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domingo-stretta | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

 

 

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domingo-stretta
2. Oktober 2018
18:44
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zerbino
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Forumsbeiträge: 43
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1. März 2018
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susana sagt
Zerbino schreibt: Eines kommt hier zwar noch nicht zur Sprache, aber es wird oft P.D. unterstellt, dass er das alles nur aus Geldgier mache. Das ist unwahrscheinlich, weil er ein Bühnentier ist und viele Rekorde brechen will. Den Fliegenden Holländer hat er dann doch nicht gesungen, auch nicht den Tristan auf der Bühne (nur auf der CD), was sein Vorbild Martinelli getan hat.

Also ich nehme mal an Sie schreiben jetzt vom Tenor PD der Erik gesungen hat im Holländer, ich hoffe ja nicht dass er sich mal am Fliegenden Holländer selbst vergreift....

Wenn Sie es denn schon ansprechen, an sich bin ich nur am Thema Künstler PD interessiert und was er aus seiner Karriere macht, ob er jetz dringend noch Geld braucht für seinen Riesen Clan den er erhalten muss.. ehrlich ich kann drüber nachdenken ok, ist jetzt aber nicht vorrangig für mich.

Aber ich muss dagegen halten, es gibt viele viele Bühnentiere in seiner Generation oder jünger - die aber alle irgendwann langsam zurücksetzen.. aus welchem Grunde auch immer, die meisten aus einer Kombination zwischen Vernunft und der einfachen Tatsache kein Angebot zu bekommen. Was bei Herrn PD aber immer der Fall sein wird, egal er wie oder was er wie und in welcher Stimmlage passend , treffend oder einfach nur schlecht singt, er bekommt immer einen "job" um es mal ganz einfach auszudrücken.  Das dann so herauszuheben, als wäre es etwas besonderes finde ich einfach an der Realität vorbei.. und damit denkt man auch wieder darüber nach warum er es tut.. nur einfach "Bühnentier" zu sein ist für mich kein Argument.
Aber ok .. ich vergönne Ihnen dass Sie ihren Liebling noch so viel bejubeln und live hören können. Ich bin froh wenn meine Favoriten das Rückgrat haben und hatten  sich einfach langsam zurücksetzen. Davor habe ich wesentlich mehr Hochachtung, und alle die ich in dieser Phase kenne sind alles Bühnentiere gewesen, haben ihren Beruf zu tiefst geliebt.. also bitte Herrn PD nicht hinstellen als wäre der einzige.
somit ist von meiner Seite aus alles zu diesem Thema gesagt  

Natürlich gibt es andere "Bühnentiere", auch solche, die am liebsten auf der Bühne sterben wollen wie Leonard Warren, aber auch solche, die man absolut nicht ertragen kann, weil sie nur noch über ein "fil de voce" verfügen und keinerlei Bühnenpräsenz haben, auch wenn sie sich mit einem Schrei ihre Perücke vom Kopf reißen wie eine bestimmte Dame.

Dann gibt es auch tragische Heroen der Bühne wie der mit nur noch einem Lungenflügel singende und im Weltkrieg   schwer verwundete Schlusnus und Axel Schiötz. Über all diese soll man nicht den Stab brechen. Man könnte es nur allenfalls tun, wenn sie andere am Auftreten hindern würden. Aber das ist bei P.D. nicht der Fall. Was ich in meinem letzten Beitrag noch sagen wollte, ist, ......

Anmerkung des Moderators: siehe Eintrag 19

1. Oktober 2018
20:10
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susana
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Forumsbeiträge: 34
Mitglied seit:
16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Zerbino schreibt: Eines kommt hier zwar noch nicht zur Sprache, aber es wird oft P.D. unterstellt, dass er das alles nur aus Geldgier mache. Das ist unwahrscheinlich, weil er ein Bühnentier ist und viele Rekorde brechen will. Den Fliegenden Holländer hat er dann doch nicht gesungen, auch nicht den Tristan auf der Bühne (nur auf der CD), was sein Vorbild Martinelli getan hat.

