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Domingo vor den Toren der Staatsoper
26. August 2020
18:34
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im letzten Akt ist ja der Foscari( lt Libretto) weit in die 80...also ist ja heute 2020 der PD noch zu jung für diese Partie

Da gibt es auch andere Berichte.....

26. August 2020
17:42
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Wenn er jetzt irgendwann auch noch den Jago gibt, dann freue ich mich auf seinen Jahrtausendwotan in B: !!!!!!!!!!!!!!!

26. August 2020
15:51
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im letzten Akt ist ja der Foscari( lt Libretto) weit in die 80...also ist ja heute  2020 der PD noch zu jung für diese Partie

26. August 2020
14:47
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Der Foscari war für mich ein Grund, Domingo in Zukunft zu meiden. Nun aber möchte ich Groissböck als Fiesco hören und bin im Dilemma.

26. August 2020
14:12
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dalmont, ich habe Domingo im TaW als Foscari nicht so negativ in Erinnerung wie Sie und an keuchen kann ich mich nicht erinnern. Natürlich muss man alles relativieren und er ist weder jung noch ein lupenreiner Bariton.

Und wenn man an große Sänger als Boccanegra denkt, sollte man auch Hampson nicht ganz unerwähnt lassen.

26. August 2020
13:11
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Taddei hat den Simone in der Strehler und der Visconti Inszenierung gesungen, aber keine Premiere. "Mein Simone" ist der von der Scala, auch von Strehler inszeniert und von Abbado dirigiert. Mit Cappuccilli, Freni und Ghiaurov. Die Scala hat damit in vielen Opernhäusern gastiert.

26. August 2020
1:22
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Estimado Alcindo,

als Simone habe ich Taddei nie erlebt. Meine erste "Simon Boccanegra" Aufführung war 84 unter Abbado/Strehler mit Bruson. Das war so eine grandiose Inszenierung wie Strehlers "Lear", den man ja auch in Wien sehen konnte, oder sein "Sturm" (warum dieser "Simon Boccanegra" so schnell entsorgt und durch den im Vergleich teuer-geschmäcklerischen Stein ersetzt wurde, weiß ich nicht). Das war für mich - ich bin Konsument, vielleicht Verdi-Kenner, aber kein Kritiker - eine der Sternst-stunden der Staatsoper. Und da waren Raimondi, die noch nicht ganz zerstörte Ricciarelli und Luchetti Brusons Partner. Ich weiß, was man Bruson immer wieder vorgeworfen hat, aber sein Timbre und seine Stimme kann ich auch heute noch abrufen. 

War möglicherweise Taddei der Simone in der Visconti-Inszenierung, von der ich überhaupt nix weiß, außer dass sie der lombardische Conte (nicht sehr erfolgreich) inszenierte. War es wirklich so schlimm, wie der 71 nach Wien gekommene "Gattopardo"-Liebhaber nachlesen konnte?

Vom Orchester her in der Wirkung getoppt wurden die Wiener Simones nur bei der Eröffnung des Neuen Bozener Stadttheaters, da hat Abbado das Mahler Chambers Orchestra dirigiert, und diese jungen Leute sind dem Maestro del silenzio mit einer juvenilen Begeisterung gefolgt, die umwerfend war. 

25. August 2020
22:41
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caro dalmont: bitte bei den Simones nicht auf Taddei vergessen, der war fuer mich der ueberzeugendste

25. August 2020
21:19
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Vor sechs Jahren hat Domingo im Theater an der Wien den Francesco Foscari keuchend gesungen. Die gesamte Aufführung wahr peinlich, Domingo ganz besonders (was hatte Renato Bruson 77 am Teatro La Fenice daraus gemacht! und auch später mehrmals). Damals, 2014, beschloss ich, keinen Cent mehr für eine Live-Aufführung mit Domingo auszugeben. Die Aufzeichnung des Salzburger "Troubadours" war sängerisch ähnlich peinlich. Ich frag mich immer wieder, warum so ein Theater um einen alten Mann gemacht wird, der ständig Partien singt, die er nicht mehr erfüllen kann. Die Erklärung dürfte wohl in einer spezifisch wiensalzburgerischen Besucher*innen-Mentalität zu suchen sein. 

