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Besucherschwund
13. Juni 2022
7:24
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Lohengrin2
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20. Januar 2021
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Bei der "Stehplatzdiskussion" zeigt sich immer wieder der Blickwinkel der in Wien lebenden Opernfreunde. Jeder, der eine längere Anreise auf sich nehmen muss, um die Wiener Opernhäuser zu besuchen und dann noch ein Parkproblem hat (mit den Öffis kommt man oft nicht mehr nach Hause zurück),  kann darüber nur lachen (oder weinen).....

12. Juni 2022
23:13
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alcindo
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21. Januar 2021
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der stehplatz ist heute, wenn man die kaufkraft in betracht zieht, um nichts teurer als in der "guten alten zeit", und damals war es schwierig fuer halbwegs interessante auffuehrungen parterre zu bekommen, ohne sich stunden anzustellen. ich kam meist nur zu plaetzen galerie seite oder ganz seite. das publikum war damals sehr gemischt, viele jungen leute, aber auch aeltere semester, die sich oft auf die stufe hinter ihnen setzten....aber voll war der stehplatz damals fast immer.....heute ist der stehplatz bei premieren halbleer, wie gestern im Orfeo, bei der derniere von den Puritanern genauso.....nicht uebersehen, die wahre begeisterung fuer die oper kam immer aus dem stehplatz, und nicht von im letzten moment verbilligten logenplaetzen....

12. Juni 2022
22:01
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michael koling
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20. November 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Für eine geringere Auslastung in ALLEN Theatern (auch international) gibt es zweifellos eine Vielfalt an Gründen - herbei geschriebene, nachvollziehbare, ...

Was ich bisher noch nirgendwo gehört oder gelesen habe, ist die Tatsache, dass sich viele kulturinteressierte Menschen eine Karte in die Kulturtempel nicht mehr leisten können, weil die Fixkosten (Miete, Energie, Lebensmittel, usw.) die Lohn- oder Pensionserhöhungen um ein Vielfaches übertreffen und für Vergnügungen schlicht und ergreifend kein Geld mehr übrig bleibt. Und jetzt möge mir niemand mit dem Argument kommen, dass der Stehplatz ja (trotz aller in Wahrheit dramatischen Preiserhöhungen der letzten Zeit) so günstig ist. Wer gesundheitlich nicht auf der Höhe ist, für den ist der Stehplatz keine Alternative.

12. Juni 2022
9:43
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Dalmont
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Nachtrag ad 6) und zu ACs Philippika zu Ö1 Sendungen im Tageskommentar:

Warum initiiert der Herausgeber nicht eine Diskussion von Dr. Renate Wagner (Ö1 Moderatorin von ‚Von Tag zu Tag‘ ) mit Dr Philippe Blom (Moderator von "Von Tag zu Tag" auf Ö1 und der Nachfolgesendung „Punkt 1“)?

12. Juni 2022
3:14
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Dalmont
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Forumsbeiträge: 309
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22. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Für die „Orfeo“-Premiere wurde mir schon am 20. Mai von der Staatsoper ein Treuerabatt von 30 Prozent angeboten, also zeichnete sich bereits damals ab, dass sich der Monteverdi nicht gut „verkaufen“ wird. Was bei Kenntnis der Wiener Vorlieben eh zu erwarten war. Und was war die Aufführung für ein großartiges Erlebnis: diese geniale Musik und diese wunderbare Demokratie der Könige im Orchestergraben! Die Singenden nicht zu vergessen.

Was den Besucherschwund anlangt: wie gestern auf Ö1 zu hören war, fehlen Erhebungen dazu. So verallgemeinert halt jeder seine eigenen Wahrnehmungen. Auch unsereins, der nun nicht in Verdacht steht, sofort Reißaus zu nehmen, wenn er ein Video oder Nacktheit auf der Bühne sieht, oder einen Klassiker oder Nestroy und Schnitzler anders erlebt, als er ihn vor 60 Jahren gesehen hat oder jemand nicht ganz so schön spricht, wie anno dazumal. (Wie die Anruferin in der vorgestrigen Sendung, die allerdings diskussionsverweigernd abgeschlossen hatte mit dem Theater und daher eine Auszeit nehmen sollte, wie unsereins es 10 Jahre für das Musiktheater gemacht hat).

