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Die Pamina
1. Januar 2019
19:46
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Chenier
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28. Februar 2018
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wieder mal Übereinstimmung bei gelegentlichem Widerspruch, werter Gurnemanz, Vörös ist eine Bereicherung, Speedo-Green entbehrlich.

1. Januar 2019
17:31
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Michta
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6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

bravo, danke, bin auch hier mit Ihnen einverstanden!

1. Januar 2019
15:36
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Gurnemanz
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29. September 2018
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... wobei man nicht verschweigen soll, dass Meyer (oder jemand anderer) auch ein paar (wenige) wertvolle Neuzugänge engagiert hat, zum Beispiel Szilvia Vörös, die ist super! Anderseits haben wir jetzt auch den Ryan Speedo Green, den wir ja ÜBERhaupt im Ensemble nicht brauchen.

Ob das mit dem Regietheater zu tun hat, bezweifle ich stark. Eher mit der Fokussierung aufs Äußerliche (zum Beispiel bei Streams), denke ich. Mir geht dieser Jugend- und Schönheitsblödsinn eh auf die Nerven. Von einem Opernsänger will ich, dass er gut singt (und so halbwegs schauspielert), mehr nicht. Ob dick oder dünn, ob fesch oder schiach, ob jung oder alt, ist mir wurscht.

1. Januar 2019
11:58
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Michta
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6. März 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz ich muss Ihnen zur Charakteristik der heutigen "Star"-Hochjubelungen , hier am Fall der Nafornita , aber es gibt ja noich ein paar andere, gratulieren - treffender kann man es kaum beschreiben. Mir hat die angesprochene ach noch nie besonders gefallen. Abseits vom Stimmlichen mag ich diese Frauen-Typen, die da bei uns so gefördert werden und im "Regietheater" natürlich passen , auch gar nicht. Aber das ist mein Problem. Von "Star" war diese Dsame immer weit entfernt...   ja und für "Stimmchen" ist Herr Meyer ja besonders anfällig....

1. Januar 2019
7:55
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Werter Chenier! "Am wenigsten schlecht" würde ich auch so sehen, wobei die Verbesserung für mich im Promillebereich liegt. Es erfüllt mich einfach mit Grant, wenn ich mir vor Augen halte, dass es in unserer Nähe mehrere tolle Sopranistinnen gibt und dafür bei uns eine aus meiner Sicht völlig unfähige, überforderte Wettbewerbssängerin ohne Gesangstechnik die großen Rollen (und viel Geld) kriegt. Was ist zum Beispiel mit Adriana Kohútková und Jana Šrejma Kačírková? Die wären gut genug, um an der Wiener Staatsoper aufzutreten, BEIDE! (kann jeder auf Youtube nachhören) Der Eiserne Vorgang existiert halt noch immer in den Köpfen der Agenten/Operndirektoren. Und es gibt gewiss auch bessere österreichische Opernsängerinnen als Frau Nafornița. 

Dass Pape gut singt, sehe ich auch so. Nur ist der Sarastro keiner der Bassrollen, in denen ich auch einen Bassbariton mögen kann, wie zB der Ochs, sondern da will ich einen "wirklichen" Bass.

Prosit Neujahr! 

31. Dezember 2018
16:09
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Chenier
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ihr seid ein wenig gar zu streng zu der armen Nafornita. Wie gesagt, in dieser Rolle habe ich ihre beste Leistung erlebt (oder die am wenigsten schlechte?), nur rausbuhen würde ich sie nicht wollen. Man hört ja auch ein wenig mit den Augen. WinkDem Rest der Rezension kann ich mich anschließen, mit der Ausnahme Pape, wobei es mir ziemlich wurscht ist, ob Bass oder Bassbariton, solange er gut singt, und das hat er getan, und Fingerlos, den ich in der ersten Vorstellung nicht gehört habe, es war Unterreiner, und der war restlos überzeugend.