Was würde eigentlich der so gestrenge Sängerbeurteiler Prochazka dazu sagen? Und diejenigen, die jeden Legato-Bogen im Klavierauszug überprüfen?

Zur Belästigungsdebatte:

Ich habe schon einmal darauf hin gewiesen, glaube ich, dass ich in meiner Berufslaufbahn in meinem eher großen Unternehmen in einem Gremium sass, das sich nach 2000 mit den Belästigungen der Mitarbeiterinnen durch Altmachos auseinandersetzen musste (der unangenehmste Teil meiner ansonsten sehr befriedigenden beruflichen Aufgabe). Das, was Frauen vor 50 Jahren hinnehmen mussten, haben sie nach 2000 sukzessive nicht mehr akzeptieren wollen und in manchen größeren Betrieben auch artikulieren können. Strafrechtlich war damals nix zu verfolgen, Kündigungen wären möglich gewesen, aber damit hätte man die Familien (wiederum die Frau und Kinder) dieser Saftsäcke getroffen. Was man nicht wollte. Im freiberuflichen Arbeitsbereich kommen dann der Machtmissbrauch, die Einschüchterung und Angstausbeutung von prekär Arbeitenden dazu. Jedenfalls waren das alles sehr unangenehme Vertreter meines Geschlechtes und es wäre wünschenswert, stürbe diese Spezies bald einmal aus. (Wird sie nicht, so wie's ausschaut).

Domingo ist sehr alt, ihn demonstrativ zu bejubeln finde ich ebenso absurd wie überprüfen zu wollen, ob er mit seinen 80 Jahren noch singen kann. Kann er nicht, wenn man für den Simone Interpretationen von Cappuccilli, Bruson oder Hvorostovsky (mein letzter Simone) als Messlatte nimmt. 

Was mich an der medialen Domingo-Belästigungs-Debatte verblüfft: Dass in keinem Medium jemand Ioan Holender, der ja einmal - wenn mich nicht alles täuscht - sein Sängeragent war, bevor er Staatsoperndirektor wurde, zu seiner Meinung dazu befragt hat.

25. August 2020
17:48
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MRadema796 sagt

Die Spuren der Zeit sind auf diese Weise nicht zu ignorieren. Auch bleibt die Frage offen, wie sich die Stimme über einen längeren Abend hinweg entwickelt. Ich kenne jedenfalls mehr als einen deutlich jüngeren Sänger, der mich weniger überzeugt.  

Ich kenne jedenfalls mehr als einen deutlich jüngeren Sänger, der mich mehr überzeugt und auch ein echter Bariton ist.

Aus einem Konzert würde ich auch nicht das Durchhaltevermögen für den ganzen Simon Boccanegra ableiten.

25. August 2020
17:41
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alcindo sagt
die tonqualitaet ist scheusslich....PD erstaunlich frisch bei stimme....klingt aber wie ein nicht bestens disponierter Otello, hier singt kein bariton, sondern ein tenor singt eine baritonarie, weil er die lage einer echten tenorarie nicht mehr halten kann.....das timbre ist und bleibt das eines tenors  

Die Spuren der Zeit sind auf diese Weise nicht zu ignorieren. Auch bleibt die Frage offen, wie sich die Stimme über einen längeren Abend hinweg entwickelt. Ich kenne jedenfalls mehr als einen deutlich jüngeren Sänger, der mich weniger überzeugt.

25. August 2020
17:27
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die tonqualitaet ist scheusslich....PD erstaunlich frisch bei stimme....klingt aber wie ein nicht bestens disponierter Otello, hier singt kein bariton, sondern ein tenor singt eine baritonarie, weil er die lage einer echten tenorarie nicht mehr halten kann.....das timbre ist und bleibt das eines tenors

25. August 2020
16:49
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Despina sagt
Viel spannender ist doch, ob der Mann mit 79 Jahren und einer überstandenen Corona-Erkrankung noch die Kondition und die stimmlichen Reserven hat, einen Simon Boccanegra durchzustehen.

