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Beurteilung der Kritiker | Seite 2 | OnlineMerker | Forum

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Beurteilung der Kritiker
29. Mai 2021
19:30
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 451
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20. Januar 2021
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Was an Kritiken in der Kritik-Spalte oder auch unrichtigerweise unter Presseschau (da diese Zeilen keiner Presse sondern privaten Blogs entnommen sind) zugemutet wird, ist zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil untragbar, da es sich nicht um Kritiken im Sinne von Bericht und/oder Reflexion handelt, sondern um Hasstriaden gegen "moderne" Regie, gegen die ach so schlechten Sänger der Gegenwart und die herabgekommene Opernwelt überhaupt.

Einzelne wenige analysieren kenntnisreich und drücken in angemessenen Worten ihre Zustimmung oder Vorbehalte aus.

Auch sogenannte Profi-Kritiker, die für Ihre Zeilen Geld kassieren, weisen oft deutlich nicht genug Sachkenntnis auf, um sich eine Beurteilung anmaßen zu können und tun es trotzdem.

Sachkunde schützt vor Fehlurteil oder Entgleisung auch nicht.

Also: jede(r) schreibe wie er/sie will, muss sich dann aber auch wiederum Kritik gefallen lassen!

29. Mai 2021
18:54
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Christine
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Forumsbeiträge: 206
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22. Januar 2021
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Ich hatte erst jetzt Gelegenheit das Posting von Wolfram und die Antworten darauf zu lesen. Vieles wurde ja schon geschrieben. Aber was mich erstaunt:

Warum sollte ein Kritiker, der über Opernaufführungen schreibt, eine Aufnahmsprüfung in Instrumental- und Gesangspädagogik bestehen müssen? Das kann ja nicht Voraussetzung für diese Tätigkeit sein. Haben die Kritiker der Tageszeitungen eine derartige Prüfung abgelegt?

Großzügigerweise wird von Wolfram den Kritikern erlaubt ihre persönliche Meinung kundzutun. Welche Meinung sollten sie sonst vertreten?

Die Menschen, die für den Online Merker Kritiken schreiben, sind in meinen Augen alle Opernfans, die schon lange dabei sein und sehr gut Vergleiche ziehen können. Sie müssen weder für noch gegen jemand oder etwas schreiben, sie sind unabhängig. Bei den Kritikern der Zeitungen habe ich nicht immer diesen Eindruck. Dass alle Merker-Kritiker "strenger" sind, finde ich nicht. Aber es gibt Menschen, die sind überkritisch, die gab es zumindest früher auch bei den Berufskritikern.

29. Mai 2021
18:13
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 37
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25. Januar 2021
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na dann scheint ja die forum/leser situation, dank dem chefredakteur der morgen einen halbrunden feiert, wieder in ordnung zu sein?

merken sich auch den (wiener) sager: einem geschenkten gaul schaut man nichts ins maul!

29. Mai 2021
14:44
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Wolfram
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20. Mai 2021
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Danke für die Korrektur des Tippfehlers, oder war es die Autokorrektur.

 

Natürlich: Meinhard R.

 

Lesen hilft natürlich immer, nicht nur manchmal, vor allem (das hier vergessene) Korrekturlesen.:)

29. Mai 2021
14:26
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BalthasarZorn
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21. Januar 2021
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@24: Lesen hilft manchmal:

Meinhard Rüdenauer, nicht Reinhard Rüdenauer

29. Mai 2021
12:56
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Wolfram
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Forumsbeiträge: 10
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20. Mai 2021
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Meinhard Rüdenauer, gegen ihn ist freilich nichts einzuwenden. 

Ich habe doch sogar, ohne Namen, auf seine sachliche und freundliche Schreibweise angespielt.

 

Es ging ja um den anderen Komponisten, der vielleicht gar nichts geschrieben hat, was ja auch ganz egal ist. 

 

Dieser Thread hat doch seine Aufgabe erfüllt. Die Fakten liegen auf dem Tisch.

Jeder Kritiker wird weiterschreiben, wie er will.

Jeder Leser das Geschriebene entsprechend werten.

29. Mai 2021
9:33
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HansLick2
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Forumsbeiträge: 37
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25. Januar 2021
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Wolfram - chemisches Element - heute Tagesthema? man unterschätze bitte den Unterhaltungswert hier nicht.