31. Dezember 2018
0:24
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Hier kommt noch mein persönlicher subjektiver (!) Bericht von heute, 30. Dez. 2018:

Na servas, das war eine unglaublich zache Vorstellung. Der Grund, nicht bereits in der Pause zu flüchten, hieß Benjamin Bernheim. Laut seiner Aussage in der Hauszeitung der Staatsoper war es heute sein letzter Tamino, was ich bedaure, aber auch nachvollziehen kann. Obgleich der Tamino anspruchsvoller als die anderen Mozartschen Tenorpartien ist, verlangt Bernheims Stimme nach schwierigeren Aufgaben – nichtsdestoweniger war er heute ein sehr guter Tamino. Stellenweise wäre mehr Beweglichkeit und Naivität in der Stimme wünschenswert gewesen, aber darüber kann man aufgrund der sonstigen Leistung locker hinwegsehen. Sein Tamino ist ein selbstbewusster Held, der weiß, was er will. („Mein“ Aufnahmen-Lieblingstamino ist übrigens Léopold Simoneau, wieso kennt den heute keiner mehr? Wunderschöne Stimme!) Ebenfalls auf der positiven Seite waren René Pape und Hila Fahima. Pape ist zwar eine Fehlbesetzung (die Stimme ist und bleibt ein Bassbariton und wird kein Bass, außerdem nerven seine Vokalverfärbungen. Man braucht nur eine Stunde lang nach Bratislava fahren und hat dort einen, der den Sarastro viel besser schafft), und Fahima wirkte als Königin der Nacht recht unsicher, aber sei’s drum, es war locker akzeptabel. Alle anderen Sänger hingehen waren mehr oder minder Katastrophen. Ich habe ja schon betont, dass ich Pamina für die wahre Hauptperson dieser Oper halte, und in Wien sollte diese Rolle auch einer ersten Sängerin anvertraut werden. Valentina Naforniţa hat gelernt, wie sie ihre Schwächen besser kaschieren kann. Sie sind aber noch da, und wer das nicht hört, sollte seine Gehörfähigkeit ernsthaft hinterfragen. Eigentlich tut sie mir ja leid: Sie ist erst 31 Jahre alt, jetzt sollte die Karriere eigentlich erst losgehen, die Stimme ist aber bereits hörbar beschädigt, was die logische Konsequenz eines Singens mit ganz, ganz miserabler Technik ist. Wann immer sie zu einem Piano ansetzen will, gelingt ihr das nicht, die Stimme tremoliert oder kann den Ton nicht halten. Das Timbre klingt künstlich, ich habe keine Ahnung, mit was sie eigentlich singt, denn die Luftsäule im Körper kann es nicht sein. Das geht noch ein paar Jahre so weiter, dann wird Schluss sein, und die Karriere ist ruiniert. Die berufliche Karriere einer jungen Sängerin wird durch Ahnungslosigkeit und Geldgier zerbrechen. Wollen wir das? Die wahren Totengräber der Oper sitzen in verantwortungsvollen Positionen und verheizen gnadenlos junge Künstler, und alle, die zuschauen oder den Prozess durch entsprechend positive Kritiken sogar befeuern, sind mitschuldig. Traurig! Rafael Fingerlos ist rein gesanglich ein guter Papageno – aber nicht an der Wiener Staatsoper sondern an zweiten Häusern. Die Wiener Oper ist ihm einfach (noch) viel zu groß. Aber die Stimme ist gut geführt und hat Potential – wenn er klug ist und seine Karriere klug fortführt, kann das was werden. Ärgerlich war seine schauspielerische Leistung: Der Papageno ist eine Art Commedia-dell'arte-Figur, aber darüber hinausgehend ein sympathischer, bodenständiger, unbeholfener und letztlich einsamer junger Mann, aber bestimmt kein Trottl, Hyperaktiver, Epileptiker oder sonst wie Gestörter – das hat Fingerlos aber verkörpert. Ich freue mich generell, wenn auf der Bühne im Dialekt gesprochen wird, denn Dialekt ist ein Kulturgut und Identifikationsmittel, aber das, was Fingerlos geboten hat, war für meinen Geschmack zu viel des Guten. Wenn er schon im Dialekt spricht, muss das authentisch wirken, nicht aufgesetzt: Ein paar