Also ich nehme mal an Sie schreiben jetzt vom Tenor PD der Erik gesungen hat im Holländer, ich hoffe ja nicht dass er sich mal am Fliegenden Holländer selbst vergreift....

Wenn Sie es denn schon ansprechen, an sich bin ich nur am Thema Künstler PD interessiert und was er aus seiner Karriere macht, ob er jetz dringend noch Geld braucht für seinen Riesen Clan den er erhalten muss.. ehrlich ich kann drüber nachdenken ok, ist jetzt aber nicht vorrangig für mich.

Aber ich muss dagegen halten, es gibt viele viele Bühnentiere in seiner Generation oder jünger - die aber alle irgendwann langsam zurücksetzen.. aus welchem Grunde auch immer, die meisten aus einer Kombination zwischen Vernunft und der einfachen Tatsache kein Angebot zu bekommen. Was bei Herrn PD aber immer der Fall sein wird, egal er wie oder was er wie und in welcher Stimmlage passend , treffend oder einfach nur schlecht singt, er bekommt immer einen "job" um es mal ganz einfach auszudrücken.  Das dann so herauszuheben, als wäre es etwas besonderes finde ich einfach an der Realität vorbei.. und damit denkt man auch wieder darüber nach warum er es tut.. nur einfach "Bühnentier" zu sein ist für mich kein Argument.
Aber ok .. ich vergönne Ihnen dass Sie ihren Liebling noch so viel bejubeln und live hören können. Ich bin froh wenn meine Favoriten das Rückgrat haben und hatten  sich einfach langsam zurücksetzen. Davor habe ich wesentlich mehr Hochachtung, und alle die ich in dieser Phase kenne sind alles Bühnentiere gewesen, haben ihren Beruf zu tiefst geliebt.. also bitte Herrn PD nicht hinstellen als wäre der einzige.
somit ist von meiner Seite aus alles zu diesem Thema gesagt

29. September 2018
21:21
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zerbino
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Forumsbeiträge: 43
Mitglied seit:
1. März 2018
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susana sagt
@alcindo - ich bedanke mich, ich bemühe mich immer alles so weit es möglich ist aus verschiedenen Warten aus zu sehen, und vorallem so sachlich als möglich zu antworten. Wobei in der Kunst das immer eher zweitrangig ist. lg auch von mir

 

@zerbino - nein ich  habe nicht das Gefühl das bei PD unfaire Masstäbe angesetzt sind, ich finde sie noch viel zu milde. Ein Sänger seines Alters (egal ob jetzt 1935 oder 1941 geboren) sollte nicht nach immer neuen Rollen gieren und sich nach und nach aus dem Beruf zurückziehen, seinem Alter entsprechende Rollen singen, od seiner Karriere entsprechend Rollen singen (dh Rollen die er viele Jahre entwickelt hat seinem Publikum darbieten).

Ich höre mir immer wieder aus Neugierde, um auch darüber schreiben zu können, seine Bariton Darbietungen an. Wäre er nicht PD mit seiner Tenorkarriere im Vorfeld, wäre er als Bariton nur tiefes Mittelmass. Dass daher seine "Beurteilung" immer von dem : er war ja imemr schon ein toller , genialer  Tenor beeinflusst wird versteh eich immer noch nicht. Daher finde ich die Diskussionen um ihn und seine Leistungen - wenn sie sachlich geführt werden überhaupt nicht unfair.

Jeder der in der PR ganz oben steht, wird auch vielmehr beachtet .. solche Diskussionen werden sicher nicht über Herrn Struckmann geführt , der sich immer wieder als Bass versucht , oder über Herrn Goerne der sich als Bass versucht und eigentlich nicht gut ist. Für die beiden interessieren sich nur wenige (ich will die beiden hier nicht schlecht machen, nicht missverstehen - nur als Beispiel anführen) - aber die sind nicht so im Blickfeld, wie Herr Domingo .. und die Anhängerschaft ist gegen die vom ("Frauenschwarm") Domingo wesentlich , sehr wesentlich kleiner.

