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Corona-Aufführungen
13. Mai 2020
16:59
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Vlad
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Forumsbeiträge: 82
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28. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Weil es grad so schön dazu passt, gewidmet unserem Freund Amfortas:

https://www.ndr.de/kultur/musik/klassik/Sopranistin-Anja-Scherg-ueber-ihre-Corona-Infektion,anjaschergcorona100.html?fbclid=IwAR25yFnP_dxpHJD1qx5L1_7aFr_L-Am9qt1M2jEXSM6luTSHoZS_mNAUCQI

 

und was soziale Nähe mit dem Besuch von Kulturveranstaltungen zu tun hat erschließt sich mir leider auch nicht, da kann ich Herrn Karl nur recht geben

13. Mai 2020
16:40
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Karl
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Forumsbeiträge: 96
Mitglied seit:
7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

"Der Mensch ist z. B. von sozialer Nähe genau so abhängig wie von Nahrung."

Absolut richtig - nur: dafür brauche ich keine "Kultur" - dafür reicht der Besuch beim Wirt um die Ecke bzw. ein Picknick genauso (alles wieder erlaubt und oftmals billiger als eine Theaterkarte).

Ob Menschen, die glauben nach London/Paris/New York etc. fliegen zu müssen, um eine Vorstellung zu sehen, dies auch in näherer Zukunft machen werden, wage ich aber zu bezweifeln (obwohl: gute Nachricht für alle die, die immer behaupten, dass sie ja so gerne in eine Vorstellung gehen würden, aber leiderleider keine Karten bekommen haben).

13. Mai 2020
16:18
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 179
Mitglied seit:
25. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

"das Fressen kommt vor der Moral - und sicher auch vor der Kultur"

Wir wissen schon seit Jahrzehnten, dass dieser Spruch - der von einem Marxisten stammt - so nicht stimmt. Nach marxistischer Ideologie ist Kultur nur unnötiger Überbau über die Produktionsverhältnisse. Aber das wurde schon vor über 100 Jahren widerlegt. Was uns Maslow als Bedürfnispyramide beschrieben hat und dabei behauptet hat, menschliche Bedürfnisse und Motivationen seien immer hierarchisch geordnet, entspricht auch nicht der Realität. Der Mensch ist z. B. von sozialer Nähe genau so abhängig wie von Nahrung. Säuglinge sterben, wenn man sie zwar ernährt, aber nicht mit ihnen spricht. Politiker, die uns einreden, es wäre wichtiger, 80jährige an Beatmungsmaschinen anhängen zu können, als 80jährigen ein sozial akzeptables Leben zu ermöglichen, behaupten etwas, was mit der Wahrheit nichts zu tun hat. Sie verteidigen eine widerliche Maschinenmedizin, die am Menschen vorbei geht. Und das nur, um die eigenen Fehler zu rechtfertigen.

"dass STOP und Burgtheater eine Chance haben, vor Mitte September irgendetwas auf die Bühne zu bringen ..."

Ich sehe das anders: Irgendwann wird das Corona-Thema einfach nicht mehr in Mode sein. So wie die Coronaviren, die es länger gibt als die Menschen und die immer schon für ein Viertel der Erkältungskrankheiten verantwortlich waren und auch bisher schon in Österreich jedes Jahr hunderte Tote gefordert haben, kein Thema waren. Spätestens wenn Journalisten und Politiker merken, dass sie mit einem anderen Angstszenario weiter kommen, werden wir Corona vergessen haben. Dann werden wir wieder über den "menschengemachten" Klimawandel reden oder über ein ganz neues Bedrohungsszenario, das man besser instrumentalisieren kann, um autoritäre Politik zu realisieren und bestehende Machtverhältnisse zu verfestigen. Heute fürchtet sich ja auch niemand mehr vor dem Ozonloch oder vor dem Rinderwahnsinn. Nicht weil diese Probleme verschwunden wären, sondern weil es sie in der medial inszenierten Form nicht gegeben hat.