Sätze im Standarddeutsch, dann ein paar Sätze in österreichischem Dialekt mit Salzburger Färbung, außerdem nicht korrekt, denn im richtigen süddeutschen Dialekt wird das r gerollt. Außerdem sollte er viel langsamer und deutlicher sprechen. Also insgesamt für mich überhaupt keine zufriedenstellende Leistung, obwohl Fingerlos Potential hätte. Die Nebenrollen zogen sich nicht glorreich aus der Affäre. Lustig waren die drei Damen: Eine wirklich sehr gute Stephanie Houtzeel flankiert von der völlig unzureichenden Fiona Jopson und der völlig unzureichenden Bongiwe Nakani – was hat die beiden Damen an die Staatsopernbühne gebracht? Die langjährigen Ensemblemitglieder Benedikt Kobel und Peter Jelosits waren als Monostatos und erster Priester richtig eingesetzt. Eine Tragödie war die Darbietung von Morten Frank Larsen. Das Ergebnis, wenn man mit nicht ganz lupenreiner Technik zu schwierige Rollen singt, nenne ich das Thomas-Hampson-Symptom, allerdings hat sich Hampson im Gegensatz zu Larsen wieder erfangen. Larsen tut mir leid, weil er generell eine schöne Stimme hätte, oft verschiedene Rollen probt und covert, gelegentlich einspringen darf und Vorstellungen rettet, aber was er heute geboten hat, war nicht staatsopernreif, nicht einmal bühnenreif. Er kann nicht auf Linie singen, die Stimme schwankt und produziert irgendwelche Töne. Im Duett „Bewahret Euch vor Weibertücken“ hat man eigentlich nur den Jelosits gehört, und nur aufgrund des auf- und zuklappenden Mundes konnte man annehmen, dass Larsen auch noch dabei war. Die Rolle des Sprechers ist kurz, aber wichtig, und unvergessen ist mir Franz Grundheber, der vor einem halben Jahr drei Monate vor seinem 81. Geburtstag eine ausgezeichnete Darbietung geliefert hat: perfekter Ausdruck, gewaltige Bühnenpräsenz, vollkommen intakte Stimme, Wortdeutlichkeit – bravo! Larsen ist dreißig Jahre jünger und total ausgesungen. Für Belustigung sorgten Lukhanyo Moyake und Ayk Martirossian als geharnischte Männer. War da überhaupt EIN Ton richtig?! Da habe ich an kleinen Bühnen wie zum Beispiel im Theater Trier weit bessere Geharnischte gehört. Drei Wiener Sängerknaben krähten sich wie üblich falsch durch den Abend. Ileana Tonca war als Papagena auch dabei, das war rollendeckend. Bedauerlich konnte Ádám Fischer das Ruder nicht herumreißen. Fischer ist üblicherweise eher auf der flotten, gehetzten Seite, aber was ist heute in ihn gefahren? Es war ziemlich uninspiriert (kann natürlich auch am Orchester gelegen haben) und teils viel zu verschleppt (was ihm und nicht dem Orchester anzulasten ist). Dass die Vorstellung so mühsam war, liegt auch an der verunglückten Inszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier: sie ist einfach so typisch für die Amtszeit Dominique Meyers: uninspriert, völlig stimmungslos und peinlich verblödelt (ich sag nur: Polizisten). Schlimm! Schließlich muss ich noch bemerken, dass mich alle Staatsopern-Vorstellungen der letzten Zeit (und ich hab mir nicht jeden Mist angeschaut, sondern nur das, was mich wirklich interessiert) grantig gemacht haben, also insofern Zeitverschwendung waren, wohingegen mich alle meiner zahlreichen Opernbesuche im Ausland (in Tschechien, in Deutschland und in der Slowakei) beglückt und mit einem positiven Gefühl zurückgelassen haben. Da ist was faul im Staate Österreich. Es wird Zeit, dass Meyer endlich von Roščić abgelöst wird – es kann wirklich NUR besser werden. Die 1½ Jahre bis dahin werden wir auch noch druchdruckn. (Um Rückfragen gleich zu beantworten: Nein, ich hab nicht gebuht, weil ich gleich nachm letzten Ton die Flucht ergriffen hab. Das Publikum darf sich aber nicht alles gefallen lassen.)