LaughLaughLaugh

29. Mai 2021
7:55
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 451
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20. Januar 2021
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doch nicht Th.P.

100 Punkte!!!

Diese Person mag Sachkenntnis haben, so viel sie will, aber Anstand und die Fähigkeit, seinen Eindruck zu beschreiben, hat sie nicht und darum geht es in dieser Diskussion (siehe Ausgangsposting von Wolfram). Gift und Galle sind in einem nicht hinzunehmenden Maße überwiegend, sodass die angebliche Sachkenntnis nicht zu entdecken ist.

 

Inszenierungen aus der Holender-Zeit kommen auch noch dran und die zerlemperten beiden aus Urzeiten, Tosca und Aida, ebenfalls. Nach meinem Dafürhalten sind die Kulissen (nicht die jeweiige Inszenierungen, die sind längst dahin) nur noch da, weil weil man 2 Touristenschlager a la Verona weitergeschleppt hat.

29. Mai 2021
7:55
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MRadema796
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Forumsbeiträge: 113
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20. Januar 2021
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alcindo sagt
zu #16: schade, dass es im kabarett heute keine leute mehr gibt, die geist haben, dazu noch singen, klavierspielen und komponieren koennen

Das sehe ich nicht so. Hören Sie sich doch mal etwas von Hans Liberg an. Er ist im Moment aber anscheinend ausschließlich auf Niederländisch unterwegs.

29. Mai 2021
2:35
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alcindo
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Forumsbeiträge: 361
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21. Januar 2021
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caro Dalmont: fuer wen oder was haben die beruehmten komponisten der meist aufgefuehrten opern ihre werke geschrieben?

a fuer gewisse saenger

b fuer ein theater, wo man schon bekannt war

c fuer einen machthaber als prunk und propagandastueck

d um gut zu verdienen

e fuer ein bestimmtes orchester

f fuer einen bestimmten bedeutenden anlass, zb kroenung, suezkanal, eroeffnung eines theaters....

g als politisches instrument, wie Verdi mit Nabucco

usw, usw

Frage: hat einer dieser komponisten eine oper fuer einen regisseur geschrieben? hoechstens mit einem regisseur, wenn der das libretto fertigte.

noch eine frage: warum gibt es inszenierungen, die sich 50 und mehr jahre halten, und so viele andere, die sehr kurzlebig sind

von den inszenierungen, die ich im laufe meines lebens gesehen habe gibt es nur wenige, an die ich mich erinnere. die aelteste wird sicher der Bettelstudent aus der VO sein, die war lustig und sehr gut. dann erinnere ich mich an die Walkuere von Karajan und vor allem an seinen Othello, der sehr schoen war. dann auch noch an die alte Butterfly, die eine einfache aber sehr gute insz war und es nicht verdiente mit einer komplizierten Broadwayinszenierung bei der einiges nicht stimmt ausgetauscht zu werden. dann natuerlich die Tosca, die Elektra von Wagner, die Boheme von Zeffirelli, auch die Verkaufte Braut mit dem geaenderten text. auch an den ersten Simone kann ich mich gut erinnern. und an viele andere inszenierungrn kann ich mich ueberhaupt nicht oder wenig erinnern......an die meisten saenger in all diesen produktionen kann ich mich gut erinnern.

eine gute inszenierung mit schlechten saengern wird wenig erfolg haben. eine konzertante oder semikonzertante auffuehrung mit ersten saengern kann auch sehr grossen erfolg bringen.

manche gute saenger schaffen es gewisse partien 30 bis 40 jahre lang zu singen, sehr wenige inszenierungen ueberleben 5 jahre. und der neue direktor haette auch inszenierungen aus der Holenderzeit erneuern koennen, da gibt es einiges, das viel schlechter als die alte Butterfly ist

29. Mai 2021
1:43
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Dalmont
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22. Januar 2021
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Jeder, der eine Opernaufführung besucht, hat doch jedes Recht, sich zu äußern. Das ist aber noch keine Kritik im publizistischen Sinne, denke ich. Nur eine Privatmeinung. Hier im Forum geht es doch vor allem um persönliche Meinungsäußerungen.