Vielleicht konnte ich das jetzt gut genug rüberbringen warum ich es nicht unfair finde

PS - das mit dem Rigoletto als PR Gag glaube ich nicht, denn ich nehme schon an, dass er geglaubt hat dass er als Rigoletto genauso wie mit Boccanegra Karriere machen wird. Wäre er ein wirklich guter Musiker hätte er das nie gemacht. Es war nicht nur musikalisch grottenschlecht sondern auch von der Idee schlimm .  

Eines kommt hier zwar noch nicht zur Sprache, aber es wird oft P.D. unterstellt, dass er das alles nur aus Geldgier mache. Das ist unwahrscheinlich, weil er ein Bühnentier ist und viele Rekorde brechen will. Den Fliegenden Holländer hat er dann doch nicht gesungen, auch nicht den Tristan auf der Bühne (nur auf der CD), was sein Vorbild Martinelli getan hat. Aber wenn wir schon vom Geld sprechen, und darüber wird zumindest hier in Bonn ständig gesprochen, dass man nämlich die Oper abreißen solle, weil sie doch auf einem Filetstück stehe, das die Stadt  ganz anders verhökern könne. ...........

Anmerkung des Moderators: Ab hier muß der Beitrag gelöscht werden, weil er eine rein politische Aussage enthält, die zwangsläufig wieder zu den sattsam bekannten Diskussionen führt, die nichts in diesem Forum verloren haben.

28. September 2018
14:25
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susana
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Forumsbeiträge: 34
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16. September 2018
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@alcindo - ich bedanke mich, ich bemühe mich immer alles so weit es möglich ist aus verschiedenen Warten aus zu sehen, und vorallem so sachlich als möglich zu antworten. Wobei in der Kunst das immer eher zweitrangig ist. lg auch von mir

 

@zerbino - nein ich  habe nicht das Gefühl das bei PD unfaire Masstäbe angesetzt sind, ich finde sie noch viel zu milde. Ein Sänger seines Alters (egal ob jetzt 1935 oder 1941 geboren) sollte nicht nach immer neuen Rollen gieren und sich nach und nach aus dem Beruf zurückziehen, seinem Alter entsprechende Rollen singen, od seiner Karriere entsprechend Rollen singen (dh Rollen die er viele Jahre entwickelt hat seinem Publikum darbieten).

Ich höre mir immer wieder aus Neugierde, um auch darüber schreiben zu können, seine Bariton Darbietungen an. Wäre er nicht PD mit seiner Tenorkarriere im Vorfeld, wäre er als Bariton nur tiefes Mittelmass. Dass daher seine "Beurteilung" immer von dem : er war ja imemr schon ein toller , genialer  Tenor beeinflusst wird versteh eich immer noch nicht. Daher finde ich die Diskussionen um ihn und seine Leistungen - wenn sie sachlich geführt werden überhaupt nicht unfair.

Jeder der in der PR ganz oben steht, wird auch vielmehr beachtet .. solche Diskussionen werden sicher nicht über Herrn Struckmann geführt , der sich immer wieder als Bass versucht , oder über Herrn Goerne der sich als Bass versucht und eigentlich nicht gut ist. Für die beiden interessieren sich nur wenige (ich will die beiden hier nicht schlecht machen, nicht missverstehen - nur als Beispiel anführen) - aber die sind nicht so im Blickfeld, wie Herr Domingo .. und die Anhängerschaft ist gegen die vom ("Frauenschwarm") Domingo wesentlich , sehr wesentlich kleiner.

Vielleicht konnte ich das jetzt gut genug rüberbringen warum ich es nicht unfair finde

PS - das mit dem Rigoletto als PR Gag glaube ich nicht, denn ich nehme schon an, dass er geglaubt hat dass er als Rigoletto genauso wie mit Boccanegra Karriere machen wird. Wäre er ein wirklich guter Musiker hätte er das nie gemacht. Es war nicht nur musikalisch grottenschlecht sondern auch von der Idee schlimm .