30. Dezember 2018
20:30
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Gurnemanz
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29. September 2018
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alcindo sagt
was Gurnemanz da ueber V Nafornita schreibt ist mir vor ein paar tagen bei dem sonderbaren Weihnachtskonzert "Christmas in Vienna" auch aufgefallen, sie hat schon ein ansehnliches vibrato, auf gutem weg zu einem wackler, und das in einem relativ jungen alter, auch an der textverständlichkeit mangelte es. in diesem seltsamen konzert gab es als Weihnachtsmusik unter anderem "una furtiva lagrima" und  " o Mimi, tu piu non torni" fehlte nur noch der Musettewalzer und der Radetzkimarsch um die richtige Weihnachtsstimmung zu unterstreichen. Dazu A Denoke, die sich durch ihre gesänge mühte und markierte, und das nicht immer in der richtigen tonhoehe, auch A Eroed konnte mit wenig timbre nicht wirklich überzeugen.   

Ja, das liegt einfach an der katastrophalen Technik, anders wäre es in diesem jungen Alter mit ihrem Repertoire in keiner Weise möglich. Wobei sie heute in der Zauberflöte (grad ist Pause) ETWAS besser als üblich ist (aber noch lange nicht gut).

Denoke und Eröd schätze ich sehr, aber die sind halt auch schon überm Zenit. Leider!! 

30. Dezember 2018
20:26
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alcindo
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Mitglied seit:
27. Februar 2018
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was Gurnemanz da ueber V Nafornita schreibt ist mir vor ein paar tagen bei dem sonderbaren Weihnachtskonzert "Christmas in Vienna" auch aufgefallen, sie hat schon ein ansehnliches vibrato, auf gutem weg zu einem wackler, und das in einem relativ jungen alter, auch an der textverständlichkeit mangelte es. in diesem seltsamen konzert gab es als Weihnachtsmusik unter anderem "una furtiva lagrima" und  " o Mimi, tu piu non torni" fehlte nur noch der Musettewalzer und der Radetzkimarsch um die richtige Weihnachtsstimmung zu unterstreichen. Dazu A Denoke, die sich durch ihre gesänge mühte und markierte, und das nicht immer in der richtigen tonhoehe, auch A Eroed konnte mit wenig timbre nicht wirklich überzeugen. 

30. Dezember 2018
20:25
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 550
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Anmerkung des Moderators: Es kann nicht sein, daß im Forum dazu aufgefordert wird, eine Sängerin "aus dem Haus zu buhen". Daher wird diese Zeile gelöscht.

Sehr geehrter Moderator! Ich weiß nicht, wie Sie das interpretiert haben. Ich habe definitiv etwas anderes geschrieben. Da war gar keine Rede von einer Aufforderung, eine gewisse Sängerin aus der Staatsoper zu buhen. Ich habe mir nur erlaubt feststellen, dass das ein schönes Stück Arbeit würde. Dazu stehe ich. Ich habe keine Ahnung, inwiefern das im Widerspruch mit den Forenregeln steht.

30. Dezember 2018
18:54
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Gurnemanz
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Michael Koling!

Tjaaa, Befürchtungen können sich halt nicht immer bewahrheiten ;-))

Vielen Dank für die Informationen! Ich bin übrigens dafür, das Thema hier auf die aktuelle Zauberflötenserie auszudehnen, dann ist es übersichtlicher. Cerny ist wirklich ein sehr guter Sänger, ich kenne seinen Sarastro aber noch nicht. Ich muss gestehen, dass mir Tugomir Franc nur dem Namen nach bekannt war, aber sobald ich heute zu Hause bin, schaue ich, was ich auf Youtube finde! Über die Walter-Fink-Info bin ich traurig, ich habe ihn sehr geschätzt. Aber ich habe ihn seit 2014 nicht mehr gehört, also keine Ahnung, wie er jetzt tönt. Aber naja, es kann halt nicht jeder ein Franz Grundheber sein, der mit ACHTZIG Jahren noch eine vollkommen intake Stimme hat, was er auch 2019-20 unter Beweis stellen wird.

Peter Mikuláš ist ein toller Sänger, aber auch schon überm Zenit (siehe das, was ich vorgestern über die Turandot in Bratislava geschrieben hab). Akustisch ist er viel zu wenig dokumentiert, aber wenn Sie Interesse haben, können Sie ja mal auf Youtube auf Spurensuche gehen, wenn Sie nicht nach Bratislava fahren möchten, wo er laufend alle großen Bassrollen singt.

