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Der Münchner Rosenkavalier | OnlineMerker | Forum

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Der Münchner Rosenkavalier
26. März 2021
23:29
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Staatsbürgerschaft an bekannte Sänger, die allerdings nicht Holender aussprechen kann.

Da irren Sie inhaltlich, natürlich nicht formal!
Es ist doch bekannt, dass der Einfluss von Holender überall hin reichte, besonders was die Verleihung der ö. Staatsbürgerschaft wegen "künstlerischer Verdienste um Österreich" betraf. 2006 war Florez 33 Jahre alt: die Verdienste müssen bereits nach wenigen Jahren in Wien enorm gewesen sein.....

Bitte spielen Sie nicht Wien gegen Brezenz aus; das haben die Vorarlberger gar nicht gern.

Was hat die Herkunft von Zubin Mehta mit der von Petrenko zu tun? Beide haben ihre Ausbildung in Österreich erfahren, das zählt in diesem Zusammenhang.

26. März 2021
23:16
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Ich dachte, Petrenko kam schon mit 14 Jahren, sorry. Aber er kam mit seinen Eltern nach Vorarlberg und hat das dortige Konservatorium  im Stella mattutina-Gebäude besucht. Mehta kam nach Wien. Wien ist Österreich, aber mehr mit den Metropolen der Welt verbunden als jeder andere Ort in dem Land. Metha kam aus einer sehr privilegierten sozialen Schicht in das weltoffene Wien. Das ist wiederum etwas ganz anderes, anders auch als die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an bekannte Sänger, die allerdings nicht Holender aussprechen kann. Warum sollte ich etwas dagegen haben, dass Juan Diego Florez und Anna Netrebko auch österreichische Staatsbürger sind? Würde sich Kirill Garrievič Petrenko auch als Österreicher fühlen, täte es mich noch mehr freuen.

26. März 2021
22:30
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Petrenko ist sehr früh nach Vorarlberg gekommen

Ist 18 "sehr früh"?

Zubin Mehta ist auch mit 18 nach Österreich gekommen....

Florez hat die österreichische Staatsbürgerschaft seit 2006 (wie Netrebko; das Werk von Holender). https://epaper.neue.at/lebensa.....nrich.neue

26. März 2021
21:59
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Was bin dann ich: Mutter Oberösterreicherin, Vater, ja was: italienischer Staatsbürger mit halbladinischem Elternteil, kein Italiener, kein deutschsprechender Südtiroler, Opa: Tscheche (kein Sudentendeutscher) aus Nové Město nad Metují, ich im Staat Italien geboren, seit dem siebten Lebensjahr österreichischer Staatsbürger. Petrenko ist sehr früh nach Vorarlberg gekommen und hat in dem Gebäude Musik studiert, in das meine Cousins ins Gymnasium geschickt wurden, in die „Stella matutina“, wo auch Kurt Schuschnigg, die berühmten Galens und Ignaz Kircher gelernt haben. Wer will mir sagen, kein Österreicher zu sein? Und mit welchen Argumenten.  (Anna Netrebko hat die österreichische Staatsbürgerschaft, Juan Diego Florez auch? Das ist aber was anderes).

26. März 2021
21:25
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 245
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20. Januar 2021
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Österreicher Petrenko ? (Österreicher Florez? Österreicherin Netrebko?)

Sehr merkwürdige Zuordnung..............

 

Forza/Kuseij in München war grandios!

25. März 2021
11:13
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Chenier
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28. Februar 2021
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"Der Österreicher Kušej ist nach Wien, wo er lange verhindert wurde, heimgekehrt (den Österreicher Petrenko hat man leider nicht halten wollen). Dass Chénier die Münchner „Macht des Schicksals“

Nein, Dalmont, München war der "Macbeth"/Kusej mit einem hervorragenden Lucic als Protagonist, "Macht des Schicksals"/Castorf war die Deutsche Oper Berlin. Leider ohne JK, war eine eher mäßige Besetzung. Habe die meisten Namen scheinbar in Freud`scher Art, verdrängt, wobei Siri als Lady so schlecht nicht war, aber beides war absoluter Trash, szenischer Bühnenmist, optische Opernschei......, wobei Kusej komparativ höchst unappetitlich inszeniert hat. 