28. September 2018
12:22
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zerbino
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1. März 2018
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susana sagt
Also Zerbino ich versteh das "mimimi" Geschrei nicht ganz - wo ist Hass.

Herr Domingo gehört zu den höchst gehandelten Sänger die alles dürfen und eine unheimliche PR haben. Ob zurecht oder nicht ist hier nicht zu diskutieren.

Er steht aber so wie alle anderen Künstler in der Öffentlichkeit und es ist , so finde ich vollkommen legitim wenn man sich über so manches was er tut Gedanken macht. Sofern es nicht gehässig ist, wa aber - so fand ich bei den Beiträgen nicht der Fall war.

Zitat : Zerbino: "es hat kaum je einen musikalischeren Sänger gegeben, der zudem außerordentlich facettenreich ist." das ist zb ein Satz der disqualifiziert Sie in meinen Augen sofort als sachlicher Schreiber, denn es gibt hunderte von SängerInnen die mindest genauso musikalisch sind wie er . Ausserdem würde er so intelligent und musikalisch sein, würde er nicht so manche Baritonrolle vollkommen unpassend singen.

Leider darf man ihn in den "Augen" so mancher nicht kritisieren, was ich seltsam finde, warum bei ihm andere Masstäbe gelten sollen wie bei anderen Sänger/innen??

Und nochmals zur Ergänzung, ich habe ihn mehr als 30 Jahre zutiefst geschätzt - bis zu seinem Rigoletto, da habe ich alle Hochachtung vor ihm verloren. auch vor der "Tenor -Bariton" Karriere und der "Gier" eine Rolle nach der anderen zu machen um Rekordhalter zu werden. Jeder wirklich musikalischer Sänger wird die meisten seiner Rollen die er annimmt längere Jahre ausarbeiten und ergänzen.. dafür ist aber bei ihm keine Zeit, weil er ja noch so viel singen muss..

Also ich lasse ihnen gerne Ihre Meinung, aber bitte akzeptieren Sie dass es Menschen gibt die ihn einfach anders denken.  

Werte Susanna,

der Rigoletto in Mantua war sicher nicht so sehr gelungen. Aber das war ein Marketing-Projekt. Auch als Nabucco war D. nicht erste Sahne, was auch an der Inszenierung lag. Aber wenn ich Nucci neulich in der Verona-Übertragung mit dem ewigen Figaro hörte, war ich auch nicht begeistert, weil er sich quälte. Lassen wir diese markenbedingten Zurschaustellungen mal beiseite, so können Sie doch nicht leugnen, dass hier an Domingo besondere, auch unfaire Maßstäbe angesetzt werden.

Ganz anders als man mit den eindimensionalen Pavarotti, Kraus etc. umzugehen pflegte. Dass er kein authentischer Bass-Bariton ist, hat D. selbst oft gesagt. Aber auch del Monaco , Ramon Vinay etc. waren im Bariton-Fach präsent. Von zahlreichen Schülern von Metternich hörte ich, wie er als Lehrer erst eine baritonale Basis zu legen versuchte und dann über die Ausweitung des Passagio die Höhe anzuzielen lehrte, was einen wirklich brustigen Höhenglanz ergeben sollte. Viele sind daran gescheitert, Domingo nicht, den Metternich sehr verehrte, auch weil er eben nicht kopfig sang. Mein Gesangslehrer zeigte mir, wie falsettiert z.B. die Höhe bei Pavarotti klang, den man als Meister des hohen Cs verehrte. Wenn ich mich gelegentlich über Sänger ärgere bzw. wundere, dann sind das eher Gruberova, die wirklich nie über ihre Soubrettenstimme hinauskam und uns trotzdem ihren spinto-Gesang zumutete oder den gewiss in besonderer Weise in Schutz zu nehmenden Bocelli, der seine Präsenz etwas zu sehr  ausdehnt.

27. September 2018
23:45
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alcindo
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27. Februar 2018
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zu susana. was Sie schreiben macht sinn...schliesse mich an und schicke gruesse

alcindo

27. September 2018
18:48
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susana
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Forumsbeiträge: 34
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16. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Also Zerbino ich versteh das "mimimi" Geschrei nicht ganz - wo ist Hass.