Und Matthias Goerne als Sarastro war ja auch eine Schnapsidee ersten Grades. Das wäre wohl auch ein Fall von "Ausbuhen" gewesen.

László Polgár schätze ich übrigens auch sehr, ich kenne ihn aber nur von Aufnahmen.

30. Dezember 2018
18:00
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michael koling
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17. Juni 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz sagt

Das wird ein schönes Stück Arbeit, bis wir sie aus der Staatsoper rausgebuht haben, wenns überhaupt gelingt.

Ich hatte schon befürchtet, dass Gurnemanz erwachsen wird. Viele Beiträge der letzten Tage, vor allem zu Janacek, haben darauf hingedeutet.

Gurnemanz sagt
Haben Sie Walter Fink und Peter Mikuláš als Sarastro gehört? Das sind meine beiden Lieblings-Sarastros, da kann sich der Pape weit hinten anstellen

Zugegeben, Peter Mikulas (die richtigen Zeichen für die Sprache finde ich in der Eile nicht) ist mir unbekannt und daher kann ich zu ihm keinen Kommentar abgeben. Aber Walter Fink habe ich immer auch in dieser Rolle gehört. Der letzte Sarastro den ich von ihm "genießen" durfte - war vor geschätzt zwei Jahren in der Volksoper (ich bin gerad nicht in Wien, um mein Archiv zu befragen) - war allerdings wenig erfreulich. Da klang die Stimme sehr ausgesungen und fahl. Und ich fürchte, das war nicht nur Abendverfassung.

Ob Pape ein idealer Sarastro ist, bin ich auch nicht sicher. Aber seit letzten Sommer in Salzburg wissen wir ja alle, was an Sarastros möglich ist. Die für mich besten internationalen Sarastos waren (sind immer noch) Talvela und Moll und als echtes Ensemblemitglied der Staatsoper der stark unterschätzte und unterbewertete Tugomir Franc. Aber das ist leider altersbedingte Vergangenheit. Einen Sarastro mit Zukunft gibt es übrigens mit Stefan Cerny in der Volksoper.

So, und jetzt habe auch ich das gemacht was ich bei anderen kritisiere - ich habe das Thema "Pamina" verlassen und bin zu "Sarastro" gewechselt. Dafür entschuldige ich mich.        

30. Dezember 2018
16:56
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Chenier
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28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Nein, habe ich nicht, da halte ich es mit UwePaul: Die Zauberflöte nur ausnahmsweise, diesmal primär wegen Bernheim. Da sind mir zu viel Gequatsche und, überpointiert, Kinderlieder dabei, gemischt natürlich mit großartigen Passagen. Wenn Mozart, dann primär den Don Giovanni, zählt zu meinen Lieblingsopern, oder auch die Cosi, dann wird für mich die Luft dünner, vielleicht noch den Figaro.

30. Dezember 2018
14:36
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 550
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Chenier! Danke für die "Beruhigung"! Naja, mal schauen, was heute abend stattfindet. Ich freue mich schon, bin aber etwas skeptisch bezüglich Pape, letztes Jahr hat er mich nicht überzeugt. Haben Sie Walter Fink und Peter Mikuláš als Sarastro gehört? Das sind meine beiden Lieblings-Sarastros, da kann sich der Pape weit hinten anstellen (zumindest als ich ihn vor einem Jahr in der Rolle gehört hab).

30. Dezember 2018
14:23
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Chenier
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Forumsbeiträge: 420
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich kann Sie beruhigen, werter Gurnemanz, es ist die beste Nafornita, die ich bisher gehört habe. Ich war von Ihr bisher auch nicht überzeugt, aber diesmal passt es. Ein wunderbarer Repertoireabend, auch ohne Janacek Wink, der es Ihnen scheinbar angetan hat, weit über den Erwartungen, und Bernheim und Pape waren überragend.

