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Die Kritiken der Frau Wagner | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

 

 

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Die Kritiken der Frau Wagner
18. Februar 2020
1:07
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dalmont
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Forumsbeiträge: 145
Mitglied seit:
28. Januar 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Gurnemanz, Sie erlauben, dass ich Ihnen widerspreche. Das Stadttheater Baden braucht ganz andere Kräfte als jemand, der Ihrer Meinung nach für die Staatsoper nicht taugt. Dort braucht es Operettenkräfte, die es kaum mehr gibt (ich kenne Ihre Aversion gegen dieses Genre, aber vielleicht könnten Sie sich entschließen, Oscar Straus’ „Drei Walzer“ in Baden anzusehen, ein Werk, das ich – fast ein halbes Jahrzehnt älter als Sie – nie gesehen habe, aber immer sehen wollte. Wir könnten uns dann trefflich darüber im Forum austauschen).

Zum Grundsätzlichen: Frau Dr. Wagner ist – so wie Dr. Dusek – sicher kein(e) Hobbyschreiber(in) des Online-Merker. Ich erinnere mich, sie vor etlichen Jahren in einer Telefon-Sendung von Ö1 regelmäßig gehört zu haben. Und kenne auch einige ihrer Bücher. Die Sendung, deren Titel ich nicht einmal mehr weiß, gibt’s ja seit langem nicht mehr. Aber Renate Wagner ist dann aus der größeren Öffentlichkeit verschwunden, wer weiß, warum.

Romilda, ich bin überzeugt, jede Sängerin, jeder Sänger weiß, wenn’s nicht funktioniert. Das sind ja keine Blödel. Was einen nervös machen wird, sind Kritiker(innen), die (berechtigt oder nicht) Einfluss haben. Und es scheint, als hätte sich das Publikum seit der Antike nicht geändert: Daumen rauf, Daumen runter, das reicht.

Zur „Liebestrank“-Diskussion: warum von Pavarotti/Battle schwärmen und nicht von Christ/Gedda reden? Tempi passati....

Natürlich ist das Leben nicht „Immenhof“. Aber es ist auch wesentlich leichter, das, was einem contre coeur geht, zu formulieren, als das zu beschreiben, was einen anspricht.

Was heißt schon Kritik? Ich erinnere mich, in einer Zeitung von einem Star der Wiener Kritik einen Satz: “Er hat alles dirigiert, was in der Partitur stand“ gelesen zu haben, und in einem Radio-Interview habe ich dann gehört: „Ich kann keine Partitur lesen“.

So wird halt herum kritikastert....

17. Februar 2020
22:32
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 738
Mitglied seit:
29. September 2018
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Nein, das ist überhaupt keine "Fairness". "Fairness" wäre es, ENTWEDER sowohl die guten als auch die schlechten Sänger zu namentlich zu erwähnen ODER Namennennungen ganz bleiben zu lassen (das würde dann so ausschauen wie "Die Feldmarschallin sang sehr gut, der Ochs mittelmäßig, der Polizeikommissar schlecht" - so, und wem nützt das? Den Lesern sicher nicht). In irgendeiner Form auf die menschlichen Qualitäten zu schließen, weil man Schlechtes als Schlechtes benennt (denn ein x für ein u vormachen lässt sich das Wiener Opernpublikum nicht), ist absurd und zeigt, dass Sie die Aufgabe eines Kritikers missverstehen.

Und nochmals: Es kommt schon vor, dass man für seinen Beruf nicht geeignet ist. Wenn ein Sänger wiederholt schlechte Kritiken bekommt, sagt das vielleicht auch was aus. Genauso wie manche Politiker Bundeskanzler und manche Politiker Bürgermeister sind, gibt es auch Sänger für die Wiener Staatsoper und Sänger für das Stadttheater Baden - jeder davon ist wichtig und hat seinen Platz. Sie werden doch kaum leugen, dass Ryan Speedo Green (ein Beispiel von vielen) am Stadttheater Baden besser aufgehoben wäre als in der Wiener Staatsoper... aja, ups, aber er ist an der Staatsoper engagiert.