 

Es gibt hier eine ganz frische Aufnahme vom 22 Aug. 2020 aus einem anderen Konzert:

Die Stimme klingt erstaunlich frisch, soweit man das beurteilen kann (suboptimaler Ton).

25. August 2020
13:57
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Ich wiederhole es noch einmal, für alle, dies offenbar noch immer nicht verstanden haben:

GEGENSEITIGE BELEIDIGUNGEN UNTER FORUMSTEILNEHMERN HABEN HIER - NOCH DAZU UNTER DEM SCHUTZ DER ANONYMITÄT - NICHTS ZU SUCHEN.

Jedes dieser Unterfangen führt ab sofort zur Löschung der Beiträge und im Extremfall zur Schließung des Threads.

24. August 2020
22:14
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Ich denke, es ist müßig die Belästigungsdebatte weiter zu führen, wir sind ja alle nicht dabei gewesen. Viel spannender ist doch, ob der Mann mit 79 Jahren und einer überstandenen Corona-Erkrankung noch die Kondition und die stimmlichen Reserven hat, einen Simon Boccanegra durchzustehen. Er hat mit Günther Groissböck als Fiesco doch einen stimmgewaltigen Gegenspieler.

24. August 2020
21:24
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Erhalten Sie ich Ihre Naivität....
Aus zahlreichen Häusern wird (von vertrauenswüdigen Personen, die nicht Gegenstand der Jagd waren) berichtet, welcher Schürzenjäger Domingo war. Ob er mir der erfolgreichen Jagd auch Versprechen verknüpft hat, wissen nur die Beteiligten.

24. August 2020
21:09
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Domingo hat als Künstler Unglaubliches erreicht! Seit Jahrzehnten werden auch seine menschlichen Qualitäten weitherum geschätzt. Nun gilt aber tatsächlich: Wer viele Freunde hat, hat auch viele Feinde. Dass dies in besonderem Masse für Personen des öffentlichen Lebens gelte, habe er zu spät begriffen, sagt Domingo.

Was Medien zuweilen für Unsinn publizieren, lässt sich beispielhaft in den aktuellsten Pressemeldungen nachlesen, wonach Domingo in Neapel / Caserta in der Hauptrolle von Verdis „Simon Boccanegra“ aufgetreten sei. Bei seinem Auftritt handelte es sich indessen um ein Konzert… Was in den Medien über Domingos angeblichen Belästigungen geschrieben wurde, ist ebenso bruchstückhaft, aus dem Zusammenhang gerissen und irreführend und in Folge dessen unwahr. Die Untersuchen der Los Angeles Oper und der AGMA, wenn man nicht tendenziös einzelne Sätze daraus zitiert, sondern sie als Ganzes liest, geben ein viel differenzierteres Bild, als was sensationshungrige Journalisten gerne als Schlagzeilen posten! Jedenfalls haben die Erkenntnisse zu keinen weiteren gerichtlichen Massnahmen gegen den Sänger geführt. Der Bericht aus Los Angeles bestätigt auch explizit, dass Domingo seine Macht (insbesondere bei Besetzungsfragen) nicht missbraucht habe.

Ich verstehe sehr gut, dass Domingo sich wehrt – als ein unnötiges Aufwärmen seiner „Leidensgeschichte“ sehe ich das durchaus nicht! Auch ich und wohl die meisten Menschen würden sich wehren, wenn ihnen Unrecht getan wird.

Auf den Simon Boccanegra in Wien freue ich mich. Man kann gespannt sein, wie Domingo nach einer halbjährigen Pause als 79-Jähriger singen wird. Birgit Nilsson soll einmal gesagt haben, noch einer zwei wöchigen Singpause brauche sie zwei Monate, um wieder die ursprüngliche Form zu erreichen.   

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