Herr Domingo gehört zu den höchst gehandelten Sänger die alles dürfen und eine unheimliche PR haben. Ob zurecht oder nicht ist hier nicht zu diskutieren.

Er steht aber so wie alle anderen Künstler in der Öffentlichkeit und es ist , so finde ich vollkommen legitim wenn man sich über so manches was er tut Gedanken macht. Sofern es nicht gehässig ist, wa aber - so fand ich bei den Beiträgen nicht der Fall war.

Zitat : Zerbino: "es hat kaum je einen musikalischeren Sänger gegeben, der zudem außerordentlich facettenreich ist." das ist zb ein Satz der disqualifiziert Sie in meinen Augen sofort als sachlicher Schreiber, denn es gibt hunderte von SängerInnen die mindest genauso musikalisch sind wie er . Ausserdem würde er so intelligent und musikalisch sein, würde er nicht so manche Baritonrolle vollkommen unpassend singen.

Leider darf man ihn in den "Augen" so mancher nicht kritisieren, was ich seltsam finde, warum bei ihm andere Masstäbe gelten sollen wie bei anderen Sänger/innen??

Und nochmals zur Ergänzung, ich habe ihn mehr als 30 Jahre zutiefst geschätzt - bis zu seinem Rigoletto, da habe ich alle Hochachtung vor ihm verloren. auch vor der "Tenor -Bariton" Karriere und der "Gier" eine Rolle nach der anderen zu machen um Rekordhalter zu werden. Jeder wirklich musikalischer Sänger wird die meisten seiner Rollen die er annimmt längere Jahre ausarbeiten und ergänzen.. dafür ist aber bei ihm keine Zeit, weil er ja noch so viel singen muss..

Also ich lasse ihnen gerne Ihre Meinung, aber bitte akzeptieren Sie dass es Menschen gibt die ihn einfach anders denken.

25. September 2018
13:40
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 412
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28. Februar 2018
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Zerbino,

wie kommen Sie auf Hass. Wo habe ich oder irgendwer hier etwas verlauten lassen, was wie Hass klingt.

Ich kritisiere ihn lediglich jetzt mit seinen jetzigen  Leistungen, die ich nicht akzeptabel finde. Diese Kritik wird doch wohl noch erlaubt sein,....

Toni schrieb, das er seine stimmlichen Grenzen kennen sollte, das finde ich auch. Scheinbar kennt er sie aber mit seinen jetzigen Leistungen m.E. nicht. Was hat das mit Hass zu tun?

25. September 2018
13:32
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zerbino
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1. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

UwePaul sagt
Toni,

Eigentlich sollte ein so musikalischer Sänger wir Domingo doch auch seine stimmlichen Grenzen erkennen.

wenn er die damals offensichtlich noch nicht kannte, wie soll er sie denn heute kennen, das erklärt manches.

Ich kann ihn kaum aus der damaligen Zeit beurteilen, habe ihn nur drei Mal live gehört,  

Ich bin immer wieder erstaunt, wie sich hier der Hass gegen Domingo Bahn bricht. Dabei war er doch stets freundlich, zu Frauen eher als Männern, aber das nahm ich ihm nie übel, wenn er z.B. meiner damaligen Freundin verschiedene Bilder mit Autogramm anbot, sich aber plötzlich abwandte, als ich danach um ein Bild bat. Ihm gesanglich etwas vorzuwerfen, halte ich für unfair; es hat kaum je einen musikalischeren Sänger gegeben, der zudem außerordentlich facettenreich ist. Man höre nur einmal ihn und den stets in den Himmel gehobenen Alfredo Kraus Tangos singen; und was er alles sonst noch stilecht konnte. Ich höre im Autoradio ständig seine Platte "mi otro perfil". Was er da alles an artikulatorischen Stimmungen erzeugt, ist phantastisch. Neulich sang er mit der frz. Popsängerin Sasz zusammen in deren Stil, so dass sie baf erstaunt war. Auf der Bühne erlebte ich zudem oft stilistische Wandlungen im Gesangsduktus, begleitet von einem hinreißenden Brio, das wohl kaum jemand sonst fertig brachte. Was macht da schon das do di petto im Trovatore aus, das zudem hybrid und eingeschoben ist, denn der Manrico-Part ist grundsätzlich tiefer angelegt.