17. Februar 2020
19:17
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Romilda
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Forumsbeiträge: 3
Mitglied seit:
17. Februar 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Tatsächlich ist für mich jemand unprofessionell, der abwertet statt zu kritisieren. Ich bin überhaupt nicht dafür, Kritiken zu zensieren. Aber wenn jemand gefrustet ist, dass er nicht Kathleen Battle oder Luciano Pavarotti bekommt, ist es einfach nur unfair einem jungen Sänger gegenüber, der natürlich bei diesem Vergleich den Kürzeren zieht. Freilich kann Frau Wagner weiterhin so empathielos schreiben wie bisher, das will ich ihr nicht verbieten, es fällt aber letztlich auf ihre menschlichen Qualitäten zurück. Das es anders geht, hat erst kürzlich Manuel Brug (ein wirklicher Berufs-Kritiker) im Berliner Rosenkavalier bewiesen, als er die wirklich schlechte Leistung des Polizeikommissars kritisierte, ohne daneben dessen Namen nennen zu müssen. Das ist edel, denn dieser junge Mensch befindet sich noch im Opernstudio. Klar, jeder kann selbst googeln, wer dieser „schlechte Sänger“ war. Aber er wird erstmal namentlich nicht mit diesem unschönen Satz in Verbindung gebracht, sollte ein Agent oder Veranstalter seinen Namen googeln. Und man es doch den Anfängern nicht schwerer machen, als sie es ohnehin in diesem Business schon haben. Nennen Sie mich Mimose, ich nenne es Fairness.  Es geht mir letztlich wirklich um die jungen Sänger, die durch Leute wie Frau Wagner verroht „abgewatscht“ werden. Sie werden und müssen mich dahingehend nicht verstehen, aber es war mir ein Anliegen, das mal erwähnt zu haben. 

17. Februar 2020
17:33
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 97
Mitglied seit:
25. Oktober 2019
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@Romilda

"... Hobby-Schreiberin ..."

Frau Wagner zu unterstellen, ihre Kritiken wären unprofessionell, beweist entweder, dass Sie selbst keine Ahnung von der Materie haben, oder dass Sie noch zu wenige Kritiken von Frau Wagner gelesen haben. Auch die Meinung, dass nur derjenige Sänger kritisieren dürfe, der selbst in der Lage ist, Opern zu singen, ist absurd.

Sie stoßen sich an den mitunter herben Formulierungen von Frau Wagner. Das will Ihnen niemand nehmen. Aber Sie werden zugeben müssen, dass Sie sich für Zensur stark machen. Das ist auch dann nicht moralisch integer, wenn Sie sich gleichzeitig zum Fürsprecher schlechter Sänger machen. Sie können gerne anderer Meinung sein als Frau Wagner. Dann steht es Ihnen frei, eine anders lautende Kritik z. B. hier zu veröffentlichen. Jemanden anderen aber das Recht abzusprechen, sich eine kritische Meinung zu bilden, ist autoritär und läuft letztlich eine Beschränkung der Meinungsfreiheit hinaus.

17. Februar 2020
17:24
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 738
Mitglied seit:
29. September 2018
sp_UserOfflineSmall Offline

Romilda sagt
Es ist immer die Frage, WER kritisiert. Ob eine Hobby-Schreiberin einzuschätzen weiß, wer in die Provinz gehört oder wer nicht, wage ich zu bezweifeln. Darum gehts, nicht um den Blödsinn den Sie hier unterstellen.   

Was für ein Blödsinn. Sie müssen ja mit Frau Wagner nicht einer Meinung sein, aber "Hobby-Schreiberin" ist sie nachweislich (!) keine, und da Sie das offenbar nicht wissen, ist Ihr Beitrag nicht ernstzunehmen.

Wie gesagt: Wer in die Öffentlichkeit tritt (Opernsänger tun das und werden von der Wiener Staatsoper dafür nicht schlecht bezahlt), muss rechnen, für seine Leistung kritisiert zu werden, das gehört zur Meinungsfreiheit - und ihre Versuche, diese zu unterbinden, sind deplatziert und bestenfalls herzig.

17. Februar 2020
16:31
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Romilda
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Forumsbeiträge: 3
Mitglied seit:
17. Februar 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Es ist immer die Frage, WER kritisiert. Ob eine Hobby-Schreiberin einzuschätzen weiß, wer in die Provinz gehört oder wer nicht, wage ich zu bezweifeln. Darum gehts, nicht um den Blödsinn den Sie hier unterstellen. 