Vor Corona waren -abgesehen vom Musiktheater, das das Zentrum meiner kulturellen Aktivitäten war- mindestens 2 x pro Monat Theater- und 2 x pro Monat Konzertbesuche die Regel. Was ist davon nach Corona übriggeblieben? Das Musiktheater in der Intensität wie eh und je, das Sprechtheater hat sich auf 1 x Josefstadt reduziert (und den „Kirschgarten“ bei den Festwochen – „La Cerisiae“ nannte ihn preziös der Online-Merker - , den unsere Rezensentin zerfetzt hätte, wäre er an der Burg auf diese Weise aufgeführt worden), und drei Konzertabende.

Ich habe bei mir selbst die genauen Gründe für diese Veränderung noch nicht gefunden. Angst vor Aktualität ist es nicht, auch nicht vor Modernität, fehlendes Interesse auch nicht. Ganz sicher ist, dass die Nachdenklichkeit der Lockdowns in allem zu einer positiv zu interpretierenden Reduktion auf Wesentliches führte, und kulturell das übrig blieb, was mir das wichtigste war, das Musiktheater.

Nochmals: nur eine Überlegung eines einzelnen älteren Menschen, ohne den Kampfgeist der Philippiken älterer Ö1-Anruferinnen oder Online-Merker-Kritikerinnen.

Was die jungen Leute anlangt: Warum fragt sie niemand? Eine Lehrerin erzählte gestern auf Ö1, dass ihre SchülerInnen den „Cyrano de Bergerac“ an der Burg- vorbereitet - begeistert aufgenommen hätten. Unsereins wurde in den 60ern im Realgymnasium in einer Bezirkshauptstadt auf jede Landestheater-Aufführung vorbereitet: was waren das für Stücke: „Bernarda Albas Haus“, „Wassa Shelesnowa“, „Der Architekt und der Kaiser von Assyrien“ (Arrabal), „Jakobowsky und der Oberst“, „Die Flucht“ (Waldbrunn/Winiewicz) nebst all den Klassikern und Nestroys. Und alles blieb im Gedächtnis.

Warum gibt es keine Samstags-Demonstrationen gegen den saudummen Satz: Die Schule produziert (!) am Markt vorbei.

PS: Als ich zur Premiere des "Orfeo" radelte, quälte ich mich durch die vielen jungen Menschen, die heute am Ring ihre Lebensfreude demonstrierten. Als der Vorhang aufging, empfand ich das fast als Weiterführung dieses Lebenslustfestes. Aber nach einer halben Stunde begann schon Orpheus' Elend, und da streckte auch der junge Regisseur-Brite (?) seine Patschn und es wurde höllenmäßig fast ein bisschen lächerlich. Da braucht's halt dann doch einen interpretierenden Regisseur. Nicht alles ist Show. Diese ist allerdings angenehmer als Interpretation.

12. Juni 2022
1:16
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Toscanini
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Forumsbeiträge: 113
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9. Dezember 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

Die erwähnten unbestrittenen Giganten von einst waren exklusiv nur auf teuren Platten, gelegentlich im Radio oder eben live zu sehen. Noch bei Pavarotti oder Carreras kampierten Fans vor der Staatsoper, und wenn Abbado dirigierte, war das Haus auch bei Wozzeck oder Pélléas sehr gut gefüllt. Tempi passati. Heute ist sehr viel auf Youtube einfach so ohne große Mühen zu besichtigen, anzuhören usw. Ganze Opernabende und -inszenierungen stehen zur Verfügung. Früher ging das nur, wenn man sehr viel Geld und Mühe in entsprechendes Material investierte. Wesentlich wird es also sein, dass die Bedeutung des Live-Ereignisses evident bleibt. Damit klar ist: Jemanden live zu sehen ist ein besonderes und durch nichts zu ersetzendes Erlebnis.