30. Dezember 2018
14:12
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 550
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29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich werde erst heute in die Zauberflöte gehen, und mir graut jetzt schon vor der Naforniţa. Ich kenne kaum eine schlechtere Sängerin. Sie kann einfach nicht singen, die Technik ist grauenhaft, die Luft schießt an den Stimmlippen vorbei, es klingt einfach nach nix (von der Aussprache ganz zu schweigen). Mit einer Weltklassesängerin wie Genia Kühmeier nicht einmal ansatzweise zu vergleichen.
Man fragt sich schon, warum Naforniţa eine große Rolle nach der anderen verhunzen darf - man könnte fast denken, dass der Direktor nur nach Optik besetzt...

Anmerkung des Moderators: Es kann nicht sein, daß im Forum dazu aufgefordert wird, eine Sängerin "aus dem Haus zu buhen". Daher wird diese Zeile gelöscht.

Und falls jemand fragt, warum ich überhaupt hingehe, wenn mir vor der Pamina-Interpretin graut: In der Zauberflöte gibts nicht nur Pamina. Ich gehe hin, weil ich Bernheim unbedingt hören möchte, im Februar hat er mir super gefallen. Endlich mal wieder ein richtiger Tenor und kein Pseudosänger.

30. Dezember 2018
14:05
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lavoce
Gast
Guests

vom Herrn Kurt Vlach:

"Als Pamina war Valentina Nafornita aufgeboten, die jetzt auch schon seit fünf oder mehr Jahren in Österreich lebt. Dies merkt man, da sich fast akzentfrei sprach. Ihre Stimme ist größer und etwas dramatischer geworden, technisch hatte sie überhaupt keine Probleme – und dass sie eine bildhübsche junge Frau ist, sich zu bewegen weiß – nun, das ist ja kein Geheimnis. Meine kleine Einschränkung zu ihrer Leistung, und auch das kann man ihr nicht ankreiden, ist, dass sie fast schon ein wenig zu dramatisch klingt. Es kann jetzt mein persönlicher Geschmack sein, aber als Pamina wünschte ich mir einen etwas lyrischeren Sopran (mir fällt da Genia Kühmeier ein, die vor ein paar Jahren diese Rolle wunderbar verkörperte)."

 

     Jetzt interessiert mich aber, was macht die Stimme einer 31 jährigen Sängerin,die etwa 5-7 Jahre singt "dramatisch"?

Frau VN hat in den letztden Jahren ihr Fach gesungen: Valencienne,Adina,Norina,Musetta,Susanna,Gilda,Oscar,Servilia.Die lyrischen Partien also,und zuletzt eine Fiordiligi.Aus welchem Grund ist  die Stimme "dramatisch" und "groß" geworden in so kurzer Zeit? Meistens geschieht die Entwicklung der Stimme mit neuen Anforderungen.Solange man die Rollen eines Fachs singt, eher nicht.

Ich höre in dieser Stimme ein zu großes  Vibrato, einen künstlich abgedunkelten Ton, keinen Brustton weit und breit, einen flachen Körper und eine sehr beliebige Aussprache.Vokale werden je nach Gefühl offen oder geschlossen gesungen. Meist auf dem Vokal -a. Oder so ähnlich. So gut wie keine Dynamik.

Das soll eine gut geführte Stimme sein? 

 

 

Alleine die Anfangsphrasen der Arie der Pamina sind sprachlich amüsant:

 

...ach, isch fühl's

... es ast verschwundan

... awisch hin, der labe Glück

 

Man muß die Vokale nicht derart verfälschen um sie singen zu können.Nicht mal in der hohen Lage. G.Kühmeier kann die Pamina immer noch mädchenhaft und klar singen.

       Es wäre wünschenswert sich Gedanken darüber zu machen, wenn man Kritiken schreibt im Besonderen,was die Gründe und Folgen für die Stimmentwicklung sind.

Sie kann nämlich sehr schnell in die Falsche Richtung gehen.Davor waren in der Vergangenheit auch die größten Sänger nicht verschont, heute sind aber unsere Opernsternchen noch schlimmer dran.Sie werden viel zu früh und zu oft  pauschal als "vollkommen", "makellos" , "Assoluta" , "rising star" u.ä. abgestempelt,was zu Folge hat, dass sie selbst unkritisch werden.

 

Gruß,lavoce

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