17. Februar 2020
15:21
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 97
Mitglied seit:
25. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Wir wollen doch nicht hoffen, dass die politisch korrekten Sprechverbote nun auch in der Kulturkritik überhandnehmen. Mit der Begründung, jemand könnte durch eine Kritik beleidigt werden, zu fordern, man möge solche Kritiken in Zukunft vermeiden, schießt eindeutig über das Ziel hinaus. Würden wir das umsetzen, dann hätten wir tatsächlich die Diktatur der Mimosen etabliert, in der niemand mehr seine Meinung sagen darf, weil sich dadurch ja jemand unangenehm berührt fühlen könnte. Das würde zu einem Verstummen einer Gesellschaft führen. Oder zumindest zu einer Gesellschaft, in der man nur mehr das ausspricht, was anderen runter geht wie Öl - also inhaltsleere Floskeln. Die Meinungsfreiheit ist ein zu hohes Gut, als dass wir sie aus Rücksicht auf leicht zu beleidigende Menschen abschaffen sollten. Wer sich auf eine Bühne stellt, muss damit rechnen, kritisiert zu werden. Wer das nicht aushält, ist in seinem Beruf deplaziert.

17. Februar 2020
13:39
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Gurnemanz
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Forumsbeiträge: 738
Mitglied seit:
29. September 2018
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Ich war nicht in der Vorstellung, aber dass es im Staatsopernensemble Leute gibt, die nicht in einmal in die Provinz, sondern auf GAR keine Bühne gehören, wird Ihnen ja wohl nicht entgangen sein, oder? Und das soll bzw muss man als Kritiker (wenn man halbwegs ernstgenommen werden will) auch benennen. Insofern: GUT, wenn Sänger lesen, wie sie ankommen. Der Markt ist hart und das Leben kein Ponyhof.

Beschweren Sie sich bitte nicht, wenn es dann nur mehr komplett aussagelose Wischiwaschi-Texte gibt.

In diesem Sinne: Frau Wagner, bitte lassen Sie sich nicht unterkriegen.

(in einem Punkt bin ich allerdings Ihrer Meinung: Villazón irgendwie positiv zu erwähnen, einen Tenor ohne Technik mit größten Problemen, ist grotesk.) 

17. Februar 2020
12:32
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Romilda
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Forumsbeiträge: 3
Mitglied seit:
17. Februar 2020
sp_UserOfflineSmall Offline

Eigentlich bin ich eine stille Leserin des Forums sowie der Merker-Onlinekritiken, aber nun möchte ich mal ein paar Sätze loswerden. 

Desöfteren stoßen mir die Kritiken von Frau Renate Wagner sauer auf. Jeder soll seine Meinung haben und diese auch, mehr oder minder geschickt, zu Gehör bringen. Aber in welcher Manier Frau Wagner regelmäßig Operndirektor spielt und vor allem jungen Sängern der Wiener Staatsoper „Talent, wie es in die Provinz gehört“ attestiert, ist wirklich unverschämt. Natürlich kann und soll man eine schlechte Leistung nicht unter den Teppich kehren, aber so anmaßend über junge Sänger zu urteilen, als sei man selbst vom Fach, geht einfach nicht. Man muss auch damit rechnen, dass die genannten Darsteller selbst diese Kritiken lesen. Wie niederschmetternd müssen solche Worte wirken, die sie zuletzt in der L‘elisir-Kritik über den Nemorino oder auch desöfteren über Herrn Hasselhorn losgelassen hat. 
Eine ungenügende Abendleistung kann auch anders beurteilt werden, als jemanden auferlegen zu müssen, an welches B oder C-Haus er gefälligst zu gehören hat. 

Auch der Satz in der jüngsten Kritik „Diese Oper verdient Battle / Pavarotti, Netrebko / Villazon, wir haben’s gehabt, es ist fast ein wenig ärgerlich, dass man es immer billig geben (oder nehmen) soll…“ ist nur zum Kopfschütteln. Vielleicht ist es Frau Wagner entgangen, dass Pavarotti nicht mehr unter uns weilt, Frau Battle nicht mehr im Business ist, Frau Netrebko mittlerweile Turandot singt und Herrn Villazon ganz andere Probleme hat. Und an mangelnden internationalen Namen kann sich auch der Wiener-Liebestrank nicht beschweren. Nur gibt es zwischendurch auch immer mal wieder eine Hausbesetzung, und das ist auch gut so. Wen es stört, soll auf seine „Stars“ warten und fernbleiben, anstatt die Ensemblemitglieder derartig mit sinnlosen Vergleichen abzustrafen. Dann besser daheim bleiben und seine Pavarotti-CD auflegen. 

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