Und da gibt es zwei Lager: die, die sich mit zeitgemäßem musikalischen Operntheater auseinandersetzen wollen, und die, die sich nostalgisch auf die „gute alte Zeit“, die so gut ja nicht war, berufen. Und dann vielleicht noch eine dritte Gruppe, für die ein Zitat aus einer rezenten „Carmen“ Kritik des Online Merker bezeichnend ist: Beito verunmögliche in seiner Inszenierung „die Flucht aus dem Alltag“. Was will man: sich am theatralischen Zu-Boden-Sinken einer Frau im Rüschchenkostüm erfreuen,  um dann festzustellen, dass der passaggio zu wünschen übrig ließ, obwohl José Carmen in der Oper den Herzmuskel aufschlitzt, was einem eigentlich die Flucht aus dem Alltag und den Appetit auf nachoperliches Gemampfe vergällen sollte.

Was soll von einem „professioneller“ Kritiker verlangt werden? Vor allem, dass er nicht nur Zensuren (wienerische Lieblingsbeschäftigung) erteilt. Und er sollte seinen Gegenstand so beherrschen, wie man es auch von einem Journalisten verlangt, der sich mit Quantenphysik beschäftigt (allerdings verbreiten sich auch darüber mehr Ignoranten als Kenner). Er soll kein Merker sein, denn Beckmesser ist ja eine tragisch-lächerliche Figur, sondern ein Hans Sachs („Wollt ihr nach Regeln messen ecc.ecc.“) und auf das, was er hört und sieht, wie schon von Lohengrin verlangt, vorurteilsfrei und ich würde hinzufügen, auch scheuklappenfrei zugehen und das Gesehen/Gehörte sprachlich adäquat vermitteln.

Jeder Journalist, der diese Berufsbezeichnung verdient, muss mehr vom Gegenstand verstehen als das Gros seiner Leser. Interessant wäre eine Untersuchung, warum sich gerade im Bereich Oper sehr viele journalistisch Tätige, die eigentlich in anderen Ressorts sattelfest sind (Sport, Wirtschaft, Literatur ecc.) als Fachkritiker verstehen wollen. Liegt es daran, dass Musik sprachlich-analytisch so schwer in den Griff zu bekommen ist, auf gut deutsch: man da sehr viel herumschwadronieren kann?

Die Lebenswege der Online-Merker-Kritiker sind nicht unbekannt, wenn man wie ich (dem das der Herausgeber zu seinem Vorteil auch vorgeworfen hat) alles Überprüfbare im Netz überprüft.

Ich brauchte die Einschätzungen der Online-Merkerer nicht mehr zu lesen, weil ich schon im Vorhinein weiß, wie sie agieren werden, und vor allem, wie die kulturpolitischen Seitenhiebe in den Nebensätzen ausschauen. Deren Fluchtpunkt ist Stefan Zweigs „Welt von gestern“. Und obwohl ich auch aus dieser Welt noch meine kulturelle Sozialisation bezog, sie ist vergangen, wie vielleicht Schnitzler, für den am Theater ich im Gegensatz zu Tschechov nicht sehr viel Überlebenschancen sehe.

Abschließend: Dass Kritiker im Online-Merker anders agieren würden als die aller anderen Medien, das ist eine Einrede der Online-Merker-Verantwortlichen.

 

PS: Frauen waren immer mit gemeint.

28. Mai 2021
23:58
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alcindo
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21. Januar 2021
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zu #16: schade, dass es im kabarett heute keine leute mehr gibt, die geist haben, dazu noch singen, klavierspielen und komponieren koennen

28. Mai 2021
22:16
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alcindo
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Forumsbeiträge: 361
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21. Januar 2021
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Madame sind die guete selber.......wer tobt aber dann herum? doch nicht Th.P., der von den "offiziellen" kritikern am meisten von gesangstechnik versteht....., irgendwie verstaendlich, dass Ihnen seine meinung immer wieder nicht zusagt.   soll aber nicht heissen, dass ich seine meinung immer teile

28. Mai 2021
22:14
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Wolfram
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20. Mai 2021
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Dieses Lied des genialen Georg Kreisler, das die meisten ja ohnehin kennen, passt perfekt zu diesem Thema.

Er war freilich musikalisch. 🙂 

28. Mai 2021
21:57
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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ad alcindo "liebe mme, sie werden doch nicht mich meinen, oder? "

Nehmen Se sich doch nicht so wichtig. Sie sind nicht gemeint. Hier wird über die "Kritiker" diskutiert, die Online-Merker-offiziell Kritiken einstellen und nicht über Forumsposter, die ihren Frust ablassen.