24. September 2018
18:22
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toni
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7. März 2018
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Danke alcindo

24. September 2018
15:34
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alcindo
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27. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

ad zerbino: Placido Domingo habe ich sehr oft in den spaeten 60ger,70ger und 80gerjahren gehoert, einen gut gelungenen hohen ton ueber b habe ich allerdings nie gehoert. bei der stretta 1978 hat er es ja geschafft in die perle nere zu kommen. 1971 war er fast genauso  gluecklos in der stretta. noch dazu laesst er im schlussteil der stretta alle einwuerfe aus - im grunde eine frechheit oder chuzpe, um dann ein gequaeltes h zu produzieren....wieviel vorlauf braucht er da eigentlich? 

 

24. September 2018
13:01
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alcindo
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27. Februar 2018
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an toni: das ist Eugene Kohn, schicke Ihnen einen link mit info zu Eugene Kohn

http://piperanselmi.com/portfo.....gene-kohn/

mit gruss alcindo

24. September 2018
10:59
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toni
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7. März 2018
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Frage an zerbino

Wer ist Kohn?

Wenn Domingo genügend Vorlauf hätte könnte er auch die ganz hohen Töne erreichen. Was ist mit genügend Vorlauf gemeint?

23. September 2018
18:57
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UwePaul
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28. Februar 2018
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Toni,

Eigentlich sollte ein so musikalischer Sänger wir Domingo doch auch seine stimmlichen Grenzen erkennen.

wenn er die damals offensichtlich noch nicht kannte, wie soll er sie denn heute kennen, das erklärt manches.

Ich kann ihn kaum aus der damaligen Zeit beurteilen, habe ihn nur drei Mal live gehört,

23. September 2018
18:51
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toni
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7. März 2018
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Franco Bonisolli hat seine Absage nach dem Streit mit Karajan später sehr bereut wie er in der Sendung da capo August Everding mitgeteilt hat. Das war nach Bonisollis Rückkehr auf die Opernbühne, nachdem er sich 8 Jahre zurückgezogen hatte um seiner Frau in ihrer schweren Krankeit beizustehen.

Bonisolli hat den Manrico 38 mal in der Wr. Staatsoper gesungen und in Bestform war er unschlagbar in dieser Rolle. Domingo war damals wirklich kein adäquater Ersatz für ihn, jeder der damals die Fernsehüberragung gesehen hat wird das bestätigen. Eigentlich sollte ein so musikalischer Sänger wir Domingo doch auch seine stimmlichen Grenzen erkennen.

23. September 2018
17:00
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zerbino
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1. März 2018
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ac sagt
Jetzt kommt eine weitere Version mit der Bitte um Anonymität in die Redaktion. Ich verstehe das nicht ganz, aber ich habe gehört, dass die Leute vor der "Firma Domingo" (in Insiderkreisen berüchtigt) gehörig Respekt (vulgär ausgedrückt könnte man "Schiss" sagen) haben: 

 

Also, das ganze war so: Ursprünglich waren 1978 drei Vorstellungen des Trovatore vorgesehen, wobei die 1. Vorstellung live vom Fernsehen übertragen werden sollte. Karajan wollte aber, aus Sicherheitsgründen, eine Aufführung davor mit aufnehmen und so gab es eine "öffentliche Hauptprobe". Da die ursprünglich an diesem Tag vorgesehene Vorstellung im Abo war, behielten die Sitzplatzkarten ihre Gültigkeit und es wurden auch Stehplatzkarten verkauft. Nach der Arie des Manrico (Ah! si ben mio), die Bonisolli, der schon den ganzen Abend nicht wirklich gut war, wirklich grottenschlecht sang, gab es von der Galerie ein provokantes "Bravo", worauf ein mächtiges Buh-Konzert losbrach. Daraufhin zog Bonisolli seinen Degen, warf ihn auf den Boden und ging ab. Die Stretta fand dann nur mehr im Orchester statt. Das "Miserere" im 7. Bild erklang dann ohne Manrico und vor dem letzten Bild trat Marcel Prawy vor den Vorhag, teile mit, daß Bonisolli von einer plötzlichen Indisposition befallen sei, aber das letzte Bild markieren werde.

