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Die Theorie des BUH Rufes
31. August 2018
9:04
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Kurwenal
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Forumsbeiträge: 54
Mitglied seit:
17. Juli 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Sehe ich genau so. Bei Sängern ist die Leistung immer abhängig von einer Tagesverfassung. Das ist bei Dirigenten nur mehr bedingt der Fall, bei Regisseuren gar nicht mehr.

30. August 2018
10:37
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Chenier
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Forumsbeiträge: 164
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Man kann den Applaus dosieren oder bei Unzufriedenheit absetzen, Buh-Rufe gegen einen Sänger, der vielleicht einen schlechten Tag hat oder es nicht besser kann, sollte man auslassen.

Lautstarke Proteste mit allen zur Verfügung stehenden akustischen Möglichkeiten gegen ein Regie-Team, das eine Oper vorsätzlich mit viel Selbstdarstellung szenisch versaut,  sind allerdings jederzeit zulässig. 

25. August 2018
8:10
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UwePaul
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Forumsbeiträge: 348
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Sie haben völlig recht, Lohengrin, mache ich seit vielen Jahren genauso. Vor Jahrzehnten hatten wir hier einen Wagner Tenor, der meistens grottenschlecht war, da habe ich auch des Öfteren gebuht.

Heute halte ich es in der Regel, wie Sie. Allerdings vor rund 3 Jahren habe ich meinen Vorsatz gebrochen. Da stand Fr. Meier als Santuzza auf der Bühne und lieferte eine völlig indiskutable Leistung ab. Der Schlussbeifall für sie war mäßig, weil viele, so wie ich auch ich,  sich des Beifalls enthielten. Vor mir sassen mehrere Personen, offensichtlich ein Fanclub, die laut und ausdauernd Bravo brüllten, da reichte es mir und ich buhte laut und vernehmlich, dann folgten mir mehrere. Das war eher ein Protest Buh...

24. August 2018
19:02
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 244
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOnlineSmall Online

Domingo schon einmal gar nicht.

Warum nicht; wenn er schlecht dirigiert? Da hat sein alter Tenor-Bonus nichts verloren..........

Sich des Applaudierens zu enthalten, fällt nicht so auf wie Buhs, ist aber meine Methode, Leistungen, die mir nicht gefallen, zu quittieren.

24. August 2018
17:02
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Jago74
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Werter Zerbino!

Kurwenal hat nicht den Sänger Domingo ausgebuht sondern den Dirigenten Domingo.

Ich selber würde niemals einen Sänger ausbuhen. Zuviele Faktoren können Einfluss auf die jeweilige Leistung haben und nicht alles, was eventuell negativen Einfluß hatte, ist dem Publikum bekannt.

Allerdings ist für mich Domingo auch kein "Heiliger", den man "schon gar nicht" ausbuhen dürfte.

Alle Sänger sind ,meiner Meinung nach, grundsätzlich mit dem gleichem Maßstab zu beurteilen und nur weil ein Sänger eine große und lange Karriere hatte (und hat) - und mit Verlaub heute eher von seinem großen Namen als Tenor lebt als von hearausragenden Leistungen als echter Bariton - bekommt er von mir nicht einen Extrabonus.

Wenn sich ein Sänger um Hauptpartien in einem Stimmfach, dass er nicht beherrscht, "reißt", muß er auch damit leben, dass ihn mancher vielleicht wegen der Defizite ausbuht oder ausbuhen wird. Bei Domingo als Sänger trauen sich das jedoch die Leute nicht - ich würde es machen, wenn es Grund gibt.

ABER: ich buhe eben keine Sänger aus!

24. August 2018
15:05
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zerbino
Member
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Forumsbeiträge: 37
Mitglied seit:
1. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Kurwenal sagt
Ich habe heuer erstmals bei einer Opernaufführung gebuht - aus einem Bauchgefühl heraus, das mich dazu zwang. Es war ein Buh gegen Placido Domingo, der in Bayreuth die Walküre dirigiert hatte. Es war das schlechteste Walküre-Dirigat, das ich jemals gehört hatte: unmotiviert, konzeptlos und ohne große Bögen. Man hörte von Anfang an, dass Domingo vollends damit ausgelastet war, keine schweren Fehler beim Dirigieren zu machen. Für eine eigene Interpretation war da wohl kein eigener Spielraum mehr. Schade, dass sich Bayreuth das antut. Man kann nur hoffen, dass solche Fehlentscheidungen langsam der Vergangenheit angehören. Vielleicht aber auch erst dann, wenn die Fehlentscheidung, Katharina Wagner zur Festspielintendantin zu machen, rückgängig gemacht wird.  

