen, lassen sie J. Kaufmann in Ruhe, Sie ahnen nicht, wie Sie ihm schaden (geschadet haben)) 

Und Herrr Tief: ich kann nicht alles entschlüsseln, ahne manches, mag auch keine Zeit mehr auf Entschlüsselung verschwenden.Was ist mit JC?

Und es ist schon sinnvoll, wenn man Falstaff abwertet, sich zumindest den KA von Oberto anzuschauen (er kostet weniger als einSchnitzel im Schwarzen Kameel)

4. Oktober 2020
12:06
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Wolfram
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21. Juli 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Zu Dalmont: 

20x hintereinander oder zumindest sehr oft hintereinander. Ja, man kann. Denn das ist dann wie eine

Droge.

 

Schubert Impromtus von Dinu Lipati oder Sokolov gespielt.

Di Stefano mit E lucevan e stelle (wo man bei den meisten anderen gleich abschaltet, denn das Stück ist ja bekannt)

Cs von Bonisolli oder Gedda.  Das hat dann so eine, auch körperliche, Wirkung. Man atmet gleich viel tiefer.

Das wirkt enorm befreiend, und man will es immer wieder.

Oder Bruckner, von Celibidache dirigiert. Die kompletten Symphonien wären wohl dafür zu lang.

Aber da gibt es ein Video mit dem Finale der 4.

Da bleibt dann einfach Die Zeit stehen.

 

Man fragt sich da nicht, warum man es macht. Man macht es einfach.

 

Oder als Stoyanova die Desdemona sang. Da ging ich dann in jede Vorstellung, ganz automatisch.

 

Das kann aber auch in der Literatur vorkommen, wo ein Satz so toll formuliert ist, dass man ihn immer wieder liest.

4. Oktober 2020
11:16
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prof.ON-DO
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27. Mai 2020
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1. fille VO (Wise /Seefried !!!!!!!!!!!!!"!!!!!!!!!!!!!!!!"!) AD VOLL D´ACCORD -LEIDER !

2.Peregrinaszene ( Huch- endlich erklärt einer dem Forum, was sich unter dem Tutu versteckt ) SCHILLERT-SCHILLERT- SCHILLERT (Allein K´s Verdienst )

3. WENN JK in einer Partie zu berühren vermag ( Schluss OT MUC  etc. ) , dann tut er das in einer Art und Weise, WIE IHM DAS DERZEIT KEINER NACHMACHT ! ) 

 UND... ich stricke keine Socken, backe keine M... und bin kein Parteigänger des Doppelschwanes !

4. Oktober 2020
8:28
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
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Dass mich das Packerlnachvortragen älterer Damen bei Jonas Kaufmann-Liederabenden nicht begeistert, ich denke, da bin ich nicht allein.

Was soll das? Sind nur Rosen erlaubt oder dürfen nur junge Damen Begesrerung und Zuneigung zeigen (ich möchte das Thema eines der Damenwelt sehr sehr zugeneigten Sängers nicht aufwärmen, aber "Packerln sind doch eleganter!). Sie sind mit dem Neid ncht allein, das ist leider der Fall....

Muss man/frau eigentlich beim Namen "Verdi" in Anbetung verfallen? NEIN! Der große Komponist, Theatermann, Wohltäter und Patriot hat all  meine Bewunderung, aber dass mir alle Werke gefallen sollen, ist zu viel verlangt.

4. Oktober 2020
8:14
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dalmont
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28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich danke allen, die auf meinen Eintrag fair reagiert haben. Die meisten Themen, die ich mit transportieren wollte, wurden nicht aufgegriffen. Ich werde nicht aufgeben, sie anzureissen, da ich mein kulturelles Erbe an die Nachwelt übergeben möchte, obwohl die Jüngsten meiner Familie gar nix mehr mit dem 19. Jahrhundert (meine Wurzeln sind dort) zu tun haben.

Wenn ich der Überzeugung bin, dass Verdi weder „modern“ noch „witzig“ sein wollte, sondern sein Lebenswerk fürs Theater auf geniale Weise abschloss, unterstützt von seinem grandiosen ehemaligen Ankübler Boito (man überprüfe jedes Wort dieses genialen italienischen Textes in seiner metrischen, semantischen, phonetischen Bedeutung), dann greife ich niemand an. Das schmälert keines seiner Werke, nicht einmal den „Oberto“.

Also, womit habe ich mir Vorwürfe und ein empfohlenes maorisches Nasenbearbeiten verdient?

Dass mich das Packerlnachvortragen älterer Damen bei Jonas Kaufmann-Liederabenden nicht begeistert, ich denke, da bin ich nicht allein. Beim Christa Ludwig-Liederabend mit Bernstein am Klavier war das nicht der Fall. Ob das Jonas Kaufmann nach einer „Winterreise“ besonders gefällt, wer weiß es?

Tenöre sind keine Deppen (so wie Mezzen keine Nymphomaninnen), und ich halte Kaufmann, von dem ich viel gelesen und interviewmäßig gehört habe, für einen sehr ernsthaften und reflektierten Sangeskünstler, der natürlich weiß (vielleicht auch darunter leidet) was das Marketing aus ihm gemacht hat.

Er hätte meinen Hund geliebt und umgekehrt wäre es auch so gewesen. (Achtung: Das war weder modern noch witzig sondern Ironie!!!!!!)

Und weil ich grad bei Verdi war: Wenn jemand weiß, wo ich Klavierauszüge der Erstfassungen von „Macbeth“, „Simon Boccanegra“ oder der Petersburger „Macht des Schicksals“ (die ich für schlüssiger halte als alles später erarbeitete) käuflich erwerben kann, bitte ich um Nachricht. Alles andere Verdianische habe ich eh daheim.

zu Christine: wenn ich es schaffe, möchte ich Ihne nach der zweiten Vorstellung heute meine Überlegungen zu dieser Inszenierung schreiben. Denn wenn mich eine Aufführung "hineinzieht", fällt es mir gar nicht auf, ob wer am Boden liegt. 

zu Michael Koling: Ich danke für den Hinweis auf Alfredo Kraus. Ja, er war ein in der Öffentlichkeit so ein "unpräsenter" Sänger, dass seine Leistungen im Gedächtnis überlagert wurden. 

zu Alcindo: Ich dachte immer, Dallapozza hatte ein etwas larmoyantes Timbre, aber höchstwahrscheinlich waren es die Vierteltöne, die zu einer exakten Intonation fehlten. Wieder was gelernt. 

Ganz allgemein: Kann man sich wirklich eine Aufnahme 20x hintereinander "hineinziehen"? und mit welchem Gewinn? 

4. Oktober 2020
7:59
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Lohengrin2
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Alcindo muss seine Leseschwäche mal wieder mit Patzigkeit ausgleichen.

Wenn mir Alte-Männer-Witzigkeit nicht zusagt und ich -deutlich ausgedrückt- vielleicht nicht wirklich überzeugende Aufführungen erlebt habe, geht das diesen A, gar nichts an. Er kehre vor seiner eigenen Türe!

Viele fanden Ebolis Traum empörend, ich fand köstlich und sehr gekonnt in die Musik choreografiert! Das "Ballett" in der AIDA ist leider meist auch peinlich; diese Mode der Grand Opera hat heute ihren Sinn verloren.....

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