Am nächsten Tag wurde dann die ursprüngliche 1. Vorstellung abgesagt, weil Bonsiolli abgereist ist und man auf der Suche nach einem neuen Manrico sei. Bald darauf wurde bekanntgegeben, daß man Domingo gewinnen konnte. In Bonisollis Fan-Kreisen hält sich heute noch die Meinung, daß das eine Intrige von Domingo gewesen sei, der damals angeblich der Ansicht war, er hätte ein Ausschließlichkeitsrecht auf TV-Übertragungen. Am 1. Mai fand dann die TV-Übertragung statt und Domingo schmiss das H in der Stretta. Nach Absage der 1. Vorstellung gab es dann nur mehr 2 Vorstellungen – nachzulesen auch im Staatsopernarchiv – und diese 2. Vorstellung wurde sicher nicht für die DVD herangezogen, da sie einerseits wieder im Originallicht, also ohne TV-Scheinwerfer, stattfand und außerdem keine Kameras im Zuschauerraum platziert waren. Da es meines Wissens vor der TV-Übertragung keinen Durchlauf ohne Publikum gab, wird man wohl die weniger gelungenen Stellen kurz danach nochmals aufgenommen und in die Tonspur hineingeschnitten haben.     

Vielen Dank für die Schilderung. Ich habe Domingo immer als brustigen a-Tenor geschätzt, der z.B. "das mal reggendo.." im Trovatore wie kein anderer singen konnte. In einer Samson-Aufführung traf ich einmal seinen Lieblingsdirigenten Kohn, der meinte, die ganz hohen Töne könne D. durchaus erreichen, wenn er genügend Vorlauf hätte - und das war an diesem Abend der Fall bei "traison". Als Tenor ohne Höhe hat ihn gerne Pavarotti bezeichnet, der selbst eine unechte falsettierte Höhe hatte und nicht das "Feuerwerk" fabrizieren konnte wie Björling an seinen besten Tagen, der seinerseits, wie Gedda berichtet, auch zuweilen die Trovatore-Stretta transponiert sang und sein Bühnenschwert in die Ecke schleuderte, wenn ihm das do di petto nicht gelungen war..

23. September 2018
14:20
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ac
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16. Januar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Jetzt kommt eine weitere Version mit der Bitte um Anonymität in die Redaktion. Ich verstehe das nicht ganz, aber ich habe gehört, dass die Leute vor der "Firma Domingo" (in Insiderkreisen berüchtigt) gehörig Respekt (vulgär ausgedrückt könnte man "Schiss" sagen) haben: 

 

Also, das ganze war so: Ursprünglich waren 1978 drei Vorstellungen des Trovatore vorgesehen, wobei die 1. Vorstellung live vom Fernsehen übertragen werden sollte. Karajan wollte aber, aus Sicherheitsgründen, eine Aufführung davor mit aufnehmen und so gab es eine "öffentliche Hauptprobe". Da die ursprünglich an diesem Tag vorgesehene Vorstellung im Abo war, behielten die Sitzplatzkarten ihre Gültigkeit und es wurden auch Stehplatzkarten verkauft. Nach der Arie des Manrico (Ah! si ben mio), die Bonisolli, der schon den ganzen Abend nicht wirklich gut war, wirklich grottenschlecht sang, gab es von der Galerie ein provokantes "Bravo", worauf ein mächtiges Buh-Konzert losbrach. Daraufhin zog Bonisolli seinen Degen, warf ihn auf den Boden und ging ab. Die Stretta fand dann nur mehr im Orchester statt. Das "Miserere" im 7. Bild erklang dann ohne Manrico und vor dem letzten Bild trat Marcel Prawy vor den Vorhag, teile mit, daß Bonisolli von einer plötzlichen Indisposition befallen sei, aber das letzte Bild markieren werde.