Einen Sänger sollte man wegen seiner gesanglichen Leistung grundsätzlich nicht ausbuhen (Domingo schon einmal gar nicht). Jeder Sänger wird daraufhin in der Folge nur noch schlechter singen. Ich habe es einmal nach einer Traviata erlebt, bei der der Tenor voller wobble war und nach dem Schluss mir weinend in die Arme fiel. Stimmliche Defizite sind auf diese Weise nicht abzustellen.

24. August 2018
8:52
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Kurwenal
Member
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Forumsbeiträge: 54
Mitglied seit:
17. Juli 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich habe heuer erstmals bei einer Opernaufführung gebuht - aus einem Bauchgefühl heraus, das mich dazu zwang. Es war ein Buh gegen Placido Domingo, der in Bayreuth die Walküre dirigiert hatte. Es war das schlechteste Walküre-Dirigat, das ich jemals gehört hatte: unmotiviert, konzeptlos und ohne große Bögen. Man hörte von Anfang an, dass Domingo vollends damit ausgelastet war, keine schweren Fehler beim Dirigieren zu machen. Für eine eigene Interpretation war da wohl kein eigener Spielraum mehr. Schade, dass sich Bayreuth das antut. Man kann nur hoffen, dass solche Fehlentscheidungen langsam der Vergangenheit angehören. Vielleicht aber auch erst dann, wenn die Fehlentscheidung, Katharina Wagner zur Festspielintendantin zu machen, rückgängig gemacht wird.

15. August 2018
10:56
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UwePaul
Member
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Forumsbeiträge: 348
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Das tun aber nicht alle, obwohl ihnen das Stück gefiel – sie sind einfach nur ruhig (und im besten Falle so bewegt, dass sie gar nicht klatschen können…).

Ein großer Teil heutzutage kann nicht klatschen, weil die Ihr Smartphone in der Hand haben und die wichtigen Bilder der Nachwelt verkünden. Das ist ja, wie sogar bei der Premiere in Bayreuth zu sehen war, schon der Fall.

15. August 2018
10:49
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Iris
Member
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Forumsbeiträge: 26
Mitglied seit:
2. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Interessant ist es trotzdem. Mit 15 Buhrufern kann der Applaus neutralisiert werden.

Alle Macht den Claquen! Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken.

Die Formanten der Buhrufe liegen im Tieftonbereich der menschlichen Stimme und dominieren deshalb die Beifallskundgebungen durch Applaus überproportional im Gehör, denn der Applaus liegt mehr im Hochtonbereich. Auch die Bravo-Rufe liegen weit höher. Laut Prof. Müller ergibt sich dadurch zwischen Bravoruf und Buhruf eine Relation von etwa 10:1 und – es klingt nahezu unglaublich – beim Klatscher zum Buhrufer eine Relation von gar etwa 100:1. Die akustische Neutralisierung eines Buhrufs bedarf also etwa 100 Klatschern

Gedacht habe ich mir Ähnliches immer, nun ist es wissenschaftlich fundiert!

15. August 2018
10:36
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lavoce
Gast
Guests

Man muss die Buh Rufe nicht qualitativ und auch nicht quantitaiv bewerten.Und schon gar nicht relativieren.Es genügt,dass die Ablehnung gezeigt wird. Genauso wie die Begeisterung gezeigt wird auf der anderen Seite. Beide Reaktionen sind subjektiv und persönlich.

Muss es neulich nur ein gewisser Prozentsatz stimmen,dass eine Meinung ihre Gültigkeit hat? Und wie hoch soll es dann sein? 90%, 70%, 45% ?

Oder 4 Sterne von 5, wie bei der  Amazon Bewertung?  Oder, wie die Umfragen über die Beliebtheit der Politik?

Darum geht es im Theater nicht.Über Scheinbeliebtheit. Hoffe ich doch sehr. Theater sollte aufregen, anregen zum Denken, die Gefühle aufrütteln.

Und nicht nur Likes/Dislikes evozieren.

Da wir schon bei den Zahlen sind: wie viele Leute im Publikum schweigen,obwohl sie mit einer Produktion unglücklich sind? Aus Höfflichkeit, weil sie sich nicht exponieren wollen, weil es ihnen egal ist? Es gibt mehr als BUH und Klatschen. Auch nichts tun ist eine Reaktion.

Und letztendlich: der Regisseur kriegt es direkt mit dem Publikum nur einmal zu tun in einer Produktion.

Bei der Premiere.Dann ist er weg. Und die "Bewertung" seiner Arbeit fällt bei allen weiteren Vorstellungen mehr oder weniger weg.

Die darstellende Kunst muss die Publikumsreaktionen aushalten. Das ist schon in Ordnung so

Gruß,lavoce

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