13. Mai 2020
15:23
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Karl
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Forumsbeiträge: 96
Mitglied seit:
7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

die Frage ist doch die, ob "die Kultur" wirklich für so viele Menschen so wichtig ist, wie immer geschrieben und behauptet wird -

das Fressen kommt vor der Moral - und sicher auch vor der Kultur -

da gibt es doch die Geschichte, dass Beethoven vom Direktor des Theaters an der Wien gesagt bekommen haben soll, dass er doch mehr für die Massen schreiben sollte und Beethoven soll geantwortet haben, dass er nicht für die Massen, sonder die Kenner schreibe - Antwort Theaterdirektor: "Die Kenner füllen mir aber nicht das Theater".

wir sind in Österreich in der außergewöhnlich glücklichen Lage, dass extrem wenige Menschen verstorben sind (meine Bekannten in Belgien, Frankreich und GB können da ganz andere Geschichten erzählen - von Norditalien ganz zu schweigen), und dass das Leben wieder 'hochgefahren' (was für ein Ausdruck) wird; persönlich glaube ich, dass in nächster Zeit Kleinkunstbühnen wieder öffnen werden und Kammermusikabende wieder stattfinden können; alles andere bedarf derartig vieler Menschen, die von überall einfliegen (auch beim Sprechtheater), dass ich nicht glaube, dass STOP und Burgtheater eine Chance haben, vor Mitte September irgendetwas auf die Bühne zu bringen, was nicht durch in Wien lebende Ensemblemitglieder abgedeckt werden kann (sollte sich jemand Hoffnungen auf die Länderbühnen machen, so kann ich nur empfehlen, zu kontrollieren, wieviele Festanstellungen es dort gibt...).

13. Mai 2020
15:00
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 179
Mitglied seit:
25. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

@Karl

"und das sind wie viele ..."

Also wir beiden gehören schon mal dazu! 🙂 Und auch alle anderen, die die Merker-Homepage aufsuchen und an den Diskussionen hierteilnehmen. Ich weiß nicht genau, worauf Sie mit der Frage hinaus wollen? Glauben Sie, wir wären zu wenig, um Druck ausüben zu können? Oder halten Sie den Druck selbst für unangebracht?

13. Mai 2020
14:21
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Karl
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Forumsbeiträge: 96
Mitglied seit:
7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

"die Kulturschaffenden selbst sondern auch alle Kulturinteressierten"

und das sind wie viele?

13. Mai 2020
13:43
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Amfortas
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Forumsbeiträge: 179
Mitglied seit:
25. Oktober 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich halte es für wichtig, dass nicht nur die Kulturschaffenden selbst sondern auch alle Kulturinteressierten Druck auf die Regierungen ausüben, endlich diese lächerlich überzogenen Maßnahmen zurückzunehmen, die von der Fachwelt seit Monaten als unnötig beschrieben werden. Wenn wir nicht endlich Widerstand leisten, müssen wir damit rechnen, dass alle paar Monate wegen einer suggerierten Gefahr unser öffentliches Leben auf Eis gelegt wird.

13. Mai 2020
13:22
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Karl
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Forumsbeiträge: 96
Mitglied seit:
7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

und, wenn dieser Artikel stimmt, dann ist der Broadway bis 2021 zu

https://www.hollywoodreporter.com/news/broadway-shutdown-extended-labor-day-1293828

13. Mai 2020
9:42
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Karl
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Forumsbeiträge: 96
Mitglied seit:
7. August 2019
sp_UserOfflineSmall Offline

Und dann wird es noch interessant sein, zu sehen, wie viele Zuhörer kommen.

Sollte aber kein Problem sein, denn in Österreich (und besonders in Wien) geht doch jeder mindestens einmal pro Woche ins Theater und liest mindestens ein Buch alle zwei Wochen.

13. Mai 2020
9:25
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HansLick
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Forumsbeiträge: 75
Mitglied seit:
26. Februar 2020
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also endlich! die ersten vorreiter sind in den startlöchern. gut so!

jetzt sollte sich auch die " der staat muss uns helfen" zunft bewegen und manager zukünftig den "höhere gewalt" absatz aus den verträgen nehmen.

gutes gelingen und vielleicht spielen die 8 österreichischen orchester die dieser tage noch jammerten auch bald in kleineren formationen, wie es die kollegen in münchen letzte woche am odeonsplatz vormachten.

3. April 2020
13:28
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Alberich
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Forumsbeiträge: 9
Mitglied seit:
13. Februar 2020
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Das wird sich vermutlich nicht rechnen. Also mich brächten Sie mit Schutzmaske in kein Theater. Wer bestimmt, ob jemand Erkältungssymptome hat? In der Praxis ist das undurchführbar!

3. April 2020
11:46
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mmnischek
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Forumsbeiträge: 21
Mitglied seit:
10. März 2020
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Was spricht eigentlich gegen Aufführungen, in die nur Zuschauer dürfen, die keine Erkältungssymptome haben und verpflichtet sind Schutzmasken zu tragen?

Gruss, mmnischek

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