28. Mai 2021
21:51
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MRadema796
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20. Januar 2021
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Lohengrin2 sagt
Was ein im Onlinemerker herumtobender KRITIKER, den ac nicht genannt hat, sich an Unverschämtheten herausnimmt, ist nicht akzeptabel. 

Ich fände es durchaus akzeptabel, wenn Sie genauer beschreiben, wessen Poppea-Rezension Sie warum unangemessen finden. Auf diesem Abstraktionsniveau ist das für mich leider nicht nachvollziehbar.

Es ist m. E. keinesfalls so, dass nur Vollprofis (was immer das genau sein soll) sich zu gesehenen Opernvorstellungen äußern dürfen.

Ich habe die Produktion in Salzburg gesehen, und mir sind die drehenden Derwische dort höchstgradig auf die Nerven gegangen. Zudem hat es der überbelebte Bühnenboden mir erschwert, der Handlung zu folgen. Musikalisch war ich dort sehr zufrieden, was sich in der CD-Aufnahme bestätigt hat. Die Wiener Aufführung habe ich mir bisher nicht angehört, und möchte sie auch derzeit nicht nocheinmal sehen (obwohl die Probleme in einer Videoversion möglicherweise weitgehend verdeckt sein könnten).

Dass die Poppea eine Kammeroper sei, wie zuvor sinngemäß zu lesen, würde ich nicht bestätigen. Es sicher erlaubt, sie auch in größerem Rahmen zu spielen, obwohl es auf jeden Fall wichtig, dass das Stück verständlich gemacht wird, wozu schlecht artikulierende Sänger sicher nicht beitragen.

28. Mai 2021
21:49
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Wolfram
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20. Mai 2021
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An copy:

Ich habe ja auch gar keine Namen genannt. Sie habe ich wahrscheinlich auch gar nicht gemeint. 🙂

Es gibt halt, Gott sei Dank, ganz unterschiedliche Schreiber.

Wirkliche Könner, auch hier im OnlineMerker, schreiben ja oft auch viel besser und auch freundlicher.

Sie werden erraten, wen ich meine.

 

Übrigens schreiben ja auch die, die sich vielleicht angesprochen fühlen, oder einige, die Cupak selbst erwähnte, nicht immer uninteressant oder ohne Qualität.

 

Mir ist bloß aufgefallen, dass deren Ansicht oft ganz anders ist, als die von ausgewiesenen Könnern.

(Und auch das nicht immer)

Und das gibt halt zu denken.

 

Grundsätzlich habe ich gegen die Leute persönlich ja nichts.

28. Mai 2021
21:44
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alcindo
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21. Januar 2021
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guten abend Wolfram, ich spreche jetzt zuerst nicht fuer mich, sondern sondern fuer die von Ihnen erwaehnten 4 oder 5  "hauptkritiker' genannten, die ich alle persoenlich nicht oder viel zu wenig kenne. man muss nicht musik studiert haben oder korrepetitor an der WSTO sein, um ein urteil ueber eine vorstellung abzugeben. aber zb weiss man von Dr Renate Wagner, dass sie seit vielen jahren in unglaublich viele vorstellungen geht, und da kann sie mit gutem grund aus dem vergleich schluesse ziehen. wenn Sie meinen, korrepetitoren koennten da ein besseres urteil abgeben...nobody is perfect, so hat zb keiner bei der neueinstudierung von Nozze di Figaro gemerkt, dass der protagonist ein zt fehlerhaftes italienisch singt, oder dass der Escamillo im torerolied rythmisch schwimmt....ich fuer meinen teil halte es so, dass ich ueber dinge schreibe, die ich halbwegs kenne, und fehler kritisiere, die objektiv nachweisbar sind. und geirrt habe ich mich auch schon hin und wieder, habe aber kein problem, mich dann zu entschuldigen........meinen Sie gar, dass es bei der professionellen kritik da besser bestellt ist, und dass diese eine so gute musikalische ausbildung haben?  die meisten schreiben ja jetzt in andienernder weise, ist Ihnen das vielleicht auch schon aufgefallen?   wenn Ihnen an den kritiken und berichten, die hier aufscheinen, etwas nicht gefaellt, dann fuehlen Sie sich doch frei zu replizieren

