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Boheme in der Wr. Staatsoper am 14.3.2018 und die Probleme von Besetzungen | OnlineMerker | Forum

 

 

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Boheme in der Wr. Staatsoper am 14.3.2018 und die Probleme von Besetzungen
23. März 2018
18:54
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Bricconcella
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Chenier sagt
Also bitte, Bricconcella, Giordani mit Grigolo zu vergleichen und auf eine Ebene zu stellen, ist ja fast Frevel, wobei letzterer in einer absolut höheren Liga singt.     

Tippfehler - i statt richtigerweise o:  ich meinte Massimo GiordanO als relativierendes Negativ-Beispiel, nicht Marcello Giordani, den Sie, vermute ich, meinen.

23. März 2018
14:40
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Chenier
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28. Februar 2018
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Also bitte, Bricconcella, Giordani mit Grigolo zu vergleichen und auf eine Ebene zu stellen, ist ja fast Frevel, wobei letzterer in einer absolut höheren Liga singt.   

22. März 2018
8:34
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Bricconcella
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Pwolf sagt
Ganz ehrlich, bei einer Hauptrolle erwarte ich mir schon vom Tenor, dass man nicht bei jedem Registerwechsel zu den hohen Tönen mit dem Tenor zittern muss, ob er es schafft. Auch wenn dazwischen einige Töne schön gesungen werden. Aber vielleicht ist Borras Stimme nicht groß genug für große Häuser und er hat sich diese möglicherweise durch etliche Auftritte an diesen Häusern vorzeitig ruiniert.

Und wenn eine 34-jährige Zeichen einer Überstrapazierung der Stimme zeigt, ist das eigentlich ein Alarmzeichen. Aber möglicherweise ist sie auch krank - ich hoffe für sie, dass das nicht der Fall ist - wenn man nämlich ihre Fotos von jetzt mit denen vor einem Jahr vergleicht so wirkt sie stark verändert.  

Sie haben mit allem recht. Trotzdem ist mir ein Sänger wie Borras im Großen und Ganzen lieber als ein gehypter Mittelmaß-Sänger wie, sagen wir, Vittorio Grigolo, der zwar stimmliches Potential hat, aber gesanglich und künstlerisch unterm Strich wenig zu bieten hat, das aber mit Grandezza vorträgt. Oder ein Massimo Giordani - DAS ist wirklich ein Sänger, der auf internationalen Bühnen nix verloren hat.

Was ich sagen will. Mir ist ein Sänger lieber, der sich um Nuancen und Zwischentöne bemüht und neben herrlichen Phrasen auch mal einen Spitzenton verhaut als ein Dauer-crooner oder ein plärrender Dilettant, der nur mit seinem natürlichen Instinkt singt. 

22. März 2018
0:50
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Pwolf
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Ganz ehrlich, bei einer Hauptrolle erwarte ich mir schon vom Tenor, dass man nicht bei jedem Registerwechsel zu den hohen Tönen mit dem Tenor zittern muss, ob er es schafft. Auch wenn dazwischen einige Töne schön gesungen werden. Aber vielleicht ist Borras Stimme nicht groß genug für große Häuser und er hat sich diese möglicherweise durch etliche Auftritte an diesen Häusern vorzeitig ruiniert.

Und wenn eine 34-jährige Zeichen einer Überstrapazierung der Stimme zeigt, ist das eigentlich ein Alarmzeichen. Aber möglicherweise ist sie auch krank - ich hoffe für sie, dass das nicht der Fall ist - wenn man nämlich ihre Fotos von jetzt mit denen vor einem Jahr vergleicht so wirkt sie stark verändert.

21. März 2018
15:44
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Chenier
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28. Februar 2018
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Ich persönlich habe den Eindruck, dass Borras überbewertet wird, hat mich als Faust 2x enttäuscht, und dass Hartig nicht nur in ihrer Entwicklung stecken geblieben ist, sondern dass es bei ihr zurückgeht.

21. März 2018
9:27
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Bricconcella
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28. Februar 2018
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Ich war in der gestrigen Vorstellung, allerdings nur auf "Visite" für den ersten Akt.

Ich schätze Borras im Allgemeinen, weil er einer der Wenigen ist, der dem "Plärren" widersteht. Allerdings ist er in der Höhe auch immer ein wenig gefährdet gewesen und hat eher wenig Durchschlagskraft. Wollte deshalb hören, wie er aktuell singt.