Am nächsten Tag wurde dann die ursprüngliche 1. Vorstellung abgesagt, weil Bonsiolli abgereist ist und man auf der Suche nach einem neuen Manrico sei. Bald darauf wurde bekanntgegeben, daß man Domingo gewinnen konnte. In Bonisollis Fan-Kreisen hält sich heute noch die Meinung, daß das eine Intrige von Domingo gewesen sei, der damals angeblich der Ansicht war, er hätte ein Ausschließlichkeitsrecht auf TV-Übertragungen. Am 1. Mai fand dann die TV-Übertragung statt und Domingo schmiss das H in der Stretta. Nach Absage der 1. Vorstellung gab es dann nur mehr 2 Vorstellungen – nachzulesen auch im Staatsopernarchiv – und diese 2. Vorstellung wurde sicher nicht für die DVD herangezogen, da sie einerseits wieder im Originallicht, also ohne TV-Scheinwerfer, stattfand und außerdem keine Kameras im Zuschauerraum platziert waren. Da es meines Wissens vor der TV-Übertragung keinen Durchlauf ohne Publikum gab, wird man wohl die weniger gelungenen Stellen kurz danach nochmals aufgenommen und in die Tonspur hineingeschnitten haben.   

22. September 2018
22:59
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av
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jaja, so ein schwert ist schnell hingeschmissen, selbst wenn es einem vom vater verhießen ward...danke loldi, danke unbekannter!

22. September 2018
20:48
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ac
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Forumsbeiträge: 40
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16. Januar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Bei mir ging ein Beitrag zu diesem Thema ein, der Verfasser will aber nicht genannt wrtfrn (der Redaktion ist er natürlich bekannt)

 

soviel ich mich erinnere, wurde nach dem Bonisolli Krach jede aufführung mitgeschnitten, die erste Aufführung die P. D. ohne Probe sang war schlecht, nicht nur der hohe ton in der stretta, da wurde es besser, ich denke die DVD ist ein Zusammenschnitt von allen.
kannst du gerne weiterleiten, aber ohne meinem Namen.
22. September 2018
19:30
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Loldi18
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Habe im Archiv folgenden Ausschnaitt aus der Zeitung "Die Presse" von 2010 gefunden:

"Herbert von Karajan hat die legendäre Besetzung von Verdis „Troubadour“, mit dem er 1977 an die Wiener Staatsoper zurückkehrte, für die TV-Übertragung ausgetauscht. Und zwar ausschließlich aus optischen Gründen.

Statt Leontyne Price sang Raina Kabaivanska die Leonore, statt Luciano Pavarotti sollte Franco Bonisolli den Manrico geben – und wurde nach ungeklärten Umständen, die zum Abgang des Tenors während der Generalprobe führten, durch Placido Domingo ersetzt; auch er konnte in dieser Rolle mit der vokalen Strahlkraft Pavarottis nicht konkurrieren. Und doch: Auch die stimmlich „abgespeckte“ Variante gelang dank Karajans energetischer, die Sänger dennoch schmeichelweich umsorgender Führung und war ein mitreißendes Opernereignis. Erstmals erschien die Aufführung nun auf  einer DVD.

Für eine TV- Übertragung werden immer mehrere Aufführungen ( vor) aufgezeichnet, das braucht schon das Technik- Team.  Daher gibt es von der bewußten Stelle offensichtich  zumindest eine  gelungene Variante, die dann  natürlich für die DVD- verwendet wurde. Wahrscheinlich handelt es sich nur um einen Tonschnitt, die Gesamtveröffentlichung kann aber insgesamt auch mehr bearbeitet worden sein.

Lg

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