Das Burgtheater ist übrigens Sperrzone für mich, solange diese Figur dort das Sagen hat.

25. März 2021
0:42
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alcindo
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21. Januar 2021
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caro Dalmont   es freut mich, dass Sie meine beitraege genau betrachten, 

nur vom "homem negro" habe ich nie geschrieben....ad quam linguam referit?

dass Sie Tebaldi, diStefano und Bastianini in deren glanzzeit live nicht gesehen haben tut mir leid fuer Sie. meine freundin Leonie werden sie ja in den spaeten 50ger und 60gerjahren auch nicht erlebt haben....ist Ihnen etwas entgangen. die plattenaufnahmen geben kein wahres bild von vielen dieser saenger,  da man damals die technik immer wieder veraenderte und herumprobierte.  auch gab und gibt es "mikrofonstimmen", die sich gut aufnehmen lassen und toll klingen, im grossen haus aber dann abschwimmen, viele stimmen musste man damals drosseln und manipulieren. die einzige, die fuer mich an diese saenger herankommt ist die Netrebko, die ein genuines timbre mit wiedererkennungswert besitzt. zu oft hoere ich saenger, vor allem soprane, die sehr gut und schoen singen, dann frage ich oder schaue nach wer ist das, staune dass ich sie nicht wiedererkenne.

die Forza aus MUC hat mir nicht besonders gefallen,  wie Sie ziemlich sicher annehmen, hat mir die Wallmann=forza viel besser gefallen..Hans Weigl schrieb damals in der Kronenzeitung "die Wallmann und der krawallmann"  das war ein gewisser Mitropolus, diStefano wurde zum krawatteltenor erklaert, Simionato eine rechte krawattelaltistin genannt, und das timbre von Bastianini als strohtroxken bezeichnet. was haette Weigl wohl ueber die Forza aus Muenchen geschrieben.??....mir ist bei dieser schoen langsam der tisch auf die nerven gegangen, auch gefaellt mir nicht, wenn in den beruehmten duetten 2 baritone gegeneinander singen...ob Verdi sich das so vorgestellt hat??....

Kreisler war eigentlich kein "echter Wiener" und die Topsy schon gar nicht

buona notte, wie im 2.akt forza

24. März 2021
23:20
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 46
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22. Januar 2021
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Ein paar Aussagen meinen Eintrag betreffend will ich kommentieren. Sie den einzelnen Beiträgen zuzuordnen, ist mir zu aufwändig. Wer die Diskussion mitverfolgt hat, wird wissen, worauf sich die einzelnen Sätze beziehen. Auf launische Einlassungen wie Kabarettisten-Konkurrenz oder Spätpubertierender gehe ich natürlich nicht ein, das – um mit Pilnacek zu reden – „daschlagt“ eh die Schreibenden.

Alcindo wird nicht leugnen, dass er nicht selten vom „homem  negro“ schreibt, wenn er das N-Wort umgehen will („preta“ kenn ich nur von „terra preta“, die will mir das Bauhaus verkaufen). Im Deutschen ist das Wort Neger nicht neutral, es beschreibt gleichzeitig die Tötung, Versklavung, Verstümmelung, Ausbeutung, Verachtung der Menschen schwarzer Hautfarbe und die pseudowissenschaftlichen rassistischen Theorien, mit denen das gerechtfertigt werden sollte. Im Wiener Weltmuseum kann man sich auch über Österreichs Anteil daran informieren. Mit meinem ladinischen Familienteil lässt sich das überhaupt nicht in Zusammenhang bringen. Alcindo, Sie haben Recht, der Ton macht privatim die Musik, eine öffentliche Debatte ist jedoch was anderes. Zu Hofmannsthals Zeiten hat man vielleicht noch bedauert, dass es den ausgestopften Soliman im Naturhistorischen nicht mehr gibt. Auch österreichische Menschen dürfen gescheiter werden.

Ich habe Tebaldi, di Stefano, Bastianini überhaupt nicht mehr auf der Bühne erlebt, auch die Simionato nicht mehr. Keine Resnik, keine Crespin. Aber ich kenne sie alle aus Übertragungen und Tonträgern. Allerdings ist Musik nicht für Tonträger gemacht. Die Tebaldi live war möglicherweise grandios, auf Tonträgern ist sie nicht immer so überwältigend.