Gestern hat er wunderbar angefangen, wenn auch hier und da ein bissl zittrig. Nicht runtergeschludert bis zur Arie wie so viele Rodolfos, sondern aktzentuiert, wortdeutlich gesungen (schöne klare iiis - hört man sonst kaum), schön gedeckt in der Höhe, schöne Zwischentöne und Nuancen in den Ensembleszenen. Versucht musikalisch zu gestalten, auch als Darsteller hat er sich gegenüber vor ein paar Jahren etwas entwickelt und "befreit". Schon bei Beginn der Arie hat er leider auf das C hingezittert, das er auch prompt geschmissen hat, aber dazwischen waren viele schöne Phrasen. Zwischendurch hat er sich entspannt, nicht so geplärrt, gequetscht und gestemmt, sondern duftig und schön lyrisch. Hält die Höhe schlank ohne eng zu werden, hat aber Probleme mit dem Anknüpfungspunkt an die Vollhöhe. So unbarmherzig wie die Dame am Dirigentenpult allerdings reingeknallt hat (auch bei "o soave fanciulla"), hat er aber leider keinen leichten Stand gehabt. Schade um den Schlusston. Im Schlussduett 1. Akt hat er ein paar herrliche Phrasen gehabt. "Fremon nell´anima dolcezze estreme..." hat er herrlich duftig erwischt - lange nicht mehr so gut ausbalanciert gehört. Ist definitiv eine Partie für ihn (der Werther zB ist es weniger - da war er stimmlich für das dichte Orchester definitiv eine Nummer zu klein, obwohl er stilistisch es gut gemacht hat) Ich würde ihn mit einem erfahrenen Dirigenten und passenden Kollegen gerne in einem kleineren Haus hören. Je größer die Häuser desto lyrischere Partien ohne dicke Orchestrierung müsste er singen. Wenn ich mir aber so anschaue was er alles singt muss er unbedingt an der hohen Lage arbeiten, die stabilisieren und belastbarer machen sonst ist das alles im wahrsten Sinne des Wortes eine Zitterpartie auf Zeit.

Hartig schätze ich eigentlich auch. Die Stimme hat gute Durchschlagskraft, in der hohen Mittellage einen natürlichen "Stahl" und eine gut konzentrierte, kraftvolle Höhe. Die Stimme war immer ein bissl hart - ja - das hat sich etwas verstärkt, die hohen Töne "flattern" auch ein wenig - erste Zeichen von Überstrapazierung. Die Arie hat sie klug gestaltet und versucht die Stimme "weich" zu machen und zu halten. - Nicht schlecht gesungen alles in allem. Und ein bombensicheres leuchtendes C am Ende des Aktes. (Borras hat klugerweise runter gesungen) 

Am Dirigat konnte ich gar nichts finden. Die Hörner haben zu Beginn geschmissen, alles hat zwar sehr ambitioniert, aber eckig und unausgegoren gewirkt und mit wenig Rücksicht auf die Sänger an heiklen Stellen. 

16. März 2018
22:29
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Pwolf
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War auch in der Vorstellung und musste leider auch feststellen, dass Borras offensichtlich stimmlich völlig überfordert war und auch Frau Hartig ziemlich angestrengt klang (da haben schon oft etliche angesagten Indispositionen besser geklungen).

 

Habe mich dann gefragt, wie eine solche suboptimale Besetzung von Rodolfo und Mimi in Wien, das sich ja als eines der ersten Häuser weltweit sieht, möglich ist. Aber in diesem Fall kann man der Direktion wohl keine Schuld geben - zumindest nicht bei den Hauptprotagonisten, denn Frau Hartig ist erst 34 und Borras 42 also eigentlich nicht wirklich alt - auch nicht für Sänger(innen). Zum Zeitpunkt der Planung vor wahrscheinlich 3-4 Jahren haben beide diese Rollen noch wesentlich besser gesungen - also zumindest in einer soliden bis exczellenten Repertoirequalität. Und dieser rapide Leistungsverlust in so kurzer Zeit, den ich leider immer wieder bei verschiedenen Künstlern wahrnehmen muss, ist traurig - vor allem für die Sänger(inne) - kann aber von einer Operndirektion nicht geplant werden. (Wobei man Frau Hartig zugutehalten muss, dass sie trotz der angestrengt wirkenden Stimme immer noch die beste Leistung der Sängerriege bot).

 

Die Kritik von Herrn Prochazka an der Dirigentin kann ich aber nicht bestätigen, im Gegenteil, sie war für mich der einzige Lichtblick des Abends wie sie die durchwegs stimmlich kränkelnde Sängerriege (bis auf Frau Nafornita, die aber für meinen Geschmack viel zu hart/schrill sang)  ab dem 2. Akt behutsam durch den Abend getragen hat und die Klangschönheit der Musik, die diesmal zuwenig von den Sängern kam, dennoch - soweit das in einem solchen Fall überhaupt geht - zum Ausdruck gebracht hat ohne die Sänger zuzudecken, das war eine echt tolle Leistung.

 

War das früher auch so extrem, dass ein Tenor mit 42 schon "verbraucht" ist, wenn ja, dann ist es mir damals nicht aufgefallen?

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