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Die Weiden
12. November 2019
8:47
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Chenier
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Forumsbeiträge: 576
Mitglied seit:
28. Februar 2018
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"ich glaube man muss den Musikern jeder Epoche das Recht zustehen, ihre eigene Tonsprache zu finden."

Und dem Besucher/Nichtbesucher/VorzeitigdasHausverlassendem das Recht, diese Musik nicht zu goutieren.

12. November 2019
6:59
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floh
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Forumsbeiträge: 7
Mitglied seit:
27. September 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Meine Einschätzung im Frühjahr:

Das Beste der Musik waren die Zwischenspiele.
Die Figuren machten leider keine Entwicklung und waren auch sonst schwach charakterisiert, sehr eindimensional und uninteressant. Der Schlußchoral - eine "wunderbare" Belehrung hatte keine Kraft.
Eigentlich ein uninteressanter Abend.

Dann wundert sich niemand, dass es sich nicht so gut verkauft.

11. November 2019
22:17
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LeFis
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Forumsbeiträge: 6
Mitglied seit:
2. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

ad Christine: ich glaube man muss den Musikern jeder Epoche das Recht zustehen, ihre eigene Tonsprache zu finden. Vielleicht entwickeln sich diese gerade aufgrund von kulturellen und politischen Ereignissen.

Ich selbst gehe auch sehr gerne in Opern, die mir musikalisch gefallen (zB Opern von Berlioz, Verdi, Puccini,...). Dennoch waren "die Weiden" im Gesamtpaket eine bereichernde Erfahrung.

Beste Grüße

Leo

11. November 2019
21:21
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Christine
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Forumsbeiträge: 51
Mitglied seit:
7. September 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Le Fis: "Die Musik ist natürlich nichts für Melodiker, aber würden prachtvolle Melodien zu einem noch immer verstörenden gesellschaftspolitischen Thema passen?"

Was ist mit dem Gefangenenchor aus Nabucco? Was ist mit dem Duett Attila - Ezio aus der Oper Attila? Das ist alles hochpolitisch gewesen in der damaligen Zeit und wunderschön anzuhören!

11. November 2019
18:29
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Chenier
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Forumsbeiträge: 576
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Vor allem schätze ich gute Musik und diese Musik finde ich einfach schlecht. Subjektiv, meine persönliche Ansicht, aber sollte Musik nicht überhaupt tonal und melodiös sein?

11. November 2019
17:59
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LeFis
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Forumsbeiträge: 6
Mitglied seit:
2. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

ad Chenier: Der November ist offensichtlich ein (verkauftechnisch) schwieriger Monat für die STOP ,darum auch die 30% Aktion von Culturall für die Opern "Die Weiden", "Orest" und noch ein drittes Stück. Da meine ich, dass man von der Programmierung auf ein echtes Zugpferd verzichtet hat. Dennoch ich gehe nicht d'accord bezüglich des "erhobenen Zeigefingers". Ich denke, dass Theater und Oper sich auch unangenehmen Stoffen widmen müssen, sonst hätte es ja auch niemals einen Wozzeck geben können. Die Musik ist natürlich nichts für Melodiker, aber würden prachtvolle Melodien zu einem noch immer verstörenden gesellschaftspolitischen Thema passen?

Beste Grüße

Leo

11. November 2019
12:50
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Chenier
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Forumsbeiträge: 576
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Keine Ahnung, erfahrungsgemäß und intuitiv sehr hoch und ich lese in den Medien immer von 99 % in Summe.

Die Vorstellungen, die ich besuche, sind 2 Monate vorher fast restlos ausverkauft, ist aber für ein Gesamtbild nicht ganz repräsentativ, weil vorwiegend Italianata und ein wenig Mozart, Wagner und Strauss und ev. gelegentlich Ballett. Aber wenn z. B. 10 % der Vorstellungen Blindgänger, etwa zeitgenössische Werke oder Zwölfton, mit 50 % Auslastung sind, der Rest komplett ausverkauft ist, kommt man noch immer auf insgesamt 95 %. Mit zunehmendem Anteil von Blindgängern, etwa Auftragswerken, für die das allgemeine Interesse überschaubar bleibt, sinkt die Auslastung, aber man kann ja auch verschenkte Karten in die Verkaufsstatistik einrechnen, siehe Volkstheater. Die Auslastung bleibt rechnerisch höher, Umsatz und Geschäftsergebnis sinken in dem Ausmaß, wie die Subventionen steigen müssen.