Was den „Don Carlos“ anlangt: Ich habe die Konwitschny-Inszenierung mittlerweile achtmal gesehen, also weiß ich Bescheid. Ich kenne meinen Schinner („Don Carlos“ war mit Schenk-Regie 1971 auch meine erste Burgtheater-Premiere, den Film mit Reyer statt Werner, Liewehr, Basler, Schmid, Holzmeister und Skoda habe ich nie gesehen), kenne die französische und italienische Oper, in Text und Noten. Chénier beschreibt das Auto da Fé, nicht die Ketzerszene. Königs waren die Täter, die Gefolterten und dann Hingerichteten die Opfer. Die „Ketzer“ wurden – zum allgemeinen Gaudium von Aristokratie und auch der Plebs – damals medienwirksam öffentlich verbrannt. Konwitschny hat das darstellen lassen. Mit aus der Gegenwart genommenen Assoziationen. Schlecht? Gemeint habe ich allerdings nicht dieses Finale des 3. Aktes, sondern wie klug Konwitschny die Beziehungen zwischen den Hauptpersonen (auch die sehr enge von Posa und Carlos) verständlich gemacht hat.

Man muss nur ein bisschen mit offenen Augen durch die Fernsehwelt wandern, dann erfährt man viel. Vor kurzem war auf Arte eine Sendung über den Architekten Charles Garnier, und da wurde ausführlich über die baulichen Erfordernisse für das Treffen der alten (Spieß)Bürger mit den 16/17 - jährigen Ballettratten (wer denkt da nicht an die „Fledermaus“?) an der Pariser Opéra erzählt.

Verdis letztes Wort zum „Don Carlos“ war übrigens die 5-aktige italienische Version. Ohne Fontainebleau-Akt wird manches Spätere musikalisch nicht verständlich. Um solchene Sachen hat sich Karajan nicht gekümmert. Warum die Pantomime lächerlicher sein soll als der Tanz einer als Elizabeth Taylors Klunker verkleideten Balletteuse verstehe ich nicht. Es war eine ironische Anmerkung zur Spießigkeit der grand opéra, ein bisschen ironische Distanz darf auch ein Opernbesucher mitbringen.

Zu München: Theater (dazu gehört auch Oper) deutet Mensch und Welt mit zeitgemäßen ästhetischen Mitteln. Da ich auf Mensch und Welt neugierig bin, bietet München viel mehr geistig Forderndes. Manche Forums-Merker halten sich mehr an das gut Rosenkavalierische: „Die schöne Musi, da muss ma weinen“.  Sie sollten sich aber genau so hüten, sich für den Nabel der Opernwelt zu halten, wie ich es als ihr Antipode tue.

Der Österreicher Kušej ist nach Wien, wo er lange verhindert wurde, heimgekehrt (den Österreicher Petrenko hat man leider nicht halten wollen). Dass Chénier die Münchner „Macht des Schicksals“, ich nehme an mit Harteros und Kaufmann, nicht zugesagt hat, ist bedauerlich. Es war dieses Werk, das ich 1969 oder 70 als erste Verdi-Oper an der Staatsoper gesehen habe: mit Scheyrer, Cappuccilli, Cossutta, Cvejic und Ghiaurov unter Quadri und dem szenischen Arrangement von M. Wallmann. Das hätte ihm sicher gefallen.

Was meine „Blödsinn“ von der wienerischen Nekrophilie anlangt: Gibt es nicht das treffende Chanson von Georg Kreisler und Toppsy Küppers: „Der Tod, das muss ein Wiener sein“? Die „schene Leich“ findet sich sogar in italienischen Reiseführern, und in den Programmheften der Staatsoper wurden lange Jahre den Lebenden des Programmzettels die toten Rollenvertreter mit Photo und Kritikausschnitten gegenübergestellt.

Das Theater an der Wien hat nicht das Geld wie die Staatsoper. Es gibt dort auch immer wieder nicht geglückte Aufführungen. Eh klar. Aber es gibt gemeinsam mit jüngeren Sangeskünstlern das Bemühen, künstlerische und ästhetische Statements zu Mensch und Welt zu finden.

Michta, ja, es passt immer, sich auf Wolf Neuber und seinen Ur-Watschenmann zu berufen. Das zeigt nur, dass Sie so wie ich, nicht mehr ganz taufrisch sind.

