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Die Künstler, der ORF, die Kulturnation und die TV-Diskussion
18. Mai 2020
21:45
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 956
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

........in der Kulturszene.......

Wohl gemerkt: IN WIEN! Und diese sogenannte Kulturszene tut mit Hilfe ihrer Unterstützer (vornehmlich ORF "Hauptstadtstudio") alles, um den Anschein aufrecht zu halten, dass sie de Nabel der ÖSTERREICHSCHEN Kultur sei. Jetzt gibt es die einmalige Chance, das zurecht zu rücken und den "Rest Österreichs" ins Spiel zu bringen. Da müßten allerdings die in der Stellenbeschreibung vorkommenden Gruppen ALLE aufstehen und "HIER" rufen!

18. Mai 2020
21:24
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Gianni Roccanova
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Forumsbeiträge: 42
Mitglied seit:
8. April 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Karl sagt
Das muss man aber auch verstehen...

In fast keiner anderen Branche herrscht ein derartiger Druck zum Koformismus, wie in der Kulturbranche. Am besten verdeutlicht (im musikalischen Bereich) durch Aussagen wie "So kann man das heute nicht mehr spielen/singen." (Zyniker würden antworten, dass dies im vokalen Bereich auf die mediokren Stimmen zurückzuführen ist, aber das ist bei dieser Aussage nicht gemeint) Mozart nicht auf Darmsaiten? Hängt ihn höher! Der Schwachsinn des vibratolosen Spiels? Ja, so muss es klingen! Stimmton 415 Herz verpflichtend, gestopfte Hörner, 'lyrische' (also unhörbare) Stimmen,... und gleichzeitig das sogenannte Regietheater auf der Bühne...

Ich kann mich noch an die hinreißende Geschichte erinnern, die sich um Komponisten drehte, die nach Darmstadt fuhren, eigentlich in pseudo-orffscher Manier komponierten, aber im Zug noch schnell einige Zwöftonreihen zu Papier brachten, um nicht ausgelacht zu werden. Einer Partitur Hans Werner Henzes wurde von einem namhaften Dirigenten ganze Seiten mit den Worten "Wir schreiben keine Arien mehr" herausgerissen. Wer in Frankreich nicht im Fahrwasser Pierre Boulez arbeitete, hatte große Probleme. Als Sir Charles Mackerras in GB zu Brittens Lebzeiten eine Bemerkung über "Benji and his boys" (also sein Faible für Knaben) machte, war er für große Teile des musikalischen Establishments im Verschiss.

Die Liste ließe sich unendlich verlängern.

Wenn man dann noch prekäre Arbeitsverhältnisse und den Kampf um Subvetionen dazurechnet, endet man schnell in einer problematischen Situation. Dass in Österreich auch noch eine Partei (nämlich die SPÖ) seit 1970 (mit ganz kurzen Unterbrechungen) für die Kultur zuständig ist, macht die Situation auch nicht besser. (Bitte hier keine Diskussion über Parteipolitik - ich glaube nicht, dass die anderen es sehr viel anders gemacht hätten) Wes Brot ich ess, des Lied ich sing - war immer so und wird immer so bleiben...  

 

Es war ein Kapitalfehler der ÖVP, die eigene Kompetenz bezüglich Kunst und Kultur im Laufe etlicher Jahre auf ein kaum noch messbares Niveau herunterzuschrauben. Klug war noch ein Landeshauptmann Pröll, der - bei aller berechtigten Kritik an seinem Auftreten und Agieren - hier die Künste und Künstler üppig förderte und dadurch nicht nur PR für den Standort Niederösterreich betrieb, sondern sich auch kritische Stimmen vom Leib hielt - indem er ihnen Spielwiesen bereitstellte, auf denen sie sich austoben konnten und so beschäftigt waren, dass für Kritik an Pröll keine Zeit blieb. Pröll wusste genau, dass Künstler und die entsprechende Branche nicht unwesentliche Meinungsmacher darstellen, auf die es ankommt, wenn man Mehrheiten erzielen will. Außerdem war Pröll tatsächlich genuin an Kultur interessiert. Die Kanzlerschaft Kreiskys fußte zu einem erheblichen Teil auf seinen Fans in Kultur, Kunst, Medien und Universitäten. Selbst scheinbar Bürgerliche konnten so in Kreisky- und SPÖ-Sympathisanten umgepolt werden. An diese Strategie versucht die SPÖ bis heute anzuknüpfen, nicht immer gelingend, aber doch so, dass sie zumindest eine extrem ungeschickt agierende grüne Staatssekretärin in die Bredouille bringen konnte. Ohne dass es nur die leisesten Stimmen gab, die vor Frauenfeindlichkeit oder Sexismus warnten (wie das in anderen vergleichbaren Fällen sofort üblich ist).

Das war eine Machtdemonstration, die ÖVP und Grünen zu denken geben sollte. Es existieren in der Kulturszene genügend Leute, die das Ende dieser Koalition hohnlachend begrüßen würden, weil sie nur darauf warten, dass endlich wieder die alten Netzwerke und Cliquen ungehinderten Zugang zu den Futtertrögen erhalten. Bis dahin werden sie praktisch alles, was Türkis-Grün punkto Kultur macht, als "nicht ausreichend" oder gar "ignorant" und "unfähig" verreißen. Die Frage ist also nur, ob diese parteipolitisch motivierten, gerne moralisch-oberlehrerhaft und im Tonfall größter Empörung auftretenden Kultur-Stars weiter Material für ihre Kampagnen erhalten, oder ob sich einige Herrschaften angesichts der Machtverhältnisse und durch interessante Angebote animiert doch langsam neu orientieren. Der Ausgang der Wien-Wahl wird dabei natürlich auch eine gewisse Rolle spielen - ob eine beruhigende oder eine weiter aufputschende, bleibt abzuwarten.