11. November 2019
9:39
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Christine
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Forumsbeiträge: 51
Mitglied seit:
7. September 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich frage mich wie die Staatsoper zu einer durchschnittlich so guten Auslastung kommt wenn manche Vorstellungen so schlecht besucht sind. Mehr als ausverkauft kann es ja auch nicht geben. Gibt es Informationen darüber wieviele Zuschauer die Aufführungen der einzelnen Werke im Durchschnitt besuchen?

11. November 2019
9:27
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Chenier
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Forumsbeiträge: 576
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

"Der Besuch war für die STOP erschreckend schlecht (viele Plätze im Parterre waren leer, nach der Pause war auch der Stehplatz ziemlich entvölkert)."

Wundert Sie das? Ich kenne nur die Radioübertragung, die ich rechtzeitig abstellen konnte, das im ersten Teil Dargebrachte hat mir gereicht. Wenn Sie jetzt meinen, der 2. Teil war noch schlechter, fühle ich mich bestätigt. Und moralische Belehrung mit erhobenem Zeigefinger in der WSO brauche ich nicht, dorthin gehe ich primär wegen der Musik.

10. November 2019
18:41
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LeFis
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Forumsbeiträge: 6
Mitglied seit:
2. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich konnte gestern das erste Mal "die Weiden" live im Haus sehen. Der Besuch war für die STOP erschreckend schlecht (viele Plätze im Parterre waren leer, nach der Pause war auch der Stehplatz ziemlich entvölkert). Ich selbst saß in der linken Proszeniumsloge und auch da waren kaum Leute.

Die Oper von Staud ist an und für sich hochaktuell, weil sie einen gesellschaftskritischen Blick auf die provinzielle Kultur in Österreich mit Bezügen zu den Verbrechen der Nazizeit wirft. Die zu ihrem öst. Freund Peter reisende Hauptfigur (die aus den USA stammende Jüdin) Lea erlebt am großen Strom so manch unliebsame Überraschung und entdeckt die Welt der "Karpfenmenschen".

Graeme Jenkins dirigiert das durchaus tonal komponierte Stück solide. Gerade in der ersten Hälfte der Oper gelang ihm ein überzeugender Spannungsaufbau, der durch die zumeist verständliche Inszenierung (mit immer wieder ergänzenden Videosequenzen vom zunehmend schauriger werdenden Strom und seiner Aulandschaft) verstärkt wird. Die Sänger fand ich durchaus überzeugend, wobei doch auch gar nicht wenige Sprecheinheiten dabei sind und dem Stück einen schauspielhaften Charakter geben.

Die relativ kurzen Bildsequenzen um das junge Paar werden zunehmend düster, selbst die Teilnahme an der Hochzeit von Edgar und Kitty hat etwas Verstörendes (überdrehtes Brautpaar und Gäste, seltsame Gesellen,...). Übrigens eines der stärksten Bilder der Oper. Sehr gut übrigens der kulturkonservative und deutschnationale Komponist von Udo Samel. Den Text des Stückes von Durs Grünbein fand ich stark.

Leider hatte die Oper im zweiten Teil dann doch Längen, manche Idee (der tote Flüchtling im Strom) oder die plötzlich bei der Ortskundgebung des Populisten auftauchenden Eltern von Lea fand ich unnötig. Das Thema des Umgangs mit Geflüchteten wurde bereits in einer Waldszene gut dargestellt. Staud und sein Team wollten manchmal etwas zu viel. Dennoch fand ich dieses Stück recht hörenswert und großteils sehenswert. 

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