Und damit lass ich wieder einmal die Uhren alle steht, denn „die Zeit, die ist ein sonderbar Ding“.

24. März 2021
20:50
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Christine
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22. Januar 2021
sp_UserOnlineSmall Online

HansLick, ich hoffe, Sie fühlen sich nicht von mir beleidigt, das war absolut nicht meine Absicht. Ich habe mich nur gewundert, dass jemand sich freiwillig zwei Mal etwas anschaut, das ihm nicht gefällt. Ich glaube, dass es so lange solche von seltsamen Einfällen dominierte Inszenierungen geben wird, so lange viele Menschen sie anschauen. Ob die Leute dann darüber schimpfen oder sich ärgern, das macht dieser Art von Regisseuren doch nichts aus. Im Gegenteil. Die wollen die Leute doch nicht erfreuen sondern herausfordern, wahrscheinlich sogar provozieren.

Sie schreiben: "gnädigste besser zweimal als keinmal! passt!" Dabei bin ich eindeutig nicht Ihrer Meinung, für mich passt das nicht. Warum soll ich mir etwas ansehen von dem ich nach mehreren Berichten überzeugt bin, dass es mir nicht gefallen wird, nur um meine Überzeugung bestätigt zu finden? Ich habe den Rosenkavalier schon einige Male gesehen und ich gehöre nicht zu jenen Menschen, die jede Neuinszenierung des Regietheaters gesehen haben muss. Aber jeder handle so wie er es für richtig hält.

Zu Walter. Die Verfilmung der Aufführung von Don Karlos aus dem Burgtheater haben wir in der Schule gesehen und waren damals sehr beeindruckt. Sowohl das Theaterstück als später auch die Oper habe ich oft und in unterschiedlichen Besetzungen gesehen. Ja, Schiller hat die historischen Figuren verfälscht, aber das macht ja nichts. Und bei der Oper gefällt mir der italienische Carlos wesentlich besser. Zu Verdi gehört einfach die italienische Sprache.

24. März 2021
15:01
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HansLick2
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25. Januar 2021
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in den aktuellen forum regeln lese ich unter anderem, es darf nicht frauenfeindlich gepostet werden, sonst wird gelöscht. was ist eigentlich mit männerfeindlich?

im forum sind zwei exemplare, eine in der selbstbeschreibung "frau, mutter, oma", schwanenritterin die im #27 Gulliver gebeten wird auf "kötersprache" zu verzichten, wie treffend. sie wütet heute gegen einen RoKa beitrag, man solle "uns damit verschonen"! uns? gehts noch? 

ich lese den mir unbekannten herrn prochazka sehr gerne. ich hoffe er schreibt weiter und wird weiter publiziert denn uns gefällt er.

die andere, wundert sich über meine seh, hör und stream gewohnheiten #35, weil der roka zwecks "studium" von mir zwei mal angesehen wird. gnädigste besser zweimal als keinmal! passt!

und zur komplettierung ich mochte die RoKa produktion wien von 1955, kautsky bis 1968 und erst rechte jene die ich 1962 in salzburg sah, hartmann.

24. März 2021
14:28
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walter
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8. März 2021
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In jungen Jahren habe ich den Standpunkt vertreten, man solle einem saftigen Streit niemals ausweichen, und bei dem, was hier so vorgetragen wird, könnte es mich fast jucken.... Mach ich aber nicht, hat eben doch alles seine Zeit ( womit wir wieder beim Thema Kosky- Kavalier wären).

Mir schien der Orchesterklang schon ein wenig dünn, ohne jedoch etwas zu wissen über diese Schmalspurversion. Manchmal lässt sich ja doch etwas lernen hier im Forum. Ich erinnere mich auch nicht, in den Vorgesprächen darüber erfahren zu haben, aber vielleicht habe ich es überhört, da mein Interesse wie immer vor allem der szenischen Umsetzung galt. Von musikalischen Feinheiten verstehe ich zu wenig und urteile eher bauchgefühlsmäßig.