18. Mai 2020
20:31
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Karl
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Forumsbeiträge: 96
Mitglied seit:
7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Das muss man aber auch verstehen...

In fast keiner anderen Branche herrscht ein derartiger Druck zum Koformismus, wie in der Kulturbranche. Am besten verdeutlicht (im musikalischen Bereich) durch Aussagen wie "So kann man das heute nicht mehr spielen/singen." (Zyniker würden antworten, dass dies im vokalen Bereich auf die mediokren Stimmen zurückzuführen ist, aber das ist bei dieser Aussage nicht gemeint) Mozart nicht auf Darmsaiten? Hängt ihn höher! Der Schwachsinn des vibratolosen Spiels? Ja, so muss es klingen! Stimmton 415 Herz verpflichtend, gestopfte Hörner, 'lyrische' (also unhörbare) Stimmen,... und gleichzeitig das sogenannte Regietheater auf der Bühne...

Ich kann mich noch an die hinreißende Geschichte erinnern, die sich um Komponisten drehte, die nach Darmstadt fuhren, eigentlich in pseudo-orffscher Manier komponierten, aber im Zug noch schnell einige Zwöftonreihen zu Papier brachten, um nicht ausgelacht zu werden. Einer Partitur Hans Werner Henzes wurde von einem namhaften Dirigenten ganze Seiten mit den Worten "Wir schreiben keine Arien mehr" herausgerissen. Wer in Frankreich nicht im Fahrwasser Pierre Boulez arbeitete, hatte große Probleme. Als Sir Charles Mackerras in GB zu Brittens Lebzeiten eine Bemerkung über "Benji and his boys" (also sein Faible für Knaben) machte, war er für große Teile des musikalischen Establishments im Verschiss.

Die Liste ließe sich unendlich verlängern.

Wenn man dann noch prekäre Arbeitsverhältnisse und den Kampf um Subvetionen dazurechnet, endet man schnell in einer problematischen Situation. Dass in Österreich auch noch eine Partei (nämlich die SPÖ) seit 1970 (mit ganz kurzen Unterbrechungen) für die Kultur zuständig ist, macht die Situation auch nicht besser. (Bitte hier keine Diskussion über Parteipolitik - ich glaube nicht, dass die anderen es sehr viel anders gemacht hätten) Wes Brot ich ess, des Lied ich sing - war immer so und wird immer so bleiben...

18. Mai 2020
20:06
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Lohengrin2
Member
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Forumsbeiträge: 956
Mitglied seit:
28. Februar 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Applaus !!!

In Kultur Heute darf sich mal wieder "Kulturexperte Heinz Sichrovsky " verbreiten.....

18. Mai 2020
19:40
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Gianni Roccanova
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Forumsbeiträge: 42
Mitglied seit:
8. April 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Also lädt heute abend der ORF ein paar Künstler zur Diskussion, die als "prominent besetzt" angepriesen wird. Wem die politischen Sympathien von David Schalko - herrlich sein damaliges Gespräch mit dem unvergesslichen SPÖ-Bundeskanzler Kern im Wiener KreiskyForum - gelten, ist durchaus bekannt - nämlich eher nicht der aktuellen Bundesregierung. Weiters soll Prof. Stella Rollig kommen, 2013 eine Unterstützerin der damaligen SPÖ-Abgeordneten Sonja Ablinger und vom früheren SPÖ-Minister Drozda zur Leiterin der Österreichischen Galerie Belvedere ernannt, sowie laut Wikipedia-Artikel der SPÖ nahestehend. Weiters der sympathische Pianist und Intendant Florian Krumpöck, der vor wenigen Tagen einen langen Brief publizierte, der unter anderem mit einem wunderschönen Churchill-Satz glänzte, den Churchill nur leider nie geäußert hat. Warum nicht auch Herbert Föttinger zur erlesenen Runde stoßen kann, entzieht sich meiner Kenntnis (falls er die Zeit jedoch nützt und noch einmal über seine Pläne für die kommende Saison nachdenkt, wäre das zu begrüßen). Dafür wird die Landestheater-Niederösterreich-Intendantin Rötzer kommen, die kürzlich in einem Interview erläuterte, was nun alles auf der Bühne thematisiert und diskutiert werden muss (über Schauspieler hat sie sich in diesem Zusammenhang nicht näher geäußert, aber ich würde als Optimist davon ausgehen, dass diese die Themen und Diskussionen darstellen werden).

Was eigentlich der Begriff "Kulturnation" bedeuten soll, wird dabei hoffentlich auch geklärt werden. Vielleicht üppige Subventionen, etwa die bereits jetzt legendäre Kulturmilliarde von Dr. med. Rendi-Wagner? Oder ein bedingungsloses Grundeinkommen für Künstler? Oder bedeutet das vielleicht sinngemäß: Österreich ist eine Kulturnation, ihr Recht geht von den Künstlern aus? Dann sollte dies stante pede sowohl der Bundesregierung wie auch dem Verfassungsgerichtshof mitgeteilt werden. Wie auch immer, die prominenten Diskutanten werden uns dies gewiss erläutern - und wohl noch viel mehr, sogar allerlei Dinge, von denen wir niemals zu träumen wagten. In bewährter Manier wird Herr Traxl die Debatte leiten und mit seinem Charisma dafür sorgen, dass uns nicht schon nach drei Minuten der Tiefschlaf übermannt. Schade nur, dass nicht auch Frau Dr. Rett von irgendwoher zugeschaltet werden kann, aber im Leben kann man nicht alles haben und man soll nie unzufrieden sein.

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