28. Mai 2021
21:29
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copy
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25. Januar 2021
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@Wolfram, ein heißes Thema, das sie hier anschneiden und ein sehr spannendes. Obwohl ich hier unter dem "copy" poste, kann man leicht herausfinden mein "real name" lautet, unter dem sie auch einen Vielzahl von "Kritiken" finden können (Ernst Kopica). Nämlich hier im Online-Merker, für den ich einige Jahre unterwegs war und auch im deutschen "Opernfreund" oder im Heft-Merker. Es stellt sich meiner Meinung nach in dieser Diskussion viel weniger die Frage, ob jemand einen tollen Lebenslauf vorweisen kann (ich darf immerhin auf 30 Jahre Journalismus zurückblicken, wenn auch in einem anderen Genre, nämlich dem Sport und da auch "nur" nebenberuflich, wenngleich sehr leidenschaftlich und auch umfangreich) oder nicht, sondern es geht um den Respekt gegenüber Künstlern und den Werken. Und die erwirbt man sich nicht mit Titel und Publikationen. Den hat man eben oder auch nicht. Ein kleines Beispiel: Bei einem "Siegfried" in Detmold hatte der Tenor plötzliche Probleme, die offenkundig auf ein "austrocknen" der Stimme zurückzuführen waren. Dies merkte ich in meiner Kritik auch so an. Als ich am nächsten Tag zur "Götterdämmerung" ins Haus kam, stürmte die Pressesprecherin auf mich zu und bedankte sich, so etwas faires hatte sie noch nie erlebt, wie ich denn das gemerkt hätte. Ja, da kam mir halt meine Erfahrung als ehemaliger Sänger zu Hilfe, der weiß, was Flüssigkeitsmangel bewirkt. Auch das ich selbst "statierend" auf der Bühne stand hilft bei der Beurteilung von künstlerischen Darbietungen und man formuliert halt etwas um, bevor man einen "zerreißt".

Ja, die Merker-Kritiker sind keine "Profis", denn sonst würden sie in anderen Medien schreiben. Hier nehme ich natürlich in erster Linie Renate Wagner aus, die immer noch im (auflagenschwachen) Neuen Volksblatt Rezensionen verfasst und eine gewissen Sonderstatus inne hat. Aber auch alle anderen "ehrenamtlichen" Schreiber unterscheiden sich doch von redaktionellen Mitarbeitern der Kommerzpresse, die oft in wirtschaftlicher Verbundenheit zu den Theatern stehen (eine Pressekarte stellt für ein Opernhaus eine Investition dar!). Auch ein spannendes Thema: Schreibe ich positiv, weil ich eine Freikarte erhalten habe? Mir sind natürlich auch solche Fälle bekannt, aber ich selbst habe mir jede Karte in Wien selbst bezahlt. Bei Reisen nach Europa und auch bei Aufenthalten in den USA griff ich dann doch auf die Möglichkeit von Pressetickets zurück, um meinen finanziellen Aufwand gering zu halten, verdient habe ich mit meiner Schreiberei nichts. Ich will und kann nicht über andere "Kollegen" sprechen, aber ich selbst habe eine gediegene musikalische Ausbildung erfahren und besitze Erfahrung im Journalismus. Ob jemand meine "Berichte" gefallen oder nicht kann ich nicht beurteilen.

Eine weitere Nuance: Der Kontakt zu Künstlern! Ich ging damit eher lässig um und habe auch recht intensive Kontakte zu führenden Sängern im Opernfach. Wenn da einmal etwas komplett schief läuft, ja dann mache ich es wie manch andere, dann schreib ich halt einfach nichts. Das kann einem jetzt gefallen oder nicht, aber ist halt mein Stil.

Aber Danke @Wolfram für ihre Anregungen, vielleicht gibt es andere Meinungen auch noch. @Lohengrins Beurteilung von Sichrovskys Ausführungen kann ich übrigens voll unterschreiben. Und meine Meinung über W. Sinkovics in der Presse behalte ich auch lieber bei mir.

28. Mai 2021
21:13
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Wolfram
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20. Mai 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Zu Lohengrin2 :

Es gab ja ganz hervorragende Sängerfachleute und Kritiker (wenn man so will), deren

Werke auch heute noch ein Genuß zu lesen sind. Wenn man das liest, dann kann man die beschriebenen Stimnen richtig im Geiste hören hören.

Und diese Werke haben auch eine literarische Qualität.

 

Ich nenne 2 aus dem englischen Sprachraum:  John B. Steane und Michael Scott.

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