Dieser Andre Chenier aus München war szenisch recht interessant, und insgesamt in seiner Ästhetik gut gelungen. Mich beschlich bei Betrachtung aber ein seltsames Gefühl: Die Kamera konnte sich aus den vielen simultanen Schauplätzen den momentan wichtigsten herauszoomen, aber wie stellt es sich für den Theaterbesucher dar? Der hat keinen Zoom, dafür immer den ganzen Bühnenausschnitt im Blick, insofern war es also nicht das, was ein Zuschauer sieht. Ob man hier nicht eher für die DVD gearbeitet hat? Dort würden die Verhältnisse wieder passen. Den Vergleich Pilcher- Romantik versus Geschichtsdoku ( s. h. Wien gegen München) finde ich plump. Es gibt durchaus geschmackvolle Pilchersachen und mehr als genug fragwürdige Dokus.....

Zum Don C.: Kennengelernt habe ich ihn mit elf oder zwölf durch die Verfilmung einer Burgtheaterproduktion, ca. aus 1958, mit allen damaligen Größen. Erst viel später stieß ich auf Verdi's Don C., und eben den Vierakter. Karl Löbl hat mir die Ohren geöffnet für die Unterschiede in musikalischer Hinsicht, wobei sich herausstellte, dass im Fünfakter vieles musikalisch zwar vorgezeichnet ist, später aber in komprimierter Form besser zum Ausdruck kommt. Handlungsmäßig ist es sowieso eine Fiktion, aber daran hat Schiller die Schuld. Halten wir uns doch vor Augen: Da hat ein deutscher Dichter eine Episode aus der spanischen Geschichte nach seinen Maximen erzählt, ein italienischer Komponist mit Hilfe zweier Librettisten daraus einen französischen Fünfakter gemacht, später umgearbeitet, gekürzt, und als italienischen Vierakter wieder auferstehen lassen. Ich bin überzeugt, dass man davon ausgehen kann, in einer Letztfassung am ehesten die Vorstellung des Komponisten zu erleben. Es gibt genug Beispiele dafür, dass manche Werke erst nach einer Neubearbeitung ihre wahre Bedeutung erlangt haben.

Ich ersuche höflichst, meine Großmütter aus der Sache herauszuhalten, denn von beiden Seiten habe ich sie nie kennengelernt, und die Stärke meiner Stiefgroßmutter waren Vanillekipferln und nicht der Gugelhupf.

Dass der Blick vieler Intendanten eher dem Medienecho als den Wünschen des Publikums gilt, ist leider wahr, und die Kassenperspektive hat für sie schon gar keine Bedeutung mehr. Vielleicht finden manche die jetzige Situation sogar erfrischend? Endlich ist der Stör- und Risikofaktor "Publikum" ausgeschaltet, dank Corona....

walter

24. März 2021
12:53
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alcindo
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21. Januar 2021
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lieber Michael, Sie muessen bei gewissen leuten nachsicht walten lassen...sie wissen ja wenig, wie die praxis ausschaut

mit gruss alcindo

24. März 2021
12:50
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Guest
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Guests

Ich verzweifel schon, dass ich einfach nicht mehr richtig hören und sehen kann und doch, jetzt erscheint die Kritik von Thomas Prochazka über den Münchner Rosenkavalier und ich kann wieder Mut schöpfen, dass meine Ohren und Augen doch nicht so kaputt sind.

Danke und schöne Grüße in das Forum. PJH

24. März 2021
12:21
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Michael Tanzler
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Forumsbeiträge: 27
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1. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Es ist mehr als Kabarett, was hier dalmonts, Schwanenritterinnen etc. da von sich geben... !  Würde den professionellen Kabarettisten empfehlen zu klagen, die betreiben ja direkt "Geschäftsstörung". Was man da liest, darauf passt die Einleitung des legendären "Watschenmann" im Radio:  "...solchene Sachen lassen sich ned erfinden, nicht einmal in unserem Etablissement... "

     Großartige Leistung des Bachler, noch schnell den "Rosenkavalier" in München zu sprengen, für so einen Schmarren ( hab doch kurz paar Mal reingesehen, war nicht sooo arg , wie befürchtet, geb ich zu , aber nur in Relation zu Carmen und Traviata, die ich zuletzt im Schnellauf durchgeschaut hab) , in der "Kammermusik" Fassung - hatte mit dem "Original" wenig zu tun.... Schad, dass dieser....... ned dort bleibt, oder hingeht wo der Pfeffer wächst...    Betreff  Vergleich München - Wien,  beides schöne Städte,  nette Leut,  besseres Bier in München, bessere Oper in Wien!  Laugh    Oas, zwoa , drei .. Gsuffa!