Junge Leute gingen und gehen auf Konzerte in die Stadthalle oder auf Festivals, die wollen bestimmte Bands und Pop-Künstler unbedingt live sehen, also sind sie auch für das Theater zu gewinnen. Allerdings muss es gut gemachtes Theater sein, intelligent und technisch auf der Höhe der Zeit gestaltet und daran interessiert, ein Werk möglichst spannend zu inszenieren. Siehe aktuell L'Orfeo an der Staatsoper, bezeichnenderweise durch einen britischen Regisseur. Der weiß, dass Theater auch ein Spektakel mit großartigen Kostümen und einfallsreichen Bühnenbildern sein kann, manchmal auch sein muss. Und dass Theater Geschichten erzählen muss, die berühren und aufregen. Meiner Erfahrung nach glaube ich nicht, dass jüngere Menschen Geld und Zeit dafür verschwenden wollen, sich langweilen oder belehren zu lassen.

11. Juni 2022
23:58
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Lohengrin2
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Forumsbeiträge: 1046
Mitglied seit:
20. Januar 2021
sp_UserOnlineSmall Online

Was heisst "viel wattiert"?

Die Last-Minute-Karten für junge Leute sind ein Mittel, die Schwelle niedrig zu halten. Dieselbe Methode gibt es fast überall.

Opera Garnier verkauft eine halbe Stunde vor Beginn noch billiger und nicht nur an junge Leute.

11. Juni 2022
23:38
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alcindo
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Forumsbeiträge: 816
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21. Januar 2021
sp_UserOfflineSmall Offline

komme gerade aus der Orfeo-premiere in der WStO: die sitzplaetze ziemlich voll,neben mir sassen 2 junge damen mit karten zu 30.- 1.reihe loge.. also viel wattiert, der wahre gradmesser ist fuer mich der stehplatz: stehparterre zu beginn 80% gefuellt, nach der pause ca 60, beim schlussapllaus gegen ende ca 10%...galerie zu beginn ca 40%, gegen ende des schlussapplauses insgesammt nicht mehr als 10 leute, die ausharrten.......das sagt ja schon alles........wo ist das junge publikum, das man zur oper bringen will?? in meiner jugend habenb wir uns naechte lang angestellt, um Tebaldi, diStefano, Rysanek, Nilsson, Bastianini, Siepi hoeren zu koennen, heute ist bei einer premiere der stehplatz mit weniger als 50% besetzt...........

11. Juni 2022
21:18
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Christine
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22. Januar 2021
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Was das Burgtheater und das Volkstheater betrifft, kann ich Frau Dr. Wagner vollkommen zustimmen und die meisten Höreranrufe in Ö 1 stimmten da auch überein. Beim Besucherschwund spielt Corona sicher eine große Rolle und das wird sich nicht so rasch ändern. Seit die Maskenpflicht aufgehoben wurde, tragen höchsten 5 - 10% der Besucher im Zuschauerraum noch eine Maske obwohl das Tragen schriftlich und mündlich empfohlen wird. Meine Erklärung: jene Menschen, die jetzt Angst haben sich anzustecken, bleiben zu Hause. Wer diese Angst nicht hat, ist erleichtert und geht in die Oper oder ins Theater.

Gestern in der Volksoper in Antonia und der Reißteufel: eine nette Aufführung, viele Kinder, die alle begeistert gejubelt und geklatscht haben (die eigene junge Begleiterin miteingeschlossen). Und das obwohl (oder weil?) es eine normale Inszenierung mit passendem Bühnenbild und passenden Kostümen gab. Aber leider blieben viele Plätze leer. In diesem Sinn kein Unterschied zum Burgtheater, wo es auch bei besseren Aufführungen - allerdings mit vielen Ungereimtheiten (z.B. die Ärztin) leere Plätze gab. Die Staatsoper dürfte da die Ausnahme sein, sie kann auch wieder mit den Touristen rechnen.

11. Juni 2022
13:10
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HH
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14. März 2022
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Die Anmerkungen von Frau Dr. Wagner sind jedenfalls beachtenswert. Dazu auch hörenswert die Sendung "punkt eins" auf Ö1 vom 10. 6. 22, 13 Uhr - in der Radiothek noch knapp 1 Woche zu hören, für Ö1-Clubmitglieder auch länger? Jedenfalls ist da wer ziemlich ins Schwimmen gekommen...

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