Anmerkung des Moderators: Beleidigungen jerglicher Art widersprechen den Forums-Richtlinien.

24. März 2021
12:00
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alcindo
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Forumsbeiträge: 249
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21. Januar 2021
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gut, dass jetzt die kritik von Th Prochazka erschienen ist, der ich mich zu 90% anschliessen kann. wie kann auch jemand mit dem stil und background eines Kosky die teferen zusammenhaenge der Wiener sprache wirklich fuehlen...so ungefaehr muss es auch dem regisseur des Frschtz in Muenchen gegangen sein....die uhren vor aktbeginn haette ich stumm noch akzeptiert, mit ton aber nicht. das viele singen mit ausgebreiteten armen wollte??was eigentlich??ausdruecken??? die Klokefassung zwecks besserer konversation?? dann,bitte,  aber auch nicht das zu schnelle tempo in diesen szenen. Marlies Petersen fand ich im 1.akt noch recht gut, im letzten akt weniger, da braucht es mehr reife und fuelle. wie Prochazka hat auch mich das starke vibrato vom Oktavian gestoert...schaut auch fast aelter als die marschallin aus...ach die streams....Fischesser hat mir um einiges besser als herrn Prochazka gefallen, im spiel etwas zu filigran...ich hoere eine etwas plumpere figur....ueber die kopftoene der Sophie habe ich schon geschrieben, und dass die melodilage keine umwerfende qualitart hat, als figur hat sie es schon faustdick hinter den ohren....ob dass ihrer musik und den worten, die sie singt,wirklich entspricht.....dass mir die insz von diesem Roskav trotz allen einwaenden um vieles besser als die Wiener Traviata gefallen hat, liegt daran, dass hier technisch ausgezeichnet gearbeitet wurde, das resultat aber geschmacksache bleibt

24. März 2021
8:58
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Chenier
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28. Februar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Walter, bei Dalmont stellt sich für mich die Frage, ob er das alles wirklich ernst meint oder ob er in einem Anfall spätpubertärer Verwirrung handelt und bewusst provoziert. Die Art, alles abzulehnen, was bei der Mehrheit Akzeptanz hat, würde auf diese These hindeuten. So Typen kenne ich aus meiner Studienzeit, Renegaten, die prinzipiell gegen alles waren, was sinnvoll ist, aber das waren Teens und Twens, die noch anrennen mussten, um die Welt zu begreifen, und keine reiferen Menschen, wie offensichtlich hier im Forum.

24. März 2021
8:20
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 245
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20. Januar 2021
sp_UserOnlineSmall Online

Der Herr Siebenschlau mit Namen Thomas Prochazka hat mal wieder schlecht geschlafen oder das Schnitzel war zäh.... Mit wirklichem zuhören und lesen der Informationen hat das Geschreibsel nichts zu tun. Nicht einmal die der Aktualität geschuldete kleinere Orchesterfassung konnte er einordnen, draufhauen aber schon! Man möge uns mit seinen Ergüssen verschonen!

@walter
Andrea Chenier in Wien und München ist wie Rosamunde Pilcher gegenüber Geschichts-Doku. Das hübsch frisierte, mit frischen weissen Hemdkragen über die Bühne stolzierende Personal in Wien steht einem packenden Drama der Zeit und der Menschen (was diese Oper ja auch aus der Musik heraus ist) gegenüber. Habe beide Versionen mit denselben Hauptdarstellern erlebt; München gewinnt auf der ganzen Linie.

Der 4-aktige Don Carlo ist ein Torso, bei dem der Anfang der Geschichte und damit der Schlüssel zum Unglück des Paares fehlt. Nicht ohne Grund wird zuletzt meist die 5-aktige Fassung, zum Teil mit gekürztem erstem Akt gespielt. Wenn man von Jugend an nichts anderes als die kurze Verison kannte, ist das wie der Gugelhupf bei der Oma, so schmeckt später auch keiner mehr......

 

Zum Glück scheren sich die Intendanten nicht um die Nostalgiker, die vom Geschmack der 50er Jahre geprägt, das Stehgesinge in Zuckerkulissen vermissen.

23. März 2021
23:02
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alcindo
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21. Januar 2021
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lieber  Walter, Dalmont scheint es auch nicht zu stoeren, dass man im ThadW sehr oft saenger 2. wahl engagiert. und der vergleich Muenchen Wien ist halt glaubensfrage.

23. März 2021
22:40
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walter
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8. März 2021
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Lieber Chenier, wir können uns noch so viel die Haare raufen und an das unparteiische Urteilsvermögen appellieren- an Dalmont werden wir uns die Zähne ausbeißen....

Mir hat das Negerlein im Rosenkavalier immer sehr gut gefallen. Jeder Adelige, der es sich leisten konnte, hatte damals ein Negerlein in seiner Dienerschaft. Alle diesbezüglichen Vorbehalte sind mir gleichgültig, ich bleibe auch beim Otello an Shakespeare's Seite, der ihm einen dünkleren Teint bescheinigte.

Die Wiener schätzen alles Tote mehr als das Lebende? Zu so einem Blödsinn fällt mir leider nichts ein.....

Das Wien gegenüber München an Bedeutung verliert, scheint mir etwas voreilig geurteilt. Abgerechnet wird zum Schluss. Wenn ich an den Chenier denke, sehe ich München zumindest auf Augenhöhe, wenn ich an die Forza denke, überkommt mich großes Grausen ( allerdings hat sich Wien dabei in den letzten Jahren auch nicht gerade ausgezeichnet, ist eben ein schwieriges Werk).

Das TaW als Bannerträger zu sehen fällt mir schwer. Gerade dort trieb das Regietheater in den letzten Jahren oft seltsame Blüten, deren Betrachtung mir wenig Freude gemacht hat.

Abschließend zum Don Carlos in fünf Akten: Aufgewachsen bin ich mit den vier Akten unter Karajan, und habe die Schwächen des Fünfakters zur Kenntnis genommen. Ich habe eine Videoaufzeichnung davon, aber ich ziehe die DVD von 1986 aus Salzburg vor. Wenn jemand glaubt, sich aus Gründen des besseren Verständnisses den Fünfakter anschauen zu müssen, dann soll er das tun, ich bezweifle allerdings, dass ihm beim Betrachten der Vorgänge in der Küche der Mme. Eboli die Augen aufgehen werden....

walter

23. März 2021
22:25
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alcindo
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21. Januar 2021
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guter Dalmont, jetzt haben auch Sie das wort n.g.r angebracht. ich finde es halt komisch, dass das eingebuergerte wort objektiv ausgesprochen nicht verwendet werden soll. es kommt doch immer auf den kontext an. wenn ich Sie oder irgendjemand  Ladiner nenne wird das ja ok sein, wenn ich aber sch..ladiner sage ist das etwas anderes. in Portugal habe ich viele pretos als bekannte und freunde, einer meiner besten ist einer davon....die haben ueberhaupt nichts dagegen als pretos(schwarze) oder negros bezeichnet zu werden. die partitur und den klavierauszug vom Rosenkavalier sollte man also boykottieren, dort steht ja der kleine n.g.r einige male drinnen, auch sollte die Marschallin nicht den Mohammed rufen. Dalmont...der ton macht fuer mich die musik.

was mich stoert, dass ich jetzt immer von arbeitern und arbeiterinne hoere, ...bitte, frau ministerin,    dass ich im sommer ins arbeiterinnenstrandbad gehe. soll ich jetzt zu meiner aerztin sagen: bitte frau doktorin, verschreiben Sie mir valium, dann in der apotheke die frau magisterin bitten mir eine rechnung zu geben.  der Orlofsky in der Flms sollte doch jetzt: ich lade gern mir gaestInnen ein singen, ja und die Sieglinde muss doch von gaestinnen kamen, gaestInnen gingen  berichten.....ich weiss ich wiederhole mich...

ich muss annehmen, dass Sie Tebaldi, di Stefano, Bastianini und einige andere nicht mehr live in deren glanzzeit erlebt haben, dann wuerden vielleicht auch Sie vergleiche anstellen.

auch bedanke ich mich fuer die komplimente, die Sie mir immer wieder zukommen lassen. und will feststellen, dass ich die von ihnen kritisierten ausdruecke auf niemanden konkretisiert ahabe

cumprimentos alcindo, der sich freut, dass Sie seine beitraege so aufmerksam verfolgen 

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